CH469694A - Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Aminen

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CH469694A
CH469694A CH418768A CH418768A CH469694A CH 469694 A CH469694 A CH 469694A CH 418768 A CH418768 A CH 418768A CH 418768 A CH418768 A CH 418768A CH 469694 A CH469694 A CH 469694A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Aminen    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel  lung neuer heterocyclischer Amine, die ss-adrenergische  Blockierungsmittel darstellen und somit für die Behand  lung oder Prophylaxe von Herzkrankheiten, z. B. An  gina pectoris und Herzarrhythmien, und für die Be  handlung von erhöhtem Blutdruck und     Phäochromocy-          tom    brauchbar sind.  



  Gemäss der Erfindung werden Verbindungen der  Formel:  
EMI0001.0002     
      sowie deren pharmazeutisch verwendbare Säureaddi  tionssalze hergestellt, wobei R1 Wasserstoff oder einen  Alkylrest und R2 einen Alkylrest, der gegebenenfalls  durch eine Hydroxylgruppe oder einen Alkoxy-, Aryl-,  Halogenaryl- oder Aryloxyrest oder durch eine Hy  droxylgruppe und einen Arylrest substituiert ist, und n  die Zahl 1 oder 2 bedeuten, wobei der Rest der Formel  -CHR1R2 einen Alkylrest mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen  darstellt, der gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe,  einen Alkoxyrest mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen  oder einen Aryl-, Halogenaryl- oder Aryloxyrest mit  höchstens 10 Kohlenstoffatomen substituiert ist oder  der gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe und  einen Arylrest mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen  substituiert ist.  



       ,Die    obige Definition umfasst auch alle möglichen  stereoisomeren Formen der erfindungsgemäss erhält  lichen Verbindungen oder deren Mischungen.  



  -CHR1R2 kann beispielsweise der Isopropyl-,     1-Me-          thyl-3-phenylpropyl-    oder     2-Hydroxy-1-methyl-2-phe-          nyläthylrest    sein.  



  besonders wertvolle erfindungsgemäss erhält  liche Aminderivate sind     1-(2-Chromanyl)-2-isopropyl-          aminoäthanol    und 1-(2,3-Dihydrobenzofuran-2-yl)-2-    isopropylaminoäthanol und deren pharmazeutisch ver  wendbare Säureadditionssalze anzusehen.  



  Als geeignete Säureadditionssalze seien Salze ge  nannt, die von anorganischen Säuren abgeleitet sind,  die pharmazeutisch verwendbare     Anionen    liefern, z. B.  Hydrochloride, Hydrobromide, Phosphate oder Sulfate,  oder die von organischen Säuren abgeleitet sind, die  pharmazeutisch verwendbare Anionen liefern, z. B.     Oxa-          late,    Lactate, Tartrate, Acetate, Salicylate, Citrate,     Ben-          zoate,    Naphthoate, o-Acetoxybenzoate, Adipate, Ma  leate oder 1,1'-Methylen-bis-2-hydroxy-3-naphthoate,  oder Salze mit pharmazeutisch verwendbaren sauren  synthetischen Harzen, z. B. pharmazeutisch verwend  baren sulfonierten Polystyrolharzen. Verhältnismässig  unlösliche Salze, z.

   B. die     1,1'-Methylen-bis-2-hydroxy-          3-naphthoate,    sind deshalb vorteilhaft, weil sie einen  längeren Aufenthalt des Arzneimittels im Blut ermög  lichen.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch  gekennzeichnet, dass eine Verbindung der Formel:  
EMI0001.0017     
    worin n die obige Bedeutung hat und A den Rest der  Formel -CO- oder -CHOH- darstellt, unter reduzie  renden Bedingungen mit einer Carbonylverbindung der  Formel R1-CO-R2, wobei R1 und R2 die obigen Be  deutungen haben, umgesetzt     wird.     



  Geeignete reduzierende Bedingungen liefert Wasser  stoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators, z. B.  Platin, in einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, z. B.  Äthanol. Stellt R1 in der als Ausgangsmaterial verwen  deten Carbonylverbindung einen Alkylrest dar, so kann  ein     Überschuss    der als Ausgangsmaterial verwendeten       Carbonylverbindung    als     Verdünnungs-    bzw. Lösungs  mittel verwendet werden, oder es kann sowohl ein      Überschuss der Carbonylverbindung als auch ein     Ver-          dünnungs-    oder Lösungsmittel vorhanden sein. Es ist  aber auch möglich, die reduzierenden Bedingungen  durch ein Alkalimetallborhydrid, z.

   B.     Natriumborhy-          drid,    in einem inerten Verdünnungs- oder Lösungsmit  tel, z. B.     wässrigem    Methanol, zu erzeugen. Falls ein  Alkalimetallborhydrid verwendet wird, kann ein     über-          schuss    der als Ausgangsmaterial verwendeten     Carbonyl-          verbindung    als Verdünnungs- bzw. Lösungsmittel die  nen, oder es kann sowohl ein Überschuss der     Carbonyl-          verbindung    als auch ein inertes Verdünnungs- oder Lö  sungsmittel vorhanden sein. Selbstverständlich kann das  als Ausgangsmaterial verwendete primäre Amin in situ  erzeugt werden, z.

   B. durch Reduktion des entsprechen  den α-Diazoketons, α-Azidoketons oder α-Azidoalkohols,  α-Hydroxyiminoketons, α-Nitroketons oder     α-Nitroalko-          hols,    Cyanhydrins oder Acylcyanids.  



  Die als Ausgangsmaterial für das Verfahren gemäss  der Erfindung verwendeten Verbindungen der Formel:  
EMI0002.0013     
    können wie in der britischen Patentschrift Nr. 1054655  beschrieben, durch Umsetzung einer Verbindung der  Formel:  
EMI0002.0014     
    wobei n die obige Bedeutung hat und R den Rest der  Formel  
EMI0002.0015     
    oder der Formel -CHOH-CH2X darstellt, wobei X ein  Halogenatom bedeutet, mit     Ammoniak    hergestellt wer  den. Die entsprechenden Verbindungen, worin A den  Rest -CO- bedeutet, können durch Umsetzung einer  Verbindung der Formel:  
EMI0002.0017     
    mit Ammoniak hergestellt werden.  



  Die Erfindung     wird    nachstehend rein beispielsweise  anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, wo  bei alle Teile Gewichtsteile sind.  



  <I>Beispiel 1</I>  Zu einer Lösung von 0,1 Teil     2-Amino-1-(2-          chromanyl)-äthanol    in einer Mischung von 16 Teilen  Methanol und 2 Teilen Aceton wird bei 0  C unter Rüh-    ren innerhalb von 15 Minuten 0,1 Teil     Natriumbor-          hydrid    zugegeben. Die Lösung wird 16 Stunden bei  Umgebungstemperatur gerührt, worauf das Methanol  und das überschüssige Aceton unter vermindertem  Druck abgedampft werden. Der als Gummi anfallende  Verdampfungsrückstand wird mit einer Mischung von  25 Teilen 0,5n-,Salzsäure und 20 Teilen Äther geschüt  telt. Nach Trennung der erhaltenen Mischung wird die  ätherische Schicht verworfen, und 5 Teile einer wässe  rigen 8n-Natriumhydroxydlösung werden der sauren  wässerigen Phase zugesetzt.

   Die so erhaltene Mischung  wird mit 60 Teilen Äther in drei gleichen Anteilen ex  trahiert, und die     vereinigten    ätherischen Extrakte wer  den     dann    mit 20 Teilen Wasser in zwei gleichen An  teilen gewaschen. Der ätherische Extrakt wird mittels  wasserfreien Magnesiumsulfats getrocknet, worauf eine  ätherische Chlorwasserstofflösung zugesetzt wird, bis  die Ausscheidung von Feststoff im wesentlichen beendet  ist. Der nach Filtrieren der     Mischung    erhaltene feste  Rückstand wird aus einem     Methanol-Äthylacetat-Ge-          misch    umkristallisiert. So erhält man     1-(2-Chromanyl)-          2-isopropylaminoäthanolhydrochlorid    (Smp. 175 bis  176  C).  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete     2-Amino-1-          (2-chromanyl)-äthanol    kann in an sich bekannter Weise  aus dem entsprechenden     Hydrochlorid    erhalten werden,  und die letztere Verbindung kann folgendermassen her  gestellt werden:  10 Teile flüssiges Ammoniak und 3 Teile     2-Brom-          1-(2-chromanyl)-äthanol    werden in 8 Teilen Äthanol  gelöst. Die Lösung wird in einem verschlossenen Gefäss  10 Stunden auf 100  C erhitzt, worauf das Äthanol und  das überschüssige tert.-Butylamin unter vermindertem  Druck abgedampft werden.

   Der als     Gummi        anfallende     Verdampfungsrückstand wird mit einer Mischung von  25 Teilen 0,5n-Salzsäure und 20 Teilen Äther geschüt  telt. Nach     Trennung    der erhaltenen Mischung     wird    die  ätherische Schicht verworfen, und 5 Teile einer wässe  rigen 8n-Natriumhydroxydlösung werden der sauren  wässerigen Phase zugesetzt. Die so erhaltene Mischung  wird     mit    60 Teilen Äther in drei gleichen Anteilen ex  trahiert, und die     vereinigten    ätherischen Extrakte wer  den     dann    mit 20 Teilen Wasser in zwei gleichen  gewaschen.

   Der :ätherische Extrakt wird mittels  wasserfreien Magnesiumsulfats getrocknet, worauf eine  ätherische Chlorwasserstofflösung zugesetzt wird, bis  die Ausscheidung von Feststoff im     wesentlichen    beendet  ist. Der nach     Filtrieren    der Mischung erhaltene feste  Rückstand wird aus einem     Methanol-Äthylacetat-Ge-          misch    umkristallisiert. So wird     2-Amino-1-(2-Chrom-          anyl)-äthanolhydrochlorid    (Smp. 226-228  C) erhalten.

         In        ähnlicher    Weise     wie    oben für die Herstellung von  1-(2-Chromanyl)-2-isopropylaminoäthanolhydrochlorid  beschrieben,     können    bei Verwendung der entsprechen  den Ausgangsmaterialien erhalten werden:

   1-(2-Chrom       anyl)-2-(2-hydroxy-1-methyl-2-phenyläthylamino)-ätha-          nol-hydrogenoxylat    vom Smp.185-187  C (kristallisiert  aus einer Mischung von Methanol und Äthylacetat),     1-          (2,3-Dihydrobenzofuran-2-yl)-2-isopropylaminoäthanol     vom Smp. 116,118  C und ein Isomer desselben vom  Smp.

   85-86  C [das Gemisch der beiden Isomere wird  zuerst aus Petroläther (Siedebereich 80-100  C) und  dann aus Petroläther (Siedebereich 60-80  C)  kristallisiert], sowie     1-(2-Chromanyl)-2-(1-methyl-3-          phenylpropylamino)-äthanolhydrochlorid    vom     Smp.    192  bis 194  C     (kristallisiert    aus einer Mischung von Me  thanol und     Äthylacetat).         <I>Beispiel 2</I>       ,0,2    Teile Adamskatalysator und 25 Teile Äthanol  werden in einer Wasserstoffatmosphäre bei Umgebungs  temperatur und Atmosphärendruck geschüttelt, bis die  Absorption von Wasserstoff aufhört.

   Dann werden  1 Teil 2-Diazoacetylchroman und 15 Teile Aceton da  zugegeben, worauf die Mischung 24 Stunden bei Atmo  sphärendruck und Umgebungstemperatur in einer Was  serstoffatmosphäre geschüttelt wird. Die     Mischung    wird  filtriert, worauf das Äthanol und das überschüssige Ace  ton aus dem Filtrat abgedampft werden. Der als Gummi  anfallende Verdampfungsrückstand wird mit einer Mi  schung von 25 Teilen 0,5n-Salzsäure und 20 Teilen  Äther geschüttelt. Nach Trennung der erhaltenen Mi  schung wird die ätherische Schicht verworfen, und 5  Teile einer wässerigen 8n-Natriumhydroxydlösung wer  den der sauren wässerigen Phase zugesetzt.

   Die so er  haltene Mischung wird mit 60 Teilen Äther in drei glei  chen Anteilen extrahiert, und die vereinigten ätherischen  Extrakte werden dann mit 20 Teilen Wasser in zwei  gleichen Anteilen gewaschen. Der ätherische Extrakt  wird mittels wasserfreien Magnesiumsulfats getrocknet,  worauf eine ätherische Chlorwasserstofflösung zugesetzt  wird, bis die Ausscheidung von Feststoff im wesent  lichen beendet ist. Der nach Filtrieren der Mischung er  haltene feste Rückstand wird aus einem     Methanol-          Äthylacetat-4Gemisch        umkristallisiert.    So erhält man  1-(2-Chromanyl)-2-isopropylaminoäthanolhydrochlorid  (Smp.171-172  C).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH ,Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel: EMI0003.0007 wobei R1 Wasserstoff oder einen Alkylrest und R2 einen Alkylrest, der gegebenenfalls durch eine Hydroxyl gruppe oder einen Alkoxyrest mit höchstens 3 C-Ato- men, einen Aryl-, Halogenaryl- oder Aryloxyrest mit höchstens 10 C-Atomen oder durch eine Hydroxyl gruppe und einen Arylrest mit höchstens 10 C-Atomen substituiert ist, und n die Zahl 1 oder 2 bedeuten, wo bei der Rest der Formel -CHR1R2 einen Alkylrest mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt, der gegebenenfalls 2 bis 5 durch eine Hydroxylgruppe, einen Alkoxyrest mit höch stens 3 Kohlenstoffatomen oder einen Aryl-,
    Halogen- aryl- oder Aryloxyrest mit höchstens 10 Kohlenstoff atomen substituiert ist oder der gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe und einen Arylrest mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen substituiert ist, und deren phar mazeutisch verwendbaren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der Formel: EMI0003.0013 worin A die Gruppe der Formel -CO- oder -CHOH- bedeutet, mit einer Carbonylverbindung der Formel R1 CO-R2 unter reduzierenden Bedingungen umgesetzt wird.
CH418768A 1964-01-24 1965-01-25 Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Aminen CH469694A (de)

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