CH456631A - Verfahren zur Herstellung von substituierten Hydrazinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Hydrazinverbindungen

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CH456631A
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acid
hydrazine
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hydrogenated
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CH513168A
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English (en)
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Jaunin Roland Dr Prof
Paul Dr Zeller
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C243/00Compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes
    • C07C243/10Hydrazines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C241/00Preparation of compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von substituierten Hydrazinverbindungen
Die vorliegende   Erfirdimg    betrifft ein Verfahren zur   Herstellrng      von    neuen substituierten Hydrazinverbindungen der Formel
EMI1.1     
 in der X eine niedere Alkylgruppe bedeutet.



   Die mit X bezeichnete niedere Alkylgrupple kann bis zu 7   Kohlenstoffatome    enthalten. Vorzugsweise stellt X die Äthyl, oder Isopropylgruppe dar.



   Bevorzugte Vertreter dieser Verbindungsklasse sind demnach das    l-(p-Athoxycarbon. yl, amino-benzyl)-2-methyl-    hydrazin und das
1-(p-Isopropoxycarbonylamino-benzyl)-2-methylhydrazin.



   Die Verbindungen. der Formel I werden erfindungsgemäss dadurch hergestellt, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 hydriert.



   Die Hydrazinverbindungen der Formel I können in Salze übergeführt werden.



   Die Ausgangsverbindungen der Formel II lassen sich beispielsweise wie folgt   herstellen:   
Das wie vorstehend beschrieben erhältliche p-Alk  oxycarbonylaminobenzyichlorid    wird nach Sommelet in den entsprechenden Aldehyd übergeführt. Dieser wird mit wasserfreiem Methylhydrazin zu dem gewünschten 1-(p- Alkoxycarbonylamino-benzyliden)-2-methylhydrazin der Formell II umgesetzt.



   Man kann die Hydrazone der Formel II in an sich bekannter Weise durch Hydrierung, zweckmässig in Gegenwart von Edelmetallkatalysatioren wie Platinoxyd oder Palladiumschwarz, vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, wie Methyl- oder Äthylalkohol in die gewünschten Endprodukte überführen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen substituierten   Hydrazinver'bindungen      der    Formel I bilden Salze, sowohl mit anorganischen als auch mit organischen Säuren, z. B. mit Halogenwasserstoffsäuren, wie Chlor  wasserstoffsäure,    mit   anderen    Mineralsäuren, wie Schwefelsäure oder Phosphorsäure, als auch mit orga  nischen    Säuren, wie z. B. Weinsäure, Citronensäure, Oxalsäure, Kampfersulfosäure, Salicylsäure, Ascorbinsäure, Maleinsäure, Mandelsäure usw. Bevorzugte Salze sind die Hydrohalogenide, insbesondere die Hydrochloride. Die Säureadditionssalze werden vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel durch Be  handeln    der freien Base mit der entsprechenden Säure   hergestellt.   



   Die erfindungsgemäss   erhältlichen    substituierten Hydrazinverbindungen sowie deren   Säureadditionssalze    sind   cytostatisch    wirksam. Sie hemmen das Wachstum von   transplantabien    Tumoren bei Mäusen und Ratten.



  Insbesondere hat sich das   l-(p-Athoxyzarbonyl, amino-    benzyl)-2-methyl-hydrazin sowie das 1-(p-Isopropoxycarbonylmino-benzyl)-2-methyl-hydrazin bei dem Walker-Carcinosarkom der Ratte als wirksam erwiesen.



   Die   Hydrazinderivate    können deshalb als Heilmittel in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche die Wirkstoffe und ihre Salze in   Mischung    mit einem für die enterale oder parenterale Applikation   geeigneten      pharmazeutischen,    organischen oder   anorganischen    inerten Träger enthalten. Die phar  mazentischen    Präparate können in fester Form oder in flüssiger Form vorliegen. Gegebenenfalls können sie auch noch   andere    therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.



   Beispiel 1
6,2 g 1-(p-Methoxycarbonylamino-benzyliden)2-methylhydrazin werden in 50 ml abs. Methanol suspendiert und nach Zugabe von 1 g 5 %iger Palladiumkohle unter   Normalbedingungen    in einer Wasser    stoffatmosphäre    geschüttelt. Die   Hydrierung    kommt nach 1-2 Stunden nach Aufnahme der theoretischen Wasserstoffmenge zum Stillstand. Der Katalysator wird unter Stickstoffbegasung abfiltriert. Das Filtrat wird mit einem geringen   Überschuss      einer      1 n      methylalko-    holischen Chlorwasserstofflösung und anschliessend, um die Kristallisation zu förder, mit 80 ml abs. Äther versetzt.

   Das sich abscheidende 1-(p-Methoxycarbonylamino-benzyl)-2-methyl-hydrazin-hydrochlorid wird nach   einstündigem      Stehen    in der Kälte unter Luft und Feuchtigkeitsausschluss abfiltriert und mit abs. Äther gewaschen. Die farblose, sich in feuchter Luft gelb verfärbende Verbindung schmilzt bei   185-187  C    unter   Zersetzung.    Der Schmelzpunkt bleibt auch nach erneutem Umkristallisieren der Verbindung aus Methanol/ Äther unverändert.



   Das im Beispiel 1 eingesetzte   Ausgangsprodukt    kann wie folgt hergestellt werden:
195 g p-Methoxycarbonylamino-benzoesäure werden in 3000 ml abs. Benzol suspendiert, mit 86 ml Thionylcholorid und anschliessend mit 8 ml Dimethylformamid versetzt. Das   Reaktionsgemisch    wird 1 Stunde unter Rückflussbedingungen erhitzt. Es bildet sich eine fast klare Lösung, die   heiss    filtriert und nach dem Erkalten mit wenig Petroläther (Siedebereich   30-50     C) versetzt wird. Das sich in der Kälte kristal  lin abscheidende p-Methoxycarbonyiaminobenzoyl -    chlorid wird isoliert, mit   Petroläther    gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Säurechlorid schmilzt bei 157-159  C.



   42,7 g p-Methoxycarbonylamino-benzoylchlorid   werden    in 600 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst, bei   5-10     C mit einer Suspension, von 11,4 g Lithiumaluminiumhydrid in 300 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran versetzt und 2 bis 3 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend auf   0-5  C    gekühlt und sehr vorsichtig mit 500 ml Wasser und danach mit einem geringen   Über-    schuss Salzsäure versetzt. Die nach   Abdestillieren    des Tetrahydrofurans   zurückbleibende    wässerige Lösung wird mit Chloroform extrahiert. Der Extrakt wird zur Trockene verdampft.

   Der zurückbleibende p-Methoxy  carbonylamino-benzylalkohol-ein    allmählich kristallisierendes   Öl - wird    in 200 ml Chloroform aufgenommen und nach Zugabe von 10,5 ml Thinoylchlorid 2 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt. Danach wird das Reaktionsgemisch unter   vermindertem    Druck eingedampft. Der Rückstand wird,   um    das überschüssige Thionylchlorid vollständig zu entfernen, mehrmals in Benzol gelöst und wieder   eingedampft.    Anschliessend wird der Rückstand in 1000 ml siedendem n-Heptan aufgenommen, von   unlöslichen    Anteilen getrennt und gekühlt. Das sich kristallin abscheidende farblose   p-Methoxycarbonyiamino-benzylchlorid    schmilzt bei   117-119     C unter Zersetzung.



   13 g p-Methoxycarbonylamino-benzylchlorid werden mit 10 g Hexamethylentetramin in 60 ml Chloroform gelöst und 5 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt. Das sich nach und nach abscheidende Reaktionsprodukt wird nach dem Erkalten mit 150   mi    Äther versetzt, filtriert, mit abs. Äther gewaschen und   nach    Zugabe von 50   ml    50   Obiger    Essigsäure durch einstündiges Erhitzen unter Rückflussbedingungen hydrolytisch gespalten. Der sich beim Erkalten kristallin abscheidende p-Methoxycarbonylamino-benzaldehyd wird nach längerem Stehen in der Kälte abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Der Aldehyd schmilzt bei 156  157O    C. Der Schmelzpunkt bleibt nach Umkristallisieren dieser Verbindung aus Methanol   unverändert.   



   8 g p-Methoxycarbonylamino-benzaldehyd werden in 60 ml abs. Äthanol gelöst und nach Zugabe von 2,5 g wasserfreiem Methylhydrazin und 0,4 g Eisessig 1 Stunde unter Rückflussbedingungen erhitzt. Die Reaktionslösung wird heiss filtriert, gekühlt und allmählich mit 120 ml Eiswasser verstzt. Das ausfallende 1-(p-Methylcarbonylamino-benzyliden)-2-methylhydrazin ist ein fast farbloses Pulver, das nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen im Vakuum bei 130-132  C schmilzt.



   Beispiel 2
6,6 g 1-(p-Äthoxycarbonylamino-benzyliden)-2methyl-hydrazin werden - wie im Beispiel 1 beschrieben - hydriert. Das erhaltene   1-(p-Äthoxycarbonylami-      no-benzyl)2-methyl-hydrazin-hydrochlorid,    ein kristallines, fast farbloses Pulver schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Äthanol/Äther bei 137-139  C unter Zersetzung.



   Das im Beispiel 2 eingesetzte Ausgangsprodukt kann ausgehend von der p-Äthoxycarbonylamino-benzoesäure entsprechend den Angaben des Beispiels 1 über die Zwischenstufen:   p-Ätlioxycarbonylamino-ben-    zoylchlorid (Schmelzpunkt   108-110     C)   p-Äthoxycar-    bonylamino-benzaldehyd (Schmelzpukt 138-140  C) aufgebaut werden Das erhaltene 1-(p-Äthoxycarbonylamino-benzyliden)-2-methyl-hydrazin schmilzt bei   125O    bis 127  C.



   Beispiel 3    7,1 g 1-(p-Isopropoxycarbonylamino-benzyliden)-    2-methyl-hydrazin werden - wie im Beispiel 1 beschribe - hydriert. Das erhaltene 1-(p-Isopropoxycarbonylamino-benzyl)-2-methyl-hydrazin-hydrochlorid schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol/Äther bei 157-159  C.   

Claims (1)

  1. Das im Beispiel 3 eingesetzte Ausgangsprodukt kann ausgehend von der p-Isopropoxycarbonylamino- benzoesäure entsprechend den Angaben des Beispiels 1 über den p-Isopropoxycarbonylamino-benzaldehyd (Schmelzpunkt 109-111 C) aufgebaut werden. Das erhaltene 1-(p-Isopropoxycarbonylamino-benzyliden)2-methyl-hydrazin in eine instabile, bei 85-87 C unter Zersetzung schmelzende Verbindung, die unmittelbar weiterverarbeitet werden muss PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Hydrazin. verbindungen der Formel EMI2.1 in der X eine niedere Alkylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI2.2 hydriert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene Hydrazinverbindung in ein Salz überführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Hydrazon der Formel II einsetzt, in der X die Äthyl- oder Isopropylgruppe darstellt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Hydrazon der Formel II mit Hilfe eines Edelmetallkatalysators in einem nieder ren Alkanol hydriert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung mit Hilfe von Paliadiumkohle in Methanol durchführt.
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