CH434262A - Verfahren zur Herstellung von antibiotischen carbocyclischen Carboxamidocephalosporinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von antibiotischen carbocyclischen Carboxamidocephalosporinverbindungen

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CH434262A
CH434262A CH1148462A CH1148462A CH434262A CH 434262 A CH434262 A CH 434262A CH 1148462 A CH1148462 A CH 1148462A CH 1148462 A CH1148462 A CH 1148462A CH 434262 A CH434262 A CH 434262A
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Harold Flynn Edwin
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Lilly Co Eli
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D501/00Heterocyclic compounds containing 5-thia-1-azabicyclo [4.2.0] octane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. cephalosporins; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
    • C07D501/14Compounds having a nitrogen atom directly attached in position 7
    • C07D501/16Compounds having a nitrogen atom directly attached in position 7 with a double bond between positions 2 and 3
    • C07D501/207-Acylaminocephalosporanic or substituted 7-acylaminocephalosporanic acids in which the acyl radicals are derived from carboxylic acids
    • C07D501/247-Acylaminocephalosporanic or substituted 7-acylaminocephalosporanic acids in which the acyl radicals are derived from carboxylic acids with hydrocarbon radicals, substituted by hetero atoms or hetero rings, attached in position 3

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  • Cephalosporin Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von antibiotischen carbocyclischen
Carboxamidocephalosporinverbindungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellun von antibiotischen carbocyclischen   Carboxamidocephalo      sporinverbiiidungen der allgemeinen Formel   
EMI1.1     
 oder deren Salzen mit pharmazeutisch annehmbaren Ka  tionen    oder Anionen, worin R1 eine Hydroxyl-, Acet  oxy-,    Pyridino- oder substituierte   Pyridinogruppe    und R eine   Cyclobutyl-, Cyclopentyl-, Naphthyl-oder    Ada  mantylgruppe    oder ein   Substitutionsprodukt    einer dieser Gruppen mit mindestens einem Halogen-, Nitro-, Trifluormethyl-, Cl-bis C4-Alkyl- oder   Ci-bis      C2-Alkoxy-    Substituenten ist,

   das dad'urch gekennzeichnet ist, dass man eine 7-Aminocephalosporinverbindung der allgemeinen   Forme ; t   
EMI1.2     
 in Gegenwart von Wasser oder einem inerten organischen Lösungsmittel bei einer Temperatur zwischen dem Gefrierpunkt des Reaktionsgemisches und annähernd   20     C mit einem Acylierungsmittel acyliert, das mindestens einen carbocyclischen Carbonylrest der allgemeinen Formel
EMI1.3     
 aufweist.



   Die   Cephalosporinverbindungen,    worin   RI    Pyridiho oder substituiertes Pyridino ist, können auch hergestellt werden, indem man die carbocyclische   Carboxamido-    cephalosporansäureverbindung (das beisst die Verbin dung mit R1 = Acetoxy) in Lösung mit einem Über schuss von Pyridin oder substituiertem Pyridin zum
Rückfluss   erhi°zt,    um das entsprechende carbocyclische    Acylderivat    des Kerns von   Cephalosporin-CA-verbin-    dungen zu bilden.



   Die carbocyclischen Carboxamidocephalosporan säuren können auch zur Herstellung der entsprechenden carbocyclischen Acylderivate des Kerns von Desacetyl    cephalosporin-C-verbindungen    verwendet werden, in dem man   die Säureverbindung m einem    gepufferten wässrigen Medium mit Citrusfrucht-Acetylesterase be   handalt.   



     RI    kann die   Hydroxyl-oder      Acetoxy-oder      Pyridino-    oder eine   substitwierte Pyridinogruppe sein, wie    sie durch Umsetzung von Cephalosporin C mit
Nicotin, Nicotinsäure, Isonicotinsäure, Nicotinamid,    2-Aminopyridiin,    2-Amino-6-methylpyridin,
2, 4, 6-Trimethylpyridin, 2-Hydroxymethylpyridin,
Sulfapyridin, 3-Hydroxypyridin,
Pyridin-2,3-dicarbonsäure, Chinolin,
Picolinsäure und dergleichen entsteht.



   R kann ein Cyclobutyl-, Cyclopentyl-,   α-Naphthyl-,    ss-Naphthyl-, oder   Adamantylrest    oder ein   Substitu-    tionsprodukt dieser Reste mit einem oder mehreren Chlor-, Brom-, Fluor-, Jod-, Nitro-, Trifluoromethyl-, Cl-bis   C4-Alkyl-oder    Cl-bis   Cs-Atkoxy-Substituenten    am Ring sein. 



   Die Struktur und Darstellung des   Adamantytrestes    ist von Stetter in Angewandte Chemie 66, 217 (1954) beschrieben worden.



   Die erfindungsgemäss hergestellten   neuen Verbin-    dungen sind insofern mit dem   Cephalospori'n      C    verwandt, als sie den 5,   6-Dihydro-2H-1, 3-thiazinring    mit dem ankondensierten ss-Lactamring in der 2, 3-Stellung enthalten, der   chara'kteristisch für    das Cephalosporin C ist. Im Gegensatz zum Cephallosporin C jedoch, das in der   7-Stellung    die   5'-Amino-N'-adipamylgruppe    aufweist, sind die erfindungsgemäss hergestellten Verbin  dungen in    der 7-Stellung durch eine Carbocyclocarbon   säureamidgruppe gekennzeichnet.

   Darüber hinaus sind    die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen im Gegensatz zum Cephalosporin C, das nur eine verhältnismässig geringe antibakterielle Wirksamkeit besitzt, hochwirksame antibakterielle Mittel, die das Wachstum zahlreicher Typen von Mikroorganismen in den verschiedensten Umgebungen zu hemmen vermögen.



   Wie aus den obigen Ausführungen hervorgeht,   falot    eine Vielzahl von verwandten Verbindungen, die die bicyclische Ringstruktur des Cephalosporins C   aufwei-    sen, jedoch in bezug auf die Substituenten variieren, unter die obige Formel.



   Wie bei den Penicillinen, mit denen die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen bis zu einem gewissen Grade verwandt sind, können durch Kombination mit nichttoxischen pharmazeutischen annehmbaren Kationen oder Anionen zahlreiche Salze hergestellt werden.



   Als Beispiele seien einige Typen von kationischen Salzen genannt, die aus den Verbindungen hergestellt werden können, die den Cephalosporin-C-Kern enthal'ten : wasserlösliche Salze, wie die Natrium-, Kalium-, Lithium-,   Ammonium-und    substituierten Ammoniumsalze, sowie weniger wasserlösliche Salze, wie die Calcium-, Barium-, Procain-, Chinin- und Dibenzyläthylen  diaminsalze. Diejenigen    Verbindungen, die den   Cephal'o-    sporin-CA-Kern enthalten, bilden keine kationischen, sondern anionische Salze, das heisst Additionssalze mit starken Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure und ähnliche Säuren.



   Die folgende Aufzählung erläutert in Verbindung g mit den weiter unten folgenden Beispielen die   Vcrbin-      dungstypen, die erfindungsgemäss erhältlich sind    :
7-Cyclobutancarboxamidocephalosporansäure,
7-Cyclopentancarboxamidocephalosporansäure,
7-(2'-Chlorcyclobutancarboxamido) cephalosporansäure,
7-(2'-Bromcyclopentancarboxamido) cephalosporansäure,
7-(3'-Fluorcyclopentacarboxamido) cephalosporansäure,
7-(2'-Methylcyclopentancarboxamido) cephalosporansäure,
7-(3'-Methyloxycyclopentancarboxamido) cephalosporansäure,    7-α-Nitro-ss-naphthoylaminocephalosporansäure,
7-α-Trifluormethyl-ssp-naphthoylamino-    cephalosporansäure,    7-Methylaclamantancarboxamido-    cephalosporansäure und dergleichen, sowie die entsprechenden Cephalosporin-CA-Analoga.



     Cephallospori'n C    kann durch Kultivierung eines Ce  phalosporin    C bildenden Organismus in einem geeigneten Nährmedium hergestellt werden, wie in der britischen   Patentschrift Nr.    810 196 beschrieben i ! st.



   Cephaldsporin C lässt sich auch leicht in   Verbindun-    gen vom   Cephalosporin-CA-Typ    verwandeln, z. B. durch   Kochen m wässriger Losung    mit einem Überschuss an Pyridin, wie es in der belgischen Patentschrift Nummer 593 777 beschrieben wird.

   Die Umsetzung ist ganz   all-    gemein auf Pyridin und substituierte Pyridine   anwend-    bar, von denen oben zahlreiche Beispiele genannt wurden, wobei die entsprechenden Derivate des   Cephalo-    sporin-CA-Typs entstehen, bei denen die   Pyridino-oder      substituierte Pyridinogruppe    mit der Methylgruppe in der   5-Stellung    des   Thiazinringes verbunden    ist und mit der Carboxylgruppe in der 4-S'tellung ein inneres Salz bildet.



   Desacetylcephalosporin C lässt sich bequem durch mehrstündige Behandlung von Cephalosporin C mit Citrusfrucht-Acetylesterase in wässrigem Phosphatpuffer vom pH = 6, 5-7 nach dem Verfahren von Jansen, Jang und Mac   Donnell.    Archiv.   Biochem.    1947-48, 1516, herstellen.



   Aus den verschiedenen, auf diese Weise   erhältlichen    Cephalosporin-C-Verbindungen lässt sich der   entspre-    chende  Kern  leicht herstellen, wenn man die 5' Amino-N'-adipamyl-Seitenkette zwischen dem Amidstickstoff und der Amidcarbonylgruppe spaltet. So kann die 7-Aminocephalosporansäure nach dem in der belgischen Patentschrift Nr. 593 777 beschriebenen Verfahren durch längeres Digerieren von Cephalosporin C mit einer   Mineralsäure in Abwesenheit von Licht her-    gestellt werden.



   Die oben definierten Verbindungen werden durch   Acylieruhg    der entsprechenden   Cephalosporin-C-Kerne    hergestellt, sei es nun der  Kern  des Cephalosporins C selbst, des Cephalosporins CA oder einer anderen Variante. Wahlweise können die Verbindungen vom Ce  p'halosporiin-CA-und    Desacetylcephalosporin-Typ auch erhalten werden, indem man die Umwandlungsverfahren der belgischen Patentschrift Nr. 593 777 und von Jan 'sen und Mitarbeitern auf di'e entsprechenden 7-Acyl aminocephalosporansäuren anwendet, um auf diese Weise die Verbindungen mit den entsprechenden  Ker  nens-zu erhalten.   



   Für die Acylierung der 7-Aminogruppe der Cephalosporan- Kerne  - wie oben angegeben-können die üblichen   Acylierungsverfahren sowie irgendwelche    der ver  schiedenen    Typen von bekannten   Acylierungsmitteln    n verwendet werden, die eine Zusammensetzung aufweisen, die der gewünschten Seitenkette entspricht.



   Ein bequemes Acylierungsmittel ist das entspre  chende Carbocyclocarbonsäurechlarid oder-bromid.   



  Die Acylierung   wiird    in Wasser oder einem geeigneten organischen Lösungsmittel ausgeführt, vorzugsweise unter praktisch neutralen Bed'ingungen sowiie vorzugsweise bei verringerter Temperatur, das heisst oberhalb des Gefrierpunktes des Reaktionsgemisches und unterhalb von etwa   20  C. Bei einem typischen Verfahren wird    die 7-Aminocephalosporansäure bzw. eines ihrer ge  nannten    Derivate zusammen mit einer ausreichenden Menge Natriumbicarbonat oder einer anderen geeigneten alkalischen Verbindung zur Beschleunigung der Lösung in wässrigem   50volumprozentigem    Aceton gelöst, wobei die Konzentration der   7-Aminocephalospo-    ransäure etwa   1-4    Gew. % beträgt.

   Die   Lösurig    wird auf etwa   0-5     C abgekühlt, und es wird unter Rühren und
Kühlen eine Lösung des Acylierungsmittels in etwa
20 % igem Überschuss hinzugegeben. Falls der   pH-Wert    der Mischung nicht konstant bleibt, kann er durch   Ein-      leiten von Kohlendioxyd im Neutralbereich gehalten    werden. Nach beendeter Zugabe des Acylierungsmittels wird das Reaktionsgemisch weiter gerührt und'auf Raumtemperatur erwärmen   gelasse.    Das   Reaktions-    gemisch wird sodann bis auT etwa pH = 2 angesäuert und mit einem organischen Lösungsmittel, wie   Athyl-    acetat, extrahiert.

   Der Äthylacetat-Extrakt wird mit einer Base, die das gewünschte Kation des Endproduktes aufweist, auf etwa pH = 5, 5 eingestellt und mit Wasser extrahiert. Die wässrige Lösung wird abgetrennt und zur Trockne verdampft. Der Rückstand wird in der   Mcmst-    möglichen Menge Wasser aufgenommen und das gewünschte Produkt durch Zugabe eines grossen Uberschusses an Aceton und gegebenenfalls Äther gefällt.



  Das dabei erhaltene kristalline Produkt wird abfiltriert, mit Aceton gewaschen und getrocknet.



   Die Acylierung kann auch mit der entsprechenden Carbocyclocarbonsäure selbst in Verbindung mit einer äquimolaren Menge eines Carbodiimids, wie
N, N'-Diisopropylcarbodiimid,
N, N'-Dicyclohexylcarbodiimid,
N,N'-Bis-(p-dimethylamidophenyl)-carbodiimid,
N-Äthyl-N'-(4"-äthylmorpholinyl)-carbodiimid oder dergleichen, ausgeführt werden, wobei die Acylierung in solchen Fällen bei Normaltemperatur verläuft.



   Wahlweise kann die Carbocyclocarbonsäure in das   entsprechende Säureanhydirid, das    Azid oder   einen akti-    vierten Ester   verwandelt    werden, wobei jedes dieser Derivate zur Erzielung der gewünschten   AcyHerung    verwendet werden kann. Weitere bekannte Mittel brauchen hier nicht   aufgezahlt    zu werden.



   In vielen Fällen kann das Acylierungsmittel eines oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten und daher in optisch aktiven Formen vorkommen. Bei der gewöhnlichen chemischen Synthese werden dliese Verbindungen gewöhnlich in Form des   Racemats,    das heisst eines äquimolaren Gemisches der optischen Antipoden, das keine optische Drehung zeigt, gewonnen.



  Werden die genannten optischen Isomeren gewünscht, so kann das Acylierungsmittel in üblicher Weise gespalten werden, z. B. durch Umsetzung der freien Säure mit   Cinchonin,      Strychnih,      Brucin    und dergleichen, fraktio  nierte    Kristallisation der   dia'stereoisomeren    Salze und getrenntes Ansäuern der festen Phase und der fliissigen Phase, um die optischen Antipoden freizusetzen.

   Die auf diese Weise erhaltenen freien Säuren können als solche für die Acylierung verwendet werden, und zwar vorzugsweise in Verbindung mit einem Carbodiimid, oder können nach üblichen Verfahren in das   entspre-    chende Säurehalogenid oder ein gemischtes Anhydrid umgewandelt werden, wobei natürliche extreme Bedin  gungen vermieden    werden müssen, damit keine Racemi  sierung eintritt.   



   In der Literatur sind die erfindungsgemäss verwendeten AcyTierungsmittel zusammen mit Verfahren zu ihrer Herstellung beschrieben worden, und eine Anzahl von ihnen ist im Handel erhältlich. Sämtliche Verbindungen lassen sich nach bekannten Verfahren leicht herstellen.



   Die Erfindung wird weiter durch die folgenden Ar  beitsbeispiele erläutert,    die jedoch nicht als Begrenzung des Erfindungsbereiches aufzufassen sind. Die in den Beispielen angegebenen chemischen Analysen wurden nach dem Verfahren von Ford, Analytical   Chemistry    19, 1004 (1947), durchgeführt, das auf der quantitativen Bestimmung des ss-Lactamringes des   Cephalosporin-    Moleküls durch Umsetzung mit Hydroxylamin beruht.



  Die   antibiotíschen    Wirksamkeiten   wurden an Staphylo-      coccus      aureus    209 P   un'ter      Anwendung einer geeigneten    Abwandlung der   Papierscheibenplatten-Verfa'hren von    Higgins und Mitarbeitern, Antibiotie  &  Chemitherapy 3, 50-54 (Januar 1953), und Loo und Mitarbeitern, Journal of Bacteriology 50, 701-709 (1945), bestimmt. Die pKa-Werte der Säuren wurden durch Titration in wässrigem 66 % igem Diemethylformamid bestimmt.



   Beispiel 1    7-G-NaphthoylaminocephalosporaQsäure   
1,0 g 7-Aminocephalosporansäure und 680 mg Natriumbicarbonat wurden in einem Gemisch von 50 cm3 Wasser und 40 cm3 Aceton gelöst. Die erhaltene Lösung wurde in einem Eisbad   geküt      undinnerhalb    von 45 Min. mit einer Lösung von 670 mg   α-Naphthoylchlorid    in 10 cm3 Aceton versetzt, wonach noch weitere 1, 5 Std'. lang gerührt wurde. Aus dem Reaktionsgemisch wurde das Aceton abgezogen, und die zurückbleibende Lösung wurde mit 50 cm3 Äthylacetat überschiechtet und mit Salzsäure auf pH   =    2, 0 angesäuert.

   Die   Afhylacetat-    schicht wurde abgetrennt und bei   pH =    5, 5 mit Wasser ausgeschüttelt, wobei zur pH-Einstellung verdünnte wässrige Kalilauge verwendet wurde. Der wässrige Extrakt wurde bis zu einem Sirup eingeengt, der durch Verdünnen mit Aceton fest wurde. Der Niederschlag wurde aus einem Gemisch von Methylalkohol und   ho-      propylalkohol    umkristallisiert. Es wurden 250 mg   7-ce-    Naphthoyllaminocephalosporansäure in Form des Ka  liumisalzes    gewonnen. Der pKa-Wert der Säure beträgt 4,85. Bei der chemischen Analyse entspricht 1 mg Produkt 1330 Einheiten Penicillin G. Die Verbindung zeigt   UV-Maxima bei    219 und   269      m  (# = 47 600    bzw.



     10 200).   



   Beispiel 2
7-ss-Naphthoylaminocephalosporansäure
1,   0    g   7-Aminocephalosporansäure und 1    g Natrium  bicarbona't wurden in    einem Gemisch von 50 cm3 Wasser und 40 cm3 Aceton   gelös't.    Die Lösung wurde in einem Eisbad gerührt und innerhalb von etwa 30 Min. mit einer Lösung von 670 mg ss-Naphthoylchlorid in 10 cm3 Aceton versetzt, wonach noch weiter 2-3 Std. lang in der Kälte gerührt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum von dem Aceton befreit, und es   wur-    den 100   cm    Äthylacetat zugegeben, gefolgt von 1normaler   Salisäure,    um das Gemisch auf pH = 2 anzusäuern. Die wässrige Phase wurde abgetrennt, mit 50 cm3   Athylacetat    gewaschen und verworfen.

   Di'e Äthylacetatextrakte wurden vereinigt und mit 50 cm3 Wasser gewaschen. Die gewaschene   Athylacetatphase    wurde mit   100      cm3    Wasser gerührt und mit wässriger 0, 5h Kalilauge auf pH = 5, 5 eingestellt. Der erhaltene wässrige Extrakt wurde abgotrennt und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wurde mit wässrigem Aceton verrieben, die erhaltene feste Masse abfiltriert und im Vakuum getrocknet. Es wurden 440 mg 7-ss-Naph  t'hoyiaminocephalosporansäurein    Form des   Kaliumsal-    zes erhalten. Der pKa-Wert der Säure beträgt 4,   90.    Die Verbindung zeigt ein   UV-Maximum    bei 236 m,   u (e=    46 300) mit Schultern bei 269 und 330 m .



   Auf Grund der chemischen Analyse entsprach   1    mg Produkt 1510 Einheiten   Penicillin    G ; die biologische Wirksamkeit von 1 mg Produkt entsprach 43 Einheiten   Penicillin    G. Die Verbindung war gegenüber resistenten   Staphylokokken    in der Kulturbrühe wirksam und zeigte   ferner gute Wirksamkeit gegeniiber Staphylococcus    albus,   BaciRus      substilis    und Sarcina lutea.



   Beispiel 3
7-Adamantancarboxamidocephalosporansäure
Die   7-Adamantancarboxamidocephalosporansäure    wurde in Form des Kaliumsalzes durch Umsetzung von 1, 0 g 7-Aminocephalosporansäure mit 1, 0 g Natriumbicarbonat und 700 mg Adamantancarbonsäurechlorid hergestellt, wobei im allgemeinen nach dem Verfahren von Beispiel   1    gearbeitet, das Reaktionsgemisch jedoch 12 Std. stehengelassen wurde. Die Ausbeute betrug nach Umkristallisieren aus   Methanol-Äther    300 mg. Der pKa Wert der Säure'beträgt 4, 90. Die Verbindung zeigt ein UV-Maximum bei 260 m,   (e    = 7750). Auf Grund der chemischen Analyse entsprach 1 mg Produkt 1260   Ein-    heiten   Penicillin    G.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von antibiotischen carbocyclischen Carboxamidocephalosporinverbindungen der allgemeinen Formel EMI4.1 oder deren Salzen mit pharmazeutisch annehmbaren Kationen oder Anionen, worin RI eine Hydroxyl-, Acet oxy-, Pyridi'no-oder substituierte Pyridinogruppe und R eine Cyclobutyl-, Cyclopentyl-, Naphthyl- oder Adamantylgruppe oder ein Substitutionsprodukt einer dieser Gruppen mit mindestens einem Halogen-, Nitro-, Trifluormethyl-, Cl-bis C4-Alkyl- oder C1- bis C2-Alkoxy Substituenten ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass man eine 7-Aminocephalosporinverbindung der allgemeinen Formel EMI4.2 in Gegenwart von Wasser oder einem inerten organischen Lösungsmittel bei einer Temperatur zwischen dem Gefrierpunkt des Reaktionsgemisches und annähernd 20 C mit einem Acylierungsmittel acyliert, das minde- stens einen carbocyclischen Carbonylrest der allgemei- nen Formel EMI4.3 a'ufweist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass RI in der Ausgangsverbinduhg Acetoxy ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass RI in der Ausgangsverbindung Pyri dino oder substituiertes Pyridino ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Verbindungen, worin RI Acetoxy bedeutet, in Lösung mit einem tYberschuss vdn Pyridin oder einem substituierten Pyridin erhitzt, um R1 in Pyridino oder substituiertes Pyridino überzufuhren und das entsprechende carbocycli'sche Acyl- derivat des Kernes der Cephalosporin-CA-verbindungen zu bilden.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I hergestellten Verbindungen, worin RI Acetoxy ist, zur Herstellung der entsprechénden carbocycli- schen Acylderivate des Kerns der Desacetylcephalospo- rin-C-verbindungen, dad'urch gekennzeichnet, dass man dib Verbindungen in gepuffertem wässrigem Medium mit Citrusfrucht-Acetylesterase behandelt.
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