CH488758A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern

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CH488758A
CH488758A CH1045567A CH1045567A CH488758A CH 488758 A CH488758 A CH 488758A CH 1045567 A CH1045567 A CH 1045567A CH 1045567 A CH1045567 A CH 1045567A CH 488758 A CH488758 A CH 488758A
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precondensation
polyesters
polycondensation
melt viscosity
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CH1045567A
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Gottfried Dipl Chem Reichel
Lothar Dipl Ing Sass
Labahn Andreas
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Engels Chemiefaserwerk Veb
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/78Preparation processes
    • C08G63/785Preparation processes characterised by the apparatus used

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Description


  



  Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern aus Dicarbonsäurealkylestern oder Dicarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen in mehreren Reaktionsstufen.



   Bekanntlich erfolgt die kontinuierliche Herstellung von Polyäthylenterephthalat in mehreren Verfahrensstufen. In der ersten Stufe werden die Komponenten, wie z. B. Athylenglykol und Dimethylterephthalat, mit an sich bekannten Katalysatoren über eine Dosiervorrichtung in eine   Umesterungskolonne eingespeist    und zu   Diglykolterephthalat umgeestert.    Das so erhaltene monomere Produkt wird laufend über eine Dosiervorrichtung in die   Vorkondensationsapparatur    als zweite Stufe eingeleitet, in welcher unter Abdampfung des   Glycols    die Vorkondensation zum niedermolekularen Vorkondensationsprodukt vorgenommen wird.

   An  schliessend    wird das Vorkondensationsprodukt kontinuierlich in die als dritte Stufe nachgeschaltete Polykondensationsapparatur eindosiert und unter weiterer Verdampfung von Glykol polykondensiert. Das so erhaltene PolyÏthylenglykolterephthalat wird z. B. durch eine Druckschnecke kontinuierlich aus der Polykon  densationsapparatur    ausgetragen und zur Herstellung von z. B. FÏden, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Förderpumpen, den Spinneinrichtungen zugeführt. Andere hochpolymere lineare Polyester auf der Basis von z. B. Adipinsäure werden analog hergestellt.



   Um ein Endprodukt mit   gleichbleibender Schmelz-    viskosität zu erhalten, wird die   Schmetzviskosität    des Polyesters nach seinem Austritt aus der Polykondensationsapparatur im allgemeinen mit Hilfe bekannter   Messeinrichtungen ermittelt.    Bei Abweichungen von den vorgegebenen Grenzwert wird die durch die   Messeinrichtung    gesteuerte Dosiervorrichtung der Um  esterungsko) onne und damit die Zu ! aufmenge    der   Kom-    ponenten in diese Kolonne geregelt, so dass bei Konstanthaltung aller anderen Reaktionsparameter, wie Druck und Temperatur, die Schmelzviskosität allein durch Veränderung der Durchsatzmenge in den vorgegebenen Grenzen konstant gehalten wird.



   Bekanntlich kann die Schmelzviskosität auch dadurch konstant gehalten werden, dass die vor der Polykondensationsapparatur angeordnete Dosiervorrichtung durch die   Messeinrichtung gesteuert    und dadurch die Zulaufmenge des Vorkondensationsproduktes in die   Polykondensationsapparatur variiert wird.   



   Es ist ferner bekannt, dass bei gleichbleibender Durchsatzmenge die Schmelzviskosität durch   Regeluno    der für die Durchführung der Reaktion erforderlichen Temperatur variiert werden kann. Dazu werden die den Einzelapparaturen zugeordneten Temperaturregler durch die am Schmelzeaustritt der   Po ! ykondensations-      apparatur befindiiche, Viskositäts-Messeinrichtung    gesteuert.



   Weiterhin ist bekannt, dass man die Schmelz  viskositat    des Endproduktes dadurch konstant halten kann, indem bestimmte Mengen eines fein zerkleinerten oligomeren   und ! oder polwmeren    Produktes, welches mit der Hauptmenge identisch ist, dem   umgeesterten    Pro  dukt    vor dessen Überleitung in die Vorkondensationsapparatur zugesetzt werden.



   Die beschriebenen Verfahren   haben aenerell    den Nachteil, dass die Totzeit zwischen der   blessung    der Schmelzviskosität und der Einstellung der   eänderten    Durchsatzmenge bzw. der geänderten Temperatur bis zu deren Auswirkung gegebenenfalls mehrere Stunden beträgt.



   Die Veränderung der Durchsatzmengen hat weiterhin den Nachteil, dass nicht nur die Mengenbilanz des kontinuierlich arbeitenden Systemes, sondern dadurch auch der Reaktionsablauf empfindlich gestört wird. Dies ist insbesondere dann der   Fall, wenn das Regetsystem    bei kurz aufeinander folgenden Veränderungen in Schwingungen gerät und nicht mehr exakt arbeitet.



  Durch die Veränderung der Durchsatzmengen wird aber auch der   mengengleiche Schmelzefluss    zu den dem Reaktionssystem nachgeschalteten Spinneinrichtungen und damit der Spinnprozess selbst gestört.



   Die Einstellung der Schmelzviskosität durch Variation der Temperatur in den einzelnen Reaktionsstufen ist aber wegen der Temperaturempfindlichkeit des Materiales nur begrenzt m¯glich und besonders kritisch f r den   Po ! ykondensationsvorgang. Während    zu hohe Tem  peraturen    eine   Degradation    des Polykondensates bewirken, führen zu niedrige Temperaturen zu einem Einfrieren der   Schmeize und damit    zum Stillstand der Reaktion und der Gesamtanlage.



   Der Zweck der Erfindung ist, die bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Polyestern oder Mischpolyestern durch Veränderung der Durchsatzmengen oder durch Temperaturregelung der einzelnen Verfah  rensstufen    auftretenden   Mängel zu vermeiden.   



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, nach welchem ohne Störung der   Mengenbilanz    des durch das   Reaktionssystem strö-    menden Produktes das   polykondensierte    Endprodukt mit einer dem vorgegebenen Wert entsprechend gleichbleibenden Viskosität anfällt.



   Das   erfindungsgemässe    Verfahren   zur kontinuierli-    chen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern aus DicarbonsÏurealkylestern oder Dicarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen, wobei die folgenden   Reaktnsstufen durchlaufen werden    :    1) Umesterungbzw.

   Veresterung,   
2) Vorkondensation und
3)   Polykondensalion unter Verdampfung minde-    stens einer Komponente des Reaktionsgemisches, und wobei die SchmelzviskositÏt des aus der Vorkondensationsapparatur austretenden Vorkondensationsproduktes   kontinuierlich gemessen v. ird. ist dadurch gekennzeich-    net. dass bei ¯berschreiten eines vorgegebenen Grenz  vertes    der SchmelzviskositÏt des Vorkondensationspro  duktes    ein mehrwertiger Alkohol oder ein unter den Bedingungen der Polykoadensation leicht verdampfbares L¯sungsmittel  ber eine durch das MessgerÏt gesteuerte Dosierungsworrichtung in die Vorkondensationsap  paratur eingespcis* wird.   



   Dabei hat es sich als zweckmÏssig erwiesen, den Vorkondensationsgrad etwas h¯her einzustellen, als er f r den   nachfolgenden Poiykondensationsprozess, bei    welchem der Restanteil des   mehrwerti ; en Alkoholes    abgespalten wird, ben¯tlgt wird.



   Der Vorteil des   erfindungsgemässen Verfahrens ist,    dass das   Vorkondensationsprodukt in konstanter Menge    und infolge der l : aum ins   Gewicht fa ! lenden Totzeit    des Regelkreises mit gleichbleibender ViskositÏt in die   Po ! y-      kondensationsapparatur eingespeist wird.    Es entfällt die unzweckmÏssige Regelung der Durchsatzmenge, so dass auch den   nachgeschaheten Spinneinrichtungen    ein stÏndig mengengleicher Produktstrom zugef hrt wird.



   Ein weiterer   Vortex !    ist, dass nicht nur die Polykondensation, sondern auch die Umesterung und die   Vorkondensation unter den für die einzetnen    Verfahrensstufen einmal ermittelten optimalen Bedin  gungen,    wie Durchsatzmenge. Temperatur und Druck, vorgenommen werden kann. Fine kontinuierliche Regelung der Temperatur als Funktion der SchmelzviskositÏt ist daher nicht notwendig, so dass auch auf die Anord  nung kostenaufweniger Temperaturregelgeräte    mit automatisch veränderlicher Sollwert-Aufschaltung verzichtet werden kann.



   Die Erfindung wird an nachstehenden Beispielen erläutert.



   Beispiel 1
Eine Lösung aus Dimethylterephthalat und   Athylen-      glycol    wird iiber eine Dosiervorrichtung in konstanten Mengen in eine Kolonne eingespeist und   ungeestert.    Das so erhaltene monomere Produkt wird laufend  ber eine Dosiervorrichtung in eine Vorkondensationsapparatur übergeführt, in welcher die Vorkondensation bis zu einer gegenüber der f r den Polykondensationsprozess höher eingestellten Schmelzviskosität, die einer Lösungsviskosität von etwa   o    rel. = 1,18 entspricht, vorgenommen wird.

   Die Schmelzviskosität wird vor oder während der Eindosierung des niedermolekularen Vorkondensa  tionsproduktes    in die nachfolgende   Polykondensations-    apparatur mit einem an sich bekannten   Messgerät,    welches auf den zu Beginn des Polykondensationsprozesses gewünschten Sollwert von   o    rel = 1,12 eingestellt ist, gemessen. Das bei ¯berschreiten des Sollwertes abgegebene Signal steuert eine Dosiervorrichtung, durch welche auf ca.   100       C      vorgewärmtes Athylenglykol    aus einem Vorratsbehälter so lange in den als Sumpf ausgebildeten untern Teil der Vorkondensationsapparatur eingeleitet wird, bis das aus dieser Apparatur austretende Vorkondensationsprodukt dem vorgegebenen Sollwert entspricht.

   Der geringe   Glykoliiberschuss    wird in der   Polykondensationsapparatur abdestilliert.   



  Das nach der Polykondensation erhaltene   Polyäthylen-      tereplithalat    wird durch entsprechende Förderorgane direkt den nachgeschalteten Spinneinrichtungen zur Herstellung von FÏden zugef hrt.



   Beispiel 2    Adipinsäurediäthyiester und Gfycerin    werden ge  mass Beispiel I umgeestert    und vorkondensiert. Der   houer    eingestellte Vorkondensationsgrad wird während der ¯berleitung in die Polykondensationsapparatur gemessen und bei   tlberschreiten    des vorgegebenen Soll  wertes durch Zudosierung von vorgewarmtem Glycerin      gemäss Beispiel 1 auf    die für die Polykondensation erforderliche Viskosität eingestellt.



   Beispiel 3
Terephthalsäure und ¯thylenglykol werden gemäss Beispiel I kontinuierlich verestert, vorkondensiert und   po] ykondensiert.    Bei zu hoher Viskositit des Vorkon  densationsproduktes wird auf    ca 120'C vorgewärmtes   Dipheny ! a) s    indifferentes   Lösungsmittet    gemäss Beispiel 1 zudosiert, bis die   Viskosität    dem vorgegebenen und für die nachfolgende Polykondensation erforderlichen Sollwert entspricht. 



   Beispiel 4
Ein Gemisch aus Dimethylterephthalat und im   At-      hylenglykol gelostem 5-Sulfoisophthalsäuredimethylester    wird gemäss Beispiel 1 umgeestert und vorkondensiert.



  Der höher eingestellte Vorkondensationsgrad wird   wäh-    rend der   tJberleitung    in die Polykondensationsapparatur gemessen und bei Überschreiten des vorgegebenen Sollwertes durch Zudosierung von vorgewärmtem Athylenglykol gemäss Beispiel 1 auf die für die Polykondensation erforderliche Viskosität eingestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern aus Dicarbonsäurealkylestern oder Dicarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen, wobei die folgenden Reaktionsstufen durchlaufen werden : 1) Umesterung bzw. Veresterung, 2) Vorkondensation und 3) Polykondensation unter Verdampfung mindestens einer Komponente des Reaktionsgemisches, und wobei die Schmelzviskosität des aus der Vorkondensationsapparatur austretenden Vorkondensationsproduktes kontinuierlich gemessen wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass bei Überschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes der Schmelzviskosität des Vorkondensationsproduktes ein mehrwertiger Alkohol oder ein unter den Bedingungen der Polykondensation leicht verdampfbares Lö- sungsmittel über eine durch das Messgerät gesteuerte Dosierungsvorrichtung in die Vorkondensationsapparatur eingespeist wird.
CH1045567A 1967-02-17 1967-07-24 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochpolymeren Polyestern oder Mischpolyestern CH488758A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1995006076A1 (en) * 1993-08-20 1995-03-02 Dynagen, Inc. Biodegradable polymers and apparatus and methods for making such polymers
WO1996040814A1 (en) * 1995-06-07 1996-12-19 Dynagen, Inc. Krebs cycle acid polyesters and use thereof

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WO1995006076A1 (en) * 1993-08-20 1995-03-02 Dynagen, Inc. Biodegradable polymers and apparatus and methods for making such polymers
WO1996040814A1 (en) * 1995-06-07 1996-12-19 Dynagen, Inc. Krebs cycle acid polyesters and use thereof

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