CH533126A - Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclischer Verbindungen

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CH533126A
CH533126A CH1088072A CH1088072A CH533126A CH 533126 A CH533126 A CH 533126A CH 1088072 A CH1088072 A CH 1088072A CH 1088072 A CH1088072 A CH 1088072A CH 533126 A CH533126 A CH 533126A
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CH
Switzerland
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compounds
formula
benzo
cyclohepta
thiophenes
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Application number
CH1088072A
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Inventor
Bourquin Jean-Pierre
Schwarb Gustav
Waldvogel Erwin
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G61/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbon-to-carbon link in the main chain of the macromolecule
    • C08G61/12Macromolecular compounds containing atoms other than carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G61/122Macromolecular compounds containing atoms other than carbon in the main chain of the macromolecule derived from five- or six-membered heterocyclic compounds, other than imides
    • C08G61/123Macromolecular compounds containing atoms other than carbon in the main chain of the macromolecule derived from five- or six-membered heterocyclic compounds, other than imides derived from five-membered heterocyclic compounds
    • C08G61/126Macromolecular compounds containing atoms other than carbon in the main chain of the macromolecule derived from five- or six-membered heterocyclic compounds, other than imides derived from five-membered heterocyclic compounds with a five-membered ring containing one sulfur atom in the ring

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclischer Verbindungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen der Formel I,
EMI1.1     
 worin   Rl    Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkoxygruppe bedeutet und X für in 9- oder 10-Stellung des   AH-Benzol[4,5]- cyclohepta[ 1 ,2-b]thiophen-Gerüstes    ständiges Brom oder Chlor steht.



   Erfindungsgemäss gelangt man zu den Verbindungen der Formel I, indem man von Verbindungen der Formel II,
EMI1.2     
 worin Y für Brom oder Chlor steht und   Rl    obige Bedeutung besitzt, unter alkalischen Bedingungen Brom- oder Chlorwasserstoff abspaltet.



   Die erfindungsgemässe Umsetzung wird z. B. so durchgeführt, dass man Verbindungen der Formel II mit einer Lösung von Kaliumhydroxid in einem unter den herrschenden Bedingungen inerten organischen Lösungsmittel. oder mit wässrigen Laugen unter Zusatz von niederen Alkoholen als Lösungsmittel erwärmt.



   Die Verbindungen der Formel I sind Ausgangsprodukte für die Synthese zahlreicher organischer Verbindungen.



   So können sie zu wertvollen Pharmazeutika, beispielsweise   zw    den Verbindungen der Formel III,
EMI1.3     
 worin   Rl    obige Bedeutung besitzt, R2 niederes Alkyl bedeutet und A-B für die Gruppe   -CH2-CO-    oder -CO-CH2- steht, umgesetzt werden, indem man sie gemäss Grignard mittels einer magnesiumorganischen Halogenverbindung der Formel IV,
EMI1.4     
 worin R2 obige Bedeutung besitzt und Hal für Chlor, Brom oder Jod steht, in die Verbindungen der Formel V,  
EMI2.1     
 worin   R.      R    und X obige Bedeutung besitzen, überführt, von diesen Carbinolen Wasser abspaltet, die so erhaltenen Verbindungen in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit Piperidin behandelt und die entstandenen Verbindungen der Formel   VI.   
EMI2.2     




  worin   R    und   R    obige Bedeutung besitzen, hydrolyslert.



   Die Verbindungen der Formel III und ihre pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze zeichnen sich durch interessante Wirkungen aus. So besitzen die Verbindungen der Formel III, die in 10-Stellung eine Ketogruppe aufweisen, spezifische histaminolytische Eigenschaften. Die Verbindungen der Formel III, die in 9-Stellung eine Ketogruppe besitzen, zeigen neben den histaminolytischen Eigenschaften auch serotoninantagomstlsche und anticholinerge Eigenschaften. Aufgrund dieser Eigenschaften können die Verbindungen der Formel III zur Behandlung allergischer Affektionen verschiedenster Genese eingesetzt werden.



   Zur Herstellung der Ausgangsverbindungen der Formel II kann man z. B. die Verbindungen der Formel VII,
EMI2.3     
 worin R obige Bedeutung besitzt, chlorieren bzw. bromieren.



   Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen   mcht    beschrieben wird, sind diese bekannt oder nach an sich bekannten Verfahren bzw. analog zu den hier beschriebenen oder analog zu an sich bekannten Verfahren herstellbar.



   In den nachfolgenden Beispielen, welche die Erfindung näher erläutern, ihren Umfang aber in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind unkorrigiert.



   Beispiel 1    9(1 0)-Brom-4H- benco[4, clohepta/1,2-bjlhiophen-4-on   
Ein Gemisch von 70 g   9.1 0-Dibrom-9, 1 0-dihydro-4H-    benzo[4,5]-cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on, 31,6 g Kaliumhydroxid und 3200 ccm Methanol wird unter Rühren während 2 Stunden am Rückfluss erhitzt. Anschliessend wird während ca. 4 Stunden bei 0 bis   5    gerührt und das Kristallisat abfiltriert. Nach dem Umkristallisieren aus der 100-fachen Menge Methanol wird das reine 9(10)-Brom-4Hbenzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiphen-4-on erhalten, welches bei   134-135tC    schmilzt. Die Mikroanalyse stimmt auf die Formel   CH-BrOS.    Das Bromatom ist laut NMR-Spektrum 9- oder 10-ständig (vermutlich 10-ständig).



   Das als Ausgangsmaterial benötigte   9,10-Dibrom-9, 10-dihydro-4H-    benzo[4,5]cyclohepta[1.2-b]thiophen-4-on erhält man z. B. wie folgt:
Ein Gemisch von   129    g   9,1 0-Dihydro-4H-    benzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on.



  214 g N-Bromsuccinimid,   1,2    g Benzoylperoxid und 2000 ccm absolutem Tetrachlorkohlenstoff wird unter Rühren während drei Stunden am Rückfluss gekocht. Anschliessend wird heiss filtriert und das Filtrat auf   1/    des ursprünglichen Volumens eingeengt. Nach einigen Stunden Stehenlassen bei Raumtemperatur wird das Kristallisat abfiltriert und getrocknet. Dieses Rohprodukt wird aus der 7-fachen Menge Chloroform umkristallisiert. Auf diese Weise wird das reine   9, 10-Dibrom-9,10-dihydro-4H- benzo[4,5]cyclohepta[ 1 ,2-bjthiophen-4-on    erhalten, welches bei 134-135 unter Zersetzung schmilzt. Die Mikroanalyse stimmt auf die Formel   Cl3HsBr2OS.    Die Struktur wurde mit Hilfe des NMR-Spektrums ermittelt.



   Beispiel 2
9(10)-Brom-6-chlor
4H-benzo[4,   5]cs clohepta-[1,2-b]thiophen-4-on   
Ein Gemisch von 28,5 g 6-Chlor-9,10-dibrom-9,10-dihydro-   4H-benzo[4,5cydohepta[ 1 .2-b]thiophen-4-on,    320 ccm Methanol und 11,8 g Kaliumhydroxid wird 1 Stunde am Rückfluss gekocht. Anschliessend wird abgekühlt, mit 320 ccm Wasser versetzt und das Kristallisat abfiltriert. Das Produkt wird mit viel Wasser gewaschen und bei   609    im Vacuum getrocknet. Anschliessend wird die Substanz aus der 20-fachen Menge Tetrahydrofuran umkristallisiert. Auf diese Weise wird das reine 9(10)-Brom-6-chlor4H-benzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on erhalten, welches bei   198-200    schmilzt. Die Mikroanalyse stimmt auf die Formel C13H6BrClOS. Die Struktur wurde mit Hilfe der NMR- und MS-Spektren ermittelt.



   Das als Ausgangsmaterial benötigte   6-Chlor-9,10-dibrom-9,10-dihydro-    4H-benzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on erhält man z. B. wie folgt:  
Ein Gemisch von 26 g 6-Chlor-9,10-dihydro   4H-benzo[4,5cydohepta[1 ,2-b]thiophen-4-on,    260 ccm absolutem Tetrachlorkohlenstoff, 39 g N-Bromsuccinimid sowie 0,5 g Dibenzoylperoxid wird während 4'/2 Stunden am Rückfluss erhitzt. Anschliessend wird die Suspension abgekühlt und über Nacht bei   0-5     kristallisieren gelassen. Das Kristallisat wird abfiltriert und in 65 ccm Äthanol absolut suspendiert. Anschliessend wird abfiltriert und das Kristallisat mit viel Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen bei   60 < )    im Vacuum wird die Substanz aus der 20-fachen Menge Chloroform/Petroläther 1:1 umkristallisiert. 

  Auf diese Weise wird das reine   6-Chlor-9,10-dibrom-9,10-dihydro- 4H-benzo[4,5]-cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on    erhalten, welches einen Zersetzungspunkt von   147-1490hat.   



  Die Mikroanalyse stimmt auf die Formel   Cl3H7Br2ClOS.   



   Analog zu Beispiel 1 und 2 erhält man
9(10)-Brom-7-chlor-4Hbenzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on (Smp.   '18-2200)    6,9(10)-Dibrom-4H   benzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiophen-4-on    (Smp. 177-190o)
9(10)-Brom-7-methoxy   4H-benzo4,5]cydohepta 1 ,2-b]thiophen-4-on    (Smp.   182-1840)    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen der Formel I, EMI3.1 worin Rl Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkoxygruppe bedeutet und X für in 9- oder 10-Stellung des 4H-Benzo[4,5] cyclohepta[1 ,2-b]thiophen-Gerüstes ständiges Brom oder Chlor steht, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen der Formel II, EMI3.2 worin Y für Brom oder Chlor steht und Rl obige Bedeutung besitzt, unter alkalischen Bedingungen Brom- oder Chlorwasserstoff abspaltet.
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