CH498081A - Verfahren zur Herstellung von reinem, farblosen Diphenylterephthalat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem, farblosen Diphenylterephthalat

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CH498081A
CH498081A CH1723368A CH1723368A CH498081A CH 498081 A CH498081 A CH 498081A CH 1723368 A CH1723368 A CH 1723368A CH 1723368 A CH1723368 A CH 1723368A CH 498081 A CH498081 A CH 498081A
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CH
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terephthalate
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acetate
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carbon
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CH1723368A
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Sekhar Dipl-Chem Naska Sasanka
Nat Huelsmann Hans-Leo Dr Rer
Nat Renkhoff Gustav Dr Rer
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Chemische Werke Witten Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/02Preparation of carboxylic acid esters by interreacting ester groups, i.e. transesterification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
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Description


  Verfahren zur Herstellung von reinem, farblosen Diphenylterephthalat    Nach Schweizer Patent 435 312 kann man einheitliche  Diarylester aromatischer Dicarbonsäuren, deren     Carbo-          xylgruppen    nicht in Nachbarstellung stehen, in der Weise  herstellen, dass man die Säuren oder ihre Alkylester mit  1 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe mit  äquivalenten Mengen oder einem geringen Überschuss  eines Phenols und Essigsäureanhydrids in Gegenwart von  Umesterungskatalysatoren auf Temperaturen oberhalb  140 C erhitzt und die freigesetzte Essigsäure und gegebe  nenfalls das Alkylacetat möglichst rasch aus dem Reak  tionsgemisch entfernt.  



  Bei der Herstellung der Arylester der Terephthalsäure  werden vorzugsweise Titansäureester als Katalysatoren  benutzt, da sie bei der Terephthalsäure alle anderen  Katalysatoren in ihrer Wirksamkeit weit übertreffen. Das  in Gegenwart von Titanverbindungen erhaltene rohe  Diphenylterephthalat ist tiefrot gefärbt. Diese Färbung ist  durch Umkristallisation des Esters aus Lösungsmitteln,  vorzugsweise aus aromatischen Kohlenwasserstoffen, un  ter Anwendung von Adsorptionsmitteln, wie Kohle oder  Bleicherde, auch bei mehrfach wiederholter Durchfüh  rung nicht völlig zu entfernen. Da es jedoch für viele  Anwendungen des Diphenylterephthalates, beispielsweise  für die Herstellung von Polykondensationsprodukten,  unabdingbar ist, dass es farblos ist, war man bisher auf  eine Vakuumdestillation angewiesen.

   Diese ist aber we  gen des sehr hohen Schmelzpunktes des     Diphenyltereph-          thalates    von 199 bis 200 C mit besonderen Schwierigkei  ten verbunden und nur in sehr aufwendiger Weise  durchzuführen.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren  zur Herstellung von reinem, farblosem     Diphenyltereptha-          lat,    durch Erhitzen Dialkylterephthalat, dessen Alkyl  gruppen 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten, mit einer  äquivalenten Menge oder einem geringen Überschuss  Phenylacetat über 150 C in inerter Atmosphäre unter  Zusatz von 1 bis 5 Gew.-% Aktivkohle und Butyltitanat  und unter möglichst rascher Entfernung des freigesetzten  Alkylacetats, wobei das Butyltitanat erst dann zugegeben  wird, wenn das Reaktionsgemisch über 150 C erhitzt  worden ist,

   und wobei nach Beendigung der Alkylacetat-    Abspaltung der kohlehaltige Rohester unter Inertgas in  einem aromatischen Kohlenwasserstoff vorzugsweise Xy  lol eingerührt und das abgeschiedene kohlehaltige     Kri-          stallisat    gegebenenfalls unter Zusatz von frischem  Adsorptionsmittel, noch einmal umkristallisiert wird.  



  Als Ausgangsstoffe können die Alkylester aus     Te-          rephthalsäure    und niederen Alkanolen mit 1 bis 6  Kohlenstoffatomen im Alkylrest eingesetzt werden.  



  Für jede umzusetzende Carbalkoxygruppe wird min  destens ein Mol Phenylacetat angewendet. Zur Erzielung  eines quantitativen Umsatzes kann es zweckmässig sein,  einen geringen Überschuss an Phenylacetat einzusetzen.  Man wird jedoch im allgemeinen aus wirtschaftlichen  Gründen     einen    Überschuss von     250/o    über die äquivalenten  Mengen hinaus nicht überschreiten.  



  Als katalytisch wirkende Titanverbindungen werden  vorzugsweise ortho-Titansäureester, wie beispielsweise  Tetrabutyltitanat oder Tetraphenyltitanat verwendet.  



  Das Dialkylterephthalat und eine mindestens äquiva  lente Menge Phenylacetat werden nach Zugabe von 1 bis  5 Gewichts-% Aktivkohle in inerter Atmosphäre auf  150 C erhitzt und zur Entfernung von Luft einige  Minuten unter Rühren auf dieser Temperatur gehalten.  Als Inertgas kommen solche Gase in Frage, die im  wesentlichen aus Stickstoff oder Kohlendioxid bestehen.  Sodann wird die katalytisch wirkende Titanverbindung in  einer Menge von 0,1 bis 5,0 Gew.-% zugefügt und die  Temperatur im Reaktionsgemisch so weit gesteigert, bis  die Abspaltung von Alkylacetat einsetzt und lebhaft im  Gange bleibt. Die Temperatur steigt im Laufe der  Umesterung an. Da das Diphenylterephthalat thermisch  sehr stabil ist, ist eine obere Temperaturgrenze nicht von  Bedeutung.

   Gegen Ende der Umesterung kann es     zweck-          mässig    sein, Vakuum anzulegen, um die letzten Mengen  an Alkylacetat rasch zu entfernen und eine stärkere  Überhitzung de Reaktionsansatzes zu vermeiden.  



  Nach beendeter Reaktion wird ein eventuell angewen  deter Überschuss an Phenylacetat durch Abdestillieren  entfernt. Das Reaktionsprodukt, dessen     Esteranteil    annä  hernd quantitativ aus     Diphenylterephthalat    besteht, wird  unter     Inertgas    in einen aromatischen Kohlenwasserstoff      von Raumtemperatur, vorzugsweise Xylol, eingerührt.  Das ausgefallene kohlehaltige Kristallisat wird aus geeig  neten Lösungsmitteln noch einmal umkristallisiert, wobei  es vorteilhaft sein kann, ein frisches Adsorptionsmittel  anzuwenden. Das farblose Kristallisat wird durch Absau  gen oder Zentrifugieren von der Mutterlauge getrennt,  mit dem reinen Lösungsmittel gewaschen und getrock  net.  



  <I>Beispiel</I>  194 Gewichtsteile Dimethylterephthtalat (1 Mol) und  326 Gewichtsteile Phenylacetat (2,4 Mol) werden in  einem mit Rührer, Thermometer, Gaszuführung und  Kolonne versehenen Kolben nach Zusatz von 5,2 Ge  wichtsteilen Aktivkohle unter Inertgas aufgeschmolzen  und unter Rühren 10 Minuten lang auf 150 C erhitzt,  während ein Inertgasstrom durch die Apparatur geleitet  wird. Darauf werden bei 160 C 1,3 Gewichtsteile     Butylti-          tanat    zugesetzt. Innerhalb von 80 Minuten ist die berech  nete Menge Methylacetat abgespalten. Das kohlehaltige  Reaktionsprodukt wird in 1 Liter Xylol von 22 C unter  Inertgas eingerührt, das Kristallisat abgesaugt und aus  Xylol unter Zugabe von 1 Gewichts-% Aktivkohle  umkristallisiert.

   Das getrocknete Kristallisat schmilzt bei  199 bis 200 C, hat eine Verseifungszahl von 353 (ber.  353) und ist völlig farblos. Das Filtrat hat eine     Hazen-          Farbzahl    von 60.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von reinem, farblosem Diphenylterephthalat, durch Erhitzen Dialkylterephtha- lat, dessen Alkylgruppen 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten, mit einer äquivalenten Menge oder einem geringen Überschuss Phenylacetat über 150 C in inerter Atmosphäre unter Zusatz von 1 bis 5 Gew.-% Aktivkoh le und Butyltitanat und unter möglichst rascher Entfer nung des freigesetzten Alkylacetats, wobei das Butyltita- nat erst dann zugegeben wird, wenn das Reaktionsge misch über 150 C erhitzt worden ist,
    und wobei nach Beendigung der Alkylacetat-Abspaltung der kohlehaltige Rohester unter Inertgas in einem aromatischen Kohlen wasserstoff eingerührt und das abgeschiedene kohlehalti ge Kristallisat noch einmal umkristallisiert wird. UNTERANSPRÜCHE 1..Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als aromatischer Kohlenwasserstoff Xylol verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Umkristallisieren unter Zusatz -von frischem Adsorptionsmittel vorgenommen wird.
    <I>Anmerkung des</I> Eig. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Besschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art.<B>51</B> des Patentgesetztes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH1723368A 1963-08-03 1968-11-19 Verfahren zur Herstellung von reinem, farblosen Diphenylterephthalat CH498081A (de)

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DEC30618A DE1289532B (de) 1963-08-03 1963-08-03 Verfahren zur Herstellung einheitlicher Diarylester aromatischer Dicarbonsaeuren
CH582564A CH435312A (de) 1963-08-03 1964-05-04 Verfahren zur Herstellung von Diarylestern aromatischer Dicarbonsäuren
DED0055221 1968-01-31

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