CH437580A - Verfahren zur Herstellung von Azoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azoverbindungen

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CH437580A
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CH
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coupling
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azo compounds
azo
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CH436964A
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Walter Dr Wehrli
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B41/00Special methods of performing the coupling reaction
    • C09B41/001Special methods of performing the coupling reaction characterised by the coupling medium
    • C09B41/004Special methods of performing the coupling reaction characterised by the coupling medium containing a reaction assistant, e.g. urea

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Azoverbindungen       Die Herstellung von     Azoverbindungen    durch Kup  peln von     diazotierten    Aminen mit     Azokomponenten    er  folgt häufig in Gegenwart von Kupplungsbeschleuni  gern. Die besten und am vielseitigsten     verwendbaren    be  kannten Kupplungsbeschleuniger, besonders für Kupp  lungen in alkalischem Mittel, sind das     Pyridin    und seine  Derivate. Sehr störend ist jedoch die mit deren Verwen  dung verbundene Geruchsbelästigung. Die     Pyridinbasen     können sogar gesundheitliche Schäden hervorrufen.  Deshalb müssen sie auch sorgfältig aus den Endproduk  ten entfernt werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass diese Nachteile bei der  Herstellung von     Azoverbindungen    vermieden werden,  wenn man einen     Tetraalkylharnstoff    als Kupplungsbe  schleuniger verwendet.  



  Besonders geeignete     Tetraalkylharnstoffe    sind sol  che, die     niedrigmolekulare        Alkylreste,    insbesondere       Alkylreste    mit 1 bis 4     Kohlenstoffatomen,    enthalten. Die       Alkylreste    können gleich oder verschieden sein.  



  Die normalerweise in einer     Diazotierungsmasse    ent  haltenen Mengen Wasser stören nicht. Die Flüssigkeits  menge im Kupplungsgemisch wird im allgemeinen so  bemessen, dass sich dieses ohne Schwierigkeiten rühren  lässt.  



  Die vorgeschlagenen Kupplungsbeschleuniger ent  falten ihre Wirkung besonders bei solchen Kupplungs  reaktionen, die durch     Pyridin    beschleunigt werden. Un  ter anderen befasst sich H.     Zollinger    ( Chemie der     Azo-          farbstoffe ,    1958,     Birkhäuser-Verlag,    Basel und Stutt  gart) mit der Wirkung des     Pyridins    bei Kupplungs  reaktionen.

   Die dabei manchmal verwendeten Stabili  satoren können auch im vorliegenden Fall zugegeben  werden, doch ist dies nicht     erforderlich.    Auch ist es in  manchen     Fällen        günstig,    üblicherweise verwendete  Lösungsvermittler und     Kupplungsbeschleuniger        mitzu-          verwenden.     



  Die     in    den Beispielen     genanntenTeile        sindGewichts-          teile    und die Prozente Gewichtsprozente. Die Tempera  turen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  126 Teile     2-Amino-l-hydroxy-4-nitrobenzol-6-sul-          fonsäure    werden mit 540 Teilen     Tetramethylharnstoff     vermischt. Hierzu     gibt    man 86 Teile     30o/oige    Salzsäure.  Die Temperatur, die dabei auf 30  steigt, wird durch  Zugabe von wenig Eis auf 20  gebracht.

   Zu der so er  haltenen Lösung lässt man im Laufe von     30-45    Minu  ten eine Lösung von 37 Teilen     Natriumnitrit    in 70 Tei  len Wasser     fliessen.    Dabei wird die Temperatur durch  Zugabe von wenig Eis auf 20  gehalten. Nach beendeter       Diazotierung    werden etwa 50 Teile     Natriumbicarbonat     zugegeben, bis die Reaktion kongoneutral ist.  



  Die erhaltene Suspension der     Diazoverbindung    lässt  man zu einem Gemisch aus 135 Teilen     2-Benzoylami-          no-l-hydroxy-4-methylbenzol    und 540 Teilen     Tetra-          methylharnstoff        fliessen.    Durch Aussenkühlung wird die  Temperatur bei 0  gehalten. Danach fügt man im Laufe  von 5-6 Stunden gleichmässig 60 Teile einer     30o/oigen     wässrigen     Natriumhydroxidlösung    zu. Auch hierbei wird  die Temperatur bei 0  gehalten.  



       Die        erhaltene    Kupplungsmasse wird in 4000 Teile  Wasser gegossen. Der grösste Teil des entstandenen       Azofarbstoffs    fällt dabei in fein kristalliner Form aus.  Durch Zugabe von 825 Teilen     Natriumchlorid    wird die       Fällung    beendet. Der dabei erhaltene     pH-Wert    von 0,5  wird mit Hilfe von etwa 26 Teilen     30o/oiger    Salzsäure  auf 5,5 gebracht.     Schliesslich    wird abgesaugt und bei  100 im Vakuum getrocknet.

   Man     erhält    etwa 340 Teile  des mit     Neutralsalzen        vermischten        Azofarbstoffs.       <I>Beispiel 2</I>    30,4 Teile eines     Disazofarbstoffes,    der durch Kup  peln von     1-Amino-8-hydroxy-naphthalin-3,

  6-disulfon-          säure    mit     diazotierter        1-Amino-4-nitrobenzol-2-carbon-          säure    in     ortho-Stellung    zur     Aminogruppe    und mit     diazo-          tiertem        1-Amino-2-methoxy-4-nitrobenzol    in     ortho-Stel-          lung    zur     Hydroxygruppe    hergestellt wurde,

   werden mit       Natriumsulfid    zum entsprechenden     Diamino-disazofarb-          stoff    reduziert und mit     Natriumnitrit    bei 20      tetrazotiert.         Die so erhaltene, 0-5  kalte Suspension gibt man zu  einem Gemisch aus 38,5 Teilen des durch Kuppeln in       saurem    Medium von     1-Hydroxy-6-phenyl-amino-naph-          thalin-3-sulfonsäure    mit     diazotiertem    2     Amino-l-hydr-          oxy-4-nitrobenzol    hergestellten     Monoazofarbstoffs,

      170       Teilen        Wasser,        60        Teilen        30%iger        Natronlauge        und        314     Teilen     Tetramethylharnstoff.    Gleichzeitig gibt man     lang-          sam        21        Teile        30%ige        Natronlauge        zu.     



  Nach beendeter Kupplung wird auf 80  erwärmt und       mit        21        Teilen        Natronlauge        (30%)        versetzt.        Nach        Zugabe     von 395 Teilen     Natriumchlorid    und 4 Teilen Essigsäure  wird der     Hexakisazofarbstoff        abfiltriert.    Man wäscht mit       400        Teilen        einer        5%igen        Natriumchloridlösung        und     trocknet bei 80-90 .

   Der getrocknete Farbstoff ist ein  schwarzes Pulver, welches sich in konzentrierter Schwe  felsäure mit blauer Farbe löst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azoverbindungen durch Kuppeln von diazotierten Aminen mit Azokom- ponenten in Gegenwart von Kupplungsbeschleunigern, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tetraalkylharnstoff als Kupplungsbeschleuniger eingesetzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Tetramethylharnstoff eingesetzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass in einem Reaktionsmedium gekuppelt wird, das zusätzlich einen Lösungsvermittler enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass in einem Reaktionsmedium gekuppelt wird, das zusätzlich ein Stabilisierungsmittel für das di- azotierte Amin enthält.
CH436964A 1964-04-07 1964-04-07 Verfahren zur Herstellung von Azoverbindungen CH437580A (de)

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