CH507369A - Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren - Google Patents

Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren

Info

Publication number
CH507369A
CH507369A CH1017867A CH1017867A CH507369A CH 507369 A CH507369 A CH 507369A CH 1017867 A CH1017867 A CH 1017867A CH 1017867 A CH1017867 A CH 1017867A CH 507369 A CH507369 A CH 507369A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
virus
rubella
passages
cultures
tissue culture
Prior art date
Application number
CH1017867A
Other languages
English (en)
Inventor
Bernard Buynak Eugene
Ralph Hilleman Maurice
Original Assignee
Merck & Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck & Co Inc filed Critical Merck & Co Inc
Priority to CH1017867A priority Critical patent/CH507369A/de
Publication of CH507369A publication Critical patent/CH507369A/de

Links

Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00—Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/12—Viral antigens
    • A61K39/20—Rubella virus
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00—Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/12—Viral antigens
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00—Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K2039/51—Medicinal preparations containing antigens or antibodies comprising whole cells, viruses or DNA/RNA
    • A61K2039/525—Virus
    • A61K2039/5254—Virus avirulent or attenuated
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N2770/00—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA ssRNA viruses positive-sense
    • C12N2770/00011—Details
    • C12N2770/36011—Togaviridae
    • C12N2770/36211—Rubivirus, e.g. rubella virus
    • C12N2770/36234—Use of virus or viral component as vaccine, e.g. live-attenuated or inactivated virus, VLP, viral protein

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Virology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description


  
 



   Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren, welche gemeinhin unter dem Namen  Deutsche Masern  bekannt ist, die lebendes abgeschwächtes Rötelvirus enthält, welches nach Injektion in den menschlichen Körper immunisierende Antikörper erzeugt.



   Dank der abgeschwächten Natur des Virus werden bei seiner Applikation nur extrem schwache Fieberwirkungen oder andere klinische Reaktionen hervorgerufen.



  Dagegen bewirkt seine Injektion in den menschlichen oder tierischen Körper die Bildung eines hohen Spiegels von Antikörpern gegen den besagten Virus, der ausreicht, den Körper gegen die Infektion zu immunisieren und somit vor Erkrankung zu schützen.



   Die Röteln ist bei Kindern üblicherweise eine harmlose Krankheit, obgleich dabei auch Komplikationen wie Encephalitis, Arthritis und Neuritis auftreten können.



  Bleibende geistige Schädigungen treten weniger häufig auf. als bei den gewähnlichen roten Masern (rubeola).



   Ernsthaftere Auswirkungen dieser Krankheit können im erwachsenen Alter bei Infektion von Frauen im ersten Trimester der Schwangerschaft auftreten. Der Virus befällt dabei die Frucht mit dem Resultat, dass fehlerhafte Entwicklungen des Embryos, wie Kleinköpfigkeit.



  Taubstummheit, Augenleiden, Herzdeformationen und abnormale Zahnbildung sich abzeichnen können.



   Die möglichen Fehlbildungen der Frucht bei Erkrankung an Röteln von Frauen in den ersten 2 bis 3 Monaten der Schwangerschaft sind derart ernst, dass es bis jetzt anzuraten war, die jungen Mädchen mit dieser Krankheit in Berührung zu bringen, bevor sie das fruchtbare Alter erreicht haben, um im Körper genügend Abwehrstoffe zu produzieren. Die erfindungsgemäss erhältliche Vaccine ermöglicht nun eine Immunisierung des Körpers gegen Röteln auf bekannter Basis.



   Es wurde nun gefunden, dass man zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeignet abgeschwächte Viren, in der Weise entwickeln kann, indem man 1) aus mit von infiziertem Gewebe stammendem Rötelvirus ¯inokulierten und bei 30 bis 380C inkubierten Entenembryo- oder Grünaffennierenzellkulturen die das Virus enthaltende Kulturflüssigkeit abscheidet und das Virus, gegebenenfalls nach Inkubation auf Hühnereierembryo oder Grünaffennierengewebekulturen, 2) zur Abschwächung desselben Passagen in einem Medium bestehend aus zerkleinerten und trypsinierten 9 bis 11 Tage alten, des Kopfes und der Extremitäten entledigten Entenembryos in einem Zellwuchsmedium bei 30 bis   38oC,    unterwirft, worauf zweckmässig von jeder einzelnen der genannten Passagen nach dem Ernten in Intervallen von 2 bis 14 Tagen je eine Probe auf Sterilität geprüft wird,

   und die jeweiligen Ernten bis zur Durchführung des Tests eingefroren und falls noch zu virulent befunden in dem Kulturmedium nochmals eingeimpft werden.



   Das Verfahren umfasst also die folgenden Schritte: A) Ausscheidung des virulenten Virus aus einer infizierten Zellkultur und ihre Anpassung z.B. auf Entenembryozellkulturen; B) Entwickeln von abgeschwächtem lebendem Virus mittels einer Mehrzahl von serienweisen Passagen über Entenembryosgewebekulturen. worauf dann C) aus dem abgeschwächten lebenden Virus die Vaccine hergestellt werden kann. Die einzelnen Verfahrensschritte werden nachfolgend eingehender erläutert.



   A) Ausscheidung und Adaptation des virulenten Virus. Die Ausscheidung und Adaptation von Rötelvirus kann aus Entenembryogewebekulturen, welche mit entsprechenden den Virus enthaltenden Gewebe klinisches Material, wie z.B. ein Rachenabstrich infiziert sind, erfolgen oder das Virus kann vorgängig auf einer anderen Art von Zellkulturen, wie beispielsweise solche Affennieren oder von embryonierten Eiern gezüchtet und dann abgeerntet werden. Die Inkubation von infizierten Kulturen kann bei beliebigen Temperaturen die zwischen 30 und 380C liegen, vorzugsweise 30 bis 340C (optimal 320C) oder bei 35 bis 380C (optimal 360C) erfolgen.



  Typische Ausscheidungsverfahren sind die folgenden:
Verfahren 1. Das Rötelnvirus wird aus mit klinischem Material (z.B. Rachenabstrich) einer an Röteln erkrankten Person, infizierten Gewebekulturen von Entenembryos ausgeschieden.  



   Verfahren 2. Das Rötelvirus wird aus mit klinischem Material infizierten Gewebekulturen von Grünaffennieren ausgeschieden.



     B)      Es2tavickelel    von   ab gesc!i wächtern    lebendem Rötel   virrrs.    Das unter A erhaltene Rötelvirus wird in Glaskolben mit Entenembryogewebekulturen, welche durch Zerkleinern und Trypsinieren von ungefähr 10 Tage alten Entenembryos hergestellt wurden, eingetragen. Als Kul   turmdium    kommt dabei jedes in Frage, das das Zellwachstum fördert, wie z.B. das bekannte  Medium   199     zu welchem noch Kälberserum zugesetzt werden kann.



     Stacil    der   Infizierung    werden die Zellkulturen in auf   einanderfolgenden    Passagen bei 30 bis 380C, vorzugsweise 30 bis   34C    (optimal 320C) und 35 bis 380C (optimal   36OC)    inkubiert. Während diesen Passagen wird der Virus in grossen Mengen produziert und abgeschwächt.



   Die obigen serienweisen Passagen werden unter Verwendung von verdünntem oder unverdünntem Impfstoff durchgeführt, wobei eine Mehrzahl von Ernten in gewis   sen    Zeitintervallen erfolgen können. Der   Virusgehalt    wird   dadurch    Titrierung auf Gewebekulturen von Grünaffennieren bestimmt. In passenden Intervallen werden die   Kulturen    einem Immunitätstest mit ungefähr 1000   TDIDio    eines beeinflussende Eigenschaften aufweisenden Virus   (ECHO, 1    Bunyamwera usw.) unterworfen. Kulturen, welche mit Rötelnvirus infiziert worden sind, zeigen dabei eine Abwesenheit von cytopathologischen Gegenviren bei der Prüfung nach 3 bis 4 Tagen auf.



   Das Virus wird anschliessend eiskalt oder bei anderer niedriger Temperatur, um der Verseuchung des Mittels entgegen zu wirken. gerührt.



   C) Es wurde festgestellt, dass nach diesen mehrmaligen serienweisen Passagen geernteter Rötelnvirus bei Affen und Nagetieren nicht phatogen wirkt und beim Mcnschen nur schwaches Unwohlsein hervorruft. dagegen die Bildung eines befriedigenden Spiegels von neutralisierend wirkenden Antikörpern hervorruft. Das infektiöse Virus wird mit geeigneten Stabilisatoren wie Sucrose, humanes Albumin, Glutamin, Phosphat oder mit .Mischungen davon stabilisiert. Nach der ihre Wirkung ermittelnden Titration wird die Versuchssuspension aufgeteilt und zum Gebrauch in Ampullen abgefüllt. Das Produkt wird dabei gerührt und eingefroren und vorzugsweise zur Entfernung von Feuchtigkeit gefriergetrocknet.



   Beispiel 1
Als Anfangsimpfstoff kommt ein solcher, der nach dem oben beschriebenen Verfahren I erhältlich ist, zur Anwendung.



   9 bis 11 Tage alte Entenembryos werden nach Entfernung des Kopfes und der Extremitäten unter antiseptischen Bedingungen fein zerhackt und anschliessend mehrere Male mit  Hanks   BBS -Lösung    gewaschen. Die gewaschene Gewebemasse wird dann mit   0.25%indem    Trypsin (Difco 1: 250) in einem Drei Salzpuffer bei   360C    während 2 bis 3 Stunden trypsiniert.



  Die Trypsinzellsuspension wird gewonnen und dann durch zwei sterile dicke Käsetücher hindurch gelassen und anschliessend mit 1500 Umdrehungen pro Minute während 5 Minuten zentrifugiert. Der erhaltene Zellkuchen wird zur Einstellung der Zellkonzentration in einem Wachstumsmedium suspendiert. Als Wachstumsmedium kommt dabei  Medium 199  (Morgan, J.F., Morten, H.J.. and Parker, R.C., Proc. Soc. Exp. Biol. and Med., 73: 1 bis 8, 1950) in Frage, das noch während 30 Minuten auf   560C    erhitzte Kälberserum und 50 mcg/ml Neomycin enthält. Es werden nun Kulturkolben mit obgenannten Zellen in einer Konzentration von 350 000 lebensfähigen Zellen pro ml bepflanzt. Nach einer 36 bis 48stündigen Inkubationszeit bei 360C können die enthaltenen Kulturflüssigkeiten zur Durchführung der serienweisen Passagen und zur Vaccineherstellung verwendet werden.



   Es werden Entenembryogewebekulturen derart hergestellt, indem die Gewebemasse zusammen mit dem   Wachstumsmedium    bestehend aus  Medium   199     welches ausserdem noch 2% inaktiviertes   Kälberseruin    enthält, in Glaskolben gegeben. Nach 3 bis Stägiger Kultur wird das Kulturmedium antiseptisch entfernt und die Kulturen 5mal mit je 100 ml Hanks'BSS-Lösung gewaschen, dann pro Kolben mit 2,5 ml der gemäss vorangehendem Abschnitt erhaltenen unverdünnten Rötelvirus enthaltenen Kulturflüssigkeit geimpft. Danach werden jedem Kolben noch 60 ml  Medium 199  welches noch   10%    eines geeigneten Stabilisators gegen virale Infektion enthält, zugesetzt und sodann die Kulturen bei 30 bis 340C geimpft. Anschliessend wird dem Wachstums- bzw.

  Kulturmedium noch Neomycin in einer Konzentration von 50 mcg/ml einverleibt. Nach   2    bis   4    Tagen wird die Kulturflüssigkeit geerntet. Zu den übrig gebliebenen Zellen wird frisches Nährmedium. welches ebenfalls den obgenannten Stabilisator enthält, neu hinzugegeben und die Züchtung wie vorher wiederholt. Es werden so 5 aufeinanderfolgende Passagen alle bei ungefähr   320C    durchgeführt. Die geernteten Virussuspensionen werden unter Rühren bei   - 700C    in einer elektrisch arbeitenden Kühleinheit aufbewahrt und können so für die Vaccineproduktion in Vorrat gehalten werden. Von den einzelnen antiseptisch gewonnenen Ernten werden Proben entnommen. die auf Sterilität geprüft und auf ihren Virusgehalt in einer Grünaffennierengewebekultur titriert werden.

  Die als einwandfrei befundenen Ernten werden in sterile Sammler gegeben, und in einem trockenen   EislAlkoholbad    eingefroren.



  Nach komplett erfolgter Prüfung wird das selektionierte und einwandfrei befundene Material der Einfrierapparatur entnommen und aufgetaut. Dem aufgetauten Material werden dann Proben zu nochmaliger Kontrolle und Sicherheitstesten entnommen. Die übrige Flüssigkeit wird geklärt und eine Probe für den Sicherheitstest am Affen entnommen. Zur verbleibenden Flüssigkeit wird zusätzlich ein passender Stabilisator addiert. Das Ganze wird sodann in einzelne Fläschchen eingefüllt und getrocknet.



  Nach dem Trocknungsvorgang werden die Fläschchen verschlossen und versiegelt und so für die   Rekonstitution    als Vaccine mittels Zusatz von sterilem Wasser zur Verfügung gehalten.

 

   Die Wirksamkeit des Impfstoffs wird anhand infizierter Zellkulturen demonstriert. Parenterale Inokulierung von abgeschwächter Vaccine am Affen bewirkt die Produktion eines   honen    Spiegels von   neutralisierend    wirkenden Antikörpern, deren Wirksamkeit unvermindert mindestens 1 Jahr anhält.



   Test   am    Menschen. An 7 Kindern, die vorgängig nie an Röteln erkrankt waren, wird auf parenteralem Wege eine gewisse Dosis an abgeschwächtem Rötelnvirusvaccin verabreicht. Alle Kinder entwickelten einen hohen Spiegel an neutralisierend wirkenden Antikörpern (1:16 bis 1: 64) schon innerhalb eines Monats nach der Impfung.



  Der so erreichte Antikörpertiter ist annähernd der gleiche, wie wenn er infolge natürlicher Erkrankung an   Röteln erreicht würde. Die geimpften Kinder entwickeln jedoch kein oder nur wenig Fieber und nur einen schwachen vorübergehenden Hautausschlag und eine klinisch unbedeutende Lymphodenopathie.



   Beispiel 2
Das Verfahren gemäss Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, dass die Inkubation des Rötelviruses im Bereich von 35 bis 380C, vorzugsweise bei 360C, durchgeführt wird.



   Beispiel 3
Das Verfahren wird wie in Beispiel 2 wiederholt, indem 3 serienweise Inkubationen des Virus bei   36"C    und 7 bei 320C durchgeführt werden.



   Es können auch mehr als 5 aufeinanderfolgende Passagen über Entenembryokulturen geleitet werden, um weiteres abgeschwächtes Virus zu erhalten. Die serienweisen Passagen können ebenfalls die Inkubation von Grünaffennierenkulturen oder von embryonierten Hühnereiern umfassen. Das gesagte wird anhand der folgenden Beispiele erläutert, 

   in welchen
Beispiel 4
2 GMK + 1 EAM   +    9 GMK + 5 DEF (360C)    +    5 DEF (320C)
Beispiel 5
2 GMK + 1 EAM   +    13 GMK + 2 DEF (360C)  + 8 DEF (320C)
Beispiel 6
2 GMK + 1 EAM + 17 GMK   +    10 DEF (320C)
Beispiel 7
21 GMK + 3 DEF (360C) + 7 DEF   (32ob)   
Beispiel 8
Mittels Durchgang durch Entenembryosgewebekulturen   abgeschwächtes    Rötelvirus wird durch 3 Grenzverdünnungen gefolgt von weiteren Passagen über solche Gewebekulturen gelassen, so dass ein Vaccine-Pool entsteht. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren, welche im menschlichen Körper die Bildung entsprechender Antikörper fördern, ohne stark fieberhafte Erkrankungen hervorzurufen, dadurch gekennzeichnet, das man 1) aus mit von infiziertem Gewebe stammendem Rötelvirus eingeimpften und bei 30 bis 380C inkubierten Entenembryo- oder Grünaffennierenzellkulturen die das Virus enthaltende Kulturflüssigkeit abscheidet und das Virus, gegebenenfalls nach Inkubation auf Hühnereierembryo oder Grünaffennierengewebekulturen, 2) zur Abschwächung desselben Passagen in einem Medium bestehend aus zerkleinerten und trypsinierten 9 bis 11 Tage alten, des Kopfes und der Extremitäten entledigten Entenembryos in einem Zellwuchsmedium bei 30 bis 380C unterwirft.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 10 Tage alte Entenembryos verwendet werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Passagen im Zellwuchsmedium bei 35 bis 380C durchgeführt werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Passagen im Zellwuchsmedium bei 30 bis 34GC durchgeführt werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vorgängig der besagten serienweisen Passagen noch Inkubationen des Virus auf Hühnereierembryos oder Grünaffennierengewebekulturen durchgeführt werden.
CH1017867A 1967-07-17 1967-07-17 Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren CH507369A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1017867A CH507369A (de) 1967-07-17 1967-07-17 Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1017867A CH507369A (de) 1967-07-17 1967-07-17 Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH507369A true CH507369A (de) 1971-05-15

Family

ID=4360218

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1017867A CH507369A (de) 1967-07-17 1967-07-17 Verfahren zur Entwicklung von zur Herstellung einer Vaccine gegen Röteln geeigneten abgeschwächten Viren

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH507369A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3911442C2 (de) Impfstoff-Präparation
DE69923470T2 (de) Kombinationsimpfstoff gegen hav und masernvirus und verfahren zu seiner produktion
DE2713371C2 (de)
DE2708668A1 (de) Nd-impfstoff und verfahren zu seiner herstellung
DE2817891A1 (de) Nd-impfstoff und verfahren zu seiner herstellung
CH504532A (de) Verfahren zur Züchtung pathogener Viren, Zellstamm zur Ausführung des Verfahrens und Anwendung des Verfahrens
DE2463143C2 (de) Polyvalente Rindervirus-Lebendimpfstoffe
CH658192A5 (de) Tollwut-impfstoff und verfahren zu seiner herstellung.
CH616959A5 (de)
CH423095A (de) Verfahren zur Herstellung eines Tollwutimpfstoffes
DE1176317B (de) Verfahren zur Herstellung von fuer Impf-zwecke geeigneten waessrigen Fluessigkeiten mit Tollwut-Virus
DE2805311A1 (de) Respiratorische synzytial-vakzine
DE3009064A1 (de) Verfahren zur herstellung eines tollwutimpfstoffes und danach erhaltener impfstoff
EP0223915A2 (de) Lebendimpfstoff gegen Mumps und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1235505B (de) Verfahren zur Herstellung einer Vaccine gegen Staupe
DE2328579A1 (de) Varicella-vaccine
DE2162013C3 (de) Tollwut-Lebendimpfstoff, Verfahren zu seiner Herstellung nd seine Verwendung bei der Bekämpfung von Tollwut
DE2126957B2 (de) Verfahren zur herstellung von impfstoffen gegen gaensehepatitis
DE1027367B (de) Verfahren zur Herstellung einer Mischvaccine fuer Hunde
AT226363B (de) Verfahren zur Herstellung eines Vaccins gegen infektiösen Hepatitisvirus
DE2225548A1 (de) Intravenoes vertraegliche staupe- und hepatitisvaccine
DE2129777C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines stark ageschwächte Rötelviren enthaltenden Impfstoffes
DE2121237C3 (de) Verwendung einer Zellinie zur Züchtung von Viren
AT268518B (de) Verfahren zur Herstellung eines lebenden Mumpsvirus
DE1138888B (de) Verfahren zur Herstellung einer Vaccine gegen Staupe

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased