CH478798A - Verfahren zur Herstellung von neuen Dekahydrochinolinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Dekahydrochinolinverbindungen

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CH478798A
CH478798A CH1210267A CH1210267A CH478798A CH 478798 A CH478798 A CH 478798A CH 1210267 A CH1210267 A CH 1210267A CH 1210267 A CH1210267 A CH 1210267A CH 478798 A CH478798 A CH 478798A
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decahydroquinoline
phenyl
cyano
dependent
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Raymond Dr Bernasconi
Karl Dr Schenker
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Ciba Geigy
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen D ekahydrochinolinverbindungen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung voll 6-R-6-R'-Dekanhydrochinolinen, worin R eine veresterte Carboxylgruppe und R' einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest bedeutet, und ihrer Salze.



   Eine veresterte Carboxylgruppe ist z.B. eine mit einem Alkanol veresterte Carboxylgruppe, wie eineCarbalkoxygruppe, vorzugsweise eine niedere Carbalkgruppe, wie eine Carbomethoxy-, Carbäthoxy- oder Carbonpropoxygruppe.



   Der Phenylrest in 6-Stellung kann unsubstituiert oder ein- oder mehrfach substituiert sein. Als Substituenten kommen dabei insbesondere niedere Alkylreste, niedere Alkoxygruppen, Halogenatome oder Trifluoromethylgruppen in Betracht.



   Die neuen Dekahydrochinoline können weitere Substituenten enthalten, insbesondere niedere Alkylreste, beispielsweise an den Ringkohlenstoffatomen oder insbesondere am Ringstickstoffatom in   1-Stellung.   



   Niedere Alkylreste sind beispielsweise Methyl-,   Äthyl,-    Propyl- oder Isopropylgruppen, gerade oder verzweigte in beliebiger Stellung verbundene Butyl-, Pentyl- oder Hexylgruppen. Niedere Alkoxygruppen sind insbesondere Methoxy-,   Äthoxy-,    Propoxy-, Butoxy- oder Pentyloxygruppen und als Halogenatome kommen insbesondere Fluor-, Chlor- oder Bromatome in Betracht.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere eine hustenstillende Wirkung. Diese lässt sich an der Taube als eine elektive Hemmung der elementaren exspiratorischen Aktivität oder an der Katze als Hemmung des Hustenreflexes nachweisen. Ferner besitzen die neuen Verbindungen eine analgetische Wirkung. Sie können daher als Hustenmittel oder als Analgetika Verwendung finden. Sie können aber auch als Zwischenprodukte zur Herstellung von Heilmitteln dienen.



   Besonders hervorzuheben sind die Verbindungen der Formel
EMI1.1     
 worin R1 eine niedere Carbalkoxygruppe, R2 einen niederen Alkylrest, einen niederen Alkoxyrest, ein Halogenatom, eine Trifluoromethylgruppe oder insbesondere ein Wasserstoffatom und R3 einen niederen Alkylrest oder insbesondere ein Wasserstoffatom bedeutet.



   Besonders wertvoll als hustenstillende Mittel sind das 6-Carbomethoxy-6-phenyl-dekahydrochinolin und das 6 -Carbäthoxy-6-phenyl-dekahydrochinolin.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein entsprechendes   6-Cyano-6-R-dekahydrochinolin,    oder ein Salz davon mit einem Alkohol und Wasser umsetzt.



   Die Umsetzung kann in üblicher Weise erfolgen, vorzugsweise durch Behandeln mit einem Alkohol in Anwesenheit geringer Mengen Wasser. Vorzugsweise arbeitet man in Gegenwart einer starken Säure, z.B. einer Mineralsäure, wie Schwefelsäure und vorteilhaft in Gegenwart von Ammoniumchlorid.



   In erhaltenen Verbindungen kann man Substituenten einführen oder abspalten. So kann man beispielsweise erhaltene Verbindungen, die am Stickstoffatom in   1 -Stel-    lung des Chinolinrings unsubstituiert sind, am Stickstoffatom substituieren, z.B. alkylieren bzw. benzylieren.



   Diese Substitution kann in üblicher Weise erfolgen, beispielsweise durch Umsetzen mit einem reaktionsfähi gen Ester eines entsprechenden Alkohols oder durch reduktive Alkylierung, d.h. durch Umsetzen mit einer entsprechenden Oxoverbindung und anschliessender Reduktion. Als reaktionsfähige Ester kommen dabei insbesondere Ester mit starken organischen oder anorganischen Säuren wie Halogenwasserstoffsäuren, z.B. Chlor- oder   Bromwasserstoffsäuren,    oder Arylsulfonsäuren, wie p Toluol-,   p-Brombenzol-oder    Benzolsulfonsäuren, in Frage. Als Reduktionsmittel verwendet man vor allem katalytisch erregten Wasserstoff oder Ameisensäure.



   Je nach den Verfahrensbedingungen und Ausgangs stoffen erhält man die Endstoffe in freier Form oder in der ebenfalls in der Erfindung inbegriffenen Form ihrer Salze. Die Salze der Endstoffe können in an sich bekannter Weise, z.B. mit Alkalien oder Ionenaustauschern in die freien Basen übergeführt werden. Von den letzteren lassen sich durch Umsetzung mit organischen oder anorganischen Säuren, insbesondere solchen, die zur Bildung von therapeutisch verwendbaren Salzen geeignet sind, Salze gewinnen.

   Als solche Säuren seien beispielsweise genannt: Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäuren, Phosphorsäuren, Salpetersäure, Perchlorsäure, aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie Ameisen-, Essig-, Propion-, Bernstein-, Glykol-, Milch-, Äpfel-, Wein-, Zitronen-, Ascorbin-, Malein-, Hydroxymalein- oder Brenztraubensäure; Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-, Anthra  nil-,    p-Hydroxy-benzoe-, Salicyl- oder p-Aminosalicylsäure, Embonsäure, Methansulfon-,   Athansulfon-,    Hydroxyäthansulfon-,   Äthylensulfonsäure;    Halogenbenzol sulfon-, Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäure oder Sulfanilsäure; Methionin, Tryptophan, Lysin oder Arginin.



   Diese oder andere Salze der neuen Verbindungen, wie z.B. die Pikrate, können auch zur Reinigung der erhaltenen freien Basen dienen, indem man die freien Ba sen in Salze überführt, diese abtrennt und aus den Salzen wiederum die Basen freimacht. Infolge der engen Beziehungen zwischen den neuen Verbindungen in freier Form und in Form ihrer Salze sind im Vorausgegangenen und nachfolgend unter den freien Basen sinn- und zweckmässig, gegebenenfalls auch die entsprechenden Salze zu verstehen.



   Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformen des Verfahrens, bei denen man die Ausgangsstoffe unter den Reaktionsbedingungen bildet, oder bei denen die Reaktionskomponenten gegebenenfalls in Form ihrer Salze vorliegen.



   Für die erfindungsgemässen Reaktionen werden vornehmlich solche Ausgangsstoffe verwendet, die die oben erwähnten bevorzugten Verbindungen ergeben.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können in an sich bekannter Weise erhalten werden.



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten 6-Cyano-6-R' -dekahydrochinoline können beispielsweise erhalten werden, indem man ein   2-(p-Cyanoäthyl)-4-Cyano-4-R'-cy-    clohexanon reduziert, intramolekular kondensiert und die entstandene Azomethindoppelbindung reduziert.



   Die neun Verbindungen können als Gemische ihrer cis- und trans-Formen, reine cis- oder reine trans-Formen (Racemate) oder als optische Antipoden vorliegen.



  Gemische der cis- und trans-Formen können aufgrund der physikalischchemischen Unterschiede der Bestandteile in an sich bekannter Weise in die reinen cis- bzw.   trans-Fornen    aufgetrennt werden, beispielsweise durch Chromatographie und/oder fraktionierte Kristallisation.



   Racemische Ausgangs-, Zwischen- bzw. Endprodukte lassen sich nach bekannten Methoden, beispielsweise wie folgt in die optischen Antipoden zerlegen: Die racemischen Basen, gelöst in einem geeigneten inerten Lösungsmittel, setzt man mit einer optisch aktiven Säure um und trennt die erhaltenen Salze, z.B. aufgrund ihrer verschiedenen Löslichkeiten, in die Diasteromeren, aus denen die Antipoden der neun Basen durch Einwirkung alkalischer Mittel freigesetzt werden können. Besonders gebräuchliche optisch aktive Säuren sind die D- und L-Formen von Weinsäure, Di-o-Toluylweinsäure, Äpfelsäure, Mandelsäure, Camphersulfonsäure oder Chinasäure. Die Trennung kann beispielsweise auch durchgeführt werden, indem man das erhaltene reine Racemat aus einem optisch aktiven Lösungsmittel umkristallisiert.



   Die neuen Verbindungen können z.B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie in freier Form oder gegbenenfalls in Form ihrer Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten.



   Die neuen Verbindungen können auch in der Tiermedizin, z.B. in einer der oben genannten Formen oder in Form von Futtermitteln oder von Zusatzmitteln für Tierfutter verwendet werden.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel I
10,2 g   trans- l-Methyl-6-phenyl- 6-cyano-dekahydro-    chinolin-hydrochlorid werden in 16 ml Äthanol gelöst, mit 14,17 g   96%iger    Schwefelsäure, 1,90 ml Wasser und 2,18 g Ammoniumchlorid versetzt und 8 Stunden auf 1500 im Autoklaven erhitzt. Das dunkelbraune öl wird in Wasser gelöst, die wässrige Lösung zweimal mit je 100 ml Toluol extrahiert und bei   0     mit gesättigter Soda Lösung auf den pH-Wert 11 eingestellt und dreimal mit je 400 ml Chloroform extrahiert. Die organischen Phasen werden zweimal mit je 200 ml Wasser nachgewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Filtrat eingedampft. Das so erhaltene braune öl wird in wenig Toluol gelöst und über 160 g Aluminiumoxyd (Aktivität II, neutral) chromatographiert. Als Eluierungsmittel verwendet man 3,5 Liter Toluol.

   Diese erste Fraktion ergibt das   trans-l-Methyl-6-phenyl-6-carbäthoxy-de-    kahydrochinolin.



   Das Hydrochlorid kristallisiert aus Essigester und schmilzt bei   189-192 .    Die Verbindung erweist sich im Dünnschichtchromatogramm als einheitlich.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   trans-1-Methyl-    -6-phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin-hydrochlorid kann auf folgende Weise hergestellt werden:
27,6 g 2-(p-Cyanoäthyl)-4-cyano-4-phenyl-cyclohexanon werden in einem Liter Äthanol gelöst und mit 10,8 g   Raney-Nickel    unter Normaldruck bei 400 hydriert. Nach ungefähr 38 Stunden hört die Hydrierung nach einer Wasserstoffaufnahme von 92% der Theorie auf. Die Lösung wird durch Filtration vom Katalysator befreit und eingedampft. Das zurückbleibende gelbe öl wird in 500 ml Methanol gelöst und mit 25 g Natriumborhydrid 1 Stunde bei Raumtemperatur und anschliessend 20 Minuten am Rückfluss weiterreduziert.



   Zur Aufarbeitung werden 250 ml Methanol am Vakuum abdestilliert, die methanolische Lösung mit 1 Liter Wasser verdünnt. zweimal mit je 500 ml Chloroform extrahiert, die organischen Phasen vereinigt, getrocknet, abgenutscht und das Filtrat eingedampft. Der ölige Rückstand wird in 500 ml Toluol gelöst mit   ln-Salzsäure    extrahiert, die salzsauren Auszüge durch Zusatz von Natronlauge auf den pH-Wert 13 eingestellt und mit Chloroform extrahiert. Die Chloroform-Extrakte werden über Natriumsulfat getrocknet. Das nach dem Verdampfen des Chloroforms zurückbleibende öl wird am Hochvakuum destilliert. Man erhält so ein Gemisch von cis-6-Cyano  - 6-phenyl-dekahydrochinolin    und   trans- 6-Cyano-6-phenyl-    -dekahydrochinolin, Kp.   180-190       (0,2-0,15    Torr.).



   30 g eines Gemisches von cis-6-Phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin und trans-6-Phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin werden in 670 ml   98%iger    Ameisensäure gelöst.



  Zu dieser Lösung tropft man 16,7 ml   40% ige    Formalinlösung und kocht 7 Stunden am Rückfluss. Die überschüssige Ameisensäure wird am Vakuum   eingedampft.   



  Der Rückstand wird in Wasser gelöst und die Lösung zweimal mit Toluol extrahiert. Die wässrige Lösung wird durch Zugabe von wässriger Natronlauge bei   0     auf den pH-Wert 13 gestellt und dreimal mit 300 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformlösung wird zweimal mit 300 ml Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Filtrat am Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird am Hochvakuum destilliert und liefert ein Gemisch von   cis- 1 -Methyl-6-phenyl-6-    -cyano-dekahydrochinolin und   trans-1-Methyl-6-phenyl-    -6-cyano-dekahydrichinolin, Kp. 1850 (0,3 Torr.).

   Dieses wird in 25   ml    Isopropanol gelöst und durch Zutropfen einer Lösung von Chlorwasserstoffsäure in Essigester das   trans- 1 -Methyl-6-phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin-     -hydrochlorid ausgefällt, F.   241-243 .   



   Dieses Hydrochlorid ist im Dünnschichtchromatogramm (System: Chloroform mit Ammoniak gesättigt und Toluol   1:1;    Träger: Silicagel, Indikator: Jod) einheit lich und frei von der cis-Form.



   Beispiel 2
12,2 g   trans-l    -Benzyl-6-phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin-hydrochlorid werden in 24,4 ml Methanol gelöst, mit 13,71 g   96%iger    Schwefelsäure, 1,88 ml Wasser und
2,09 g Ammoniumchlorid versetzt und 8 Stunden im Autoklaven auf 1500 erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser gelöst, die wässrige Lösung zweimal mit je
100 ml Toluol extrahiert und bei   0     mit gesättigter Soda
Lösung auf den pH-Wert 11 eingestellt und dreimal mit je 400   ml    Chloroform extrahiert. Die organischen Phasen werden zweimal mit je 200 ml Wasser nachgewaschen,  über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Fil trat eingedampft. Die so erhaltene Base wird in wenig
Toluol gelöst und auf 500 g Aluminiumoxyd (Aktivi tät II, neutral) chromatographiert.

   Die ersten Fraktionen, eluiert mit 2,5 Liter Toluol und 4 Liter Toluol/Chloro form 4:1, liefern das   trans-l-Benzyl-6-phenyl-6-carbo-    methoxy-dekahydrochinolin. Durch Lösen in Essigester und Versetzen mit einer Lösung von Chlorwasserstoff säure in Essigester erhält man das trans-1-Benzyl-6-phe    nyl-6-carbomethoxy-dekahydrochinolin - hydrochlorid    in kristalliner Form, F. 2480.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete trans-1-Benzyl  -6-phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin kann auf folgender
Weise hergestellt werden:
37,4 g eines Gemisches von cis-6-Phenyl-6-cyano-de kahydrochinolin und trans-6-Pheny]-6-cyano-dekahydro chinolin werden in 350 ml Aceton und mit 20,8 g Benzyl chlorid, 43 g Pottasche und 0,5 g Kaliumjodid 15 Stun den am Rückfluss gekocht und durch Abnutschen von den anorganischen Salzen befreit. Das Filtrat wird einge dampft; der Rückstand in 500 ml Chloroform gelöst und zweimal mit je 250 ml Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Filtrat wieder eingedampft.

   Das so erhaltene öl wird in 500   ml    Aceton gelöst und durch Zutropfen von einer Lösung von Chlorwasserstoffsäure in Essigester das trans-1-Benzyl-6-phe  nyl-6-cyano-dekahydrochinolin-hydrochlorid, F. 276-278 ,    ausgefällt.



   Die Verbindung ist im Dünnschichtchromatogramm (System Chloroform mit Ammoniak gesättigt und Toluol    1: 3,    Träger: Silicagel, Indikator: Jod) einheitlich und frei von der cis-Form.



   Beispiel 3
10,5 g   trans-l      -Methyl-6-phenyl-6-cyano -dekahydro-    chinolin-hydrochlorid werden in 26,25 ml Methanol ge löst, mit 14,8 ml   96% Der    Schwefelsäure, 2,07 ml Was ser, 2,28 g Ammoniumchlorid versetzt und 8 Stunden bei
1500 im Autoklaven erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser gelöst, die wässrige Lösung zweimal mit je
100 ml Toluol extrahiert und bei   0     mit gesättigter Soda
Lösung auf den pH-Wert 11 eingestellt und dreimal mit je 400 ml Chloroform extrahiert. Die organischen Phasen werden zweimal mit je 200 ml Wasser nachgewaschen,  über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Fil trat eingedampft. Die so erhaltene Base wird in wenig
Toluol gelöst und auf 200 g Aluminiumoxyd (Aktivität
II, neutral) chromatographiert.

   Die ersten Fraktionen, eluiert mit 2 Litern Toluol und 2 Litern Toluol/Chloro form 4:1 liefern das trans-1-Methyl-6-phenyl-6-carbo methoxy-dekahydrochinolin. Durch Lösen in Essigester und Versetzen mit einer Lösung von Chlorwasserstoff säure in Essigester erhält man das trans-1-Methyl-6-phe  nyl-6-carbomethoxy-dekahydrochinolin-hydrochlorid,    F.



     219-2210.    Die Verbindung erweist sich im Dünnschicht chromatogramm als einheitlich.



   Beispiel 4
5,3   3      cis- 1      cis-1-Benzyl-6-phenyl-6-cyano-dekahydrochino-       lin-hydrochlorid    werden in 10,4 ml Methanol gelöst und mit 5,84 g   96S0iger    Schwefelsäure, 0,8 ml Wasser und
0,88 g Ammoniumchlorid 8 Stunden bei 1500 gekocht.



   Das Reaktionsgemisch wird in Wasser gelöst, die wäss rige Lösung zweimal mit je 100 ml Toluol extrahiert und bei   0     mit gesättigter Soda-Lösung auf den pH-Wert 11 eingestellt und dreimal mit je 400 ml Chloroform extra hiert. Die organischen Phasen werden zweimal mit je
200 ml Wasser nachgewaschen, über Natriumsulfat ge trocknet, abgenutscht und das Filtrat eingedampft. Die so erhaltene rohe Base wird in wenig Toluol gelöst und über 300 g Aluminiumoxyd (Aktivität II, neutral) chroma tographiert. Die ersten mit 1,5 Litern Toluol eluierten
Fraktionen ergeben das   cis- 1 -Benzyl-6-phenyl-6-carbome-    thoxy-dekahydrochinolin.

   Durch Lösen dieser Verbin dung in Essigester und Versetzen mit einer Lösung von
Chlorwasserstoffsäure in Essigester und Zugabe von  Äther erhält man das cis-1-Benzyl-6-phenyl-6-carbome thoxy-dekahydrochinolin-hydrochlorid, F.   171 - 1730.    Die
Verbindung erweist sich im Dünnschichtchromatogramm als einheitlich.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   cis- 1 -Benzyl-     -6-phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin-hydrochlorid kann auf folgende Weise hergestellt werden:
37,4 g eines Gemisches von cis-6-Phenyl-6-cyanodeka hydrochinolin und   trans-6-Phenyl-6-cyano-dekahydrochi-    nolin werden in 350 ml Aceton und mit 20,8 g Benzyl chlorid, 43   gPottasche    und 0,5 g Kaliumjodid 15 Stun den am Rückfluss gekocht und durch Abnutschen von den anorganischen Salzen befreit. Das Filtrat wird ein   gedampft;    der Rückstand in 500 ml Chloroform gelöst und zweimal mit je 250 ml Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Filtrat wieder eingedampft.

   Das so erhaltene Ö1 wird in 500 ml Aceton gelöst und durch Zutropfen von einer Lösung von Chlorwasserstoffsäure in Essigester das trans-1-Benzyl-6 -phenyl-6-cyano-dekahydrochinolin-hydrochlorid, F. 2762780, ausgefällt.



   Die Verbindung ist im Dünnschichtchromatogramm (System Chloroform mit Ammoniak gesättigt und Toluol   ] : 3,    Träger: Silicagel, Indikator: Jod) einheitlich und frei von der cis-Form.



   Die Mutterlauge wird eingedampft. Der Rückstand wird in Wasser gelöst und die Lösung zweimal mit Toluol extrahiert. Die wässrige Lösung wird durch Zugabe von wässriger Natronlauge bei   0     auf den pH-Wert 13 gestellt und dreimal mit 300 ml Chloroform extrahiert.



  Die Chloroform-Lösung wird zweimal mit 300 ml Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Filtrat am Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird in wenig Toluol gelöst und über 600 g Aluminiumoxyd (Aktivität II, neutral) chromatographiert. Die erste Fraktion eluiert mit 1 Liter Toluol gibt das reine   cis- 1 -Benzyl-6-phenyl-6-cyano-dekahydrochino-    lin. Diese Verbindung wird in Essigester gelöst und mit einer Lösung von Chlorwasserstoffsäure in Essigester versetzt. Man erhält so das   cis-l-Benzyl-6-phenyl-6-cya-    no-dekahydrochinolin-hydrochlorid, F.   220-221 .   



   Diese Verbindung ist im Dünnschichtchromatogramm einheitlich und frei von der trans-Form.



   Beispiel 5
21,3 g   trans- 1 -Benzyl-6-phenyl-6-cyano-dekahydro-    chinolin werden in 34,2 ml Äthanol gelöst und 8 Stunden bei 1500 im Autoklaven mit 26,5 g   96% Der    Schwefelsäure, 3,55 ml Wasser und 3,77 g Ammoniumchlorid gekocht. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser gelöst, die wässrige Lösung zweimal mit je 100 ml Toluol extrahiert und bei   0     mit gesättigter Soda-Lösung auf den pH Wert 11 eingestellt und dreimal mit je 400 ml Chloroform extrahiert. Die organischen Phasen werden zweimal mit je 200 ml Wasser nachgewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, abgenutscht und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand wird in wenig Toluol gelöst und über 500 g Aluminiumoxyd (Aktivität II, neutral) chromatographiert.

   Die ersten mit 3,5 Litern Toluol und 1 Liter Toluol/Chloroform 3:1 eluierten Fraktionen ergeben das   trans- 1 -Benzyl-6-phenyl-6-carbäthoxy-dekahydrochinolin.   



   Beispiel 6
In analoger Weise wie in Beispiel 1 beschrieben kann man aus trans-6-Cyano-6-phenyl-dekahydro-chinolin-hydrochlorid das   trans-6-Carbäthoxy-6-phenyl-dekahydro-    chinolin-hydrochlorid, F.   227-229 ,    erhalten.



   Beispiel 7
In analoger Weise wie im Beispiel 2 beschrieben kann man aus   trans-6-Cyano-6-phenyl-dekahydro-chinolin-hy-    drochlorid das trans-6-Carbomethoxy-6-phenyl-dekahydro-chinolin-hydrochlorid, F.   207-209 ,    erhalten.



   Beispiel 8
In analoger Weise wie in Beispiel 2 beschrieben kann man aus   cis-6-Cyano-6-Phenyl-dekahydro-chinolin-hydro    chlorid das cis-6-Carbomethoxy-6-phenyl-dekahydro-chinolin-methansulfonat, F.   261-2650,    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 6-R-6-R'-Dekohydrochinolinen, worin R eine veresterte Carboxylgruppe und R' einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest bedeuten und ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man ein entsprechendes 6- Cyano-6-R' -Dekahydrochinolin, oder ein Salz davon mit einem Alkohol und Wasser umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 6-Cyano-6-R'-Dekahydrochinolin mit einem Alkohol und Mineralsäure in Anwesenheit geringer Mengen Wasser umsetzt.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Anwesenheit von einem Ammoniumsalz umsetzt.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von conz. Schwefelsäure und Ammoniumchlorid umsetzt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet dass man erhaltene in 1-Stellung unsubstituierte Verbindungen in l-Stellung alkyliert oder benzyliert.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI4.1 worin R1 eine niedere Carbalkoxygruppe, R2 einen niederen Alkylrest, einen niederen Alkoxyrest, ein Halogenatom, eine Trifluormethylgruppe oder ein Wasserstoffatom und R3 einen niederen Alkylrest, einen Benzylrest oder ein Wasserstoffatom bedeutet, geignete Ausgangsstoffe einsetzt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Racemate in die optischen Antipoden aufspaltet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze umwandelt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Verbindungen umwandelt.
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