Vorschubsteuereinrichtung für Revolverschlitten von Revolverdrehmaschinen Die Erfindung betrifft eine Vorschubsteuereinrich tung für Revolverschlitten von Revolverdrehmaschinen.
Es ist bereits bekannt, bei Revolverdrehmaschinen anstelle einer einzigen Vorschubkurve, die entsprechend der zum Einsatz gelangenden Werkzeuge verschiedene Arbeitskurvenabschnitte aufweist und die für jedes Werkstück speziell anzufertigen ist, eine Vielzahl von entsprechende Arbeitskurvenabschnitte aufweisenden Kurvenstücke zu verwenden, die auf einer als Kurven träger dienenden Welle in entsprechender Folge derart zueinander anzuordnen sind, dass sie nach Umschalten des Revolverkopfes nacheinander von der Abtastrolle des Abtasthebels eines unter Federdruck stehenden, auf den Revolverschlitten wirkenden Zahnsegmenthebels ab getastet werden.
Sofern hierbei ein Satz entsprechender Kurvenstücke in Vorrat gehalten wird, lässt sich eine enggestufte Auswahl von Vorschubgeschwindigkeiten erhalten, und es kann jeweils ein Kurvensatz zusammen gestellt werden, durch welchen die zur Bearbeitung eines Werkstückes erforderlichen Vorschubgeschwindigkeiten erhältlich sind. Bei einer solchen Vorschubsteuerung ist die Lage der einzelnen Kurven derart zu wählen, dass sie unmittelbar nacheinander auf den Zahnsegmenthebel des Revolverschlittens wirken.
Beim Kurvenwechsel solcher Vorschubsteuerungen ergeben sich grosse Ver lustzeiten, da die die Kurvenstücke tragende Welle zur Bearbeitung eines Werkstückes mit gleichbleibender Geschwindigkeit eine volle Umdrehung ausführt und dies bringt mit sich, dass die Abtastrolle des Zahnseg menthebels, bevor diese auf den nächsten Arbeitskur venabschnitt eines Kurvenstückes abfallen kann, zu nächst die Kurvenspitze der im Einsatz gewesenen Kurve umfahren muss, und hierbei hat die die Kurvenstücke tragende Welle einen Leerweg zu durchfahren, der min destens dem Radius der Abtastrolle entspricht.
Dieser Nachteil wird nun bei einer Einrichtung zur Vorschubsteuerung des Revolverschlittens von Revol verdrehmaschinen mit auf einem durch eine Antriebs vorrichtung antreibbaren Kurventräger angeordneten, entsprechende Arbeitskurvenabschnitte aufweisenden Kurvenstücken, die nacheinander nach Umschalten des Revolverkopfes von der Abtastrolle des Abtasthebels eines unter Federdruck stehenden, auf den Revolver schlitten wirkenden Zahnsegmenthebles abgetastet wer den, erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass zwei nebeneinander angeordnete Kurventräger vorgesehen sind, auf denen die Kurvenstücke entsprechend ihrer Einsatzfolge derart angeordnet sind, dass jeweils ab wechselnd ein Kurvenstück eines Kurventrägers mit dem Abtasthebel zusammenwirkt,
und dass eine Schnell- schaltvorrichtung vorgesehen ist, mit deren Hilfe der Kurventräger um einen solchen Betrag in Drehrichtung schaltbar ist, dass der Abtastarm, wenn er am Ende des entsprechenden Arbeitskurvenabschnittes ankommt, vom Kurvenstück freikommt. Die Erfindung gewähr leistet somit, dass der in der Endphase eines Arbeits ganges üblicherweise mit unveränderbarer Geschwindig keit langsam zu durchfahrende Leerweg nunmehr schnell überfahren wird, so dass eine kontinuierliche Einsatzfolge der Kurvenstücke erreicht und Verlust zeiten weitgehend ausgeschaltet werden.
Auf Grund der doppelten Kurventrägeranordnung und dem dadurch möglichen, jeweils abwechselnden Einsatz von Kurven stücken des einen oder anderen Kurventrägers bietet sich dabei eine solche Möglichkeit der gegenseitigen Kurven einstellung, dass in einem Bereich von 360 , in dem sich normalerweise bei einer einzigen Kurventrägerwelle die Arbeitskurvenabschnitte überlappen, nunmehr sämtliche zum Einsatz gelangenden Kurvenstücke vom Ursprung ihres Arbeitskurvenabschnittes durch die Abtastrolle abtastbar sind. Der sich durch die einzelnen Kurven stücke bietende Vorschubbereich kann dabei voll aus genützt werden.
Mittel und Weg zur Verwirklichung des Erfindungs gedankens können sehr vielgestaltig sein, und eine vor teilhafte Konstruktion bietet sich beispielsweise, wenn die Kurventräger als mit ihrer Achse parallel zur Schwenkebene des Abtastarmes angeordnete Trommel ausgebildet sind, die an ihrem Umfange die Kurven stücke tragen, und wenn der Abtasthebel sich zwischen beiden Trommeln befindet und mit je einer zum Umfang der Trommeln gerichteten Abtastrolle die Kurven ab tastet.
Die Kurvenstücke, die in diesem Falle als Rund- kurvenstücke auszubilden sind, wird man zweckmässig an den Trommeln, sowohl in Umfangsrichtung als auch in axialer Richtung verstellbar und feststellbar anordnen, so dass die Kurveneinstellung mit grösster Genauigkeit durchgeführt werden kann.
Die Anrodnung der Rund kurvenstücke hat dann an den Trommeln so zu erfolgen, dass das Rundkurvenstück der einen Trommel mit dem Anfang des Arbeitskurvenabschnittes an der dieser Trommel zugerichteten Abtastrolle ankommt, wenn die der anderen Trommel zugeordnete Abtastrolle von der gerade abgefühlten Rundkurve abfällt.
Die Befestigung der Rundkurvenstücke an den Trommeln lässt sich in vorteilhafter Weise durch Aufstecken auf Befestigungs elemente durchführen, die in sich entlang von Mantel linien erstreckenden Nuten der Trommeln verschiebbar angeordnet sind, und wenn die Ausnehmungen der Rund kurvenstücke zur Aufnahme der Befestigungselemente als quer zu den Nuten gerichtete Längsschlitze ausgebildet sind, deren Länge sich mindestens über den Bereich des Abstandes zweier Längsnuten erstreckt.
Auf Grund der Nutanordnung sind somit die Rundkurvenstücke in axia ler Richtung der Trommel und durch die Anordnung der Längsschlitze auch in Umfangsrichtung derselben ver stellbar und sie lassen sich dadurch an den Trommeln in jede gewünschte Lage bringen.
Es ist zweckmässig, die Schnellschaltvorrichtung zur Verstellung der Kurventräger in ihrer Bewegung selbst begrenzend auszubilden; um zusätzliche Begrenzungs mittel zur Fixierung des Schnellschaltschrittes zu ver meiden. Vorteilhaft wird hierzu vorgeschlagen, als Schnellschaltvorrichtung ein Zylinderaggregat vorzu sehen, dessen Kolbenstange zum Verdrehen mittelbar oder unmittelbar auf einen oder auf beide Kurventräger einwirkt.
Zweckmässig erfolgt der Antrieb der Trommeln über ein Schneckengetriebe, wobei die Schnecken auf einer gemeinsamen Antriebswelle verschiebbar angeordnet und über Hebelglieder durch je ein Zylinderaggregat verschiebbar sind. Bei dieser Konstruktion wirken somit die Zylinderaggregate mittelbar auf die Trommeln, wo bei die Zylinder in ihrer Länge so auszubilden sind, dass der mögliche Kolbenweg in Verbindung mit der durch die Hebelglieder geschaffenen Übersetzung dem ge wünschten Schaltschritt entspricht.
Eine weitere vorteilhafte Verwirklichung des Er- findungsgedankens kann auch in der Ausbildung der Kurventräger als koaxial zueinander zugeordnete Wellen bestehen. Hierbei kann jedem auf den Wellen zugeord neten Kurvenstück ein Abtasthebel zugeordnet sein, der relativ zum Zahnsegmenthebel verschwenkbar ist, und mit einem Übertragungsglied auf den letzteren einwirkt.
Vorteilhaft ist es hierbei, die Abtasthebel als an ei nem Hebelende die Abtastrolle und am anderen Hebel ende das Übertragungsglied tragender Winkelhebel aus zubilden und das Übertragungsglied beispeilsweise in Form einer Stellschraube verstellbar und feststellbar an zuordnen. Die Einstellbarkeit der Übertragungsglieder bietet dabei die Möglichkeit, den Schwenkweg des mit dem Revolverschlitten zusammenwirkenden Zahnseg menthebels zu verändern, so dass trotz der durch die Kurvenstücke vorgegebenen Vorschubstrecke der Vor schubweg des Revolverschlittens veränderbar ist.
Zweckmässig haben der Zahnsegmenthebel und die Abtasthebel eine gemeinsame Schwenkachse, wobei der Zahnsegmenthebel zwischen den auf beiden Träger wellen vorgesehenen Gruppen von Abtasthebeln gelagert ist und seitliche Ansätze aufweist, auf die die Abtast hebel gruppenweise wirken. Hierbei kann die Konstruk tion so getroffen sein, dass sowohl das Zahnsegment als auch die seitlichen, leistenartigen Ansätze Lagerstellen zur Lagerung auf den Trägerwellen der Abtasthebel auf weisen.
Zum Antrieb der als Kurventräger vorgesehenen Wellen kann dabei je ein von einer Schnecke getriebenes Schneckenrad dienen, wobei sich eine besonders ein fache Konstruktion ergibt, wenn die Schneckenwelle axial beweglich und mit der Kolbenstange des zur Schnellschaltung dienenden Zylinderaggregates verbun den ist. In diesem Falle wirkt dann das Zylinderaggregat unmittelbar auf die Kurventräger ein und der Kolben weg des Aggregates entspricht dem gewünschten Schalt schritt.
Des weiteren ist es denkbar, zum Antrieb der als Kurventräger dienenden Wellen ein gemeinsames Schneckengetriebe vorzusehen. Eine entsprechende Kon struktion lässt sich vorteilhaft verwirklichen, wenn dessen Schneckenrad auf einer Übertragungswelle sitzt, die über Zwischenräder die einzelnen Trägerwellen an treibt. Um auch bei einem zentralen Antrieb den bei einem Kurvenwechsel geforderten Schnellschaltschritt durchführen zu können, können beispielsweise die Rä der der Trägerwellen oder die der Übertragungswelle in Antriebsrichtung einen Freilauf haben und über den Kolben je eines Zylinderaggregates um einen vorbe stimmten Betrag verdrehbar sein.
In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsbei spiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig.1 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht auf eine Revolverschlittenanordnung einer Revolver- drehmaschine mit einer ersten erfindungsgemässen Vor schubsteuereinrichtung, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A der Fig. 2 in grösserem Massstab als Fig. 2, Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Kurventrommel, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 1, in grösserem Massstab als Fig. 1, Fig.
6 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht auf eine Revolverschlittenanordnung einer Drehma schine, die zur Veranschaulichung einer zweiten Aus führungsform einer erfindungsgemässen Vorschubsteuer einrichtung dient, Fig. 7 eine Ansicht auf die Vorschubsteuerung ge- mäss Fig. 6 in Richtung des Pfeiles B der Fig. 6, Fig. 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 der Fig. 6 in grösserem Massstab als Fig. 6 zur Veranschaulichung des Antriebes der bei dieser Konstruktion vorhandenen Kurventrägerwellen, Fig. 9 einen Schnitt nach Linie 9-9 der Fig. 8, Fig. 10 eine Darstellung gemäss Fig. 9 in einer an deren Schaltstellung, Fig. 11 eine Variante des Trägerwellenantriebes der Vorschubsteuerung gemäss Fig.
6, Fig. 12 einen Schnitt nach Linie 12-12 der Fig. 11. Die in den Fig. 1-5 gezeigte Vorschubsteuerein- richtung weist einen als Ganzes mit 20 bezeichneten auf einer Achse 22 gelagerten Zahnsegmenthebel auf, dessen Zahnsegment 24 in an sich bekannter Weise mit der Zahnstange 26 eines als Ganzes mit 28 bezeichneten Revolverschlittens zum Antrieb desselben kämmt.
Der Revolverschlitten ist auf einer Revolverschlittenführung 30 eines Maschinengestelles 32 einer Revolverdrehma schine verschiebbar angeordnet. Eine in an sich bekann ter Weise in der Schlittenführung untergebrachte, mit ihrem einen Ende sich am Schlittengehäuse abstützende, nicht gezeichnete Druckfeder, versucht den Revolver schlitten in seiner Ausgangsstellung zu halten. Die er- findungsgemässe Vorschubsteuereinrichtung weist im Maschinengestell 32 zwei im Abstand voneinander an geordnete, an ihren beiden Enden gelagerte Kurven trommeln 34 und 36 auf, zwischen welchen der Abtast hebel 38 eingreift.
Der letztere weist an seinem Ende zu beiden Seiten je eine zum Umfang einer Kurventrommel gerichtete Abtastrolle 40 bzw. 42 auf. Der Antrieb der Trommeln erfolgt über auf den Wellen 44 und 46 der Trommeln an ihrem unteren Ende befestigte Schnecken räder 48 und 50, die mit Schnecken 52 und 54 kämmen. Die letzteren sind hülsenartig ausgebildet und auf einer im Maschinengestell gelagerten Antriebswelle 56 ver schiebbar, jedoch unverdrehbar angeordnet. Die An triebswelle wird über ein nicht näher gezeigtes Getriebe durch die Steuerwelle der Maschine angetrieben. Die Schneckenhülsen weisen an ihren einander zugekehrten Enden eine Umfangsnut 58 auf, in welche je ein bei 60 gelagerter doppelarmiger Hebel 62 mit seinem Mitneh mer 64 eingreift.
Der Hebelarm 66 ist bei 68 mit der Kolbenstange 70 des in einem Zylinder 72 geführten Kolbens 74 gelenkig verbunden. Die Zylinderaggregate 72, 74 werden durch nicht näher gezeigte Ventile ge steuert.
Zur Betätigung des Segmenthebels bzw. zur Steue rung des Revolverschlittens sind entsprechend der Zahl der im Revolverkopf vorgesehenen Werkzeuge erforder lichen Arbeitsgänge Kurvenstücke 76 am Umfang ent sprechend anzuordnen. Die Anordnung der Kurven stücke hat erfindungsgemäss so zu erfolgen, dass das nach Abfühlen eines Kurvenstückes als nächstes zur Re volverschlittensteuerung vorgesehene Kurvenstück auf der anderen Trommel anzuordnen ist. Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, sind die Kurvenstücke 76 als Rundkurven stücke auszubilden, derart, dass sie am Umfang der Trommel anliegen. Zur Befestigung derselben sind am Trommelumfang entlang von Mantellinien eine Vielzahl von T-Nuten 78 angebracht, die sich über die gesamte Länge der Trommel erstrecken.
Diese Nuten dienen zur Aufnahme von Nutensteien 80, in die Schrauben 81 zur Befestigung der Kurvenstücke schraubbar sind.
Hierzu weisen die Kurvenstücke quer zu den Längs nuten in verschiedenen Ebenen angeordnete Längs schlitze 82 auf, so dass die Möglichkeit geschaffen ist, sowohl axial als auch in Umfangsrichtung die Kurven stücke bzw. deren Kurvenfläche in jede gewünschte Lage zu bringen. über eine Graduierung 83 an den Trommeln ist die Einstellung leicht möglich.
Im folgenden soll die Wirkungsweise dieser Vor schubsteuereinrichtung beschrieben werden.
Um für jedes im Revolverkopf 84 des Revolver schlittens 28 eingesetzte Werkzeug 86 den richtigen Vor schub des Schlittens zu erzeugen, sind aus einem Kur vensatz, der eine enggestufte Auswahl von Vorschubge schwindigkeiten gestattet, die Rundkurvenstücke auszu wählen, deren Arbeitskurvenabschnitt den gewünschten Vorschub gewährleistet. Die einzelnen Kurvenstücke sind dann entsprechend ihrer Einsatzfolge auf den Trommeln derart anzuordnen, dass das jeweils als näch stes zum Einsatz kommende Kurvenstück auf der ande ren Trommel vorgesehen ist.
Sobald nun beispielsweise durch die Abtastrolle 40 die Kurvenfläche eines auf der Trommel 34 angeordneten Rundkurvenstückes abge fühlt und die Abtastrolle im Bereich des Kurvenendes angelangt ist, so tritt das rechte Zylinderaggregat 72a, 74a in Funktion und schiebt die Schneckenhülse 54 um einen vorbestimmten Weg in Pfeilrichtung, der durch den Kolben 74a fixiert wird.
Hierbei nimmt die Schnecke das Schneckenrad 50 und die Trommel 34 mit, so dass die letztere einen Schnellschaltschritt ausführt, um zu vermeiden, dass die Abtastrolle 40 mit der glei chen Geschwindigkeit, mit der das entsprechende Kur venstück abgetastet wurde, die Kurvenspitze umfährt und dadurch der Abtasthebel erst nach einer längeren Zeit von der Kurve abfällt, während der die auf der Kurventrommel 36 vorgesehene, als nächste zum Ein satz kommende Kurve nicht zur Steuerung des Revol verschlittens verwendet werden kann.
Durch den über das Zylinderaggregat 72a, 74a bewirkten Schnellschalt schritt wird somit bewirkt, dass unmittelbar nach Ab tasten des entsprechenden Kurvenstückes der Abtast hebel abfällt und mit seiner anderen Abtastrolle 42 auf die Kurvenfläche des auf der anderen Trommel 36 an geordneten Kurvenstückes gelangt. Während durch ein auf der Trommel 36 gesetztes Kurvenstück der Schlitten vorschub erfolgt, wird im Schnellschaltschritt das Zylin deraggregat 72a, 74a entgegen der Pfeilrichtung in Aus gangsstellung gebracht. Nach Abtasten des jeweils im Einsatz befindlichen Kurvenstückes erfolgt über die Zylinderaggregate 72a, 74a bzw. 72b, 74b ein Schnell schaltschritt, der die kurventragende Trommel entspre chend weiterschaltet, so dass Verlustzeiten bei der Steu erung von Revolverschlitten auf ein Minimum herabge setzt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel einer Vorschubsteuer einrichtung gemäss Fig. 6 ist ein als Ganzes mit 100 be zeichneter, auf einer Achse 102 gelagerter Zahnsegment hebel vorgesehen, dessen Zahnsegment 104 mit einer Zahnstange 106 eines als Ganzes mit 108 bezeichne ten Revolverschlittens kämmt, der auf einer Schlitten führung 110 eines Maschinengestelles 112 einer Re volverdrehmaschine hin- und herverschiebbar angeord net ist. Eine nicht näher gezeigte Druckfeder, die in der Schlittenführung angeordnet ist und sich gegen einen Teil des Revolverschlittens abstützt, versucht, den Revolver schlitten in seiner Ausgangsstellung zu halten. Zur Er zeugung der Vorschubgeschwindigkeit für die im Re volverkopf 114 eingesetzten Werkzeuge 116 dienen Kur venstücke, die in ihrer Zahl der Anzahl der eingesetzten Werkzeuge 116 entsprechen.
Diese Kurvenstücke 118 123 sind auf zwei als Kurventräger dienenden, einander koaxial zugeordneten Wellen 124, 126 befestigt. Diesen Kurvenstücken ist jeweils ein Abtasthebel 128 zugeord net, die auf der Welle 102 eines Zahnsegmenthebels ge lagert sind. Diese Abtasthebel sind als Winkelhebel aus gebildet, an deren einem Hebelarm die Abtastrolle 130 zum Abtasten des entsprechenden Kurvenstückes und am anderen Hebelarm ein übertragungsglied 132 in Form einer Stellschraube angeordnet ist, die ihrerseits mit einem leistenartigen, sich seitlich vom Zahnsegment hebel wegerstreckenden Anlagestück 134 bzw. 136 zu sammenwirken.
Auch bei dieser Konstruktion sind die in ihrer Ein satzfolge unmittelbar nacheinander zur Wirkung kom menden Kurvenstücke auf verschiedenen Trägern ange ordnet, was aus Fig. 7 des näheren zu ersehen ist. Wäh rend das Kurvenstück<B>118</B> auf der Trägerwelle 124 be festigt ist, ist das Kurvenstück 119 auf der Trägerwelle 126 befestigt, und dadurch wird es in gleicher Weise wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel möglich, dass nach Abtasten eines Kurvenstückes der betreffende Träger um einen entsprechenden Winkelbetrag schnell gedreht werden kann, damit der nachfolgend zum Ein satz kommende,
mit dem Kurvenstück der anderen Trägerwelle zusammenwirkende Abtasthebel 128 eine kontinuierliche Steuerung des Revolverschlittens bewir ken kann. Mit Hilfe der als Stellschrauben ausgebildeten Übertragungsglieder 132 der Abtasthebel ist es hierbei möglich, trotz des durch die Kurvenstücke festgelegten Schwenkweges der Abtasthebel, den Schwenkweg des Zahnsegmentes bzw. den Vorschubweg des Revolver schlittens veränderlich zu gestalten.
Aus Fig. 7 ist die Konstruktion des Zahnsegmenthe bels 100 ersichtlich, und es ist zu ersehen, dass sowohl der Segmenthebel mit einem Lager 138 als auch die sich seitlich von diesem wegerstreckenden Anlagestücke 134, 136 mit einem Lager 140 bzw. 142 auf der Achse 102 gelagert sind.
Der Antrieb der Trägerwellen 124, 126 erfolgt je weils über ein auf diesen drehfest angeordnetes Schneckenrad 144, das von einer Schnecke 146 antreib- bar ist. Die letztere bildet einen Teil einer von einem Getriebe getriebenen Welle 148.
Die die Schnecken auf weisenden Wellen 148 und in Lagern 150 und 152 axial verschiebbar angeordnet und deren im Lager 150 vor gesehenes Wellenende 154 ist drehfest mit der Kolben stange 156 eines Kolbens 158 verbunden, der in einem Zylinder 160 verschiebbar ist.
Während der Bearbeitung eines Werkstückes dreht sich die Welle 148 werkstückabhängig in gleich bleiben der Geschwindigkeit und sobald die Abtastrolle 130 am Kurvenende eines Kurvenstückes angelangt ist, wird über ein Druckmedium der Kolben 158 aus seiner Be reitschaftsstellung gemäss Fig. 9 in seine Schaltstellung gemäss Fig. 10 gesteuert, wodurch die Welle 148 zu sammen mit der Schnecke 146 axial verschoben und die Abtastrolle 130 (siehe Fig. 10) freigegeben wird, so dass der Abtasthebel abfallen, d. h.
der Revolverschlitten in seine Umschaltstellung zurückfahren und das auf der gegenüberliegenden Welle angeordnete, in der Einsatz folge nächste Kurvenstück die Schlittensteuerung über nehmen kann. Das in Funktion tretende Zylinderaggre gat bewirkt somit eine schnelle Drehung der das ent sprechende Kurvenstück tragenden Welle, wodurch ver mieden wird, dass die Abtastrolle die Kurvenspitze 162 entsprechend langsam umfährt, bevor der Abtasthebel von der Kurve abfallen und sich der Revolverschlitten in seine Umschaltstellung bewegen kann.
In Fig. 11 ist ein weiterer Antrieb der Trägerwellen 124 und 126 gezeigt und diesen beiden Wellen ist paral lel und im Abstand eine Übertragungswelle 170 zuge ordnet, die an ihren beiden Enden je ein Zahnrad 172 bzw. 174 trägt. Diese Zahnräder kämmen mit je einem auf den Wellen 124 bzw. 126 drehfest angeordneten Zahnrad 176 bzw. 178. Die Übertragungswelle trägt ein Schneckenrad <B>180,</B> das von einer Schnecke 182 ange- trieben wird. Die Zahnräder 172 und 174 sind über einen Keil 184 mit der Übertragungswelle 170 gekop pelt.
Die Keilnut 186 der Zahnräder weist dabei ein Mehrfaches der Breite des Keiles 184 auf, so dass die Zahnräder auf der Übertragungswelle einen Freilauf haben, d. h. relativ zur Übertragungswelle um einen vor bestimmten Winkelbetrag drehbar sind. Die beiden Zahnräder 172 und 174 weisen eine Buchse 188 auf, auf welcher ein Zahnkranz 190 angeordnet ist. Dieser Zahnkranz kämmt mit einer Zahnstange 192, die zu- gleich die Kolbenstange des in einem Zylinder 194 ge- führten Kolbens 196 bildet.
Die Verbindung zwischen Zahnkranz und Buchse 188 wird durch eine selbsttätige Schaltkupplung 198, die zwischen diese beiden Teile ge schaltet ist, bewirkt. Die Kupplungsteile sind durch Mit nehmerrollen 200 miteinander kuppelbar und sie wirken derart, dass sie in einer bestimmten Drehrichtung die gegenseitige Bewegung der zu kuppelnden Teile sperren, also als Mitnehmer wirken und in entgegengesetzter Richtung dagegen einen Freilauf ermöglichen.
Ist nun der mit dem sich im Einsatz befindlichen Kurvenstück zusammenwirkende Abtasthebel bzw. dessen Abtastrolle am Kurvenende angelangt, so wird das Zylinderaggregat 194, 196 eingeschaltet, und es be wirkt nun, unabhängig von der Übertragungswelle 170, eine Verdrehung der Zahnräder 172 bzw. 174 in Dreh richtung der Übertragungswelle 170, jedoch mit wesent lich grösserer Geschwindigkeit, so dass die Abtastrolle 130, wie in Fig. 12 gezeigt, schnell von der Kurven spitze freikommt und unmittelbar danach das auf der anderen Trägerwelle zum Einsatz gelangende Kurven stück die Steuerung des Revolverschlittens übernehmen kann.