CH484327A - Verfahren zur Abdichtung von Felswänden - Google Patents
Verfahren zur Abdichtung von FelswändenInfo
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- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D11/00—Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
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Description
Verfahren zur Abdichtung von Felswänden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abdich ten von Felswänden, insbesondere Tunnelwänden, und eine nach dem Verfahren hergestellte Tunnelabdichtung.
Da es im allgemeinen durch Beton allein nicht möglich ist, Felswände gegen das oft unter Druck aus tretende Wasser vollkommen abzudichten, ist es üblich, auf einen ersten Betonmantel eine wasserdichte Schicht aus Bitumen oder Kunststoffolien aufzubringen. Eine solche Dichtungsschicht kann jedoch den Druck von sich aufstauendem Wasser nicht aufnehmen und macht daher zu ihrer Abstützung einen zweiten Betonmantel erforderlich. Die Ursachen eventueller Undichtigkeiten lassen sich bei einer solchen Wandabdichtung nur schwer feststellen und beseitigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver fahren zum Abdichten von Felswänden zu finden, das sich auch ohne Ausbetonierung der Wand anwenden lässt, und durch das eine Dichtungswand erreicht wer den kann, an der sich eventuell auftretende Undichtig- keiten leicht beseitigen lassen. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass an der rohen oder ausbetonierten Wand Einsteckunterlagen befestigt werden, in die untereinander dicht verbundene, auf ihrer der Wand zugekehrten Seite mit Befestigungs ansätzen versehene Dichtungsplatten lösbar eingesetzt werden.
Eine weitere Erfindung betrifft eine nach dem Verfahren hergestellte Tunnelabdichtung, die gekenn zeichnet ist durch an der Tunnelwand angeordnete Ein steckunterlagen, Befestigungsteile, mittels denen die Ein steckunterlagen mit der Wand verbunden sind, mit Befestigungsansätzen versehene Dichtungsplatten, die mittels an den Rändern angeformter Profile gegenseitig verankert sind, sowie Profilstreifen, mittels denen die Dichtungsplatten dicht miteinander verbunden sind.
Die Figuren der Zeichnung zeigen von Ausführungs beispielen der Erfindungen die Ausbildung und den Einbau der Dichtungsplatten und Einsteckunterlagen mit Befestigungsteilen. Es zeigen: Fig. 1 einen Teilschnitt senkrecht zur Tunnelachse durch eine ausbetonierte Tunnelwand mit an ihr be festigten Dichtungsplatten, Fig. 2 und 3 eine durch Befestigungsmittel an einer Betonwand angebrachte Einsteckunterlage im Schnitt parallel zur Tunnelachse, Fig. 4 eine an einem Stahlträger befestigte Ein steckunterlage im Schnitt parallel zur Tunnelachse,
Fig. 5 einen Querschnitt durch einen die Quer ränder der Dichtungsplatten verbindenden Profilstrei fen und Fig. 6 einen Querschnitt durch an einer ausbetonier ten Tunnelwand befestigte Dichtungsplatten mit An sätzen, von denen Einbauteile aufgenommen sind.
In Fig. 1 sind zwei miteinander dicht verbundene Dichtungsplatten 1 und 2 im Teilschnitt quer zu ihrer Längsrichtung dargestellt. An ihren sich einander ge genüberliegenden Längsrändern weisen sie an ihnen an geformte unterschiedlich ausgebildete Verankerungspro- file 3 und 4 auf, von denen das eine doppelwandig aus geführt ist, so dass das Gegenprofil der benachbarten Platte in den Raum zwischen diesen beiden Wandungen zur gegenseitigen Verankerung eingeführt werden kann.
Für eine Luft- und wasserdichte Verankerung kann noch ein Profilstreifen 5 aus einem elastischen Material wie Gummi oder dergleichen zwischen die beiden Veranke- rungsprofile eingelegt werden. Sind jedoch die Dich tungsplatten selbst aus einem elastischen Material, wie z. B. einem Kunststoff, hergestellt, so kann der zusätz liche Profilstreifen überflüssig werden. Auf ihrer der abzudichtenden Wand zugekehrten Seite sind an den Dichtungsplatten in Plattenlängsrichtung verlaufende Be festigungsansätze 6 vorhanden, die an ihrem den Dich tungsplatten abgewendeten Ende Verdickungen 7 auf weisen, die z. B. einen dreieckförmigen Querschnitt ha ben können.
Die Befestigungsansätze 6 sind mit einer von der Festigkeit der Platten abhängigen Entfernung parallel zueinander angeordnet, wobei ein Befestigungs ansatz auch direkt an einem Verankerungsprofil 3 oder 4 angeformt oder befestigt sein kann.
Die Einsteckunterlagen 8 haben beispielsweise einen U-förmigen Querschnitt und sind senkrecht zur Längs achse der abzudichtenden Wand so an der Wand be festigt, dass ihr Basisteil 9 parallel zur Wand verläuft. Zur Aufnahme der Befestigungsansätze 6 bzw. deren verdickten Enden 7 sind die Einsteckunterlagen an ihrer der Wand abgekehren Seite mit quer zu ihrer Längs richtung verlaufenden Einschnitten 10 versehen, deren Querschnitt so geformt ist, dass sie die Enden 7 der Befestigungsansätze 6 umfassen können.
Sie weisen Hin- terschneidungen 11 auf, so dass sich die Befestigungs ansätze 6 an ihren Enden sicher verankern lassen. Da entweder die Einsteckunterlagen oder die Dichtungs platten mit ihren Befestigungsansätzen oder auch beide aus einem nachgiebigen bzw. elastischen Material aus gebildet sind, lassen sich die Enden der Befestigungs ansätze in die Einschnitte 10 eindrücken und auch wie der aus ihnen entfernen. Zur Aufnahme der Einschnitte 10 sind die Schenkelenden 12 der Einsteckunterlagen verbreitert ausgeführt.
Auch der Basisteil 9 hat eine verbreiterte Auflagefläche, wodurch die Einsteckunter- lage, in Fig. 4 gezeigt, auch mit Hilfe von Profilleisten 13 an einem Stahlträger 14 angeschraubt werden kann. Stahlträger 14 können zur Aussteifung eines Tunnels verwendet werden, wenn auf eine Aussteifung durch einen Betonmantel verzichtet wird.
In Fig. 1 sind die Einsteckunterlagen an einer aus betonierten Tunnelwand befestigt. Hierzu wird an den Enden zweier aneinander angrenzender Einsteckunter- lagen ein Befestigungsteil 15 von z. B. U-förmigem Querschnitt in das U-Profil der Einsteckunterlagen ein gesetzt.
Bei Verwendung eines Befestigungsteiles 15 verbleibt zwischen zwei benachbarten Einsteckunter- lagen 8 ein Spalt 16, so dass ein in der Betonwand eingesetzter Schraubenbolzen 17 zwischen den Einsteck- unterlagen Platz findet und er das Befestigungsteil mit den Einsteckunterlagen durch die Schraubenmutter 18 an der Betonwand fixiert. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine derartige Anordnung.
Die Länge der Ein- C s tec 'kunterlagen kann beliebig ZD gewählt werden, jedoch genügt es bei längeren Profilen nicht, wie in Fig. 1 dar gestellt, die Befestigung nur an den Enden der Ein steckunterlagen vorzusehen. Ein weiterer Schraubenbol zen mit Mutter kann auch ohne Verwendung eines Befestigungsteiles 15 die Einsteckunterlage in ihrem mittleren Bereich mit der Betonwand verbinden.
Eine derartige Verbindungsstelle ist in Fig. 3 dargestellt.
Da die Dichtungsplatten aus Fertigungsgründen nur an ihren Längsrändern Verankerungsprofile 3 und 4 aufweisen, erfolgt die Abdichtung ihrer Querränder, wie in Fig. 5 dargestellt, durch Profilstreifen 19. Die Profil streifen können recht unterschiedliche Querschnittsfor- men haben, jedoch sollen sie Dichtlippen 20 und 21 aufweisen, die sich an die Vorder- und Rückseite der Plattenenden 22 dicht anlegen. In Fig. 5 sind die inne ren Dichtlippen 21 in Längsrichtung gespalten, so dass sie zwei hintereinanderliegende Dichtstellen schaffen.
Zur Erzielung des inneren Dichtungsrandes der Plat tenenden 22 endet der Fuss der rippenförmigen Befesti gungsansätze 6 bereits vor dem Plattenende, so dass ihre Stirnseiten 23 abgeschrägt sind.
Die auf die vorstehend beschriebene Weise an einer Fels- oder Tunnelwand befestigten und untereinander dicht verbundenen Dichtungsplatten bilden somit eine geschlossene wasser- und auch luftdichte dünne Wand. Das durch die Felswand und auch Betonschicht durch dringende Wasser wird an ihrer der Felswand zuge kehrten Seite nach unten abgeleitet und fliesst in an der Tunnelsohle befindliche Dränagekanäle ab. Die Ab dichtung der Dichtungswand an ihren Enden, die sich z.
B. auf beiden Seiten der horizontal verlaufenden Tun- nelsohle befinden, kann durch sich an die Tunnelsohle und an die Dichtungswand dicht anlegende Profilstrei fen bekannter Art erfolgen. Fig. 6 zeigt eine Dichtungs platte 24, die mit Ansätzen 25 zur Befestigung von Einbauteilen versehen ist. So kann beispielsweise zu der Platte 24 parallel eine zweite Platte 26 mit den Ansätzen 25 verhakt werden, so dass zwischen beiden Platten ein Kanal entsteht, der z. B. zur Aufnahme von elektrischen Kabeln 27 geeignet ist. Gleichzeitig kön nen auch, z.
B. bei Anordnung der Platten 24 in der Scheitellinie eines Tunnels, Beleuchtungsträger 28 in die mit Ansätzen versehene Platte eingehängt werden.
Die Dichtungsplatten, die sich besonders leicht aus Kunststoff herstellen lassen, geben der abzudichtenden Felswand eine glatte innere Oberfläche, die leicht zu reinigen ist und eine erhöhte Lichtausbeute der z. B. in Tunnels eingebauten Leuchtquellen bewirkt. Eine der artige Dichtungswand kann auch für die nachträgliche Dichtung bestehender Tunnels eingebaut werden, und eventuelle Fehler und Beschädigungen in der Dichtungs wand lassen sich leicht erkennen und durch Auswech seln einzelner Dichtungsplatten leicht beseitigen.
Bei ausbetonierten Felswänden braucht bei anschliessender Befestigung einer solchen Dichtungswand auf die Ober flächenqualität und Dichtigkeit des Betonmantels nicht Rücksicht genommen zu werden. Die Dichtungswand gibt der Tunnelwand einen besseren optischen Effekt, der noch durch Einfärbung der Dichtungsplatten beein flusst werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Abdichtung von Felswänden, insbe sondere Tunnelwänden, dadurch gekennzeichnet, dass an der rohen oder ausbetonierten Wand Einsteckunter- lagen (8) befestigt werden, in die untereinander dicht verbundene, auf ihrer der Wand zugekehrten Seite mit Befestigungsansätzen (6) versehene Dichtungsplatten (1) lösbar eingesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dichtungsplatten miteinander durch an den Plattenrändern angeformte Verankerungs- profile dicht verbunden werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zur dichten Verbindung der Dich tungsplatten miteinander zwischen die Dichtungsplatten Profilstreifen aus Gummi eingelegt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen die miteinander in Eingriff zu bringenden Profilränder benachbarter Dichtungsplat ten ein Profilstreifen aus Gummi eingelegt wird.PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren nach Patentanspruch I herge stellte Tunnelabdichtung, gekennzeichnet durch an der Tunnelwand angeordnete Einsteckunterlagen, Befesti gungsteile, mittels denen die Einsteckunterlagen mit der Wand verbunden sind, mit Befestigungsansätzen ver sehene Dichtungsplatten, die mittels an den Rändern angeformter Profile gegenseitig verankert sind, sowie Profilstreifen, mittels denen die Dichtungsplatten dicht miteinander verbunden sind.UNTERANSPRÜCHE 4. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eines der an den Rändern der Dichtungsplatten angeformten Veranke- rungsprofile (4) doppelwandig ausgeführt ist und dass ein nicht doppelwandiges Gegenprofil (3) einer benach barten Dichtungsplatte in den Raum zwischen diesen beiden Wandungen eingeführt ist. 5.Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Befestigungsansätze (6) an nur einer Seite der Dichtungsplatten (l, 2) angeformt sind. 6. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Befestigungsansätze (6) an ihrem der Dichtungsplatte abgewendeten Ende Ver dickungen (7) aufweisen. 7. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Befestigungs ansatz (6) an einem Verankerungsprofil (3 oder 4) angeformt ist. B.Tunnelabdichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Einsteckunterlagen (8) einen U-förmigen Querschnitt haben. 9. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Einsteckunterlagen (8) an ihrer den Dichtungsplatten zugewandten Seite quer zu ihrer Längsrichtung verlaufende Einschnitte (10) mit Hinterschneidungen (11) aufweisen. 10. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Einsteckunterlagen aus Kunststoff hergestellt sind. 11.Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Dichtungsplatten aus Kunststoff hergestellt sind. 12. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Befestigungsteile aus einem im Querschnitt U-förmigen Befestigungsteil (15) sowie Schraubenbolzen (17) bestehen. 13. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Befestigungsteile Profil leisten (13) sind mit Mitteln, mittels denen sie an Stahlträgern befestigt sind. 14. Tunnelabdichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Befestigungsteile Schrau benbolzen (17) sind. 15.Tunnelabdichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Dichtungsplatten (24) An sätze (25), mittels denen Einbauteile (26, 28) an den Platten verankert sind, aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH205669A CH484327A (de) | 1969-02-11 | 1969-02-11 | Verfahren zur Abdichtung von Felswänden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH205669A CH484327A (de) | 1969-02-11 | 1969-02-11 | Verfahren zur Abdichtung von Felswänden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH484327A true CH484327A (de) | 1970-01-15 |
Family
ID=4224882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH205669A CH484327A (de) | 1969-02-11 | 1969-02-11 | Verfahren zur Abdichtung von Felswänden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH484327A (de) |
-
1969
- 1969-02-11 CH CH205669A patent/CH484327A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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