CH446350A - Verfahren zur Herstellung von Piperazinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Piperazinverbindungen

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CH446350A
CH446350A CH555867A CH555867A CH446350A CH 446350 A CH446350 A CH 446350A CH 555867 A CH555867 A CH 555867A CH 555867 A CH555867 A CH 555867A CH 446350 A CH446350 A CH 446350A
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hydrogen
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CH555867A
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Stevens George De
Paul Mull Robert
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/04Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/08Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms
    • C07D295/084Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms with the ring nitrogen atoms and the oxygen or sulfur atoms attached to the same carbon chain, which is not interrupted by carbocyclic rings
    • C07D295/092Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms with the ring nitrogen atoms and the oxygen or sulfur atoms attached to the same carbon chain, which is not interrupted by carbocyclic rings with aromatic radicals attached to the chain

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Piperazinverbindungen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   N-(2-OR-2-Ph- thyl)-    N'-Ar-piperazinen der Formel I
EMI1.1     
 worin Ph ein unsubstituiertes Phenylradikal bedeutet, R für Alkyl mit 1-7   Kohlenstoffatomen    steht,   Rt    Wasserstoff oder Methyl bedeutet und Ar für Phenyl,   Niederalkyl-phenyl,    Niederalkoxy-phenyl, Halogenphenyl oder Pyridyl steht, oder ihren Säureadditionssalzen.



   Die Alkoxygruppe OR in 2-Stellung des Äthylrestes der obigen Formel weist 1-7, vorzugsweise 14 Kohlenstoffatome auf und steht in erster Linie für Methoxy oder Äthoxy, aber auch für n-Propyloxy, Isopropyloxy, n-Butyloxy, Isobutyloxy, sek.-Butyloxy, tert.-Butyloxy, n-Pentyloxy, Isopentyloxy, n-Hexyloyx oder n-Heptyloxy.



   Das Symbol Ar bedeutet in erster Linie einen unsubstituierten Phenylrest oder einen durch Niederalkyl, z. B. Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl oder tert.-Butyl,   Niederalkoxy,    z. B. Methoxy,   Äthoxy,    n-Propyloxy, Isopropyloxy oder   n-Butyloxy,    oder Halogen, z. B. Fluor, Chlor oder Brom substituierten Phenylrest.



  Die Gruppe Ar kann auch für Pyridyl, z. B. 2-Pyridyl, 3-Pyridyl oder 4-Pyridyl, stehen.



   Die genannten Verbindungen weisen antiinflammatorische, aber auch antihypertensive, adrenolytische, diuretische und saliuretische Wirkungen auf und können entsprechend als antiinflammatorische Mittel oder als gefässerweiternde Mittel bei peripheren Gefässkrankheiten, wie Reynaud'sche Krankheit oder Causalgia, verwendet werden. Die neuen Substanzen sind auch Antagonisten von Verbindungen, welche einen starken Effekt auf das Gewebe ausüben, wie z. B. das Norepinephrin. Ferner können sie als diagnostische Mittel zur Kontrolle der Nebennierenfunktion verwendet werden, da sie bei den normal funktionierenden Nebennieren die Ausscheidung von blutdrucksteigernden Substanzen, wie Epinephrin oder Norepinephrin, unterdrücken. Die neuen Verbindungen können überdies als hypotensive, diuretische oder saliuretische Mittel eingesetzt werden.



   Besonders wertvolle Verbindungen sind diejenigen der Formel II
EMI1.2     
 worin R Alkyl mit 1-7 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 1-4 Kohlenstoffatomen, bedeutet, das Radikal   Rt    für Wasserstoff oder Methyl steht, die Gruppe Rb Wasserstoff, Niederalkyl, vorzugsweise mit 1-4 Kohlenstoffatomen, Niederalkoxy, vorzugsweise mit 1-4 Kohlenstoffatomen, oder Halogen, vorzugsweise mit einem Atomgewicht von 19 bis 80, bedeutet, und ihre Säureadditionssalze.



   Besonders starke antiinflammatorische Eigenschaften zeigen die Verbindungen der Formel III
EMI1.3     
 worin R die vorher angegebene Bedeutung hat,   Rt    für Wasserstoff oder Methyl steht und R'b Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Chlor bedeutet, und ihre Säureadditionssalze, insbesondere die Verbindungen der Formel IV  
EMI2.1     
 worin R Alkyl mit 1-7 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 1-4 Kohlenstoffatomen, bedeutet, und ihre Säureadditionssalze, vorzugsweise das   1-(2-Sithoxy-    2-phenyl-äthyl)-4-(2-methoxy-phenyl)-piperazin der Formel V
EMI2.2     
 und seine Säureadditionssalze.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein   N-(2-OR-2-Ph-Sithyl)-N'-Ar-äthylendi-    amin der Formel
EMI2.3     
 worin Ph, R,   Ri    und Ar die vorher angegebene Bedeutung haben, mit einem reaktionsfähigen Diester des Äthylenglykols der Formel VII    Y-CII2-CH2-Y    VII worin Y eine reaktionsfähige veresterte Hydroxylgruppe bedeutet, umsetzt. Wenn erwünscht, können erhaltene Säureadditionssalze in die freien Verbindungen oder erhaltene freie Verbindungen in ihre Säureadditionssalze umgewandelt werden.



   In den Verbindungen der Formel VII steht Y in erster Linie für eine mit starken anorganischen Säuren, insbesondere Halogenwasserstoffsäuren, wie Chlorwasserstoff- oder Bromwasserstoffsäure, ferner Schwefelsäure, oder einer starken organischen Sulfonsäure, z. B. Methansulfonsäure oder p-Toluolsulfonsäure, veresterte Hydroxylgruppe. Bevorzugte Ausgangsstoffe sind die Verbindungen der Formel VIII    Hal-CH-CH2-Hal    VIII worin Hal für ein Halogenatom, insbesondere mit einem Atomgewicht von 35-80, vorzugsweise Chlor, aber auch Brom, steht.



   Dieses Verfahren wird z. B. in an sich bekannter Weise durchgeführt. Man arbeitet vorzugsweise in Gegenwart eines basischen Mittels, z. B. eines   tÇberschus-    ses am N-(2-OR-2-Ph-Äthyl)-N'-Ar-äthylendiamin, worin R, Ph und Ar die vorher angegebene Bedeutung haben. Die letztgenannten Ausgangsstoffe können durch Umsetzung von überschüssigem N-Ar-Äthylendiamin, das der Formel VI entspricht, mit einem Mol eines reaktionsfähigen Esters eines   2-OR-2-Ph-Athanols    hergestellt werden.



   Je nach den Verfahrensbedingungen und Ausgangsstoffen kann der Endstoff in freier Form oder in der ebenfalls in der Erfindung inbegriffenen Form seiner Säureadditionssalze erhalten werden. So können beispielsweise basische, neutrale, saure oder gemischte Salze, gegebenenfalls auch Hemi-, Mono-, Sesqui- oder Polyhydrate davon, erhalten werden. Die Säureadditionssalze der neuen Verbindungen können in an sich bekannter Weise in die freie Verbindung übergeführt werden, z. B. mit basischen Mitteln, wie Alkalien oder Ionenaustauscher. Anderseits kann die erhaltene freie Base mit organischen oder anorganischen Säuren Salze bilden. Zur Herstellung von Säureadditionssalzen können insbesondere therapeutisch verwendbare Säuren verwendet werden, z. B.

   Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Phosphorsäuren, Salpetersäure, Per  chlorsäure;    aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie Ameisen-, Essig-, Propion-, Bernstein-, Glykol-, Milch-, Äpfel-, Wein-, Zitronen-, Ascorbin-, Malein-, Hydroxymalein- oder Brenztraubensäure; Phenylessig-, Benzoe-,   pcAmino-benzoe-,    Anthranil-, p-Hydroxybenzoe-, Salicyl- oder p-Amino-salicylsäure, Embonsäure, Methansulfon-, Äthansulfon-, Hydroxyäthansulfon-,   Äthylensulfonsäure;    Halogenbenzolsulfon-, Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäuren oder Sulfanilsäure; Methionin, Tryptophan, Lysin oder Arginin.



   Diese oder andere Salze der neuen Verbindungen, wie z. B. die Pikrate, können auch zur Reinigung der erhaltenen freien Verbindung dienen, indem man die freien Verbindungen in Salze überführt, diese abtrennt und aus den Salzen wiederum die freien Verbindungen freimacht.



   Infolge der engen Beziehung zwischen den neuen Verbindungen in freier Form und in Form ihrer Säureadditionssalze sind im Vorausgegangenen und nachfolgend unter den freien Verbindungen sinn- und zweckgemäss gegebenenfalls auch die entsprechenden Säureadditionssalze zu verstehen.



   Die neuen Verbindungen können als Racemate oder Racematgemische vorliegen, welche nach an sich bekannten Methoden aufgetrennt werden können.



   Beim Verfahren der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise solche Ausgangs stoffe verwendet, welche zu den eingangs als besonders wertvoll geschilderten Verbindungen führen.



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel, z. B. in Form von pharmazeutischen Präparaten, verwendet werden, welche diese Verbindungen zusammen mit pharmazeutischen, organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägerstoffen, die für enterale, z. B. orale, oder parenterale Gabe geeignet sind, enthalten.



   Die Temperaturen sind im folgenden Beispiel in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel
Ein Gemisch von 5,0 g N-(2-Äthoxy-2-phenyl äthyl)-N'-(2-methoxy-phenyl)-äthylen-diamin und 3,0 g   Äthylenbromid    in 40 ml n-Butanol, welches eine Spur Wasser enthält, wird in Gegenwart von überschüssigem Natriumcarbonat unter Rühren 17 Stunden am Rückfluss gekocht. Das Reaktionsgemisch wird unter vermindertem Druck   eingedampft,    der Rückstand in Di äthyl äther aufgenommen. und filtriert. Das Filtrat wird zweimal mit Wasser gewaschen, getrocknet, eingedampft und der Rückstand destilliert. Man erhält das 1-(2-Äthoxy-2-phenyl-äthyl)-4-(2-methoxy-phenyl)-piperazin bei   179-180 /0, 0 mm.    Sein Dihydrochlorid schmilzt nach Umkristallisation aus Äthanol und Acetonitril bei   215-217 .   



   Das verwendete Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden.  



   Ein Gemisch von 69,0 g 2-(2-Methoxy-phenyl) äthylendiamin und 9,2 g   2-. 2ithoxy-2-phenyl-äffiylchlorid    in 250 ml äthanol wird 24 Stunden am Rückfluss gekocht. Man lässt das Reaktionsgemisch abkühlen, filtriert und dampft die Lösung unter vermindertem Druck ein. Der Rückstand wird in wässrigem Natriumhydroxyd aufgenommen und mit Benzol extrahiert. Der organische Extrakt wird getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Man erhält das gewünschte    N(2-Äthoxy-2-pheny1-äthyl)-N'-(2-methoxy-phenyI)    äthylendiamin, welches ohne weitere Reinigung verwendet wird.



   Die folgenden Verbindungen werden auch gemäss dem vorher beschriebenen Verfahren hergestellt:    1-(2-Sithoxy-2-phenyl-äthyl)-4-phenyl-piperazin    (Kochpunkt   177-180"/0,35    mm), dessen Dihydrochlorid bei   225-228     schmilzt;
4-(2-Chlor-phenyl)-1-(2-äthoxy-2-phenyl-äthyl)-piperazin (Kochpunkt   200-2050/0,55    mm), dessen Hydrochlorid, nach Umkristallisation aus Essigester, bei   200-203     schmilzt;

      1-(2-Äthoxy-2-phenyl-äthyl)-3 -methyl-4-phenyl-pi-    perazin (destilliert bei   165-180 /0, 5 mm),    dessen Dihydrochlorid, nach Umkristallisation aus Äthanol, bei   230-235       schmilzt       4-(3-Methyl-phenyl)-1-(2-äthoxy-2-phenyl    piperazin (destilliert bei   185-1900/0,2mm),    dessen Dihydrochlorid, nach Umkristallisation aus   Äthanol,    bei   197-199     schmilzt    1(2-Äthoxy-2-phe'nyl-äthyl)-4-(2-pyridyl)-pipera-    zin (destilliert bei   185-190"/0,5    mm), dessen Dihydrochlorid, nach   Umkristallisation    aus   Äthanol    und Diäthyl äther, bei   125-130"    schmilzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von N-(2-OR-2-Ph Athyl-N'-Ar-piperazinen der Formel EMI3.1 worin Ph ein unsubstituiertes Phenylradikal bedeutet, R für Alkyl mit 1-7 Kohlenstoffatomen steht, R1 Wasserstoff oder Methyl bedeutet und Ar für Phenyl, Niederalkyl-phenyl, Niederalkoxy-phenyl, Halogenphenyl oder Pyridyl steht, oder ihren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein N (2-OR-2-Ph-Athyl)-N'-Ar-äthylendiamin der Formel EMI3.2 worin Ph, R, R1 und Ar die vorher angegebene Bedeutung haben, mit einem reaktionsfähigen Diester des Äthylenglykols der Formel Y-CH2-CH2-Y VII worin Y eine reaktionsfähige veresterte Hydroxylgruppe bedeutet, umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktonsfähige Ester des im Patentanspruch genannten Äthylenglykols, seine Halogenide verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI3.3 worin R Alkyl mit 1-7 Kohlenstoffatomen bedeutet, das Radikal Rt für Wasserstoff oder Methyl steht und die Gruppe Rb Wasserstoff, Niederalkyl, Niederalkoxy oder Halogen bedeutet, herstellt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI3.4 worin R Alkyl mit 1-7 Kohlenstoffatomen bedeutet, Rt für Wasserstoff oder Methyl steht und R'b Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Chlor bedeutet, herstellt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI3.5 worin R Alkyl mit 1-7 Kohlenstoffatomen bedeutet, herstellt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-(2-Sithoxy-2-phenyl-äthyl)- 4-(2-methoxy-phenyl)-piperazin herstellt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Piperazine in freier Form herstellt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Piperazine in Form ihrer Säureadditionssalze herstellt.
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