CH534155A - Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen ZimtsäureamidenInfo
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- C07D211/04—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Zimtsäureamide der Formel 1
EMI0001.0000
in der Hal ein Chlor-, Brom- oder Jodatom bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der Formel 2
EMI0001.0001
in der Y eine verätherte Hydroxygruppe bedeutet, einer Ätherspaltung unterwirft. a) Bedeutet Y einen Trialkylsilyloxy- oder einen Acetalrest, so erfolgt die Hydrolyse zweckmässigerweise in Gegenwart einer Säure, beispielsweise von Salzsäure oder verdünnter Schwefelsäure, vorteilhafterweise in einem Lösungsmittel, z. B. in Methanol oder Chloroform, und vorzugsweise bei Tempera turen zwischen 20 und 70 C.
b) Bedeutet Y einen Alkoxy- oder Aralkoxyrest, so erfolgt die Ätherspaltung vorteilhafterweise mittels Bortribromid, zweckmässigerweise in einem Lösungsmittel, z. B. in Methy- lenchlorid. Hierbei wird vorzugsweise das Bortribromid bei -70 C zugegeben und anschliessend auf Raumtemperatur erwärmt.
Die bei dem erfindungsgemässen Verfahren verwendeten Ausgangsstoffe lassen sich nach bekannten Methoden darstel len.
Eine Verbindung der Formel 2, in der Y einen Alkoxy- oder Aralkoxyrest darstellt, lässt sich z. B. durch Umsetzung eines entsprechenden Zimtsäurehalogenids mit einem 4-Alkoxy- bzw. 4-Aralkoxypiperidin herstellen.
Eine Verbindung der Formel 2, in der Y einen Trialkylsilyl- oxyrest bedeutet, kann z. B. durch Umsetzung eines entspre chenden Halogen-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidis) mit einem Trialkylchlorsilan in Gegenwart von Pyridin hergestellt wer den.
Eine Verbindung der Formel 2, in der Y die Bedeutung einer Acetal-Gruppe
EMI0001.0010
besitzt, kann beispielsweise durch Umsetzung eines entspre chenden Halogen-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidids) mit einem Vinyläther, z. B. 2,3-Dihydropyran, hergestellt werden.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man in über wiegendem Masse trans-Verbindungen der Formel 1.
Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Zimtsäureamide der Formel 1 besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaf ten insbesondere eine antiphlogistische und antipyretische Wirkung. Die Substanzen A = 4-Chlor-zimtsäure-(4-hydroxypiperidid) und B = 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxypiperidid) wurden hinsichtlich ihrer antiphlogistischen Wirkung im Ver gleich zu C = Phenylbutazon und hinsichtlich ihrer temperatursenkenden Wirkung im Ver gleich zu D = Aminopyrin und E = Phenacetin untersucht. l.) Die antiphlogistische Wirkung der zu untersuchenden Substanzen wurde als antiexsudative Wirkung gegenüber dem Carrageeninödem der Rattenhinterpfote nach der Methode von Winter et al. (Proc. Soc. exper. Biol.
Med. 111, 544-547 [1962]) und gegenüber dem Kaolinödem der Rattenhinter pfote nach der Methode von Hillebrecht (Arzneimittelfor schung, 4, 607-614 [1954]) nach oraler Gabe von mindestens 3 Dosen an mindestens 14 Tieren pro Dosis getestet.
Die Messung erfolgte nach der Methode von Doepfner und Cerletti (Int. Arch. Allergy a1 appl. Immun. 12, 89-97 [1958]), es wurde die Dosis graphisch ermittelt, welche eine 35%ige Abschwächung (ED3s) der jeweiligen Schwellung bewirkt:
EMI0001.0013
Substanz <SEP> Carrageenin- <SEP> Kaolin Ödem <SEP> Ödem
<tb> ED35 <SEP> mg/kg <SEP> ED35 <SEP> mg/kg
<tb> A <SEP> 31 <SEP> 55
<tb> B <SEP> 51 <SEP> 73
<tb> C <SEP> 74 <SEP> 62 2.) Die Prüfung auf eine temperatursenkende Wirkung der zu untersuchenden Substanzen erfolgte an normothermen Ratten nach oraler Gabe von mindestens 4 Dosen an minde stens 10 Tieren pro Dosis.
Aus den mit den verschiedenen Dosen erzielten gemittelten Werten für maximale Temperaturerniedrigung des Einzeltieres wurde durch graphische Interpolation die Dosis bestimmt, die eine Senkung der Körpertemperatur um 1,5 C (ED-1,5 c) bewirkt:
EMI0002.0002
Substanz <SEP> ED-1,5 c <SEP> mg/kg
<tb> A <SEP> 5,5
<tb> B <SEP> 7,0
<tb> D <SEP> 70
<tb> E <SEP> 80 3.) Die akute Toxizität der Substanzen A-D wurde an Gruppen zu mindestens je 10 Ratten mit mindestens 3 Dosen pro Gruppe bestimmt.
Es wurde die LD5o, die Dosis bei deren peroralen Verabreichung 50% der Tiere innerhalb 14 Tagen verstarben, graphisch bestimmt:
EMI0002.0003
Substanz <SEP> LD50 <SEP> g/kg
<tb> A <SEP> -5,0
<tb> B <SEP> -5,0
<tb> C <SEP> 0,98
<tb> D <SEP> 1,1
<tb> E <SEP> 2,3 Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern: <I>Beispiel 1</I> 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidid) 1,3 g (3,4 m Mol) 4-Brom-zimtsäure- (4-trimethylsilyloxy-piperidid) Schmp.: 151-152 C, werden in 50 ml mit Chlorwasserstoff gesättigtem Methanol gelöst. Man lässt das Reaktionsgemisch 18 Stunden bei 20 C stehen, dampft i. Vak. ein und nimmt den Rückstand in Chloroform auf.
Die Chloroform-Lösung wird mit 2 n Salzsäure, verd. Natronlauge und Wasser ausgeschüt telt, getrocknet und eingedampft. Das erhaltene 4-Brom- zimtsäure-(4-hydroxy-piperidid) wird mit wenig Äther gewa schen.
Ausbeute: 0,9 g (86% d. Th.); Schmp.: 165-166 C.
(Mischschmelzpunkt mit authentischer Probe: 164-165 C). <I>Beispiel 2</I> 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidid) 2,0 g (5,1m Mol) 4-Brom-zimtsäure- [4-(tetrahydro-2-pyranyloxy)-piperidid] Schmp.: 137-138 C, werden in 50 ml Chloroform gelöst. Man gibt 100 ml 20%ige Schwefelsäure zu und rührt das Reak tionsgemisch 7 Stunden bei 50 C. Man trennt die Chloroform- Phase im Scheidetrichter ab und extrahiert die saure wässrige Phase nochmals mit Chloroform. Die vereinigten organischen Extrakte werden mit verd. Natronlauge und mit Wasser gewa schen, über Natriumsulfat getrocknet und i. Vak. eingedampft Den Rückstand kristallisiert man einmal aus Isopropanol, und zweimal aus Essigester um.
Ausbeute: 300 mg (19% d. Th.); Schmp.: 159-160 C. <I>Beispiel 3</I> 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidid) Eine Lösung von 0,78 g (3,1m Mol) Bortribromid in 5 n Methylenchlorid wird bei -70-C zu 0,50 g (1,5 m Mol) 4-Brom-zimtsäure-(4-methoxy-piperidid) Schmp.: 102-103C, hergestellt aus 4-Brom-zimtsäurechlorid und 4-Methoxypiperidin in Gegenwart von Triäthylamin] in 10 ml Methylenchlorid getropft. Man rührt noch 30 Minuten bei -70 C, erwärmt allmählich auf Raumtemperatur und lässt 2 Tage stehen. Das Reaktionsgemisch wird i. Vak. einge dampft. Den Rückstand löst man in Methylenchlorid. Nach Extraktion mit verd. Salzsäure, verd. Natronlauge und Wasser wird die Methylenchlorid-Lösung über Natriumsulfat getrock net. Man entfernt das Lösungsmittel i. Vak. und unterwirft der Rückstand einer Säulenchromatographie an Kieselgel (Chloro form/Aceton = 1/1).
Es werden 0,14 g (29% d. Th.) 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidid) von Schmelzpunkt 165-166 C erhalten (Mischschmelzpunkt mit authentischer Probe: 165-167 C. <I>Beispiel 4</I> 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxy-piperidid) Bei -70 C gibt man zu 0,8 g (2 m Mol) 4-Brom-zimtsäure-(4-benzyloxy-piperidid) Schmp.: 111-112C, in 20 ml Methylenchlorid eine Lösung von 1,0 g (4 m Mol) Bortribromid in 7 ml Methylenchlorid. Man entfernt dann das Kältebad und lässt das Gemisch 20 Stunden stehen. Nach Zugabe von Wasser trennt man die organische Phase ab, wäscht sie mit verdünnter Natronlauge und Wasser, trocknet und dampft im Vakuum ein. Der Rück stand wird aus Essigester umkristallisiert. Man isoliert 0,45 g (73 % d. Th.) Kristalle vom Schmelzpunkt 159-160C.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Zimtsäureamide der For mel 1 EMI0002.0018 in der Hal ein Chlor-, Brom- oder Jodatom bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel 2 EMI0003.0000 in der Y eine verätherte Hydroxygruppe bedeutet, einer Ätherspaltung unterwirft. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel 2 ausgeht, worin Y eine Alkoxy- oder Aralkoxygruppe bedeutet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel 2 ausgeht, worin Y eine Trialkylsilyloxygruppe bedeutet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Verbindung der Formel 2 ausgeht, worin Y eine Acetalgruppe bedeutet. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ätherspaltung in einem organischen Lösungsmit tel durchführt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die Ätherspaltung unter Verwendung von Bor- tribromid durchführt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ätherspaltung durch saure Hydrolyse herbeiführt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Chlor-zimtsäure-(4-hydroxypiperidid) herstellt. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Brom-zimtsäure-(4-hydroxypiperidid) herstellt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT494669A AT288388B (de) | 1969-05-23 | 1969-05-23 | Verfahren zur Herstellung eines neuen Zimtsäureamids |
| CH145072A CH532044A (de) | 1969-05-23 | 1969-10-28 | Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH534155A true CH534155A (de) | 1973-02-28 |
Family
ID=25601703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1667072A CH534155A (de) | 1969-05-23 | 1969-10-28 | Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH534155A (de) |
-
1969
- 1969-10-28 CH CH1667072A patent/CH534155A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |