CH609760A5 - Coaxial valve acting in two directions of flow, as a control and relief element for liquids - Google Patents

Coaxial valve acting in two directions of flow, as a control and relief element for liquids

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CH609760A5
CH609760A5 CH1413675A CH1413675A CH609760A5 CH 609760 A5 CH609760 A5 CH 609760A5 CH 1413675 A CH1413675 A CH 1413675A CH 1413675 A CH1413675 A CH 1413675A CH 609760 A5 CH609760 A5 CH 609760A5
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CH
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valve
flow
filter
motor
pressure
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CH1413675A
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Roydon B Cooper
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Pall Corp
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Publication date
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    • F16K17/22—Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line
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Description


  
 

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 her ist als auf der stromabwärts gelegenen Seite, um dadurch die Strömung durch das Filter (F1) zu steuern.



   18. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Koaxialventil (V1) zwei Ventilelemente (3, 5) aufweist, die geringes Gewicht haben und zwischen ihren Offenstellungen und Schliessstellungen innerhalb weniger Millisekunden hin- und herbewegbar sind.



   19. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 5) konzentrisch ineinander angeordnet sind, wobei das innere Element (5) einen offenen zentralen Kanal (29) für Flüssigkeitsdurchgang aufweist.



   20. Verwendung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes und ein zweites Ventil (A, B) als entgegengesetzt arbeitende Zwillingsventile ausgebildet sind.



   21. Verwendung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine hydraulische Pumpe (P) und mindestens einen hydraulischen Motor (M1, M2), wobei die Pumpe mit jedem der Motoren durch die Flüssigkeitsleitung (L3) verbunden ist; und ein in die Leitung zwischen der Pumpe und den Motoren eingebautes Filter (F1) für Filtration in wenigstens der Strömungsrichtung von der Pumpe zum Motor;

   wobei die Strömung in der Flüssigkeitsleitung (L3) und in Anschlussleitungen (S5, S6) zu und von dem Motor steuerbar ist und das Koaxialventil (V3) über die Anschlussleitungen die Strömung durch den Motor (M1, M2) in stets der gleichen Richtung steuert, dabei den in jeder der beiden Strömungsrichtungen auftretenden Flüssigkeitsdruck abfühlt und auf jenen Druck anspricht, der auf der stromaufwärts gelegenen Seite höher ist als auf der stromabwärts gelegenen Seite, um dadurch die Strömung durch den Motor (M1, M2) zu steuern.



   22. Verwendung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Koaxialventil (V3) zwei Ventilelemente (3, 5) aufweist, die geringes Gewicht haben und zwischen ihren Offenstellungen und Schliessstellungen innerhalb weniger Millisekunden hin- und herbewegbar sind.



   23. Verwendung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 5) konzentrisch ineinander angeordnet sind, wobei das innere Element (5) einen offenen zentralen Kanal (29) für Strömungsdurchgang aufweist.



   24. Verwendung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes und ein zweites Ventil (A, B) als entgegengesetzt arbeitende Zwillingsventile ausgebildet sind.



   25. Verwendung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Koaxialventil (V1, V2) in Strömungsverbindung mit der Flüssigkeitsleitung (L3) und mit Anschlussleitungen (S1, S2, S3, S4) zu und von dem Filter   (F1,    F2) vorhanden ist, das bei jeder Strömungsrichtung zwischen Pumpe und Motor die Strömungsrichtung durch das Filter stets in der gleichen Richtung steuert.



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein in zwei Strömungsrichtungen wirksames Koaxialventil als Steuerungsund Entlastungsorgan für Flüssigkeiten mit einem rohrförmigen Ventilgehäuse, das ein erstes und ein zweites Ventil enthält, von welchem jedes aus ersten und zweiten inneren und äusseren Ventilelementen besteht, die koaxial ineinander geschoben und einzeln zwischen je einem ersten und einem zweiten Ventilsitz zwecks Bildens von Offen- und Geschlossen-Stellungen hin- und herbewegbar sind und dabei eine erste bzw. zweite   Durchflusspassage    zu öffnen, wobei eines der ersten und eines der zweiten Ventilelemente jedes der Ventile den Durchfluss in der einen Richtung, und die andern
Ventilelemente jedes der Ventile den Durchfluss in der andern Richtung steuert;

   ferner mit Belastungsmitteln, welche die Ventilelemente in die eine der Bewegungsrichtungen drängen, und eine mit jedem der Ventilelemente wirkungsverbundenen druckaufnehmende Fläche, um das erste Ventilelement in einer ersten Bewegungsrichtung, und das zweite Ventilelement in einer zweiten Bewegungsrichtung von seinem Ventilsitz wegzudrängen, wobei die Vorspannkraft der Belastungsmittel so eingestellt ist, dass sie eine Bewegung jedes Ventilelementes in der betreffenden Richtung weg von seinem Ventilsitz bei auf die druckaufnehmende Fläche wirkendem Differenzdruck der Strömung zu verhindern vermag, das bezügliche Ventilelement sich aber bei Überschreiten eines bestimmten Druckwertes von seinem Ventilsitz abhebt, um den Strömungsweg freizugeben.



   Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Verwendung dieses Koaxialventils in einer hydrostatischen Anordnung.



   In einer hydraulischen Anordnung betätigt eine Pumpe einen Motor, indem sie Flüssigkeit zum Motor pumpt, der diese wieder an die Pumpe zurückgibt, und der Motor setzt seinerseits eine Welle oder ein anderes drehbares Element zum Antreiben eines Fahrzeugs oder einer Maschine in Umdrehung. Die Betätigung kann in jeder der beiden Richtungen innerhalb der gleichen Anordnung durch Steuerung der Strömungsrichtung der Flüssigkeit durch den Motor erfolgen. Die Strömung zwischen der Pumpe und dem Motor erfolgt normalerweise in einem geschlossenen Kreislauf über einen von zwei Strömungswegen, deren einer der Drehrichtung des Motors im Uhrzeigersinn und deren anderer der Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn dient. Die beiden Strömungswege treten auf entgegengesetzten Seiten in den Motor ein, um diesen im Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt dazu in Drehung zu setzen.

   Die Strömungswege liegen in einem geschlossenen Kreislauf und jeder führt Vorwärts- oder Rückwärtsströmung, je nach der für die gewünschte Drehrichtung erforderlichen Strömungsrichtung durch die Anordnung.



   Weil durch die Abnutzung der sich bewegenden Teile einer hydraulischen Anordnung die Gefahr der Aufnahme fremder Partikel, Metallteilchen oder anderer Verschmutzungen durch die zirkulierende hydraulische Flüssigkeit besteht, ist es üblich, in jedem Strömungsweg ein Filter vorzusehen, mittels dessen die Flüssigkeit gefiltert und dadurch von allen Partikeln gereinigt wird, die die beweglichen Teile des Motors und der Pumpe beschädigen könnten. Zu diesem Zweck ist das Filter gewöhnlich so geschaltet, dass es die Flüssigkeit auf dem Weg von der Pumpe zum Motor reinigt. Es kann aber auch so geschaltet werden, dass es die Flüssigkeit auf dem Wege vom Motor zur Pumpe filtert. Vorkehrungen für  Normalströmung  durch das Filter bei beiden Strömungsrichtungen in der Anordnung gewährleisten, dass dem Motor und auch der Pumpe nur saubere Flüssigkeit zugeführt wird.

   Diese bedingt indessen einen beträchtlichen Aufwand an Filtern.



   Es ist daher wünschenswert, eine Durchströmung des Filters unabhängig von der Strömungsrichtung in der Anordnung zu erhalten. Hierfür ist es notwendig, sicherzustellen, dass die Strömung durch das Filter stets in der gleichen und  normalen  Richtung erfolgt, unabhängig davon, ob die Strömung durch die Anordnung vorwärts oder rückwärts gerichtet ist. Andernfalls würden bei rückwärts gerichteter Strömung die Verunreinigungen an der gegenüberliegenden Seite des Filters wieder an die Strömung abgegeben werden.



   Dies kann an sich mit Hilfe einer Kombination von vier Rückschlagventilen in vier Zweigen eines Strömungskreises erfolgen, wobei eine sogenannte Kastenkreuzung (box junc tion) vorgesehen ist, welche die beiden Strömungsleitungen schneidet, welche in die Kastenkreuzung auf gegenüberlie genden Seiten unter einem Winkel von 900 gegeneinander  



  eintreten. Die Rückschlagventile gestatten in jedem Zweig Strömung lediglich in einer Richtung der Kastenkreuzung.



   Eine solche Kastenkreuzung ist in der CH-PS Nummer 588 654 beschrieben. Sie enthält vier Rückschlagventile C1, C2 und C3, C4, die sich in je einem Leitungszweig befinden. Wenn das Dreiecksymbol von   C1-C4    ein Rückschlagventil bedeutet, das freie Strömung von der Dreieckspitze zur Dreieckbasis, und Sperre von der Basis zur Spitze symbolisiert, so ergibt sich aus Fig. 1, dass von   P1    einwärts gerichtete Strömung über den Zweig B1 durch das Rückschlagventil   C1    in die Leitung P3 zum Filteraggregat F und von dort über die Leitung P4 und den Zweig B4 mit dem Ventil C4 zu der Leitung P2 gelangt.

   Eine einwärts aus der Leitung P2 zur Kastenkreuzung gerichtete Strömung geht über den Zweig B2 durch das Ventil C2 zur Leitung P3, wiederum durch das Filter in der gleichen Richtung wie vorher und dann über die Leitung P4 zu dem Zweig B3 mit dem Ventil C3 zur Leitung P1.



   Das Prinzip der Anwendung einer solchen Kastenkreuzung ist seit vielen Jahren bekannt, aber wird nicht viel verwendet, weil die erforderlichen üblichen Rückschlagventile mit den zugehörigen Leitungsverzweigungen für die Kastenkreuzung kostspielig sind, einen sehr hohen Druckverlust ergeben und sehr viel Raum beanspruchen. Infolgedessen begnügt man sich bei den üblichen hydrostatischen Systemen normalerweise damit, Filter so zu schalten, dass sie die Strömung im System nur reinigen, wenn dieses in der einen Richtung durchströmt wird und nicht in der entgegengesetzten.



   Bei in dieser Weise angeordnetem Filter ist es jedoch erforderlich, im System besondere Einrichtungen vorzusehen, die eine umgekehrte Strömung so steuern, dass sie nicht durch das Filter hindurchgeht. Dafür ist es üblich, ein in zwei Richtungen wirkendes Ventil zu verwenden, das bei Vorwärtsströmung die Flüssigkeit auf dem einen Weg durch das Filter und bei Rückwärtsströmung über einen anderen, das Filter umgehenden Weg führt.



   Aus dem bereits erwähnten CH-Patent 588 654 ist bekannt, dass die Ausbildung eines in zwei Richtungen wirkenden Ventils, das den Anforderungen morderner hydrostatischer Anordnungen bezüglich Druck und rascher Strömungsumkehr gerecht wird, zahlreiche Probleme bietet, und die bisher verfügbaren, in zwei Richtungen wirkenden Ventile nicht in der Lage sind, diesen Anforderungen in befriedigender Weise zu entsprechen.



   Wegen dieser Schwierigkeiten war es bisher nicht möglich, die bei einer Kastenlireuzung mit Rückschlagventilen auftretenden Probleme zu lösen und eine hydraulische Anordnung zu bauen, die in der Lage ist, die Strömung durch ein Filterelement in der gleichen Richtung zu leiten, unabhängig davon, wie die Strömungsrichtung in einer Leitung oder einer Anordnung wie einem hydrostatischen System, verläuft.



   Die Erfindung schlägt deshalb ein in zwei Strömungsrichtungen wirksames Koaxialventil als Steuerungs- und Entlastungsorgan für Flüssigkeiten vor, das nach den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gekennzeichnet ist.



   Die erfindungsgemässe Verwendung dieses Koaxialventils in einer hydrostatischen Anordnung besteht darin, dass ein Filteraggregat mit einem Filterelement und eine Flüssigkeitsleitung für Strömung in beiden Richtungen vorgesehen sind, dass das Filterelement so in Strömungsverbindung mit der Flüssigkeitsleitung steht, dass Flüssigkeit in mindestens einer Richtung das Filterelement passieren muss, dass das Koaxialventil in Strömungsverbindung mit der Flüssigkeitsleitung und dem Filterelement steht und auf eine Druckdifferenz in der Strömung durch die Leitung in jeder der beiden Richtungen anspricht, um die Strömung durch das Filterelement in stets der gleichen Richtung zu bewirken.



   Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigen:
Fig. A ein Strömungsschema, das eine Kastenkreuzung mit vier Rückschlagventilen zeigt, wie sie bisher verwendet wurden, um Strömung durch ein Filter in der gleichen Richtung zu erhalten bei Strömung in der Leitung in jeder von beiden Richtungen;
Fig. B ein Strömungsschema, das ein hydrostatisches System zeigt mit einer Pumpe und einem Motor, die in einem Strömungskreis über zwei Leitungen verbunden sind, die je ein Filteraggregat und ein   Doppel-Ikoaxialventil    nach der Erfindung enthalten, wodurch die Kastenkreuzung der Fig. A ersetzt wird, so dass die Strömung bei jeder Richtung in jeder Leitung zwischen Pumpe und Motor gefiltert und, unabhängig von der Richtung in den Leitungen, stets in der gleichen Richtung das Filteraggregat durchströmt;
Fig.

   C ein Strömungsschema, das ein der Fig. B ähnliches hydrostatisches System zeigt, wobei jedoch die Speisung der Motoren   M1    und M2 von einem Doppelventil V3 nach der Erfindung gesteuert in einheitlicher Richtung erfolgt, unabhängig von der Strömungsrichtung in den von der Pumpe ausgehenden Leitungen, und mit Strömungssteuerung in mehreren Richtungen durch Vierwegventile C1, C2, C3, C4;
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Filteraggregat einschliesslich eines Doppelventils nach der Erfindung, in Strömungsverbindung mit dem Filterelement, wobei beide Ventilelemente jedes der beiden Ventile A und B in   Schliess-    stellung gezeigt sind;
Fig. 2 einen Querschnitt nach den Linien 2-2 der Fig. 1 in Pfeilrichtung gesehen;

  
Fig. 3 abgebrochen einen Längsschnitt ähnlich der Fig. 1, jedoch mit dem äusseren Ventilelement des Ventils A und dem inneren Ventilelement des Ventils B in Offenstellung sowie Schliessstellung der anderen Ventilelemente für Strömung in Pfeilrichtung A von links nach rechts durch die Strömungsleitung;
Fig. 4 einen Schnitt ähnlich der Fig. 3, jedoch mit den Ventilelementen jeweils in umgekehrter Stellung für Strömung in Pfeilrichtung B; und
Fig. 5 abgebrochen einen detaillierten Längsschnitt durch das Ventil V3 der Fig. C.



   Das Gehäuse für das Doppelventil kann einstückig ausgebildet werden, oder es können getrennte Gehäuse für jedes der beiden Ventile miteinander verbunden werden. Da in den meisten Fällen die Ventile als entgegengesetzt gerichtete Zwillingsventile ausgebildet sind, kann es zweckmässig sein, jedes Ventil für sich in das Gehäuse einzupassen. Die Ventile können dann bei Verschleiss einzeln ausgewechselt werden.



  Sie können auch an gegenüberliegenden Enden eines gewünschten Moduls miteinander verbunden werden mit Anschlüssen für die Strömungsleitungen, die in Kastenkreuzung durch das Doppelventil gesteuert werden. Dies gestattet standardisierte Ventilgehäuse zur Verwendung in jeder Art von Kastenkreuzungen.



   Das Gehäuse hat eine innere Lagerfläche oder Lauffläche, längs deren die äusseren Ventilelemente sich während ihrer hin und her gehenden Bewegung zwischen den Offenund Schliessstellungen bewegen. Die Lagerfläche kann eine Innenwand des Gehäuses sein, längs deren das Ventilelement sich bewegen kann. Stattdessen kann auch ein Lagereinsatz oder eine Laufhülse für das Ventilelement in das Gehäuse eingesetzt werden. Falls eine solche Oberfläche porös ist, wird sie selbstschmierend, weil das im System strömende Medium die Poren der Oberfläche bzw. der Hülse füllt.



   Das Gehäuse ist vorzugsweise rohrartig. Aus Zweckmässigkeits- und Herstellungsgründen wird ein rohrartiges Gehäuse und/oder Lagereinsatz zylindrisch ausgebildet, und die  rohrartigen Ventilelemente sind gleichfalls zylindrisch und ko axial zum Gehäuse. Es kann jedoch im Rahmen der Erfindung auch jeder andere rohrartige Hohlquerschnitt verwendet werden, wie rechteckig, dreieckig ider vieleckig.



  Nicht runde Profile beschränken die Bewegung der Ventilelemente auf die axiale Richtung und verhindern eine Drehung, was bei manchen Systemen wünschenswert ist.



   Die Ventilelemente haben eine äussere Konfiguration, die der Lagerfläche bzw. dem Einsatz innerhalb des rohrartigen Gehäuses angepasst ist, um sich darin zwischen ihren Grenzstellungen zu bewegen. Die Weglänge der Ventilelemente ist nicht kritisch, und die Lagerflächen od .dgl. sind lang genug, um diese Bewegung unterzubringen.



   Normalerweise, jedoch nicht notwendigerweise, sind die Ventilelemente konzentrisch und rohrförmig, und jedes enthält einen zentralen Kanal für Strömung zu einem der Strömungswege. In dieser Form ist das Doppelventil besonders geeignet, in den Raum zu passen, der für die Strömungsleitung, in die es eingeschaltet wird, vorgesehen ist. Der offene zentrale Kanal kann verschlossen werden, und die Strömung durch diesen zu einem der Strömungswege durch das Ge  häuse    hindurch lässt sich nach Wunsch und je nach den Anforderungen des Systems durch ein inneres rohrartiges Ventilelement steuern, das nur für Strömung in der einen Richtung durch es hindurch öffnet. Das äussere Ventilelement steuert die Strömung zu einem anderen Strömungsweg durch das Gehäuse.



   Jedes rohrartige Ventilelement ist mit einer ringförmigen, Druck aufnehmenden Oberfläche zwischen zwei Teilen unterschiedlichen Durchmessers versehen, die Strömungsdruck aufnehmen, der an jeder Seite davon auftritt. Das Ventilelement steht mit der Druck aufnehmenden Oberfläche derart in Wirkverbindung, dass es, wenn Strömung in der einen Richtung beginnt, in die Offenstellung oder in die Schliessstellung, je nach Wunsch, gedrückt wird und in die andere Stellung, wenn die Strömung aufhört. Die Druck aufnehmende Oberfläche sollte hinreichend gross sein, um die Kraft der Belastungsmittel zu überwinden und das Ventilelement in diese Richtung zu bewegen, oder umgekehrt.



   Eine solche Druck aufnehmende Fläche wird zweck  mässig    an einem rohrartigen Ventilelement als Schulter oder Ende eines Rohrs ausgebildet, die sich ganz oder teilweise um das Rohr herum erstreckt und zu einem Teil grösseren oder kleineren Durchmessers führt. Auch ist es möglich, einen oder mehrere vorspringende Flügel oder Flansche am Umfang der Ventilelemente vorzusehen. Ein Dichtungselement oder Dichtungsring, der in Wirkverbindung mit den Ventilelementen an ihrem Umfang steht, kann als Druck aufnehmende Fläche dienen.



   Normalerweise sind die Ventilelemente jedes Ventils so angeordnet. dass sie sich in entgegengesetzten Richtungen in die Offenstellung bewegen, unter der Einwirkung der Druck aufnehmenden Oberfläche, aber sie können auch so angeordnet sein, dass sie sich in der gleichen Richtung bewegen.



   Die paarigen Ventilelemente jedes Ventils bewegen sich normalerweise in der gleichen Richtung in einer Offenstellung, aber sie können so angeordnet sein, dass sie sich in entgegengesetzten Richtungen bewegen. Beim Öffnen geben die Ventilelemente jedes Ventils unterschiedliche Kanäle frei, von denen einer zum Funktionsteil hin und der andere von diesem weg führt.



   Die paarigen Ventilelemente gemeinsam öffnen den in Reihe liegenden Strömungskanal durch das Funktionsteil. Die Ventilöffnung kann sich über den gesamten oder nur über einen Teil des Umfangs der Ventilelemente erstrecken, je nach der erforderlichen Strömung.



   Das Äussere der Ventilelemente kann so behandelt sein, dass es mit dichter Passung gegen die Lagerfläche oder Lauf bahn im rohrartigen Gehäuse anliegt oder gegen das äussere Ventilelement eines koaxialen Paares. Die Passung kann ausreichend dicht sein, um eine lecksichere Abdichtung zu bil den und Leckverluste längs des Ventils zu vermeiden.



   Es ist auch möglich, ein Dichtungselement zwischen das äussere Ventilelement und seine Lauffläche einzufügen. Ein solches Dichtungselement kann am rohrartigen Gehäuse oder am Ventilelement befestigt werden; im ersteren Fall ist es ortsfest, während es sich im zweiten mit dem Ventilelement bewegt.



   Ein oder mehrere Belastungsmittel sind vorgesehen, um jedes Ventilelement gegen seinen Ventilsitz oder von diesem weg zu drücken, und zwar entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des betreffenden Elements unter der Wirkung des Strömungsdrucks auf seine Druck aufnehmende Oberfläche.



  Ein einziges, beide Ventilelemente belastendes Mittel kann vorgesehen werden oder es können getrennte Mittel verwendet werden. Das Belastungsmittel verhindert Bewegungen des Ventilelements gegenüber seinem Ventilsitz bei Strö  mungsbrücken    unterhalb eines vorbestimmten Minimums; ein höherer Differential- bzw. Strömungsdruck auf die Druck aufnehmende Oberfläche überwindet die Kraft des Belastungsmittels und zwingt das Ventilelement in die entgegengesetzte Richtung. In einer solchen Richtung wird das Ventilelement in die Schliessstellung und in der anderen solchen Richtung in die Offenstellung bewegt. Das Ventilelement kann daher so angeordnet werden, dass es unter einem vorbestimmten Strömungsdruck öffnet oder schliesst.



   Das Belastungsmittel kann beliebige Form haben. Eine Druck- oder Zugfeder lässt sich leicht in den mittleren Kanal eines rohrartigen Ventilelements einsetzen oder in eine Aussparung zwischen zwei Ventilelementen, ohne den für die Strömung verfügbaren Raum wesentlich zu beeinträchtigen. Auch können magnetische Elemente verwendet werden, die entweder sich anziehen oder abstossen und von denen ein Magnetelement mit dem Ventilelement bewegbar, das andere dagegen fest am Gehäuse ist und das Ventilelement gegenüber seinem Ventilsitz beeinflusst. Bei allen Ausführungsformen beaufschlagt das Belastungsmittel das Ventilelement in einer der Kraftwirkung der Strömung auf die Druck aufnehmende Oberfläche entgegengesetzten Richtung. Es kann auch eine Kombination von Federbelastung und magnetischer Belastung verwendet werden.



   Es ist im allgemeinen zweckmässig, die beiden Strömungskanäle, zu denen der Zustrom durch die Ventilelemente gesteuert wird, an einem Ende des oder durch das rohrartige Gehäuse hindurch anzuordnen, das sich seitlich der Ventilelemente erstreckt. Im ersteren Fall kann eines der Ventilelemente angeordnet werden, um sich zu einem Ventilsitz hin oder von diesem weg an einem Ende desselben zu bewegen.



  Im letzteren Fall ist der Strömungskanal so angeordnet, dass er durch beide Ventilelemente und das rohrförmige Gehäuse hindurchführt und nur geöffnet ist bei Ausrichtung von Öffnungen an vorbestimmten Stellen der hin und her gehenden Bewegungen der Ventilelemente in bezug auf das rohrartige Gehäuse.



   Die Doppelkoaxialventile nach der Erfindung sind besonders zur Verwendung in hydrostatischen Systemen zum Steuern der Strömung zu und von Filteraggregaten geeignet.



  Wenn das Filterelement in einem Filtergehäuse aufgenommen ist, kann das Ventilgehäuse am Filtergehäuse befestigt oder als Teil desselben ausgebildet sein, wobei die beiden Ventile zum Steuern der Strömung zu der Aussenseite und zu der Innenseite des Filterelements angeordnet sind. Der eine Strömungskanal in dem Gehäuse kann, gesteuert von einem Satz der paarigen Ventilelemente, zu der einen Seite des Filterelements hin öffnen, während der andere Strömungskanal, gesteuert von dem anderen Satz der paarigen   Ventilelemente, zur anderen Weite des Filterelements hin öffnen kann. Andere Anordnungen sind jedoch auch möglich.

   Zum Beispiel kann das Doppelkoaxialventil ganz oder teilweise innerhalb eines rohrartigen Filterelements gelagert und gehalten und zusammen mit dem Filterelement am   Fils    tergehäuse zu   b-efestigen und¯von    diesem zu   lösen -sein,    wobei das Filterelement am Gehäuse in konventioneller Art gelagert ist.



   Doppelventile nach der Erfindung können aus beliebigem geeigneten Material hergestellt werden, wie etwa Kunststoff oder Metall. Rostfreier Stahl ist ein besonders dauerhafter Werkstoff, der für die meisten Zwecke, speziell Filterelemente, geeignet ist, weil er Angriffen durch strömende Medien widersteht; er dient daher als bevorzugtes Material sowohl für die Ventilelemente als auch für das rohrartige Filtergehäuse und andere Komponenten des Doppelventils. Es ist jedoch auch geeignet das Doppelventil aus Kunststoff herzustellen, wie etwa Polytetrafluoräthylen, Nylon, Polykarbonaten, Phenol-Formaldehyd, Urea-Formaldehyd oder Melamin Formaldehyd-Harzen.

   Auch kann zweckmässig für das Ventilgehäuse und Ventilelement rostfreier Stahl verwendet und dazwischen eine dauerhafte Kunststoffhülse oder ein Einsatz als Lauffläche angeordnet werden, beispielsweise etwa aus Polytetrafluoräthylen oder Nylon.



   Besonders vorteilhaft ist es, dass bei der praktischen Ausführung von   Doppelkuaxialvenülen    nach der Erfindung Metallblech für das rohrartige Gehäuse und eine innere Hülse sowie für die Ventilelemente verwendet werden kann. Dies vereinfacht die Herstellung beträchtlich und setzt die Herstellungskosten, verglichen mit anderen Bauarten von Ventilen, für die maschinell bearbeitete, gespritzte oder gegossene Teile erforderlich sind, erheblich herab.



   Eine besondere und bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und hier nachstehend beschrieben.



   Das hydrostatische System der Fig. B ist ein typisches System mit geschlossenem Kreislauf, in welchem eine Pumpe P und ein Motor M durch zwei Strömungsleitungen L1 und L2 verbunden dargestellt sind. Die Leitung   L1    tritt an einer Stelle   D1    in den Motor ein, um diesen in der einen Richtung rotieren zu lassen, und die Leitung L2 tritt in den Motor an einer gegenüberliegenden Stelle D2 ein für Drehung des Motors in entgegengesetzt er Richtung. Bei Drehung des Motors in der einen Richtung treibt dieser das System über eine Antriebswelle S in der einen Richtung an. Bei Drehung in der anderen Richtung wird das System über die Antriebswelle S entgegengesetzt angetrieben.

   Das von der Pumpe P über die Leitung L1 zum Motor M gepumpte Medium treibt das System daher in der einen Richtung, beispielsweise vorwärts; das über die Leitung L2 zu dem Motor M gepumpte Medium bewirkt Antrieb des Systems in entgegengesetzter Richtung, beispielsweise rückwärts.



   In jeder Leitung L1 und L2 befindet sich ein Filter   F1    und F2 sowie ein Doppelkoaxialventil nach der Erfindung   V1    und V2. Leitungen S1 und S2 verbinden das Filter F1 mit dem Ventil V1, und Leitungen S3 und S4 verbinden das Filter F2 mit dem Ventil V2. Die   VentileVi    und V2 steuern die Strömung durch die Leitungen S1, S2 und S3, S4, so dass die Strömung durch die Filter F1 und F2 in der gleichen Richtung verläuft, unabhängig von der Strömungsrichtung durch die Leitungen   L1    und L2. Gleichgültig ob die Strömung von der Pumpe zum Motor oder umgekehrt verläuft, geht sie in jeder der Leitungen L1 oder L2 über S1 und S2 durch das Filter F1 und über die Leitungen S3 und S4 durch das Filter F2.

   Da die Strömung von der Pumpe zum Motor in der einen Strömungsleitung gefördert wird und über die andere zur Pumpe zurückkehrt, wird sie in jeder Strömungsleitung in jeder Richtung gefiltert.



   Wenn im praktischen Betrieb die Strömung von der
Pumpe zum Motor über die Strömungsleitung   L1      steht,    öffnet das Ventil   Ei, auf    den Strömungsdruck in Vorwärtsrichtung ansprechend, die Leitung S1, und die Strömung verläuft  über das Filter   F1 und    die Leitung L1 zum Motor M. Die
Rückströmung über L2 zum Ventil V2 bewirkt, dass dieses auf den Strömungsdruck in Rückwärtsrichtung ansprechend die Leitung S3 öffnet und damit die Rückströmung über S3 durch das Filter F2 und S4 sowie L2 zur Pumpe geht.



   Eine Umkehr der Pumpe bewirkt eine Richtungsumkehr in den Leitungen L1 und L2, aber keine Umkehr der Rich tung durch die Filter   F1    und F2. Die Strömung verläuft  über die Leitung L2 und das Ventil V2. Auf den Strö mungsdruck in Vorwärtsrichtung ansprechend, öffnet das
Ventil V2 die Leitung S3, so dass der Motor über das Filter
F2 und die Leitungen S4 und L2 gespeist wird. Die Rück strömung über Leitung   L1    veranlasst das Ventil V1, auf den
Strömungsdruck in Rückwärtsrichtung ansprechend, die Lei tung S1 zu öffnen, so dass die Rückströmung durch das Filter
F1 und die Leitungen S2 und L1 zur Pumpe geht.



   Die Doppelventile   V1    und V2 sind anhand der Fig. 1 bis
4 näher erläutert und weisen je zwei Ventile A und B mit je einem   Ventilkäfig    oder -gehäuse 1, 2 auf, in welchem ein Paar koaxial ineinandergesetzter äusserer und innerer Ventil elemente 3, 5 (Ventil A) und 4, 6 (Ventil B) hin und her bewegbar angeordnet ist. Das Gehäuse 1, 2 bildet nicht nur eine Abstützung, sondern zugleich eine Lauffläche für die  äusseren Ventilelemente 3, 4. Das rohrartige Ventilelement
3 des Ventils A bewegt sich zwischen seiner Offen- und
Schliessstellung relativ zu   einem Ventil sitz    7 an einer Kappe 9, die eine Strömungsöffnung 11 und die Leitung L1 oder L2 trägt.

   Das Ventilelement 3 ist normalerweise geschlossen, wie in Fig. 1 gezeigt, aber bewegt sich nach rechts zu der in Fig. 3 gezeigten Stellung unter Vorwärts druck der Strömung in Richtung des Pfeils A' innerhalb der Leitung   L1    oder L2 von der Pumpe P zum Motor M, wobei das Ventilelement 3 einen Ringkanal 13 öffnet, der zu einer Kammer 31 innerhalb eines Filtertopfes 32 führt.



   Das zweite rohrartige Ventilelement 5 ist innerhalb des Elements 3 auf einer Seite durch eine Scheibe 17 gehalten.



  Die Scheibe 17 ist fest am Gehäuse 1 und trägt einen Ventilsitz 25 für das Element 5.

 

   An der anderen Seite des Ventilelements 5 greift eine schraubenförmige Druckfeder 19 an, die sich gegen einen
Ring 21 in der Wand des Ventilelements 3 abstützt. Die Fe der 19 bildet eine Belastung für das Element 5 in Richtung auf die Scheibe 17 und zugleich für das Element 3 gegen den
Ventilsitz 7 an der Kappe 9. Durch Öffnen eines dieser Ven tilelemente wird somit die Belastungskraft durch die Feder 19 gesteigert, die das andere Ventilelement geschlossen hält.



   Das zweite Ventilelement 5 ist innerhalb des ersten Ven tilelements 3 auf die Scheibe 17 zu und von dieser weg frei bewegbar, wobei es in oder aus abdichtendem Kontakt mit dem Ventilsitz 25 auf dessen Oberfläche kommt. Das Ventil element 5 ist normalerweise geschlossen, wie in Fig. 1 gezeigt, aber bei Bewegung nach links in die Stellung gemäss Fig. 4 unter der Wirkung sen, wie in Fig. 1 gezeigt, aber bei Bewegung nach links in die in Fig. 4 gezeigte Stellung unter Wirkung des Strömungsdrucks in Rückwärtsrichtung entsprechend Pfeil B' in der Leitung L1 oder L2 vom Motor M zur Pumpe P öffnet das Ventilelement 4 einen ringförmigen Kanal 14, der zu einer Kammer 31 innerhalb des Filtertopfes 32 führt.



   Das zweite Filterelement 6 ist innerhalb des ersten Filterelements 4 auf einer Seite durch eine Scheibe 18 gehalten.



  Diese ist fest am Gehäuse 2 und trägt einen Ventilsitz 26 für das Element 6.



   Die andere Seite des Elements 6 steht in Eingriff mit einer gewickelten Druckfeder 20, die sich gegen einen Ring 22 in der Wand des Elements 4 abstützt. Die Feder 20 drückt das Element 6 gegen seinen Ventilsitz 26 und zugleich das Element 4 gegen seinen Ventilsitz 8 an der Kappe 10. Auch hier wird beim Öffnen von einem der Ventilelemente die Belastungskraft der Feder 20, welche das andere Element geschlossen hält, verstärkt.



   Das Ventilelement 6 ist im Ventilelement 4 zwischen seinen Endstellungen relativ zur Scheibe 18 bzw. seinem Ventilsitz 26 frei bewegbar.



   Das Element 6 ist normalerweise geschlossen, wie in Figur 1 gezeigt, aber bei Bewegung nach rechts in die Stellung der Fig. 3 unter Einwirkung des Strömungsdrucks in Vorwärtsrichtung gemäss Pfeil A' urch die Leitung L1 oder L2 öffnet das Ventilelement 6 einen ringförmigen Kanal 28, der um die Füsse 2A, 2B, 2C des Gehäuses 2 herum in einen offenen zentralen Kanal 30 des Ventils zur Strömungsöffnung 12 und zur Leitung L1 oder L2 führt.



   Das Gehäuse 1, 2 bzw. die beiden Gehäuseteile 1, 2 und die rohrartigen Ventilelemente 3, 5, 4 und 6 bestehen aus rostfreiem Stahl oder aus einer Stahllegierung.



   Umfangsnuten 24, 33 in der Wand einer Bohrung 34 in der Gehäusepartie 35 nehmen Dichtungselemente 37, 39 nach Art von O-Ringen auf. Diese O-Ringe ergeben einen leckdichten Abschluss zwischen den Gehäuseteilen 1, 2 und der Bohrung 34. Die Ventilelemente 3, 5, 4 und 6 liegen mit hinreichend dichter Passung gegeneinander an, um Dichtungselemente entbehrlich zu machen, da die Ventilelemente zum Öffnen auf Strömung aus jeder der beiden Richtungen ansprechen, sobald diese eintritt.



   Die Gehäusepartie 35 trägt einen abwärts gerichteten Teil 40 mit einer zentralen Bohrung 41 in Strömungsverbindung mit dem Kanal 27 auf der einen Seite und mit dem zentralen Kanal 50 eines rohrartigen Entlastungsventils 43.



   Der Kanal 50 öffnet auf seiner einen Seite zu den Kanälen 27, 41 in Strömungsverbindung über das offene Innere der Ventile A, B mit den Strömungsöffnungen 11 und 12 in der Gehäusepartie 35. An diese Strömungsöffnungen kann die Strömungsleitung L1 oder L2 angeschlossen werden, wie in Fig. B gezeigt.



   Das Entlastungsventil 43 hat ein rohrartiges Ventilelement 44, das innerhalb einer Hülse 45 hin und her bewegbar ist, die am Teil 40 der Gehäusepartie 35 durch einen Ring 46 mit mehreren durchgehenden Öffnungen 47 gehalten ist. In einer Aussparung 48, die durch Einbördeln an einem Ende des Ventilelements 44 ausgebildet ist, stützt sich eine gewickelte Druckfeder 49 ab, deren anderes Ende gegen eine Aussparung 51 in der Hülse 45 anliegt. Die Feder 49 belastet das Element 44 gegen seinen Ventilsitz 52 am Gehäuseteil 40 am Ende des Kanals 41 anliegend, und zwingt die Strömung durch den Kanal 50 in den offenen Innenraum des Ventils 43.



   Am Ventilelement 44 befindet sich ein Endabschnitt 54 von kleinerem Durchmesser als der übrige Teil, wodurch eine Aussparung an der Hülse 45 begrenzt wird, in welcher ein Dichtungselement 55 in Form eines O-Rings durch einen Ring 56 gehalten ist.



   Es ist ersichtlich, dass eine Schulter 42 zwischen dem Endabschnitt 54 und dem übrigen Teil des Ventilelements 44 eine   Druckaufnahmefläche    bildet, die dem Strömungsdruck stromaufwärts von dem Filter 60 in der Kammer 31 und stromabwärts von dem Filter 60 in den Kanal 41, 50 ausgesetzt ist. Beim Erreichen eines Differentialdrucks zwischen dem Kanal 41, 50 und der Kammer 31, der die Belastungskraft der Feder 49 übersteigt, wird das Ventilelement 44 von seinem Ventilsitz 52 wegbewegt und damit ein das Filter 60 umgehender Durchgang freigegeben.



   Das Filter 60 setzt sich zusammen aus einem zylindrisch gewickelten Filtermedium 61, das durch einen perforierten Metallkern 62 mit offenem zentralem Kanal 63 gestützt ist.



  Gefilterte Strömung geht also von der Kammer 31 bzw. dem Filtergehäuse 32 durch das Filtermedium 61 und den Metallkern 62 hindurch, in den zentralen Kanal 63. Das Filtermedium und der Metallkern sind zwischen Endkappen 64, 65 gehalten, von denen die Kappe 65 eine zentrale Öffnung 69 aufweist, in der das eine Ende 66 der Hülse 45 unter Zwischenschaltung eines O-Rings 67 flüssigkeitsdicht aufgenommen ist. Das Filter 60 ist im Filtertopf 32 an der anderen Endkappe 64, die keine zentrale Öffnung aufweist, begrenzt und somit durch die Hülse 45 im Gehäuse 32 in seiner Lage gehalten.



   Es steht also der Ventilkanal 13 um das erste Ventilelement 3 des Ventils A herum in Strömungsverbindung mit dem entsprechenden Ventilkanal 14, um das erste Ventilelement 4 des Ventils B herum, und beide führen zu der Kammer 31.



  Daher steuern die ersten bzw. äusseren Ventilelemente 3 und 4 der Ventile A und B die Strömung in diesen Kanal 13, 14 zur stromaufwärts gelegenen Seite des Filters 60.



   In gleicher Weise steht der Kanal 27 in Strömungsverbindung mit dem offenen Inneren 29 und 30 der zweiten bzw.



  inneren Ventilelemente 5 und 6 und über die Kanäle 41, 50 mit dem Inneren des Filters 60. Die Ventilelemente 5, 6 der Ventile A und B steuern daher die gefilterte Strömung auf der strom abwärts gelegenen Seite des Filters 60.



   Das Ventilelement 3 des Ventils A spricht auf Strömung von links nach rechts über die Leitung L1 oder L2 und durch die Öffnung 11 an und sobald die Strömung beginnt, erzeugt sie einen ausreichenden Strömungsdruck in Vorwärtsrichtung gegen die Druckaufnahmefläche 15 des Ventilelements 3, das sich sofort nach rechts in die in Fig. 3 gezeigte Offenstellung bewegt, entgegen der Belastung durch die Feder 19, und in dieser Stellung gehalten wird, solange die Strömung andauert.



   Gleichermassen wird bei ausreichendem Strömungsdruck in Vorwärtsrichtung im Kanal 27 gegen die Druckaufnahmefläche 28 des Ventilelements 6 dieses nach rechts in die in Fig. 3 gezeigte Stellung bewegt, entgegen der Belastung durch die Feder 20, und in dieser Stellung gehalten, solange die Strömung andauert.



   Es wird somit bei Betrieb mit Strömung in Richtung des Pfeils A' die Strömung aus der Leitung L1 oder L2 über den Ringkanal 13 und die Kammer 31 ausgerichtet, wodurch die Leitung S1 oder S3 (Fig. B) zu dem Filter F1 oder F2 gebildet wird.



   Nach Durchgang durch das Filter 60 tritt die Strömung auf der anderen Seite des Filters aus, über die Kanäle 63, 50, 41, 27, entsprechend den Leitungen S2 oder S4, die vom Filter zur Austrittsöffnung 12 und der Leitung L1 oder L2 führen. Die Ventilelemente 5 und 4 sind dabei geschlossen. Der Strömungsweg verläuft in Richtung des Pfeils A' über die Leitung L1 oder L2 und durch das Filter F1 oder F2, während die Pumpe in dieser Richtung, also der Vorwärtsrichtung, arbeitet.



   Wenn jetzt die Richtung der Strömung durch die Leitung L1 oder L2 umgekehrt wird, also von rechts nach links geht, fällt der Strömungsdruck gegen die Ventilelemente 3 und 6 auf Null ab und beide Ventilelemente schliessen unter der Be    lastungslcraft    durch die Federn 19, 20. Der Strömungsdruck geht jetzt in Rückwärtsrichtung von rechts nach links gegen die Druckaufnahmefläche 16 des ersten Ventilelements 4 am Ventil B und treibt dieses in die in Fig. 4 gezeigte Offenstellung, wodurch der-Ringkanal 14 freigegeben wird und die Strömung in die Kammer 31, die zur Aussenseite des Filters 60 führt, eintreten kann, wodurch die Leitungen   S1    oder S3 zu dem Filter   F1    oder F2 gebildet werden.

   Nach Durchgang durch das Filter geht die Strömung durch die gleichen Kanäle 63, 50, 41, 27 wie vorher weiter, entsprechend den Leitungen   S2    und S4, von wo Strömungsdruck gegen die Druckaufnahmefläche 59 des zweiten Ventilelements 5 des Ventils 1 ausgeübt wird und dieses Ventilelement in die in Fig. 4 gezeigte Offenstellung entgegen der Belastung durch die Feder 19 treibt, so dass der Kanal 27 zum inneren Raum 29 des Ventils geöffnet wird, von wo die Strömung durch die Öffnung 11 in die Leitung L1 oder L2 austritt, und zwar immer noch in Rückwärtsrichtung von rechts nach links. Die Strömung verläuft weiter in dieser Richtung durch die Leitung   L1    oder L2, solange die Pumpe in dieser, also in Rückwärtsrichtung, arbeitet, aber die Strömung durch das Filter 60 behält stets die gleiche bzw. normale Richtung bei.



   Es ist damit also festzustellen, dass die Strömung durch das Filter stets in der gleichen Richtung erfolgt, unabhängig von der Richtung der Strömung in der Leitung L1 oder L2.



   Das in Fig. C gezeigte hydrostatische System ist ausgebildet für entweder nur in einer Richtung verlaufende Strömung oder reversible Strömung durch einen, beide oder keinen von zwei Motoren M1, M2 unter Verwendung eines Doppel  Koaxialventils    nach der Erfindung V3 und von Mehrwegventilen C1, C2, C3, C4.



   Das Ventil V3 bewirkt in der einen Richtung verlaufende Strömung aus den Leitungen L1, L2 über eine Leitung S5 zu dem Motor   M1    mit Eintritt   D1    und zu dem Motor M2 mit Eintritt D2, wobei die Strömung bei D3, D4 austritt und über eine Leitung S6 zum Ventil V3 zurückkehrt. Die Ventile C1, C2, C3, C4 werden in diesem Fall von Hand oder automatisch eingestellt, um die Leitungen L3, L4 von den Motoren   Ml,    M2 abzuschalten.



   Falls es gewünscht ist, den Motor   M1    irreversibel und den Motor M2 reversibel zu betreiben, mit Umkehrströmung von der Pumpe P in den Leitungen L1, L2, werden die Ventile C2, C4 zum Trennen der Leitungen S5, S6 vom Motor M2 eingestellt und zum Öffnen der Leitungen L3, L4, so dass die Strömung zu diesem Motor M2 unter Umgehung des Ventils V3 erfolgt, während der Motor Ml noch Strömung in der einen Richtung erhält und fortfährt, in derselben Richtung zu arbeiten.



   Auf gleiche Weise kann der Motor   M1    reversibel und der Motor M2 irreversibel gemacht werden, indem die Ventile C1, C3 so eingestellt werden, dass die Strömung zum Motor   M1    über die Leitungen L3, L4 unter Umgehung des Ventils V3 erfolgt, während der Motor M2 weiterhin Strömung über das Ventil V3 und die Leitungen S5, S6 erhält.



   Schliesslich können beide Motoren M1, M2 vom Ventil V3 mittels der Ventile C1, C2, C3, C4 getrennt werden.



   Ein solches hydrostatisches System ist beispielsweise zum Steuern des Rückwärts- und Vorwärts antriebs von einem Paar Schiffsschrauben von Vorteil, so dass jede der Schrauben unabhängig von der anderen rückwärts angetrieben werden kann, aber beide von einer einzigen Pumpe gespeist werden.



   Weitere Variationen sind für den Fachmann ersichtlich.



   Das Ventil V3 ist in voller Übereinstimmung mit den Ventilen V1, V2 ausgebildet und unterscheidet sich nur hinsichtlich der durch das Ventil gesteuerten Strömungsleitungen. Daher sind in der nachstehend beschriebenen Fig. 5 die gleichen Bezugszeichen verwendet.



   Es ist somit ersichtlich, dass der Ventilkanal 13 um das erste Ventilelement 3 des Ventils A herum in Strömungsverbindung mit der Leitung S5 steht, ebenso wie der Kanal 14, um das Ventilelement 4 des Ventils B herum; beide Leitungen führen zur gleichen Seite der Motoren M1, M2 bei D1, D2 über Leitung   S5    und Steuerventile C1, C2. Also steuern die ersten   Ventilelemente    3, 4 der Ventile A, B, die Strömung in diesen Kanälen zur gleichen Seite der Motoren   M1    und M2 entsprechend der Stellung der Steuerventile C1, C2.



   Entsprechend steht der Kanal 27 in Strömungsverbindung mit dem offenen Inneren 29, 30 der inneren Ventilelemente 5, 6, die über die Leitung   S6    mit der anderen Seite der Motoren M1, M2 bei D3, D4 in Verbindung stehen. Die Ventilelemente 5, 6 steuern daher die Strömung an der anderen Seite der Motoren M1, M2 entsprechend der Stellung der Steuerventile C3, C5.



   Das äussere Ventilelement 3 des Ventils A spricht auf Strömung in Pfeilrichtung A' (die vorher auf dem Wege von der Pumpe durch das Filter F2 gefiltert wurde) von links nach rechts über die Leitung L2 und die Öffnung 11 an, und sobald die Strömung in dieser Leitung, von links nach rechts, einsetzt, erzeugt sie einen ausreichenden Strömungsdruck in Vorwärtsrichtung gegen die Druckaufnahmefläche 15 des Ventilelements 3, das sich nach rechts in die Offenstellung (wie in Fig. 3 gezeigt) entgegen der Belastung durch die Feder 19 bewegt und dort gehalten wird, solange die Strömung andauert.



   In gleicher Weise wird bei ausreichendem Strömungsdruck in Vorwärtsrichtung im Kanal 27 gegen die Druckauf  nahmefläche    28 des Ventilelements 6 dieses Ventilelement nach rechts in die Offenstellung (wie in Fig. 3 gezeigt) entgegen der Belastung durch die Feder 20 bewegt und in dieser Stellung gehalten, solange die Strömung andauert.



   Es wird daher während des Betriebs mit Strömung in Richtung des   Pfeiles A'    die Strömung aus der Leitung L2 über den Ringkanal 13 die Leitung   S5    den Motoren M1, M2 zugeführt.



   Nach Durchgang durch die Motoren M1, M2 geht die Strömung von der anderen Seite der Motoren aus über die Leitung S6, die von den Motoren zum Kanal 27 und zur Öffnung 12 und Leitung   L1    führt. Die Ventilelemente 5 und 4 sind geschlossen. Die Strömung geht weiter in Pfeilrichtung A' durch die Leitung   L1    und durch das Filter F1, während die Pumpe weiter in dieser Richtung arbeitet.



   Wenn jetzt die Strömung durch die Leitungen L1, L2 umgekehrt wird, so dass sie von rechts nach links in Richtung des Pfeils B' verläuft, sinkt der gegen die Ventilelemente 3, 6 gerichtete Strömungsdruck auf Null ab und beide Ventile schliessen unter Wirkung der Federn 19, 20. Der Strömungsdruck ist jetzt umgekehrt gerichtet, von rechts nach links, gegen die Druckaufnahmefläche 16 des ersten Ventilelements 4 von Ventil B und dieses Ventil wird in die in Fig. 5 gezeigte Offenstellung getrieben, wodurch der Ringkanal 14 freigelegt wird und die Strömung in gleicher Weise wie vorher in die zu den Motoren M1, M2 führende Leitung   S5    gelangt.



  Nach Durchgang durch die Motoren M1, M2 geht die Strömung durch die Leitung S6 zum Kanal 27 des Doppelkoaxialventils V3, von wo aus Strömungsdruck gegen die Druckaufnahmefläche 59 des Ventilelements 5 ausgeübt und dieses Ventil in die in Fig. 5 gezeigte Offenstellung entgegen der Belastung durch die Feder 19 gedrückt wird und den Kanal 27 zum inneren Durchgang 29 öffnet, von wo die Strömung durch den Ausgang bzw. die Öffnung 11 in die Leitung 12 gelangt, und zwar noch in Rückwärtsrichtung, entsprechend dem   Pfeil -B',    von rechts nach links. Die Strömung verläuft weiter in dieser Richtung durch die Leitung L2, während die Pumpe weiter in diesem Sinne arbeitet, die-Strömung durch die Motoren M1, M2 verläuft jedoch nach wie vor in der gleichen, nämlich der normalen Richtung.  



   Damit ist ersichtlich, dass die Strömung durch die Motoren in Strömungsverbindung mit dem Ventil V3 stets in der gleichen Richtung verläuft, unabhängig von der Richtung der Strömung durch die Leitung L1 oder L2.



   Ein reversibler Betrieb eines oder beider Motoren M1, M2 kann jedoch jeweils nach Wunsch erfolgen, durch Betätigung der Steuerventile C1, C2, C3, C4 zum Trennen der Strömungsverbindung mit dem Ventil V3 und zum unmittelbaren Anschluss des Motors an die Leitungen L3, L4. Es besteht somit vollständige Freizügigkeit für gleichzeitigen Rückwärtsoder Vorwärtsbetrieb keines, beider oder eines der Motoren M1, M2, und dies kann gewünschtenfalls vollautomatisch geschehen.



   Das Doppelkoaxialventil nach der Erfindung kann vorteilhaft als normalerweise geschlossenes Doppelsteuerventil in jedem Strömungssystem verwendet werden, wo Strömung in irgendeiner Leitung in einer von zwei Richtungen erfolgen kann. Während die Verwendung eines erfindungsgemässen Ventils hier speziell mit Bezug auf ein hydrostatisches System beschrieben wurde, kann es mit Vorteil auch in andern Systemen mit zweifacher Strömung verwendet werden, wie beispielsweise in Kreisen mit totem Ende, in Bremssystemen für Flugzeuge und Bremssystemen für andere Fahrzeuge. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1, In zwei Strömungs}ichtungen wirksames Koaxialventil als Steuerungs- und Entlastungsorgan für Flüssigkeiten, mit einem rohrförmigen Ventilgehäuse, das ein erstes und ein zweites Ventil enthält, von welchem jedes aus ersten und zweiten innern und äussern Ventilelementen besteht, die koaxial ineinander geschoben und einzeln zwischen je einem ersten und einem zweiten Ventilsitz zwecks Bildens von Offen- und Geschlossen-Stellungen hin- und herbewegbar sind und dabei eine erste bzw. zweite Durchflusspassage zu öffnen, wobei eines der ersten und eines der zweiten Ventilelemente jedes der Ventile den Durchfluss in der einen Richtung, und die andern Ventilelemente jedes der Ventile den Durchfluss in der andern Richtung steuert;
    ferner mit Belastungsmitteln, welche die Ventilelemente in die eine der Bewegungsrichtungen drängen, und eine mit jedem der Ventilelemente wirkungsverbundenen druckaufnehmende Fläche, um das erste Ventilelement in einer ersten Bewegungsrichtung, und das zweite Ventilelement in einer zweiten Bewegungsrichtung von seinem Ventilsitz wegzudrängen, wobei die Vorspannkraft der Belastungsmittel so eingestellt ist, dass sie eine Bewegung jedes Ventilelementes in der betreffenden Richtung weg von seinem Ventilsitz bei auf die druckaufnehmende Fläche wirkendem Differenzdruck der Strömung zu verhindern vermag, das bezügliche Ventilelement sich aber bei Über- schreiten eines bestimmten Druckwertes von seinem Ventilsitz abhebt, um den Strömungsweg freizugeben, dadurch gekennzeichnet, dass je eines der Ventilelemente (3, 5 bzw.
    4, 6) des ersten und des zweiten Ventils (A, B) auf Strömungsdruck in der einen Richtung von der einen Seite der Anordnung bzw. des Doppelventils her anspricht und die anderen Ventilelemente (4, 6 bzw. 3, 5) des ersten und des zweiten Ventils auf Strömungsdruck von der anderen Richtung her ansprechen, so dass das Doppelventil in Abhängigkeit vom Strömungsdruck öffnet und schliesst, welcher Druck sowohl bei Strömung in der einen Richtung als auch in der anderen Richtung auftritt, derart, dass in das Ventil aus der einen Leitung sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung eintretende Flüssigkeit zu einem ersten bzw. zweiten Strömungskanal (13; 14) fliesst, und die das Ventil über den anderen der Strömungskanäle verlassende Flüssigkeit zu dieser einen Leitung in jeder der beiden Richtungen geleitet wird.
    2. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 4; 5, 6) geringes Gewicht haben und zwischen den Offenstellungen und Schliessstellungen innerhalb weniger Millisekunden hin- und herbewegbar sind.
    3. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Ventile (A, B) entgegengesetzt gerichtete Zwillingsventile sind und sich auf gegen überliegenden Seiten einer Trennwand (17, 18) im Gehäuse (1, 2) befinden.
    4. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren bzw. ersten Ventilelemente (3; 4) längs einer Innenwand des rohrförrnigen Gehäuses (1, 2) hin- und herbewegbar sind.
    5. Koaxialventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenseiten der äusseren Ventilelemente (3, 4) der Innenwand des Gehäuses (1, 2) so eng angepasst sind, dass sich ein strömungsdichtender Abschluss ergibt.
    6. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungsmittel Schraubenfedern (19; 20) sind.
    7. Koaxialventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 5 bzw. 4, 6) jedes Ventils (A, B) in entgegengesetzten Richtungen durch eine einzige Schraubenfeder (19; 20) belastet sind.
    8. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 5; 4, 6) jedes Ventils (A, B) rohrförmig sind und dass das jeweils innere Ventilelement (5; 6) einen offenen, zentralen Kanal (29; 30) für die durchströmende Flüssigkeit aufweist.
    9. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungsmittel (19; 20) jedes der Ventilelemente (3, 5; 4, 6) diese gegen ihren Ventilsitz (7, 25; 8, 26) drücken und dass die Druckaufnahmefläche (15, 59; 16, 28) entgegengesetzt der Abheberichtung vom Ventilsitz auf das betreffende Ventilelement einwirkt, wenn die Flüssigkeit in der einen Richtung zu strömen beginnt.
    10. Koaxialventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckaufnahmefläche jedes Ventilelements (3, 5; 4, 6) einem Flüssigkeitsdruck sowohl strömungsaufwärts als auch strömungsabwärts des Ventils ausgesetzt ist und dass der Flüssigkeitsdruck, der bei Strömung in der einen Richtung auftritt, wenigstens ein Ventilelement entgegen der Kraft der Belastungsmittel (19; 20) bewegt.
    11. Koaxialventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die koaxial ineinander eingesetzten Ventilelemente (3, 5, 4, 6) einen zweiten Strömungskanal innerhalb der inneren bzw. zweiten Ventilelemente (5; 6) festlegen.
    12. Koaxialventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Ventilelemente (5; 6) in ihren Schliessstellungen die Strömungskanäle durch die inneren Ventilelemente sperren und in ihren Offenstellungen diese Strömungskanäle öffnen.
    13. Verwendung des Koaxialventils nach Anspruch 1 in einer hydrostatischen Anordnung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Filteraggregat mit einem Filterelement und eine Flüssigkeitsleitung (L1) für Strömung in beiden Richtungen vorgesehen sind, dass das Filterelement (F1) so in Strömungsverbindung mit der Flüssigkeitsleitung (L1) steht, dass Flüssigkeit in mindestens einer Richtung das Filterelement (F1) passieren muss, dass das Koaxialventil (V1) in Strömungsverbindung mit der Flüssigkeitsleitung (L1) und dem Filterelement (F1) steht und auf eine Druckdifferenz in der Strömung durch die Leitung in jeder der beiden Richtungen anspricht, um die Strömung durch das Filterelement (F1) in stets der gleichen Richtung zu bewirken.
    14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Filterschicht (61) dicht um einen zentralen Kanal (63) angeordnet und auf einen inneren Kern (62) mit offenem Innendurchgang abgestützt ist.
    15. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Koaxialventil (V1) an Kanäle (31, 41) angeschlossen ist, die zum Äusseren und zum Inneren des Filterelements (F1) führen, wobei die Strömung durch diese Kanäle von dem Ventil gesteuert wird.
    16. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (F1) und das Koaxialventil (V1) innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses (32, 35) untergebracht sind, wobei eine Bohrung (34) innerhalb des Gehäuses (35) das Koaxialventil (V1) aufnimmt und wobei das Filterelement (F1) in Strömungsverbindung mit der von dem Ventil kontrollierten Bohrung (34) am Gehäuse befestigt ist.
    17. Verwendung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine hydraulische Pumpe (P) und einen hydralischen Motor (M), wobei die Pumpe und der Motor durch die Flüssigkeitsleitung (L1) miteinander verbunden sind, ein in der Leitung (L1) zwischen Pumpe und Motor vorhandenes, in beiden Strömungsrichtungen wirksames Filter (F1), wobei die Strömung in der Flüssigkeitsleitung (L1) und in Anschlussleitung (S1, S2) des Filters (F1) steuerbar sind, das Koaxialventil (V1) über die Anschlussleitungen die Strömung durch das Filter (F1) in der gleichen Richtung bewirkt, indem der Druck in der strömenden Flüssigkeit abgefühlt und der Druck ermittelt wird, der auf der stromaufwärts gelegenen Seite hö her ist als auf der stromabwärts gelegenen Seite, um dadurch die Strömung durch das Filter (F1) zu steuern.
    18. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Koaxialventil (V1) zwei Ventilelemente (3, 5) aufweist, die geringes Gewicht haben und zwischen ihren Offenstellungen und Schliessstellungen innerhalb weniger Millisekunden hin- und herbewegbar sind.
    19. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 5) konzentrisch ineinander angeordnet sind, wobei das innere Element (5) einen offenen zentralen Kanal (29) für Flüssigkeitsdurchgang aufweist.
    20. Verwendung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes und ein zweites Ventil (A, B) als entgegengesetzt arbeitende Zwillingsventile ausgebildet sind.
    21. Verwendung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine hydraulische Pumpe (P) und mindestens einen hydraulischen Motor (M1, M2), wobei die Pumpe mit jedem der Motoren durch die Flüssigkeitsleitung (L3) verbunden ist; und ein in die Leitung zwischen der Pumpe und den Motoren eingebautes Filter (F1) für Filtration in wenigstens der Strömungsrichtung von der Pumpe zum Motor;
    wobei die Strömung in der Flüssigkeitsleitung (L3) und in Anschlussleitungen (S5, S6) zu und von dem Motor steuerbar ist und das Koaxialventil (V3) über die Anschlussleitungen die Strömung durch den Motor (M1, M2) in stets der gleichen Richtung steuert, dabei den in jeder der beiden Strömungsrichtungen auftretenden Flüssigkeitsdruck abfühlt und auf jenen Druck anspricht, der auf der stromaufwärts gelegenen Seite höher ist als auf der stromabwärts gelegenen Seite, um dadurch die Strömung durch den Motor (M1, M2) zu steuern.
    22. Verwendung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Koaxialventil (V3) zwei Ventilelemente (3, 5) aufweist, die geringes Gewicht haben und zwischen ihren Offenstellungen und Schliessstellungen innerhalb weniger Millisekunden hin- und herbewegbar sind.
    23. Verwendung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (3, 5) konzentrisch ineinander angeordnet sind, wobei das innere Element (5) einen offenen zentralen Kanal (29) für Strömungsdurchgang aufweist.
    24. Verwendung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes und ein zweites Ventil (A, B) als entgegengesetzt arbeitende Zwillingsventile ausgebildet sind.
    25. Verwendung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Koaxialventil (V1, V2) in Strömungsverbindung mit der Flüssigkeitsleitung (L3) und mit Anschlussleitungen (S1, S2, S3, S4) zu und von dem Filter (F1, F2) vorhanden ist, das bei jeder Strömungsrichtung zwischen Pumpe und Motor die Strömungsrichtung durch das Filter stets in der gleichen Richtung steuert.
    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein in zwei Strömungsrichtungen wirksames Koaxialventil als Steuerungsund Entlastungsorgan für Flüssigkeiten mit einem rohrförmigen Ventilgehäuse, das ein erstes und ein zweites Ventil enthält, von welchem jedes aus ersten und zweiten inneren und äusseren Ventilelementen besteht, die koaxial ineinander geschoben und einzeln zwischen je einem ersten und einem zweiten Ventilsitz zwecks Bildens von Offen- und Geschlossen-Stellungen hin- und herbewegbar sind und dabei eine erste bzw. zweite Durchflusspassage zu öffnen, wobei eines der ersten und eines der zweiten Ventilelemente jedes der Ventile den Durchfluss in der einen Richtung, und die andern Ventilelemente jedes der Ventile den Durchfluss in der andern Richtung steuert;
    ferner mit Belastungsmitteln, welche die Ventilelemente in die eine der Bewegungsrichtungen drängen, und eine mit jedem der Ventilelemente wirkungsverbundenen druckaufnehmende Fläche, um das erste Ventilelement in einer ersten Bewegungsrichtung, und das zweite Ventilelement in einer zweiten Bewegungsrichtung von seinem Ventilsitz wegzudrängen, wobei die Vorspannkraft der Belastungsmittel so eingestellt ist, dass sie eine Bewegung jedes Ventilelementes in der betreffenden Richtung weg von seinem Ventilsitz bei auf die druckaufnehmende Fläche wirkendem Differenzdruck der Strömung zu verhindern vermag, das bezügliche Ventilelement sich aber bei Überschreiten eines bestimmten Druckwertes von seinem Ventilsitz abhebt, um den Strömungsweg freizugeben.
    Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Verwendung dieses Koaxialventils in einer hydrostatischen Anordnung.
    In einer hydraulischen Anordnung betätigt eine Pumpe einen Motor, indem sie Flüssigkeit zum Motor pumpt, der diese wieder an die Pumpe zurückgibt, und der Motor setzt seinerseits eine Welle oder ein anderes drehbares Element zum Antreiben eines Fahrzeugs oder einer Maschine in Umdrehung. Die Betätigung kann in jeder der beiden Richtungen innerhalb der gleichen Anordnung durch Steuerung der Strömungsrichtung der Flüssigkeit durch den Motor erfolgen. Die Strömung zwischen der Pumpe und dem Motor erfolgt normalerweise in einem geschlossenen Kreislauf über einen von zwei Strömungswegen, deren einer der Drehrichtung des Motors im Uhrzeigersinn und deren anderer der Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn dient. Die beiden Strömungswege treten auf entgegengesetzten Seiten in den Motor ein, um diesen im Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt dazu in Drehung zu setzen.
    Die Strömungswege liegen in einem geschlossenen Kreislauf und jeder führt Vorwärts- oder Rückwärtsströmung, je nach der für die gewünschte Drehrichtung erforderlichen Strömungsrichtung durch die Anordnung.
    Weil durch die Abnutzung der sich bewegenden Teile einer hydraulischen Anordnung die Gefahr der Aufnahme fremder Partikel, Metallteilchen oder anderer Verschmutzungen durch die zirkulierende hydraulische Flüssigkeit besteht, ist es üblich, in jedem Strömungsweg ein Filter vorzusehen, mittels dessen die Flüssigkeit gefiltert und dadurch von allen Partikeln gereinigt wird, die die beweglichen Teile des Motors und der Pumpe beschädigen könnten. Zu diesem Zweck ist das Filter gewöhnlich so geschaltet, dass es die Flüssigkeit auf dem Weg von der Pumpe zum Motor reinigt. Es kann aber auch so geschaltet werden, dass es die Flüssigkeit auf dem Wege vom Motor zur Pumpe filtert. Vorkehrungen für Normalströmung durch das Filter bei beiden Strömungsrichtungen in der Anordnung gewährleisten, dass dem Motor und auch der Pumpe nur saubere Flüssigkeit zugeführt wird.
    Diese bedingt indessen einen beträchtlichen Aufwand an Filtern.
    Es ist daher wünschenswert, eine Durchströmung des Filters unabhängig von der Strömungsrichtung in der Anordnung zu erhalten. Hierfür ist es notwendig, sicherzustellen, dass die Strömung durch das Filter stets in der gleichen und normalen Richtung erfolgt, unabhängig davon, ob die Strömung durch die Anordnung vorwärts oder rückwärts gerichtet ist. Andernfalls würden bei rückwärts gerichteter Strömung die Verunreinigungen an der gegenüberliegenden Seite des Filters wieder an die Strömung abgegeben werden.
    Dies kann an sich mit Hilfe einer Kombination von vier Rückschlagventilen in vier Zweigen eines Strömungskreises erfolgen, wobei eine sogenannte Kastenkreuzung (box junc tion) vorgesehen ist, welche die beiden Strömungsleitungen schneidet, welche in die Kastenkreuzung auf gegenüberlie genden Seiten unter einem Winkel von 900 gegeneinander **WARNUNG** Ende CLMS Feld konnte Anfang DESC uberlappen**.
CH1413675A 1974-10-31 1975-10-31 Coaxial valve acting in two directions of flow, as a control and relief element for liquids CH609760A5 (en)

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