CH618128A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gleitschutzkette für Fahrzeugräder, mit einem im Bereich der Rad-Lauffläche anzuordnenden Netzwerk, das an seitlich angeordneten Ringen aufgehängt ist, welche zur Führung von Spannkettensträngen dienen.
Gleitschutzketten dienen zur Verbesserung der Traktions-kraft von Radfahrzeugen. Sie bestehen häufig aus gehärteten Stahlgliedern unterschiedlicher Ausführung und werden mitunter auch als Schneeketten bezeichnet. Ihre Benutzung war bisher nur auf weichem Untergrund möglich. Verbleiben sie beim Überfahren harter Untergründe am Fahrzeug, beispielsweise auf schneefreien Asphaltstrassen, so sind damit unmittelbar erhebliche Risiken und Nachteile verbunden.
Zunächst sind diesbezüglich erhebliche Beeinträchtigungen der Fahrsicherheit zu nennen, die sich insbesondere in Form erheblich vergrösserter Bremswege und verminderter Spur-treue bemerkbar machen. Es kommt zu starken Verschleisser-scheinungen, und bereits nach 50 bis 100 km kann es je nach Fahrgeschwindigkeit zu einem Bruch der Kette mit erheblichen Folgeschäden kommen. Daneben wird jedoch auch der Fahrkomfort beeinträchtigt, und zwar insbesondere als Folge der unwuchtbedingten erhöhten Radschwingungen sowie des Kettenabrollgeräusches.
In neuerer Zeit wurde eine Kunststoffschneekette mit einem netzartigen Aufbau bekannt, die, endlos ausgebildet und in axialer Richtung auf das Rad aufgeschoben, durch die Verwendung von Zentrierelementen gespannt wurde. Auch die Verwendung einer solchen Schneekette ist jedoch mit verschiedenen Nachteilen behaftet, und es ergaben sich neben einer unbefriedigenden Allgemeinstabilität insbesondere bei der Montage unter erschwerten Bedingungen, beispielsweise an einem bereits festgefahrenen Fahrzeug, erhebliche Schwierigkeiten.
Der Erfindimg liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gleitschutzkette zu entwickeln, die die vorstehenden Schwierigkeiten und Nachteile überwindet und die in besonders hohem Umfang Fahrsicherheit und Fahrkomfort unter wechselnden Strassenbedingungen miteinander vereint.
Um diese Aufgabe zu lösen, ist die erfindungsgemässe Gleitschutzkette der eingangs angegebenen Art dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe durch sich überkreuzende Gurte miteinander verbunden sind, an denen im Bereich jedes Knotenpunktes ein oder mehrere Stollen aus Kunststoff befestigt sind.
In einer besonderen Ausführungsform können die Gurte aus einem Gewebe aus synthetischen Fasern bestehen, vorzugsweise aus einem Gewebe aus Polypropylenfasern. Die Stollen können aus einem Polyurethan bestehen, in das gegebenenfalls ein metallisches oder mineralisches Granulat eingelagert sein kann. Die Form der Grundfläche der Stollen ist vorzugsweise kreisförmig, wobei die Stollen einen sich zur Reifenfläche hin erweiternden Querschnitt aufweisen können. Ferner können die Stollen eine oder mehrere Aussparungen zur Aufnahme von Gleitschutzeinlagen aufweisen, insbesondere Aussparungen zur Aufnahme von Spikes. In einer besonders zweckmässigen Ausführungsform können die Gurte im Bereich des Knotenpunktes jeweils fünf Stollen in symmetrischer Anordnung aufweisen, die unlösbar mit den Gurten verbunden sein können.
Anhand der beigefügten Zeichnung wird eine beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Gleitschutzkette beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine denkbare Ausführungsform der erfindungsgemässen Gleitschutzkette in abgewickelter Form,
Fig. 2 eine vorteilhafte Ausführungsform eines Stollens im Schnitt und
Fig. 3 die Draufsicht zu dem in Fig. 2 dargestellten Stollen.
Fig. 1 zeigt eine mit Verschlussgliedern 6 versehene Ausführungsform der erfindungsgemässen Gleitschutzkette. Eine entsprechende Ausführung wird häufig bevorzugt, wenn mit einer Montage unter erschwerten Bedingungen gerechnet werden muss. Sind dagegen entsprechende Erfordernisse nicht zu erwarten, dann genügt häufig die billigere Ausführung einer Endloskette. Der grundsätzliche Aufbau stimmt jedoch in beiden Ausführungsformen überein.
Die dargestellte Gleitschutzkette besteht aus einem im Bereich der Rad-Lauffläche anzuordnenden Netzwerk aus sich gegenseitig überkreuzenden Gurten 3, die an seitlich angeordneten Ringen 2 aufgehängt sind, die gleichzeitig der Führung von beiderseits zur Lauffläche angeordneten Spannkettensträngen 1 und 1.1 dienen, wobei an den Gurten 3 im Bereich ihres Knotenpunktes 5 ein oder mehrere Stollen 4 aus Kunststoff lösbar oder unlösbar befestigt sind.
Grundsätzlich besteht zwar die Möglichkeit, jedes der jeweils zwischen vier Ringen aufgehängten Kreuze homogen aus einem bestimmten Kunststoff herzustellen und zu befestigen. Diese Lösung hat sich jedoch als unbefriedigend erwiesen, insbesondere weil die Stollen völlig andersartigen Belastungen unterliegen als die tragenden Gurte. Während die Gurte insbesondere eine erhebliche Zugfestigkeit unabhängig von der herrschenden Aussentemperatur und von der Einwirkung von Wasser und Chemikalien bei möglichst geringer Dehnung aufweisen sollten, unterliegen die eigentlichen Stollen einer erheblichen Verschleissbeanspruchung.
Die Gurte 3 der Gleitschutzkette werden vorzugsweise aus einem Gewebe aus synthetischen Fasern hergestellt, wobei sich insbesondere Polypropylenfasergurte als besonders geeignet erwiesen haben. Die Stollen werden vorzugsweise aus Polyurethanwerkstoffen hoher Härte gefertigt, wobei sowohl Giess- als auch Spritz- als auch Spritzgiessverfahren angewendet werden können. Ihr geometrischer Aufbau, ihre Abmessungen und ihre spezielle Anordnung ergibt sich dabei insbesondere aus den jeweiligen Abmessungen des zugehörigen Reifens. Besonders bewährt hat sich eine Ausführungsform entsprechend den Fig. 2 und 3. Hierbei handelt es sich um
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Stollen mit einem T-förmigen Profil bei kreisförmiger Grundfläche, deren grösster Durchmesser etwa dem eineinhalb- bis zweifachen ihrer Gesamthöhe entspricht, so dass ein Umkippen bei plötzlich auftretenden seitlichen Schlagbelastungen zuverlässig vermieden wird. Die Stollen können durch in 5 Fahrtrichtung angeordnete seitliche Rippen 4.3 verstärkt sein, es ist aber ebenso gut möglich, dem gesamten Stollen ein zylindrisches oder ein kegeliges Profil zu geben.
Die beschriebene Gleitschutzkette weist einen besonders hohen Selbstreinigungsgrad auf, und trotz eines bereits bei re- io lativ niedrigen Geschwindigkeiten einsetzenden ruhigen Abrollverhaltens des Rades wird eine besonders hohe Spurtreue gewährleistet. Daneben kann eine zusätzliche Verbesserung der Griffigkeit der Gleitschutzkette durch Einlagerung von metallischem oder mineralischem Granulat in die Stollen erzielt werden, beispielsweise durch die Einlagerung eines Schleifmittels grober Körnung. Insbesondere für die überwiegende Benutzung auf vereisten Strassen kann es dagegen in bestimmten Fällen zweckmässiger sein, in den Stollen Metalldorne oder Spikes in besonderen Aussparungen 4.4 anzuordnen.
Ein hervorzuhebender Vorteil der beschriebenen Gleitschutzkette ergibt sich daneben aus dem konstruktionsbedingten grossen Spannbereich, der es ermöglicht, die Kette auch auf unterschiedlichen Raddurchmessern zu montieren.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Gleitschutzkette für Fahrzeugräder, mit einem im Bereich der Rad-Lauffläche anzuordnenden Netzwerk, das an seitlich angeordneten Ringen aufgehängt ist, welche zur Führung von Spannkettensträngen dienen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (2) durch sich überkreuzende Gurte (3) miteinander verbunden sind, an denen im Bereich jedes Knotenpunktes (5) ein oder mehrere Stollen (4) aus Kunststoff befestigt sind. ^
2. Gleitschutzkette nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gurte aus einem Gewebe aus synthetischen Fasern, vorzugsweise Polypropylenfasern, bestehen.
3. Gleitschutzkette nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stollen aus einem Polyurethan bestehen.
4. Gleitschutzkette nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in das Polyurethan ein metallisches oder mineralisches Granulat eingebettet ist.
5. Gleitschutzkette nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stollen eine kreisförmige Grundfläche und einen sich zur Rad-Lauffläche hin erweiternden Querschnitt aufweisen.
6. Gleitschutzkette nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stollen (4) eine oder mehrere Aussparungen (4.4) zur Aufnahme von Gleitschutzeinlagen aufweisen, insbesondere Aussparungen zur Aufnahme von Spikes.
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