CH540244A - Verfahren zur Herstellung neuer Halogenpregnadiene - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Halogenpregnadiene

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CH540244A
CH540244A CH1746670A CH1746670A CH540244A CH 540244 A CH540244 A CH 540244A CH 1746670 A CH1746670 A CH 1746670A CH 1746670 A CH1746670 A CH 1746670A CH 540244 A CH540244 A CH 540244A
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CH
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acid
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chloro
hydrogen fluoride
hydroxyl group
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CH1746670A
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Georg Dr Anner
Ludwig Dr Ehmann
Jaroslav Dr Kalvoda
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Ciba Geigy Ag
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/56Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids
    • A61K31/57Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane or progesterone
    • A61K31/573Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane or progesterone substituted in position 21, e.g. cortisone, dexamethasone, prednisone or aldosterone
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general
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Description


  
 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Halogenpregnadienen der Formel I
EMI1.1     
 worin R1 eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxygruppe und Y ein Wasserstoffatom oder eine freie oder veresterte Hydroxygruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der allgemeinen Formel
EMI1.2     
 in der R1 und Y die in Formel (I) angegebene Bedeutung haben, die   9;p,llp-Oxidogouppe    mit 1Fluorwasserstoff oder einer Fluorwasserstoff abgebenden Verbindung aufspaltet, und, wenn erwünscht, in erhaltenen Verbindungen der Formel I veresterte oder verätherte Hydroxygruppen hydrolysiert und/oder Hydroxygruppen verestert und/ oder die 21-Hydroxygruppe veräthert.



   Die genannten veresterten Hydroxygruppen sind vor allem solche, die sich von organischen Carbonsäuren der aliphatischen, alicyclischen, aromatischen oder heterocy   clischen    Reihe ableiten, insbesondere von solchen mit 1-18 Kohlenstoffatomen,   z.B.    der Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, der Buttersäuren, Valeriansäuren, wie   n-Valeriansäuren,    oder Trimethylessigsäure, Trifluores   sigsäure, der Gapronsäuren, wie Trimethyl-propionsäure    oder Diäthylessigsäure, der önanth-, Capryl-, Pelargon-, Caprin-, Undecylsäuren, z.B. der Undecylensäure, der Laurin-, Myristin-, Palmitin- oder Stearinsäuren, z.B.

   der ölsäure, Cyclopropan-, -butan-, -pentan- und -hexancar   bonsäu re,      Cyclopropylmethancarbonsäure,    Cyclobutylmethancarbonsäure, Cyclopentyläthancarbonsäure, Cyclohexyläthancarbonsäure, der Cyclopentyl-, Cydohexyloder Phenylessigsäuren oder -propionsäuren, der Ben   zoesäu re,    Phenoxyalkansäuren, wie Phenoxyessigsäure, Dicarbonsäuren, wie Bernsteinsäure, Phthalsäure, Chinolinsäure, der Furan-2-carbonsäure, 5-tert.-Butyl-furan-2 -carbonsäure, 5-Brom-furan-2-carbonsäure, der Nicotinsäure oder der Isonicotinsäure, oder von Sulfonsäuren, wie Benzolsulfonsäuren oder von anorganischen Säuren, wie z.B. Phosphor- oder Schwefelsäuren.



   Die Estergruppen können sich aber auch von Orthocarbonsäuren wie Orthoameisensäure, Orthoessigsäure oder Orthopropionsäure ableiten, wobei diese Säuren sowie auch die oben genannten Dicarbonsäuren cyclische 17,21-Ester liefern können.



   Als verätherte Hydroxygruppen sind besonders diejenigen zu nennen, weiche sich von Alkoholen mit 1-8 Kohlenstoffatomen ableiten, wie niederaliphatischen Alkanolen, Äthylalkohol, Methylalkohol, Propylalkohol, iso Propylalkohol, den Butyl- oder Amylalkoholen oder von araliphatischen Alkoholen, insbesondere von monocyclischen arylniederaliphatischen Alkoholen, wie Benzylalkohol, oder von heterocyclischen Alkoholen, wie x-Tetra   hydropyranol    oder   uranol.   



   Die neuen Verbindungen der obigen Formel (1) besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So weisen sie neben einer thymolytischen und   nebennierenhenunen-    den Wirkung insbesondere eine anti-inflammatorische Wirkung auf, wie sich im Tierversuch, z.B. an der Ratte, im   Freindk rpergranulom-Test    zeigt. Die neuen Verbindungen können daher als   Corticosteroid-Analoge,    insbesondere als anti-inflammatorische Mittel, Verwendung finden. Die neuen Verbindungen sind aber auch wertvolle   Zwischenprodukte    für die Herstellung anderer nützlicher Stoffe, insbesondere von pharmakologisch wirksamen Verbindungen.



   Die Verbindungen der vorliegenden Anmeldung können auch als Futterzusatzmittel verwendet werden.



   Besonders hervorzuheben ist das   Al 4-2-Chlor-6cc,9x-      -difluor - 1 60c - methyl - 3 ,20- dioxo- 1 ,B, 1 7x- dihydroxy-21-    -acetoxy-pregnadien, das beispielsweise an der Ratte bei   subcutanen    Gabe in Dosen von 0,1-1,0 mg/kg eine ausgesprochene antiinflammatorische Wirkung aufweist.



   Verfahrensgemäss wird die   9p,ll-Oxidogruppe    mit Fluorwasserstoff in an sich bekannter Weise aufgespalten.



  Man verwendet wasserfreien Fluorwasserstoff; gegebenenfalls in einem indifferenten Lösungsmittel, wie Chloroform, Tetrahydrofuran oder insbesondere Dimethylformamid oder auch wässerige Fluorwasserstoffsäure.



  Man kann auch Verbindungen verwenden, die   Fluorwas-    serstoff albgeben, wie die Salze dieser Säure mit einer tertiären organischen Base, wie z.B. Pyridin oder Derivate der Fluorwasserstoffsäure. Ein besonders günstiges Verfahren ist im   UIS-Patent    Nr. 3 211 758 beschrieben und   beansprucht,    wonach man Fluorwasserstoffsäure in Form eines Adduktes mit einer Carbaminsäure oder Thiocarbaminsäure, insbesondere   rmit    Harnstoff, zur Anwendung bringt.



   Die Ausgangsstoffe können in an sich bekannter Weise z.B. in der folgenden Weise erhalten werden:
Verbindungen der Formel
EMI1.3     
  worin   R1    und Y die in Formel I gegebene Bedeutung besitzen, werden durch Addition von Chlor an die 1,2 Doppelbindung in an sich bekannter Weise, z.B. durch Behandlung mit Chlor in einer niederaliphatischen Carbonsäure, in die entsprechenden   1,2-Dichlorverbindungen    und diese in ebenfalls in an sich   Ibekannter    Weise durch   lZydrochlorierung,    z.B. mit Pyridin, in die 2-Chlor-Derivate der Verbindungen der Formel (III)   äbergeführt.    In den so erhaltenen 2-Chlor-Derivaten wird die Hydroxygruppe in ll-Stellung mittels dehydratisierender Mittel, wie z.B.

  Phosphoroxychlorid in Pyridin oder eines N-Halogenamids oder   N-llalogenimids,    wie z.B. N-Brom-succinimid und Schwefeldioxyd unter wasserfreien Bedingungen, vorzugsweise in Pyridin, abgespalten. Man lagert sodann an die   9,11 -Doppeibindung    der so entstandenen   A9ll-Verbindungen    unterbromide Säure in an sich bekannter Weise an, z.B. mittels N-Bromsuccinimid, vorzugsweise in Gegenwart von Perchlorsäure. Aus dem so entstandenen   Bromhydrin    wird durch Behandlung mit einem alkalischen Mittel, wie einem Alkalimetallacetat z.B. in einem Alkohol, das entsprechende 9,11-Epoxyd gewonnen.



   Zur Herstellung der 21-Monoester behandelt man die 21-Hydroxyverbindungen in an sich bekannter Weise mit reaktionsfähigen funktionellen Derivaten der gewünschten Carbonsäuren wie z.B. mit   einem    Säureanhydrid oder einem Säurehalogenid, z.B. in einer tertiären Base wie Pyridin.



   Die   Hydroxygruppe    in   17,oc-Stellung    kann z.B. selektiv verestert werden, wenn durch Acylierung mit einem Carbonsäureanhydrid, wie   z.R    Acetanhydrid, unter Zusatz einer starken Säure, besonders einer aromatischen Sulfonsäure, wie z.B.   p-Toiuolsuifonsäure,    als Katalysator der   17cc,21-Diester    hergestellt und hernach die 21-Estergruppe unter milden Bedingungen, z.B. mit Lösungen eines Alkalimetallcarbonats oder -hydrogencarbonats in einem wässrigen, aliphatischen Alkohol wie Methanol oder Äthanol, verseift wird.



     17c -Monoester    können auch folgendermassen erhalten werden: Durch Umsetzen von Verbindungen der Formel (1), die in   17α-    und   21-Stellung    Hydroxygruppen aufweisen, mit einem Orthoester des Types   R'C(OR")3,    wobei R' ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest und R" einen Alkylrest bedeuten, in Gegenwart einer starken Säure, wie zJB. p-Toluolsulfonsäure, als Katalysator, in einem inerten   Lösungsmittel,    wie z.B. Benzol, erhält man cyclische   1-71z,21 -Orthoester.    Durch Hydrolyse mit einer schwachen organischen Säure wie z.B. Oxalsäure, kann die 21 Esterbindung selektiv hydrolysiert werden, wobei ein   170C-Monoester    erhalten wird.



   Die Verätherung erfolgt vorzugsweise mit reaktionsfähigen Derivaten der gewünschten Alkohole. Mit Dihydropyran in einem inerten Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, Diäthyläther oder Chloroform, in Gegenwart von Phosphoroxychlorid erhält man die 21-Tetrahydropyranyläther.



   Die erfindungsgemäss hergestellten   Verbindungen    können auch als Futterzusatzmittel verwendet werden.



   Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel I
32,4 g   #1,4-6α-Fluor-2-chlor-16α-methyl-11ss, 17α-dihy-    droxy-21-acetoxy-3,20-dioxo-pregnadien werden in 165 ml Pyridin gelöst. Unter Rühren in Stickstoffatmosphäre lässt man eine Auflösung von 17,1 g N-Brom-succinimid in 285 ml Pyridin innerhalb von 10 Minuten bei   20-25     zufliessen. Die bräunliche Reaktionslösung wird sodann auf   120    bis   130    gekühlt. Anschliessend leitet man unter andauernder und successive verstärker Kühlung bei   120    bis schliesslich -20  im Verlauf von 50-70 Minuten im mässigen Strom Schwefeldioxyd ein bis sich in der   Reaktionslösung    kein aktives Brom mehr nachweisen lässt; das Einleiten von Schwefeldioxyd wird hernach noch 15-20 Minuten lang fortgesetzt.

  Nach Absetzen der Kühlung lässt man in die braune, teilweise kristalline Reaktionsmischung zunächst langsam, dann in schnellerem Tempo innerhalb von 1   ·    bis 2 Stunden total 2250 ml Wasser zutropfen, wobei unter allmählichem Temperaturanstieg auf   20-25     das Reaktionsprodukt aus der vorübergehend sich aufklärenden Lösung langsam auskristallisiert. Das Produkt wird abgenutscht, mit 1000   mi    Wasser ausgewaschen und im Vakuum bei   50-60     getrocknet.

  Die Ausbeute beträgt 29,1 g   #1,4,9(11)-6α-Fluor-      -2-chlor- 160C-methyl-      17a-hydroxy-21    -acetoxy-3,20- dioxo -pregnatrien vom F.   128-13L0;      [α]D20  = -80   (c = 1,0% in Chloroform).   A.maX    Feinsprit 247 m   (s    = 15 900).



   Beispiel 2
Zu einer Lösung von 5,00 g   1,4,5111-2-Chlor-6fluor-    -   16a-methyl-3,20-dioxo-17lox-      hydroxy-2 1 -acetoxy -    pregnatrien in 60 ml absolutem Dioxan und 7,5 ml 0,5 n. Per   chlorsäure    werden unter Lichtausschluss und Rühren bei 18-200C innert 15 Minuten 2,34 g N-Bromacetamid in 40 ml absolutem Dioxan zugetropft und anschliessend 4 Stunden unter Stickstoffatmosphäre und im Dunkeln bei Zimmertemperatur gerührt. Dann werden innert 10 Minuten 15 ml 10%ige   Natriumthiosuifatlösung    (Entfärbung) und anschliessend innert 15 Minuten 100   mi    Wasser bei   1 8-200C    zugetropft.

  Nach langsamer Zugabe einer Lösung von 1,5 g Natriumhydroxid in 15 ml Wasser und 10 ml Methanol bei ca. 200C wird das rötliche Gemisch 1 Stunde unter Stickstoffatmosphäre bei Zimmertemperatur gerührt. Bei ca. 100C werden innert 30 Minuten 400 ml Wasser zugetropft, worauf die ausgefallene Substanz abgenutscht, mit Wasser nachgewaschen, in Methylenchlorid gelöst, die Lösung über Natriumsulfat getrocknet und am Wasserstrahlvakuum zur Trockene eingedampft wird.



  Der gelbe Schaum (4,64 g) liefert nach   Bespritzen    mit Äther und   Umiösen    aus einem Methylenchlorid-Methanol-Äther-Gemisch 3,18 g reines   1'4-2-Chlor-64iuor-      -16methyl-9,1    ss-oxido-3,20- dioxo -   17lKE21 -    dihydroxy -pregnadien vom Schmelzpunkt   200-2020.   



     loilo20    =   100    + 10 (C = 0,964). UV:   Xmax    = 254   mp      (t = 15 500).   



   IR.-Spektrum: Banden u.a. bei 2,77, 2,85, 5,84, 5,97, 6,03, 6,20, 8,80, 9,37, 9,90 10,10, 10,95 und 11,87   p.   



   Beispiel 3
1,80 g   #1,4-2-Chlor-6α-fluor-16α-methyl-9ss,11ss-oxido-      -3,20-dioxo-17α,21-dihydroxy-pregnadien    werden in 10   ml    Pyridin und 10 ml Essigsäureanhydrid gelöst und 15 Stunden bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Die klare gelbe Lösung wird nach Aufgiessen auf Eis-Wasser 30 Minuten gerührt und anschliessend 2 Mal mit Chloroform extrahiert. Die organischen Phasen werden hintereinander mit Wasser, verdünnter Schwefelsäure/Eis, Wasser,   ge    sättigter   Natriumhydrogencarbonatlösung/Eis    und wieder mit Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und am Wasserstrahlvakuum zur Trockene eingedampft. 

  Das anfallende gelbliche öl   (1,89    g) liefert nach Bespritzen mit Äther und einmaligem   Umiösen    aus   Methylenchlorid/Äther 1,23 g reines 21-Acetat des genannten Ausgangsstoffes, vom F.   1840C.      Uv-Spektrum:      #max    = 254   mp,      (±    = 15 400) (in Äthanol).   [α]D20    = + 50    t    20 (c = 0,580 in Chloroform). IR-Spektrum: Banden u.a. bei 2,75,   5,70,    5,75, 5,96, 6,18, 7,25, 8,12, 9,40, 9,93 und 10,95   p.   



   Beispiel 4
2,62 g des im vorhergehenden Beispiel erhaltenen Acetats werden in ein Polyäthylengefäss zu 60 ml Harn   stoff-Fluorwasserstoff-Addukt    (1:1,325) gegeben und 40 Stunden unter Luftabschluss mit einem Teflonmagnetrührer bei   30C (1    10C) gerührt. Die Suspension wird unter Rühren auf 700 g Eis und 200 ml conc. Ammoniak gegossen und anschliessend mit Eisessig auf pH 7 gestellt.



  Die ausgefallene Substanz wird   abgenutscht,    mit Wasser nachgewaschen, in Chloroform gelöst, die Lösung über Natriumsulfat getrocknet und am Wasserstrahlvakuum zur Trockene eingedampft. Die anfallenden braunen   lrrri-    stalle (ca. 2,8 g) werden in einem   Toluol-Essigester-(4: 1)-    -Gemisch durch 120 g Silicagel filtriert. Die gelartig kristallisierenden Fraktionen werden in Methylenchlorid heiss gelöst, worauf nach Einengen bei Normaldurck und Zugabe von wenig Äther 1,06 g reines   #1,4-2-Chlor-6α,9α-      -difluor - 16 -    methyl-3,20 -   dioxo-11ss,17α-dihydroxy-21-    -acetoxy-pregnadien vom F. (2020) 2040 resultieren.

  Auch die Mutterlauge enthält nach Dünnschichtchromatographie   95 ,ZO    dieses Produktes.   [alD20    = +480   +    20 (c = 0,497). UV-Spektrum: max = 246 m  (= 15 800).   m-    Spektrum: (Nujol) Banden u.a. bei 2,82, 5,70, 5,76, 6,15, 7,83, 8.74, 9,37, 9,91, 10,50, 10,95 und 11,25   p.   



   Beispiel 5
9,4 g   #1,4-6α-Fluor-2-chlor-16α,-methyl-11ss,17α,-dihy-    droxy-21-acetoxy-3,20-dioxo-pregnadien werden in 400 ml Methanol unter Erwärmen zum Sieden mit Durchleiten von Stickstoff gelöst. Anschliessend kühlt man die erhaltene Lösung unter Stickstoff auf   1-30    ab und lässt innerhalb von 15-30 Minuten eine Auflösung von 1,7 g Natriumbicarbonat in 50 ml Wasser zutropfen. Die Reaktionslösung wird hernach über Nacht bei   1-30    unter Stickstoff weiter gerührt, wobei das Reaktionsprodukt successive auskristallisiert. Man kontrolliert den Ablauf der Verseifung mittels   Dünnschicbtchromatographie    auf Silicagel mit Toluol-Essigester 1:1 als Laufmittel. Nach einer Verseifungsdauer von 10-15 Stunden lässt sich in der Reaktionslösung kein Ausgangsmaterial mehr feststellen.



  Nun wird das Reaktionsgemisch auf 2 1 Wasser ausgetragen. Man extrahiert mehrmals mit Methylenchlorid, wäscht die Extrakte nacheinander wiederholt mit Wasser, trocknet diese über Natriumsulfat, filtriert und dampft sie vollständig ein. Die Ausbeute an kristallinem Rohprodukt beträgt 7,65 g, das bei 1750 schmilzt. Das Produkt ist dünnschichtchromatographisch rein (Silicagel,   Toluol-Es-    sigester 1:1). Zur weiteren Reinigung kristallisiert man das leicht gelbstichige Rohprodukt aus Essigester, wobei    zunächst 2,87 g #1,4 Fluor-2-chlor-16α-methyl-11ss,-      17α,21-trihydroxy-3,20-dioxo-pregnadien    vom F.   (180 )    181-182  resultieren.



   Die Mutterlauge liefert nach Konzentrieren weitere Mengen desselben Produkts.



   Beispiel 6
Pharmazeutisches Präparat in Form einer Salbe zur lokalen Anwendung enthaltend   #1,4-2-Chlor-6α,9α-difluor-      -l 6:t-methyl-3,20-dioxo-11ss,17α-dihydroxy    - 21 - acetoxy -pregnadien.



  Zusammensetang Vaselin Paraffinöl 65 % Höhere Fettalkohole Wachse 10 % Polyoxyäthylen-Sorbitan-Derivat Sorbitan-Fettsäureester 4,6% Konservierungsmittel 0,2% Parfum   0,1%    Wasser 20 %   1,4-2Ch1or,9 if1uor-1 6a-methyi-3,20-      -dioxo-11ss,17α-dihydroxy-21   -acetoxy-pregnadien   0,1%   
Die Fette und Emulgatoren werden zusammengeschmolzen, die Konservierungsmittel in Wasser gelöst und bei erhöhter Temperatur die Lösung in die Fettschmelze einemulgiert. Nach dem Erkalten wird eine Suspension des Wirkstoffes in einem Teil der Fettschmel   ze    in die Emulsion eingearbeitet und anschliessend das Parfum zugegeben.



   Beispiel 7
14,3 g   "-6a,9c-Difluor-2-chlor-16α-methyl-11ss,17α-    -dihydroxy-21 -acetoxy-3,20 - dioxo - pregnadien [2-Chlor -flumethason-21-acetat] werden in 950 ml Methanol unter   Erwärmen    zum Sieden und Durchleiten von Stickstoff gelöst.   Anschliessend    kühlt man die erhaltene Lösung unter Stickstoff auf   0-50    ab und lässt alsdann innerhalb von 10 Minuten eine Auflösung von 3,2 g   Natriumbikarbonat    in 38 ml Wasser zutropfen. Die Reaktionslösung wird hernach 2-3 Tage bei 0-50 unter Stickstoff weitergerührt, wobei das Reaktionsprodukt   successive    auskristallisiert. Man kontrolliert den Ablauf der Verseifung mittels   3Dünn-    schichtchromatographie auf Silicagel mit Toluol-Aceton
1:1 als Laufmittel.

  Im Moment wo in der Reaktionslö   surgkeinAu.sgangsmaterial    mehr festzustellen ist, wird das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck bei 300 Badtemperatur zunächst auf 2-300 ml konzentriert und dann auf 1500 ml Wasser ausgetragen. Man extrahiert mehrmals mit Essigester, wäscht die Extrakte nacheinander wiederholt mit Wasser, trocknet diese über Na   triumsulfat,    filtriert und dampft sie vollständig ein. 

  Die Ausbeute beträgt 12,2 g an kristallinem   #1,4-6α,9α-Difluor-      -2-chlor-16α-methyl-11ss,17α,21 -trihydroxy-3,20-dixopre-    gnadien [2-Chlor-flumethason], das zwischen 220-222  unter Zersetzung schmilzt; das Produkt ist dünnschichtchro   matographisch    rein (Silicagel, Toluol-Aceton   1:1),      [α]D20     + 40 (= 0,97% in Dioxan).   Man    245 m  (15000) in Feinspnt. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I
    Verfahren zur Herstellung von neuen Halogenpregnadienen der Formel EMI4.1 worin R1 eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxygruppe und Y ein Wasserstoffatom oder eine freie oder veresterte Hydroxygruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.2 in der R1 und Y die in Formel (I) angegebene Bedeutung haben, die 9,11-Oxidogruppe mit Fluorwasserstoff ider einer Fluorwasserstoff abgebenden Verbindung behandelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel II mit Fluorwasserstoff in einem indifferenten Lösungsmittel behandelt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Lösung von Fluorwasserstoff in Chloroform, Tetrahydrofuran, Wasser oder insbesondere Dimethylformarnid verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel II mit Fluorwasserstoff in Form eines Adduktes mit Harnstoff behandelt 4. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man die in den erhaltenen 2-Chior-pregnadienen geschützte Hydroxygruppe in Freiheit setzt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man in den erhaltenen 2 Chlor-pregnadienen eine freie Hydroxygruppe verestert.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen 2-Chior-pregnadienen mit einer freien 21-Hydroxylgruppe zur Herstellung von 21-Äthern derselben, dadurch gekennzeichnet, dass man sie ver äthert.
    Anmerkung des Eidg. Amtes für geistiges Eigentum: Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch I gegebenen lDefinition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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