Fliehkraft-Dampf-Flüssigkeitsabscheider
Die Erfindung betrifft einen Fliehkraft-Dampf-Flüssigkeitsabscheider, der ein das Dampf-Flüssigkeitsgemisch führendes Steigrohr aufweist, das an seinem oberen Ende geschlossen, mit einem Schaufelkranz mit radial nach aussen gerichteten Schaufeln versehen und von einem Auffangmantel umgeben ist, wobei durch den Schaufelkranz mehrere Dampfdurchlassrohre geführt sind, die den Raum unterhalb des Schaufelkranzes mit einem oberhalb des Schaufelkranzes angeordneten D ampfabzugrohr verbinden.
Bei einem solchen Abscheider tritt das im Steigrohr geführte Dampf-Flüssigkeitsgemisch seitlich aus dem Schaufelkranz aus und wird dadurch in Rotation versetzt. Die vorhandene Flüssigkeit wird in Form eines Rotationsparaboloids gegen die Wand des Auffangmaterials gedrängt und fliesst nach unten ab. Dabei wird Dampf mit nach unten gerissen. Damit dieser Dampfanteil einerseits beim Aufsteigen den Vorgang des Abtrennens der Flüssigkeit nicht stört und anderseits am Aufsteigen nicht gehindert und mit der Flüssigkeit im Auffangmantel abgezogen wird, sind bei einer bekannten Vorrichtung der genannten Art (deutsches Gebrauchsmuster Nr. 6 602 623) in dem Schaufelkranz Dampfdurchlassrohre vorgesehen. Diese Anordnung bedingt einen gewissen Druckverlust des Dampfes bzw.
des Dampf-Flüssigkeitsgemisches.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine Veränderung der Dampfführung innerhalb des Abscheiders den Druckverlust zu vermindern und den Abscheidegrad zu verbessern. Ausserdem soll der Aufbau des Abscheiders vereinfacht werden.
Ausgehend von dem oben geschilderten Stand der Technik wird daher gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass die Dampfdurchlassrohre durch zwei benachbarte Schaufeln des Schaufelkranzes gebildet sind, die miteinander zu einer in sich geschlossenen Mantellinie verbunden sind.
Vorzugsweise wechseln sich zwei miteinander verbundene Schaufeln mit einer freistehenden Schaufel ab.
Bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung ist der insgesamt für den Dampfdurchlass vorhandene Querschnitt vergrössert, ohne dass der Strömungsquerschnitt der Kanäle zwischen den Schaufeln geändert ist. Die Vorrichtung lässt sich weiterhin bei gleicher Leistung in geringerer Bauhöhe ausführen. Damit kann sie bequem durch ein Mannloch ein- und ausgebaut werden.
Bei dem beanspruchten Fliehkraftabscheider kann ausserdem ein Abflussrohr vorgesehen sein, das durch das verschlossene Ende des Steigrohres in das Dampfabzugrohr reicht und unterhalb des Schaufelkranzes in den Auffangmantel geführt ist. Durch dieses Abflussrohr wird Flüssigkeit, die vom Dampf mitgerissen ist und sich im Dampfabzugrohr ausgeschieden hat, nach unten in den Auffangmantel geführt, ohne noch einmal mit dem Dampfgemisch in Berührung zu kommen.
Die Erfindung sei an dem nachfolgenden Ausführungsbeispiel und der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 stellt im Längsschnitt einen Dampf-Flüssigkeitsabscheider dar.
Fig. 2 gibt den Schnitt II-II nach Fig. 1 wieder.
Der aus der Verdampfungszone eines Dampferzeugers kommende wasserhaltige Dampf wird durch das Steigrohr 1 geleitet. An seinem oberen Teil ist das Steigrohr durch das Blech 2 verschlossen und trägt einen Schaufelkranz 3, der den Umfang des Steigrohres 1 überragt. Der Schaufelkranz 3 weist seitliche Öffnungen 4 auf und ist bis auf die weiter unten noch näher beschriebenen Dampfdurchlassrohre oben und unten geschlossen. An den Schaufelkranz 3 ist ein Dampfabzugrohr 5 angeschlossen, das sich in seinem unteren Teil nach oben konisch verjüngt. Das Steigrohr 1 und das Dampfabzugrohr 5 sind von einem Auffangmantel 6 umgeben. Das untere Ende des Auffangmantels 6 ist mit einem Siphonverschluss 7 versehen. Am obern Rand des Auffangmantels 6 ist konzentrisch ein Leit blech 8 angeordnet, das im engen Bogen nach aussen geführt ist.
Die Schaufeln 9, 10 des Schaufelkranzes 3 sind radial nach aussen gerichtet. Zwei benachbarte Schaufeln 9 sind in der Weise miteinander verbunden, dass eine in sich geschlossene Mantellinie entsteht. Die auf diese Weise entstandenen, oben und unten offenen Hohlräume zwischen den Schaufeln 9 dienen als Dampfdurchlassrohre, die den Ringraum unterhalb des Schaufelkranzes 3 mit dem Dampfabzugrohr 5 verbinden. Zwischen den miteinander verbundenen Schaufeln 9 befinden sich freistehende Schaufeln 10. Nach der Fig. 2 wechseln sich zwei miteinander verbundene Schaufeln 9 mit einer freistehenden Schaufel 10 ab.
Das Blech 2, das das Steigrohr 1 gegen das Dampfabzugrohr 5 abschliesst, ist schräg nach unten geneigt.
Von diesem Blech 2 geht nach unten ein Abflussrohr 11 ab, das durch die Wand des Steigrohres 1 in den Auffangmantel 6 geführt ist.
Das im Steigrohr 1 geführte Dampf-Wasser-Gemisch tritt durch den Schaufelkranz 3 seitlich aus, wobei es derart in Rotation versetzt wird, dass die flüssige Phase in Form eines Rotationsparaboloids gegen die Wand des Auffangmantels 6 gedrängt wird. Bis zum oberen Rand des Auffangmantels 6 aufsteigendes Wasser wird über das Leitblech 8 gleich nach aussen geführt. Der andere Anteil wird unten aus dem Auffangmantel 6 abgeführt. Dabei verhindert der Siphonverschluss 7 ein mögliches, unbeabsichtigtes Austreten von Dampf.
Der von dem Wasser getrennte Dampf wird oben aus dem Auffangmantel 6 abgeführt. Der Dampfanteil, der vom Wasser in den Raum unterhalb des Schaufelkranzes 3 mitgerissen wird, kann zwischen den miteinander verbundenen Schaufeln 9 in das Dampfabzugrohr 5 entweichen und wird von dort abgeführt. Das Wasser, das sich aus diesem Dampf auf Grund der Schwerkraft noch ausscheidet, wird durch das Abflussrohr 5 direkt, ohne mit dem Dampf-Wassergemisch noch einmal in Berührung zu kommen, in den Auffangmantel 6 abgeleitet.