CH454895A - Verfahren zur Herstellung von N,N-aliphatisch disubstituierten 5-Dialkylsulfamyl-anthranilsäureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N,N-aliphatisch disubstituierten 5-Dialkylsulfamyl-anthranilsäureamiden

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CH454895A
CH454895A CH1240766A CH1240766A CH454895A CH 454895 A CH454895 A CH 454895A CH 1240766 A CH1240766 A CH 1240766A CH 1240766 A CH1240766 A CH 1240766A CH 454895 A CH454895 A CH 454895A
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CH
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lower alkyl
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dimethylsulfamyl
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acid
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CH1240766A
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Paul Dr Schmidt
Arnoldo Dr Rossi Albert Pietro
Kurt Dr Eichenberger
Max Dr Wilhelm
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von N,   N-aliphatisch disubstituierten 5-Dialkylsulfamyl-    anthranilsäureamiden
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von N,   N-aliphatisch    disubstituierten   5-Dialkylsulfamyl-anthranilsäureamiden mit un-      substitiuerter    2-Aminogruppe und gegebenenfalls weiteren Substituenten am aromatischen Ring und   gegebenen-    falls ihrer Salze sowie die Verwendung der genannten   2-Aminoverbindungen    zur Herstellung ihrer 2-Acyl  arninoderivate.   



   Substituenten der Carbamylgruppe sind insbesondere ein-oder zweiwertige niedere aliphatische   Kohlenwasser-      stoffreste,    die auch durch Heteroatome, wie   Sauerstoff-,      Stickstaff- ader Schwefelatome, unterbrochen und/oder    durch funktionelle Gruppen, wie   Hydroxy-oder    Aminogruppen, substituiert sein können. Als einwertige   Koh-    lenwasserstoffreste dieser Art seien beispielsweise ge  nannt    : niederes Alkyl, wie Methyl, Athyl,   n-Propyl,    Isopropyl, gerades oder verzweigtes, in beliebiger Stellung gebundenes Butyl, Pentyl, Hexyl oder Heptyl, niederes Alkenyl, wie Allyl oder Methallyl. Entsprechende, durch die genannten Heteroatome unterbrochene Reste sind z.

   B : niederes   Alkoxyalkyl, Alkylmercaptoalkyl    oder Mono-oder Dialkylaminoalkyl, wie 2-Methoxy-äthyl, 2-Äthoxy-äthyl, 3-Methoxypropyl, 2-Methyl-mercapto äthyl, oder Dimethyl-, Methyl-äthyl-oder Diäthylamino äthyl   oder-propyl    ; durch funktionelle Gruppen substi  tuierte Reste    sind z. B : niederes   Hydroxy-oder    Aminoalkyl, wie   2-Hydroxy-oder-Amino-äthyl    oder-propyl.



     Far    zweiwertige aliphatische Reste der genannten Art stehen beispielsweise : niederes Alkylen, wie Butylen (1, 4),   Pentylen- (1,    5),   Hexylen- (1,    5), Hexylen- (1, 6) oder Heptylen-(2, 6), oder niederes Oxa-,   Aza-oder    Thiaalkylen, wie   3-Oxa-,      3-Aza-oder      3-Thiapentylen- (1,    5)   oder-hexylen- (1, 6),    3-Methyl-, 3-Athyl-oder   3-Propyl-      3-aza-pentylen- (1,    5) oder-hexylen   (1,    6), oder 4-Methyl4-aza-hepthylen-(2, 6), oder durch funktionelle Gruppen substituierte Reste dieser Art, wie   3-(ss-Hydroxyäthyl)-    3-aza-pentylen-   (1,    5).



   Die in 5-Stellung der neuen Verbindungen befindliche   Dialkylsulfamylgruppe    enthält z. B. die oben ge  nannten niederen Alkylgruppen. Die    in   2-Stellung    vorhandene Aminogruppe kann auch durch einen Acylrest substituiert sein. Als Acylreste seien insbesondere Reste aliphatischer, araliphatischer, aromatischer Carbonsäuren genannt,   z.    B.   Carbalkoxyreste,    wie   Methoxy-oder      Äthoxycarbonyl oder Fettsäurereste, wie Niederalkanoyl-    reste, z. B. Acetyl, Propionyl, Butyryl, Pivalyl, Valeroyl,   Caproyl,      Onanthoyl,    Lauroyl oder   Phenylniederalkanoyl-    reste, wie   Phonylacetyl    oder Benzoyl.

   In den   angeführ-    ten Acylresten können Ringe aromatischen Charakters noch z.   B.    durch Niederalkyl   oder-alkoxy,    Halogen oder Trifluormethyl substituiert sein.



   Die neuen Verbindungen können, wie gesagt, am aromatischen Ring, d. h. in 3-,   4-und/oder 6-Stellung,    substituiert sein. Als Substituenten für diese Stellungen kommen   insbesondere Halogen-,    wie Fluor-oder   Chlor-    atome,   Trifluor. methyl-oder Niederalkylgruppen,    z. B. die genannten, oder   Niederalkoxygruppen,    wie Methoxy-, Athoxy-,   Propoxy-oder      Butoxygruppen,    in Frage.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle   pharma-      kologische,    insbesondere   antiinflammatoriscbe    und antiallergische Eigenschaften. Sa unterdrücken sie z. B. an Ratte, Meerschweinchen und Kaninchen entzündliche Prozesse und allergische Reaktionen. Sie können dementsprechend als   Antiphlogistika    und Antiallergika verwendet werden. Ferner besitzen sie, z. B. im Tierversuch an der Ratte, eine blutdrucksenkende Wirkung und können als   Hypotensiva    verwendet werden. Sie sind auch wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung weiterer,   insbesondere pharmakologisch anwendbarer Stoffe.   



   Besonders wertvoll sind Verbindungen der Formel
EMI1.1     
 worin Ri und   R2    für Niederalkyl,   R3    insbesondere für Wasserstoff, aber auch für Niederalkyl, Chlor oder Trifluormethyl,   R4    und   Ra    für Niederalkyl oder zusammen auch für   Niederalkylen,      Monooxa-,-aza-oder-thia-nie-    deralkylen und R, für Wasserstoff oder einen Acylrest einer aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Carbonsäure mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen steht.



  Speziell erwähnt seien Verbindungen der Formel
EMI2.1     
 worin   Rt    und   R2    niedere Alkylreste, R3 einen niederen Alkylrest, ein Chloratom, eine Trifluormethylgruppe oder insbesondere ein Wasserstoffatom und R, ein Was  serstoffatom,    einen niederen Alkylrest oder   einen niede-    ren Hydroxyalkylrest bedeutet, und ganz besonders das   5-(Dimethylsulfamyl)-anthranilsäure-    (N'-methyl-piperazid) und das   5-(Dimethylsulfamyl)-anthranilsäure-[N'-      (ss-hydroxyäthyl)-piperazid].   



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man in einem entsprechenden N, N-aliphatisch   di-    substituierten   2-X-5-Dialkylsulfamyl-benzoesäureamid,    worin X einen durch Reduktion in die Aminogruppe   iiberfiihrbaren    Rest bedeutet, diesen reduziert.



   Ein durch Reduktion in die Aminogruppe überführbarer Substituent ist z. B. die Nitro-oder eine Azogruppe. Die Bildung der 2-Aminogruppe aus solchen Resten erfolgt nach bekannten Methoden. Die Reduktion kann z.   B. durch nascierenden Wasserstoff    (z. B. mit Eisen und Salzsäure oder mit   Aluminiumamalgam)    oder mit katalytisch erregtem Wasserstoff, wie Wasserstoff in Gegenwart von Patin-, Nickel-oder Palladiumkatalysatoren erfolgen.



   In den erhaltenen Verbindungen können nach bekannten Methoden weitere   Substituenten feingeführt oder    vorhandene abgewandelt oder abgespalten werden. So können erhaltene   2-Aminoverbindungen    z. B. durch Umsetzen mit reaktionsfähigen funktionellen Derivaten von Carbonsäuren, wie Anhydriden oder Halogeniden, acyliert werden.



   Die genannten Reaktionen kann man in üblicher Weise in An-oder Abwesenheit von Lösungs-oder Ver  dünnungsmitteln,    sauren oder basischen   Kondensations-    mitteln   und/oder    Katalysatoren bei   erniedrigter, gewöhn-    licher oder erhöhter Temperatur, gegebenenfalls im ge  schlossenen      Gefäss    unter erhöhtem Druck   und/oder    unter einer   Inertgasatmosphäredurchführen.   



   Je nach den Verfahrensbedingungen und   Ausgangs-    stoffen erhält man die Endstoffe in freier Form oder in Form ihrer Salze. So können beispielsweise basische, neutrale, saure oder gemischte Salze, gegebenenfalls auch Hemi-,   Mono-,    Sesqui-oder   Polyhydrate    davon erhalten werden. Die Salze der Endstoffe können in an sich   be-    kannter Weise, z. B. mit Alkalien oder Ionenaustauschern, in die freien Basen übergeführt werden. Von den letzteren lassen sich durch Umsetzung mit organischen oder anorganischen Säuren, insbesondere solchen, die zur Bildung therapeutisch verwendbarer Salze geeignet sind, Salze gewinnen.

   Als solche Säuren seien beispielsweise genannt :   Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäu-    ren, Phosphorsäuren, Salpetersäure, Perchlorsäure ; ali  phatische,    alicyclische, aromatische oder heterocyclische   Carbon-oder    Sulfonsäuren, wie   Ameisen-,      Essig-,      Prop-    ion,-   Bernstein-,    Glykol-, Milch-, Apfel-, Wein-, Zitronen-,   Ascorbin-,    Malein-,   Hydroxymalein-oder    Brenz  traubensäure    ;

     Phenylessig-,      Benzoe-,      p-Amino-benzoe-,      Anthranil-,p-Hydroxy-benzoe-,Salicyl-,    p-Aminosalicyl-oder Embonsäure, Methansulfon-, Äthansulfon,   Hydroxyäthansulfon-, Athylensulfonsäure    ; Halogen  benzolsulfon-,      Toluolsulfon-,    Naphthalinsulfonsäuren oder Sulfanilsäure ; Methionin-Trypthophan, Lysin oder Arginin.



   Diese oder andere Salze der neuen Verbindungen, wie z. B. die Pikrate, können auch zur Reinigung der er  haltenen    Basen dienen, indem man die Basen in Salze   überführt,'diese abtrennt    und aus den Salzen wiederum die Basen   freimacht.   



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder, falls sie neu sind, lassen sie sich nach an sich bekannten Methoden herstellen. Beispielsweise kann man sie zum Teil nach den oben beschriebenen Verfahren unter sinngemässer Abänderung der Arbeitsweise oder der Wahl der Aus  gangsstoffe    gewinnen.



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie ader ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder topicale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder   anorgani-      schen,    festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten. Die neuen Verbindungen können auch   in der Veterinärmedi-    zin, z. B. in einer der oben genannten Formen oder in Form von Zusatzmitteln für   Tierfutter,    verwendet werden.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



      Beispiel I   
Eine Lösung von 57, 3 g   5-(Dimethylsulfamyl)-2-      nitro-benzoesäure-(N'-methyl-piperazid) in    2500 ml   Athanol    wird in   Gegenwart von 20 g Nickelkatalysator      (Rupe-Nickel)    so lange in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, bis die theoretische Menge Wasserstoff verbraucht ist. Man filtriert dann vom Katalysator ab, dampft das Filtrat auf ein Volumen von 150 ml ein und versetzt dieses mit   Petroläther.    Hierbei fällt das 5- (Di  nethylsulfamyl)-anthranilsäure-(N'-methyl-piperazid) der    Formel
EMI2.2     
 in Form weisser Kristalle vom F. 151-152  aus.

   Durch Umsetzen desselben mit alkoholischer Salzsäure erhält man das Monohydrochlorid vom F.   280-282 .   



   Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden :
Zu einer auf 10  abgekühlten Lösung von 80 g   N-Methyl-piperazin    in 800 ml absolutem Dioxan fügt man tropfenweise unter Rühren eine Lösung von 109 g 5-   (Dimethylsulf amyl)-2-nitro-benzoesäurechlorid. in    300 ml absolutem Dioxan zu. Man rährt das Reaktionsgemisch 5 Stunden bei Zimmertemperatur weiter, versetzt es hierauf mit Wasser und gesättigter Sodalosung und extrahiert es mit Chloroform. Die mit Wasser gewaschene organische Phase wird mit Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der feste Rückstand wird aus Athanol-Petroläther umkristallisiert, und man erhält das   5- (Dimethylsulfamyl)-2-nitro-benzoe-    säure-(N'-methyl-piperazid) vom F. 170-172 .



   Beispiel 2
Eine Lösung von   10 g 5-(Dimethylsulfamyl)-2-nitro-    benzoesäure-[N'-(ss-hydroxyäthyl)-piperazid] in 100 ml Athanol wird in Gegenwart von 1 g Nickelkatalysator   (Rupe-Nickel)    hydriert. Nach dem Verbrauch der theoretischen Menge Wasserstoff wird die Lösung vom Kata  lysator    abfiltriert und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Nach dem Umkristallisieren des Rückstandes aus   Athanol-Petroläther erhält    man das   5- (Dimethyl-    sulfamyl)-anthranilsäure-[N'-(ss-hydroxyäthyl)-piperazid] der Formel
EMI3.1     
 als farblose Kristalle vom F.   98-100 .    Das   Monohydro-    chlorid schmilzt bei 245-247 .



   Das Ausgangsmaterial kann folgendermassen hergestellt werden :
Zu einer auf   0  abgekühlten Lösung von    9 g   N- (13-      Hydroxyäthyl)-piperazin    in 100 ml Toluol gibt man tropfenweise unter gutem Rühren eine Lösung von 10 g 5-(Dimethylsulfamyl)-2-nitro-benzoesäurechlorid in 50 ml Toluol. Nachdem man 3 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt hat, filtriert man die ausgeschiedene Substanz ab, verrührt sie mit verdünnter Sodalösung und filtriert sie neuerlich ab. Nach dem Trocknen kristallisiert man dieselbe aus   Athanol    und erhält das 5- (Dimeth  ylsulfamyl)-2-nitro-benzoesäure- [N'- (ss-hydroxyäthyl)-      piperazid]    vom F.   138-139 .   



   Beispiel 3
14, 7 g   5- (Diäthylsulfamyl)-2-nitro-benzoesäure- (N'-      methyl-piperazid)    werden in 500   ml      Athanol    gelöst und in Gegenwart von 1 g   Palladium-Kohle bis    zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme hydriert.

   Man filtriert dann vom Katalysator ab, dampft im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus   Athanol-Petroläther.    Das so erhaltene   5- (Diäthylsulfamyl)-anthranilsäure- (N'meth-    ylpiperazid) der Formel
EMI3.2     
 schmilzt bei   144-145 .    Das Hydrochlorid schmilzt bei   265 .    Das als   Ausgangsmaterial verwendete 5- (Diäthyl-    sulfamyl)-2-nitro-benzoesäure- (N'-methylpiperazid) kann   folgendermassen    hergestellt werden :
74   g      5- (Chlorsulfonyl)-2-nitro-benzoesäure    werden portionenweise unter Rühren in eine Lösung von 280 ml Diäthylamin in 700 ml Wasser eingetragen.

   Man rührt am Schluss noch während 4 Stunden, fügt dann Aktivkohle hinzu, filtriert ab und säuert unter Eiskühlung mit konzentrierter Salzsäure an. Die ausgeschiedene Substanz wird nach dem Trocknen aus Essigester oder Benzol umkristallisiert und schmilzt bei   141-142 .    35 g der so erhaltenen   5- (Diäthylsulfamyl)-2-nitro-benzoesäure    werden durch 3stündiges Kochen mit   300    ml Thionylchlorid, Eindampfen und Umkristallisieren aus   Benzol-Petrol-    äther in das 5-(Diäthylsulfamyl)-2-nitro-benzoylchlorid vom F.   69-70     übergeführt.

   Eine Lösung von 15 g dieses Säurechlorids in 30 ml absolutem Dioxan wird in eine auf   10  ab,gekiihlte Lösung    von 8 g   N-Methyl-piperazin    in 100 ml absolutem Dioxan unter Rühren eingetragen.



  Man rührt noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur, versetzt dann mit Wasser und Sodalösung, extrahiert mit Chloroform, wäscht die   Chloroformlöaung    mit Wasser und dampft nach dem Trocknen über Magnesiumsulfat im Vakuum ein. Der Rückstand wird aus Äthanol-Petrol äther umkristallisiert. Man erhalt so das   5-(Diäthylsulf-    amyl)-2-nitro-benzoesäure-(N'-methyl-piperazid), F.   95     bis   96 .   



   Beispiel 4
Eine Lösung von 8   g      5- (Dimethylsulfamyl)-2-nitro-      benzoesäure-(N'-äthyl-piperazid)    in 200 ml Athanol wird in Gegenwart von 1 g   Palladium-Kohle    (10    /o)    mit Was  serstoff    hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme filtriert man vom Katalysator ab, dampft die Lösung im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus   Athanol-Petroläther,    wobei das   5- (Dimethylsulfamyl)-      anthranilsäure-(N'-äthyl-piperazid)    der Formel
EMI3.3     
 als weisse Kristalle vom F.   150-151  erhalten    wird. Das Hydrochlorid schmilzt bei 266-267 .



   Das in diesem Beispiel als Ausgangsmaterial beschriebene   5- (Dimethylsulfamyl)-2-nitro-benzoesäure-      (N'-äthyl-piperazid)    vom F. 150-151  kann durch Umsetzung von   5-(Dimethylsulfamyl)-2-nitro-benzoylchlorid    mit N-Athylpiperazin in absolutem Dioxan in Gegenwart von Triäthylamin gewonnen werden.



   Beispiel   S   
Eine Lösung von 10 g 5-(Dimethylsulfamyl)-anthranilsäure-(N'-methyl-piperazid) und 3 ml absolutem Pyridin in 100 ml absolutem Dioxan wird auf   15     abgekühlt und tropfenweise mit einer Lösung von 2, 65 g Acetylchlorid in 50 ml absolutem Dioxan versetzt. Man rührt 1 Stunde bei Zimmertemperatur und   1    Stunde bei   50 .    Man dampft dann die   Reaktionssuspension    im Va  kuum    ein. Der Rückstand wird in Wasser gelöst, mit  Natriumhydrogencarbonat neutralisiert und mit Chloroform extrahiert.

   Der   Chloroformrückstand    liefert nach dem Umkristallisieren aus   Athanol-Petroläther    das 5- (Di  methylsulfamyl)-2-acetylamino-benzoesäure-    (N'-methylpiperazid) der Formel
EMI4.1     
 als weisse Kristalle vom F. 191-193 .



   Beispiel 6
Eine Lösung von 10 g   5-(Dimethylsulfamyl)-anthra-    nilsäure-(N'-methyl-piperazid) und 3 ml absolutem Pyr  idin    in 100 ml absolutem Dioxan wird auf   15  abge-    kühlt und tropfenweise mit einer Lösung von 6 g   pChlorbenzoylchlorid    in 50 ml absolutem Dioxan versetzt. Man rührt   1    Stunde bei Zimmertemperatur und 1 Stunde   bei 50 . Nach dem Abkühlen filtriert    man ab, extrahiert die feste Substanz mit Chloroform in   Gegen-    wart von 2 n Natronlauge. Nach dem Trocknen der Chloroformlösung   üb & rMagnesiumsulfatund    Abdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand aus Äthanol Methylenchlorid umkristallisiert.

   Man erhält so das   5-(Dimethylsulfamyl)-2-(p-chlor-benzoylamino)-benzoe- säure-(N'-methyl-piperazid) der Formel   
EMI4.2     
 als weisse Kristalle vom F.   235-237 .   



   Beispiel 7
Eine Lösung von 7,19 g 5-(Dimethylsulfamyl)-2nitro-benzoesäure-morpholid in 300 ml Äthanol wird in Gegenwart von 0, 5 g   Palladium-Kohle      (10  /o)    bis zur Beendigung der   Wassersboffaufnahme    hydriert. Man filtriert vom Katalysator ab, dampft im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus   Äthanol-Petrolathcr.   



  Man erhält so das 5-(Dimethylsulfamyl)-anthranilsäure  morpholid    der Formel
EMI4.3     
 als weisse Kristalle vom F.   163-165 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   5-(Dimethyl-      sulfamyl)-2-nitro-benzoesäure-morpholid vom    F.   204     bis   205'kan-n    durch Umsetzung von 5-(Dimethylsul  famyl)-2-nitrobenzoylchlorid    mit Morpholin in absolutem Dioxan erhalten werden.



   Beispiel 8
10, 5 g   5- (Dimethylsulfamyl)-2-nitro-benzoesäure-      piperidid    werden in 100 ml Dimethylformamid gelöst und in Gegenwart von 0, 5 g   Palladium-Kohle      (10  /o)    mit Wasserstoff hydriert. Nach Beendigung der Wasserstoffaufnahme filtriert man vom Katalysator ab, dampft im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus Alko  hol-Petroläther.    Man erhält so das 5- (Dimethylsulfamyl)  anthranilsäure-piperidid    der Formel
EMI4.4     
 als weisse Kristalle vom   F.    153-154 .



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 5- (Dimethyl  sulfamyl)-2-nitro-benzoesäurepiperidid    vom F.   177     bis 179  kann durch Umsetzung von   2-Nitro-5-(dimethyl-    sulfamyl)-benzoylchlorid mit Piperidin in absolutem Dioxan erhalten werden.



   Beispiel 9
Eine Lösung von 10, 2 g 5-(Dimethylsulfamyl)-2  nitro-benzoesäure-diäthylamid in    300 ml absolutem Athanol wird in Gegenwart von   1    g   Palladium-Kohle      (10 O/o)    bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme hydriert. Man filtriert dann vom Katalysator ab, dampft die Lösung im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus   Athanol-Petroläther.    Man erhält so   5- (Di-    methylsulfamyl)-anthranilsäurediäthylamid der Formel
EMI4.5     
 als weisse Kristalle vom F.   125-127 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   5- (Dimethyl-    sulfamyl)-2nitro-benzoesäure-diäthylami vom F.   138     bis   140  kann. durch Umsetzung    von 5-(Dimethylsulf  amyl)-2-nitro-benzoylchlorid    mit   Diäthylamin in absolu-    tem Dioxan gewonnen werden.



   Beispiel 10
Eine Lösung von 11, 5 g   2-Nitro-5-(dimethy]sulf-      amyl)-benzoesäure-    [N-äthyl-N-(ss-dimethylamino-äthyl)amid]-hydrochlorid in   100    ml Athanol und 50 ml Wasser wird in Gegenwart von 0, 5 Palladium-Kohle (10%) mit Wasserstoff hydriert. Nach Beendigung der Wasser stoffaufnahme wird die Lösung filtriert, eingedampft und der Rückstand in Wasser aufgenommen. Man stellt mit Ammoniak alkalisch, extrahiert mit Methylenchlorid und dampft im Vakuum ein. Der ölige Rückstand wird beim Stehen fest. Er wird aus   Alkohol-Petroläther umkristal-    lisert. Man erhält   soldas 5-(Dimethylsulfamyl)-anthranil-    säure-[N-äthyl-N-(ss-dimethylamino-äthyl)-amid] der Formel
EMI5.1     
 als Kristalle vom F.   137-138 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-Nitro-5-(dimethylsulfamyl)-benzoesäure-   [N-äthyl-N-      (ss-dimethyl-      ambino-äthyl)-amid]-hydrochlorid vom    F.   198-200  kann    durch Umsetzung des 5-(Dimethylsulfamyl)-2nitro  benzoylchlorids mit N-Athyl-G-dimethylamino-äthyl)-    amin in absolutem Dioxan und Behandlung des entstandenen basischen Oles mit alkoholischer Salzsäure hergestellt werden.



   Beispiel 11
Eine Lösung von 6, 5 g   5- (Dimethylsulfamyl)-2-nitro-      benzoesäure-tdi- (hydroxy-äthyl)-amid]    in 80 ml Dimethylformamid wird in Gegenwart von 0, 5 g Palladium Kohle   (10 I/o)    bei 40  und Normaldruck bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme hydriert. Man filtriert dann vom Katalysator ab und dampft im Vakuum ein.



  Der Rückstand wird aus   Äthanol-Petroläther      umkristalli-    siert, wobei man das   5-(Dimethylsulfamyl)-anthranil-    säure-[di-(ss-hydroxyäthyl)-amid] der Formel
EMI5.2     
 als farblose Kristalle von F.   126-127     erhält.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 5-(Dimethyl  sulfamyl)-2-nitro-benzoesäure-[di-(ss-hydroxyäthyl)-amid]    wird durch Umsetzung von 5-(Dimethylsulfamyl)-2  nitro-benzoylchlorid    mit Diäthanolamin in Dioxan erhalten und schmilzt nach Umkristallisation aus Alkohol  Petroläther    bei   140-141 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von N, N-aliphatisch disubstituierten 5-DiaLkylsulfamyl-anthranilsäureamiden, die gegebenenfalls am aromatischen Ring weitere Substituenten enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem entsprechenden N, N-aliphatisch disubstituierten 2-X-5-Dialkylsulfamyl-benzoesäureamid, worin X einen durch Reduktion in die Aminogruppe überführbaren Rest bedeutet, diesen reduziert.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von solchen Ausgangsstoffen ausgeht, worin X die Nitrogruppe oder eine Azogruppe bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI5.3 ausgeht, worin R, und R2 für Niederalkyl, R3 für Was serstoff, Niederalkyl, Chlor oder Trifluormethyl, R4 und R5 für Niederalkyl oder zusammen auch für Nieder- alkylen, Monooxa-, aza-oder-thianiederalkylen steht.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI5.4 ausgeht, worin Rt und R2 niedere Alkylreste, Rg das Wasserstoffatom, einen niederen Alkylrest, das Chloratom oder die Trifluormethylgruppe, R, das Wasserstoffatom, einen niederen Alkylrest oder einen niederen Hydroxyalkylrest bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindun, der Formel EMI5.5 ausgeht.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel EMI6.1 ausgeht.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen, die eine freie 2-Aminogruppe enthalten, in die entsprechenden Salze ze überführt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, dass man erhaltene Salze in die freien Verbindungen überführt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen zur Herstellung der entsprechenden 2-Acylaminoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen Verbindungen die freie 2-Aminogruppe acyliert.
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