Vorrichtung zum Aufbau und Umpressen der Eisenkörper von Leistungstransformatoren
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufbau und Umpressen der Eisenkörper von Leistungstransformatoren, mit einem auf einem drehbaren Gestell aufgestellten Aufbautisch mit Auflagen für Kernsäulen und Joche des Eisenkörpers sowie einem ortsveränderlichen Pressbalken mit einem Antrieb zu seiner Verschiebung während des Pressvorgangs.
Bekannt ist eine Vorrichtung zum Aufbau und Umpressen von Einrahmeneisenkörpern der Leistungstransformatoren mit Hilfe von biegsamen Spannklammern, die auf die Kernsäulen des Eisenkörpers aufgelegt werden (Urheberschein der UdSSR Nr. 179 835, Kl.
21d2, 48 aus dem Jahre 1964). Diese Vorrichtung enthält ein drehbares Gestell, auf dem der Aufbautisch mit einem System von Auflageelementen für Kernsäulen und Joche des Eisenkörpers (auf diese Elemente werden Eisenkörperbleche gemäss dem Schichtungsschema gelagert) aufgestellt ist, einen ortsveränderlichen Pressbalken mit einem Auftrieb zum Zusammendrücken von Kernsäulen des Eisenkörpers dank Verschiebung des beweglichen Balkenteils und eine Vorrichtung zum Festziehen und Befestigen von Bandagen auf den Eisenkörperkernen.
Als Auflage für das drehbare Standgestell dient eine Platte, die mit dem Gestellt mit Hilfe von Zahnstangen und Schwenkhebeln verbunden ist.
Bei der bekannten Vorrichtung sind aber keine starren Bauteile zum Umpressen von Eisenkörperjochen vorhanden. Die Joche werden von Hand umpresst, beispielsweise mit Hilfe von Spannbolzen. Ausserdem biegt sich beim Umpressen von Eisenkörpern der Grosstransformatoren der Pressbalken, der ja eine grosse Länge besitzt, in der Richtung durch, die der Richtung der Presskraft entgegengesetzt ist. Dies führt zu einer unvollständigen Umpressung von Eisenkörperelementen unter dem mittleren Balkenteil, was wiederum die Eigenschaften von Transformatoren verschlechtert.
Die Durchbiegung kann beseitigt oder dank Querschnittsvergrösserung des Pressbalkens maximal verringert werden, was aber den Metallbedarf für den Pressbalken und mit ihm verbundene Standelemente beträchtlich erhöhen wird.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der oben erwähnten Nachteile.
Der Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, eine Vorrichtung zum Aufbau und Umpressen der Eisenkörper von Leistungstransformatoren mit Auflagen für Joche zu schaffen, welche Vorrichtung den Aufbau und eine qualitativ gute mechanisierte Umpressung von Kern säulen und Jochen der Eisenkörper von Gross- und Mitteltransformatoren ohne eine grössere Erhöhung des Metallbedarfs für den Pressbalken und mit ihm verbundene Vorrichtungselemente gewährleisten kann.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Auflagen für die Joche als Querbalken mit auf ihnen aufgestellten Schraubenwinden ausgeführt sind, die zur Regulierung der Auflagehöhe dienen.
Der Pressbalken wird zweckmässigerweise mit einem zusätzlichen Kraftantrieb zur lokalen Umpressung von Eisenkörperelementen in der Bandagierungszone versehen.
Bei dieser Vorrichtung kann der ungünstige Einfluss der Pressbalkendurchbiegung auf die Umpressungsgüte des Eisenkörpers vermieden werden, da der zusätzliche Kraftantrieb ihn in der Bandagierungszone nachpresst.
Dies macht es möglich, zur Umpressung von Eisenkörpern der Grosstransformatoren einen Pressbalken mit einem minimal zulässigen Querschnitt zu verwenden.
Nachstehend wird eine ausführliche Beschreibung einer Ausführungsvariante für die Erfindung unter Bezugnahme auf Zeichnungen angeführt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Aufbau und Umpressen der Eisenkörper von Leistungstransformatoren in Gesamtansicht;
Fig. 2 die Vorrichtung in Draufsicht;
Fig. 3 einen Pressbalken der Vorrichtung in Gesamtansicht;
Fig. 4 - zusätzliche Kraftantrieb der Vorrichtung im Längsschnitt.
Die Vorrichtung enthält ein drehbares Gestell 1 (Fig.
1), auf dem ein Aufbautisch 2 mit Längsbalken 3 zur Anordnung von Kernsäulen eines Eisenkörpers 4 und Querbalken 5 zur Anordnung seiner Joche aufgestellt ist. Auf Längsbalken 3 sind Auflagen 6 angeordnet, unmittelbar auf welche Bleche der Kernsäulen des Eisenkörpers 4 gemäss seinem Schichtungsschema gelagert werden. Auf Querbalken 5 sind Schraubenwinden 7 aufgestellt, auf die Jochbieche gelagert werden. Ein Pressbalken 8 ist auf Stangen 9 angeordnet, mit deren Hilfe der Balken mit Längs- und Querbalken des Aufbautisches 2 verbunden ist. Zum Anordnen der Stangen 9 auf Längs- und Querbalken sind Gabeln 10 (Fig. 2) vorgesehen. An den Enden des Pressbalkens 8 sind zwei Kraftantriebe 11 (Fig. 3) angebracht, die zur Übertragung der Presskraft auf den Balken 8 dienen.
Ausser den Antrieben 11 ist an dem Balken 8 auf einem Wagen 12 ein Antrieb 19 (Fig. 4) angeordnet, der eine zusätzliche Umpressungskraft an der Anbringungsstelle einer Bandage 14 erzeugt. Am Ende vom Stock 15 des Antriebs 13 sind Pressschuhe 16 angeordnet, die die Umpressungskraft auf Schuhe 17 des Balkens 8 übertragen. Die Pressschuhe 16 sind in einem solchen Abstand voneinander angeordnet, dass sie das Heranführen eines Gasbrenners 18 an die Verbindungsstelle der Enden der Bandage 14 zum Verschweissen der letzteren nicht verhindern.
Zum Abschneiden des freien Endes der Bandage 14 ist an einem weiteren Stock 19, der durch den Stock 15 hindurchgeht, ein Messer 20 vorhanden. Die Verschiebung der Stöcke 15 und 19 geschieht durch Zuführung eines flüssigen Mittels zu Kammern 21 und 22.
Beim Umpressen von Eisenkörperjochen mit an ihnen angebrachten Konsolen werden auf die Pressschuhe 17 abnehmbare Verlängerungsstücke 23 (Fig. 3) aufgesteckt und die Stangen 9 mit Ansatzstücken 24 ausgeführt, die mit den Stangen mit Hilfe von Keilen 25 verbunden werden.
Der Aufbau und die Umpressung von Eisenkörpern auf der Vorrichtung geschehen auf folgende Weise.
Auf Auflagen 6 der Längsbalken 3 werden Bleche der Kernsäulen des Eisenkörpers gemäss dem Schichtungsschema und auf die Schraubenwinden 7 der Querbalken 5 Bleche der Eisenkörperjoche gelagert. Die Lage der Bleche der Kernsäulen und Jochen wird durch Anschläge (nicht abgebildet) fixiert. Sodann werden die Stangen 9 in den Gabeln 10 befestigt und wird auf den Stangen der Pressbalken 8 angeordnet. Mit Hilfe von Antrieben 11 führt man die allgemeine Umpressung der Kernsäule des Eisenkörpers durch. Sodann wird der Wagen 12 in die Anbringungszone der ersten Bandage übergeführt, der Kammer 21 wird ein flüssiges Mittel zugeführt, und der Stock 15 führt, indem er sich verschiebt, die lokale Umpressung der Kernsäule aus.
Ohne Aufhebung der Pressbelastung führt man die Bandagierung der Kernsäule aus, wonach die Bandageenden verschweisst werden. Sodann wird der Kammer 22 ein flüssiges Mittel zugeführt, der Stock 19 verschiebt sich, und das Messer 20 schneidet das freie Bandagenende ab. Danach wird die Speisung des Antriebs 13 abgeschaltet, der Wagen 12 in die Anbringungszone der nächsten Bandage übergeführt, und die beschriebenen Arbeitsgänge beginnen von vorn.
Zur Umpressung und Bandagierung einer nächsten Kernsäule wird der Pressbalken übertragen und über dieser Kernsäule angeordnet, wonach alle oben aufgezählten Arbeitsgänge ausgeführt werden. Zur Umpres sung von Jochen mit Konsolen werden an den Schuhen 17 des Pressbalkens Verlängerungsstücke 23 und an den Stangen 9 Ansatzstücke 24 angebracht. Der Pressbalken wird über dem Joch angeordnet, die allgemeine Umpressung und die lokale Umpressung in der Bandagierungszone ausgeführt und das Joch im umpressten Zustand durch Halbbandagen befestigt. Beim Umpressen der Joche ohne Konsolen werden an den Jochen, wie auch an den Kernsäulen volle Bandagen angebracht.
Die Länge des Pressbalkens wird nach der maximalen Länge der Kernsäulen von auf dem Stand aufgebauten Eisenkörpern bemessen.
Bei den meisten Leistungstransformatoren sind die Joche des Eisenkörpers erheblich länger als seine Kernsäulen, und die Umpressung jedes Joches erfolgt gegebenen falls durch Anordnung des Pressbalkens zunächst über der einen Jochhälfte und dann über der anderen.
Nach der vollständigen Umpressung und Bandagierung des Eisenkörpers wird das drehbare Gestell in eine Lage verschoben, die der Vertikalen nahekommt, und der Eisenkörper wird von der Vorrichtung abgenommen.
Die Vorrichtung gestattet es, Aufbau und Umpressung sowohl von Kernsäulen wie auch von Jochen der Gross- und Mitteleisenkörper auszuführen sowie die Qualität der Eisenkörper beträchtlich zu erhöhen.