Die Erfindung betrifft eine chirurgische Vorrichtung mit Mitteln zur Umstülpung von Hohlorganen, welche Mittel eine Hülse aufweisen, um das Ende eines umzustülpenden Hohlorgans in dieselbe einführen zu können, insbesondere zur Verklammerung von Blutgefässen.
Bisher erfolgte das Umstülpen von Hohlorganen, z. B.
bei einer Nahtverbindung an Blutgefässen, deren Enden aneinander anstossen, manuell mittels einer Hülse, in welche das umzustülpende Ende des Hohlorgans eingeführt und dann der gesamte Umstülpvorgang wie bei einem Dorn durchgeführt wird.
Die für die Umstülpung vorgesehene Hülse ist dabei derart ausgebildet, dass sie im Innern das Ende des umzustülpenden Hohlorgans leicht aufzunehmen vermag. Die Hülse ist in einer durch ihre Längsachse verlaufenden Ebene geteilt und setzt sich aus zwei Hülsenhälften zusammen.
Eine derartige Hülse, die verschiedenartig ausgeführt werden kann und für alle Umstülpvorgänge geeignet ist, stellt eine bekannte Vorrichtung zur Umstülpung eines Hohlorgans dar. Von allen Bauformen der Hülsen, die für die Umstülpung dienen und somit bekannte Vorrichtungen zur Umstülpung von Hohlorganen darstellen, bewährte sich die oben beschriebene geteilte Hülse aus zwei Hälften am besten.
Der Umstülpvorgang spielt sich, z. B. beim Zusammennähen von aneinander anstossenden Enden von Blutgefässen unter Verwendung der bekannten Vorrichtung wie folgt ab.
Die Hülsenhälften werden getrennt, das Blutgefässende zwischen ihnen angeordnet.
Danach wird die Hülse zusammengebaut, indem ihre beiden Hälften miteinander verbunden werden. Hierbei wird das Blutgefäss innerhalb der Hülse derart eingespannt, dass sein umzustülpendes Ende aus der Hülse hervortritt. Im weiteren erfolgt eine manuelle Umstülpung dieses Blutgefässendes unter Verwendung von Pinzetten, indem seine Intima nach aussen gestülpt und dann das Blutgefässende auf die angegebene Hülse aufgezogen wird.
Am Ende wird das in dieser Weise umgestülpte Blutgefässende an der Hülse fixiert, indem es an seinem Rand mit einer Ligatur abgebunden oder durch eine Manschettenklemmvorrichtung gespannt wird.
Hierbei ist es offenbar, dass bei der Umstülpung der Blutgefässe zur Hemmung der Blutung an diesen Blutgefässen blutstillende Klemmen am Anfang angelegt werden müssen.
Ferner ist ein Gerät zur Umklammerung von Blutgefässen bekannt, welches eine Vorrichtung zu deren Umstülpung enthält, die als eine geteilte, aus zwei Hälften bestehende, für jedes Blutgefässende vorgesehene Hülsen ausgeführt ist (Urheberschein der UdSSR, Nr. 127 361, Kl. 30a, 806, vom 9. Oktober 1958). Die Umstülpung der Blutgefässe, die dem Vernähen dieser Gefässe vorangeht, wird in der oben geschilderten Reihenfolge vorgenommen.
Die oben beschriebene, bekannte Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen hat eine Reihe von ernsteren Nachteilen, die den Einsatz der Vorrichtung bei der Umstülpung von Hohlorganen, insbesondere von Blutgefässen, begrenzen.
Einer von diesen Nachteilen liegt in einem hohen Arbeitsaufwand, der bei der Umstülpung von Hohlorganen und vornehmlich Blutgefässen aufgebracht werden muss. Der Umstülpvorgang ist ausserdem zeitraubend und anstrengend für den die Operation durchführenden Chirurgen, was insbesondere bei der Umstülpung von kleinen Blutgefässen der Fall ist.
Ein anderer Nachteil liegt darin, dass die Vorrichtung keine Umstülpung und damit keinen Nahtverschluss von stark verkalkten Gefässen gestattet.
Offensichtlich sind die besprochenen Nachteile des oben beschriebenen Gerätes zur Klammerung von Blutgefässen auch bei einer Vorrichtung zur Umstülpung der Blutgefässe vorhanden, die als geteilte, aus zwei Hälften bestehende Hülsen ausgeführt ist.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer einfachen und sicheren Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen, einschliesslich beliebig, auch stark verkalkter Blutgefässe, die keinen hohen Zeitaufwand und keine grosse Anstrengung des die Operation durchführenden Chirurgen erfordert.
Ferner sollte eine solche Vorrichtung entweder als ein einzelner Block bzw. Umstülpblock, der ein Bestandteil des angegebenen Gerätes zum Nahtverschluss von Hohlorganen darstellt oder als eine mit anderen Baugruppen dieses Gerätes kinematisch gekoppelte Baugruppe ausführbar sein, die eine gewünschte Reihenfolge von Arbeitsgängen des Nahtverschlusses im Verlaufe des operativen Eingriffes gewährleistet.
Zudem sollte eine möglichst weitgehende Mechanisierung des gesamten Umstülpvorganges und ein leichter Einbau der Vorrichtung in Geräten zum Nahtverschluss von Hohlorganen zur Verklammerung von Blutgefässen möglich sein.
Die erfindungsgemässe chirurgische Vorrichtung mit Mitteln zur Umstülpung von Hohlorganen der eingangs genannten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse mit Stacheln versehen ist, die zur Befestigung des Randes des Hohlorgans dienen und die sich auf einem Tragteil befinden, der sich über den Umfang der Hülse erstreckt, wobei der Tragteil längs der Hülse verschiebbar ist.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine bekannte Hülse, die als Dorn für die Umstülpung des Endes eines Hohlorgans dient,
Fig. 2 einen Längsschnitt wie in Fig. 1, wobei das Ende eines umzustülpenden Hohlorgans in die Hülse eingeführt ist,
Fig. 3 einen Längsschnitt wie in Fig. 2, wobei das Ende des Hohlorgans umgestülpt ist,
Fig. 4 einen Längsschnitt wie in Fig. 3, wobei auf das eine umgestülpte Ende des Hohlorgans das andere Ende aufgezogen ist und zum Zusammennähen bereit ist,
Fig. 5 eine schrägbildliche Seitenansicht einer bekannten Hülse mit einem Längs ausschnitt,
Fig. 6 eine schrägbildliche Seitenansicht einer bekannten, geteilten Hülse aus zwei mittels eines Scharniers verbundenen Hälften in auseinandergerückter Stellung,
Fig.
7 eine Seitenansicht der Ausführung nach Fig. 6, jedoch in geschlossener Stellung,
Fig. 8 eine schrägbildliche Seitenansicht einer bekannten Hülse. mit zwei mechanisch nicht miteinander verbundenen Hälften,
Fig. 9 eine Seitenansicht, ähnlich Fig. 8, jedoch mit zusammengeführten Hälften,
Fig. 10 eine Draufsicht eines scherenförmigen Instrumentes, mit am Arbeitsende angebrachten Hälften nach Fig. 8,
Fig. 11 eine Draufsicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen mit einer in der Längsrichtung geschlitzten Hülse,
Fig. 12 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen mit einer in zwei Hülsenhälften geteilten Hülse,
Fig. 13 eine Seitenansicht der Ausführung nach Fig. 12 mit an der einen Scherenhälfte befindlichen Elementen,
Fig. 14 eine Seitenansicht, ähnlich Fig.
13, mit den zu verschliessenden Enden eines Hohlorgans vor deren Umstülpung,
Fig. 15 eine Seitenansicht, ähnlich Fig. 14, jedoch am Ende der Umstülpung,
Fig. 16 eine Draufsicht eines Teils einer Vorrichtung nach der Erfindung zur Umstülpung von Hohlorganen, bei welcher Ausführung die Stacheln mit ihrem Tragteil starr verbunden sind,
Fig. 17 einen schematischen Längsschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 16,
Fig. 18 eine Variante zu Fig. 16, bei welcher die Stacheln bezüglich ihres Tragteiles federbelastet sind,
Fig. 19 einen schematischen Längsschnitt durch die Ausführung nach Fig. 18,
Fig. 20 eine weitere Variante zu Fig. 16, bei welcher die Stacheln umklappbar ausgeführt sind,
Fig. 21 einen schematischen Längsschnitt durch die Ausführung nach Fig. 20,
Fig. 22 eine noch weitere Variante zu Fig. 16, bei welcher die Stacheln umklappbar ausgebildet sind,
Fig.
23 einen schematischen Längsschnitt durch die Ausführung nach Fig. 22,
Fig. 24 eine Seitenansicht des Stachels der Ausführung nach Fig. 23,
Fig. 25 eine schrägbildliche Darstellung einer Hülse einer Vorrichtung zur Umstülpung von Blutgefässen, die mit einer blutstillenden Klemme versehen ist,
Fig. 26 eine Draufsicht der Ausführung nach Fig. 25, mit einem Blutgefäss mit kleinem Durchmesser,
Fig. 27 wie Fig. 26, jedoch mit einem Blutgefäss mit grossem Durchmesser,
Fig. 28 ein Instrument zum Verschliessen von Blutgefässen mittels einer Naht;
mit einer Vorrichtung zur Umstülpung von Blutgefässen,
Fig. 29 eine Draufsicht der Ausführung nach Fig. 28,
Fig. 30 einen Schnitt durch ein Instrument zum Verschliessen von Blutgefässen, durch Nähen mit einer Vorrichtung zur Umstülpung von Blutgefässen, und
Fig. 31 einen Schnitt durch ein Instrument zum Verschliessen von Blutgefässen durch Nähen mit einer Vorrichtung zur Umstülpung von Blutgefässen, in der Richtung des Pfeiles A in Fig. 24.
Wenn bei Gefässchirurgie Hohlorgane zusammengenäht werden müssen, stellt die Umstülpung dieser Organe, also das Wenden der Innenschicht bzw. der Intima der Blutgefässe nach aussen, ein besonders wichtiger Vorgang dar.
Die Umstülpung eines Hohlorgans erfolgte dabei bisher auf einer Hülse 1 (Fig. 1), die als dünnwandiger Hohlzylinder mit einem inneren Durchmesser ausgeführt ist, der annähernd demjenigen des umzustülpenden Hohlorgans entspricht, wobei diese Hülse 1 als Dorn dient, auf welchem der ganze Umstülpvorgang vor sich geht.
Hierbei wird das Ende 2 (Fig. 2) eines umzustülpenden Hohlorgans in die Hülse 1 so eingeführt, dass es aus der genannten Hülse 1 um 5 bis 6 mm herausragt.
Anschliessend wird das Ende des Hohlorgans umgestülpt und (Fig. 3) auf die Hülse 1 mit der nach aussen gestülpten Innenschicht aufgezogen, wonach das Ende in beliebiger, herkömmlicher Art auf der Hülse, z. B. mit einer Ligatur befestigt wird und somit der Umstülpvorgang beendet ist.
Der weitere Vorgang ist vom Nähverfahren abhängig.
Gemäss einem dieser Verfahren werden die beiden Enden des Hohlorgans durch das Anbringen einer kreisförmigen Klammernaht an der Knickstelle der umgestülpten Enden des Hohlorgans vereinigt. Hierbei werden die beiden Enden des Hohlorgans an der Verklammerungsstelle durchlöchert, und die Ränder umgebogen. Das zweite Ende des Hohlorgans wird, wie oben erläutert, auf der zweiten Hülse umgestülpt.
In dieser Weise vollzieht sich die Umstülpung von Hohlor ganen bei allen bekannten Instrumenten einschliesslich desjenigen zum Vernähen von Gefässen sowie des oben beschriebenen Instrumentes zum Verschliessen von Blutgefässen mittels einer Naht nach dem UdSSR-Urheberschein Nr. 127 361.
In einem anderen Fall wird das Ende 3 (Fig. 4) eines Hohlorgans über die Hülse 1 mit dem darauf befindlichen umgestülpten Ende 2 des Hohlorgans gezogen und befestigt.
Wie bereits erwähnt, ergibt sich bei der Umstülpung von Hohlorganen und insbesondere von kleinen Gefässen unter Verwendung solcher besonders einfachen Vorrichtung mit einer Hülse, eine Reihe von Schwierigkeiten, da diese Umstülpung zeitraubend und für den Chirurgen sehr anstrengend ist.
Infolgedessen haben diejenigen Fachleute, welche sich mit der Entwicklung der chirurgischen Instrumente befassen, den Wunsch nach einer vollkommenen Bauform der Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen geäussert. Dabei wurde in erster Linie an eine Veränderung der Bauform der Hülse gedacht.
Falls die Hülse (Fig. 5) mit einem Längsschlitz 4 versehen ist, wird die Einführung des Endes eines umzustülpenden Hohlorgans vereinfacht und, was besonders wichtig ist, kann das vernähte Ende entfernt, ohne längs der Hülse gezogen zu werden.
Die Hülse (Fig. 6, 7) ist geteilt und setzt sich aus zwei mittels eines Gelenkes 7 miteinander verbundenen Hülsenhälften 5 und 6 zusammen. Wenn die Hülsenhälften 5 und 6 auseinandergerückt sind, kann das Ende des umzustülpenden Hohlorgans in die Hülse eingeführt und nach dem Zusammenführen der Hülsenhälften auf der Hülse sicher festgemacht werden. Es steht fest, dass eine solche Hülse bei der Umstülpung eines Hohlorgans besser und handlicher ist als die oben beschriebene volle und geschlitzte Hülse.
Jedoch hat sich diejenige Hülse durchgesetzt, welche aus zwei gänzlich getrennten Hälften besteht und kein Scharnier aufweist.
Dabei kann die aus zwei Hälften bestehende Hülse entweder über eine durch die Längsachse der Hülse verlaufende oder eine von der Längsachse der Hülse versetzte Ebene geteilt werden.
Im ersten Fall sind die gleichen Querabmessungen der Hülsenhälften feststellbar, während sich im zweiten Fall eine grössere und eine kleinere Hülse bilden.
Weil die Hülsenhäften 8 und 9 nicht mit einem sie verbindenden Scharnier versehen sind, ist ihre Handhabung während der Umstülpung eines Hohlorgans erschwert. Diese Hülsenhälften können deswegen z. B. an den beiden Arbeitsenden eines scherenförmigen Instruments 10 und 11 (Fig. 10) befestigt werden.
Wenn die Arbeitsenden 10 und 11 auseinandergerückt werden, gehen die Hülsenhälften 8 und 9 auseinander, so dass das Ende eines umzustülpenden Hohlorgans zwischen die Hülsenhälften 8 und 9 eingelegt werden kann.
Diese beschriebenen Lösungen, die auf eine Vervollkommnung der Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen durch kleinere Verbesserungen abzielen, erreichen aber ihr Hauptziel nicht, das in einer beachtlichen Erleichterung der Umstülpung bei der Durchführung einer Operation besteht. Nur mit der Lösung gemäss der Erfindung auf der Grundlage einer Vollmechanisierung der Umstülpung von Hohlorganen wird das gesetzte Ziel erreicht.
Gemäss einer Ausführung der Erfindung weist die Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen eine Hülse 12 (Fig. 11) mit einem Längsschlitz; Stacheln 13; einen Tragteil 14 für die Stacheln 13 auf, der die Hülse 12 umfasst und mit einem Längsschlitz ausgestattet ist, dessen Breite derjenigen des Längsschlitzes der Hülse 12 entspricht.
Der Tragteil der Stacheln 13 ist auf der Hülse 12 derart angeordnet, dass sein Längsschnitt dem entsprechenden Längsschnitt der Hülse 12 gegenüberliegt. Damit eine Drehung des Tragteiles 14 um die Hülse 12 vermieden wird und dieser Tragteil 14 lediglich der Hülse 12 entlang wandern kann, ist sie mit Längsnuten 15 ausgestattet. Der Tragteil 14 ist mit einer Sicherungsschraube versehen, damit er in der oberen und der unteren Endstellung fixierbar ist.
Auch deshalb, weil das Ende der Sicherungsschrauben 16 in die genannte Längsnute hineinreicht, wird die Drehbewegung des Tragteiles 14 um die Hülse 12 verhindert.
Der Umstülpvorgang läuft bei dieser Vorrichtung wie folgt ab.
Das Ende eines umzustülpenden Hohlorgans wird durch den Längsschlitz in die Hülse 12 eingeführt und man lässt den Tragteil 14 mit den Stacheln 13 in die obere Endstellung wandern, wo er mittels der Sicherungsschrauben 16 befestigt wird.
Mittels einer Pinzette wird das Ende des Hohlorgans an seinem Rand auf die Stacheln 13 aufgesetzt. Nachdem die Sicherungsschraube 16 gelöst ist, wird der Tragteil 14 mit den Stacheln 13 in die untere Endstellung versetzt. Hierbei wird das Ende des Hohlorgans umgestülpt.
Mit der Sicherungsschraube 16 wird nun der Tragteil 14 mit den Stacheln 13 in der unteren Endstellung fixiert.
Hierbei wird auch das umgestülpte Ende des Hohlorgans auf der Hülse sicher angeordnet, damit der weitere Verlauf der Operation möglich ist.
Gemäss einer weiteren Ausführung schliesst die Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen ein scherenförmiges Instrument ein, dessen zwei Glieder 17 und 18 (Fig. 12, 13) mittels einer Achse 19 miteinander verbunden sind, eine Hülse 20 ein, die sich aus einer grösseren Hülsenhälfte 20, welche an dem Arbeitsende der Branche 17 befestigt ist, und einer kleineren Hülsenhälfte 20 zusammensetzt, welche an dem Arbeitsende des Gliedes 18 befestigt ist. Ferner sind Stacheln 21 und 12', ein Tragteil für die Stacheln 21 und 21', der aus zwei Halbringen 22 besteht, Hülsenhälften 20' mit den darauf befestigten Stacheln 21 und 22', sowie Hülsenhälften 20" mit dem Stachel 21' vorhanden.
Zudem ist ein Handantrieb in Form eines zweiarmigen Hebels 23, der mittels einer als Stützpunkt dienenden Achse 24 am Arbeitsende der Branche 17 festgemacht ist, sowie in Form eines zweiarmigen Hebels 23' vorgesehen, der mittels einer als Stützpunkt dienenden Achse 24' am Arbeitsende des Gliedes 18 befestigt ist. Ein Arm des zweiarmigen Hebels 23 ist mittels eines Gelenkes 25 mit dem Halbring 22 verbunden, während der gleiche Arm des zweiarmigen Hebels 23' mit Hilfe eines nicht dargestellten Gelenkes mit dem Halbring 22' bewegbar gekuppelt ist.
Die anderen Arme der zweiarmigen Hebel 23 und 23' weisen an ihren freien Enden obere 26, 26' und untere Tasten 27, 27' ausgestaltete, vergrösserte Oberflächen auf.
Die untern Tasten 27 und 27' werden in Fig. 12 von den oberen Tasten 26 und 26' gedeckt, so dass die entsprechenden Umrisse gestrichelt sind.
Die Hohlorgane werden mittels der beschriebenen Vorrichtung folgendermassen umgestülpt. Durch den Druck auf die oberen Tasten 26 und 26' wird eine Drehbewegung der Hebel 23 und 23' im Uhrzeigersinn veranlasst. Infolgedessen wandert der Halbring 22 mit den Stacheln 21 und der Halbring 22' mit den Stacheln 21' in die obere Endstellung, wobei die Stacheln 21 und 21' über die Hülse 20 angeordnet werden. Beim Bewegen der Glieder 17 und 18 rücken auch die daran befestigten Hülsenhälften 20' und 20" auseinander. Eines der Enden 28' (Fig. 14) des Hohlorgans 28 wird zwischen den Hülsenhälften 20' und 20" derart angeordnet, dass es daraus hervorsteht.
Nun werden die Glieder 17 und 18 zusammengeführt, wodurch die an diesen Gliedern befestigten Hülsenhälften 20' und 20" zusammengehen und das Ende 28' des Hohlorgans klemmen. Mit Hilfe einer Pinzette werden zunächst das Ende 28' und dann das zweite Ende 28" des Hohlorgans auf die Stacheln 21 und 21' (Fig. 12, 13) aufgespiesst.
Durch einen gleichzeitigen Druck auf die unteren Tasten 27 und 27' lässt man die Hebel 23 und 23' gegen den Uhrzeigersinn schwenken.
Dadurch bewegen sich der Halbring mit den Stacheln 21 und der Halbring 22' mit dem Stachel 21' in die untere Endstellung.
Hierbei wird eines der Enden 28' (Fig. 16) des Hohlorgans 28 umgestülpt und das andere Ende 28" des Hohlorgans 28 auf das umgestülpte Ende 28' aufgezogen.
Die Ränder der Enden 28' und 28" des Hohlorgans werden mittels der Stacheln 21 und 21' auf der Hülse 20 sicher festgehalten.
Anschliessend kann ein anderer chirurgischer Eingriff vorgenommen werden, indem z. B. die Enden 28' und 28" des Hohlorgans 28 mittels einer kreisförmigen Naht an den vereinigten Rändern der erwähnten Enden 28' und 28:' verbunden werden.
Nach dem Nähvorgang werden die Hebel 23 und 23' durch den Druck auf die oberen Tasten 26 und 26' im Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch nehmen der Halbring 22 mit den Stacheln 21 und der Halbring 22' mit dem Stachel 21' die obere Endstellung ein. Die Stacheln 21 und 21' mit den darauf aufgespiessten Rändern der zusammengenähten Enden 28' und 28" befinden sich nun unter der Hülse 20.
Dann hebt man mit einer Pinzette das Hohlorgan 28 von den Stacheln 21 und 21' ab, lässt ferner die Branchen 17 und 18 auseinandergehen und entfernt dann das Hohlorgan 28 aus der Hülse 20.
Bei der Beschreibung dieser Ausführung wurden diejenigen Fragen nicht hinreichend ausführlich erläutert, welche sich auf die Ausgestaltung der Stacheln beziehen, von welchen die Vollkommenheit der gesamten Vorrichtung abhängig ist.
Die Stacheln können auf ihrem Tragteil derart angebracht werden, dass sie entweder starr, federbelastet oder umklappbar mit ihm verbunden sind.
Nachstehend werden diese Arten von Stacheln beschrie ben, die auf einem Tragteil aus zwei Halbringen beruhen, welche die entsprechenden Hülsenhälften, d. h. eine grössere und eine kleinere, ein schliessen.
Bei einer Ausführung. deren Stacheln mit ihrem Tragteil starr verbunden sind, bestehen die Stacheln 29 (Fig. 16, 17) aus einem Stück mit dem Halbring 30' des Tragteiles 30 und der Stachel 29' aus einem Stück mit dem Halbring 30" des gleichen Tragteiles.
Hierbei sind die Stacheln 29 und 29' über den Kreis angeordnet, dessen Durchmesser dem Aussendurchmesser einer aus zwei Hälften 31' und 31" bestehenden Hülse 31 entspricht. Der Abstand L zwischen den diametral entgegengesetzten Stacheln 29 ist gleich dem Aussendurchmesser der Hülse 31 und bleibt während der Umstülpung konstant.
Diejenige Ausführung, bei welcher die Stacheln starr am Tragteil befestigt sind, zeichnet sich durch einfache Herstellung und hohe Betriebssicherheit aus. Jedoch treten bei der Umstülpung von Hohlorganen, vorzugsweise von kleinen Gefässen, manche Schwierigkeiten in bezug auf das Aufspiessen auf die Stacheln auf.
Gemäss der Ausführung mit den bezüglich ihres Tragteiles federbelasteten Stacheln ist jeder Stachel 32, 32' (Fig. 18, 19) aus Federstahl gefertigt, der zusammen mit einem ihn anliegenden blattförmigen und federnden Stahlblatt 33 mit dem Tragteil 34 durch eine Schraube verbunden ist. Der Tragteil 34 ist als zwei Halbringe ausgeführt, von welchen der eine' 34' mit den Stacheln 32 eine Hülsenhälfte 36' und der andere 34" mit den Stacheln 32' die andere Hülsenhälfte 36" umgreift.
Vor dem Umstülpvorgang, wenn sich die Stacheln 32 und 32' über der Hülse befinden und sich gegen deren Rand stützen, sind sie über den Kreis angeordnet, dessen Durchmesser mit dem Innendurchmesser der Hülse übereinstimmt.
Der Abstand 1 zwischen den diametral entgegengesetzten Stacheln 32, 32' ist gleich dem Innendurchmesser der Hülse 36. Dadurch wird das Aufspiessen des Endes eines umzustülpenden Hohlorgans auf die Stacheln 32 und 32' erleichtert.
Bei der Umstülpung, wenn die Stacheln 32, 32' zusammen mit dem Tragteil 34 nach unten versetzt werden, gehen sie auseinander und werden schliesslich über den Kreis angeordnet, dessen Durchmesser mit dem Aussendurchmesser der Hülse 36 übereinstimmt. Auf diese Weise erfolgt eine zuverlässige Fixierung der auf die Stacheln 32, 32' aufgespiessten Enden eines Hohlorgans.
Gemäss einer Ausführung zur Umstülpung von Hohlorganen mit umklappbaren Stacheln der einfachsten Bauart (Fig. 20, 21) sind die umklappbaren Stacheln 37, 37' mit ihrem Tragteil mittels Gelenken 59 befestigt.
Hierbei ist der Tragteil als zwei Halbringe ausgebildet, von welchen der eine 38' mit den Stacheln 37, die eine Hülsenhälfte 40' und der andere 38" mit den Stacheln 37', die andere Hülsenhälfte 40" umfasst.
Vor dem Umstülpvorgang springen die umklappbaren Stacheln 37, 37' über die Hülse vor.
Beim Aufspiessen des Endes eines umzustülpenden Hohlorgans auf die Stacheln 37, 37' werden diese möglichst weit zur Mitte gebracht, und somit die Operation vereinfacht und beschleunigt. Zudem wird, was besonders wichtig ist, die Möglichkeit einer Verletzung der Wandung des entsprechenden Hohlorgans vermindert.
Wenn bei der Umstülpung die Stacheln 37, 37' nach unten wandern, gehen sie auseinander und werden schliesslich über den Kreis angeordnet, dessen Durchmesser dem Aussendurchmesser der Hülse 40 entspricht. Dadurch erzielt man eine sichere Fixierung der auf die Stacheln 37, 37' aufgespiessten Enden des Hohlorgans.
Eine Verbesserung der letzteren Ausführung mit den umklappbaren Stacheln stellt eine Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen dar, die eine in zwei Hülsenhälften 41', 41" geteilte Hülsen 41 (Fig. 22-24) enthält. Jede Hülsenhälfte 41' und 41" besitzt jeweils einen oberen auswechselbaren Teil 42', 42" und einen unteren Grundteil 43, 43'. Die umklappbaren Stacheln 44, 44" sind mittels Gelenke 45 auf dem Tragteil 46 verschiebbar angeordnet.
Dabei ist der Tragteil 46 als zwei Halbringe ausgestaltet, von welchen der eine 46' mit den Stacheln 44 den einen unteren Grundteil 43' der Hülsenhälfte 41' und der andere 46" mit den Stacheln 44' den anderen unteren Grundteil 43" der Hülsenhälfte 41" umgreift.
Jeder Stachel 44, 44' ist als S4örmiger Zweiarmhebel ausgebildet, dessen Stützpunkt das Gelenk 45 ist, das zur beweglichen Befestigung des angegebenen Stachels auf dem Tragteil 46 dient.
Der kleinere Arm des genannten S-Zweiarmhebels wird von einem keilförmigen Ansatz 47 gebildet, der dicht am Gelenk 45 angeordnet ist und mit seinem sich verjüngenden Teil der Hülse 41 zugewandt ist. Der andere grössere Arm des Zweiarmhebels befindet sich oberhalb des Gelenkes 45 und endet wie sämtliche oben beschriebene Stacheln in einer Spitze, auf die das Ende eines umzustülpenden Hohlorgans bei dessen Befestigung auf den Stacheln 44, 44' aufgestochen wird. Der keilförmige Ansatz 47 jedes Stachels 44, 44' trägt zu einer derartigen Einwirkung auf den auswechselbaren Teil 42' und 42" der jeweiligen Hülsenhälfte 41', 41" bei, dass sich die Stacheln 44, 44' bei der Bewegung in die Ausgangslage, d. h. in die obere Endstellung, nähern.
Die in Fig. 22-24 wiedergegebene Vorrichtung arbeitet wie folgt. Zunächst werden die auswechselbaren Teile 42' und 42" der Hülsenhälfte 41', 41" montiert. Diese Teile 42', 42" wählt man so, dass deren Durchmesser mit demjenigen des umzustülpenden Hohlorgans übereinstimmt. Anschliessend bewegt man den Tragteil 46 mit den Stacheln 44, 44' in die obere Ausgangsstellung.
Hierbei erfolgt eine gegenseitige Annäherung der Stacheln 44 und 44'. Dies ist einer Einwirkung der Stacheln 44, 44' auf die auswechselbaren Teile 42', 42" der Hülsenhälften 41', 41" zu verdanken, wodurch der Abstand 1 zwischen den gegenüberliegenden Stacheln 44 gleich dem Innendurchmesser des auswechselbaren Teiles 42' der Hülsenhälfte 41' wird.
Die erwähnte Einwirkung der Stacheln 44, 44' auf die auswechselbaren Teile 42' und 42" der entsprechenden Hülsenhälften 41', 41" vollzieht sich in folgender Reihenfolge.
Wenn sich der Tragteil 46 in der unteren Stellung befindet, können die Stacheln 44, 44' eine beliebige Stellung einnehmen, wobei normalerweise sie völlig umklappbar sind, d. h. dass sie auf einem grösstmöglichen Abstand auseinandergerückt sind. Sobald sich der die Stacheln 44, 44' tragende Tragteil 46 seiner oberen Endstellung nähert, stemmen sich die keilförmigen Ansätze 47 der Stacheln 44, 44' gegen die Stirnflächen 48 der auswechselbaren Teile 42' und 42" der Hülsenhälften 41', 41" und beginnen sich in den Gelenken 45 umzudrehen, indem sie sich nähern.
Dabei ist jeweils die Stirnfläche 48 des auswechselbaren Teiles derart abgeschrägt, dass, nach dem Einbau der auswechselbaren Teile 42', 42" in der Vorrichtung, die Stacheln 44, 44' in ihrer oberen Stellung so angeordnet sind, dass der Abstand zwischen den diametral entgegengesetzten Stacheln 44, 44' gleich gross wird wie der Innendurchmesser des auswechselbaren Teiles 42' der Hülsenhälfte 41'.
Die Ausführung nach der Fig. 22-24 zeichnet sich nebst eines einfachen Aufbaus durch hohe Sicherheit und gute Handlichkeit aus, und sie kann wegen der auswechselbaren Teile für die Hülsen zur Umstülpung von verschiedenen Hohlorganen, insbesondere Gefässen verschiedener Durchmesser, eingesetzt werden. Bei dieser Ausführung ist praktisch der gesamte Umstülpvorgang mechanisiert, wodurch der Umstülpvorgang und die damit verbundene chirurgische Operation, z. B. die Verklammerung der Gefässe, wesentlich vereinfacht wird und somit weniger anstrengend ist.
Bisher waren beträchtliche Schwierigkeiten mit der Umstülpung von kleinen Blutgefässen verbunden, wobei ein mindestens 20 mm langes Ende des Gefässes erforderlich ist, damit eine bluthemmende Manschettenklemme eingesetzt oder die Ader mit einer Ligatur abgebunden werden konnte.
Aus diesem Grunde wird die Vorrichtung mit einer bluthemmenden Klemme versehen, welche innerhalb der Hülse an ihrem Fuss eingebaut ist.
In Fig. 25 ist eine besondere Bauart der bluthemmenden Klemme in Form einer Spiralblattfeder 29 abgebildet, die am Fuss 50 einer Hülsenhälfte 51 angeordnet ist. Hierbei ist das Aussenende 52 der Spiralblattfeder 49 starr, z. B. durch Schweissen an der Schweissstelle 53, an der kleineren Hülsenhälfte 51 befestigt, während das Innenende der Spiralblattfeder 49 frei bleibt.
Ein umzustülpendes Blutgefäss ist zwischen der grösseren 55 und der kleineren Hülsenhälfte 51 angeordnet. Beim Zusammenführen der beiden Hülsenhälften wird das Blutgefäss durch die Oberfläche 56 der Spiralblattfeder 49 gegen die Innenfläche 57 der grösseren Hülsenhälfte 55 angedrückt.
Ein derartiger Aufbau der bluthemmenden Klemme sowie das Anordnen derselben innerhalb der Hülse der Vorrichtung machen es bei der Durchführung eines chirurgischen Eingriffes möglich, mit kurzen, z. B. 4-5 mm langen, Gefässenden auszukommen.
Die bluthemmende Klemme weist dabei eine hohe Elastizität auf und stillt eine Blutung zuverlässig und unabhängig vom Durchmesser eines Blutgefässes, ohne dass die Wandung des zwischen den Hülsenhälften 51 und 55 befindlichen Blutgefässes verletzt wird.
Falls das Blutgefäss 58 (Fig. 26) einen geringen Durchmesser hat, wird die Spiralblattfeder 49 bei der Vereinigung der Hülsenhälften 51 und 55 einer relativ kleinen Verformung ausgesetzt, so dass sie nur mit einer mittelgrossen Kraft auf das Blattgefäss 58 einwirkt. Diese Kraft reicht dabei vollkommen aus, um die Blutung zu stillen.
Die Glieder 61 und 62 sind mit einem Schloss 66 versehen, welches sie nach dem Zusammenführen, wie in der Zeichnung dargestellt, arretiert, damit sie nicht selbsttätig auseinandergehen können.
Das Glied 61 hat einen Arbeitsteil 67 und einen Handgriff 68 und das Glied 62 einen Arbeitsteil 69 und einen Handgriff 70. Die Handgriff 68 und 71 der genannten Branchen sind ringförmig ausgebildet.
An den Enden der Arbeitsteile der Vorrichtung 64 zur Umstülpung von Blutgefässen befinden sich eine kleinere Hülsenhälfte 71, eine grössere Hülsenhälfte 72, eine bluthemmende Klemme 75, ein Halbring 74 mit einem Halbring 76 mit Stacheln 77 sowie kleinere Hebel 78 und 79 angeord
Wenn dagegen das Blutgefäss 59 (Fig. 27) einen grossen Durchmesser aufweist, erfährt die Spiralblattfeder 45 bei der Vereinigung der Hülsenhälften 51 und 55 eine verhältnismässig grosse Deformation, wodurch sie auf das Blutgefäss 59 mit einer relativ grossen Kraft einwirkt und die Blutung hemmt.
Bei der in den Fig. 22-24 veranschaulichten Ausführung wird die bluthemmende Klemme unten im Grundteil der Hülse 41 im Abschnitt 60 (Fig. 22) angeordnet.
Die beschriebenen Vorrichtungen können als unabhängige von anderen chirurgischen Instrumenten gebaut werden.
Dabei sind verschiedenartige Ausführungen möglich.
Die beschriebenen Vorrichtungen zur Umstülpung von Hohlorganen können aber mit verschiedenen Nähinstrumenten zum Verschliessen von Hohlorganen zusammen verwendet werden.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Vorrichtung zu diesem Zweck als unabhängiger Block bzw. Umstülpblock ausgebildet sein kann, dessen Elemente für keine anderen Eingriffe als die Umstülpung eines Hohlorgans verwendet werden oder eine Baugruppe ausgebildet ist, die kinematisch mit anderen Baugruppen der erwähnten Nähinstrumente gekoppelt ist und eine notwendige Reihenfolge der Arbeit aller Elemente des entsprechenden Nähinstrumentes sicherstellt. Dabei können einzelne Elemente der Baugruppe zur Umstülpung auch für andere Eingriffe verwendet werden, welche die Umstülpung des jeweiligen Hohlorgans nicht betreffen.
Besonders zweckmässig sind die Instrumente zur Verklammerung der Blutgefässe, deren Enden aneinander anliegen und auf der Grundlage der vorgeschlagenen Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen entwickelt wurden.
Bei einer weiteren Ausführung (Fig. 28, 29) weist das scherenförmige Instrument zur Verklammerung von Blutgefässen mit aneinander anliegenden Enden zwei Glieder 61 und 62 auf, die mittels einer Achse 63 miteinander verbunden sind, eine Vorrichtung 64 zur Umstülpung von Blutgefässen sowie eine Vorrichtung für den Vorschub und das Umbiegen der Klammern beim Nahtverschluss der Blutgefässe.
net, welche als Handantrieb für die Vorrichtung zur Umstülpung von Blutorganen dienen. Dabei ist die kleinere Hülsenhälfte 71 am Arbeitsteil 67 des Gliedes 61 und die grössere Hülsenhälfte 72 am Arbeitsteil 69 des Gliedes 62 befestigt. Der Halbring 74 umfasst die kleinere Hülsenhälfte 71, während der Halbring 76 die grössere Hülsenhälfte 72 umgreift. Der kleinere Hebel 78 ist mittels einer Achse 80 auf dem Arbeitsteil 67 des Gliedes und der kleinere Hebel 79 mittels einer Achse 81 auf dem Arbeitsteil 69 des Gliedes 62 angeordnet.
Die Enden der Arme 82 und 83 von den kleineren Hebeln 78 und 79 sind mittels der Achsen 84 und 85 jeweils mit dem Halbring 74 und dem Halbring 76 verbunden.
Das freie Ende des Armes 86 vom kleineren Hebel 78 endet in einer oberen 88 und einer unteren Taste 89, während das freie Ende des Armes 87 vom kleineren Hebel 79 in einer oberen 90 und einer unteren Taste 91 endet. Die unteren Tasten 89 und 91 in Fig. 29 befinden sich unter der oberen Taste 88 und 90 und sind gestrichelt angedeutet.
Die Tasten sind für eine manuelle Betätigung der kleineren Hebel 78 und 79 geeignet. Hierbei fällt es leicht, mit einem Finger gleichzeitig auf zwei obere Tasten 88 und 90 bzw. auf zwei untere Tasten 89 und 91 zu drücken, wodurch die kleineren Hebel 78 und 79 um ihre Achsen 80 und 81 im bzw. gegen den Uhrzeigersinn um die gleiche Zeit schwenken. Die Vorrichtung 65 für den Vorschub und das Umbiegen der Klammern befindet sich in der Regel auf den Oberflächen 92 und 93 der entsprechenden Arbeitsteile 67 und 69 der Glieder 61 und 62 und enthält Schieber 94 (Fig. 30,31), die jeweils längs einerNute 95, die den Schieber aufnimmt, bewegbar ist. Die Nuten 95 sind in den angegebenen Oberflächen 92 und 93 radial bezüglich der Hülsenmitte vorgesehen, wobei sich diese Hülse aus den Hülsenhälften 71 und 72 zusammensetzt.
Jeder Schieber 94 ist mit einer daran mittels einer Achse 97 bewegbar angeordneten Leiste 96 ausgestattet.
Die Leisten 96 weisen Längsnuten 98 auf, die zur Aufnahme von Klammern für den Nahtverschluss von Blutgefässen dienen.
Zwischen den Leisten 96 und den entsprechenden Schiebern sind zylinderförmige Federn 99 angeordnet, welche die Leisten 96 unter einem bestimmten Winkel festhalten.
Beim Einbringen der Klammern in die Nuten 88 stellt sich die Leiste 96 von selbst auf denjenigen Winkel ein, unter welchem die Klammer gebogen ist, wodurch die Möglichkeit für die Fixierung dieser Klammer bezüglich der Hülse gegeben ist, wobei nur die Hülsenhälften 71 und 72 gezeigt sind.
In ihrem unteren Teil sind die Schieber 94 schwalbenschwanzförmig ausgebildet, wobei die Nuten 95 geformt sind, die den Unterteil des jeweiligen Schiebers 94 aufnehmen. Dadurch erreicht man, dass sich die Schieber lediglich in der Längsrichtung frei verlagerbar sind, indem ihre Bewegungen in horizontaler und vertikaler Richtung wegen der Spiele auf ein Höchstmass begrenzt sind.
Das freie Ende jedes Schiebers 94 ist mit einem waagrecht verlaufenden Loch 100 versehen, das mittels einer beweglichen Verbindung der Schieber mit dem Antrieb der Vorrichtung 65 (Fig. 28, 29) für den Vorschub und die Umbiegung der zum Vernähen der Blutgefässe dienenden Klammern gewährleistet.
Der Antrieb der Vorrichtung für den Vorschub und die Umbiegung der Klammern erfolgt von Hand und enthält einen mittels einer Achse 102 auf dem Arbeitsteil 67 der Branche 61 bewegbar angeordneten Hebel 101, einen mittels einer Achse 104 auf dem Arbeitsteil 69 des Gliedes 62 bewegbar angeordneten Hebel 103, eine Blattfeder 105, die den Hebel 101 belastet, eine Blattfeder 106, die den Hebel 103 belastet, eine mittels einer Achse 108 am freien Ende des Hebels 101 verschiebbar befestigte Gabel 107 und eine mittels einer Achse 110 am freien Ende des Hebels 103 verschiebbar befestigte Gabel 109. Die Enden der Gabeln 107 und 109 gehen in die Löcher 100 (Fig. 30), der Schieber 94 hinein und bewirken dadurch eine kinematische Verbindung der genannten Schieber mit dem Handantrieb.
Die Stirnflächen der freien Enden der Gabeln 107 und 109 (Fig. 29) tragen Schrauben III, wodurch sich die Schieber 94 von der Mitte der Hülse zum Randgebiet bei der Bewegung der Hebel 101 und 103 in ihre Ausgangsstellung unter der Einwirkung der Federn 105 und 106 verschieben können.
Bei der vorangehend beschriebenen Ausführung des Instrumentes zur Verklammerung von Blutgefässen ist eine Verriegelung vorgesehen, die eine bestimmte Reihenfolge der Arbeit seiner Hauptbauteile sicherstellt. So kann z. B.
die Vorrichtung für den Vorschub und die Umbiegung der Klammern erst nach Beendigung der Umstülpung der zu verschliessenden Blutgefässe betätigt werden.
Die Verriegelung vollzieht sich in einfacher Weise durch eine Verlängerung und Verdickung der Enden der Achsen 84 und 85, die sich im Verlaufe der Umstülpung der zu verschliessenden Blutgefässe jeweilig gegen die Hebel 101 und 103 stemmen.
Das Nähen der Blutgefässe unter Verwendung des beschriebenen Instrumentes geschieht in folgender Weise:
Man rückt die Glieder 61 und 62 auseinander. Dabei entfernen sich die kleinere Hülsenhälfte 71 und die grössere 72 voneinander, die jeweils auf den Arbeitsstellen 67 und 69 der Glieder 61 und 62 angeordnet sind. Die kleineren Hebel 78 und 79 drehen im Gegenuhrzeigersinn, der Halbring 74 mit dem Stachel 75 und der Halbring 76 mit den Stacheln 77 nehmen die untere Endstellung ein und die Vorrichtung 65 für den Vorschub und die Umbiegung der Klammern befindet sich in ihrer Ausgangslage, wobei die Hebel 101, 103 unter der Einwirkung der Federn abgezogen werden und die Schieber 94 am weitesten von den Hülsenmitteln entfernt liegen. Die Klammern werden in die Nuten 98 der Leisten 96 eingelegt.
Durch einen Druck auf die oberen Tasten 88 und 90 lässt man die kleineren Hebel 78 und 79 im Uhrzeigersinn schwenken. Hierbei bewegen sich der Halbring 74 mit den Stacheln 75 und der Halbring 76 mit den Stacheln 77 in ihre obere Endstellung. Nun wird normalerweise das kürzere Ende des zu verschliessenden Blutgefässes in die grössere Hülsenhälfte 72 eingeführt. Indem man die Handgriffe 68 und 70 betätigt, werden die Branchen 61 und 62 zusammengeführt.
Dabei schliessen die kleinere Hülsenhälfte 71 und die grössere Hülsenhälfte 72 und umgreifen das genannte Ende des Blutgefässes. In dieser Lage werden die Glieder 61 und 62 dank des Schlosses 66 fixiert. Das von den Hülsenhälften 71 und 72 umgebene Ende des Blutgefässes wird durch die bluthemmende Klemme 73 sicher geklemmt. Den von der Seite der Adventitia her hervortretenden Teil des Blutgefässes spiesst man gleichmässig auf die Stacheln 75, 77 auf. Anschliessend wird auf die gleichen Stacheln 75, 77 der Rand des anderen Endes vom Blutgefäss aufgestochen. Das Aufstechen der Enden des zu verschliessenden Blutgefässes auf die Stacheln 75 erfolgt in der Regel mittels Pinzetten, was für den Chirurgen nicht besonders schwierig ist.
Danach drückt man gleichzeitig die unteren Tasten 89 und 91. Die kleineren Hebel 78, 79 drehen sich im Gegenuhrzeigersinn, und die Halbringe 74 und 76 mit den auf die Stacheln 75, 77 aufgestochenen Enden der Blutgefässe senken sich in ihre untere Endstellung. Hierbei wird das eine Ende des zu verschliessenden Blutorgans umgestülpt und das andere auf dieses umgestülpte Blutgefässende aufgezogen.
Da bei der Umstülpung der zu verschliessenden Blutgefässe die Halbringe 74 und 76 niedergehen, senken sich ebenfalls die Achsen 84 und 85, deren verlängerte und verdickte Enden die Vorrichtung 65 für den Vorschub und das Umbiegen der Klammern freigeben. Um die Vorrichtung 65 zu betätigen und damit das Blutgefäss zusammenzunähen, werden die Hebel 101 und 103 gedrückt. Indem sich diese Hebel um ihre Achsen 102 und 104 drehen, bewegen sie sich bis zum Anschlag, nähern sich einander und lassen dabei die Gabeln 107 und 109 wandern.
Die kinematisch mit den Hebeln 101 und 103 über die Gabeln 107, 109 verbundenen Schieber 94 verlagern sich in den Nuten 95 in Richtung zur Hülsenmitte, wobei in der Zeichnung ihre grössere 72 und ihre kleinere Hülsenhälfte 71 abgebildet ist.
Die Leisten 96, in deren Nuten 98 die nicht gezeigten Klammern eingesetzt sind, wenden und tragen dadurch zu einer Umbiegung der Klammern bei, so dass das Blutgefäss verklammert wird.
Dann lässt man die Hebel 101 und 103 frei, die unter der Einwirkung der Blattfedern 105 und 106 in ihre Ausgangsstellung wandern.
Die mit den Hebeln 101, 103 über die Gabeln 107, 109 kinematisch verbundenen Schieber 94 verlagern sich entsprechend in den Nuten 95 in Richtung von der Mitte der Hülse, deren kleinere 71 und grössere Hülsenhälfte 72 dargestellt sind. Durch den Druck auf die Tasten 89 und 90 lässt man die kleineren Hebel 78, 79 im Uhrzeigersinn drehen. Hierbei verschieben sich der Halbring 74 mit dem Stachel 75 und der Halbring 76 mit den Stacheln 77 in ihre obere Endstellung. Dann hebt man mit einer Pinzette das Blutgefäss von den Stacheln 75, 77 ab, rückt die Glieder 61, 62 auseinander und befreit das zusammengenähte Blutgefäss.
Bei der beschriebenen Ausführung des Instrumentes zur Verklammerung von Blutgefässen wird die Vorrichtung zur Umstülpung von Blutgefässen verwendet, welche die starr verbundenen, als zwei Halbringe ausgebildeten Stacheln aufweist.
Die anderen Ausführungen können offensichtlich auch die anderen mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschriebenen Ausführungen der Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen mit den bezüglich ihres Tragteiles federbelasteten bzw. umklappbaren Stacheln enthalten.
Es versteht sich von selbst, dass mittels des geschilderten Gerätes zur Verklammerung von Blutgefässen auch andere Gefässe, z. B. Lymphgefässe, genäht werden können.
Die beschriebene Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen sowie das Instrument zur Verklammerung von Blutgefässen wurden unter Experementalbedingungen allseitig geprüft. Es ist dabei festgestellt worden, dass die Verwendung der vorliegenden Vorrichtung dazu beiträgt, dass die Umstülpung von Hohlorganen einschliesslich der Blutgefässe und damit die chirurgischen Eingriffe, bei welchen Hohlorgane zusammengenäht werden müssen, beachtlich erleichtert und beschleunigt werden.
So kann z. B. ein Chirurg mit mittleren Fachkenntnissen unter Verwendung des Gerätes zur Verklammerung von Blutgefässen, das mit der vorliegenden Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen ausgerüstet ist, ein Blutgefäss an einer Stelle desselben, und je nach Kompliziertheit der Operation innerhalb von 1-2 Minuten nähen, wobei der Umstülpvorgang nicht über 30 Sekunden in Anspruch nimmt.
Demgegenüber verlangt der gleiche chirurgische Eingriff unter Einsatz eines anderen mit einer bis jetzt bekannten Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen versehenen Instrumentes zum Nähen von Blutgefässen, je nach Kompliziertheit der Operation, 3-5 Minuten, wobei der Umstülp- vorgang 2,5-4,5 Minuten dauert.
Die Versuche haben ausserdem erwiesen, dass es mit der beschriebenen Vorrichtung möglich ist, kurze, d. h. 4-5 mm lange Gefässenden umzustülpen und danach zusammenzunähen, während bei bis jetzt bekannten Vorrichtungen mindestens 20 mm lange Enden zum Umstülpen und Vernähen benötigt werden. Die Versuche haben die Möglichkeit bestätigt, mittels der vorliegenden Vorrichtung verschiedene Gefässe, einschliesslich der dünnsten und stark verkalkten Gefässe, umzustülpen.
Das Instrument zur Verklammerung von Blutgefässen, das mit der vorliegenden Vorrichtung zu deren Umstülpung ausgerüstet ist, ist im Laboratorium für Organtransplantation des Sklifassowski-Instituts Moskau für die Erste Hilfe an Hunden vielfach erprobt.
Das Instrument wurde unter den schwierigsten Bedingungen bei Operationen erprobt. So wurde mit Hilfe dieses Instrumentes z. B. Transplantation eines Kopfes, einer Leber, Nieren und einer ganzen Organgruppe durchgeführt.
Ausserdem wurden durchtrennte Arterien und Venen verbunden. Insgesamt wurden in der ersten Etappe 40 Nahtverschlüsse der Blutgefässe durchgeführt. In allen Fällen wiesen dabei die Nähte eine hohe Qualität auf und ergaben in der Nahtlinie keine Thrombose.
Dabei wurden Versuchstiere während etwa zwei Monaten beobachtet.
Später wurde eine weitere Folge von Versuchen an Tieren vorgenommen, indem man verschiedene chirurgische Eingriffe mit Verklammerung der Blutgefässe mit dem entsprechenden, mit der vorgeschlagenen Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen ausgerüsteten Instrument durch führte.
Von 28 Versuchen mit insgesamt 150 Anastomosen unter Einsatz des genannten Instrumentes, fanden 16 Versuche im Laboratoium für Organtransplantation statt. In allen Fällen wurden unabhängig von der Beobachtungszeit bis zu 1,5 Jahren, keine Komplikationen, keine einzige Thrombose oder eine Verengung der lichten Weite eines Gefässes festgestellt.
Gegenwärtig wird die vorgeschlagene Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen sowie das mit dieser Vorrichtung ausgestattete Instrument zur Verklammerung von Blut gefässen klinisch erprobt.
In der vorgeschlagenen Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen können die für die Befestigung des Randes des Hohlorganes vorgesehenen Stachel mit dem besprochenen Tragteil starr verbunden werden.
Es ist zweckmässig, die für die Befestigung des Randes des Hohlorgans dienenden Stacheln auf dem angegebenen Tragteil so abzufedern, dass der Durchmesser des Umrisses, über welchen die Stacheln vor der Umstülpung angeordnet sind, kleiner ist als der Durchmesser des jeweiligen Umrisses am Ende der Umstülpung.
Die beschriebene Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen ist konstruktiv einfach und handlich.
Sie lisst sich in einem beliebigen Instrument zur Gefässvereinigung verwenden, weil der Einbau dieser Vorrichtung in einem jeweiligen Instrument mit keinen komplizierten Entwicklungsarbeiten bzw. keinen technischen Schwierigkeiten verbunden ist.
Bei der angegebenen Vorrichtung sind praktisch sämtliche Arbeitsgänge bei der Umstülpung der Hohlorgane mechanisiert, so dass die Umstülpung und damit der chirurgische Eingriff, bei welchem die jeweiligen Enden der Hohlorgane miteinander genäht werden müssen, viel weniger Zeit in Anspruch nehmen.
Mit der beschriebenen Vorrichtung zur Umstülpung von Hohlorganen ausgerüstete Näh-Instrumente sowie diejenigen zur Verklammerung von Blutgefässen sind betriebssicher und handlich und ermöglichen das Zusammennähen von Gefässen unterschiedlicher Durchmesser, unabhängig von ihrem Zustand, sei es auch stark verkalkte Blutgefässe.
Das Vorhandensein der speziellen, blutstillenden, als eine Spiralblattfeder ausgebildeten Klemme, die in der Hülse der vorgeschlagenen Vorrichtung eingebaut ist, ermöglicht es, das Verwendungsgebiet eines jeweiligen Instrumentes zur Verklammerung von Blutgefässen beachtlich zu erweitern, da jetzt die Möglichkeit gegeben ist, chirurgische Eingriffe auch bei kurzen Enden der zu verschliessenden Blutgefässe durchzuführen.