CH485824A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen

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CH485824A
CH485824A CH1905468A CH1905468A CH485824A CH 485824 A CH485824 A CH 485824A CH 1905468 A CH1905468 A CH 1905468A CH 1905468 A CH1905468 A CH 1905468A CH 485824 A CH485824 A CH 485824A
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CH1905468A
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Schweizer August
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/022Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring the heterocyclic ring being alternatively specified
    • C09B62/026Azo dyes
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Reaktivfarbstoffen            Gegenstand    der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von     Reaktivfarbstoffen    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin R eine reaktive Gruppe der     heterocyclischen     Reihe,  X Wasserstoff, Halogen,     niedrigmolekulares          Alkyl    oder     Alkoxy,     und Y Wasserstoff,     Methyl    oder     niedrigmolekulares          Alkoxv    bedeuten.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man 1     Mol    eines Amins der For  mel  
EMI0001.0015     
         mono-acyliert.    hierauf die noch freie     Aminogruppe          diazotiert    und mit 1     N1ol    einer     Azokomponente    der  Formel  
EMI0001.0021     
    kuppelt, dann die     Acylgruppe    wieder abspaltet und die  freigesetzte     Aminogruppe    mit 1     11o1    einer     Y'crbittdung     der Formel       R-CH    2- Halogen  umsetzt.      Die in Frage kommenden Amine der Formel (11)  sind z.

   B.     4,4'-Diamino-1,        1'-diphenyl-3-sulfonsäure,          4,4'-Diamino-3,        3'-dimethyl-    oder     -3,3'-dimethoxy-    oder       -3,3'-diäthoxy-1,        1'-diphenyl-5-sulfonsäure.     



  Als     Azokomponenten    der Formel (111) seien die  folgenden genannt:     1-Phenyl-3-methyl-        5-pyrazolon-3'-          oder        -4'-sulfonsäure,        1-(4'-Methylphenyl)-,        1-(4'-Aethyl-          phenyl)-,        1-(4'-n-Butylphenyl)-,        1-(4'-Methoxyphenyl)-          1-        (4'-Aethoxyphenyl)oder        1-(4'-Chlorphenyl)-        3-me-          thyl-5-pyrazolon-3'-sulfonsäure,        1-(3'-Methylphenyl)

  -          oder        1-(3'-1\fethoxyphenyl)-3-        methyl-5-pyrazolon-4'-          sulfonsäure.     



  Von den Verbindungen der Formel     R-CH.-Ha-          logen    kommen in erster Linie solche in Betracht, welche  mindestens     '_        Heteroatome,    vorzugsweise 2 Stickstoffato  me, im     heterocyclischen    Ring enthalten, z. B. solche der       Diazinreihe,    vorzugsweise der     Pyrimidinreihc    oder der       Pyridazonreihe.     



  Als Beispiele von     Reaktivkomponenten          R-CH--Halo,en    seien erwähnt     2,4,6-Trichlor-    und       '1,4.6-Tribrornpyrimidinderivate,    welche in     5-Stellung     beispielsweise eine Chlor- oder     Brommethylgruppe    tra  gen,     2,4-Dichlor-5-chlormethyl-        6-metliylpyrimidin,        2,4-          Dibrorn-5-brommethyl-        6-methylpyrimidin,        2,4-Dichlor-          5-chlormetlwlpyrimidin,        2,

  4-Dibrom-5-bromrnethyl-py-          rimidin    oder     2,4-Difluor-5-chlormethyl-        6-methylpyri-          midin    und     4,5-Dichlor-2-chlorrnethvl-6-pyridazon.     



  Die     Acylierung    des Amins der Formel (11) wird  vorteilhaft mit niedrig molekularen     Alkansäurehalogeni-          den    oder     -anhvdriden,    mit     Chlorkohlensäure-alkvl-    oder       -arylestern,        z.@B.    mit Essigsäure-,     Propion-    oder     @Butter-          sä        urechlorid    oder     -anhydrid,    mit     Chlorkohlensäure-me-          thyl-.        -'ithyl-    oder     -phenylester,    ausgeführt,

   während die       Benzolcarbons@urehalogenide,        Alkansulfonsäure-,        Ben-          zolsulfonsiiure-    Oder     ;%lethvlbenzolsulfonsäurchalogenide     dafür weniger geeignet sind, da die entstehenden     Car-          bonsäure-    oder     Sulfonsäureamide    sich schwer     hvdrolv-          sieren    lassen.     llan    arbeitet zweckmässig in wässerigem  Medium bei Temperaturen von     0r    bis 100  C in  schwach saurem, neutralem bis schwach alkalischem  Medium, z.

   B. im     pH-Bereich    von 4 bis 9, vorzugsweise  im     pH-Bereich    von 5 bis B. Bei     Verwendung    der       Säureanhvdride    kann man z. B. die     Acylierung    bei 50   bis 80 C     ausführen,    während für die Sä     urehalooenide     und die     Chlorkohlensäureester    Temperaturen von 0\ bis  50     \C        geei\,net    sind. Die     Diazotieruno    der halbseitig       um,esetztcn    Amine kann direkt in einer eiskalten Mine  ralsäure, z.

   B. in 2 bis 10     o!oiger    Salz- oder Schwefelsäu  re, oder indirekt erfolgen. Bei der indirekten Methode  löst man das halbseitig umgesetzte Amin in einer       geeigneten        Alkalilösung,    z. B.     Natrittmhydroxid-    oder     -          carbonatlösttn2    oder auch in einer Lösung der entspre  chenden Kalium- oder     Lithiumverbindttn"en,    gibt dieser       Lösun;

  ,    die nötige     Menge        Natriumnitrit    als Pulver oder  als konzentrierte     w"isserige        Lösuni-,    zu und     gie,t    das  Ganze in eine eiskalte Mineralsäure, vorzugsweise in 2  bis     IU    o     ge    Salz- oder Schwefelsäure.

   Die     biazoverbin-          dun;,    bildet sich rasch und scheidet sich aus: sie kann       ,th@,es;tttgt        und    dann wieder in Eiswasser suspendiert       werden,    oder. gegebenenfalls nach Abstumpfen des       Säureüberschusses.    direkt für die Kupplung mit der       Azokomponente    der Formel (1I1) verwendet werden.       vfan    führt die Kupplung     zweckmiissig    in sehr schwach  saurem.     neutra1crr,    bis alkalischem Medium, vorzugswei  se im     pil-Bercich    von 5 bis etwa 12, z.

   B. 7-10, bei  Temperaturen von 0 bis 20  C aus, wobei man als       s:liurebindende    Mittel vorteilhaft     Carbonate    oder Bicar-         bonate    der     Alkalimetalle,    z. B.     Natriumcarbonat    oder     -          bicarbonat,    verwendet.

   Andere gebräuchliche säurebin  dende Mittel, wie die Acetate,     Borate,    Phosphate,  Silicate oder     Hydroxide    der     Alkalimetalle,    können eben  falls eingesetzt werden; man muss jedoch darauf achten,  dass die stark alkalische Reaktion der     Hydroxide,     Silicate und tertiären Phosphate zur Zersetzung der       Diazoverbindung    führen kann, das Borax     verhältnismäs-          sig    schwer löslich ist und dass die Acetate ihre     Puffer < vir-          kung    besser in saurem Gebiet entfalten.  



  Die erhaltenen Farbstoffe werden einer Hydrolyse  unterworfen. Die Abspaltung der     Acylgruppe    kann in  mineralsaurem Medium, z. B. in 2 bis 10     0;'o-iger        Salz-          oder        Scltwefelsiiure,    bei Temperaturen von     7W    bis  100  C, oder aber     vorzu-sweise    in alkalischem     1vfedium,     z.

   B. in 2 bis 10 0     o-iger,    vorzugsweise in 3 bis 5      ,'o-iger,          Natriumhydroxid.    oder     Kaliumhydroxidlösung    bei Tem  peraturen von 80 C bis zur Siedetemperatur der Lö  sung, vorzugsweise bei     90     bis 95  C, ausgeführt wer  den.  



  Die Umsetzung des     Aminomonoazofarbstoffes    mit  der     Reaktivkornponente    wird zweckmässig in     wässrigem     Medium ausgeführt bei Temperaturen von     0@    his  <B><I>100</I></B>  C und bei schwach alkalischer, neutraler bis       shwach    saurer Reaktion, vorzugsweise innerhalb des       pH-Bereiches    9 bis 3, z. B. bei 7 bis 4.  



  Zur     Konstanthaltung    des     pH-Wertes    während der       Umsetzun < ,    der     Aminogruppe    mit der     Reaktivkompo-          nente    wird dem Reaktionsgemisch entweder zu     Be;

  ,inn     ein säurebindendes Mittel, wie beispielsweise     Natrittm-          acetat    oder ein     Phosphatpuffer,    zugesetzt oder man     fü@,t     während der Umsetzung in kleinen Portionen     Natrium-          oder        Kaliumcarbonat    bzw.     -bicarbonat    in fester. pulveri  sierter Form oder als     wässrige    Lösung hinzu.

   Als       Neutralisationsmittel        ei,-,nen    sich aber auch     wässerige          Lösungen    von Natrium- oder     Kaliumhvdroxid.    Der  Zusatz von     gerinizen        Ment_>en    eines Netz- oder     Emul#-,ier-          mittels    zur Reaktionsmischung kann die     @msetzunL,s-          reaktion        besch!euni#,en.    Die Reaktion mit den     lialo,,

  en-          haltigen        heterocyclischen        Verbindungen    wird     so        @,eleitet.     dass nur ein Halogenatom mit einem     austauschfiihil,cn     Wasserstoffatom der     Aminogruppe    reagiert.  



  Die so gebildeten Farbstoffe können     ge,,ebenenfalls     nach     Neutralisation    ihrer Lösung oder Suspension     ausi-,e-          salzen    oder mit Säure     abgeschieden,        abfiltriert,        gegehe-          nenfallsgewaschen    und getrocknet werden.  



  Die neuen     Reaktivfarbstoffe    sind tut     strbst@tntiv.     d. h. sie haben .Affinität zu     Ccllulosefasern;    sie besitzen  eine     gute        Hartwasserbest:indigkcit    und     Salzverträ    glich  keit und lösen sich gut in Wasser, so dass die     Färbun-en     bei einem Flottenverhältnis von     1:I0    und in manchen  Fällen sogar<B>1:3</B> ausgeführt werden können und nach der  Färbung der nicht fixierte     Anteil    gut     ausgewaschen     werden kann.

   Sie weisen auch eine<U>g</U>ute     Verkochbestän-          di-keit    im     F;irbebad    auf, sind     alkalibeständig    und     wetli@@          redttktionsempfindlicli.    In alkalischem Bad decken sie  streifiges     Viscosereyon,    und in saurem Bad ziehen sie  auf     14'olle,    Seide und die     synthetischen        Polyamidfasern.     Sie reservieren Polyesterfasern,     Pol_vacn,

  lnitrilfasern.        Po-          Ivvinvlchlorid-    und     -acctatfasern    -sowie     PolvalkyIenfa-          sern.    Sie eignen sich daher gut zum Färben von Leder,  zum Färben oder Klotzen von     Wolle,    Seid;,     svntlieti-          schen        Polvamidfasern    und Fasern aus natürlicher oder  regenerierter     Cellulose,    z. B. Baumwolle, Leinen.     '"'isco-          sereyon,        Kupferrevon,    Zellwolle, sowie von Gemischen  und 'oder Textilien aus diesen Fasern.

   Die optimalen       Applikationsbedingungen    sind je nach der Art der Faser      und der zur Anwendung gelangenden Farbstoffe ver  schieden. Tierische Fasern und synthetische     Polyamidfa-          sern    können vorzugsweise in saurem, neutralem oder  schwach alkalischem     hfedium    gefärbt bzw. fixiert wer  den, z. B. in Gegenwart von Essigsäure, Ameisensäure,  Schwefelsäure,     Ammoniumsulfat,        Natriummetaphos-          phat,    usw. Man kann auch in Gegenwart von     Egalisier-          mitteln,    z.

   B.     polvoxyäthylierten    Fettaminen oder Gemi  schen derselben mit     Alkylpolyglykoläthern,    essigsauer  bis neutral färben und am Schluss der Färbung das Bad  durch Zusatz von geringen Mengen eines alkalisch re  agierenden     Mittels,    z. B. Ammoniak,     Natriumbicarbonat     oder     -carbonat    usw.. oder Verbindungen, welche in der  Hitze alkalisch reagieren, z. B.     Hexamethylen-tetramin,     oder Harnstoff, bis zur neutralen oder schwach alkali  schen Reaktion abstumpfen. Hierauf wird gründlich  gespült und gegebenenfalls mit etwas Essigsäure ab ge  säuert.

   Die erhaltenen brillanten gelben bis     goldgelben     Färbungen besitzen eine gute Lichtechtheit, eine vorzüg  liche     nasse:        Lichtechtheit    und sehr gute     Nasscchtheiten     (Wasser-,     \\        ,rsscrtropf-,    Wasch-, Walk-, Schweiss-, nasse  Reib- und saure     Cberfärbeechtheit);    sie sind auch  beständig gegen Säuredampf, gegen     schwefeli=ge    Säure  und sogar     gegen    starke verdünnte Säuren, wie Schwefel  säure, Lind sind     trockenreinigungsecht.     



  Das     Färben    und Klotzen bzw. Fixieren der Farbstof  fe auf     Cellulosefasern    erfolgt     vorteilhafterweise    in alkali  schem     tNI,idittni.    z. B. in Gegenwart von     Natriumbicarbo-          nat,        Natriurncarbonat,    Natronlauge, Kalilauge, Natrium  metasilikat,     Natriumborat,        Trinatriumphosphat.    Ammo  niak, usw. Zur Vermeidung von Reduktionserscheinun  gen werden beim Färben oder Klotzen der Fasern oft mit  Vorteil milde Oxydationsmittel, wie     1-nitrobenzol-3-          sulfon:aurc,    Natrium, zugesetzt.

   Die Fixierung der  Farbstoffe kann bei den     Cellulosefasern    je nach der       Reaktivggruppe    in der Wärme oder auch bei Raumtempe  ratur     erfolgen.     



  Die     F:irbtingen    auf     Cellulosefasern    zeichnen sich       insbesondere    durch hervorragende     Nassechtlieiten    aus.  Diese sind in der Bildung einer stabilen chemischen       Bindune,    zwischen dem     Farbstoffmolekül    und dein     Cellu-          losemolekiil        be(,riindet.    Oft nimmt nicht die gesamte       Farbstoffmen,,e    an der chemischen Umsetzung mit der  Faser teil.

   Der Anteil des nicht umgesetzten Farbstoffes  wird in diesen Fallen durch     geeignete    Operationen, wie  Spülen und     oder    Seifen, gegebenenfalls unter Anwen  dung     von    höheren Temperaturen, von der Faser     ent-          fernt,        wobei        auch    synthetische Waschmittel, z.

   B.     Alkv-          larv@su@f@@na@e.        evie        Natriumdodecylhenzolsulfonait,        ,Alkyl-          ,ulf;tte,        wie        N@itriunicetylstrlfat    und     Natriurnlatirvlsttlfat,     und     @@egeibenenf,ills        sulfatierte    oder     carboxvmetllvlierte          @\ikvl-,@@lcincialkvipheinvl-    und     @ia@kvphcnyll,e@lvg@vkol-          ;Ühe:r.    wie     N;itriuml;ittrylpoly@glykol:

  itlicrsulfat.        \'erwen-          (hin,-,    finden.  



  Man     crli:ilt        brillante.        farbstarke,    gelbe bis     ;goleigelbe          F;irhun@@@n.        welche        eut    lichtecht,     vorziiglicli    nasslichtecht  und     seligttt        nassecht        (wasser-.        @vassertropf-,        wasch-,          schweiss--        .odakoch-,        alkali-,

          nassreib-    und sauer     über-          f:irlieeclii)        Zttcicni    besitzen sie eine gute     Bestäncii@,-          kCit        @,c@,ein        S;ittrcci;irlipf,        @,egen        Scher        cfligc        Satire    und       sogar        !gr_c    starke     S;itrren,    wie Schwefelsäure.

   Sie sind  auch     trrick#nr#ini#un,-,secht        Lind        best:indig        gegen        Knitter-          fcistausrü,tuna:        r).     



  Die     neuen        Farbstoffe    können auch zur     Herstellune     von     oram@en.        bniunen    oder     grünen    Färbungen in     Kombi-          riatie,n    mit     :indcr:n        Retiktivfarbstoffen.    z. B. mit blauen       Anthrachinonfarbstoffen    oder roten     Azofarbstoffen,    ein-    gesetzt werden; die erhaltenen Färbungen zeigen kein       Catalytic-Fading    und sind sehr gut nasslichtecht.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  264 Teile     4,-1'-Diamino-1,        l'-diplienyl-3-sulfonsäure     werden in 25()0 Teilen Wasser von 70 mit     1i3    Teilen  30     "-oiger        Natriumhydroxidlösung    bei neutraler Reaktion  gelöst. Unter gutem Rühren lässt man im Verlauf von  ungefähr einer Stunde bei<B>70-</B> 140 Teile     Essigsäurean-          hydrid        zufliessen.    Durch gleichzeitige Zugabe von  10     ";'oiger        Natritinifiydroxidlösung    hält man den     pH-          Wert    zwischen 6 und 7.  



  Nach     1leendie,ter    Zugabe des     Essigsäurecitiliydrids     werden 420     Teile@Natriumclilorid        zugegeben    und kaltge  rührt. Hierbei scheidet sich die     Acetvlverbindting    aus.  Man filtriert und     wäscht    den Rückstand mit 20"     oiger          Natriumchloridlösung    aus.

   Das erhaltene     Natriumsalz     der     4'-Acetylarnino--I-arnino-1.        1'-diphen@@l-3-sulfons:iu-          re    kann als feuchte Paste     weiterverarbeite=t    oder     be=i          60-8O-'    im Vakuum getrocknet werden.  



  30,6 Teile     4'-Acetylamino-4-amino-1,        1'-diphenyl-3-          sulfonsäure    werden in Form der feuchten Paste ihres       Natriumsalzcs    in 25(10 Teilen Wasser gelöst. Man fügt  eine     %v'isseri,-":    Lösung von 7 Teilen     Natriumnitrit    hinzu  und lässt dieses Gemisch unter gutem Rühren zu einer  eisgekühlten     Lösung    von 60 Teilen 30     ";'oiger    Salzsäure  in 250 Teilen Wasser fliessen. Die entstehende     Diazover-          bindung    fällt mit     oranger    Farbe aus.

   Nach beendigter       Diazotierung    zerstört man (Ion geringen     Uberscliuss    an  salpetriger Säure durch Zugabe von wenig     Aminosulfon-          säure.    28 Teile     3-1Nletliyl-1-plienyl-5-pyrazoloti-4'-sulfon-          säure    werden in 306 Teilen Wasser und 14 Teilen  30     "ioiger        Natriumhydroxidlösung    neutral gelöst und mit  60 Teilen     Natriumcarbonat    versetzt.

       lNlan    kühlt das  Gemisch auf     5'    und lässt die Suspension der     Diazover-          bindung    unter '-Mein Rühren zufliessen. Es entsteht ein       rotstichig(-)elber        Monoazofarbstoff.    Nach     beendigter     Kupplung erwärmt man das Gemisch auf<B>SO--</B> und fällt  den     Ntonoazofarbstoff    durch Zugabe von     Natriunicl;lo-          rid    aus seiner Lösung aus. Man     hisst    abkühlen. filtriert  den Farbstoff ab und wäscht den Filterrückstand mit       Natriumcliloridlösung    aus.  



  Zur     Abspaltung,    der     ,@cetvlgruppei    wird der feuchte  Farbstoff in<B>1000</B> Teilen heissem Wasser gelöst. Mit  konzentrierter     Natrittmhvdroxidlösung    stellt man die       Farbstofflösunauf    einen Gehalt von 3     Volurnprozent          NaOEl    und erhitzt sie während 1 Stunde auf     Siedeteml,e-          ratur.    Nach     beendi",tcr        ;\llspaltun-    der     .:

  lcetyl#,ruppe     neutralisiert man bei     S(1-'    das     überschüssige        Natriumliv-          droxid    durch     Zu=gabc        von   <B>311)</B> "     Salzsäure.    Hierauf  wird der     t\nlinoazorarl)stoff    durch Zugehe     von        Na-          triumchlorid    ausgefällt,     al,filtriert    und     rnit        Natriunichlo-          ridlösung    gewaschen.  



       Man@löst    den in     Forni    einer     feuchten    Paste erhalte  nen     AminomonoazWarbstoff    in<B>700</B> Teilen     Wasser    von  75', setzt 2? Teile     ',-1-Diclilor-5-chlormethvl6-niethvl-          pyrimidin    hinzu und rührt das     Reaktionsegernisch        ?-3     Stunden bei     75-80'.    Durch     ree,elrn'issioe    Zugabe von  15     "'oi2er        wässriger        Natriunicarbonatlösung    hält man  den     oH-\\'ert    zwischen 6 und 7.

    



  Nach beendigter Umsetzung wird der     Reaktivfarb-          stoff    durch     Zti,,abe    von     Natriumchlorid        ausgefällt,        abfil-.              triert,    mit verdünnter     Natriumchloridlösung    gewaschen  und bei     80-90     im Vakuum getrocknet. Der gemahle  ne Farbstoff ist ein orangefarbenes Pulver, das sich im  Wasser mit     gelboranger    Farbe löst.  



  <I>Färbevorschrift</I>  Man bringt bei     40'    100 Teile     mercerisierten        Baum-          wollsatin    in ein aus 3000 Teilen enthärtetem Wasser, 2  Teilen des oben beschriebenen Farbstoffs, 3 Teilen     1-          nitrobenzol-3-sulfonsaurem    Natrium und 15 Teilen     kal-          ziniertem        Natriumcarbonat    bestehendes Färbebad. Man  erhitzt die Flotte in 30 Minuten auf 90<B>'</B> und fügt ihr  insgesamt     2.10    Teile     kalziniertes    Natriumsulfat in 2  Portionen bei 55- und 70  zu.

   Nach Zugabe von 45  Teilen     kalziniertem        Natriumcarbonat    hält man das Fär  bebad noch 1 Stunde bei 90 , nimmt das gefärbte    Material heraus, spült es mit kaltem und mit heissem  Wasser, seift es 20 Minuten bei 95-100  mit einer  Lösung, welche     0,030/9    eines     carboxymethylierten        Al-          kylpolyglykoläthers        und        0,05        %        kalziniertes        Natriumcar-          bonat    enthält, spült es wieder und trocknet es.

   Man  erhält eine goldgelbe Färbung von sehr guten     Nassecht-          heiten    (Wasser-, Meerwasser-, Wasch-, Schweiss-, Soda  koch-, Alkali-, Säure-, Säuredampf-, saurer Überfärbe,  und nasser Reibechtheit), guter Lichtechtheit und sehr  guter     Nasslichtechtheit,    auch in Kombination mit blauen       Anthrachinonfarbstoffen.     



  Wenn man die     3-Methyl-l-phenyl-        5-pyrazolon-4'-          sulfonsäure    durch     3-Methyl-l-phenyl-        5-pyrazolon-3"-          sulfonsäure    ersetzt, so     erhält    man einen ähnlichen  Farbstoff.  



  Die folgende Tabelle enthält weitere     erfindungsge-          mäss    erhältliche     Reaktivfarbstoffe    der Formel  
EMI0004.0042     
    welche durch den Rest     R-CH,    die Symbole Y und X,  durch die Stellungen von X und     S03H    und durch den    Farbton der Färbungen und Drucke auf     Cellulosefasern     gekennzeichnet sind.

    
EMI0004.0046     
  
    T <SEP> A <SEP> B <SEP> E <SEP> L <SEP> L <SEP> E
<tb>  Stellung <SEP> von
<tb>  Bsp.Nr. <SEP> R-<U>CH</U> <SEP> 2- <SEP> = <SEP> Rest <SEP> aus <SEP> Y <SEP> X <SEP> X <SEP> SO <SEP> H <SEP> Farbton
<tb>  2 <SEP> 2,4-Dichlor-5- <SEP> -OCH <SEP> CH <SEP> 4' <SEP> 3' <SEP> rotstichig
<tb>  chlormethylpyri- <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> gelb
<tb>  midin
<tb>  do <SEP> <B>CH <SEP> -3 <SEP> CH <SEP> -3</B> <SEP> 4' <SEP> 3' <SEP> do
<tb>  4 <SEP> do <SEP> H <SEP> H <SEP> 3' <SEP> 4' <SEP> do
<tb>  5 <SEP> 2,4-Dichlor-5- <SEP> H <SEP> <B>CH</B> <SEP> 3 <SEP> 3' <SEP> 4' <SEP> do
<tb>  chlormethyl-6-me  thylpyrimidin
<tb>  6 <SEP> do <SEP> H <SEP> CH <SEP> 3 <SEP> 4' <SEP> 3' <SEP> do
<tb>  7 <SEP> do <SEP> H <SEP> -OCH3 <SEP> 4' <SEP> 3' <SEP> do
<tb>  4,5-Dichlor-l- <SEP> H <SEP> H <SEP> 3' <SEP> 4' <SEP> dö
<tb>  chlormethyl-6  pyridazon

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Formel EMI0005.0004 worin R eine reaktive Gruppe, der heterocyclischen Reihe, X Wasserstoff, Halogen, niedrigmolekulares Alkyl oder Alkoxy und Y b@'asserstoff, Methyl oder niedrigmolekulares Alkoxy, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines Amins der Formel EMI0005.0014 zuerst acyliert,
    hierauf die noch freie Aminogruppe diazotiert und mit 1 Mol einer Azokomponente der Formel EMI0005.0020 kuppelt, dann die Acylgruppe wieder abspaltet und die freigesetzte Aminogruppe mit 1 Mo! einer Verbindung der Formel R - CH - Halogen 2 umsetzt.
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