CH458040A - Verfahren zum Konservieren von Fleisch - Google Patents
Verfahren zum Konservieren von FleischInfo
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- A23B4/03—Drying; Subsequent reconstitution
- A23B4/033—Drying; Subsequent reconstitution with addition of chemicals
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
- A23L13/00—Meat products; Meat meal; Preparation or treatment thereof
- A23L13/70—Tenderised or flavoured meat pieces; Macerating or marinating solutions specially adapted therefor
- A23L13/77—Tenderised or flavoured meat pieces; Macerating or marinating solutions specially adapted therefor by mechanical treatment, e.g. kneading, rubbing or tumbling
-
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Description
Verfahren zum Konservieren von Fleisch Es ist bekannt, dass man Fleisch von Rindern und Schweinen, d. h. besonders die kompaktesten Stücke vom Stotzen der Rinder, die nicht allzuviel Fett aufwei sen, sowie Schinken und Magerspeck von Schweinen in gewürztem und gesalzenem Zustand in gewissen Ge genden, die besonders gute klimatische Verhältnisse, d. h.
über längere Perioden möglichst reine und trockene Luft aufweisen, durch Lufttrocknung so konservieren kann, dass sie längere Zeit haltbar sind. Die genannten Fleischstücke frischgeschlachteter Tiere werden nach guter Kühlung mit einem Gemisch von Salz, Pfeffer usw. gut eingerieben und zuerst in Salzstanden so kom pakt wie möglich in kalten Räumen, d. h. zur Winters zeit während 5-25 Tagen, liegen gelassen und dabei der Einwirkung des Salzes und der Gewürze ausgesetzt.
Zur raschen Trocknung werden dann die Fleischstücke tagsüber an die Sonne gehängt und nachts wieder in die geschlossenen Räume gebracht, um sie vor dem Gefrie ren zu schützen. Nach guter Vortrocknung erfolgt die Pressung zu schön geformten Stücken zwischen Holz brettern, die mit Steinen beschwert werden. In wärme ren Jahreszeiten erfolgt dann die Trocknung in Keller räumen, wobei nachts durch Öffnen der Fenster gelüf tet werden muss.
Nachteilig an diesem bisherigen Fleischkonservie- rungsverfahren ist vor allem, dass die Fabrikation in der warmen Jahreszeit eingestellt werden muss, auch in den an und für sich klimatisch günstigen Gegenden, weil nämlich die Salzung und die Lufttrocknung ganz be stimmte Temperaturen und Feuchtigkeitsbedingungen verlangen. Zudem ist die Reproduktion des Verfahrens, d. h. die gleichmässige Herstellung der konservierten Fleischstücke wegen der Abhängigkeit vom Klima nicht gegeben, so dass man nie mit Sicherheit die gleiche Qua lität der Produkte erreicht.
Es wurde nun gefunden, dass man Fleisch von Tie ren der Rindergattung oder Schinken und Magerspeck von Schweinen durch Lufttrocknung konservieren kann, indem man das ganze Trocknungsverfahren in genau abgegrenzten Stufen in verschiedenen klimatisierten Räumen durchführt.
Das Verfahren hat die Vorteile, dass der Nährwert viel besser erhalten werden kann; zu dem ist der ganze Konservierungsprozess vom Aussen klima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonnenbestrah lung) unabhängig und leicht reproduzierbar. Durch Zu gabe von geringen Mengen Ozon in die klimatisierten Räume, wird bei Verwendung von absolut reiner Luft das Konservierungsverfahren gegenüber dem bisher ge kannten Verfahren beschleunigt und in bezug auf die Reife und die Konstanz der Produkte wesentlich verbes sert.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Konservieren von Rindfleisch und Schweinefleisch durch Trocknung ist dadurch gekennzeichnet, dass man Stotzen von Tieren der Rindergattung oder Schinken und Magerspeck von Schweinen, wobei es sich in beiden Fällen um Fleisch frischgeschlachteter Tiere handelt, auf eine Temperatur von 1 bis 3 C abkühlt, mit einem Gemisch von 16 bis 34 g Salz, 0,2 bis 0,8g Natriumnitrat, 2 bis 6 g Pfeffer, 1 bis 6 g Knoblauch pro Kilogramm Fleisch und 0,2 bis 1 Liter Rotwein pro 100 Kilogramm Fleisch gut ein reibt, aufeinanderschichtet,
während 5 bis 25 Tagen bei einer Temperatur von 1 bis 7 C liegen lässt und in re gelmässigen Abständen umschichtet und knetet, an schliessend in klimatisierten Räumen während etwa 3 Wochen bei einer Temperatur von 12 bis 18 C und bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 % freihängend vor trocknet,
dann bei abnehmender Temperatur in 3 oder 4 Stufen bei 6 bis 18 C und bei steigender relativer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 85 % bei einem Ozongehalt von 200 bis 350 Dobsoneinheiten während 2 bis 8 Mo naten ausreifen lässt und dabei die Stücke 2- bis 4mal während etwa je 24 Stunden presst.
Nach G. Perl und H. Dütsch in den Annalen der Schweizerischen Metereologischen Zentralanstalt, Band 65 (1958) iässt sich eine Ozonkonzentration in Dobson- Einheiten angeben. Dabei entspricht 1 Dobson-Einheit 10-3 cm einer Ozonschicht, die entstünde, wenn die Ge samtmenge des in der Atmosphäre enthaltenen Ozons unter Normalbedingungen am Boden konzentriert würde.
Die Trockenpökelung erfolgt vorzugsweise in ge kühlten Räumen bei 2 bis 3 C.
Anschliessend an die Vortrocknung erfolgt ein Reife- oder Nachtrocknungsprozess ebenfalls in mehreren, d. h. 3-4 Stufen, bei einer Temperatur von 6-l8 C und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60-85 %.
Jede dieser Nachtrocknungsstufen dauert im allgemeinen etwa 40-60 Tage, wobei vorzugsweise in der ersten Stufe die relative Luftfeuchtigkeit etwa 60-70 % bei einer Tem peratur von 12-18 C, in der zweiten Stufe die Luft feuchtigkeit etwa 75-80 % bei einer Temperatur von 12-15 C, während in der dritten Stufe die relative Luft feuchtigkeit etwa 80-85 %, ebenfalls bei einer Tempera tur von 12-15 C beträgt. Der Ozongehalt und die Rein heit der Luft ist während dieses Nachtrocknungs- oder Reifeprozesses vor allem wichtig, um gute Produkte zu erhalten.
Das so konservierte Fleisch kann auch roh gegessen werden. Gegenüber geräuchertem Fleisch enthält es vor allem kein Creosot und weist deshalb den Geschmack des reinen Fleisches auf. Gegenüber in Dosen konser viertem Fleisch sind der Nährwert, die Mineralstoffe und die Vitamine in konzentrierter Form vorhanden. Eiweissstoffe werden praktisch nicht abgebaut. Die ganze Konservierung erfolgt abgesehen von der geringen Menge an Salz und Salpeter ohne jeden chemischen Zu satz und ohne überhitzen oder Unterkühlen.
Das nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte lufttrockene Fleisch weist im Vergleich mit frischem Fleisch etwa folgende Zusammensetzung auf:
EMI0002.0022
Frisches <SEP> Getrocknetes
<tb> Fleisch <SEP> Fleisch
<tb> Hauptbestandteile <SEP> 879 <SEP> g <SEP> 530 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> 587 <SEP> g <SEP> 305 <SEP> g
<tb> Eiweiss <SEP> <B>186</B> <SEP> g <SEP> <B>119</B> <SEP> g
<tb> Fett <SEP> 106 <SEP> g <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Mineralstoffe <SEP> 8,5 <SEP> g <SEP> 6 <SEP> g
EMI0002.0023
Mineralstoffe
<tb> Natrium <SEP> 578 <SEP> mg
<tb> Kalium <SEP> 3,4 <SEP> g
<tb> Calcium <SEP> 94 <SEP> mg
<tb> Eisen <SEP> 25 <SEP> mg
<tb> Phosphor <SEP> 1,
53 <SEP> g
<tb> Chlorid <SEP> Spuren
EMI0002.0024
Vitamine
<tb> Vitamin <SEP> Bi <SEP> 68 <SEP> mg
<tb> Vitamin <SEP> B2 <SEP> 145 <SEP> mg
<tb> Nicotinamid <SEP> 40 <SEP> mg
<tb> Pantothensäure <SEP> 8,50 <SEP> mg
<tb> Vitamin. <SEP> BE <SEP> 3,15 <SEP> mg
EMI0002.0025
Biotin <SEP> 39,1 <SEP> mg
<tb> Folsäure <SEP> 79,9 <SEP> mg
<tb> Vitamin <SEP> B12 <SEP> 17,0 <SEP> mg
<tb> Amino-Säuren
<tb> Isoleucin <SEP> 8,67 <SEP> g
<tb> Leucin <SEP> <B>13,60</B> <SEP> g
<tb> Valin <SEP> 9,18 <SEP> g
<tb> Methionin <SEP> 4,08 <SEP> g
<tb> Cystin <SEP> 2,13 <SEP> g
<tb> Phenylalanin <SEP> 6,80 <SEP> g
<tb> Tyrosin <SEP> 5,61 <SEP> g
<tb> Threonin <SEP> 7,31 <SEP> g
<tb> Tryptophan <SEP> 1,96 <SEP> g
<tb> Lysin <SEP> 15,02 <SEP> g
<tb> Histidin <SEP> 5,78 <SEP> g
<tb> Arginin <SEP> 10,70 <SEP> g
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Konservieren von Rindfleisch und Schweinefleisch durch Trocknung, dadurch gekennzeich net, dass man Stotzen von Tieren der Rindergattung oder Schinken oder Magerspeck von Schweinen, wobei es sich in beiden Fällen um Fleisch frischgeschlachteter Tiere handelt, auf eine Temperatur von 1-3 C ab kühlt, mit einem Gemisch von 16-34 g Salz, 0,2-0,8 g Natriumnitrat, 2-6 g Pfeffer, 1-6 g Knoblauch pro Kilo gramm Fleisch und 0,2-1 Liter Rotwein pro 100 Kilo gramm Fleisch gut einreibt, aufeinanderschichtet, wäh rend 5-25 Tagen bei einer Temperatur von 1-7 C lie gen lässt und in regelmässigen Abständen umschichtet und knetet, anschliessend in klimatisierten Räumen wäh rend etwa 3 Wochen bei einer Temperatur von 12-l8 C und bei einer Luftfeuchtigkeit von 60-70 % freihängend vortrocknet,dann bei abnehmender Temperatur in 3 oder 4 Stufen bei 6-18 C und bei steigender relativer Luftfeuchtigkeit von 60-85 % bei einem Ozongehalt von 200-350 Dobsoneinheiten während 2-8 Monaten aus- reifen lässt und dabei die Stücke 2-4mal während etwa je 24 Stunden presst. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Nachtrocknung in 3 Stufen, während je 20-60 Tagen erfolgt, wobei in der ersten Stufe die Temperatur 12-20 C, die relative Luftfeuchtigkeit 50-70 %, in der zweiten Stufe die Temperatur 12 bis 15 C und die relative Luftfeuchtigkeit 75-80 %, in der dritten Stufe die Temperatur ebenfalls 12-l5 C und die relative Luftfeuchtigkeit 80-85 % beträgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man das aufgeschichtete Fleisch während 5-25 Tagen bei einer Temperatur von 1-2 C liegen lässt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH958263A CH458040A (de) | 1963-08-02 | 1963-08-02 | Verfahren zum Konservieren von Fleisch |
| AT1008063A AT245357B (de) | 1963-08-02 | 1963-12-16 | Verfahren zum Konservieren von Fleisch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH958263A CH458040A (de) | 1963-08-02 | 1963-08-02 | Verfahren zum Konservieren von Fleisch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH458040A true CH458040A (de) | 1968-06-15 |
Family
ID=4353481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH958263A CH458040A (de) | 1963-08-02 | 1963-08-02 | Verfahren zum Konservieren von Fleisch |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT245357B (de) |
| CH (1) | CH458040A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2674104A1 (fr) * | 1991-03-22 | 1992-09-25 | Bourdin Jean Paul | Procede de traitement de pieces de viandes et le produit carne en resultant. |
| WO2005084450A3 (en) * | 2004-03-08 | 2006-01-12 | Zun Ltd | Drying method and apparatus |
-
1963
- 1963-08-02 CH CH958263A patent/CH458040A/de unknown
- 1963-12-16 AT AT1008063A patent/AT245357B/de active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2674104A1 (fr) * | 1991-03-22 | 1992-09-25 | Bourdin Jean Paul | Procede de traitement de pieces de viandes et le produit carne en resultant. |
| WO1992016110A1 (fr) * | 1991-03-22 | 1992-10-01 | Bourdin Jean Paul | Procede de traitement de pieces de viandes et le produit carne en resultant |
| WO2005084450A3 (en) * | 2004-03-08 | 2006-01-12 | Zun Ltd | Drying method and apparatus |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT245357B (de) | 1966-02-25 |
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