Die Erfindung betrifft einen Zusatzspiegel für ein Fahrzeug, welcher auf seiner Rückseite eine Dreibackenhalterung zur Befestigung desselben an einem Fahrzeugaussenspiegel trägt.
Der Aussenspiegel dient bei Fahrzeugen im wesentlichen zum Erfassen des überholenden Verkehrs und solcher Fahrzeuge, die zum Überholen ansetzen. In Verbindung mit dem Fahrzeuginnenspiegel ermöglicht er es dem Fahrer, den Verkehr hinter dem Fahrzeug zu beobachten. Zwischen dem vom Innenspiegel erfassten Bereich und demjenigen Bereich, der über den Aussenspiegel eingesehen werden kann, gibt es einen Winkelbereich, der als toter Winkel bekannt ist, und der bei normaler Körperhaltung des Fahrers durch keinen dieser Spiegel eingesehen werden kann. Zur besseren Erfassung des toten Winkels ist es bekannt, einen Aussenrückspiegel zweiteilig auszubilden.
Dabei übernimmt der dem Fahrzeug zugewandte Spiegelteil die Funktion des normalen Rückspiegels, während der dem Fahrzeug abgewandte Spiegelteil so abgebogen ist, dass er Einsicht in den seitlich des Fahrzeugs liegenden Bereich gewährt, derart, dass der von den beiden Spiegelflächen gebildete Winkel grösser als 1800 ist.
Ferner sind Aussenrückspiegel für Fahrzeuge bekannt, die an den üblicherweise verwendeten Spiegeln befestigt werden. Diese Zusatzrückspiegel werden beispielsweise aufgesetzt, wenn an das Fahrzeug ein Wohnwagen anhänger angehängt wird, um den Spiegelarm zu verlängern, damit der Spiegel seitlich über die Kontur des im allgemeinen recht breiten Wohnwagens hinausragt. Die Befestigung des Zusatzspiegels an dem Fahrzeugspiegel ist dabei häufig schwierig.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Zusatzspiegel der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich vorhandenen Fahrzeugaussenspiegeln selbsttätig anpasst und der sicher und unverlierbar an dem Fahrzeugspiegel montiert werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass zwei der Backen an einer schwenkbar angebrachten Platte drehbar montiert sind, während die dritte Backe mittels einer parallel zur Spiegelrückwand verlaufenden Stellschraube an einem annähernd in der Spiegelmitte angebrachten Drehzapfen befestigt ist.
Eine derartige Konstruktion ist verhältnismässig einfach, ermöglicht aber dennoch eine sichere Befestigung an dem am Fahrzeug vorhandenen Aussenspiegel. Gegenüber anderen bekannten Dreipunkthalterungen ist bei dem erfindungsgemässen Spiegel die unmittelbare Anbringung der Klauen an der Rückseite des Zusatzspiegels besonders günstig.
Der erfindungsgemässe Zusatzspiegel lässt sich vorteilhaft als zweiteiliger Spiegel ausbilden, welcher mit zwei einen Winkel einschliessenden Spiegelflächen versehen ist, von denen die grössere an der dem Fahrzeug zugewandten Seite des Spiegels liegt. Dabei können die beiden Spiegelflächen durch eine senkrechte Strebe voneinander getrennt sein, und die grössere Spiegelfläche kann plan sein, während die kleinere Spiegelfläche konvex gewölbt sein kann. Ein derartiger Spiegel ist mit geringen Kosten herstellbar. Für den Benutzer ist stets ohne weiteres erkennbar, wo sich ein Fahrzeug, dessen Bild er im Rückspiegel sieht, seitlich von ihm befindet, weil die Unterscheidung durch die die Spiegelflächen trennende Strebe erleichtert wird.
Durch die konvexe Ausbildung der aussenliegenden Spiegelfläche wird das durch sie beobachtete Nebenbild dem Fahrer verkleinert wiedergegeben, so dass der vom Spiegel erfasste Winkel verhältnismässig gross ist, während das Hauptbild , das von der dem Fahrer zugewandten Spiegelfläche erfasst wird, normalerweise unverkleinert wiedergegeben wird. Die beiden Spiegelflächen haben also unterschiedliche Verkleinerungsfaktoren.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die parallel zur Spiegelrückwand verlaufende Stellschraube in dem Drehzapfen gelagert und an ihrem freien, den Spiegelrand nicht überragenden Ende mit einem Schraubenkopf versehen.
Die Schraube kann sich in dem Schraubenkopf in einem Lager drehen. Die Verstellung erfolgt dadurch, dass die an der Schraube befestigte dritte Backe mit ihrem Gewinde in das Schraubgewinde eingreift und so auf der Schraube verfahrbar ist.
Der Schraubenkopf kann mit einem Innenvierkant ausgestattet sein. Dies gibt eine gewisse Sicherheit gegen Diebstahl. Der Schraubenkopf, der den Rand des Zusatzrückspiegels nicht überragt, kann normalerweise nicht mit einer Zange oder einem normalen Schraubenschlüssel erfasst und gedreht werden. Die Demontage ist daher nur mit einem geeigneten Imbusschlüssel möglich.
Die Spiegelrückwand kann eine in Draufsicht winkelförmige Einbuchtung besitzen, in der die Schraube verschwenkbar ist. Hierdurch wird erreicht, dass der Zusatzrückspiegel mit seiner Rückseite so nahe wie möglich an die Spiegelfläche des am Fahrzeug befindlichen Aussenspiegels herankommt, so dass unnötige Zwischenräume vermieden werden.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Figuren an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Vorderseite des Zusatzspiegels,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 eine Rückansicht, und
Fig. 4 veranschaulicht schematisch die Wirkung des Zusatzspiegels an einem Kraftfahrzeug.
Der dargestellte Zusatzrückspiegel wird an den normalerweise an Fahrzeugen befindlichen Aussenspiegeln befestigt.
Er besitzt eine Spiegeleinfassung 1 von etwa rechteckförmigem Querschnitt mit abgerundeten Ecken, die die Ränder der Spiegelflächen 2 und 3 umschliesst. Die Spiegelfläche 2 ist plan, d. h. das durch sie betrachtete Bild ist weder vergrössert noch verkleinert, während die Spiegelfläche 3 konvex gewölbt ist. Dies hat zur Folge, dass das durch sie betrachtete Bild verkleinert wiedergegeben wird, dass aber der Bildausschnitt gegenüber den Verhältnissen der Spiegelfläche 2 vergrössert ist.
Die Spiegelflächen 2 und 3, die bei normaler Spiegelstellung beide senkrecht stehen, schliessen einen Winkel a ein, der grösser ist als 1800. Dies bedeutet, dass die Spiegelfläche 3 nicht eine direkte Verlängerung der Spiegelfläche 2 bildet, sondern unter einem Winkel abgeknickt zu dieser verläuft. Die beiden Spiegelflächen 2 und 3 sind durch eine senkrechte Strebe 4 voneinander getrennt.
Zur Befestigung des dargestellten Zusatzrückspiegels auf dem Rückspiegel eines Kraftfahrzeuges ist der Zusatzrückspiegel mit drei Backen 5, 6, 7 ausgestattet, die den Rand des Autorückspiegels teilweise übergreifen und so insgesamt eine Dreipunkthalterung bilden. Die ersten beiden Backen 5, 6 sind an den den beiden symmetrischen Ecken einer Platte 8 in Form eines gleichschenkligen Dreiecks an Drehzapfen 9 befestigt. Sie sind somit um die Drehzapfen herum verschwenkbar. Die Drehzapfen sitzen in Langlöchern der Platte 8 und sind in diesen verschiebbar. Die Langlöcher besitzen jeweils zwei Raststellungen, so dass die Backen 5, 6 je nach Grösse und Form des Autorückspiegels in verschiedenen Positionen eingestellt werden können. Die Platte 8 ist um den etwa in der Dreieckspitze liegenden Schwenkpunkt 10, an dem sie an der Spiegelrückseite 11 befestigt ist, verschwenkbar.
Ebenso wie der Schwerpunkt 10 liegt auf der Längsachse des Spiegels der Drehzapfen 12. Durch eine Bohrung des Drehzapfens 12 hindurch führt die Stellschraube 13, die auf der Rückseite mit einem Sprengring 14 gegen Herausziehen gesichert ist. Der Drehzapfen 12 ist drehbar an der Spiegelrückseite 11 befestigt. Am Ende der Stellschraube 13 befindet sich der Schraubenkopf 15 mit einem in der Zeichnung nicht sichtbaren Innenvierkant zum Einstecken eines Imbusschlüssels. Die Stellschraube 13 trägt ein Gewindestück 16, an dem die dritte Backe 7 befestigt ist. Durch Drehen des Schraubenkopfes 15 wird somit die Backe 7 in Schraubenlängsrichtung verstellt.
Um die Haltekonstruktion für den Zusatzspiegel nicht so weit nach hinten vorstehen zu lassen, ist an der Spiegelrückseite eine winkelförmige Einbuchtung 17 vorgesehen, innerhalb derer der Drehzapfen 12 und der Gewindeteil 16 sich bewegen. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Backe 7 etwa den gleichen Abstand von der Spiegelrückseite 11 hat wie die Backen 5, 6.
Anhand von Fig. 4 sei nun das Prinzip des dargestellten Zusatzrückspiegels noch einmel im einzelnen erläutert. Es handelt sich um eine nicht massstäbliche Schemazeichnung.
Der Zusatzspiegel, der auf den Autospiegel aufgesetzt ist und von den drei Backen 5, 6, 7 an ihn festgehalten wird, erzeugt für den Autofahrer zwei verschiedene Gesichtsfelder.
Das erste Gesichtsfeld 20 wird durch die Spiegelfläche 2 erzeugt, die plan ist und keine Vergrösserung oder Verkleinerung liefert. Das Gesichtsfeld erfasst trotz der beträchtlichen Spiegelgrösse einen nur verhältnismässig kleinen Winkel. Die abgewinkelte konvex gewölbte Spiegelfläche 3 ermöglicht die Erfassung eines seitlicheren Raumes 21. Der Winkel ist wegen der konvexen Wölbung und der damit verbundenen Verkleinerung verhältnismässig gross. Der Fahrer hat so die Möglichkeit durch die Spiegelfläche 3 festzustellen, ob er gerade überholt wird. Er ist nicht darauf angewiesen, sich zu diesem Zweck umzuwenden.