CH529519A - Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten

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CH529519A
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CH
Switzerland
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tobacco
products
liquid
milling
cord
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CH377466A
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Monique Dr Beringer
Paul Dr Buchmann
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Tamag Basel Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/10Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/12Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten
Es ist bekannt, dass die Korngrösse der zu geformten Tabakprodukten zu verarbeitenden Tabake oder Rippen einen wesentlichen Einfluss sowohl auf die Reissfestigkeit als auch auf die zu erreichende Elastizität des geformten Tabakproduktes hat. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von geformten Tabakprodukten in Gegenwart von keinen oder nur geringen Mengen Bindemitteln.



   Ferner ist bekannt, Tabak sowohl nass als auch trocken bis zu Kolloidalgrösse zu mahlen. Derartiges fein gemahlenes Tabakmaterial wird dann in Wasser oder in Lösungsmitteln suspendiert und die entstandene Suspension mit grossen Mengen Bindemitteln versetzt. Anderseits kann man solche Tabak suspensionen auch durch Erhitzen, eventuell unter Druck, zu einem Extrakt verarbeiten, welcher mit weiteren Tabakfraktionen gemischt werden kann, wobei man in diesen Fällen verhältnismässig kleine Mengen an Bindemitteln zusetzt. Bei all diesen Verfahren sind jedoch mehrere und demzufolge aucl komplizierte unwirtschaftliche Manipulationen notwendig.



   Gemäss vorliegender Erfindung kann man nun geformte Tabakprodukte, z. B. flächenförmige oder fadenförmige Tabak produkte u. dgl., vorzugsweise in einem einzigen   Arbeitsgange.   



  ohne erheblichen Energieaufwand und ohne Zuhilfenahme von teuren Apparaturen bei einem Minimum an Arbeitsaufwand herstellen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass man gemahlenes Tabakmaterial in einem einzigen Arbeitsgang mit einer mehrfachen Menge einer wässrigen Lösung, welche durch Zusatz mindestens eines chemischen Stoffes einen pH-Wert von 4 bis 10 aufweist, behandelt und den entstandenen Brei auf einem Band zu einer Folie trocknet.



  Die Behandlung des gemahlenen Tabakmaterials kann durch Mischen in einer vorzugsweise kontinuierlich arbeitenden Mühle mit einer Flüssigkeit geschehen, wobei in einem solchen Falle die zur Erzielung der erforderlichen Klebefähigkeit benötigte Temperatur durch die in der Mühle entstehende Reibungswärme erzeugt wird, und das so erhaltene Mahlgut in ein geformtes Tabakprodukt übergeführt wird.



   Sollen, was in einzelnen Fällen erwünscht sein kann, geringe Mengen verschiedener Zusätze verwendet werden z. B. zur Verbesserung des Raucharomas oder der Wasserunlöslichkeit des geformten   Tabakproduktes -,    so können diese vor der Mahlung der Flüssigkeit zugefügt werden. Dieses Verfahren erlaubt eine kontinuierliche Arbeitsweise und erfordert keine pH-Kontrollen des Tabakbreies während der Fabrikation.



   Vorzugsweise hat die Flüssigkeit einen pH-Wert von 4 bis
10. Im allgemeinen ist die Flüssigkeit Wasser oder eine wässerige Lösung einer Säure, einer Base oder eines Salzes, wie Ammoniak oder Kaliumdydrogencarbonat.



   Es wurde ferner gefunden, dass man die Eigenschaften des geformten Tabakproduktes, z. B. das Aroma oder die Farbe, durch geeignete Wahl des pH-Wertes der Flüssigkeit in Abhängigkeit von der Sorte (heller oder dunkler Tabak), der Vorbehandlung, wie z. B. Trocknungs- oder Fermentationsgrad, und/oder dem pH-Wert des eingesetzten Tabakmaterials beeinflussen kann.



   Der Mischung Tabak/Flüssigkeit können vor dem Einführen in die Mühle bis zu 3 Gew. % eines tabakfremden Bindemittels, wie Methylcellulose, Äthylcellulose, Natrium-carboxymethylcellulose usw., und/oder bis zu 5 Gew. % eines Weichmachers, wie Glycerin, Polyäthylenglykol usw., zugefügt werden. Es können auch bis zu 2 Gew. % eines faserigen Materials, wie Asbest usw., zugesetzt werden. Diese Stoffe können aber auch dem aus der Mühle   ausfliessenden    Brei zugegeben werden.



   Als Ausgangsmaterial verwendet man im allgemeinen grobzerkleinertes Material. Vorzugsweise wird die Mischung Tabak/Flüssigkeit in einer Kugelmühle bis zu kolloidaler Grösse gemahlen. Im allgemeinen wird in der Mühle unter gleichzeitiger Nassmahlung homogenisiert und durch die Reibungswärme auf bis zu   100    C erwärmt. Man kann jedoch auch so vorgehen, dass die in der Mühle durch die Reibungswärme hervorgerufene erhöhte Temperatur durch Kühlung auf eine bestimmte Temperatur unter   100"    C gesenkt wird.



  Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Verfahren in einem einzigen Arbeitsgang ausgeführt wird.



   Der aus der Mühle fliessende, noch warme Tabakbrei wird in an sich bekannter Weise zu geformtem Tabak getrocknet.



   Das erfindungsgemäss hergestellte geformte Tabakprodukt kann als Zigarrentabak, Pfeifentabak oder Zigarettenta  bak, d. h. als Schnittgut, Umblatt oder Deckblatt, und auch als Ersatz für Zigarettenpapier verwendet werden.



   Beispiel 1
500 Liter Wasser werden in einem Behälter durch Zugabe von 100 g Kaliumhydrogencarbonat auf pH 8,5 gebracht. Nach Zugabe von 100 kg Tabakmaterial wird die entstandene Suspension mittels Dosierpumpe einer kontinuierlich arbeitenden Kugelmühle zugeführt und auf die gewünschte Feinheit nassgemahlen. Nach kurzer Anlaufzeit steigt die Temperatur des Mahlgutes ohne Zuführung von Fremdwärme auf etwa   70"    C; die Verweilzeit des Mahlgutes wird auf etwa 15 Minuten eingestellt. Der noch warme ausfliessende Tabakbrei wird direkt unter Trocknung in die gewünschte Form übergeführt.

 

   Beispiel 2
600 Liter Wasser werden in einem Behälter durch Zugabe von 50 ml einer 25 %igen Ammoniaklösung auf pH 8,0 gebracht. 100 kg Tabak, 2% Glycerin (bezogen auf den eingesetzten Tabak), 1 kg Citronensäure und 1,5 kg Natriumcarboxymethylcellulose werden zugesetzt. Die Mischung wird mittels Dosierpumpe einer kontinuierlich arbeitenden Kugelmühle zugeführt, in welcher sie homogenisiert wird und in welcher sie durch die entstehende Reibung auf die für die Reaktion günstige Temperatur erwärmt wird. Der aus der Mühle ausfliessende nassgemahlene Tabakbrei wird direkt unter Trocknung in die gewünschte Form übergeführt. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Tabaklolien, dadurch gekennzeichnet, dass man gemahlenes Tabakmaterial in einem einzigen Arbeitsgang mit einer mehrfachen Menge einer wässrigen Lösung, welche durch Zusatz mindestens eines chemischen Stoffes einen pH-Wert von 4-10 aufweist, behandelt und den entstandenen Brei auf einem Band zu einer Folie trocknet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Tabakmaterial fein und vorzugsweise bis zu kolloidaler Korngrösse mahlt und den entstandenen Brei auf einem Band zu einer Folie trocknet.
    2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Lösung einer Säure, einer Base oder eines Salzes verwendet.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Base KOH verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung bzw. Emulsion eine Menge von höchstens 4 Gew. % (bezogen auf das Tabakmaterial) eines Bindemittels, wie Methylcellulose, Äthylcellulose zusetzt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung bzw. Emulsion einen Weichmacher, z. B. Glycerin oder Poly äthylenglykol, zusetzt.
CH377466A 1966-03-16 1966-03-16 Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten CH529519A (de)

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DE19671632162 DE1632162A1 (de) 1966-03-16 1967-03-15 Verfahren zur Herstellung von geformten Tabakprodukten
AT249667A AT280870B (de) 1966-03-16 1967-03-15 Mühle zum kontinuierlichen Mischen und Vermahlen von Tabakmaterial mit einer Flüssigkeit
GB02376/67A GB1171522A (en) 1966-03-16 1967-03-16 Process for Producing Shaped Tobacco Products
NL6703954A NL6703954A (de) 1966-03-16 1967-03-16
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN105228472A (zh) * 2013-05-13 2016-01-06 日本烟草产业株式会社 烟草材料、添加有该烟草材料的烟草制品及烟草材料的制造方法

Cited By (2)

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EP2957183A4 (de) * 2013-05-13 2016-11-16 Japan Tobacco Inc Tabakmaterial, tabakprodukt mit dem dazu hinzugefügten tabakmaterial und verfahren zur herstellung des tabakmaterials

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