CH460205A - Verfahren zur Herstellung von reaktiven, metallfreien oder schwermetallhaltigen Monoazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reaktiven, metallfreien oder schwermetallhaltigen Monoazofarbstoffen

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CH460205A
CH460205A CH677865A CH677865A CH460205A CH 460205 A CH460205 A CH 460205A CH 677865 A CH677865 A CH 677865A CH 677865 A CH677865 A CH 677865A CH 460205 A CH460205 A CH 460205A
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CH
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acid
monoazo dyes
radical
hydroxynaphthalene
metal
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CH677865A
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English (en)
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Dussy Paul
Werner Dr Bossard
Original Assignee
Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes

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Description


  Verfahren zur Herstellung von reaktiven, metallfreien oder schwermetallhaltigen       Monoazofarbstoffen       Die Erfindung     betrifft    ein     Verfahren    zur Herstellung  von reaktiven,     metallfreien    oder schwermetallhaltigen       Monoazofarbstoffen,    die zum Eingehen mit einer  chemischen Bindung mit     Celluose        befähigt    sind.  



  Es wurde gefunden, dass man wertvolle reaktive,  metallfreie oder schwermetallhaltige     Monoazofarbstoffe     der Formel  
EMI0001.0009     
         erhält,    in der F     einen        metad:

  lfreen    oder schwermetall  haltigen     Monoazofarbstoff        A-N=N-B,    worin A und B       unabhängig    voneinander je einer Benzol-,     Naphthalin-          oder        Pyrazolonrest,         aryl     einen gegebenenfalls sub  stituierten     Phenyl-    oder     Naphthylrest,    R     Wasserstoff     oder eine gegebenenfalls substituierte     niedrere        Alkyl-          gruppe,    Z einen     Acylrest,

      der reaktionsfähige     Substituen-          ten    oder     additionsfähige    Gruppen     enthält    oder einen       Azinylrest,    der     reaktionsfähige    Halogenatome     enthält,     m und p je     eine    positive ganze Zahl von     höchstens    2 und  q eine positive ganze Zahl von mindestens 2 bedeuten,  wenn man     Monoazofarbstoffe    der obigen Formel, worin  anstelle von Z Wasserstoff     steht,    mit einem entsprechen  den     Acylierungs-    oder     Azinylierungsmittel    umsetzt.

    
EMI0001.0040     
         Acylierungsmittel    verwendet man die     Säurehalogenide,          insbesondere    die     Säurechloride    oder auch die Säure  bromide oder die     Säureanhydride    von     Carbonsäuren,     welche reaktionsfähige     Substituenten    oder additions  fähige Gruppierungen im Säurerest     enthalten,        und:

      als       Azinylierungsmittel,        insbesondere        cyclische    Imidhaloge-         nide    der Kohlensäure. in welchem die reaktionsfähige  Gruppierung
EMI0001.0054  
   mehr als einmal den     Bestandteil     eines     6gliedrigen        Heterocyclus    bildet, wie z.

   B.     Cyanur-          chlorid,        2,4,6-Trichlor-    oder     -Tribrom-pyrimidin,        2,4,6-          Trichlor-5-brompyrmid    in,     2,4-Dichlo:r-6-alkoxy-,        -6-          alkyl.thio-,        -6-phenyl-,        -6-sulfophenylamino-1,3,5-triazin,     und vorzugsweise     2,4,5,6-Tetrachlorpyrimidin.     



  Man erhält die als Ausgangskomponenten erfin  dungsgemäss     verwendbaren        Monoazofarbstoffe    der obi  gen Formel, in denen Z Wasserstoff bedeutet, dadurch,  dass man zu ihrem Aufbau     Diazo-    und Kupplungskom  ponenten verwendet, die zusammen mindestens eine       kondensierbare        Aminogruppe   
EMI0001.0075  
   oder einen in eine  solche     überführbaren        Substituenten,    beispielsweise     eine     leicht     verseifbare        Acylaminogruppe    oder eine     Nitro-          gruppe,    enthalten.

   Nach     erfolgter    Kupplung und gege  benenfalls nach erfolgter     Verseifung    von     Acylamino-          oder    Reduktion von     Nitro-    zu     Aminogruppen    und/oder  Umsetzung von     metallisierbaren    Farbstoffen mit einem  ein Schwermetall der     Atomnummern    24 bis 29, vor  zugsweise mit einem Kupfer einführenden Mittel, wird  die     Aminogruppe   
EMI0001.0092  
   durch Umsetzung mit einer  den Rest Z einführenden Verbindung in die     Endprodukte     übergeführt.

   Durch geeignete Wahl der Umsetzungs  bedingungen trägt man dafür Sorge, dass nur eines der  beweglichen Halogenatome und     dieses    mit der     konden-          sie-rbaren    Gruppe
EMI0001.0097  
   in Reaktion tritt.

   Man arbeitet      je nach     Re:aktionsfähigkest        der    Komponenten bei mög  lichst     tiefen    Temperaturen von beispielsweise 0 bis  60  C und bei     pH-Werten    der     wässrigen    Lösung von 4  bis     höchstens    9 in Gegenwart von     Puffersalzen,    wie       Alkalisalzen    mehrwertiger anorganischer Säuren oder  organischer Säuren als     mineralsäurebindende    Mittel,

       bei-          spielsweise.        unter    Verwendung     deT        Natriumsalze    der  Phosphorsäuren,     deT        Kohlensäure    oder der     Essigäure.     



  Bei der Isolierung und Trocknung der Farbstoffe sind  milde Bedingungen angezeigt, um die vorzeitige Umset  zung reaktionsfähiger     Substituenten    zu vermeiden. Die  Trocknung der     Farbstoffe    wird zweckmässig bei nicht zu  hohen Temperaturen und möglichst rasch, insbesondere  unter vermindertem     Druck        durchgeführt.    Nähere Ein  zelheiten über die Arbeitsweise können den nachfolgen  den Beispielen entnommen werden.  



  Z ist der die chemische Bindung mit der     Cellulose-          faser    ermöglichende Rest, welcher als     reaktionsfähige          Substituenten,    die als Anionen     abspaltbar    sind, in ge  eigneter Stellung in erster Linie Halogen, wie insbeson  dere Chlor oder Brom, oder     sulfatierte    alkoholische       Hydroxylgruppen        -O-S03H    bzw. deren     Alkalisalze    ent  hält oder als additionsfähige Gruppierung beispielsweise  eine .einer     elektrophilen    Gruppe benachbarte     olefinische     Gruppe aufweist.

   Z ist beispielsweise ein     aliphatischer          Acylirest    mit einem     ss-ständigen    Halogen, beispielsweise  der     ss-Chlor-    oder insbesondere der     ss-Brompropionyl-          rest    oder ein     aliphatisch    ungesättigter     Acylrest,    beispiels  weise der     Acryloylrest,    der     Crotonylrest,    der     Maleoyl-          rest    oder der     Fumaroylrest,

      der a- oder     ss-Chlor-    oder       -Brom-acryloyl-    oder     -crotonylrest,    der     Chlorfumaroyl-          rest;    ferner ein     sulfatierter        ss-Hydroxyäthyl-    oder     ss-          Hydroxypropylrest.     



  Z ist jedoch in erster Linie ein     Halogenazinylrest,     welcher     ein-    oder zweimal     als        Ringbestandteil    eine  
EMI0002.0059  
   enthält, worin     Hal    in erster Linie  Chlor oder auch Brom bedeutet.

   Z ist     dann    beispiels  weise ein     Dichlor-    oder     Dibrompyrimidylrest,    ein     Di-          chlorbrompyrimidylrest,    ein     Dichlor-1,3,5-triazinylrest     oder     ein    Monochlor- oder     Mo@nobrom-1,3,5-tnazinylrest,     der als weitere     Substituenten    beispielsweise     Phenyl-,          Alkoxy-,        Alkylmerkaptogrupp:

  en    oder     Aminogruppen     und     insbesondere        substituierte        Aminogruppen,    wie  beispielsweise     sulfonierte        Phenylaminogruppen,    enthält.  



       Sowohl    der Rest
EMI0002.0080  
   als auch die     gegebenenfalls     substituierte     Arylureidogruppe    können an die     Diazo-          komponente    oder an die     Kupplungskomponente,    und  zwar entweder     direkt    an     aromatisch.,    Ringe derselben  oder extern     an        Substituenten    der     letzteren    gebunden sein,  dann etwa an die     Arylreste    von     Benzoylaminogruppen.     



  Im Rest
EMI0002.0093  
   bedeutet R neben Wasserstoff bei  spielsweise     Methyl,    Äthyl,     Propyl,        Butyl,        Hydroxyäthyl,          Hydroxypropyl,        Cyanäthyl;,        BenzyT.     



  Bevorzugte erfindungsgemäss     erhältliche        Farbstoffe     werden     hei    Verwendung von solchen     Monoazofarb-          stoffen,    in denen die     Diazokomponente    A den Rest  einer Benzol- oder     Naphthalinsulfonsäure    und die Kupp  lungskomponente B den Rest einer Hydroxynaphthalin-    und     5-Pyrazolonverbindung    bedeutet, und wenn ferner  der     Monoazofarbstoff    2 bis 6, vorzugsweise 3 bis 5,       Sulfonsäuregruppen    aufweist und m und p     je    1 ist,  erhalten.  



  Die     Arylureidogruppe    kann, wie gesagt,     unsubsti-          tuiert    oder substituiert sein, im letzteren Fall beispiels  weise     inerte        Substituenten,    wie Halogen,     Alkyl-,        Alkoxy-,          Alkylsulfonyl-    oder am Stickstoff gegebenenfalls sub  stituierte     Sulfamoylgruppen        enthalten.    Sie kann insbeson  dere     salzbildende        Substituenten,    wie die     Sulfonsäure-          gruppe,

      oder     substituierte        Aminogruppen,    z. B.     acylierte     oder     halogenazinylierte        Anninogruppen        enthalten.    Man  erhält beispielsweise die     Diazokomponenten    mit einer       Arylureidogruppe    durch     Umsetzung        einer    aromatischen       bis--primären        Aminoverbindung        mit        einer    behinderten       Aminogruppe    mit einem     Arylisoeyanat    oder mit einem   

      Arylcarbamins.äureph        enolester,    deren     Arylrest    noch sub  stituiert sein     kann.    Beispiele solcher     bis-primärer        Amino-          verbindungen    mit     einer    behinderten     Aminogruppe    sind  die     1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure    und die     1,4-Di-          aminobenzol-2-sulfonsäure    sowie deren     Mono-m-    oder       -p-aminoben,

  zzoylderivabe.    Man     kann        zum    selben Zweck  auch aromatische primäre Monoamine,     dann    insbeson  dere     Aminobenzol-    oder     Amino@naphthalinsulfonsäuren     mit unbehinderter     Aminogruppe    mit     Nitroarylisocyana-          ten    umsetzen und,     dann    die     Nitro-    zur     Aminogruppe     reduzieren.

       Arylureidogruppen    enthaltende Kupplungs  komponenten erhält man aus     Azokomponenten,    die eine       kondesierbare    primäre     Aminogruppe    aufweisen, welche  die Kupplungsfähigkeit nicht oder nicht allein bedingt,  und aus deren     Aminobenzoylderivaten,    durch Um  setzung mit     Arylisocyanaten    oder     Phenylcarbaminsäure-          phenolestern.    Geeignete Ausgangsstoffe sind insbeson  dere     Aminonaphtholsulfonsäuren    und deren m- und     p-          Anlino:btenzo@y,derivate.     



  Als Beispiele von     verwendbaren        Diazokomponenten,     die eine     Arylureidogruppe    enthalten, seien     erwähnt:          4-Amino,diphenylharnstoff-3,3'-disulfonsäure,          3-Amino-diphenylharnstoff-4,3'-disulfonsäure,          4-Amino-diph@enylharnstoff-3,4'-disulfonsäure,          3-Amino-diphenylharnstoff-4,4'-disulfonsäure,          4-Amirno-4'-hydroxydiphenylharnstoff-          3'-carbonsäure-3,5-disulfonsäure,          3-Amino-4'-hydroxydiphenylih.arnstoff-          3'-carbonsäure-4,5'-disulfonsäure,

            3-Aminophenyl        naphthyl-(2@-harnstoff-          4,4',        8'-trisulfonsäure,          4-Aminophenyl-naphthyl-(2')-harnstoff-          3,4',8'-trisulfonsäure,          4-Aminophenyl-naphthyl-(1')-harnstoff-          3,3',6'-trisulfonsäure,          3-Aminophenyl-naphthyl-(1')-harnstoff-          4,3',6'firisulfonsäure.     Als Beispiele     für        Diazokomponenten,    die eine zur       Metallkomplexbildung    befähigte Gruppe enthalten, oder       einen,

          Substituenten,    der unter den     Metallis:ierungsbe-          d'ingungen    leicht in     leine        metallisierbare    Gruppe ver  wandelt wird, seien genannt:

         1-Amino-2        methoxybenzol-5-sulfonsäure,          1-Amino-2-methoxybenzol-4-sulfonsäure,     1     Amino-2-hydroxyberzol-5-sulfonsäure,          1-Amino-2-hydroxybenzol-3,5-disulfonsäure,          1-Amino-2-hyd@roxybenzol-5        methylsulfon,          1-Amino-2        hydroxyb-enzol-5-äthylsulfon,          1-Amino-2        hydroxynaphthalin-4-    oder       -6-sulfonsäure,              1-Amino-2-hydroxynaphthalin-4,6-disulfonsäure,

            2-Amino-l-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure.     Die zuletzt aufgezählten     Diazokomponenten    ver  wendet man zweckmässig zur Kupplung mit einer in  Nachbarstellung     zu    einer     phenol,ischen,        naphtholischen     oder     enolischen        Hydroxylgruppe    kuppelnden     Azokom-          ponente,        unter    Beobachtung der Auswahlbedingungen  gemäss der Definition, und metallisiert die     erhaltenen     Farbstoffe durch Umsetzung mit einem Schwermetall  der     Atomnummern    24 bis 29,

   vorzugsweise mit einem  Kupfer einführenden     Mittel,        zu        schwermetallhaltigen          Mo:noazofarbstoffen    der Formel  
EMI0003.0018     
    worin von     Y1    und     Y2    ein Y Sauerstoff und das     andere    Y  ebenfalls Sauerstoff oder eine     Carboxy-,        Imino-    oder       Imidogruppe,        Me    ein Schwermetall der     Atomnummern     24 bis 29, das     gegebenenfalls    mit nichtfarbigen oder  farbigen Komplexbildnern     koordiniert    ist,

   und A und B  das weiter oben. angegebene     bedeuten.     



  Als weitere     Diazokomponenten,    die man mit Kupp  lungskomponenten kuppeln kann, welche die definitions  gemässen     Arylureido-    und
EMI0003.0032  
   enthalten,  kommen ferner in Betracht:       1-Aminobenzol-2-sulfonsäure,          1-Aminobenzol-2,4-    oder     2,5-disulfonsäure,          1-Amino-4-methyl-    oder     -methoxy-    oder       -äthoxybenzol-2-sulfonsäure,          1-Amino-5-ace;

  tylamino-    oder     -benzoylaminobenzol-          2-sulfonsäure,          2-Aminonaphthaln,1-sulfonsäure,          2-Aminonaphthalin-1,5-disulfonsäure.     Als mit den im letzten Abschnitt     genannten    und  ähnlichen     Diazokomponenten    zu kuppelnde Kupplungs  komponenten, welche sowohl eine     Arylureidogruppe    als  auch den Rest
EMI0003.0047  
       enthalten,    seien beispielsweise       erwähnt:     1-(2'- oder     4'-Aminophenylureido:

  )-5-hydroxy-          naph@thahn-7-sulfonsäure,     2-(3'- oder     4'-Aminophenylureido)-5-hydroxy-          naphthalin-7-sulfonsäure,     2-(3'- oder     4'-Aminophenylureido)-6-hydroxy-          naphthal.in-8-sulfonsäure,     2-(3'- oder     4'-Aminophenylureido)-8-hydroxy-          naphthahn-6-sulfonsäure,     1-(3'- oder     4'-Aminophenylureido)-8-hydroxy-          naphthalin-3,5-    oder -3,6- oder       -4,6-disulfonsäure.     Als Beispiele verwendbarer     Kupplungskomponenten,     die eine     Arylureidogruppe    :

  enthalten, seien erwähnt:  1-(3'- oder     -4'-Sulfophenylureido)-5-hydroxy-          naphthalin-7-sulfonsäure,     2-(3'- oder     -4'-SuIfophenylureido)-5-hydroxy-          naphthalin-7-sulfonsäure,     2-(3'- oder     -4'-Sulfophenylureido)-8-hydroxy-          naphthalin-6-sulfonsäure,     2-(3'- oder     -4'-Sulfophenylureido)-6-hydroxy-          naphthalin-8-sulfonsäure,       1- oder     2-(4'-Hydroxy-3'-carboxy-5'-sulfophe:

  nyl-          ureido)-5-hydroxynaphthalin-7-sulfonsäure,          2-(4'-Hydroxy-3'-carboxy-5'-sulfophenylureido)-          8-hydroxynaphthalin-6-sulfons        äure,          2-(4'-Hydroxy-3'-carboxy-5'-sulfophenylureido:

  )-          6-hydroxynaphthal.in-8-sulfonsäure,     1-(3',6'- oder -4',6'- oder     -4',7'-Disulfonaphthyl-          (1)-ureido)-5-hydroxynaphthalin-7-sulfonsäure,          2-(3',6'-    oder -4',6'- oder     -4',7'-Disulfonaphthyl-          (1)-ureido)-5-hydroxynaphthalin-7-sulfonsäure,     2-(4',8'- oder -5',7'- oder     -6',8'-Disulfonaphthyl-          (2)-ureido)-5-hydroxynaphthalin-7-sulfonsäure,          2-Phenylureido-8-hydroxynaphthalin          6-sulfonsäure,          2-Phenylureid'o-6-hydroxynaphthalin-          8-s.ulfonsäure,

       1- oder     2-Phenylureido-5-hydroxynaphthalin-          7-sulfonsäure,          1-Phenylureido-8-hydroxynaphthalin-3,5-    oder  -3,6- oder     -4,6-disulfonsäure.     



  Als     weitere    Kupplungskomponenten, die man mit       Diazokomponenten    kuppeln kann, welche die defini  tionsgemässen     Arylureido-    und
EMI0003.0096  
   enthal  ten, kommen beispielsweise in Betracht:

         1-Hydroxynaphthalin    3,6-, -3,8-, -4,6-, -4,7- oder       -4,8-disulfonsäure,          2-Hydroxynaphthalin-3,6-,    -3,7-, -4,8-, -5,7- oder  -6,     8-disulfons:äure,          1-Hydroxynaphthalin-3,6,8-trisulfonsäure,          2-Hydroxynaphthalin-3,6,8-trisul        onsäure,          1-Benzoylamino-8-hydroxynaphthalin-3,6-,     -3,5- oder     -4,6-disulfonsäure,          1-Amnno-8-hydroxynaphthalin-2,4-disulfonsäure,          1-Amino-8-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure,          2-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure,

            2-Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6-disulfon,säure.     Die     Diazotierung    der     Diazokomponenten    und die  Kupplung geschieht wie     üblich.     



  Die neuen     Farbstoffe    stellen gelbe, orange, rote,  violette, blaue, braune bis schwarze Pulver vor, die sich  in Form ihrer     Alkalisalze    in Wasser gut auflösen. Sie  eignen sich zum Färben     und    Bedrucken von Faser  material,     insbesondere    solchem aus natürlicher oder       regenerierter        Cellulose    und von natürlichen oder synthe  tischen     Polyamidfasern,        #in    gelben, orangen, roten,  braunen und violetten, blauen, grauen bis schwarzen  Tönen.

   Das     Cellulosematerial    imprägniert oder bedruckt  man zweckmässig bei niederer Temperatur, beispielsweise  bei 20, bis 50  C mit der gegebenenfalls verdickten       Farbstofflösung    und     fixiert    dann den Farbstoff durch  Behandlung mit säurebindenden     Mitteln.    Als solche  kommen beispielsweise     Natriumcarbonat,        Kaliumcarbo-          nat,        Di-    und     Trinatriumphosphat,    Natronlauge, bei Tem  peraturen über 50  C auch Kalium- oder     Natrium-          carbonat    in Betracht.

   Die Behandlung mit diesen     Mitteln     kann bei     Raumtemperatur    oder bei erhöhter Temperatur  erfolgen. Anstatt die imprägnierten Stoffe einer alka  lischen Nachbehandlung zu unterwerfen, kann man das  säurebindende Mittel in vielen     Fällen    auch schon dien  Imprägnierflotten oder Druckpasten beigeben und dann  die Entwicklung der Färbung durch kurzes Erhitzen      auf Temperaturen über 100 bis 160  C     oder    durch  längeres Lagern bei Raumtemperatur     bewirken.     



       Durch    die Behandlung mit     säurebindenden    Mitteln  werden die neuen Farbstoffe     chemisch    an     die    Faser       gebunden;    und insbesondere die     Cellulosefärbungen        sind     nach dem Seifen     zwecks.        Entfernung    von     nichtfixiertem          Farbstoff    ausgezeichnet     massecht.    Als besonderer Vorteil  im Vergleich mit analogen Farbstoffen, welche     die     definitionsgemässe     Arylureidogruppe    nicht enthalten,

    weisen die erfindungsgemässen Farbstoffe eine erhöhte       Substantivität    zur     Cellulose    auf. Sie eignen sich darum  besonders gut zum Färben von     Cellulose    aus langer    Flotte, insbesondere in Gegenwart von das.

   Ausziehen       beschleunigenden        Salzen,    wie Glaubersalz     oder    Natrium  chlorid. überraschenderweise lässt sich trotz dieser er  höhten     Substantivität        unfixierter        Farbstoff    .sehr leicht  und vollständig auswaschen, was eine der     wesentlichen     Voraussetzungen für gute     Nassechtheiten    der mit     Reak-          tivfarbstoffen    erzeugten     Cellulosefärbungen    ist.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile,  sofern etwas     anderes    nicht ausdrücklich erwähnt ist,  Gewichtsteile,     Temperaturen    sind in     Celsiusgraden    an  gegeben und die     Volumteile    stehen zu Gewichtsteilen  im gleichen     Verhältnis    wie     em3    zu Gramm.  
EMI0004.0037     
    63,7 Teile des     Aminomonoazofarbstoffs        1-Amino-          benzol-2,5-disulfonsäure        ->        2-(3'-Aminophenylureido)-          5-hydroxynaphthalin-7-disulfonsäure    werden bei 60 bis  65  in 500 Teilen Wasser gelöst.

   In die Lösung werden  sodann innerhalb einer Stunde 24,0     Teile    fein pulveri  siertes     2,4,5,6-Tetrachlorpyrimidin    eingestreut. Durch  gleichzeitiges     Zutropfen    von     Natriumcarbonatlösung     sorgt man dafür, dass das Reaktionsgemisch stets neutral  bleibt.

       Sobald    keine freien     Aminogruppen    mehr     nach-          weisbar        sind,    wird der neue Farbstoff mit Natrium  chloridlösung     ausgefällt,        abfiltriert,    mit     verdünnter          Natriumchloridlösung    gewaschen und im Vakuum bei  60      getrocknet.    Er     stellt        ein:        dunkeliotes    Pulver dar, das  sich in Wasser mit     oranigeroter    Farbe löst.  



  Zu     Farbstoffen;    mit ähnlichen Eigenschaften gelangt  man, wenn man anstelle der 24,0     Teile        2,4,5,6-Tetra-          chlorpyrimidin    die äquivalente Menge 2,4,6-Trichlor-         5-brompyrimidin,        2,4,6-Trichlorpyrimidin,        2,4,6-Tri-          brompyrimidin,        Cyanurchlorid,        2-Amino-4,6-dichlortri-          azin,        2-Methoxy-4,6-dichlortriazin,        2-(4'-Sulfophenyl-          amin)    - 4,6 -     dichlortriazin,

          ss    -     Chlorpropionylchlorid,        ss-          Chlorcrotonsäurechlorid,        ss-Chloracrylsäurechlorid    oder       Vinylcarbonylchlorid    verwendet und im übrigen wie     im     Beispiel angegeben     verfährt.     



  Farbstoffe mit     ähnlichen    Eigenschaften werden auch  erhalten, wenn man     in        diesem        Beispiel        anstelle    der  63,7 Teile     Aminomonoazofarbstoff    äquivalente Mengen  der in der folgenden Tabelle 1, Kolonne     1I    aufgeführten       Aminomonoazofarbstoffe    mit äquivalenten Mengen der  in der Kolonne     III    aufgezählten     Acylierungs-    bzw.       Azinylierungsmittel    wie im Beispiel beschrieben umsetzt.

    In Kolonnen IV derselben Tabelle ist der Farbton der  Färbungen auf     Cellulosefasern    angegeben.    
EMI0005.0001     
    
EMI0006.0001     
    79,4 Teile des     kupferhaltigen,        Aminomonoazofarbstoffs     
EMI0006.0004     
    werden bei 60 bis 65  in 600 Teilen Wasser gelöst. In  die     Lösung    werden sodann innerhalb einer     Stunde    24,0  Teile fein     pulverisiertes        2,4,5,6-Tetrachlorpyrimidin    ein  gestreut.

   Durch gleichzeitiges     Zutropfen    von Natrium  carbonatlösung     sorgt    man dafür, dass das     Reaktionsge-          misch    stets neutral bleibt. Sobald keine freien     Amino-          gruppen    mehr     nachweisbar        sind,    wird der neue Farbstoff  mit     Natriumchloridlösung    ausgefällt,     abfiltriert,    mit ver  dünnter     Natriumchloridlösung    gewaschen und im Va  kuum bei 60  getrocknet.

   Er stellt ein     dunkelrotes    Pulver       dar,    das sich in Wasser mit orangeroter Farbe löst.    Farbstoffe     mit    ähnlichen     Eigenschaften    werden     er-          halten,        wenn    man in diesem Beispiel     ans.tellle    der 79,4  Teile des     kupferhaltigen        Aminomonoazofarbstoffs    äqui  valente Mengen der     in,    der folgenden     Tabelle        II,

       Kolonne     1I    aufgeführten metallhaltigen     Aminomonoazo-          farbstoffe    mit äquivalenten Mengen der in der Kolonne       III        aufgezählten        Acylierungs-        bzw.        Azinylierungsmittel     wie im Beispiel beschrieben, umsetzt. In     Kolonne        IV     derselben Tabelle ist der Farbton der Färbung auf     Cellu-          losefasern    angegeben.

      
EMI0007.0001     
      <I>Färbevorschrift</I>  20 Teile des nach Beispiel 1 erhaltenen     Farbstoffs     werden in 1000 Teilen Wasser gelöst und     mit    20     Teilen          Natriumcarbonat    versetzt.     Man    geht bei 40  mit 100 Tei  len Baumwolle ein und erwärmt innert 30 Minuten auf  90 bis 95 , versetzt mit 80 Teilen     Natriumchlorid    und  färbt 1 Stunde bei dieser Temperatur. Anschliessend wird       gespült    und 15 Minuten kochend geseift. Man erhält eine  tiefe, brillante gute     licht-    und wasserechte orange Fär  bung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von reaktiven, metall freien oder schwermetallhaltigen Monoazofarbstoffen der Formel EMI0008.0010 in der F einen metallfreien oder schwermetallhaltigen Monoazofarbstoff A-N=N-B, worin A und B un abhängig voneinander je einen Benzol-, Naphthalin- oder Pyrazolonrest, und aryl einen gegebenenfalls substi tuierten Phenyl- oder Naphthylrest,
    R Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte niedere Alkylgruppe, Z einen Acylrest, der reaktionsfähige Substituenten oder additionsfähige Gruppen enthält, oder einen Azinylrest, der reaktionsfähige Halogenatome enthält, m und p je eine positive ganze Zahl von höchstens 2 und, q eine positive ganze Zahl von mindestens 2, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Monoazofarbstoffe der obigen Formel,
    worin anstelle von Z Wasserstoff steht, mit einem entsprechenden Acylierungs- oder Azinylierungs- mittel umsetzt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man solche Monoazofarbstoffe verwendet, in denen die Diazokomponente A den Rest einer Benzol- oder Naphthalinsulfonsäure bedeutet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man solche Monoazofarbstoffe ver wendet, in denen die Kupplungskomponente B den Rest einer Hydroxynaphthalin- oder 5-Pyrazolonverbindung bedeutet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man solche. Monoazofarbstoffe ver wendet, in denen m und p 1 und q 3 bis 5 bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Azinylverbindün gen, in welchen die reaktionsfähige Gruppierung EMI0008.0060 mehr als einmal den Bestandteil .eines 6gliedrigen Hertero- cyklus bildet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran- spruch 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von 2,4,5,6-Tetrachlorpoyrimidin als Azinylverbindung.
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