CH552561A - Verfahren zur herstellung neuer 9-(3-amino-1-propenyl)9,10-dihydro-9,10-aethano-anthracene. - Google Patents

Verfahren zur herstellung neuer 9-(3-amino-1-propenyl)9,10-dihydro-9,10-aethano-anthracene.

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CH552561A CH872173A CH872173A CH552561A CH 552561 A CH552561 A CH 552561A CH 872173 A CH872173 A CH 872173A CH 872173 A CH872173 A CH 872173A CH 552561 A CH552561 A CH 552561A
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Description


  
 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer   9-(3-Amino-1-propenyl)-9, tO-dihydro-9,10-    äthano-anthracene der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 worin die Symbole   Ro,      R'o,      R"    für niedere Alkylreste oder für Wasserstoff stehen, wobei vorzugsweise höchstens eines der Symbole von Wasserstoff verschieden ist und R1 und R2 unabhängig voneinander Alkylreste, Hydroxy- oder Aminoalkylreste.

  Alkenyl-, unsubstituierte oder ein-, zweioder mehrfach niederalkyl-substituierte niedere Cycloalkyl- oder Cycloalkenylreste, unsubstituierte oder ein-, zweioder mehrfach niederalkyl-substituierte niedere Cycloalkyloder -alkenyl-alkylreste, oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen   1 -Azacycloalkyl-    oder   1 -Azavcloalkenylrest    bedeuten, der 4-8 Ringglieder enthält und durch Phenyl.



  Hydroxy, Oxo und/oder Amino substituiert sein kann, oder einen   1-Aza-oxa-.    1-Aza-thia- oder ] -Aza-azacycloalkylrest bedeuten, in dem die Heteroatome durch mindestens zwei Kohlenstoffatome getrennt sind und der durch Phenyl,   Hydroy    Oxo und/oder Amino substituiert sein kann, wobei R1 ausserdem noch Wasserstoff bedeuten kann.

   n und m ganze Zahlen von 1-4 bedeuten, wobei n und m vorzugsweise nicht grösser als 3 ist, die Reste RA unabhängig voneinander Wasserstoff, niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkenyloxy-, Alkylmercapto- oder Alkanoylgruppen, Trifluormethylgruppen oder Halogenatome bedeuten,   Rlo    einen niederen Alkyl- oder Alkenylrest, ein Halogenatom oder ein Wasserstoffatom bedeutet und Ae einen gegebenenfalls in 1- und/ oder 2-Stellung durch einen niederen Alkylrest substituierten oder unsubstituierten 1,2-Äthylenrest bedeutet.



   Als niedere Alkylreste werden Reste bezeichnet, die bis zu 7 und vor allem 1-4 Kohlenstoffatome enthalten, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl-. Isopropyl-, gerade und verzweigte.



  in beliebiger Stellung verbundene Butyl-. Petnyl-, Hexylund Heptylreste.



   Nieder Hydroxyalkylreste sind z. B. der 2-Hydroxyäthylund der   3-Hydroxypropylrest.   



   Niedere Alkenylreste sind Reste mit nicht mehr als 7 Kohlenstoffatomen, wie z. B. der Allyl- oder Methallylrest.



   Als niedere Cycloalkyl- und Cycloalkenylreste werden Reste wie Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Cyclopropyl-. Cyclopentenyl- und Cyclohexenylreste bezeichnet.



   Halogen bedeutet Fluor, Brom und Jod, und ganz besonders Chlor.



   Niedere Alkoxy- oder Alkenyloxygruppen sind vor allem die Methoxy-. Äthoxy- oder Allyloxygruppe.



   Alkylmercaptogruppen sind insbesondere die Methyloder Äthylmercaptogruppe.



   Als niedere Alkanoylreste sind vor allem der Acetyl-, Propionyl- und Butylrylrest zu nennen.



   Die Substitution in den Stellungen 1-8 kann mehrfach sein. ist aber bevorzugt zweifach oder vor allem einfach. Bevorzugte Stellungen für Substituenten RA sind die 3- und ganz besonders die 2-Stellung.



   Die -NR1R2-Gruppe ist vor allem eine Mono- oder Di-niederalkylaminogruppe, wie die Mono- oder Dipropylamino-, oder vorzugsweise Mono- oder Diäthylaminogruppe, vor allem aber die Dimethylamino- oder ganz besonders die Monomethylaminogruppe, oder die   N-Methyl-N-äthylamino -    gruppe, eine Cycloalkylaminogruppe, wie die Cyclopropyl-, Cyclobutyl-, Cyclopentyl- oder Cyclohexylaminogruppe, oder eine gegebenenfalls C-niederalkylierte und/oder im   Ringss-    einfach ungesättigte Pyrrolidino- oder Piperidinogruppe oder eine gegebenenfalls C-niederalkylierte Piperazino-, N'-Niederalkyl- wie N'-Methyl-, oder N'-(Hydroxy-niederalkyl)wie   N' -(ss -Hydroxyäthyl)-piperazino-,    Thiomorpholino- oder Morpholinogruppe.

  Der Ausdruck  C-niederalkyliert  bedeutet hierbei ebenso wie oben und im folgenden, dass der betreffende Rest an C-Atomen durch niedere Alkylreste, wie die genannten, und insbesondere durch   C1¯3-Alkylreste    substituiert ist.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere eine psychotrope, z. B.



  antidepressive Wirkung. So weisen sie z. B. eine ausgeprägte Reserpin-antagonistische Wirkung auf, wie sich im Tierversuch, z. B. im drug interaction test bei intraperitonealen Gaben zeigen   lässt.    Die neuen Verbindungen können daher als psychotrope, insbesondere antidepressive Mittel Verwendung finden. Sie können auch als Zusatzstoffe zu Tierfutter verwendet werden, da sie eine bessere Nahrungsverwertung und eine Gewichtszunahme dieser Tiere bewirken. Die neuen Verbindungen können aber auch als Zwischenprodukte für die Herstellung anderer wertvoller, vor allem pharmakologisch wirksamer Verbindungen dienen. So können z. B. die bekannten   9-(Aminopropyl)-9, 10-dihydro-9,1O-äthano-    anthracene (US-Patent 3 399 201) hergestellt werden, indem man in den neuen Verbindungen die aliphatische Doppelbindung katalytisch hydriert.



   Hervorzuheben sind vor allem Verbindungen der Formel I. worin -NR1R2 eine Aminogruppe bedeutet, die durch Alkylreste. Hydroxy- oder Aminoalkylreste, niedere Alkenyl-. unsubstituierte oder ein-, zwei- oder mehrfach niederalkyl-substituierte niedere Cycloalkyl- und/oder Cycloalkenylreste, unsubstituierte oder ein-, zwei- oder mehrfach niederalkyl-substituierte niedere Cycloalkyl- und/oder -alkenyl-alkylreste substituiert ist, oder einen 1-Azacycloalkyl- oder   1 -Azacycloalkenylrest    bedeutet, der 4-8 Ringglieder enthält und durch Hydroxy-, Oxo- und/oder Aminogruppen substituiert sein kann, oder einen 1-Azaoxa-,   1 -Azathia-    oder   1 -Aza-azacycloalkylrest    bedeutet, in dem die Heteroatome durch mindestens zwei Kohlenstoffatome getrennt sind und der durch Hydroxy-, Oxo- und/oder Aminogruppen substituiert sein kann.



   Besonders wertvoll sind Verbindungen der Formel I, worin NR1R2 eine Mono- oder Diniederalkylaminogruppe, eine Hydroxyniederalkylaminogruppe, eine allenfalls C-niederalkylierte   1-Azacycloalkylgruppe    mit 5-7 Ringgliedern oder Cycloalkylaminogruppe mit 3-7 Ringgliedern oder eine gegebenenfalls C-niederalkylierte Morpholino-, Thiomorpholino-, N' -Niederalkylpiperazino- oder N'-(Hydroxyniederalkyl)-piperazinogruppe bedeutet, RA für niedere Alkyl-.

  Alkoxy-, Trifluormethylgruppen oder vorzugsweise Halogenatome, wie Brom- oder insbesondere Chloratome steht und R1o ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chloratom, oder vor allem ein Wasserstoffatom bedeutet,
Hervorzuheben sind vor allem Verbindungen der Formel
EMI1.2     
  worin R3 bevorzugt in 2-Stellung steht und eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe; eine Trifluormethylgruppe, ein Brom- oder insbesondere Chloratom, vor allem aber ein Wasserstoffatom bedeutet und NR1R2 eine durch einen   C,,-Cycloalkylrest    monosubstituierte oder durch   C1 -    Alkyl mono- oder disubstituierte Aminogruppe oder eine gegebenenfalls C-niederalkylierte Pyrrolidino-, Piperidino-, Morpholino,   N' -Methyl-piperazino-, N' -Äthyl-piperazino    oder N'-(ss -Hydroxyäthyl)-piperazinogruppe darstellt.



   Hierbei sind besonders diejenigen Verbindungen der Formel II von Bedeutung, worin R3 in 2-Stellung steht und   NRlR2    eine Mono- oder Diniederalkylaminogruppe, worin die Niederalkylreste 1-4 Kohlenstoffatome enthalten, be deutet.



   Wertvoll sind insbesondere Verbindungen der Formel
EMI2.1     
 worin   Rq    für eine Methoxygruppe, eine Trifluormethylgruppe, vorzugsweise aber ein Chlor- oder vor allem ein Wasserstoffatom steht und NR1R2 die Diäthylamino- oder Mono äthylaminogruppe, vor allem aber die Dimethylaminogruppe oder besonders die Monomethylaminogruppe bedeutet, vor allem das   9 -(3 -Methylamino-1 -propenyl)-9, 10-dihydro -    9,10-äthano-anthracen, das z. B. im drug interaction test an der Maus bei Gaben von 40 mg/kg i.p. eine deutliche Reserpin-antagonistische Wirkung zeigt.



   Die neuen Verbindungen werden erfindungsgemäss erhalten, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel
EMI2.2     
 worin Ro,   R'o    m, n, RA, Ae,   Rgo    und   Ri    obige Bedeutungen haben und X1 und X2 Oxo ist und CH2R'2 gleich R2 ist, oder X1 gleich Oxo und CX2R'2 gleich R2 ist, oder X1 zugleich für die Reste   R"o    und H steht und X2 Oxo ist und CH2R'2 gleich R2 ist, die Gruppe   -C=X1    und/oder -C=X2 durch Reduktion in eine Methylengruppe -CH2 überführt.



   Die Reduktion kann in üblicher Weise, z. B. mit einem Amid-Reduktionsmittel erfolgen, beispielsweise einem einfachen oder komplexen Hydrid, wie einem Boran, oder einem komplexen Dileichtmetallhydrid, speziell einem Alkalime   tallaluminiumhydrid,    wie Lithium- oder-Natrium-aluminiumhydrid, oder einem Alkoxyaluminiumhydrid oder -borhydrid, z. B. Natriumdibutoxy-aluminiumhydrid oder Natrium-trimethoxyborhydrid, oder einem Erdalkalimetallaluminiumhydrid, wie Magnesium-aluminiumhydrid oder Natriumborhydrid in einem tertiären Amin, wie Pyridin oder Triäthylamin, oder Aluminiumhydrid-Aluminiumchlorid. Die Reduktion kann beispielsweise auch elektrolytisch an Kathoden mit hoher Überspannung, wie Quecksilber-, Bleiamalgam- oder Bleikathoden erfolgen. Als Katholyt verwendet man z. B.



  eine Mischung von Wasser, Schwefelsäure und einer Niederalkancarbonsäure, wie Essig- oder Propionsäure. Die Anoden können z. B. aus Platin, Kohle oder Blei bestehen, und als Anolyt verwendet man vorzugsweise Schwefelsäure.



   Die Bedingungen müssen so gewählt werden, dass die Doppelbindung des 1-Propenylrestes nicht angegriffen wird.



   In erhaltenen Verbindungen, die an den aromatischen Ringen des Anthracengerüsts Substituenten tragen, kann man diese umwandeln oder abspalten.



   In erhaltenen Verbindungen, die freie Hydroxygruppen enthalten, können diese veräthert werden. Die Verätherung kann in üblicher Weise erfolgen, z. B. durch Umsetzen mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkanols, vorzugsweise in Gegenwart einer starken Base.



   Die Umsetzung geschieht in üblicher Weise, z. B. durch Umsetzen der N-monosubstituierten Verbindung der Formel I mit einem reaktionsfähigen Ester eines dem einzuführenden Substituenten entsprechenden Alkohols. Ein reaktionsfähiger Ester ist vor allem ein von einer starken organischen oder anorganischen Säure, wie insbesondere einer Halogenwasserstoffsäure oder einer Arylsulfonsäure oder einer Niederalkansulfonsäure, abgeleiteter Ester. Die Umsetzung kann aber auch mit einem entsprechenden Aldehyd oder Keton unter reduzierenden Bedingungen, z. B. in Gegenwart von Ameisensäure, erfolgen.



   Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformen eines Verfahrens, nach denen man einen Ausgangsstoff in Form eines unter den Reaktionsbedingungen gebildeten rohen Gemisches einsetzt.



   Die genannten Reaktionen können in üblicher Weise in An- oder Abwesenheit von Verdünnungs-, Kondensationsund/oder katalytischen Mitteln, bei erniedrigter, gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, gegebenenfalls im geschlossenen Gefäss durchgeführt werden.



   Je nach den Verfahrensbedingungen und Ausgangsstoffen erhält man die Endstoffe in freier Form oder in der eben   falles    in der Erfindung inbegriffenen Form ihrer Säureadditionssalze.



   Je nach der Wahl der Ausgangsstoffe und Arbeitsweisen können die neuen Verbindungen, sofern sie mindestens ein asymmetrisches Kohlenstoffatom besitzen, als Racemate oder als optische Antipoden vorliegen.



   Erhaltene   Racemate-lassen    sich nach bekannten Methoden zerlegen, beispielsweise durch Umkristallisation aus einem optisch aktiven Lösungsmittel, mit Hilfe von Mikroorganismen, oder durch Umsetzen mit einer mit der racemischen Verbindung Salze bildenden optisch aktiven Säure und Trennung der auf diese Weise erhaltenen Salze, z. B. auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeiten, in die Diastereomeren, gefolgt von der Freisetzung der Antipoden durch Einwirkung geeigneter Mittel. Besonders gebräuchliche optisch aktive Säuren sind z. B. die D- und L-Formen von Weinsäure, Di-o-Toluylweinsäure, Äpfelsäure, Mandelsäure, Campher sulfonsäure oder Chinasäure. Vorteilhaft isoliert man den wirksameren der beiden Antipoden.

 

   Zweckmässig verwendet man für die Durchführung der erfindungsgemässen Reaktionen solche Ausgangsstoffe, die zu den eingangs beispielsweise genannten oder besonders hervorgehobenen Endstoffen führen.



   Die Ausgangsstoffe sind teils neu, teils bekannt. Die neuen Ausgangsstoffe können nach erfinderischen Verfahren oder nach   Analogieverfahren    erhalten werden.  



   Die neuen Verbindungen können, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie in freier Form oder gegebenenfalls in Form ihrer Salze, besonders der therapeutisch verwendbaren Salze, in Mischung mit einem z. B. für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten. Für die Bildung desselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine, Lactose, Stärke, Stearylalkohol, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi, Propylenglykole, Vaseline oder andere bekannte   Arsneimittelträger.    Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragees, Kapseln, Suppositorien oder in flüssiger Form als Lösungen (z.

  B. als Elixier oder Sirup), Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und/oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabi   lisierungs-,    Netz- oder Emulgiermittel, Lösungsvermittler oder Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch andere therapeutisch wertvolle Substanzen enthalten. Die pharmazeutischen Präparate werden nach üblichen Methoden gewonnen.



   Die neuen Verbindungen können auch in der Tiermedizin, z. B. in einer der oben genannten Formen oder in Form von Futtermitteln oder von Zusatzmitteln für Tierfutter verwendet werden. Dabei werden z. B. die üblichen Streck- und Verdünnungsmittel bzw. Futtermittel angewendet.



   Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
10 g   3 -[9 -(9,1 0-Dihydro-9, 10    -äthanoanthryl)] -acrylsäuremethylamid werden in 50 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst und unter Rühren in eine Suspension von 4 g Lithiumaluminiumhydrid in 100 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran eingetropft. Das Reaktionsgemisch wird anschliessend 6 Stunden unter Rückfluss gekocht. Unter Eiskühlung gibt man 4   mlWasser,    dann 4 ml 15 %ige Natronlauge und schliesslich nochmals 12 ml Wasser hinzu. Die anorganischen Bestandteile werden abgetrennt und das Filtrat bis zur Trockne eingedampft.



   Der Rückstand wird in 100 ml   10 %aber    wässriger Methansulfonsäure gelöst und mit 2 g Aktivkohle klarfiltriert. Versetzen des Filtrates mit überschüssiger Natronlauge und Extraktion mit Methylenchlorid liefert das 9-(3-Methylamino-1   -propenyl)-9,10-dihydro-9,10-äthano-anthracen    als grünliches Öl, das rasch kristallinisch erstarrt.



   Die kristalline Masse wird in 50 ml Aceton gelöst und hierauf wird trockenes Chlorwasserstoffgas bis zur sauren Reaktion eingeleitet. Das kristalline abgeschiedene Hydrochlorid wird abfiltriert und aus Äthanol umkristallisiert. Das reine farblose Hydrochlorid schmilzt bei   243-244".   



   Beispiel 2
13,75 g   9-(3-Methylamino-l -propenyl)9,10 -dihydro-    9,10-äthano-anthracen werden in 20 ml Ameisensäure gelöst und mit 4,5 ml 40 %igem Formalin 20 Stunden unter Rückfluss gekocht. Hierauf wird die Reaktionslösung mit 200 ml   20%iger    Methansulfonsäure angesäuert, die Ameisensäure im Vakuum abdestilliert, die wässrige Lösung zweimal mit 200 ml Toluol extrahiert, mit 1 g Tierkohle 10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt, über eine Schicht Diatomeenerde (Hyflo) abfiltriert, mit 6n Natronlauge stark alkalisch gestellt und 3mal mit 500 ml Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformlösungen werden mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand besteht aus   9-(3-Dimethylamino-1 -propenyl)-9,10-    dihydro-9,10-äthano-anthracen und wird in das Hydrochlorid übergeführt. 

  F.   233-235     (Essigester). 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung neuer 9-(3-Amino-1-pro penyl)-9, 10-dihydro-9, 10-äthano-anthracene der allgemeinen Formel EMI3.1 worin die Symbole R,, R10, R"o für niedere Alkylreste oder für Wasserstoff stehen und Rt und R2 unabhängig voneinander Alkylreste, Hydroxy- oder Amino-alkylrestp, Alkenyl-, unsubstituierte oder ein-, zwei- oder mehrfach niederalkyl-substituierte niedere Cycloalkyl- oder Cycloalkenylreste, unsbustituierte oder ein-, zwei- oder mehrfach niederalkyl-substituierte niedere Cycloalkyl- oder -alkenylalkylreste, oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen 1-Azacycloalkyl- oder 1-Azacycloalkenylrest bedeuten, der 4-8 Ringglieder enthält und durch Phenyl, Hydroxy,
    Oxo und/oder Amino substituiert sein kann, oder einen 1-Aza- oxa-, 1-Aza-thia- oder 1-Aza-azacycloalkylrest bedeuten, in dem die Heteroatome durch mindestens zwei Kohlenstoffatome getrennt sind und der durch Phenyl, Hydroxy, Oxo und/oder Amino substituiert sein kann, und wobei R1 ausserdem noch Wasserstoff bedeuten kann, n und m ganze Zahlen von 1-4 bedeuten, die Reste RA unabhängig voneinander Wasserstoff, niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkenyloxy-, Alkylmercapto- oder Alkanoylgruppen, Trifluormethylgruppen, oder Halogenatome bedeuten, Rjo einen niederen Alkyl- oder Alkenylrest, ein Halogenatom oder ein Wasserstoffatom bedeutet und Ae einen gegebenenfalls in 1- und/ oder 2-Stellung durch einen niederen Alkylrest substituierten 1,2-Äthylenrest bedeutet, und ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet,
    dass man in einer Verbindung der Formel EMI3.2 worin R,, R'o, m, n, RA, Ae, R10 und R1 obige Bedeutungen haben und X1 und X2 Oxo ist und CH2R'2 gleich R2 ist, oder X1 gleich Oxo ist und CX2R'2 gleich R2 ist, oder X1 zugleich für die Reste R"o und H steht und X2 Oxo ist und CH2R'2 gleich R2 ist, die Gruppen -C=X1 und/oder -C=X2 durch Reduktion in eine Methylengruppe H2 überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion mit einem Amid-Reduktionsmittel durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem einfachen oder komplexen Hydrid reduziert.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion elektrolytisch an Kathoden mit hoher Überspannung erfolgt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene sekundäre Amine durdh Umsetzen mit einem reaktionsfähigen Ester eines dem einzuführenden Substituenten entsprechenden Alkohols oder durch Umsetzen mit einem entsprechenden Aldehyd oder Keton unter reduzierenden Bedingungen in tertiäre Amine umwandelt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen Verbindungen mit freien Hydrid oxygruppen diese veräthert.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Basen oder erhaltene freie Basen in die Salze überführt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI4.1 oder Salze davon herstellt, worin die -NRlR2-Gruppe die Diäthylamino- oder Monoäthylaminogruppe, die Dimethyloder Monomethylaminogruppe bedeutet.
    9. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI4.2 oder Salze davon herstellt, worin R3 eine niedere Alkylgruppe oder ein WasserstoffaTom bedeutet und die Gruppe -NR1R2 eine durch C14-Alkyl mono- oder disubstituierte Aminogruppe darstellt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 14, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI4.3 oder Salze davon herstellt, worin die Gruppe -NR1R2 die Diäthylamino- oder Monoäthylaminogruppe, die Dimethylamino- oder Monomethylaminogruppe bedeutet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man das 9-(3 -Methylamino-1 -propenyl)-9,10-dihydro-9,10-äthano- anthracen oder ein Salz davon herstellt.
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