CH450415A - Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen

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CH450415A
CH450415A CH1491462A CH1491462A CH450415A CH 450415 A CH450415 A CH 450415A CH 1491462 A CH1491462 A CH 1491462A CH 1491462 A CH1491462 A CH 1491462A CH 450415 A CH450415 A CH 450415A
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aminoalkyl
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CH1491462A
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Istvan Dr Molnar
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Siegfried Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D219/00Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems
    • C07D219/14Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems with hydrocarbon radicals, substituted by nitrogen atoms, attached to the ring nitrogen atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,   5-dialkylacridanen   
Es ist bekannt, dass sich die als wertvolle Arzneimittel verwendbaren   10-Aminoalkyl-5, 5-dialkylacridane    herstellen lassen durch Umsetzung von 5,5-Dialkylacn  danen    mit   Dialkylaminoalkylhalogeniden    in einem   indif-    fenenten Lösungsmittel und in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels wie beispielsweise Natriumamid. Dieses Verfahren setzt jedoch die Verwendung der licht-und hitzeempfindlichen und zudem   kostspie-    ligen   Dialkylacridane    voraus.

   Zudem entstehen bei der genannten Umsetzung teerartige Nebenprodukte, wodurch die Ausbeute beträchtlich geschmälert wird, und die Destillation des stark verunreinigten Endproduktes ist verhältnismässig mühsam und   verlustreich.    Es wurde nun ein Verfahren gefunden, bei welchem die genannten Nachteile   wegfatlen.   



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   10-Aminoalkyl-5,    5-dialkylacridanen der Formel
EMI1.1     
 in welcher n ganze Zahlen von 1 bis 4, vorzugsweise 3, R gleiche Alkylgruppen und   R'und R"gleiche oder    verschiedene Alkylgruppen oder   R'Wasserstoff    bedeu, ten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Diphenylamine der Formel II
EMI1.2     
 in der R die obige Bedeutung hat, zunächst in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln mit einem   Alkylaminoalkylhalogenid    der Formel
EMI1.3     
 zur Reaktion bringt, wobei man überraschenderweise die Verbindungen der Formel IV erhält,
EMI1.4     
 in der R"'ein H-Atom oder eine entsprechende Alkylgruppe bedeutet.

   Diese Verbindungen entstehen beim erfindungsgemässen Verfahren mit unerwartet guter Ausbeute ; sie besitzen zudem niedrigere Siedepunkte als die entsprechenden Acridane und sind deshalb durch Destillation leicht zu reinigen.



   Besonders wertvoll für die Synthese der Acridane I sind diese Verbindungen IV deshalb, weil sie schon bei relativ niedrigen Temperaturen in nahezu quantitativer Ausbeute durch Behandeln mit geeigneten Cyclisierungskatalysatoren, z. B. mit Mineralsäuren, die gewünschten Acridane liefern. Letztere entstehen dabei in so hoher Reinheit, dass sie praktisch restlos unzersetzt destillierbar sind oder ohne verangehender Destillation in   medi-      zinisch    verwendbare kristalline Salze umgewandelt werden können.



   Die Umwandlung der Verbindungen der Formel IV in die Acridane kann durch Aufnahme der   IR-Spektren    der Reaktionspartner verfolgt werden. Auf diese Weise gelingt z.   B.    der Nachweis, dass der Ringschluss schon durch Erwärmen mit 30   %    iger Schwefelsäure stattfindet.



  Aber auch die Verwendung höherer Säurekonzentrationen erweist sich in der technischen Durchführung als günstig, da die Verbindungen der Formel IV in höher konzentrierter Säure schon bei Zimmertemperatur gut löslich sind.



   Die Bildung der Acridane der Formel I aus einem Vinyldiphenylamin der Formel IV erfolgt vermutlich durch Anlagerung und Wiederabspaltung von Mineralsäure z. B. über eine hypothetische Zwischenstufe der Formel V
EMI2.1     

Beispiel
A.   N- (y-Dimethylamino-propyl)-2- (a-methyl-    vinyl)-diphenylamin (VI)
22,7 g   2-(1'-Methyl-l'-hydroxy-äthyl)-diphenylamin      (hengestellt    gemäss englisohem Patent Nr. 405 797) werden in 150 ml Toluol gelöst und die Lösung nach Zugabe von 4,6 g Natriumamid bis zum Aufhören der NH3-Entwicklung unter Umrühren am Rückfluss zum Sieden erhitzt. Dann setzt man 13,3 g   y-Dimethylamino-    propylchlorid, in wenig Toluol gelöst, zu und erhitzt weitere 2 Stunden lang zum Sieden.

   Die erkaltete, leicht braune Lösung wind mit Wasser gewaschen und mit 2n Essigsäure extrahiert, worauf man die Base durch Zugabe starker Natronlauge in Freiheit setzt und in Ather überführt. Nach Verdunsten des Äthers bleibt das Produkt VI als leicht bewegliches   61    zurück. Es siedet konstant im Hochvakuum, Sdp. 148 bis   150  C/    0,01 mm,   n2r0 =    1,5762. Die Ausbeute beträgt etwa 79 % der Theorie.



  Für   C20H2GN    = 294,5
Berechnet : C 81,5 H 8,9
Gefunden : C 81,7 H 9,3
B.   10-(y-Dimethylamino-propyl)-5, 5-dimethyl-       acridan    (VII)
5 g der Verbindung VI werden in 20 g   80% iger    Schwefelsäure unter Kühlung gelöst und 1 Stunde lang in einem Thermostaten zwischen 50 bis   60  C    gehalten, worauf die hellgelbe Lösung in eine Mischung   über-    schüssiger Natronlauge und zerkleinerten Eises gegossen und die Base mit Ather extrahiert wird.

   Nach Verdunsten des Äthers bleibt ein helles viskoses   01    zurück, das bei   0,    1 mm fast ohne Rückstand destilliert und den für das auf bekanntem Wege hergestellte Produkt bekannten   Brechnungsindex    n   D      = 1,    5990 zeigt.



   Es liefert in fast quantitativer Ausbeute ein Bitartarat vom Smp. 154 bis   155 ,    das keine Depression mit dem Bitartarat der Base gibt, welche durch Kondensation von 5,5-Dimethylacridan und   Dimethylaminopropylchlorid    hergestellt wird. Das weinsaure Salz kann aus der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Base auch dann gewonnen werden, wenn diese ohne Reinigung durch vorherige Destillation vorliegt. Es besteht auch die Möglichkeit, das rohe Produkt VI ohne vorherige Destillation der Säurebehandlung zu unterwerfen, worauf man die Base mit Lauge ausfällt, mit Ather extrahiert und nach Entfernen des Äthers durch Destillation reinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5, 5dialkylacridanen der Formel EMI2.2 in der n ganze Zahlen von 1 bis 4, R gleiche Alkylgruppen, R'und R"gleiche oder verschiedene Alkylgruppen oder R'Wasserstoff bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Diphenylamin der Formel EMI2.3 in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln mit einem Alkylaminoalkylhalogenid der Formel EMI2.4 zur Reaktion bringt, wobei man eine Verbindung der Formel IV erhält EMI3.1 in der R"'Wasserstoff oder eine entsprechende Alkylgruppe bedeutet, und dieses o-Vinyldiphenylaminderivat durch Behandlung mit einem Cyclisierungskatalysator in ein Acridan der Formel I umwandelt.
    UNTERANSPRt°CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Destillation gereinigte Verbindungen der Formel IV durch Behandlung mit einem Cyclisierungskatalysator in das entsprechende Acridan der Formel I umwandelt und daraus ohne vorherige Reinigung durch Destillation ein kristallines Salz herstellt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel IV ohne vorangehende Reinigung durch Destillation mit Cyclisie- rungskatalysatoren behandelt, die so erhaltenen Rohbasen der Formel I durch Destillation reinigt und in kristalldne Salze umwandelt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Cyclisierungskatalysator eine Mineralsäure verwendet.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mineralsäure Schwefelsäure benützt.
CH1491462A 1962-12-20 1962-12-20 Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen CH450415A (de)

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