Verfahren zur Ermittlung und Beseitigung von Fehlern in einem in einer Spulmaschine, insbesondere Textilspulmaschine, aufzuspulenden Garn, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Anwendung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung und Beseitigung von Fehlern in einem in einer Spulmaschine, insbesondere einer Textilspulmaschine, aufzuspulenden Garn, ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und eine Anwendung des Verfahrens.
In der Beschreibung und in den Ansprüchen soll sich der Ausdruck Bobine stets auch auf andere Formen von Schussfadenträgern, wie Kopsen, Schussspulen und dergleichen, beziehen. Ebenso soll der Ausdruck Garn in seinem allgemeinen Sinn verstanden werden und alle Arten von fadenförmigen Materialien mit einschliessen, während der Ausdruck Wickel zur Vereinfachung der Beschreibung für jede übliche Art einer aufgespulten Garnmasse gelten soll.
Bei den herkömmlichen automatischen Spulmaschinen, wie sie zurzeit handelsüblich vertrieben werden und beispielsweise in der USA-Patentschrift Nummer 2764 362 offenbart sind, wird das von einer Vorratsbobine kommende Garn unter Bildung eines Aufnahmewickels aufgespult. Bei der Spulmaschine gemäss obiger USA-Patentschrift wird bei einem Bruch oder einem Auslaufen des Vorratsgarns eine neue Vorratsbobine eingesetzt und daraufhin deren äusseres Garnende automatisch einer Garn-Behandlungsanordnung dargeboten, anschliessend wird das Ende durch eine Aufnahmevorrichtung erfasst und al einen Knotapparat überführt, wo es mit dem vom Aufnahmewikkel abgehenden Garnende vereinigt wird, und schliesslich der Spulvorgang wieder eingeleitet.
Im Verlauf der vorgenannten Bewegungsvorgänge des neu zugeführten Vorratsgarns, welche üblicherweise als den Aufnahme- und Anknüpfvorgang darstelIend bezeichnet werden, wird das Garn automatisch durch eines oder mehrere Behandlungsglieder der Behandlungsanordnung hindurchgeführt bzw. eingefädelt . Diese Glieder können Garnführungen bzw. Fadenführer, eine Garn-Wachsvorrichtung, Einrichtungen zum Feststellen des Vorhandenseins von Vorratsgarn und ein oder mehrere Wulstfänger sein, deren Aufgabe darin besteht, das Vorratsgarn während des Aufspulens mechanisch zu überprüfen und das Aufspulen von Wülsten auf den Wickel auszuschalten.
Es hat sich herausgestellt, dass der übliche, an einer automatischen Spulmaschine vorgesehene Haupt-Wulstfänger nicht ausreichen kann, um das Vorratsgarn jederzeit zu überwachen. Insbesondere ist es bekannt, dass das neue Vorratsgarn während des Aufnahme- und An knupfvorgangs zumindest über einen Teil seiner Länge hinweg einer Überprüfung bzw. Überwachung durch den Haupt-Wulstfänger entgehen kann. Zur Ausschaltung dieses unerwünschten Zustands ist bereits vorgeschlagen worden, an der Garn-Behandlungsstation der Spulmaschine dicht neben dem Garn-Aufnahmepunkt einen zusätzlichen Wulstfänger vorzusehen.
Ein auf die beschriebene Weise eingesetzter zusätzlicher Wulstfänger ist beispielsweise in der USA-Patentschrift Nr. 3 142 451 beschrieben, die einen Zusatz Wulstfänger offenbart, welcher dazu dient, diejenigen Wülste bzw. Schleifen oder Kräuselungen festzustellen und zu beseitigen, die sich während des Aufnahmeund Anknüpfvorgangs zwischen der Spannvorrichtung und dem Haupt-Wulstfänger im Garn bilden. Der vorgenannte Garnfänger ist jedoch bei Einwirkung auf mehrere Garnenden nicht vollständig zufriedenstellend.
Mehrfachenden entstehen in einem Garnfaden, wenn das Garn doppelt um sich selbst herumgelegt bzw.
-geschlungen wird, so dass es tatsächlich an der Garn Behandlungsanordnung und an der Aufnahmedüse mehrere Enden darbietet. Dieser Zustand tritt häufig auf, wenn beispielsweise das Vorratsgarn mit Hilfe pneumatischer Einrichtungen der Garn-Behandlungsanordnung zugeführt wird Dies hat ein ziemlich heftiges Abziehen der äusseren Windungen des Garns von der Vorratsbobine zur Folge, in dessen Verlauf das äussere Garnende verschlungen und um sich selbst herumgewickelt werden kann. Falls dieser Zustand eintritt, werden die verschiedenen Windungen bzw. Schleifen, d. h. die Mehrfachenden, normalerweise von der Aufnahmedüse erfasst.
Obgleich es zutrifft, dass die Mehrfachenden den üblichen Zusatz-Wulstfänger durchlaufen und von diesem überwacht werden können, sind diese Wulstfänger jedoch, wie erwähnt, im allgemeinen nicht in der Lage, diese Mehrfachenden zu verhindern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die bekannten Wulstfänger die Mehrfachenden beim Durchlaufen ihres Schlitzes einfach in nebeneinanderliegende, waagrechte Lage bringen. Wenn nunmehr jedes dieser Enden selbst den richtigen Durchmesser zum Durchlaufen des Wulst fängerschlitzes besitzt, entgehen diese Mehrfachenden einer Ermittlung. Beim Fehlen einer entsprechenden Steuereinrichtung werden diese Mehrfachenden dann mit dem vom Wickel abgehenden Garnende verknotet.
Falls dies eintritt, weist der aufgespulte Garnwickel durch die Mehrfachenden gebildete verschlungene Garnmassen auf. Der Wickel ist somit für die Weiterverwendung in den folgenden Textil-Verarbeitungsvorgängen ungeeignet.
Zweck der Erfindung ist es, obige Nachteile zu beseitigen. Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung: a) ein Verfahren zur Ermittlung und Beseitigung von
Fehlern in einem in einer Spulmaschine, insbeson dere einer Textilmaschine, aufzuspulenden Garn, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man das Garn mit seinem grössten Querschnittsmass mindestens ange nähert quer durch einen Längsdurchgang vorbe stimmter Breite hindurchbewegt, wobei das Garn durchtrennt wird, wenn das Gesamt-Querschnitts mass des Garnes die Breite des Durchgangs über steigt:
ferner b) eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem vom Garn zu durchlaufenden Längsdurch gang, die dadurch gekennzeichnet ist, dass nahe des
Durchgangs eine Steuereinrichtung angeordnet ist, welche das Garn zwecks Bewegung desselben durch den Durchgang derart anordnet, dass sich das grösste
Querschnittsmass des Garnes praktisch quer zum
Durchgang erstreckt, und dass neben dem Durch gang eine Trenneinrichtung vorgesehen ist, die das
Garn durchtrennt, wenn sein Querschnittsmass einen vorbestimmten Wert übersteigt; sowie c) die Anwendung des Verfahrens als Zusatz-Wulst fänger-Stufe bei einer Spulmaschine mit einem.
Haupt-Wulstfänger zur Beseitigung von Fehlern in einem die Maschine durchlaufenden Garn.
Als Steuerungseinrichtung kann vorzugsweise ein Führungsstift dienen, dessen Achse senkrecht zur Achse des Durchgangs verläuft. Dieser Stift arbeitet derart, dass er beispielsweise am Vorratsgarn angreift, während dieses den Durchgang durchläuft, wodurch das Garn so ausgerichtet wird, dass praktisch sein grösstes Querschnittsmass quer zur Ebene des Durchgangs zu liegen kommt. Wenn nun das Vorratsgarn etwaige Wülste aufweist, werden diese beispielsweise gegen die Seite des Stifts flachgedrückt, während das Garn in Berührung mit dem Stift an diesem vorbeiläuft. Da der Stift quer zum Garndurchgang der vorliegenden Vorrichtung angeordnet ist, treten die Wülste im wesentlichen so in den Durchgang ein, dass sie diesem vorbestimmte Breite besitzenden Durchgang praktisch ihren grössten Querschnitt für die Messung darbieten.
Falls Wülste mit grösserer Breite als derjenigen des Durchgangs vorhanden sind, wird das Garn durchgetrennt.
Wenn das Vorratsgarn beispielsweise Fehler in Form von mehreren Enden aufweist, können diese Mehrfachenden auf ähnliche Weise lotrecht übereinander ausgerichtet werden, da diese Fäden vorzugsweise unter Spannung um den Stift herumgezogen werden. Sobald diese verschiedenen Garnfäden übereinander gestapelt sind, kann der Gesamt-Querschnitt aller Fäden überwacht werden, während das Garn den Durchgang durchläuft. Normalerweise wird die Breite des Durchgangs vorzugsweise auf den Durchmesser eines einzelnen Garnfadens eingestellt. Beim Vorhandensein von Mehrfachenden kann die Trenneinrichtung alle Enden durchtrennen, sobald sie entdeckt werden, so dass diese Mehrfachenden ähnlich wie Wülste oder Schleifen behandelt werden.
Die vorliegende Vorrichtung kann somit wirksam ein Durchlaufen der üblicherweise im Garn vorhandenen Wülste und ausserdem auch das Durchlaufen von Mehrfachenden, sobald diese auftreten, verhindern.
Die vorliegende Vorrichtung kann somit vorzugsweise in einer automatischen Spulmaschine verwendet werden und sowohl Mehrfachenden als auch Wülste oder Schleifen, wie sie im Garn vorkommen können, automatisch auffangen und beseitigen. Vorzugsweise soll diese Vorrichtung ohne die Notwendigkeit von Umkonstruktionen in bereits vorhandene automatische Spulmaschinen eingebaut werden können.
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden anhand der Zeichnungen nachfolgend äther erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teil einer automatischen Spulmaschine mit eingebauter Vorrichtung vorliegender Art, in Draufsicht,
Fig. 2 den Spulmaschinenteil gemäss Fig. 1, in Seitenansicht,
Fig. 3 die vorliegende Vorrichtung in Draufsicht,
Fig. 4 die vorliegende Vorrichtung nach Fig. 3 in Seitenansicht,
Fig. 5 die Vorrichtung nach Fig. 3 teilweise im Schnitt längs der Linie 5-5,
Fig. 6 die Vorrichtung vorliegender Art, welche auf zwei Mehrfachenden einwirkt, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 7 Einzelheiten der Schneidanordnung der Vorrichtung nach Fig. 6 in perspektivischer Teilansicht,
Fig. 8 die Vorrichtung nach Fig. 7 teilweise im Schnitt längs der Linie 8-8,
Fig. 9 eine weitere Vorrichtung der vorliegenden Art in perspektivischer Ansicht,
Fig.
10 eine weitere Vorrichtung der vorliegenden Art in Aufsicht,
Fig. 11 die Vorrichtung nach Fig. 10 in Stirnansicht,
Fig. 12 die Vorrichtung nach Fig. 10 und 11 in perspektivischer Detailansicht und
Fig. 13 die Vorrichtung nach Fig. 10, welche Einzelheiten der Garn-Berührungsflächen veranschaulicht.
Im folgenden wird auf die Zeichnungen verwiesen, in denen gleiche Teile jeweils mit denselben Bezugsziffern bezeichnet sind. Die allgemeine Anordnung der Teile sowie die Teile gemäss den Fig. 1 und 2 selbst sind zum grössten Teil herkömmlicher Art, weshalb diese Figuren hauptsächlich in schematischer und allgemeiner Ansicht gehalten sind.
Bei der dargestellten Konstruktion wird der grösste Teil der Garn-Behandlungsbauteile von einer flachen Halterung bzw. Platte 10 getragen, welche die Abdeckplatte eines Gehäuses 11 bildet und die verschiedenen herkömmlichen, zur Betätigung gewisser Bauteile erforderlichen Einrichtungen und Gestängeverbindungen umschliesst. Da diese innerhalb des Gehäuses angeordneten Einrichtungen, Gestänge und dergleichen dem Fachmann bekannte herkömmliche Teile ähnlich denjenigen gemäss der USA-Patentschrift Nr. 2764362 sind, sind sie nicht besonders dargestellt oder beschrieben.
Wie eingangs erwähnt, sind die Platte 10 und ihr zugeordnetes Gehäuse 11 zwischen einen Garnvorrat und einen umlaufenden Garn-Aufuahmewickel eingefügt, auf welchen das Garn mittels herkömmlicher Einrichtungen aufgespult und gleichzeitig auf übliche Weise von Ende zu Ende des Wickels axial hin und her geführt wird. Das derart auf normale Weise angeordnete Garn ist in Fig. 1 durch die strichpunktierte Linie Y angedeutet und bewegt sich beim Aufspulen auf den Wickel in der durch den Pfeil in Fig. 1 angedeuteten Richtung über die Platte 10. Die Führung des Garns über die Tragplatte 10 erfolgt mittels einer starr an der Platten-Vorderkante befestigten Öse 14, worauf das Garn zwischen Spannscheiben 16 hindurchläuft.
Gemäss üblicher Praxis werden diese Scheiben axial und gleitfähig von einem Garn-Fühlstift 17 durchsetzt, der normalerweise in angehobener Stellung gehalten wird, solange das Garn zwischen den Scheiben durchläuft, jedoch unter Schwerkrafteinfluss herabzufallen vermag und hierbei die im Gehäuse 11 vorgesehene übliche Vorrichtung zur Weiterschaltung des nicht dargestellten Bobinenmagazins auslöst, um nach dem Auslaufen des Garns von einer vorangehenden Bobine eine neue Bobine an deren Stelle zu setzen.
Von den Spannscheiben 16 verläuft das Garn Y durch einen üblichen Haupt-Wulstfänger 18 herkömmlicher Konstruktion, der Abschnitte des Garns mit aussergewöhnlich grossem Durchmesser, wie Knoten, Schleifen oder dergleichen, auffängt und ihre Bewegung zum Wickel unterbricht, wobei die durch das Aufspulen ausgeübte Kraft danach trachtet, das Garn durchzutrennen.
Wenn das aufzuspulende Garn gewachst werden soll, kann es durch eine übliche Wachs-Auftragsvorrichtung hindurchgeleitet werden, die im allgemeinen zwischen den Spannscheiben 16 und dem Haupt-Wulstfänger angeordnet ist. Im vorliegenden Fall besitzt die Wachs-Auftragsvorrichtung die Form einer Wachsscheibe W mit einer ihren Mittelpunkt durchsetzenden, im wesentlichen quadratischen Öffnung, wobei die Wachsscheibe zwecks Drehantriebs von einer Welle mit einem in die Zentralöffnung eingesetzten quadratischen Endabschnitt 30 getragen wird; die Welle wird durch im Gehäuse 11 angeordnete herkömmliche Einrichtungen in Drehung versetzt.
Ersichtlicherweise verläuft das Garn Y zwischen der umlaufenden Wachsscheibe W und einer Tragplattform 31, gegen welche die Wachsscheibe unter Schwerkrafteinfluss gedrängt wird, wobei die Anordnung derart getroffen ist, dass die Scheibe auf dem Garn aufliegt und infolge ihrer Drehbewegung unter Wachsauftrag auf das Garn gleichmässig abgenutzt wird.
Der Haupt-Wulstfänger 18 weist eine Auslöseeinrichtung zur Einleitung eines Garn-Aufnahme- und Anknüpfvorgangs durch einen Garn-Übertragarm 25 und einen zugeordneten, nicht dargestellten Knotapparat auf.
Wenn das Garn durch Betätigung des Haupt-Wulstfängers 18 durchtrennt wird, wird der Aufnahme- und Anknüpfvorgang des freien Garnendes eingeleitet. Bei Fadenbruch verläuft das freie Garnende vom Garnvorrat zwischen den Spannscheiben 16 und dem Haupt Wulstfänger 18 und wird durch die Garnende-Aufnahmevorrichtung bzw. -arm 25 in seiner Bewegung aufgefangen. Der vom Garnvorrat abgehende freie Endabschnitt steht somit für die Aufnahme durch den Über- tragsarm 25 zur Verfügung, dessen freies Ende sich in einem Kreisbogen unmittelbar hinter den Spannscheiben bewegt und das im wesentlichen längsverlaufende Garn Y im wesentlichen quer zu seiner Bewegungsrichtung erfasst.
Die Lage des Garns kann an diesem Zeitpunkt durch die Wirkung eines Saugschlitzes 32 besser aufrechterhalten bzw. unterstützt werden, welcher mit einem in Fig. 2 teilweise dargestellten Haupt Saugrohr 33 kommuniziert, wobei das freie Garnende automatisch in diesen Saugschlitz hineingezogen wird.
Derselbe Saugschlitz dient auch zur Reinigung des Garns während seiner Bewegung zum Wickel, auf den es aufgespult werden soll.
Weiterhin ist eine Saugdüse 34 vorgesehen, die so angeordnet ist, dass sie das freie Garnende von einer nicht dargestellten Reservebobine festzuhalten vermag, welche gemäss herkömmlicher Praxis derart von einem drehbaren Magazin getragen wird, dass der normalerweise zur zugeordneten Saugdüse 34 verlaufende freie Endabschnitt des Garns bei Weiterschaltung des Magazins, um die Reservebobine in Betriebsstellung zu bringen, in die Öse 14 eingeführt wird und über die betrieblichen Teile des Übertragarms 25 verläuft, um von diesem aufgenommen und anstelle des Garns von einer verbrauchten Bobine auf übliche Weise zum Knotapparat überführt zu werden.
Der Übertragsarm 25 besitzt beispielsweise die Form eines Saugrohrs, dessen einer Abschnitt zwecks Drehung um eine feste, mit Abstand hinter dem Gehäuse 11 liegende Achse herum in einem Lager 35 gelagert ist. Das freie Ende des Arms 25 ist zwischen den Spannscheiben 16 und der üblichen Kurvenplatte 36 verschwenkbar, die so angeordnet ist, dass sie den Fühler 37 einer herkömmlichen, vom freien Armende getragenen Schneid- und Klemmeinrichtung zu berühren vermag.
Wenn sich das freie Armende quer über die Bewegungsbahn des Garns Y verschwenkt und letzteres hierbei im wesentlichen in die in tFig. 1 durch die strichpunktierte Linie Y1 angedeutete Lage bringt, bevor der Arm seine Rückbewegung beginnt, wird die Schneideinrichtung durch die Berührung zwischen Kur venplatte und Fühler betätigt und trennt den den Wulst aufweisenden Garnabschnitt ab. Dieser Abschnitt wird in den Schlitz 32 eingesaugt und über das Haupt Saugrohr entfernt, so dass das neue abgeschnittene, von der Schneideinrichtung erfasste Garnende für die Mitbewegung mit dem freien Ende des Übertragarms zurückbleibt.
Von der in Fig. 1 gestrichelt eingezeichneten Stellung am äussersten Ende seines Bewegungswegs beginnt der Übertragsarm 25 daraufhin seine Rückbewegung über einen in Fig. 1 durch die Linie A angedeuteten Kreisbogen. Während dieser Bewegung wird das Garn in Querrichtung zur rechten Seite des Wulstfängers in eine in Fig. 1 bei Y2 angedeutete Lage gebracht, wobei ein beträchtlicher Teil des Garns vollständig am Haupt-Wulstfänger 18 vorbeiläuft, bevor das Garn durch die weitere Kreisbogenbewegung des Arms beim Einlegen des von einem Garnvorrat kommenden freien Garnendes in den nicht dargestellten Knotapparat in Querrichtung wieder in den Wulstfänger zurückgeführt wird. Der Knotapparat vereinigt darauf das Vorratsgarnende mit dem freien Ende des Garns, welches vorher von dem aufzuspulenden Wickel aufgenommen und in den Knotapparat eingeführt worden ist.
Obgleich das Garn während der letzten Stufen der Schwenkbewegung des Übertragarms in die Begrenzungen des Haupt-Wulstfängers hineingeführt wird, ist ersichtlicherweise trotzdem nach dem Einlegen des freien Vorratsgarnendes in den Knotapparat ein beträchtliches Garnstück von praktisch etwa 45 cm Länge vorhanden, welches nicht in den Einfluss des Haupt-Wulstfängers gelangt ist. In der Praxis hat es sich nun herausgestellt, dass bei diesem speziellen Garnstück ein höheres als durchschnittliches Auftreten von Wülsten oder Schleifen vorkommt, was zum grossen Teil auf das Durchtrennen bzw. Abreissen des Garns durch den Wulstfänger und die hierbei auftretende Rückschlagbzw. Peitschenwirkung des unter Spannung stehenden Garns zurückzuführen ist.
Die vorgenannten Merkmale und Teile sowie die genannte Arbeitsweise sind sämtlich herkömmlicher Art, sind jedoch zum besseren Verständnis der Erfindung und der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben beschrieben worden. Die bei dieser Vorrichtung auftretenden Schwierigkeiten sind zum Teil auf das Vorbeilaufen eines Abschnitts des Garns am Haupt-Wulstfänger 18 während des Aufnahme- und Anknüpfvorgangs bei einer derartigen herkömmlichen Vorrichtung zurückzuführen. Diese Schwierigkeiten sind jedoch zum grossen Teil bereits durch den zusätzlichen Wulstfänger gemäss der vorgenannten USA-Patentschrift Nummer 3 142451 überwunden worden. Das dem vorliegenden Gegenstand zugrundeliegende Problem besteht darin, dass die herkömmlichen Vorrichtungen, wie diejenige gemäss obiger USA-Patentschrift, nicht in der Lage sind, im Gegensatz zu Wülsten mit Mehrfachenden fertig zu werden.
Die vorliegende Vorrichtung 50 dient vorzugsweise sowohl als Zusatz-Wulstfänger als auch als Mehrfachenden-Steuereinrichtung. Dem Fachmann auf dem Gebiet der Spulmaschinen ist es jedoch ohne weiteres ersichtlich, dass die vorliegende Vorrichtung ebenso als Haupt-Wulstfänger der Spulmaschine eingesetzt werden könnte.
Gemäss den Fig. 3-8 besteht die vorliegende Vorrichtung 50 aus einer Grundplatte 52 mit einem Amboss- bzw. Anschlagabschnitt 54, die mit Bohrungen 55 zur Aufnahme von Schrauben 57 versehen ist, welche zur Befestigung der Grundplatte an der Abdeckplatte 10 des Gehäuses 11 (Fig. 1) dienen. Zwei einstückig mit der Grundplatte 52 verbundene, aufrecht abstehende Lappen 56, 58 sind mit Öffnungen zur Aufnahme einer Stummelwelle 60 versehen, die sich über die beiden Lappen 56 und 58 hinaus erstreckt und von zwei Ansätzen 62 und 64 aufgenommen wird, welche von einem Brückenteil 66 abwärts abstehen. Um die Stum melwelle 60 ist eine Feder 68 herumgewickelt, deren eines Ende 70 an der Grundplatte 52 angreift, während ihr anderes Ende 72 am Brückenteil 66 anliegt und letzteren um die als Schwenkpunkt dienende Stummelwelle 60 herum gegen die Grundplatte drängt.
In der Mitte zwischen den Enden des Brückenteils 66 ist eine Gewindebohrung zur Aufnahme einer Einstellschraube 73 mit einer an der Grundplatte 52 angreifenden Lagerfläche 74 vorgesehen. In den Kopf 75 der Einstellschraube sind Skalenmarkierungen 76 eingraviert, die aus noch zu erläuternden Gründen auf eine in den Brückenteil eingravierte Bezugsmarkierung 78 bezogen sind.
An dem dem angelenkten Abschnitt gegenüberliegenden Ende des Brückenteils 66 ist ein Kopfteil 81 von am besten aus Fig. 4 ersichtlicher umgedrehter U-Form ausgebildet. Zwischen die im wesentlichen lotrecht angeordneten Schenkel 84 und 86 des Kopfteils ist eine an ihren Enden in den Schenkeln festgelegte Welle 82 eingesetzt, auf der verdrehbar eine Schneidklinge 80 befestigt ist, welche durch eine Feder 85 aus einer senkrecht zum Amboss 54 stehenden Stellung weggedrängt wird. Am Schenkel 86 ist ein auswärts von am besten aus Fig. 4 ersichtlicher umgedrehter U- gebracht, das zur Verhinderung einer Drehbewegung der Klinge 80 gemäss Fig. 5 entgegen dem Uhrzeigersinn über eine lotrechte bzw. Normalstellung gegenüber dem Amboss 54 hinaus dient.
Ein Teil des Kopfteils 81 bildet ausserdem ein abwärts gerichtetes Führungsglied 90, welches das Garn in das Innere bzw. in den Durchgang der Schneidvorrichtung hineinführt, welcher durch den Amboss 54, die Schneidklinge 80 und einen Führungsstift 92 festgelegt wird. Letzterer ist am Amboss befestigt und steht im wesentlichen lotrecht von diesem ab; er dient dazu, Mehrfach-Garnenden auf noch zu beschreibende Weise unter die Schneidklinge 80 zu führen. Die bei 94 angedeutete Seite des Stifts, über welche die Garnfäden laufen, ist zur besseren Aufnahme des Garns an diesem Stift abgeflacht.
Wie erwähnt, kann die Höhe der Schneidklinge 80 oberhalb des Ambosses 54 mit Hilfe der Einstellschraube 73 geändert werden. Der Schraubenkopf 75 ist vom Gewindeteil 77 getrennt und mit einer Blindbohrung zur Aufnahme des obersten Endes des Teils 77 versehen. Bei 79 angedeutete Stellschrauben verbinden den Kopf 75 mit dem Gewindeteil 77 in jeder gewünschten Drehstellung des Kopfs gegenüber dem Gewindeteil. In der Praxis wird die Schraube 73 gedreht, bis die Klinge 80 eben den Amboss 54 berührt, woraufhin die Stellschraube 79 gelockert und der Kopf 75 so gedreht wird, dass die an ihm vorgesehene Null Markierung mit der Bezugsmarkierung 78 übereinstimmt.
Daraufhin wird die Stellschraube 79 festgezogen und wird die Schraube 73 verdreht, bis zwischen Amboss und Klinge der gewünschte Abstand erreicht ist, der durch die am Schraubenkopf 75 vorgesehenen Skalenmarkierungen 76 bestimmt werden kann. Zur Erläuterung der Vorrichtung kann angenommen werden, dass der Abstand zwischen der Klinge und dem Amboss stets grösser ist als die Dicke eines Garnfadens beträgt, obgleich Versuche gezeigt haben, dass alle Mehrfachenden auch dann entfernt werden können, wenn dieser Abstand bei bis zum Dreifachen des Durchmessers des Fadens liegt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Garn im Durchgangsbereich unterhalb der Schneidklinge 80 aufwärts gezogen wird, während es durch den Übertragsarm 25 zu dem nicht dargestellten Knotapparat gebracht wird.
Der Brückenteil 66 ist gegen die Grundplatte 52 vorbelastet, um eine Verstellung der Einstellschraube 73 und somit der Höhe der Schneidklinge 80 über dem Amboss 54 zu ermöglichen. Infolge dieser Konstruktion vermag sich auch der Kopfteil 81 des Brükkenteils anzuheben, um einen Garnwulst von der Klinge freizubekommen. Wenn der Kopfteil nach einem Frei ziehvorgang wieder in seine Normalstellung zurückgebracht wird, verhindert das Anschlagglied 88 eine Verdrehung der Schneidklinge 80 gemäss Fig. 5 im Uhrzeigersinn über eine lotrechte bzw. Normalstellung gegenüber dem Amboss 54 hinaus.
Wenn das Anschlagglied nicht vorgesehen wäre, könnte sich das Schneidende der Klinge 80 bei der Rückstellung des Brückenteils in seine Normalstellung in einer gemäss Fig. 5 links von der Mitte liegenden Stellung an den Amboss 54 anlegen und nicht in frei verschwenkbare Lage neben den Führungsstift 92 gelangen.
Im Betrieb der vorstehend beschriebenen Vorrichtung arbeiten der Haupt-Wulstfänger 18, der Übertragsarm 25 und die anderen Teile auf herkömmliche und vorher beschriebene Weise, d. h. während des Aufspulvorgangs läuft das Garn Y, wie durch den Pfeil in Fig. 1 angedeutet, von vorn nach hinten durch den Haupt-Wulstfänger 18 hindurch und bei einem Bruch des den Haupt-Wulstfänger durchlaufenden Garns oder bei Erschöpfung einer Vorratsbobine wird der hub er trag-Saugarm 25 eingeschaltet und beginnt seine über einen Kreisbogen erfolgende Bewegung um seine Achse herum zwecks Einleitung des Garnende-Aufnahme- und Anknüpfvorgangs.
Der Arm bewegt sich hierbei über den sich zwischen den Spannscheiben 16 und dem Haupt-Wulstfänger 18 verlaufenden freien Garn-Endabschnitt, wobei zu beachten ist, dass an diesem Zeitpunkt das abgerissene oder durchgetrennte freie Ende dieses Garnabschnitts von dem in Fig. 1 dargestellten Saugschlitz 32 aufgenommen und festgehalten wird.
Während seiner Bewegung über das Garn erfasst das freie Ende des Übertragarms das Garn dicht neben den Spannscheiben 16 und trennt es am Aufnahme bzw. Erfassungspunkt durch Zusammenwirken zwischen der Kurvenplatte 36 und dem die Schneidklinge be tätigenden Fühlerglied 37 durch, während das hierbei gebildete neue freie Garnende erfasst und festgehalten wird. Der den Wulst enthaltende abgetrennte Endab schnitt des Garns wird darauf in den Schlitz 32 hinein gesaugt.
Falls das von der Bobine gelieferte Garn lediglich verbraucht worden ist, ist durch die hierdurch bewirkte
Arbeitsweise des Fühlstifts 17 das Magazin betätigt worden, so dass dieses weitergeschaltet wird und eine neue Bobine in Betriebsstellung bringt, um deren Garn zur Öse 14 zu leiten, von welcher aus das freie Garn ende in der genannten Düse gehalten wird und sich somit quer über die Bewegungsbahn des Übertragarmes erstreckt, so dass es durch letzteren erfasst und von diesem zum Knotapparat überführt werden kann.
Un abhängig davon, ob der Übertragsarm 25 das vorher durch die Wirkung des Haupt-Wulstfängers durchge trennte freie Garnende oder ein von der Reservebobine kommendes neues freies Garnende aufnimmt, wird dieses freie Garnende mithin in jedem Fall durch den Übertragsarm bei dessen Rückbewegung gemäss Fig. 1 um den Haupt-Wulstfänger herum zu dessen rechter
Seite überführt. Bei dieser Vorbeibewegung wird ein beträchtliches Garnstück neben dem freien Ende voll ständig am Haupt-Wulstfänger vorbeigezogen.
Die vorliegende Vorrichtung vermag Wülste wäh rend des Garnende-Aufnahme- und Anknüpfvorgangs zu beseitigen. Ersichtlicherweise wird praktisch der ge samte freie Endabschnitt des Garns infolge der Quer
Bewegungskomponente des Übertragarms in die Vor richtung 50 hineingebracht und in diese hineingezogen.
Ausserdem verursacht der Stift 92 in vorteilhafter Weise, dass die den Durchgang unterhalb der Schneidklinge 80 durchlaufenden Wülste sich aufrecht stellen, d. h. das grösste Querschnittsmass des Wulstes wird quer zum Durchgang zwischen der Unterkante der Schneidklinge 80 und der Oberseite des Ambosses 54 ausgerichtet.
Mit der vorliegenden Vorrichtung wird folglich ein hohes Mass an Zuverlässigkeit bei der Feststellung und Steuerung von im Garn vorhandenen Wülsten erzielt, da diese Wülste in praktisch aufrechter Stellung in den Durchgang am unteren Ende der Schneidklinge 80 eintreten.
Der äusserste freie Endabschnitt des Garns, welcher nicht durch die Vorrichtung 50 hindurchläuft, wird in jedem Fall über den Knotapparat hinausgetragen und bei Betätigung des Knotapparats vom restlichen Teil des Garns abgetrennt, so dass praktisch das gesamte, auf den fertigen Wickel aufzuspulende Garn der Steuerung durch den einen oder anderen Wulstfänger ausgesetzt worden ist. Ersichtlicherweise wird das Garn während der letzten Hälfte der Kreisbogenbewegung des Übertragarms 25 einwärts bzw. quer zur Vorrichtung 50 in den Haupt-Wulstfänger 18 sowie zum Knotapparat verlagert, so dass der Haupt-Wulstfänger nach Beendigung des Anknüpfvorgangs auf übliche Weise auf das Garn einzuwirken vermag.
Obgleich die dargestellte und beschriebene Vorrichtung Wülste oder Schleifen auf ähnliche Weise behandelt wie die herkömmlichen Vorrichtungen, besitzt sie das zusätzliche Merkmal, dass sie Mehrfachenden zu be handeln und zu u entfernen bzw. beseitigen vermag. Wie im Fall der Wulstbeseitigung wird die vorliegende Vorrichtung während des Garnende-Aufnahme- und Anknüpfvorgangs betätigt.
Im folgenden wird nunmehr auf den Fall verwiesen, in welchem der Übertragsarm 25 während seiner Kreisbogenbewegung zwei freie Enden überläuft, wobei die Beschreibung lediglich der Einfachheit halber auf zwei Garnenden gerichtet ist, da auch mehr als zwei Enden vorkommen könnten. Wenn sich der Übertragsarm 25 unter Ergreifung der beiden in den Fig. 6, 7 und 8 bei Y' und Y" angedeuteten freien Garnenden aus der in Fig. 1 gestrichelt eingezeichneten Stellung in die ausgezogen eingezeichnete Stellung und über diese hinaus bewegt, verlaufen diese beiden Garnenden, wie dargestellt, durch die Öse 14, zwischen den Spannscheiben
16 und von diesen durch vorgangs in dieser Lage, in welcher das grösste Querschnittsmass der beiden Garnfäden ersichtlicherweise quer zum Garndurchgang der Vorrichtung 50 verläuft.
Das Garn wird in die durch die Pfeile in den Fig. 6 und 7 angedeutete Richtung gezogen. Der oberste Faden Y' kommt in Berührung mit der Schneidklinge 80, die durch die zwischen ihr und dem Faden erzeugte Reibung um ihren Schwenkpunkt bzw. Welle 82 abwärts in Berührung mit dem Faden gezogen wird und diesen durchtrennt. Infolge des engen Abstands zwischen den Fäden Y" und Y' reichen die zwischen ihnen erzeugten Reibungskräfte aus, auch ein Reissen bzw. einen Bruch des Fadens Y" zu bewirken, so dass die Mehrfachenden beseitigt werden, bevor sie in den Knotapparat hineingelangt sind. Die vom Übertragsarrn 25 erfassten abgetrennten Enden der Fäden Y' und Y" werden in die am freien Ende des Übertragarms vorgesehene Saugdüse hineingesaugt.
Dem Fachmann ist es ersichtlich, dass der Garn Führungsstift zahlreiche andere Formen als die beschriebene besitzen kann. Es soll hier jedoch nicht versucht werden, alle möglichen Abwandlungen zu erläutern, da sie dem Fachmann zur4 grössten Teil mehr oder weniger offensichtlich sind. In Fig. 9 ist jedoch zwecks Veranschaulichung der allgemeinen Richtung, in welcher diese Abwandlungen vorgenommen werden können, eine mehr aus Routine als interessehalber aufgeführte abgewandelte Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Bei der Anordnung gemäss Fig. 9 ist der Garn-Führungsstift 92' abgeschrägt, so dass er sich im Verlauf seiner Aufwärtserstreckung einwärts verjüngt.
Infolge dieser Ausbildung werden die Mehrfachenden bei über den Amboss 54 und unter der Schneidklinge 80 durchlaufendem Garn wie bei der-vorher beschriebenen Ausführungsform der Erfindung in übereinander liegende Lage gebracht und trachten ausser- dem danach, unter der auf das Garn ausgeübten Zugspannung längs der durch die Abschrägung gebildeten Schrägfläche aufwärts zu laufen, um durch die mit dem Amboss 54 zusammenwirkende Schneidklinge 80 abgeschnitten zu werden.
Eine noch weiter abgewandelte Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 10-13 dargestellt. Dieser abgewandelte Zusatz-Wulstfänger 100 besteht aus einer Grundplatte 102 mit einem bei 104 angedeuteten Ambossabschnitt. Die Grundplatte 102 ist mit durchgehenden Bohrungen 106 versehen, die ebenso wie bei der Platte 52 zur Aufnahme von Schrauben zur Befestigung der Vorrichtung an der Abdeckplatte 10 des Gehäuses 11 (Fig. 1) dienen. Zwei aufrecht steherrde, von der Grundplatte 102 nach oben abgebogene Lappen 108, 110 sind mit Öffnungen zur Aufnahme einer Stummelwelle 112 versehen, die sich ihrerseits über die- Lappen 108 und 110 hinauserstreckt und in zwei von einem Brückenteil 116 abwärts abstehende Ansätze 114 eingreift.
Um die Stummelwelle 112 ist eine- Torsions- feder 118 herumgelegt, deren eines Ende an der Grund platte 102 und deren anderes Ende am Brückenteil 116 angreift, so dass letzterer um die als Schwenkpunkt dienende Stummelwelle 112 herum gegen die Grundplatte gedrängt wird.
In der Mitte zwischen den Enden des Brückenteils 116 ist eine Gewindebohrung zur Aufnahme' einer Ein stellschraube 120 vorgesehen, die, ähnlich wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform, eine an der Grundplatte 102 anliegende Lagerfläche aufweist. Der Kopf der Schraube 120 trägt einen erweiterten,- abge schrägten Rand 124 mit in diesen eingravierten Skalenteilstrichen, die auf eine im Brückenteil eingravierte Bezugsmarkierung 126 bezogen sind.
An dem dem angelenkten Abschnitt gegenüberliegenden Ende des Brückenteils 116 ist ein Kopfteil 128 ausgebildet, der, wie am besten aus Fig. 11 hervorgeht, umgekehrte U-Form besitzt. Eine Welle 130 ist mit ihren Enden zwischen die im wesentlichen lotrecht angeordneten Schenkel 132 und 134 des Kopfteils eingesetzt. An der Welle 130 ist eine Schneidklinge 136 drehbar gelagert, die durch eine Feder 138 aus einer senkrecht zum Amboss 104 liegenden Stellung herausgedrückt wird.
Ein abwärtsgebogener Schenkel 140 des Brückenteils 116 erstreckt sich über den Amboss 104, wobei ein Teil dieses Schenkels einen im Amboss ausgebildeten Schlitz 142 durchsetzt. Gemäss Fig. 13 weist der den Schlitz 142 (Fig. 12) durchsetzende Abschnitt des Schenkels 140 eine praktisch lotrecht angeordnete stumpfe Kante bzw. Fläche 144 auf, die am Garn anzugreifen vermag, während dieses durch den durch den Amboss 104, die Schneidklinge 136 und die Fläche 144 selbst festgelegten Durchgang 145 der Schneidvorrichtung hindurchläuft. Am Schenkel 140 ist eine zweite Garn-Berührungsfläche 146 ausgebildet, die unter Neigung von der Fläche 144 aus aufwärts und nach rechts verläuft (Fig. 13).
Die Arbeitsweise des Zusatz-Wulstfängers 100 ist mit Ausnahme der nachstehend beschriebenen Unterschiede in jeder Hinsicht derjenigen der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Erfindung gleich Ein durchlaufender Garnfaden Y3 (Fig. 12) berührt die Fläche 144, während er der durch die Spannscheiben 16 und den Übertragsarm 25 (Fig. 1) überwachten Bewegungsbahn folgt. Die Bewegung des Garnfadens Y3 wird durch eine abwärts herumgezogene Lippe 148 unterstützt, welche ihn in den Durchgang 145- hineinleitet. Die Höhe, bis zu welcher sich die Fläche 144 über die Ambossfläche 104 erstreckt, kann mittels der Schraube 120 eingestellt werden, welche auf ähnliche Weise den Abstand zwischen der Schneidklinge 136 und dem Amboss 104 einstellt.
Die Höhe der Fläche 144 über dem Amboss 104 wird vorzugsweise so ausgewählt, dass sie etwas grösser ist als der mittlere Durchmesser des aufzuspulenden Garns, d. h. das Eineinhalbfache dieses Durchmessers ist zufriedenstellend. Die Schneidklinge 1-36 und die Fläche 144 sind vorrichtungsfest. Durch Drehen der Schraube kann der Abstand von der Oberseite der Fläche 144 zum Amboss 104 eingestellt werden. Die Schneidklinge 13-6 und die Fläche 146 sind derart relativ zueinander angeordnet, dass Wülste- oder andere Unregelmässigkeiten vorbestimmter Grösse- an der Schneidklinge angreifen und somit ein Durchtrennen des- Garns zur Folge haben.
Wenn das Garn den Durchgang 145 durchläuft, wird es folglich gegen die Fläche 144 gezogen. Wenn sich im Garn- gemäss Fig. 12 mehrere Enden ausbilden, wird der Faden bzw. werden die Fäden Y, welche diese zusätzlich zu dem normalerweise vorhandenen einzigen Garnende vorhandenen Enden bilden, in Berührung mit der Schrägfläche 1-46 gebracht. Während sich der Garnfaden Y4 an der Schrägfläche 146 aufwärts verschiebt, kommt er in Berührung mit der Schneidkante der Schneidklinge 136, welche infolge der zwischerr ihre und dem Faden erzeugten Reibung um ihre Wilty 1 : 30 : herum abwärts in Eingriff mit dem Faden gezogen wird und letzteren durchtrennt.
Infolge des engen Abstands zwischen den läden Y3 und Y4 reichen die zwischen ihnen erzeugten Reibungskräfte aus, den Faden Y3 ebenfalls abreissen zu lassen, so dass die Mehrfachenden beseitigt werden, bevor sie den Knotapparat erreichen. Wie in Verbindung mit der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Erfindung erläutert, werden die bereits vorher vom Übertragsarm 25 erfassten Überschussenden Y 3und Y4 in die am freien Ende dieses Arms ausgebildete Saugdüse hineingezogen.