Kleinkaffeemühle Die Erfindung bezieht sich auf eine Kleinkaffee- mühle mit einer von einem Motor angetriebenen Mahl scheibe und einer feststehenden Mahlscheibe.
Bei den bekannten. Kleinkaffeemühlen sind die, beiden Mahl scheiben im Gerätegehäuse so angebracht, dass sie nicht abgenommen werden können. In den Rillen der Mahlscheiben bleibt jedoch in; der Regel Kaffeemehl haften, das mit der Zeit ranzig wird und das den Ge schmack des Kaffees beeinträchtigt.
Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch. dass die feststehende Mahlscheibe durch leicht lösbare Befestigungsmittel abnehmbar mit dem Gerätegehäuse verbunden ist. Dadurch ist es möglich, die feststehende Mahlscheibe aus dem Gerätegehäuse herauszunehmen und zu reinigen. Nach dem Abnehmen der feststehen den Mahlscheibe ist die ihr gegenüberliegende Mahl scheibe leicht zugänglich .und kann ebenfalls gereinigt werden.
Dadurch können nach dem Gebrauch der Kaf feemühle Kaffeemehlreste aus der Kaffeemühle leicht und vollständig entfernt werden, so dass diese Reste nicht in der Kaffeemühle verbleiben und sich beim nächsten Mahlen mit dem Kaffeemehl mischen kön nen.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausfüh rungsbeispiel der Kaffeemühle nach der Erfindung und Teile des Ausführungsbeispiels.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel der Kaffeemühle. Die Fig. 2 bis 5 zeigen Schnitte entlang der Linien II-H bis V-V in Fig. 1.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- rungsbeispiel weist ein Gerätegehäuse 1 einen oben offenen Einlaufbehälter 2 auf, dessen Boden durch Schrägflächen 3 und 4 gebildet wird, die auf einen Ein lauftrichter 5 zulaufen,
der in der Mitte eine zentrale Aussparung 6 aufweist und mit Hilfe eines Bajonett verschlusses 7 in einem ringförmigen Ansatz 8 leicht lösbar befestigt ist, dar an die Schrägflachen 3 und 4 angeformt ist.
Es können auch andere derartige leicht lösbare Befestigungsmittel vorgesehen sein, beispiels- weise kann der Einlauftrichter 5 oder aber die Mahl scheibe 16 durch ein Aussengewinde o. d:gl. in dem Gerätegehäuse 1 befestigt sein. Der Einlauftrichter 5 weist zwei parallel zur Achse verlaufende Säulen 9 und 10 auf, die eine zentrale, dachartige Platte 11 tragen, an der nach oben abstehende Leisten 12 befestigt sind.
In die oberen Ränder 13 des Einlaufbehälters 2 ist ein durch einen Deckel 14 geruchdicht verschliessbarer Zusatzbehälter 15 leicht lösbar eingesteckt, der so gross ist, dass er mindestens diejenige Menge Kaffee bohnen aufnimmt, die übrigbleibt, wenn von einer vollen 125 g Kaffeebohnen enthaltende Kaffeetüte der Einlaufbehälter 2 gefüllt wird. Dadurch wird erreicht,
dass der restliche Kaffee nicht in einer angebrochenen Kaffeetüte aufbewahrt werden muss und dort ver- riecht . Vielmehr ist die nicht sofort verwendete Rest menge der Einviertedpfundtüte geruchsdicht in dem Zusatzbehälter 15 der Kaffeemühle untergebracht.
Die- ser Zusatzbehälter 15 kann selbstverständlich auch grös- ser sein, beispielsweise so gross,
dass er ein ganzes Viertelpfund Kaffee aufnimmt. Zum Einfüllen von Kaffeebohnen in den Einlaufbehälter 2 wird der Zu satzbehälter 15 oben abgenommen. Wird bei abgenom menem Behälter 15 mit Hilfe der als Handgriffe die- nenden hochstehenden Leisten 12 der Einlauftrichter 5 um seine Achse gedreht,
so kommt der Bajonettver- schluss 7 ausser Eingriff und der Einlauftrichter 5 kann nach oben aus dem Gerät herausgenommen wer den.. An der Unterseite des Einlauftrichters 5 ist die feststehende Mahlscheibe 16 befestigt. Die feststehende Mahlscheibe 16 weist eine axiale Ausnehmung auf, durch die hindurch das zu mahlende Gut, also die Kaf feebohnen, zugeführt werden.
Diese Mahlscheibe 16 kann bei herausgenommenem Einlauftrichter 5 sehr leicht gereinigt werden. Ausserdem ist bei herausge nommenem Trichter 5 die untere, bewegliche Mahl scheibe 17 zugänglich, so dass diese mit Hilfe eines Pinsels o. dgl.
gereinigt werden kann. Die Mahlschei ben 16 und 17 schliessen einen Hohlraum ein,, der sich in radialer Richtung bis zu einem schmalen Spalt ver- ringert, sie weisen an ihrer einander zugekehrten Seite von innen nach aussen verlaufende Mählzähne auf. Die feststehende Mahlscheibe 9.6 kann auch unmittel bar am Gerätegehäuse 1 befestigt sein.
Die Mahlscheiben 16 und 17 sind von einem be- cherförmigen Mahlgehäuse 18 umgeben, durch dessen Boden eine Motorwelle 19 hindurchgeführt ist. Die Motorwelle 19 verjüngt sich an ihrem oberen Ende konisch und auf diesem konischen Wellenende ist ein Stanzteil 20 mit Hilfe einer axialen Schraube 21 befe stigt, es deckt den mittleren Bereich über der Stirnseite der Motorwelle 19 ab und in ihm ist dann die ring scheibenförmige Mahlscheibe 17 befestigt.
Dieses Stanzteil 20 weist einen der konischen Verjüngung der Motorwelle 19 entsprechenden Kegelsitz 22 auf. Auf dem sonst geschlossenen, Boden des, Stanzteiles 20 ist die umlaufende Mahlscheibe 17 befestigt. In dem Mahlgehäuse 18 sind mit der Motorwelle 19 umlau fende Flügel vorgesehen,
die das gemahlene Gut durch eine seitliche Öffnung des Mahlgehäuses 18 hindurch in einen Aufnahmebehälter 24 transportieren. Das Stanz- teil. 20 weist hierzu angeschnittene Lappen 23 auf, die bordartig hochgebogen, sind und am Umfang der Mahl scheibe 17 anliegen. Diese Lappen 23 bilden einen Luft strom erzeugende Flügel.
Diese Flügel können auf die verschiedenste Art ausgebildet sein,. Es können Flügel vorgesehen sein, die an der Unterseite der umlaufen den Mahlscheibe 17 angeordnet sind und in einem ge ringen Abstand über dem Boden des Mahlgehäuses 18 umlaufen. Die Flügel können jedoch auch nur an dem Umfang der umlaufenden Mahlscheibe 17 angeordnet sein und einen Luftstrom erzeugen, der das Kaffeemehl aus dem Mahlgehäuse 18 heraus und in den hierfür vorgesehenen Aufnahmebehälter 24 bläst.
Die Ausbil dung der Flügel ist nicht kritisch, da ja praktisch jede vorstehende, umlaufende Leiste einen Luftstrom er zeugt. Trotzdem kann bei der Ausbildung dieser Flügel darauf Rücksicht genommen sein, dass die Erzeugung des Luftstromes in einer bestimmten Richtung gewähr leistet ist. Bei einer besonders preisgünstigen Ausfüh rungsform jedoch sind die Flügel durch die Lappen 23 des Stanzteiles 20 gebildet, das die umlaufende Mahl- scheibe 17 mit der Motorwelle 19 verbindet.
Ein der artiges Stanzteil 10 lässt sich wesentlich preisgünstiger herstellen als andere, kupplungsartige Mitnehmer und Verbindungsstücke zwischen umlaufender Mahlscheibe und Motorwelle auch dann, wenn diese Kupplungen aus Kunststoff bestehen. Der obere Rand des becher- förmigen Mahlgehäuses 18 greift in den ringförmigen Ansatz 8 des Gerätegehäuses 1 ein.
Das Mahlgehäuse 18 weist an seiner einem Aufnahmebehälter 24 für das gemahlte Gut zugewandten Seite eine Aussparung 25 auf, durch die hindurch das Kaffeemehl aus dem Mahl gehäuse 18 hinaus und durch eine seitliche Öffnung 26 in den Aufnahmebehälter 24 gelangt. Die Lappen 23 erzeugen einen Luftstrom, der durch die zentrale Aus sparung 6 in der feststehenden Mahlscheibe 16 ange saugt und radial nach aussen gerichtet ist und durch die Aussparung 25 aus dem Mahlgehäuse 18 heraus tritt, wobei dieser Luftstrom auch das am Boden des Mahlgehäuses 18 lagernde Kaffeemehl mitreisst.
Auch diese Massnahme dient dazu, um das Mahlgehäuse 18 stets frei von Kaffeemehlresten zu halten. Ausserdem erlaubt diese Massnahme, ein Mehlgehäuse mit waag rechtem Boden zu verwenden. Es ist bei der Kaffee mühle nach der Erfindung nicht erforderlich, Schräg flächen vorzusehen, über die das Kaffeemehl aufgrund seines Gewichtes in den Aufnahmebehälter 24 gleitet. Das Mahlgehäuse 18 ist mit dem nur teilweise an gedeuteten Stator 27 des Antriebselektromotors 28 fest verbunden. Das Gerätegehäuse 1 wird unten durch einen mit Schrauben befestigten Gehäuseboden 29 ab geschlossen.
In diesem Gehäuseboden 29 sind drei Passstifte 30 befestigt, die in entsprechende Ausneh- mungen einer Bodenplatte 31 des Antriebselektromo tors 28 eingreifen. Der Antriebselektromotor 28 ist lediglich dadurch befestigt, dass der obere Rand des Mahlgehäuses 18 in den ringförmigen Ansatz 8 des Gerätegehäuses 1 eingesteckt ist und in dieser Steck verbindung durch den Gehäuseboden 29 festgehalten ist. Die Passstifte 30 sichern den Antriebselektromotor 28 gegen Verdrehung.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass nach dem Lösen des Gehäusebodens 29 der Antriebselektromotor 28 zusammen mit dem Mahl gehäuse 18 aus dem Gerätegehäuse 1 herausgenommen werden kann, ohne dass weitere Schrauben gelöst wer den müssen. Bei bekannten Geräten ist demgegenüber trotz eines abnehmbaren Gerätegehäusebodens der Motor nochmals durch besondere Schrauben an dem Gerätegehäuse befestigt, so dass nach Abnehmen des Bodens zuerst diese Schrauben gelöst werden müssen, bevor der Motor herausgenommen wenden kann.
Die Motorwelle 19 ist in axialer Richtung durch eine in der Bodenplatte 31 angeordnete Einstell schraube 32 einstellbar. Bei bekannten Kleinkaffee mühlen ist zum Zwecke der Einstellung des Feinheits- grades des gemahlenen Gutes die Motorwelle mit der an ihr befestigten Mahlscheibe in axialer Richtung auch mit Hilfe einer Schraube einstellbar, so dass sich also die Motorwelle zusammen mit dem Rotor des Motors und der Mahlscheibe axial verschiebt.
Damit wird der Spalt zwischen; den Mahlscheiben eingestellt. Bei bekannten Geräten dieser Art ist die Schraube vom Gerätegehäuseboden aus zugänglich. Will man den Feinheitsgrad des Kaffeemehles ändern oder ein stellen, so kann dies bei bekannten Geräten nur bei ungefüllter oder stillstehender Kaffeemühle erfolgen, da hierzu das Gerät auf den Kopf gestellt werden muss.
Demgegenüber ist an dieser Einstellschraube 32 ein Hebel 33 befestigt, der durch eine Aussparung 34 des Geräteb häuses 1 seitlich herausgeführt und einen Handgriff 35 trägt. Da die umlaufende Mahlscheibe 17 mit der Motorwelle 19 fest verbunden ist, so wird durch eine axiale Verschiebung der Motorwelle 19 der Spalt zwischen den Mahlscheiben 16 und 17 und damit der Feinheitsgrad des Kaffeemehles eingestellt.
Dieser Feinheitsgrad kann aber auch während des Mahleis durch Verschwenken des Hebels 33 an dem Handgriff 35 eingestellt werden, ohne dass die Kaffeemühle auf den Kopf gestellt werden muss.
An dem Rand der Aussparung 34 sind Rastkerben 40 vorgesehen, die den Hebel 33 in bestimmten Stel lungen festhalten können.
Bei Ausführungsformen kann der Aufnahmebehäl ter 24 für das gemahlene Gut von der Seite her in das Gerätegehäuse einsetzbar sein und in der eingesetzten Stellung durch eine Raste im Gerätegehäuse festgehal ten sein. Diese Raste kann. aus einem Zapfen des Be hälters bestehen, der in das Gerätegehäuse eingreift. Der Aufnahmebehälter 24 zur Aufnahme des Kaffee mehles oder eines anderen gemahlenen Gutes weist hierzu an seiner dem Antriebselektromotor 28 zuge wandten Seite einen Zapfen 36 auf, der in eine ent sprechende Aussparung 37 des Gerätegehäuses 1 ein- rastet, wenn der Aufnahmebehälter 24 in das Geräte gehäuse 1 eingesetzt ist.
Der Aufnahmebehälter 24 weist an der Aussenseite seines Bodens eine Nut 38 auf, in die eine Schiene 39 des Gerätegehäuses 1 ein greift und ihn beim Einsetzen in die Kaffeemühle führt.