Verfahren zur Aufhebung des durch optische Aufheller erzielten Aufhelieffektes
Auf organische Substrate, wie natürliche und künstliche Textilfasern, Kunststoffe und Papier, werden heutzutage oft optische Aufheller aufgebracht. Durch diese Behandlung wird das Substrat aufgehellt.
Es hat sich gezeigt, dass der Aufhelleffekt nicht immer erwünscht ist, weshalb ein Bedürfnis nach Substanzen besteht, welche die Wirkung der optischen Aufhel ler aufheben. Die Aufhebung der Wirkung (im folgenden als Löschen bezeichnet) von optischen Aufhellern ist beispielsweise in der Papierindustrie von praktischer Bedeutung. Wenn eine Papiermaschine aufgehelltes Papier produziert hat und darauf für die Herstellung von nicht aufgehelltem Papier eingesetzt wird, muss die Maschine und das ganze dazugehörige Rücklaufsystem vorher gründlich gereinigt werden, um Reste von optischem Aufheller zu entfernen. Diese Reinigung ist sehr aufwendig und verringert die Produktionskapazität.
Es ist deshalb viel rationeller, auf die Entfernung der letzten Reste von optischem Aufheller zu verzichten und dem nicht aufzuhellenden Papierstoff vor oder nach der Blattbildung Verbindungen (im folgenden als Löscher bezeichnet) zuzugeben, die den Aufhelleffekt der optischen Aufheller aufheben. So wird der aus dem ganzen System der Papiermaschine in das Papier eingeschleppte Aufheller unwirksam gemacht ( gelöscht ).
Solche Löscher können auch eingesetzt werden, um aus aufgehelltem Altpapier nicht aufgehelltes, neues Papier zu fabrizieren.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Aufhebung des durch optische Aufheller erzielten Aufhelleffekts auf nicht textilen organischen Substraten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf diese Substrate die Salze oder Quaternierungsprodukte von Verbindungen der Formel
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aufbringt, worin
Y eine gegebenenfalls durch nichtionogene Reste substituierte Alkylenkette mit 2-4 Kohlenstoffatomen zwischen den beiden Stickstoffatomen, Rt Wasserstoff, Halogen (z. B. Chlor, Brom, Fluor), Nitro, die gegebenenfalls substituierte Sulfonylaminogruppe oder einen organischen Rest, der durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen mit dem Arylenrest verbunden sein kann, und
R2 Wasserstoff oder einen organischen Rest, der durch ein Kohlenstoffatom mit dem Stickstoffatom verbunden ist, bedeuten.
Von den oben erwähnten organischen Substraten sind besonders die hydroxylgruppenhaltigen Makromoleküle natürlichen Ursprungs, wie z. B. die Makromoleküle auf Kohlenhydratbasis (natürliche Cellulose in Form von Papier, regenerierter Cellulose, Stärke etc.) und synthetischen Ursprungs, wie z. B. Polyvinylalkohol zu erwähnen. Als optische Aufheller, deren Wirkung aufgehoben wird, kommen vorzugsweise diejenigen in Frage, die mindestens eine Sulfonsäuregruppe tragen, z. B. die Aufheller der Stilbenreihe.
Die Salze und Quaternierungsprodukte von Verbindungen der Formel (I) sind z. T. bekannt und z. T. neu.
Die Salze können sich ableiten von anorganischen Säuren, wie z. B. von der Chlor- oder Brmwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, schwefliger Säure oder Kohlensäure, oder von organischen Säuren, z. B. von aliphatischen oder aromatischen Mono- oder Polycarbonsäuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Laurinsäure, Ölsäure, Stearinsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Adipinsäure, Weinsäure, Citronensäure, Gluconsäure, Benzoesäure oder deren im Kern substituierten Derivate, oder von aliphatischen oder aromatischen Sulfonsäuren wie Methansulfonsäure, Athansulfonsäure, Alkansulfonsäuren mit 3 bis 20 Kohlenstoff atomen, Benzol-, Methylbenzol- oder Naphtalinsulfonsäuren oder auch Alkylschwefelsäuren mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen.
Vorzugsweise kommen Essigsäure, Benzol- oder 4-Methylbenzolsulfonsäure, Schwefelsäure oder Chlorwasserstoffsäure in Betracht.
Man kann diese Salze vor der Applikation herstellen und sie direkt auf das optischen Aufheller enthaltende Substrat aufbringen oder auch die freien Basen applizieren und die Salze durch nachträgliche Behandlung mit Säuren auf dem Substrat bilden. Eine solche Anwendungsart ist z. B. dadurch gegeben, dass man das mit der freien Base behandelte Substrat einer sauren, Kohlendioxid oder Schwefeldioxid enthaltenden Atmosphäre aussetzt. Unter den Begriff Salze fallen alle Verbindungen der Formel
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Die Quaternierungsprodukte entsprechen der Formel
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worin eines der beiden Stickstoffatome zusätzlich an einen Kohlenwasserstoffrest gebunden und somit Träger der positiven Ladung ist. Als Salze von starken Basen sind die Quaternierungsprodukte praktisch bei allen pH-Verhältnissen voll dissoziiert.
Die Quaternierungs- produkte werden zweckmässig durch Umsetzung der Verbindungen der Formel (I) mit z. B. Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylhalogeniden (vorzugsweise den Chloriden, Bromiden oder Jodiden), mit den entsprechenden Mono- oder Diestern der Schwefelsäure und den entsprechenden Alkan-, Benzol- oder Toluolsulfonsäureestern oder mit Epoxiden, z. B. Athylen- oder Propylenoxid, hergestellt. Im letzteren Falle ist es vorteilhaft, von einem Salz einer Verbindung der Formel (I) auszugehen oder nach der Umsetzung die quaternäre Base zu neutralisieren, wobei die gleichen Säuren, wie für die Herstellung der Salze der Verbindungen der Formel (I) in Frage kommen. Geeignete Quaternierungsmittel sind z. B.
Butylbromid, Dodecylbromid, Fettalkylbromide, Äthyljodid, Octadecylchlorid, Benzylchlorid, Chloracetamid, Dimethyl- oder Diäthylsulfat, Natriumbutylsulfat, Benzol- oder Toluolsulfonsäure-methyl- oder -äthvlester.
Verwendet man Quaternierungsmittel, die zweimal mit Verbindungen der Formel (I) reagieren können, wie z. B.
1 2-Dichlor- oder I,l-Dibromäthan, i,3-Dichlor- oder 1 ,3-Dibrompropan, 1,4 Dichlor- oder 1*4-Dibrombutan, 1 -Brom-3-chlor-propan, 1 ,3-Dichlor-2-propanol, 3-Chlor-1 ,2-epoxipropan, 1,2-Bis-(toluolsulfonyloxyfiäthan, so werden zwei Moleküle der Verbindungen der Formel (1) über den quaternierenden Kohlenwasserstoffrest miteinander verbunden.
In den Verbindungen der Farmel (I) bedeutet Arylen vorzugsweise 1,3- oder 1,4Phenylen, und Y vorzugsweise
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und insbesondere -CH2-CH2- und -CH2-CH2-CH2-
Der Rest Rt, wenn er für eine gegebenenfalls substi- tuierte Sulfonsäureamidgruppe steht, ist vorzugsweise - 502-NH2
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usw.
Die Reste Rt und R2, wenn sie für organische Reste stehen, sind vorzugsweise Reste der aliphatischen, aromatischen, cycloaliphatischen oder heterocyclischen Reihe; insbesondere können sie einmal oder mehrmals wiederkehrende Gruppierungen der Formel
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enthalten, und an den Kettenenden Carboxy- und/oder Aminogruppen tragen.
In diesem letzteren Fall können die Verbindungen der Formel (I) durch die folgenden Formeln dargestellt werden
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oder
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worin
Arylen und Y die oben genannten Bedeutungen haben,
X eine einfache Bindung, ein gegebenenfalls durch nichtionogene Reste substituiertes Alkylen mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, -O-, -S-, -CO-, -CO-NH-, -NH-CO- oder -NH-CO-NH,
Z einen zweiwertigen, gegebenenfalls durch Heteroatome unterbrochenen Kohlenwasserstoffrest,
R3 Wasserstoff oder eine, gegebenenfalls nichtionogene Substituenten tragende Amino- oder Acylaminogruppe,
R4 Wasserstoff oder einen gegebenenfalls nichtionogene Substituenten tragenden Rest der aliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Reihe, R5 Wasserstoff,
einen gegebenenfalls nichtionogene Substituenten tragenden Acylrest oder einen gegebenenfalls nichtionogene Substituenten tragenden Rest der aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Reihe, n 1 oder 2, m 1 bis 50 und p 1 bis 50 bedeuten.
Der Rest X, wenn er für einen Alkylenrest steht, ist vorzugsweise
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Der Rest Z kann z. B. ein Alkylenrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einer der Reste
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oder ein Phenylenrest sein.
Vorzugsweise ist aber Z -CH2-CH2- oder ein 1,3oder i,4-Phenylenrest.
Die Verbindungen der Formel (I) können z. B.
durch Kondensation, bei Temperaturen von z. B. 150 bis 240 C, von aromatischen Mono- oder Polycarbonsäuren oder deren funktionellen Abkömmlingen mit Dioder Polyaminen der Formel H2W--Y-NH-R2 (via) wobei im Falle von Polyaminen R2 den Rest -(Y-NH)r-H und r eine ganze Zahl von z. B. 1 bis 10 bedeuten, oder mit Mischungen derartiger Polyamine, hergestellt werden. Vorzugsweise verwendet man Benzoesäure, ihre kernsubstituierten Derivate (z. B. Methyl, Chlor, Brom, Fluor, NO2, Acetylamino, Benzoylamino) oder Iso- oder Terephthalsäure oder Trimesinsäure. Als funktionelle Abkömmlinge können z. B. die Anhydride, die Halogenide (z. B. Chloride) oder die Ester (z. B.
Methyl- oder Athylester) genannt werden.
Die Herstellung der Fünfringe (2-Arylen-1,3-diaza-2-cyclopentene oder 2-Arylen-2-imidazoline) wird z. B. beschrieben im Buch Chemistry of carbon compounds von E. M. Rodd, Band IV; Teil A; Seiten 301-306 (1957), Elsevier Publishing Co, Amsterdam, oder im Artikel von R. J. Ferm und J. L. Riebsomer, Chemical Reviews 54, Seiten 593-606 (1954).
Die Sechsringe (2-Arylen-1,3-diaza-2-cyclohexene oder 2-Arylen-3,4,5,6-tetrahydropyrimidine) und die Siebenringe (2-Arylen-1 ,3-diaza-2-cycloheptene) können nach dem Verfahren von Oxley und Short Journal of the Chemical Society London 1947, Seite 499, dargestellt werden.
Zur erfindungsgemässen Herstellung von gelöschtem Papier aus aufgehellten Papierabfällen ist es besonders wichtig, dass der Löscher bei Zugabe zur wässrigen Cellulosefasersuspensionen schnell auf die Fasern aufzieht und bei der Blattbildung nicht im Wasser bleibt. Durch diese Eigenschaft ist der Löscheffekt besonders ausgiebig. Viele Salze oder Quaternierungsprodukte von hochmolekularen Verbindungen, der Formel (I) haben im allgemeinen diese Eigenschaft. Solche Substanzen sind leicht zugänglich durch Kondensation von Polyaminen mit z. B. Benzoldicarbonsäuren. Beispielsweise erhält man aus einer Mischung von Terephthalsäure, Bis (2-aminoäthyl)-amin und Bis-(3-aminopropyl)-amin ein Polymeres, welches aus Gliedern der folgenden Konstitutionen
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zusammengesetzt ist.
Mit einer Mischung aus Isophthalsäure, Diäthylentriamin und Triäthylentetramin entsteht ein Polymeres, das Glieder der folgenden Konstitutionen enthält:
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Durch Zugabe von Säuren entstehen die Salze der Heterocyclen der Glieder der Formeln (VIII) bis (XI).
Beispielsweise erhält man mit Milchsäure die Lactate und mit Chlorwasserstoff die Hydrochloride. Mit Alkylierungsmitteln, wie mit Dimethylsulfat oder Benzyl chlorid entstehen die N-Methyl-imidazoliniummethos;ulfate,
N-Methyl-tetrahydropyrimidinium-methosulfate,
N-Benzyl-imidazolinium-chloride und N-Benzyl-tetrahydropyrimidinium-chloride.
In anderen Fällen, wo es nicht notwendig ist, dass der Löscher aus einer verdünnten Fasersuspension schnell auf die Faser aufzieht, beispielsweise, wenn das Papier beschichtet wird, kann man den Löscher einfach in der Beschichtungsmasse, z. B. in Stärke, verteilen und so durch die Beschichtungsoperation auf die Pa pieroberfläche aufbringen.
Für diese Arbeitsweise her vorragend geeignet ist beispielsweise das Bis-Hydro chlorid von 1 ,4-Di-(imidazolin-2-yl)-benzol der Formel
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Auch folgende Substanzen können als Formiate oder Acetate verwendet werden: Imid azol in-2-yl-benzol, 1,4,5 ,6-Tetrahydropyrimidin-2-yl-benzol, 1,3-Di-(imidazolin-2-yl)-benzol, 1,3,5-Tri{imidazolin-2-yl) -benzol, 1,4-Di41-benzyl-imidazolin-2-yl)-benzol und 1,4 -Di-(1 dodecyl-imidazolin-2-yl)-benzol.
Auch voll alkylierte Heterocyclen, wie 2,2'-p-Phenylen-di-(1 -Benzyl-3 -methyl
2-imidazol inium-methosulfat) der Formel
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und 2,2'- p Phenylen-di < 1dodecyl-3-methyl- 2-imidazolinium-methosulfat) der Formel
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sind als Löscher verwendbar.
Gegenüber der Verwendung von bekannten Löschern bietet die Verwendung der Verbindungen der Formel (I) einige deutliche Vorteile; beispielsweise sind die verdünnten und die konzentrierten Lösungen, z. B.
in Wasser beständig gegen Licht und Selbstzersetzung.
Papier, das erfindungsgemäss mit den Verbindungen der Formel (I) behandelt worden ist, kann als Rohstoff für die Fabrikation von neuem, optisch aufgehelltem Papier verwendet werden.
In den folgenden Beispielen A bis H wird die Herstellung einiger neuer, erfindungsgemäss zu verwendender Verbindungen und in den Beispielen 1 und 2 die Applikation einiger neuer oder bekannter erfindungsgemäss zu verwendender Verbindungen beschrieben.
Teile bedeuten Gewichtsteile und die Prozente Ge wichtsprozente; die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Herstellungsbeispiele
Beispiel A 9S,01 Teile (0,95 Mol) Bis-(2-aminoäthyl)-amin, 13,12 Teile (0,10 Mol) Bis-(3-aminopropyl)-amin und 446,46 Teile 1,2-Propandiol werden bei Raumtemperatur vermischt und unter Rühren mit 194,18 Teilen (1,00 Mol) Terephtalsäuredimethylester versetzt. Das Gemisch wird unter Stickstoff im Verlaufe von wenigen Stunden auf 1800 aufgeheizt. Während dieser Zeit wird das durch die Reaktion entstehende Methanol abdestilliert (64,05 Teile = 2,0 Mol). Innerhalb von weiteren 10 Stunden werden bei 185-1900 223,23 Teile 1,2 Propandiol und 18 Teile (1,0 Mol) Reaktionswasser (total 241,23 Teile) abdestilliert. Nach dem Abkühlen auf 700 werden unter leichter Kühlung bei 70-80 72,06 Teile (1,2 Mol) Eisessig zugegeben.
Man verrührt das Get misch während 10 Minuten und verdünnt es mit 225,58 Teilen Wasser. Nach dem Abkühlen erhält man 744,1 Teile einer hellgelben, leicht viskosen Lösung des Acetats eines Gemisches von polymeren Basen, welche Gruppierungen der Formeln (VIII) und (IX) enthalten.
Der Aktivstoffgehalt dler Lösung (als freie Base berechnet) beträgt etwa 30 /o.
Beispiel B
153,55 Teile (1,05 Mol) N,N'-Bis-(2-aminoäthyl)-äthylendiamin und 495,36 Teile 1,2-Propandiol werden bei Raumtemperatur vermischt und unter Rühren mit 194,18 Teilen (3,00 Mol) Terephtalsäuredimethylester versetzt. Anschliessend wird das Gemisch unter Stickstoff im Verlaufe von wenigen Stunden auf 1800 aufgeheizt. Während dieser Zeit wird das durch die Reaktion entstehende Methanol abdestilliert (64,05 Teile = 2,0 Mol). Innerhalb von weiteren 10 Stunden werden bei 185-190 247,68 Teile 1,2-Propandiol und 36 Teile (2,0 Mol) Reaktionswasser (total 283,68 Teile) abdestilliert. Nach dem Abkühlen auf 70" werden unter leichter Kühlung bei 70-80 120,1 Teile (2,0 Mol) Eisessig und 71,26 Teile (0,4 Mol) Gluconolacton zugegeben.
Man verrührt noch während 10 Minuten, verdünnt mit 138,88 Teilen Wasser und erhält nach dem Abkühlen 825,60 Teile einer rötlichen, leicht viskosen Lösung eines Gemisches von organischen Salzen, deren Anionen aus Acetat- und Gluconactionen bestehen; die Kationen sind polymere Imidazoliniumionen und enthalten vorwiegend Gruppierungen der folgenden Formel
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Der Aktivstoffgehalt der Lösung (als freie Base berechnet) beträgt etwa 3O0/o.
Beispiel C
Die Mischung von 3,9 Teilen (0,03 Mol) 1,4-Dicyanbenzol, 14,9 Teilen (0,03 Mol) N-Benzyläthylendiamin-Bis-p-Toluol-sulfonat und 4,5 Teilen (0,03 Mol) N-Benzyläthylendiamin wird unter Rühren im Stickstoffstrom 6 Stunden lang auf 200 erhitzt. Nach kurzer Zeit entsteht eine klare Schmelze. Das entwickelte Ammoniak entspricht ungefähr 900in der Theorie. Bei Abkühlung erstarrt die Schmelze zu einr glasigen, braungefärbten Masse. Rohausbeute: 21,5 Teile = 970/0 der Theorie. Nach Pulverisierung wird das Produkt aus Wasser umkristallisiert, wobei mit Aktivkohle entfärbt wird.
Man erhält 12,2 Teile (55 /o der Theorie) von reinem 1,4-Di-(1-benzyl-imidazolin-2-yl)-benzol als Bispara-toluolsulfonat der Formel
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in Form von farblosen, bei 220-221 schmelzenden Kristallen. Der Aktivstoffgehalt der Verbindung (als freie Base berechnet) beträgt etwa 53 /o.
Beispiel D
194,18 Teile (1,0 Mol) Terephthalsäuredimethyl- ester werden bei 80" unter Rühren in 416,0 Teile (4,0 Mol) N-(2-Hydroxyäthyl)-äthyletndiamin eingetragen.
Man erhitzt in einer Stickstoffatmosphäre innerhalb von 2t/ Stunden auf 200-205 und lässt das bei der Reak tion entstehende Methanol durch eine Kolonne abdestillieren. Darauf wird während 3 Stunden bei einer Innentemperatur von 195-200 derart evakuiert, dass der Siedepunkt zwischen 85 und 1000 schwankt. Nach Entfernen der Kolonne wird das Gemisch mit 500 Teilen Triäthylenglykol verdünnt und während 10 Stunden bei der gleichen Temperatur und 70-30 Torr weiterkondensiert. Das beim Ringschluss entstehende Wasser wird zusammen mit Triäthylenglykol und überschüssigem N-(2-Hydroxyäthyl)-äthylendiamin abdestilliert.
Nach dem Abkühlen auf 60 wird die z. T. ausgefallene Substanz mit 300 Teilen Methanol aufgeschlämmt, auf 10 abgekühlt und abgenutscht. Die so erhaltenen Kristalle können aus Methylglykol oder Proylenglykol unter Ausschluss von Luftsauerstoff umkristallisiert werden.
Man erhält das neue, farblose Bis-imidazolin der Formel
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in analysenreiner Form. Es schmilzt bei 241-2430.
Beispiel E
166,13 Teile (1,0 Mol) Isophtalsäure werden bei 30-900 unter exothermer Reaktion in 103,17 Teile (1,0 Mol) Diäthylentriamin und 50 Teilen Wasser unter Rühren eingetragen. Man erhitzt in einer Stickstoffatmosphäre innerhalb von 3 Stunden auf 185-1900.
Während dieser Zeit wird das zugegebene und das durch die Reaktion entstehende Wasser durch eine Kolonne abdestilliert. Man kondensiert weiter bei 190-200 während 2 Stunden und 30 Torr. Nach Zugabe von 100 Teilen Triäthylenglykol wird bei 190-2000 und 40-50 Torr während 14 Stunden weiterkondensiert. Nach Aufheben des Vakuums durch Einleiten von Stickstoff wird das Reaktionsgemisch bei 1800 langsam mit 115 Teilen trockenem Triäthylenglykol verdünnt.
Nach dem Abkühlen erhält man eine viskose, braune Lösung, welche etwa 500/0 rohes Poly-imidazolinderivat der Formel
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enthält.
Beispiel F
Man verrührt 43,5 Teile (0,1 Aquivalent) der in Beispiel E beschriebenen Poly-imidazolinderivat-Lösung mit 27,4 Teilen (0,2 Mol) Butylbromid während 15 Stunden bei 80-900. Der Überschuss an Butylbromid wird anschliessend mit Vakuum abdestilliert.
Nach dem Abkühlen erhält man eine hellbraune, viskose Lösung, welche 620/0 alkyliertes Produkt in Tri äthylenglykol enthält. Die neue Verbindung ist gut wasserlöslich und entspricht der folgenden Formel
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Beispiel G
Man verrührt 43,5 Teile (0,1 Äquivalent) der in Beispiel E beschriebenen Poly-imidazolinderivat-Lösung mit 8,4 Teilen (0,09 Mol) Chloracetamid während 3 Stunden bei 105-1100. Anschliessend wird das Gemisch mit 8,4 Teilen Wasser verdünnt. Nach dem Abkühlen erhält man eine hellbraune, viskose Lösung, welche 50 /o alkyliertes Produkt in Triäthylenglykol und Wasser enthält.
Die neue Verbindung ist gut wasserlöslich und entspricht der folgenden Formel
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Beispiel H
Man verrührt 43,5 Teile (0,1 Äquivalent) der in Beispiel E beschriebenen Poly-imidazolinderivat;Lösung mit 26,1 Teilen (0,09 Mol) 1-Chloroctadecan während 5 Stunden bei 150-165 . Nach dem Abkühlen erhält man eine hellbraune, wachsartige Substanz, welche etwa 70^/o alkyliertes Produkt in Triäthylenglykol enthält.
Die neue Verbindung ist in Wasser unter leichter Trübung löslich und entspricht der folgenden Formel
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Verwendungsbeispiele
Beispiel 1
Je 5000 Teile Papierbrei aus gebleichter Sulfitcellulose mit einem Mahlgrad von 40 Schopper-Riegler und einem Trockenstoffgehalt von 20/o (entsprechend 100 Teilen Sulfitcellulose) werden unter Rühren mit 3 Teilen kristallisiertem Aluminiumsulfat und nach einigen Minuten mit einer Lösung von 0,06 Teilen des optischen Aufhellers der Formel
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im 100 Teilen Wasser versetzt. Nach 15 Minuten werden 2 Teile Harzmilch zugegeben. Nach guter Durchmischung versetzt man den Papierbrei mi 100 Teilen einer Lösung, die einen der nach Angaben in den Beispielen A oder B hergestellten Löscher enthält, verrührt noch eine Minute, verdünnt auf 20 000 Teile und bildet das Papierblatt.
In Reihenversuchen verändert man die Menge des eingesetzten Löschers, um die Beziehung zwischen Verminderung der Aufhellung (Löschwirkung) und Menge des Löschers zu ermitteln, indem man von den getrockneten Blättern mit einem Finorimeter die Fluoreszenz misst. Die Überprüfung der erhaltenen Resultate erfolgt durch visuelle Beurteilung bei Tageslicht.
Die mit den nach den Angaben in den Beispielen A und B hergestellten Löschern erreichte Verminderung des Aufhelleffektes, wird nach der vorstehenden Methode ermittelt und ist in der graphischen Darstellung Nr. 1 veranschaulicht. Darin bezieht sich die ausgezogene Kurve auf den gemäss Beispiel A und die gestrichelbe Kurve auf den gemäss Beispiel B hergestellten Löscher.
100 /o bzw. OO/o Aufhellung bedeuten: Fluorimeterwert des aufgehellten Papiers ohne Löscher, bzw. des Papiers ohne Aufheller.
Man erhält gleichwertige Resultate, wenn man die nach den Angaben in den Beispielen E, F, G oder H hergestellten Löscher einsetzt.
Beispiel 2
Statt, wie in Beispiel 1, das Papier in der Masse zu löschen, kann man auch einen erfindungsgemäss zu verwendenden Löscher in der Leimpresse oder einer ande- ren Auftragsvorrichtung aufbringen. Im Laboratorium kann die mit diesem Verfahren erreichbare Löschwirkung auf folgende Art gezeigt werden:
Trockenes Papier wird mit einer Flotte foulardiert, welche im Liter 80 g Stärke und 0,6 g des optischen Aufhellers der Formel (XXII) enthält, wobei man auf 1000;o Flottenaufnahme abquetscht. Die so aufgehellte Papierbahn wird getrocknet und darauf mit einer den Löscher der Formel
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enthaltenden Flotte foulardiert und auf 1000/o Flottenaufnahme abgequetscht.
Durch Veränderung der Menge des eingesetzten Löschers in verschiedenen Ansätzen kann man die Beziehung zwischen Verminderung der Aufhellung und Menge des Löschers, wie in Beispiel 1 beschrieben, ermitteln. Die mit dem Löscher der Formel (XXIII) erreichte Verminderung der Aufhellung geht aus der graphischen Darstellung Nr. 2 hervor.
PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Aufhebung des durch optische Aufheller erzielten Aufhelleffekts auf nicht textilen organischen Substraten, dadurch gekennzeichnet, dass man auf diese Substrate die Salze oder Quaternierungspro- dukte von Verbindungen der Formel
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aufbringt, worin
Y eine gegebenenfalls durch nichtionogene Reste substituierte Alkylenkette mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen zwischen den beiden Stickstoffatomen, Rt Wasserstoff, Halogen, Nitro, die H2N-SO2-Gruppe oder einen organischen Rest, der durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen mit dem Arylrest verbunden sein kann, und
R2 Wasserstoff oder einen organischen Rest, der durch ein Kohlenstoffatom mit dem Stickstoffatom verbunden ist, bedeuten.
PATENTANSPRUCH II
Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Aufhebung des Aufheileffektes auf optische Aufheller enthaltenden nicht textilen organischen hydroxylgruppenhaltigen Makromolekülen.
UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Substrate die Salze oder Quaternierungsprodukte von Verbindungen der Formel
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**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.