CH555877A - Verfahren zur herstellung von neuen monoazoverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen monoazoverbindungen.

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CH555877A CH1269172A CH1269172A CH555877A CH 555877 A CH555877 A CH 555877A CH 1269172 A CH1269172 A CH 1269172A CH 1269172 A CH1269172 A CH 1269172A CH 555877 A CH555877 A CH 555877A
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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbindungen, die für das Färben oder Bedrucken von Polyesterfasern brauchbar sind.



   Die meisten der kornblumenblauen Farbstoffe, die bisher technisch hergestellt wurden, gehören der Anthrachinonreihe an. Wirklich brauchbare kornblumenblaue Azofarbstoffe wurden noch nicht aufgefunden, weil die Azofarbstoffe eine schlechte Lichtechtheit hatten, nur schwer einen echten kornblumenblauen Farbton ergaben oder sich schwer in tiefen Farbtönen färben liessen. Die kornblumenblauen Anthrachinonfarbstoffe sind wegen ihrer Struktur nicht ätzbar. Daher bestand ein grosser Bedarf für kornblumenblaue Azofarbstoffe, die ätzbar sind und hervorragende Echtheitseigenschaften besitzen.



   Die folgenden Farbstoffe, die ähnlich sind wie die erfindungsgemäss erhältlichen, für Acetat- oder Polyesterfasermaterialien sind bekannt: 1) Französische Patentschrift Nr. 829 010
EMI1.1     
 2) Britische Patentschrift Nr.   1140    214
EMI1.2     
 3) Japanische Patentveröffentlichung Nr. 14 714/69
EMI1.3     
 4) Britische Patentschrift Nr.   1051264   
EMI1.4     

Alle diese bekannten Farbstoffe haben wesentliche Nachteile, obgleich manche von ihnen in der Praxis verwendet werden. Der bekannte Farbstoff A hat eine ausgezeichnete Sublimierechtheit und Pottingechtheit, aber seine Lichtechtheit ist ungenügend, und sein Farbton ist grünlichblau. Der bekannte Farbstoff B ergibt einen befriedigenden kornblumenblauen Farbton, hat aber eine schlechte Pottingechtheit.



  Der bekannte Farbstoff C hat eine ungenügende Lichtechtheit und Sublimierechtheit, und sein Farbton ist violett.



   Der bekannte Farbstoff D hat einen befriedigenden den Farbton und eine hervorragende Lichtechtheit, aber er hat eine bemerkenswert schlechte Sublimierechtheit, die für Dispersionsfarbstoffe für Polyesterfasermaterialien sehr wichtig ist Daher wurde er in der Praxis nicht verwendet.



   Ziel der Erfindung ist daher die Schaffung neuer wasserunlöslicher Monoazoverbindungen, die für das Färben oder Bedrucken von Polyesterfasermaterialien in königsblauen Farbtönen mit guten Echtheitseigenschaften brauchbar sind.



   Die Erfindung bezieht sich daher auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbindungen der Formel:
EMI1.5     
  worin X ein Chlor- oder Bromatom, R1 und R2, die gleich oder verschieden sein können, Methyl- oder Äthylgruppen   und    R3 eine Methyl- oder Äthylgruppe bedeuten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein 2-Cyano4-nitro-6chlor- oder -6-brom-anilin diazotiert und die resultierende Diazoniumverbindung dann mit einer Verbindung der Formel:
EMI2.1     
 kuppelt.



   Das Verfahren kann beispielsweise folgendermassen ausgeführt werden:
Das   2-Cyano-4-nitro-6-chlor-    oder -6-brom-anilin wird in bekannter Weise mit Nitrosylschwefelsäure, die durch Auflösen von Natriumnitrit in konzentrierter Schwefelsäure hergestellt wurde, bei einer Temperatur von -10   "C    bis Raumtemperatur diazotiert und die resultierende Diazoniumverbindung dann mit der Verbindung der Formel 11 in einer wässrigen sauren Lösung und/oder einem wässrigen organischen Lösungsmittel bei einer Temperatur von -10   "C    bis Raumtemperatur gekuppelt.



   Beispiele von Verbindungen der Formel II sind    m-N,N-Di4ss-methoxyäthylpaminoacetanilid, m-N,N-Di-(ss-ätho- xyäthylfaminoacetanilid, m-N,N-DiAss-methoxyäthyl)-amino-    propionylanilid,   m-N,N-DiAss-äthoxyäthyl)-aminopropionylani-    lid und   m{NAss-Methoxyäthyl)-N4ss-äthoxyäthylpamino}    acetanilid.



   Für das Verfahren gemäss der Erfindung verwendbare Säuren sind z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, Ameisensäure und dergleichen.



   Die organischen Lösungsmittel, die im Verfahren gemäss der Erfindung verwendet werden können, sind z. B. Alkohole, wie Methanol, Äthanol und dergleichen, Aceton, Dioxan, Dimethylformamid, Äthylenglycol und dergleichen. Die auf diese Weise erhaltenen vorliegenden Verbindungen der Formel I können für das Färben oder Bedrucken von Polyesterfasermaterialien in kornblumenblauen Farbtönen verwendet werden. Nicht nur ihre Lichtechtheit, sondern auch ihre Sublimierechtheit und ihre Pottingechtheit sind hervorragend. Ferner haben die vorliegenden Verbindungen der Formel I ein hervorragendes Färbevermögen, d. h. eine gute Farbausbeute, gute Aufzieheigenschaften und dergleichen.



  Um das Färbevermögen zu verbessern, kann ein Gemisch von 2 oder mehr der Verbindungen der Formel I verwendet werden.



   Beim Färben oder Bedrucken der hydrophoben Fasermaterialien werden die vorliegenden Verbindungen der Formel I mit einem.geeigneten Dispergiermittel in einem wässrigen Medium in Form von feinen Partikeln dispergiert. Der dispergierte Farbstoff kann in Form einer Paste verwendet werden oder in ein trockenes Pulver übergeführt werden, beispielsweise mittels des Sprühtrocknungsverfahrens. Die Fasermaterialien werden mit dem so erhaltenen Färbemittel vorzugsweise in wässrigem Medium bei einer Temperatur von mindestens 105   "C,    vorzugsweise 110 bis 140   "C,    unter erhöhtem Druck gefärbt.



   Die Fasermaterialien können aber auch mit dem Färbemittel in Gegenwart eines Carriers, wie o-Phenylphenol oder Trichlorbenzol, bei vergleichsweise hoher Temperatur gefärbt werden, beispielsweise beim Siedepunkt von Wasser.



  Die Fasermaterialien können auch mittels des Thermosolfärbeverfahrens gefärbt werden, bei dem die Textilien mit einer Farbstoffdispersion geklotzt werden und die trockene Wärmebehandlung bei 150 bis 230   "C    30 Sekunden bis 1 Minute lang ausgeführt wird. Zum Bedrucken wird die Farbstoffdispersion mit einer geeigneten Paste geknetet. Die Textilien werden mit der resultierenden Druckpaste bedruckt und dann gedämpft oder dem Thermosolverfahren unterworfen.



  Die Echtheitseigenschaften und Farbtöne der bekannten Farbstoffe A bis D und der vorliegenden Farbstoffe sind in der folgenden Tabelle angegeben:
Tabelle Farbstoff Struktur Farbstoffmenge, Lichtechtheit bezogen auf die    Faser ( /0)   
EMI2.2     


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Faser   (ovo)   
EMI3.1     


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<tb> Farbstoff <SEP> 3 <SEP> - <SEP> L <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> J'2 <SEP> 3,0 <SEP> 6-7
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<tb>  <SEP> Br <SEP> NHCOOH2CH)
<tb> 
Sublimierechtheit Pottingechtheit   Xmax    (in Farbton    Farbän- Abfärben Abfärben Farbän- Abfärben Abfärben Äthanol) auf Poly derung auf auf derung auf Sta- auf (mit) ester-   
Tetoron* Nylon pelfaser Wolle faser
5 3-4 5 5 4-5 4-5 610 Grünlich blau
5 5 5 5 4-5 2-3 582 Kornblumen blau
5 3  

   4-5 5 4-5 3-4 546 Violett
3-4 2 3 5 4-5 3-4 580 Kornblumen blau
5 4 5 5 4-5 4-5 573 Kornblumen blau
5 4 5 5 4-5 4-5 575 Kornblumen blau
5 4 5 5 4-5 4-5 581 Kornblumen blau
5 4 5 5 4-5 4-5 578 Kornblumen blau  * Tetoron ist eine Marke für eine Polyäthylenterephthalatfaser.



  Testverfahren für Pottingechtheit; Japanische Industrienorm L-0875 (1975); Stapelfaser und Wolle wurden als ungefärbte Gewebe verwendet; die Behandlung wurde bel 100  C 10 Minuten lang ausgeführt.



  Testverfahren für Lichtechtheit: Japanische Industrienorm L-0841 (1966) bei mittlerer Konzentration.



  Testverfahren für Sublimierechtheit: AATCC Test-Methode 117-1971, Farbechtheit bei Wärme: Trocken (177   +    2   "C).     



   Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung; Teile und Prozente sind auf das Gewicht bezogen, wenn nichts anderes bemerkt wird.



  Beispiel 1
Nitrosylschwefelsäure, die durch Auflösen von 1,45 Teilen Natriumnitrit in 25 Teilen konzentrierter Schwefelsäure hergestellt wurde, wurde bei 5   "C    mit 4,84 Teilen 2-Cyano4-ni tro-6-bromanilin versetzt, worauf das Gemisch 5 Stunden lang gerührt wurde. Die resultierende Diazoflüssigkeit wurde im Verlauf von 1 Stunde bei 0   "C    in eine Lösung getropft, die vorher durch Auflösen von 5,3 Teilen   m-N,N-DiAss-      methoxyäthyltamino-acetanilid    in 70 Teilen   500/obigem    wässrigem Methanol hergestellt wurde und durch Zugabe von Eis auf 0   "C    gehalten wurde. Darnach wurde das Gemisch 2 Stunden lang bei 10   "C    gerührt, wobei blaue Kristalle ausfielen, die abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet wurden.

  Der erhaltene Farbstoff hatte die Formel:
EMI4.1     
 und färbte Polyesterfasern kornblumenblau.



  Beispiel 2
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 wurden 4,84 Teile 2-Cyano4-nitro-6-bromanilin diazotiert. Die resultierende Diazoflüssigkeit wurde bei 0   "C    im Verlauf von 1 Stunde zu einer Lösung zugetropft, die vorher durch Auflösen von 5,9 Teilen   m-N,N-DiA-Äthoxyäthylfamino-acetanilid    in 70 Teilen   500/cigem    wässrigem Methanol hergestellt wurde und durch Zugabe von Eis auf 0   "C    gehalten wurde. Das Gemisch wurde 2 Stunden lang bei 10  C gerührt, wobei blaue Kristalle ausfielen, die abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet wurden. Der erhaltene Farbstoff entsprach der Formel:
EMI4.2     
 und färbte Polyesterfasern kornblumenblau.



  Beispiele 3 bis 8  Ähnlich wie in Beispiel 1 wurden die folgenden Farbstoffe erhalten, die sich für das Färben von Polyesterfasern eignen.  



     Nr. Diazokomponente Kupplungskomponente Formel des Farbstoffes Farbton auf Polyesterfasern   
EMI5.1     


<tb>  <SEP> OH2OH2OOH
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<tb>  <SEP> on <SEP> + <SEP> In <SEP> vO <SEP> N <SEP> oo
<tb>    Beispiel 9
Ein Gemisch aus 1 Teil der in Beispiel 3 erhaltenen Verbindung der Formel:

  :
EMI6.1     
 und 2 Teilen eines Kondensationsproduktes aus Naphthalin-2sulfonsäure und Formaldehyd wird in einem wässrigen Medium fein gemahlen, um eine Dispersion herzustellen, die getrocknet wird, wobei man ein Färbemittel erhält. 10 Teile Polyäthylenterephthalatgarn werden in eine Färbeflotte getaucht, die 0,1 Teil des Färbemittels enthält. Die Färbung wird unter erhöhtem Druck 60 Minuten lang bei 120 bis 130   "C    ausgeführt. Das gefärbte Garn wird bei 90   "C    geseift und getrocknet, wodurch es in einem leuchtenden kornblumenblauen Farbton mit ausgezeichneter Lichtechtheit, Pottingechtheit und Sublimierechtheit gefärbt wird.



  Beispiel 10
Ein Gemisch aus 1 Teil der in Beispiel 1 erhaltenen Verbindung der Formel:
EMI6.2     
 und 2 Teilen eines Kondensationsproduktes von Naphthalin-2sulfonsäure und Formaldehyd wird in einem wässrigen Medium fein gemahlen, um eine Dispersion herzustellen, die getrocknet wird, wobei man ein Färbemittel erhält. 10 Teile Polyäthylenterephthalatgewebe werden in eine Färbeflotte getaucht, die 0,1 Teil des Färbemittels und 1 Teil o-Phenylphenol enthält. Die Färbung wird 90 Minuten lang bei 98 bis 100   "C    ausgeführt. Das gefärbte Gewebe wird bei 90   "C    geseift und getrocknet, wodurch es in einem leuchtenden kornblumenblauen Farbton mit ausgezeichneter Lichtechtheit, Pottingechtheit und Sublimierechtheit gefärbt wird.



  Beispiel 11
Unter Verwendung der in Beispiel 2 erhaltenen Verbindung der Formel:
EMI6.3     
 werden Polyesterfasern in der gleichen Weise wie in den Beispielen 9 und 10 in einem leuchtenden kornblumenblauen Farbton mit hervorragenden Echtheitseigenschaften gefärbt.

 

   Ferner wird eine dispergierte Paste der obigen Verbindung mit Natriumalginat und Wasser geknetet. Ein Polyestergewebe wird mit der so erhaltenen Druckpaste bedruckt, getrocknet, 60 Minuten lang bei 108 bis 115   "C    gedämpft und dann bei 90   "C    geseift. Auf diese Weise wird die Polyesterfaser in einem leuchtenden kornblumenblauen Farbton mit hervorragenden Echtheitseigenschaften bedruckt.



  Beispiel 12
Unter Verwendung der in Beispiel 6 erhaltenen Verbindung der Formel:
EMI6.4     
 werden Polyesterfasern in gleicher Weise wie in den Beispielen 9 bis 11 in einem leuchtenden kornblumenblauen Farbton mit hervorragenden Echtheitseigenschaften gefärbt. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Monoazoverbindungen der Formel: EMI6.5 worin X ein Chlor- oder Bromatom, R1 und R2, die gleich oder verschieden sein können, Methyl- oder Äthylgruppen und R3 eine Methyl- oder Äthylgruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-Cyano4-nitro-6-chlor- oder -6-brom-anilin diazotiert und die resultierende Diazoniumverbindung dann mit einer Verbindung der Formel: EMI6.6 Kuppelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel: EMI6.7 herstellt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel: EMI6.8 herstellt 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel: EMI7.1 herstellt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel: EMI7.2 herstellt
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