CH450415A - Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanenInfo
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- C07D219/00—Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems
- C07D219/14—Heterocyclic compounds containing acridine or hydrogenated acridine ring systems with hydrocarbon radicals, substituted by nitrogen atoms, attached to the ring nitrogen atom
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Description
Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5, 5-dialkylacridanen Es ist bekannt, dass sich die als wertvolle Arzneimittel verwendbaren 10-Aminoalkyl-5, 5-dialkylacridane herstellen lassen durch Umsetzung von 5,5-Dialkylacn danen mit Dialkylaminoalkylhalogeniden in einem indif- fenenten Lösungsmittel und in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels wie beispielsweise Natriumamid. Dieses Verfahren setzt jedoch die Verwendung der licht-und hitzeempfindlichen und zudem kostspie- ligen Dialkylacridane voraus. Zudem entstehen bei der genannten Umsetzung teerartige Nebenprodukte, wodurch die Ausbeute beträchtlich geschmälert wird, und die Destillation des stark verunreinigten Endproduktes ist verhältnismässig mühsam und verlustreich. Es wurde nun ein Verfahren gefunden, bei welchem die genannten Nachteile wegfatlen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5, 5-dialkylacridanen der Formel EMI1.1 in welcher n ganze Zahlen von 1 bis 4, vorzugsweise 3, R gleiche Alkylgruppen und R'und R"gleiche oder verschiedene Alkylgruppen oder R'Wasserstoff bedeu, ten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Diphenylamine der Formel II EMI1.2 in der R die obige Bedeutung hat, zunächst in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln mit einem Alkylaminoalkylhalogenid der Formel EMI1.3 zur Reaktion bringt, wobei man überraschenderweise die Verbindungen der Formel IV erhält, EMI1.4 in der R"'ein H-Atom oder eine entsprechende Alkylgruppe bedeutet. Diese Verbindungen entstehen beim erfindungsgemässen Verfahren mit unerwartet guter Ausbeute ; sie besitzen zudem niedrigere Siedepunkte als die entsprechenden Acridane und sind deshalb durch Destillation leicht zu reinigen. Besonders wertvoll für die Synthese der Acridane I sind diese Verbindungen IV deshalb, weil sie schon bei relativ niedrigen Temperaturen in nahezu quantitativer Ausbeute durch Behandeln mit geeigneten Cyclisierungskatalysatoren, z. B. mit Mineralsäuren, die gewünschten Acridane liefern. Letztere entstehen dabei in so hoher Reinheit, dass sie praktisch restlos unzersetzt destillierbar sind oder ohne verangehender Destillation in medi- zinisch verwendbare kristalline Salze umgewandelt werden können. Die Umwandlung der Verbindungen der Formel IV in die Acridane kann durch Aufnahme der IR-Spektren der Reaktionspartner verfolgt werden. Auf diese Weise gelingt z. B. der Nachweis, dass der Ringschluss schon durch Erwärmen mit 30 % iger Schwefelsäure stattfindet. Aber auch die Verwendung höherer Säurekonzentrationen erweist sich in der technischen Durchführung als günstig, da die Verbindungen der Formel IV in höher konzentrierter Säure schon bei Zimmertemperatur gut löslich sind. Die Bildung der Acridane der Formel I aus einem Vinyldiphenylamin der Formel IV erfolgt vermutlich durch Anlagerung und Wiederabspaltung von Mineralsäure z. B. über eine hypothetische Zwischenstufe der Formel V EMI2.1 Beispiel A. N- (y-Dimethylamino-propyl)-2- (a-methyl- vinyl)-diphenylamin (VI) 22,7 g 2-(1'-Methyl-l'-hydroxy-äthyl)-diphenylamin (hengestellt gemäss englisohem Patent Nr. 405 797) werden in 150 ml Toluol gelöst und die Lösung nach Zugabe von 4,6 g Natriumamid bis zum Aufhören der NH3-Entwicklung unter Umrühren am Rückfluss zum Sieden erhitzt. Dann setzt man 13,3 g y-Dimethylamino- propylchlorid, in wenig Toluol gelöst, zu und erhitzt weitere 2 Stunden lang zum Sieden. Die erkaltete, leicht braune Lösung wind mit Wasser gewaschen und mit 2n Essigsäure extrahiert, worauf man die Base durch Zugabe starker Natronlauge in Freiheit setzt und in Ather überführt. Nach Verdunsten des Äthers bleibt das Produkt VI als leicht bewegliches 61 zurück. Es siedet konstant im Hochvakuum, Sdp. 148 bis 150 C/ 0,01 mm, n2r0 = 1,5762. Die Ausbeute beträgt etwa 79 % der Theorie. Für C20H2GN = 294,5 Berechnet : C 81,5 H 8,9 Gefunden : C 81,7 H 9,3 B. 10-(y-Dimethylamino-propyl)-5, 5-dimethyl- acridan (VII) 5 g der Verbindung VI werden in 20 g 80% iger Schwefelsäure unter Kühlung gelöst und 1 Stunde lang in einem Thermostaten zwischen 50 bis 60 C gehalten, worauf die hellgelbe Lösung in eine Mischung über- schüssiger Natronlauge und zerkleinerten Eises gegossen und die Base mit Ather extrahiert wird. Nach Verdunsten des Äthers bleibt ein helles viskoses 01 zurück, das bei 0, 1 mm fast ohne Rückstand destilliert und den für das auf bekanntem Wege hergestellte Produkt bekannten Brechnungsindex n D = 1, 5990 zeigt. Es liefert in fast quantitativer Ausbeute ein Bitartarat vom Smp. 154 bis 155 , das keine Depression mit dem Bitartarat der Base gibt, welche durch Kondensation von 5,5-Dimethylacridan und Dimethylaminopropylchlorid hergestellt wird. Das weinsaure Salz kann aus der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Base auch dann gewonnen werden, wenn diese ohne Reinigung durch vorherige Destillation vorliegt. Es besteht auch die Möglichkeit, das rohe Produkt VI ohne vorherige Destillation der Säurebehandlung zu unterwerfen, worauf man die Base mit Lauge ausfällt, mit Ather extrahiert und nach Entfernen des Äthers durch Destillation reinigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5, 5dialkylacridanen der Formel EMI2.2 in der n ganze Zahlen von 1 bis 4, R gleiche Alkylgruppen, R'und R"gleiche oder verschiedene Alkylgruppen oder R'Wasserstoff bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Diphenylamin der Formel EMI2.3 in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln mit einem Alkylaminoalkylhalogenid der Formel EMI2.4 zur Reaktion bringt, wobei man eine Verbindung der Formel IV erhält EMI3.1 in der R"'Wasserstoff oder eine entsprechende Alkylgruppe bedeutet, und dieses o-Vinyldiphenylaminderivat durch Behandlung mit einem Cyclisierungskatalysator in ein Acridan der Formel I umwandelt.UNTERANSPRt°CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Destillation gereinigte Verbindungen der Formel IV durch Behandlung mit einem Cyclisierungskatalysator in das entsprechende Acridan der Formel I umwandelt und daraus ohne vorherige Reinigung durch Destillation ein kristallines Salz herstellt.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel IV ohne vorangehende Reinigung durch Destillation mit Cyclisie- rungskatalysatoren behandelt, die so erhaltenen Rohbasen der Formel I durch Destillation reinigt und in kristalldne Salze umwandelt.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Cyclisierungskatalysator eine Mineralsäure verwendet.4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mineralsäure Schwefelsäure benützt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1491462A CH450415A (de) | 1962-12-20 | 1962-12-20 | Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH1491462A CH450415A (de) | 1962-12-20 | 1962-12-20 | Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH450415A true CH450415A (de) | 1968-01-31 |
Family
ID=4404803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1491462A CH450415A (de) | 1962-12-20 | 1962-12-20 | Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH450415A (de) |
-
1962
- 1962-12-20 CH CH1491462A patent/CH450415A/de unknown
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