CH534727A - Verfahren zur Herstellung von imidgruppenhaltige Polykondensate oder Polymischkondensate enthaltenden Lacklösungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von imidgruppenhaltige Polykondensate oder Polymischkondensate enthaltenden Lacklösungen

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CH534727A
CH534727A CH945072A CH945072A CH534727A CH 534727 A CH534727 A CH 534727A CH 945072 A CH945072 A CH 945072A CH 945072 A CH945072 A CH 945072A CH 534727 A CH534727 A CH 534727A
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aliphatic
aromatic
acid esters
polyimides
aromatic radical
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CH945072A
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Zecher Wilfried
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Bayer Ag
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Description


  Es ist bereits bekannt, dass man Polyimide erhält, wenn  Tetracarbonsäuren oder ihre Anhydride, in denen sich je  weils zwei Carboxylgruppen in o-Stellung zueinander befin  den, mit Diaminen kondensiert werden. Viele Polyimide sind  besonders temperaturbeständig und werden z. B. als Draht  lacke und Folien in der Elektroisoliertechnik verwendet. Da  aber gerade die temperaturbeständigen Polyimide in den mei  sten organischen Lösungsmitteln unlöslich sind, stellt man  sie meist in zwei Stufen her (vergleiche deutsche Auslege  schrift<B>1</B>202 981).

   Man arbeitet mit Lösungen von     Polyamid-          polycarbonsäuren    in stark polaren Lösungsmitteln, deren  praktische Verwendung jedoch erhebliche Schwierigkeiten  bereitet, da zum Beispiel durch vorzeitige Cyclisierung die un  löslichen Polyimide ausfallen oder durch bei dieser Reaktion  abgespaltenes Wasser Aufspaltung in niedermolekulare  Bruchstücke erfolgt.  



  Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von insbe  sondere lagerstabilen Lacklösungen gefunden, die hochmole  kulare, imidgruppenhaltige Polykondensate oder Polymisch  kondensate enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass  man bei der Herstellung der Polykondensate bzw. Polymisch  kondensate zum Aufbau der Imidbindungen (a) einen     Carba-          midsäureester,    den man als solchen einsetzt oder aus Verbin  dungen, die unter Carbamidsäureesterbildung reagieren, ent  stehen lässt, oder einen Thiocarbamidsäureester mit (b)  einem organischen cyclischen Säureanhydrid bei Temperatu  ren zwischen 0  und 450  C in einem Lösungsmittel umsetzt.  Das Verfahren wird bevorzugt bei Temperaturen zwischen  20 und 350  C durchgeführt.

   Besonders geeignete     Carbamid-          säureester    im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Verbin  dungen der allgemeinen Formel  
EMI0001.0006     
    worin R, einen Z+1-wertigen aliphatischen, aliphatischaroma  tischen oder aromatischen Rest, R2 einen aliphatischen oder  aliphatisch-aromatischen Rest, Z 1 oder 2 und X  
EMI0001.0007     
    und R4 einen aliphatischen, aliphatisch-aromatischen oder  aromatischen Rest bedeuten.  



  Cyclische Säureanhydride sind insbesondere Verbindun  gen der allgemeinen Formel  
EMI0001.0008     
    worin R3 einen 2y-wertigen aliphatischen, aliphatisch-aromati  schen oder aromatischen Rest mit zwei oder mehr funktionel  len Gruppen und y eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten.  



  Nach dem beschriebenen Verfahren werden die oxyda  tionsempfindlichen und nur schwierig zu reinigenden Poly  amine durch die wesentlich beständigeren     Polycarbamidsäu-          reester    ersetzt. Ein weiterer Vorteil dieser Reaktion liegt  darin, dass als monomere flüchtige Verbindungen lediglich  Kohlendioxid und Alkohole entstehen. Im Gegensatz zu den  bereits bekannten Verfahren, bei denen die Imid-Bildung  unter Abspaltung von Wasser erfolgt, ist daher eine Hydro  lyse der Amid- oder Imidgruppen, die zu niedermolekularen  Anteilen führt und die mechanischen Eigenschaften der Poly  meren verschlechtert, nicht möglich. Auch erfolgt die voll  ständige Ausbildung aller Imid-Gruppen im allgemeinen erst  bei höheren Temperaturen, wodurch die Lagerstabilität der  Lacklösungen gewährleistet ist.  



  Die Reste R, und     R3    der allgemeinen Formel sind bevor  zugt die von Äthan, n-, iso-, tert.-Butan, Hexan, Eicosen,     Pro-          pen,    Diäthyläther, Dipropylsulfid, Cyclopentan, Cyclohexan,  Benzol, Naphthalin, Diphenyl, Diphenylmethan,     Diphenylsul-          fon,    Diphenyläther, 4,4'-Diphenoxy-diphenylpropan, Toluol,  o-, m-, p-Xylol, Tris-tolyl-methan,     Athylenglykol-bisphenylcar-          bonsäureester,    Triarylphosphat, Polyäthern, Polyestern,     Poly-          acetalen,    Polyharnstoffen, Polyurethanen und Polyamiden. Sie  können einfach oder mehrfach substituiert sein, z.

   B. durch  Alkyl-, Halogen-, Nitro-, Alkoxy-, Aroxy-, Amino-, Hydroxy-,  Carboxy-, Carbalkoxy-, Carbaroxy-, Carbamide-,     Sulfonsäure-          und    Cyano-Gruppen.  



  R4 hat bevorzugt dieselbe Bedeutung wie R2, kann aber  zusätzlich einen aromatischen Rest bedeuten, z. B. die einwer  tigen aromatischen Reste, wie sie unter R, als bevorzugt auf  geführt sind. Besonders kann R2 Phenyl oder Kresyl sein.  



  Der Rest R2 leitet sich bevorzugt von Methan, Äthan, n-,  iso-, tert.-Butan, Propen, Propin, Dodecan, Cyclopentan,     Cy-          clohexan,    Polyäthern, Polyestern, Polyacetalen, Polyharnstof  fen, Polyurethanen und Polyamiden ab und kann einfach  oder mehrfach mit Alkyl-, Aryl-, Alkylimino-, Arylimino-,     Alkyl-          aminocarboxy-,    Arylaminocarboxy-, Hydroxy-, Carboxy-,     Car-          bamido-,    Carbalkoxy- und Carbaroxy-Gruppen substituiert  sein.  



  Anstelle der Carbamidsäureester können auch die     Thio-          carbamidsäureester    eingesetzt werden.  



  Die Herstellung der erfindungsgemäss als Ausgangsmate  rialien zu verwendenden Carbamidsäureester ist bekannt  und erfolgt z. B. durch Addition,     evtl.    unter Zusatz von Kata  lysatoren, von Alkoholen an     Isocyanate.    Die     Carbamidsäure-          ester    können in Substanz eingesetzt oder auch erst im Reak  tionsmedium aus     lsocyanat    und Alkohol hergestellt werden.  



  Als Beispiele für erfindungsgemäss als Ausgangsmateria  lien zu verwendende     Carbamidsäureester    seien aufgeführt:  
EMI0001.0036     
  
EMI0001.0037     
    
EMI0002.0000     
    HOOC-CH2-CH2-OOC-NH-[CH2]6-NH-COO-CH2-CH2-COOH  Geeignete cyclische Säureanhydride, deren Herstellung eben  falls nach bekannten Verfahren erfolgt, sind z. B.  
EMI0002.0001     
    
EMI0003.0000     
    Anstelle der Säureanhydride können auch solche Verbin  dungen eingesetzt werden, die sich wie z. B. die Phenylester  in Säureanhydride überführen lassen.

      Die erfindungsgemässe Reaktion wird durch das fol  gende Beispiel erläutert:  
EMI0003.0001     
    Werden als Ausgangsprodukte mindestens bisfunktio  nelle Carbamidsäureester und bisfunktionelle Säureanhy  dride eingesetzt, so erfolgt die Verknüpfung der Monome  ren oder Oligomeren zur hochmolekularen Verbindung ledig  lich über Imid-Gruppen. Man kann aber auch die hochmole  kularen Verbindungen aus einer monofuktionellen und einer  bisfunktionellen oder aus zwei monofunktionellen Komponen  ten, die dann aber mindestens noch eine zweite reaktionsfä  hige Gruppe besitzen müssen, aufbauen. So werden beispiels  weise aus 4,4'-Bis-[butoxy-carbonylamino]-diphenylmethan  und Trimellithsäureanhydrid Polyamid-imide erhalten.  



  Eine weitere Möglichkeit, aus monofunktionellen Säurean  hydriden und Carbamidsäureestern mit einer zweiten reak  tionsfähigen Gruppe hochmolekulare Verbindungen aufzu  bauen, besteht darin, weitere geeignete polyfunktionelle Sub  stanzen, z. B. Diamine, Polyester oder -äther mit     endständi-          gen    OH- oder Säure-Gruppen, Diole, Triole,     Polycarbonsäu-          ren    und Polyisocyanate, hinzuzufügen. Entsprechende Alko  hole können auch gleichzeitig zur Umwandlung der Isocya-    nat- in die Carbamidsäureester-Gruppe benutzt werden.

   Bei  spielsweise erhält man nach dem erfindungsgemässen Verfah  ren aus Trimellithsäureanhydrid und dem     Polycarbamidsäu-          reester    aus Diisocyanatodiphenylmethan und Äthylenglykol  den entsprechenden Polyimidester.  



  Die Umsetzung wird in Lösungsmitteln ausgeführt. Geeig  nete Lösungsmittel sind (Halogen)-Kohlenwasserstoffe, Phe  nole, Ester, Ketone, Äther, substituierte Amide, Sulfoxide  und Sulfone, beispielsweise Xylol, o-Dichlorbenzol, Phenol,  Kresol, Acetophenon, Glykolmonomethyläther-acetat,     N-Met-          hyl-pyrrolidon,    Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid,     Dimet-          hylsulfon    und deren Gemische.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens  werden die Reaktionskomponenten in dem Lösungsmittel in  der Regel einige Minuten bis zu mehreren Stunden bei Tem  peraturen von 0-450  C gehalten. Zuweilen ist es vorteilhaft,  die Reaktion in mehreren Stufen durchzuführen. So kann in  erster Stufe ein     Addukt    oder Kondensat hergestellt werden,  das dann bei höheren Temperaturen,     evtl.    unter Kettenverlän-      gerung oder Vernetzung, in das hochmolekulare Polyimid  übergeht. In manchen Fällen empfiehlt es sich, die Umset  zung unter einem inerten Schutzgas wie Stickstoff oder  Argon durchzuführen.  



  Im allgemeinen werden die Mengenverhältnisse zwi  schen den Reaktionskomponenten zur Erzielung hoher Mole  kulargewichte möglichst äquivalent gewählt, doch sind auch  Abweichungen von diesen stöchiometrischen Verhältnissen  möglich. Der Verlauf der Reaktion kann durch geeignete Ka  talysatoren beschleunigt werden, z. B. durch Borfluorid und  seine Addukte, Zinkchlorid, Zinn-(II)-chlorid,     Eisen-(III)-chlo-          rid,    Triäthylendiamin, Zinkoctoat, Dialkyl-zinn-diacylate,     Titan-          tetrabutylat    und Bleioxid.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestell  ten Lacklösungen sind geeignet zur Herstellung von sich  durch besondere Temperaturbeständigkeit auszeichnenden  Lacken, Folien und Formkörpern. Ihre Eigenschaften kön  nen für die verschiedenen Einsatzgebiete durch Zusatz von  Füllstoffen, Pigmenten und nieder- und hochmolekularen  Komponenten, z. B. zur Herstellung von Drahtlacken durch  Abmischung mit Terephthalsäurepolyestern, in weiten Gren  zen variiert werden.  



  Beispiel 1  125 g 4,4'-Diisocyanato-diphenylmethan und 31g     Äthy-          lenglykol    werden in 300 ccm Toluol 1 Std. auf 100  C erhitzt.  Dann wird auf 30  C abgekühlt und 96 g     Trimellithsäureanhy-          drid,    18 g Glyzerin, 0,1g Bleioxid, 0,2 g Zinkoctoat und 700  g Kresol eingetragen. Dieses Gemisch wird nun, während  gleichzeitig das Toluol über eine Destillationsbrücke abgezo  gen wird, im Verlaufe von ca. 3 h auf 200  C erhitzt und  dann bei dieser Temperatur gehalten, bis kein Kohlendioxid  mehr entweicht. Aus der so dargestellten Lösung erhält man  bei 200  C und 290  C eine klare elastische Folie.

      Beispiel 2  79,6 g Bis-(butoxy-carbonylamino-phenyl)-methan und  38,4 g Trimellithsäureanhydrid werden mit 0,5 g Zinkoctoat  in 470 g Kresol 10 Stunden auf 190  C erhitzt. Im Verlaufe  der Umsetzung entstehendes Butanol wird über eine Destilla  tionsbrücke abdestilliert. Die Beendigung der Reaktion ist  daran zu erkennen, dass kein Kohlendioxid mehr abgespal  ten wird. Man erhält eine viskose Lösung des     Poly-amid-          imids,    die auf eine Glasplatte aufgestrichen und zuerst bei  200  C und dann bei 280  C zu einem klaren braunen Lack  film eingebrannt wird. Das IR-Spektrum zeigt bei 1662 cm-1  die für die Amid-Gruppe und bei 1712 und 1775 cm-1 die für  die Imidgruppe charakteristischen Banden.  



  Beispiel 3  In die Lösung von 750 g     4,4'-Diisocyanato-diphenylme-          than    in 700 ccm Toluol werden bei max. 30  C 329 g     n-Bu-          tylalkohol    in 300 ccm Toluol eingetropft. Dann wird noch 1  Std. bei 100  C nachgerührt, abgekühlt und 1326 g Kresol  und 576 g Trimellithsäureanhydrid zugegeben. Man steigert  nun langsam, während gleichzeitig Butanol und Toluol abde  stilliert werden, die Temperatur auf 200  C und rührt bei die  ser Temperatur bis zur Beendigung der Kohlendioxid-Ent  wicklung. Nach Aufstreichen auf ein Blech und Einbrennen  bei 200  C und 280  C erhält man einen klaren Lackfilm.  Beispiel 4  34,8 g Toluylen-(2,4)diisocyanat und 30 g n-Butanol wer  den in 360 g Phenol 2 Stunden auf 90  C erhitzt.

   Dann wur  den 62 g Bistrimellithsäureanhydrid-glykolester zugegeben  und das Gemisch bei 180  C gerührt, bis kein Kohlendioxid  mehr entweicht. Die so dargestellte Lacklösung wird auf ein  Blech aufgestrichen und bei 190  C und 280  C zu einer kla-    ren harten Lackschicht eingebrannt. Das IR-Spektrum ent  hält bei 1715 und 1778 cm-' die für Imide und bei 1738 cm-'  die für Ester charakteristischen Banden.  



  Beispiel 5  16,8 g Hexamethylendiisocyanat, 16,0 g     Phenylen-(1,3)-di-          isocyanat,    11,8 g Hexandiol-und 6,2 g Äthylenglykol werden  in 300 g Kresol 1 Stunde auf 100  C erhitzt. Dann werden  noch 43,6 g Pyromellithsäuredianhydrid, 14,6 g Adipinsäure  und 0,3 g Bleioxid eingetragen und das Gemisch bei 190  C  gehalten, bis eine viskose Lösung entstanden ist. Nach dem  Einbrennen auf einer Glasplatte bei 200  C und 270  C erhält  man einen braunen harten Lackfilm.  



  Beispiel 6  25 g 4,4'-Diisocyanato-diphenylpropan und 6,5 g     Äthylen-          glykol    werden in 200 ccm Dimethylacetamid 1 Stunde bei  60  C gerührt. Dann werden 21,8 g     Pyromellithsäuredianhy-          drid    eingetragen und 5 Stunden auf 160  C erhitzt. Das Reak  tionsgemisch wird auf eine Glasplatte aufgetragen und bei  250  C zu einem klaren harten Lackfilm eingebrannt.  



  Beispiel 7  25 g Äthylenglykol werden in eine Lösung von 100 g  4,4'-Diisocyanato-diphenylmethan in 279 g Kresol einge  tropft; anschliessend wird 2 Stunden bei 100  C nachgerührt.  Nach dem Erkalten werden 154 g Trimellithsäureanhydrid  eingetragen und das Gemisch 20 Stunden auf 190  C erhitzt.  Man erhält eine viskose braune Lösung, die mit 100 g eines  Polyesters aus Terephthalsäure, Äthylenglykol und Glyzerin  und 280 g Kresol abgemischt und bei 200  C und 290  C auf  einer Glasplatte zu einem klaren elastischen Lackfilm einge  brannt wird.  



  Beispiel 8  23 g Äthanol werden in die Lösung von 69 g eines     Isocya-          natgemisches,    das durch Kondensation von Anilin mit For  maldehyd und anschliessende Phosgenierung erhalten wird  und dessen Isocyanatgehalt 30,5 % beträgt, in 330 g Kresol  eingetropft. Man rührt noch eine Stunde bei 75  nach, trägt  96 g Trimellitsäureanhydrid ein und erhitzt das Gemisch 20  Stunden auf 190 . Es entsteht eine braune viskose Lösung,  die bei 200 und 290  auf einer Glasplatte zu einem harten ela  stischen Lackfilm eingebrannt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Lacklösungen, die hoch molekulare, imidgruppenhaltige Polykondensate oder Poly mischkondensate enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Herstellung der Polykondensate bzw. Polymisch kondensate zum Aufbau der Imidbindungen (a) einen Carba- midsäureester, den man als solchen einsetzt oder aus Verbin dungen, die unter Carbamidsäureesterbildung reagieren, ent stehen lässt, oder einen Thiocarbamidsäureester mit (b) einem organischen cyclischen Säureanhydrid bei Temperatu ren zwischen 0 und 450 in einem Lösungsmittel umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass man Carbamidsäureester der Formel EMI0004.0028 verwendet, worin bedeuten: Z 1 oder 2 R, einen Z+1-wertigen aliphatischen, aliphatisch-aromati schen oder aromatischen Rest, R2 einen aliphatischen oder aliphatisch-aromatischen Rest und EMI0005.0000 -OH, -NH2, -COOH, -NCO oder -COOR4, worin R4 für einen aliphatischen, aliphatisch-aromatischen oder aromatischen Rest steht. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass man als organisches cyclisches Säureanhydrid eine Verbindung verwendet, worin 1 bis 3 Gruppen der Formel EMI0005.0001 an einen aliphatischen, aliphatisch-aromatischen oder aroma tischen Rest gebunden sind. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch oder einem der vorste henden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei Temperaturen zwischen 20 und 350 C durchführt.
CH945072A 1967-08-07 1968-06-24 Verfahren zur Herstellung von imidgruppenhaltige Polykondensate oder Polymischkondensate enthaltenden Lacklösungen CH534727A (de)

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CH942368A CH526608A (de) 1967-08-07 1968-06-24 Verfahren zur Herstellung von Überzügen oder Formkörpern, die imidgruppenhaltige Polykondensate oder Polymischkondensate enthalten.

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