CH472186A - Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten

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CH472186A
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CH
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tobacco
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CH353467A
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Beringer Monique
Buchmann Paul
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Tamag Basel Ag
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00—Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/10—Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/12—Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     geforraten    Tabakprodukten    Es ist bekannt, dass die     Korngrösse    der zu geform  ten Tabakprodukten     zu    verarbeitenden Tabake oder  Rippen einen wesentlichen     Einfluss    sowohl auf die       Reissfestigkeit    als auch auf die zu erreichende Elastizi  tät des geformten Tabakproduktes hat.     Dies    gilt insbe  sondere für die Herstellung von geformten Tabakpro  dukten, welche unter Verwendung von nur geringen  Mengen an Bindemitteln oder ohne Verwendung von       Bindemitteln    erzeugt werden.  



  Ferner ist bekannt, Tabak sowohl nass als auch  trocken bis zu     Kolloidalgrösse    zu mahlen. Derartiges  fein gemahlenes Tabakmaterial wird dann     in    Wasser  oder     in        Lösungsmitteln    suspendiert und die entstan  dene Suspension mit grossen Mengen Bindemitteln  versetzt. Andererseits kann man solche Tabaksuspensio  nen auch durch Erhitzen, eventuell unter Druck, zu  einem Extrakt verarbeiten, welcher mit weiteren  Tabakfraktionen     gemischt    werden kann, wobei man in  diesen Fällen verhältnismässig kleine Mengen an Bin  demitteln zusetzt. Bei all diesen Verfahren sind jedoch  mehrere und demzufolge auch komplizierte, unwirt  schaftliche Manipulationen notwendig.  



  Gemäss     vorliegender    Erfindung kann man nun ge  formte Tabakprodukte, z. B.     flächenförmige,        fadenför-          mige    oder     strangförmige    Tabakprodukte, vorzugsweise  in einem einzigen Arbeitsgang, ohne erheblichen Ener  gieaufwand und ohne     Zuhilfenahme    von teuren Appa  raturen bei     einem    Minimum an Arbeitsaufwand her  stellen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass Tabakmaterial in mindestes einem  Arbeitsgang in einer vorzugsweise kontinuierlich arbei  tenden Mühle mit einer Flüssigkeit gemischt und fein  gemahlen und das so erhaltene Mahlgut in die ge  wünscht Form übergeführt wird.  



  Die zur Erzielung der erforderlichen Klebefähigkeit  benötigte Temperatur kann durch die in der Mühle  entstehende Reibungswärme erzeugt und das so erhal-         tene    Mahlgut in die gewünschte Form     übergeführt    wer  den.  



  Man hat     festgestellt,    dass der     pH-Wert    der zu ver  wendenden Flüssigkeit     im    allgemeinen von der Art und  dem     pH-Wert    des zu verarbeitenden Tabakmaterials  (Zigarrentabak, Zigarettentabak) abhängig ist.  



  Sollen, was in     einzelnen    Fällen erwünscht sein  kann, geringe Mengen verschiedener Zusätze verwen  det werden - z. B. zur Verbesserung des Raucharomas  oder der     Wasserunlöslichkeit    des geformten Tabakpro  duktes -, so können diese vor dem Mahlgang der Flüs  sigkeit und/oder dem Tabak zugefügt werden. Dieses  Verfahren erlaubt     eine    kontinuierliche Arbeitsweise  und erfordert keine     pH-Kontrollen    des Tabakbreies  während der Fabrikation.  



  Im allgemeinen hat die Flüssigkeit einen     pH-Wert     von 4 bis 10. Vorzugsweise wird man in einem     pH-          Bereich    von 6 bis 10 und in besonderen Fällen bei       pH-Werten    von 7,5 bis 9 arbeiten. Zweckmässig ist die  Flüssigkeit Wasser oder eine wässrige Lösung einer  Säure, einer Base oder eines     Salzes,    wie Ammoniak  oder     Kaliumhydrogencarbonat.     



  Es wurde ferner gefunden, dass man die Eigen  schaften des geformten Tabakproduktes, z. B. das  Aroma oder die Farbe, durch geeignete Wahl des       pH-Wertes    der Flüssigkeit in Abhängigkeit von der  Sorte (heller oder dunkler Tabak), der     Vorbehandlung,     wie z. B.     Trocknungs-    oder     Fermentationsgrad,    und/  oder dem     pH-Wert    des eingesetzten Tabakmaterials  beeinflussen kann.  



  Der Mischung Tabak/Flüssigkeit können vor dem       Einführen    in die Mühle bis zu 3     Gew.-,1/o    eines tabak  fremden Bindemittels, wie     Methylcellulose,        Äthylcellu-          lose,        Natrium-carboxymethylcellulose,    usw., und/oder       bis        zu    5     Gew.-%        eines        Weichmachers,        wie        Glycerin,          Polyäthylenglykol    usw., zugefügt werden.

   Es können       auch        bis        zu    2     Gew.-%        eines        faserigen        Materials,        wie     Asbest usw., zugesetzt werden. Diese Stoffe können  aber auch dem aus der Mühle     ausfliessenden    Brei zu  gegeben werden.      Als Ausgangsmaterial verwendet man     vorteilhaft     grobzerkleinertes Material. Vorzugsweise wird die  Mischung Tabak/Flüssigkeit in     einer        Mühle    der nach  stehend beschriebenen Art bis zu     kollodialer    Grösse  gemahlen.

   Im allgemeinen wird in der Mühle unter  gleichzeitiger     Nassmahlung    homogenisiert und durch  die Reibungswärme auf höchstens 100  C erwärmt.  Man kann jedoch auch so vorgehen, dass die in der  Mühle durch die Reibungswärme hervorgerufene er  höhte Temperatur durch Kühlung auf eine bestimmte  Temperatur unter 100  C gesenkt wird. Es ist beson  ders vorteilhaft, wenn das Verfahren in einem einzigen  Arbeitsgang ausgeführt wird.  



  Vorteilhaft wird der aus der Mühle     fliessende,    noch  warme Tabakbrei zu geformtem Tabak getrocknet.  



  Das erfindungsgemäss hergestellte geformte Tabak  produkt kann als Zigarrentabak oder Zigarettentabak,  d. h. als Schnittgut, Umblatt oder Deckblatt, und auch  als Ersatz für Zigarettenpapier verwendet werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  500 Liter Wasser werden in einem Behälter durch  Zugabe von 100 g     Kaliumhydrogencarbonat    auf     pH     8,5 gebracht. Nach Zugabe von 100 kg Tabakmaterial  aus hellem Tabak (z. B.     Virginia)    wird die entstandene  Suspension mittels     Dosierpumpe    einer kontinuierlich  arbeitenden Mühle zugeführt und auf die gewünschte  Feinheit nassgemahlen. Nach kurzer     Anlaufzeit    steigt  die Temperatur des Mahlgutes ohne Zuführung von  Fremdwärme auf ca. 70  C; die     Verweilzeit    des Mahl  gutes wird auf ca. 15 Minuten eingestellt.

   Der noch  warme     ausfliessende    Tabakbrei wird direkt unter  Trocknung in die     gewünschte    Form     übergeführt.       <I>Beispiel 2</I>  600 Liter Wasser werden in einem Behälter durch  Zugabe von 50 ml einer 25     ohigen        Ammoniaklösung     auf     pH    8,0 gebracht. 100 kg dunkler Tabak (z. B.

         Java-Zigarrentabak),    2     %        Glycerin        (bezogen        auf        den     eingesetzten Tabak), 1 kg     Citronensäure    und 1,5 kg       Natriumcarboxymethylcellulose    werden zugesetzt. Die  Mischung wird mittels     Dosierpumpe    einer kontinuierlich  arbeitenden Mühle zugeführt, in welcher sie homogeni  siert wird und in welcher sie durch entstandene Rei  bung auf die für die Reaktion günstige Temperatur er  wärmt wird.

   Der aus der Mühle     ausfliessende        nassge-          mahlene    Tabakbrei wird direkt unter Trocknung in die       gewünschte    Form     übergeführt.     



  Eine Mühle, die zum Ausüben des Verfahrens     ge-          mäss    der Erfindung besonders geeignet ist, zeigt die  beiliegende Zeichnung.  



       Fig.    1 zeigt eine Seitenansicht der Mühle (Gehäuse  geschnitten),       Fig.    2 zeigt eine Draufsicht auf einen Horizontal  schnitt.  



  In einem zylindrischen Gehäuse 1 befindet sich ein  Rührwerk 2, das     im    wesentlichen aus einer Welle 3  mit versetzt, asymmetrisch     übereinander    angeordneten  Ringen 4 besteht. Die Welle 3 ist durch einen Elektro  motor 9     antreibbar.    Das Gehäuse 1 weist eine     öffnung     5 zum Zuführen des Mahlgutes auf, das aus Tabak  Flüssigkeit besteht. Es weist ferner eine Öffnung 6 zum  Abführen des gemahlenen Gutes auf, die mit     einer     Siebplatte 7 abgeschlossen ist. Das Gehäuse 1 ist mit  kleinen Kugeln 10, z. B. aus Metall oder aus einem an  deren geeigneten Material, gefüllt.

   In einer Leitung 11,    die sich an die     öffnung    5     anschliesst,    ist eine Pumpe  12, vorzugsweise eine     Mohnopumpe,    angeordnet.  



  Die Wirkungsweise der Mühle ist folgender Das       TabakiFlüssigkeitsgemisch    wird durch die     öffnung    5  mittels der Pumpe 12 in das Gehäuse 1 gefördert und       steigt    nach oben, wobei die Welle 3 mit hoher Dreh  zahl angetrieben wird. Beim Durchströmen des mit  Kugeln 10 gefüllten Gehäuses 1 werden die Tabakteile       feinst    zermahlen, wobei gleichzeitig ein     inniges    Vermi  schen auftritt.

   Die entstehende Reibungswärme wird  benutzt, um die Reaktion zwischen dem Tabakma  terial und der Flüssigkeit zu bewirken.     Überschüssige     Wärme kann durch ein     Kühlmedium    in einem das Ge  häuse 1 umgebenden     Kühlmantel    13 mit den Anschlüs  sen 14 für das     Kühlmedium        abgeführt    werden.  



  Eine Mühle der     vorbeschriebenen    Art ist z. B. die  von der Firma Gebr.     Netzsch,        Selb/Deutschland,    unter  der Typenbezeichnung     KE    5, 20, 50 und 100     vertriebene          Molinex-Mühle.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung. von geformten Tabak produkten, z. B. von flächenförmigen, fadenförmigen oder strangförmigen Tabakprodukten, dadurch gekenn zeichnet, dass Tabakmaterial in mindestens einem Arbeitsgang in einer Mühle mit einer Flüssigkeit ge mischt und fein gemahlen und das so erhaltene Mahl gut in die gewünschte Form übergeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zur Erzielung der erforderlichen Klebefähigkeit benötigte Temperatur durch die in einer Mühle entstehende Reibungswärme erzeugt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Flüssigkeit mit einem bestimmten pH-Wert, unabhängig von dem pH-Wert des Gemisches, verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der pH-Wert der Flüssigkeit von der Art des zu verarbeitenden Tabakmaterials abhän gig ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der pH-Wert der Flüssigkeit von dem pH-Wert des zu verarbeitenden Tabakmaterials abhängig ist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der pH-Wert der Flüssigkeit von der Art des zu erzeugenden Tabakproduktes, wie Zigarren-, Zigaretten-, Pfeifentabak, abhängig ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Flüssigkeit einen pH-Wert von 4 bis 10, vorzugsweise von 6 bis 10, aufweist. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der pH-Wert der Flüssigkeit zwi schen 7,5 und 9 liegt. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als Flüssigkeit Wasser oder eine wässrige Lösung einer Säure, einer Base oder eines Salzes verwendet wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Mischung Tabak/Flüssigkeit vor dem Einführen in die Mühle bis zu 3 Gew.-oh eines tabakfremden Bindemittels, wie Methylceilulose, Äthyl cellulose oder Natriumcarboxymethylcellulose, und/ oder bis zu 6 Gew.-1/o eines Weichmachers, wie Glyce- rin oder Polyäthylenglykol, zugefügt werden. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet dass dem aus der Mühle ausfliessenden Brei bis zu 3 Gew.-% eines tabakfremden Bindemittels, wie Methylcellulose, Äthylcellulose oder Natriumcarb- oxymethylcellulose, und/oder bis zu 5 Gew.-1/o eines Weichmachers wie Glycerin oder Polyäthylenglykol, zugefügt werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Mischung Tabak/Flüssigkeit vor dem Einführen in die Mühle bis zu 2 Gew.-1/o eines faserigen Materials, wie Asbest, zugefügt werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass dem aus der Mühle ausfliessenden Brei bis zu 2 Gew.-% eines faserigen Materials, wie Asbest, zugefügt werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass grobzerkleinertes Tabakmaterial verarbeitet wird. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mischung Tabak/Flüssigkeit bis zu kolloidaler Grösse gemahlen wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass unter gleichzeitiger Nassmahlung homogenisiert und durch die Reibungswärme auf höch stens 100 C erwärmt wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die in der Mühle durch die Rei bungswärme hervorgerufene erhöhte Temperatur durch Kühlung auf eine bestimmte Temperatur unter 100 C gesenkt wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass es in einem einzigen Arbeitsgang ausgeführt wird.
CH353467A 1966-03-16 1967-03-10 Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten CH472186A (de)

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