CH506474A - Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Amino-chlor-benzyl-aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Amino-chlor-benzyl-aminen

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CH506474A
CH506474A CH1643866A CH1643866A CH506474A CH 506474 A CH506474 A CH 506474A CH 1643866 A CH1643866 A CH 1643866A CH 1643866 A CH1643866 A CH 1643866A CH 506474 A CH506474 A CH 506474A
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amines
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CH1643866A
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Johannes Dr Keck
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Thomae Gmbh Dr K
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/04Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/12Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly or doubly bound nitrogen atoms
    • C07D295/135Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly or doubly bound nitrogen atoms with the ring nitrogen atoms and the substituent nitrogen atoms separated by carbocyclic rings or by carbon chains interrupted by carbocyclic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Amino-chlor-benzyl-aminen
Die Erfindung betrifft die Herstellung von neuen 2-Amino-chlor-benzyl-aminen der Formel I
EMI1.1     
 in der das Chloratom in 3- oder 6-Stellung und R1 und   R2,    die gleich oder verschieden sind und geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte niedere aliphatische Kohlenwasserstoffreste, Hydroxyalkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, substituierte Aryl-, Aralkyl- oder substituierte Aralkylreste bedeuten, oder R1 und   Re    zusammen mit dem benachbaren Stickstoffatom einen gegebenenfalls durch niedre Alkylreste substituierten fünfbis siebengliedrigen gesättigten heterocyclischen Ring bedeuten, der durch ein weiteres Stickstoffatom unterbrochen sein kann.

  Die Erfindung betrifft ferner die Herstellung der physiologisch verträglichen Säureadditionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren.



   Erfindungsgemäss erfolgt die Herstellung der neuen Verbindungen durch Umsetzung von Mono- oder Di   acylamido-chlor-benzyl-halogeniden    der Formel II
EMI1.2     
 in der Hal Brom oder Chlor, R3 Wasserstoff oder einen Acylrest und   Rd    einen Acylrest bedeuten, mit Aminen der Formel III
EMI1.3     
 in Gegenwart halogenwasserstoffbindender Mittel und anschliessende Abspaltung der Acylreste.



   Als halogenwasserstoffbindendes Mittel kann eine anorganische oder tertiäre organische Base oder auch ein Überschuss des eingesetzten Amins der Formel III dienen, wobei pro Mol der Reaktionskomponenten ein Überschuss von mindestens einem Mol eingesetzt wird.



  Die Umsetzung erfolgt zweckmässig in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels, beispielsweise Tetrachlorkohlenstoff, Äthanol, Aceton, Benzol, Toluol und bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise bei dem Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels. Falls ein Überschuss des Amins der Formel III oder eine tertiäre organische Base als halogenwasserstoffbindendes Mittel verwendet wird, können diese gleichzeitig auch als Lösungsmittel dienen.



   Die Entacylierung kann in üblicher Weise erfolgen, vorzugsweise durch Erhitzen mit verdünnten Mineralsäuren oder verdünnten anorganischen Basen.



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten Verbindungen der Formel II sind aus der Literatur bekannt oder können nach literaturbekannten Verfahren hergestellt werden. So können beispielsweise die 2-Diacylamino-chlorbenzylhalogenide der Formel II aus den entsprechenden 2-Diacylamino-chlor-toluolen durch Umsetzung mit N Bromsuccinimid bzw. mit Chlor oder Brom unter UV Bestrahlung hergestellt werden.



   Die erhaltenen Verbindungen können mit anorganischen oder organischen Säuren in üblicher Weise in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze überführt werden. Als Säuren haben sich beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Weinsäure und   Maleinsäure als geeignet erwiesen. Die Säureadditionssalze sind wasserlöslich, praktische Verwendung finden vor allem Salze mit 1, 2 und 3 Äquivalenten der betreffenden Säure, je nach der Anzahl der basischen Gruppen.



   Die erfindungesgemäss hergestellten Verbindungen weisen wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf, sie zeigen insbesondere neben antipyretischer und sekretolytischer Aktivität eine sehr gute hustenstillende Wirkung bei geringer Toxizität.



   Beispiel I   N,N-Diisopropyl-(2-amino-6-cS110r-benzyl)-amin   
Zu einer Lösung von 56,3 g 6-Chlor-2-diacetylamino-benzyl-bromid in 0,9 1 Tetrachlorkohlenstoff werden 39,4 g Diisopropylamin gegeben. Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde am Rückfluss gekocht, anschliessend abgekühlt, das ausgefallene Diisopropylammonium-bromid abgesaugt und das Filtrat im Wasserstrahlvakuum eingeengt. Der verbliebene Rückstand wird in 520   cm3    Äthanol gelöst und nach Zusatz von 280   cm3    konzentrierter Salzsäure 20 Stunden am Rückfluss gekocht. Nach der Verseifung wird die Lösung eingeengt und der Rückstand in wenig absolutem Äthanol aufgenommen, wobei das N,N-Diisopropyl (2-amino-6-chlor-benzyl)-amin als Dihydrochlorid auskristallisiert.

  Aus absolutem Äthanol umkristallisiert zeigt die Verbindung unter Zersetzung einen Schmelzpunkt von   198-2030    C.



   In der folgenden Tabelle sind weitere Verbindungen angegeben, die erfindungsgemäss erhältlich sind.
EMI2.1     


<tb>



  Beispiel <SEP> Mal <SEP> R1 <SEP> R2 <SEP> F. <SEP> des <SEP> Dihydrochlorids, <SEP> 0
<tb>  <SEP> 2 <SEP> 6-Cl <SEP> Methyl <SEP> Phenyl <SEP> 210-220 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> 3 <SEP> 6-Ül <SEP> Butyl <SEP> Butyl <SEP> 174-178 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> 4 <SEP> 6-C1 <SEP> Isobutyl <SEP> Isobutyl <SEP> 156-159 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> 5 <SEP> 6-Cl <SEP> Amyl <SEP> Amyl <SEP> 152-158
<tb>  <SEP> 6 <SEP> 6-C1 <SEP> Methyl <SEP> Cyclohexyl <SEP> 200-210 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> 7 <SEP> 6-C1 <SEP> Äthyl <SEP> Cyclohexyl <SEP> 176-180 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> R1 <SEP> ¯¯
<tb>  <SEP> 8 <SEP> 6-C1 <SEP> N <SEP> = <SEP> NX <SEP> zu <SEP> 205-208 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> Rs
<tb>  <SEP> R1
<tb>  <SEP> R1 <SEP> /CH2-CH2-CH2
<tb>  <SEP> 9 <SEP> 6-Cl <SEP> -N <SEP> = <SEP> -N <SEP> | <SEP> 193-197 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> \R2 <SEP> \CH2-CH=CH2
<tb>  <SEP> 10 <SEP> 3-Cl <SEP> Propyl <SEP> Propyl  

   <SEP> 172-180
<tb>  <SEP> 11 <SEP> 3-Cl <SEP> Isopropyl <SEP> Isopropyl <SEP> Hydrochlorid <SEP> 181-186 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> 12 <SEP> 3-C1 <SEP> Butyl <SEP> Butyl <SEP> 158-167
<tb>  <SEP> 13 <SEP> 3-C1 <SEP> Isobutyl <SEP> Isobutyl <SEP> 167-174
<tb>  <SEP> 14 <SEP> 3-C1 <SEP> Amyl <SEP> Amyl <SEP> 144-150
<tb>  <SEP> 15 <SEP> 3-Cl <SEP> Methyl <SEP> Cyclohexyl <SEP> 165-173
<tb>  <SEP> 16 <SEP> 3-C1 <SEP> Äthyl <SEP> Cyclohexyl <SEP> Hydrochlorid <SEP> 177-179
<tb>  <SEP> CH3
<tb>  <SEP> 17 <SEP> 3-C1 <SEP> NÄRl <SEP> = <SEP> -N <SEP> zu <SEP> Hydrochlorid <SEP> 225-226 <SEP> (Zers.)
<tb>  <SEP> Rs
<tb>  <SEP> 18 <SEP> 3-C1 <SEP> Methyl <SEP> Benzyl <SEP> Hydrochlorid <SEP> 193-194
<tb>  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-chlorbenzyl-aminen der Formel I EMI2.2 in der das Chloratom in 3- oder 6-Stellung und R1 und R2, die gleich oder verschieden sind und geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte niedere aliphatische Kohlenwasserstoffreste, Hydroxyalkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, substituierte Aryl-, Aralkyloder substituierte Aralkylreste bedeuten, oder R1 und R2 zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom auch einen gegebenenfalls durch niedere Alkylreste substituierten fünf- bis siebengliedrigen gesättigten heterocyclischen Ring bedeuten, der durch ein weiteres Stickstoffatom unterbrochen sein kann, sowie von deren physiologisch verträglichen Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet,
    dass Mono- oder Diacylamido-chlor-benzylhalogenide der Formel II EMI3.1 in der Hal Chlor oder Brom, R3 Wasserstoff oder einen Acylrest und R4 einen Acylrest bedeuten, mit Aminen der Formel III EMI3.2 in Gegenwart halogenwasserstoffbindender Mittel umgesetzt und anschliessend die Acylreste abgespalten werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als halogenwasserstoffbindendes Mittel eine anorganische oder tertiäre organische Base und/ oder ein Überschuss des Amins der Formel III verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene Verbindung mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze überführt.
CH1643866A 1963-10-14 1966-11-16 Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Amino-chlor-benzyl-aminen CH506474A (de)

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