CH477393A - Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen

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CH477393A
CH477393A CH240769A CH240769A CH477393A CH 477393 A CH477393 A CH 477393A CH 240769 A CH240769 A CH 240769A CH 240769 A CH240769 A CH 240769A CH 477393 A CH477393 A CH 477393A
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methyl
dibenzo
alkyl
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acid
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CH240769A
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English (en)
Inventor
Gerald Dr Rey-Bellet
Hans Dr Spiegelberg
Original Assignee
Hoffmann La Roche
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 in der R, Alkyl, Alkenyl oder Benzyl, R2 Wasserstoff oder Halogen und   R3    Alkyl darstellen, und deren Salzen.



   Der mit   Ri    bezeichnete Substituent stellt neben Benzyl vorzugsweise einen niederen   Alkyl-oder    Alkenylrest mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, z. B. den Methyl-, Propyl-oder Allylrest dar. Von den durch R2 neben Was  serstoff    definierten Halogenatomen sind Chlor und Brom bevorzugt. Der Substituent   R3    bedeutet vorzugsweise eine niedere Alkylgruppe mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Athyl, Isopropyl oder Butyl.



   Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel
EMI1.2     
 in der   Ri,      R    und   R3    die oben gegebene Bedeutung haben,   R4    eine Alkyliden-oder Aralkylidengruppe und A das Anion einer anorganischen oder organischen Säure darstellen, mit einem   Dehydratisierungsmittel    behandelt und eine erhaltene Base gegebenenfalls in ein Salz überführt.



   Die Reaktion wird zweckmässig mit einer Halogenwasserstoffsäure und zwar in wasserfreiem wie wasserhaltigem Milieu durchgeführt. Bevorzugt als Dehydratisierungsmittel ist eine alkoholische Halogenwasserstoffsäure, aber auch andere wasserabspaltende Mittel, wie Phosphoroxychlorid,   p-Toluolsulfochlorid,    Schwefelsäure, Zinckchlorid oder Kaliumbisulfat, z. B. in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie Chloroform oder Methylenchlorid sind verwendbar. Durch Erwärmen des Reaktionsgemisches wird die Wasserabspaltung beschleunigt. Alkyliden-oder Aralkylidengruppen   R4    werden unter den für die Dehydratisierung angegebenen   Bedin-    gungen verseift.



   Die Verbindungen der Formel I können in Salze übergeführt werden. Als Beispiele können genannt werden : Salze mit organischen Säuren, z. B. mit Essigsäure, Oxalsäure, Zitronensäure, Milchsäure, sowie Salze mit anorganischen Säuren, beispielsweise mit Chlorwasser  stoffsäure,    Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen tricyclischen Amine bestehen aus einem durch cis-trans-Isomerie und, sofern sie in den aromatischen Ringen substituiert sind, durch   Stellungsisomerie    bedingten Isomerengemisch, das nach an sich bekannten Methoden, z. B. aufgrund der verschiedenen Löslichkeit der Basen oder Additionssalze durch fraktionierte Kristallisation, aufgetrennt werden kann. Es ist vorteilhaft, bei ringsubstituierten Verbin  dungen    bereits die isomeren Ausgangsverbindungen vor der Weiterverarbeitung aufzutrennen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen der Formel I und deren Säureadditionssalze zeichnen sich durch vielfältige Wirkungen auf das Nervensystem aus.



  Die Verbindungen sind insbesondere antidepressiv wirksam.



   Die Verfahrensprodukte können als Heilmittel in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten   Trägermateriai    enthalten. Die pharmazeutischen   Präpa-    rate können in fester Form oder in flüssiger Form, z. B. als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen.



  Gegebenenfalls enthalten sie Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz-oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer.



  Sie können auch zusätzlich andere   iherapeutisch    wirksame Stoffe enthalten.



   Die Ausgangsverbindungen der Formel II sind neu.



  Sie können in an sich bekannter Weise wie folgt hergestellt werden :
Ein Ketal des 10-Brom-dibenzo [a,   d] cyclohepten-5-on    wird beispielsweise mit Hilfe einer metallorganischen Reaktion mit einem Alkyl (oder Alkenyl oder Benzyl)halogenid zu dem entsprechenden 10-Alkyl (oder Alke  nul    oder Benzyl)-Derivat umgesetzt, das durch Abspalten der Schutzgruppen in das 10-Alkyl (oder Alkenyl oder Benzyl)-dibenzo [a, d] cyclohepten-5-on übergeführt werden kann.

   Dieses wird in Gegenwart von 2 Grammatomen Natrium pro   1    Mol Keton mit einem unsubstituierten   3-Aminopropylhalogenid    umgesetzt, das Reaktionsprodukt zu dem entsprechenden 5-Hydroxy-5-aminopropyl-Derivat hydrolysiert, dieses mit einem aliphatischen oder araliphatischen Aldehyd, vorzugsweise mit Acetaldehyd oder Benzaldehyd, umgesetzt und die erhaltene Schiff'sche Base durch Einwirken eines Alkylierungsmittels, insbesondere durch Behandeln mit einem Alkylhalogenid oder mit einem Toluolsulfonsäurealkylester quaternisiert.



   Beispiel
13,2 g rohes   N-Benzyliden-N- [3- (5'-hydroxy-10'-me-      thyl-dibenzo    [a, d] cyclohepten-5'-yl)-propyl]-N-methyl-am  monium-p-toluolsulfonat    werden in 100 ml   1    n Salzsäure   gelöst und 15    Minuten auf dem Dampfbad erwärmt, dann gekühlt und durch Zugabe von Kaliumcarbonat alkalisch gestellt. Das ausfallende 01 wird mit Äther extrahiert.



  Der Extrakt wird getrocknet und mit äthanolischer Salzsäure versetzt. Das ausfallende   5- (3'-Methylamino-pro-    pyliden)-10-methyl-dibenzo [a, d] cyclohepten-hydrochlorid schmilzt nach dem Umkristallisieren aus   Athanol/Athyl-    äther bei   200-202 C.   



   Das   N-Benzyliden-N- [3- (5-hydroxy-10-methyl-diben-    zo [a.   d] cyclohepten-5'-yl)-propyl]-N-methyl-ammonium-p-    -toluolsulfonat kann wie folgt hergestellt werden :
50 g 10-Brom-dibenzo [a, d] cyclohepten-5-on in 150 ml   Athylenglykol    werden unter starkem Rühren mit Salzsäuregas gesättigt. Die Temperatur steigt dabei bis auf   85 C.    Das Reaktionsgemisch wird anschliessend eine weitere Stunde bei   100 C    (Badtemperatur) gerührt, dann gekühlt und in überschüssige eiskalte Natronlauge einge  gossen.    Das ausfallende 5,5-Athylendioxy-10-brom-dibenzo [a, d] cyclohepten schmilzt nach dem Umkristallisieren aus hochsiedendem   Petroläther    bei 171 bis   172 C.   



   9   g    Magnesiumspäne werden mit einigen Tropfen Methyljodid beimpft, sobald die Reaktion einsetzt, wird eine Lösung von 78,6 g 5,5-Äthylendioxy-10-brom-dibenzo [a, d] cyclohepten in 450 ml trockenem peroxydfreiem Tetrahydrofuran in der Weise zugetropft, dass die Innentemperatur zwischen 40 und   42 C    gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend weitere 3 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt, wobei das Magnesium fast völlig verschwindet.



   Die entstehende hellbraune Lösung wird mit Eiswasser gekühlt, mit einer Lösung von 34   g    Methyljodid in 50 ml trockenem peroxydfreiem Tetrahydrofuran versetzt, 2 Stunden unter Rückflussbedingungen gerührt, dann erneut mit Eiswasser gekühlt und mit einer kalt gesättigten Ammoniumchloridlösung zerlegt. Das Tetrahydrofuran wird unter vermindertem Druck eingedampft.



  Der Rückstand wird in Chloroform aufgenommen. Die Chloroformlösung wird mit Wasser gewaschen und eingedampft. Das zurückbleibende 5,5-Athylendioxy-10-me  thyl-dibenzo    [a, d] cyclohepten   lässt    sich aus Methanol umkristallisieren.



   25 g 5,5-Athylendioxy-10-methyl-dibenzo [a, d] cyclohepten. 25 ml konzentrierte Salzsäure und 250 ml Aceton werden eine Stunde unter   Rückflussbedingungen    auf dem Dampfbad erhitzt. Das Lösungsmittel wird anschliessend abgedampft. Der Rückstand wird in Methylenchlorid aufgenommen, mit einer Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen und eingedampft. Das zurückbleibende   10-Methyl-dibenzo      [a, d] cyclohepten-5-on      lässt    sich aus Methanol umkristallisieren.



   6,7 g   10-Methyl-dibenzo    [a, d] cyclohepten-5-on werden in 20 ml trockenem Toluol gelöst und in 30 ml über Natriumschnitzel getrocknetem flüssigem Ammoniak unter Rühren eingetropft. In das Reaktionsgemisch werden im Verlauf von 30 Minuten 1,4 g Natrium stückweise eingetragen. Das Gemisch wird noch eine weitere Stunde gerührt und dann mit 3,5 g frisch destilliertem   1-Chlor-3-    -aminopropan (freie Base) in 20 ml trockenem Toluol versetzt. Das Reaktionsgemisch wird nach 12stündigem Rühren vorsichtig mit Wasser zerlegt. Die organische Phase wird abgetrennt und mit 4,0 g   Benzaldehyd    versetzt. Das Toluol wird mit dem freiwerdenden Wasser unter vermindertem Druck abdestilliert.

   Die zurückbleibende Benzylidenverbindung wird mit 5,0 g p-Toluolsulfosäuremethylester vermischt, langsam erwärmt und 30 Minuten bei   120 C    gehalten, wobei das gewünschte N-Benzyliden-N-   [3- (5'-hydroxy-10'-methyl-dibenzo    [a, d] cyclohepten-5'-yl)-propyl]-N-methyl-ammonium-p-toluolsulfonat gebildet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Verbindungen der allgemeinen Formel EMI2.1 in der Ri Alkyl, Alkenyl oder Benzyl, R2 Wasserstoff oder Halogen und R3 Alkyl darstellen, und deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI3.1 worin R4 eine Alkyliden-oder Aralkylidengruppe und A das Anion einer anorganischen oder organischen Säure darstellen, mit einem Dehydratisierungsmittel behandelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine erhaltene Base in ein Salz über- führt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, in der Ri Methyl oder Allyl darstellt, einsetzt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein quartäres 5-Hydroxy-5- (N-methyl-N-benzyliden- -aminopropyl)-10-methyl-dibenzo [a, d] cyclohepten-Salz verwendet.
CH240769A 1966-03-17 1967-02-07 Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen CH477393A (de)

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