CH483522A - Verfahren zum Abdichten von Felswänden - Google Patents
Verfahren zum Abdichten von FelswändenInfo
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- E21D11/00—Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
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Description
Verfahren zum Abdichten von Felswänden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abdichten von Felswänden, insbesondere Tunnelwänden, unter Ver wendung von Beton, sowie eine Dichtungsplatte zur Durchführung des Verfahrens.
Bei der Abdichtung von z. B. Tunnelwänden ist es bekannt, das Wasser von den Wasserdurchtrittsöffnun- gen aus über ein Rohrsystern entlang der Tunnelwand zu der Tunnelsohle abzuleiten. Zur vollkommenen<B>Ab-</B> dichtung der Felsfläche ist es darüber hinaus auch noch erforderlich, die gesamte Oberfläche des Tunnels durch Aufbringen von Bitumen oder Folien abzudichten. über die Bitumen- oder Folienschicht muss meist noch eine weitere Betonschicht aufgebracht werden, um ein<B>Ab-</B> lösen der Dichtungsschicht durch aufgestautes Wasser und den sich dabei bildenden Druck zu verhindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver fahren zum Abdichten von Felswänden zu finden, durch das eine zuverlässige Abdichtung erreicht werden kann und das einen zweiten Betonmantel zur Aufnahme des Wasserdruckes überflüssig macht. Um dies zu erreichen, ist das Verfahren nach der Erfindung dadurch gekenn zeichnet, dass der auf die Felswandung aufzubringende Beton zwischen eine durch ein Gerüst der Gestalt der Felswand angepasste, aus wasserdich miteinander ver bundenen, auf ihrer der Wand zugekehrten Seite mit Verankerungsteilen versehenen Dichtungsplatten beste hende Schalung und die Felswand eingebracht wird, so dass die Dichtungsplatten nach Beseitigung des Gerüstes durch die Verankerungselemente im Beton gehalten werden.
Die den Gegenstand einer weiteren Erfindung bildende Dichtungsplatte weist mindestens eine Veran- kerungsleiste und an ihren einander gegenüberliegenden Längsrändern Verankerungsprofile auf, die so ausge bildet sind, dass sie mit einem Verankerungsprofil einer jeweils angrenzenden Dichtungsplatte wasserdicht ver ankert werden können. Fig. <B>1</B> und 2 zeigen Ausführungsbeispiele des Ver fahrens nach der Erfindung mit horizontaler bzw. verti kaler Anordnung von rechteckigen Dichtungsplatten in einem Tunnelgewölbe in vereinfachter und perspekthri- scher Darstellung.
In Fig. <B>3</B> ist ein Querschnitt durch eine beispielhafte Ausführungsforrn der erfindungsgemässen Dichtungs platte dargestellt.
Fig. 4 zeigt den Querschnitt durch eine senkrecht zur Tunnelachse in eine Fuge zwischen zwei Dichtungs platten eingesetzte Hohlprofilleiste.
Die Montage der beispielsweise rechteckigen Dich tungsplatten erfolgt vor dem Ausbetonieren entweder in einer Lage senkrecht zur Tunnelachse oder parallel zu ihr auf ein übliches Schalungsgerüst. Dabei kann auf sonst erforderliche Schalungsbretter verzichtet werden, da die untereinander dicht verbundenen Dichtungsplat ten eine dichte Schalung für den Beton bilden. Die miteinander verbundenen Dichtungsplatten wirken als Innendichtung und auch als innere Sichtverschalung des Tunnels.
Durch ihre Verankerungsteile können sie nicht durch den Druck von aufgestautem Wasser von der Betonwand abgedrückt werden, es bildet sich<B>je-</B> doch zwischen der Betonwand und der Platte ein Zwi schenraum, entlang, dem sich ansammelndes Wasser ab- fliessen kann. Die Profilplatte<B>1</B> gemäss Fig. <B>3</B> hat in Längsrichtung der Platte verlaufende Profilrippen 2 mit einem pfeilspitzenförmigen Kopfteil<B>3,</B> das eine sichere Verankerung der Profilrippen im Beton gewährleistet.
An ihren Längsrändern weist sie Verankerungsprofile 4 und<B>5</B> auf, die so geformt sind, dass sie mit einem ihnen entsprechenden Gegenprofil einer benachbarten Dichtungsplatte dichtend in Eingriff gebracht werden können. Solche Verankerungsprofile können sehr unter schiedliche Form haben.
Im Beispiel nach Fig. <B>3</B> hat das eine Verankerungs- profil zwei im Querschnitt T-förmige Längsprofile, während das Verankerungsprofil <B>5</B> so ausgebildet ist, dass es das Profil 4 einer benachbarten Platte auf seinem gesamten Umfang umfassen kann. lEerzu hat das Profil<B>5</B> im Querschnitt T-förmige Aussparungen<B>7,</B> von denen die eine zu einer Seite hin erweitert ausge führt ist, so dass durch die nachgiebige Zunge<B>8</B> das Gegenprofil 4 leichter in die Aussparungen eingeführt werden kann.
Werden Dichtungsplatten gemäss Fig. <B>3,</B> wie in Fig. <B>1</B> dargestellt, parallel zur Tunnelachse eingebaut, so kann das sich zwischen jeder Platte und der Betonwand ansammelnde Wasser nicht innerhalb der Platten quer zur Plattenlängsrichtung nach unten abfliessen, da die Längsprofilleisten 2 oder, falls diese durchbrochen sind, die Verankerungsprofile 4 und<B>5</B> dieses verhindern.
Um jedoch trotzdem eine sichere Ableitung des Wassers zu gewährleisten, wird zwischen die Enden der Dichtungs platten eine die Querränder der Platten verbindende Hohlprofilleiste <B>9</B> eingesetzt, die mindestens einen Ka nal<B>10</B> aufweist, der im Einbauzustand mit dem sich zwischen Dichtungsplatten und Betonwand bildenden Hohlraum<B>11</B> in Verbindung steht. Die Hohlprofil- leisten <B>9</B> können, wie in Fig. 4 dargestellt, in kanal förmigen Aussparungen 12 in der Betonwand<B>13</B> ein gesetzt werden.
Im Beispiel nach Fig. 4 hat die Hohl- profilleiste einen symmetrischen Querschnitt mit meh reren Hohlräumen 14 sowie zwei Kanälen<B>10</B> zur<B>Ab-</B> leitung von Wasser. Die Hohlprofilleisten können eben so wie die Dichtungsplatten aus Kunststoff oder auch aus Gummi hergestellt sein.
Die Hohlprofilleisten <B>9</B> sind in der Länge der Dich tungsplatten entsprechenden Abständen im Tunnel an geordnet und verlaufen senkrecht zur Tunnelachse ent lang der Tunnelwand zum Boden des Tunnels, wo sie in an den Seiten des Tunnelbodens befindlichen Dränage kanälen enden. Die Dichtungsplatten können eine Län ge von mehreren Metern haben, werden jedoch vorteil haft auf ein handliches Ausmass begrenzt.
Werden die Dichtungsplatten senkrecht zur Tun nelachse mit der Tunnelwand verbunden, so werden spezielle Hohlprofile zur Ableitung des Wassers über flüssig, da dann das Wasser auf der Innenseite der Plat ten in Plattenlängsrichtung zu den Dränagekanälen im Boden des Tunnels abfliessen kann. In den Fig. <B>1</B> und 2 sind die Dränagekanäle durch die Ziffer<B>15</B> angedeutet.
Die Dichtungsplatten, die vorteilhaft aus Kunststoff hergestellt werden können, geben der Felswand bzw. Tunnelwand eine glatte Oberfläche. Neben dem verbes serten optischen Effekt wird dadurch eine bessere Licht ausbeute erreicht und weiterhin auch ein leichtes Sau- berhalten der Wand möglich. Durch unterschiedliche Einfärbung der Dichtungsplatten kann der optische<B>Ef-</B> fekt noch variiert werden. Eventuelle Fehler oder Be schädigungen in der Dichtungswand lassen sich leicht erkennen und beseitigen. Der wesentlichste technische Vorteil des beschriebenen Verfahrens ist jedoch die Verhinderung eines Druckaufbaues in der Felswand durch sich anstauendes Wasser.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> I Verfahren zum Abdichten von Felswänden, insbe sondere Tunnelwänden, unter Verwendung von Beton, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die Felswandung aufzubringende Beton zwischen eine durch ein Gerüst der Gestalt der Felswand an- asste, aus wasserdicht C>ep miteinander verbundenen, auf ihrer der Wand zugekehr ten Seite mit Verankerungsteilen versehenen Dichtungs platten bestehende Schalung, und die Felswand einge bracht wird, so dass die Dichtungsplatten nach Beseiti gung des Gerüstes durch die Verankerungselemente im Beton gehalten werden.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die wasserdichte Verbindung der Dichtungsplatten miteinander durch an den Dichtungs platten angeformte Verankerungsprofile erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die wasserdichte Verbindung der Dichtungsplatten untereinander durch Profilleisten er folgt. <B>3.</B> Verfahren nach Patentansprach <B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die wasserdichte Verbindung der Dichtungsplatten miteinander durch Verankerungspro- file und Profilleisten erfolgt. 4.Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass rechteckige Dichtungsplatten mit ihren Längsrändern in horizontaler Lage an der Wand angeordnet werden. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass rechteckige Dichtungsplatten mit ihren Längsrändern in vertikaler Lage an der Wand an geordnet werden. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass der Raum zwischen der Betonwand und der Dichtungsplatte mit einem Dränagekanal ver bunden wird. <B>7.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>6,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass der Raum zwischen Betonwand und Dichtungsplatte über eine Hohlprofilleiste mit dem Drä nagekanal verbunden wird.<B>PATENTANSPRUCH 11</B> Dichtungsplatte zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Verankerungsleiste (2) sowie an ihren einander gegenüberliegenden Längsrändern Ver- ankerungsprofile (4,<B>5)</B> aufweist, die so ausgebildet sind, dass sie mit einem Verankerungsprofil einer jeweils ang grenzenden Dichtungsplatte wasserdicht verankert werden können.UNTERANSPRüCHE <B>8.</B> Dichtungsplatte nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsleiste (2) an ihrem dem Körper der Dichtungsplatte abgewendeten Ende eine Verdickung aufweist. <B>9.</B> Dichtungsplatte nach Unteranspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine an einem Plat tenrand angeordnete Verankerungsleiste (2) aufweist. <B>10.</B> Di:chtungsplatte nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Verankerungsprofil (4) zwei im Querschnitt T-förmige Ansätze<B>(6)</B> aufweist.<B>11 .</B> Dichtungsplatte nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Verankerungsprofil <B><I>(5)</I></B> so mit Aussparungen<B>(7)</B> ausgebildet ist, dass es in diese eingesetzte Ansätze des Verankerungsprofils (4) der angrenzenden Platte dicht umfasst. 12. Dichtungsplatte nach Patentanspruch<B>11,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Dichtungsplatte aus Kunststoff hergestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH205769A CH483522A (de) | 1969-02-11 | 1969-02-11 | Verfahren zum Abdichten von Felswänden |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH (1) | CH483522A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0414991A1 (de) * | 1989-09-01 | 1991-03-06 | DÄTWYLER AG Schweizerische Kabel- Gummi- und Kunststoffwerke | Dichtleiste für die Abdichtung von Fugen bei Gewölbe- oder Tunnelverkleidungselementen |
| EP0855494A1 (de) * | 1997-01-28 | 1998-07-29 | Phoenix France | Biegsame Dichtung für Entwässerungsschlitze in Tunnelwänden |
| WO2002023012A1 (de) * | 2000-09-15 | 2002-03-21 | Cmv Ag, Consulting-Montage - Verfahrenstechnik | Verfahren zur abdichtung von tagbautunnelbauwerken und sohlgewölbe für einen tagbautunnel |
| FR3033585A1 (fr) * | 2015-03-10 | 2016-09-16 | Soc Parisienne De Produits Et Materiaux | Meche drainante et dispositif de drainage associe |
-
1969
- 1969-02-11 CH CH205769A patent/CH483522A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0414991A1 (de) * | 1989-09-01 | 1991-03-06 | DÄTWYLER AG Schweizerische Kabel- Gummi- und Kunststoffwerke | Dichtleiste für die Abdichtung von Fugen bei Gewölbe- oder Tunnelverkleidungselementen |
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| FR2758854A1 (fr) * | 1997-01-28 | 1998-07-31 | Phoenix France | Joint souple permettant le calfeutrement d'une saignee de drainage amenagee dans une paroi, notamment dans la paroi d'un tunnel |
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