CH624962A5 - Process for the preparation of novel amide derivatives of dimeric vinblastin alkaloids - Google Patents

Process for the preparation of novel amide derivatives of dimeric vinblastin alkaloids Download PDF

Info

Publication number
CH624962A5
CH624962A5 CH1684075A CH1684075A CH624962A5 CH 624962 A5 CH624962 A5 CH 624962A5 CH 1684075 A CH1684075 A CH 1684075A CH 1684075 A CH1684075 A CH 1684075A CH 624962 A5 CH624962 A5 CH 624962A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydrogen
alkyl
formula
compounds
hydroxy
Prior art date
Application number
CH1684075A
Other languages
English (en)
Inventor
George Joseph Cullinan
Koert Gerzon
Original Assignee
Lilly Co Eli
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lilly Co Eli filed Critical Lilly Co Eli
Publication of CH624962A5 publication Critical patent/CH624962A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D519/00Heterocyclic compounds containing more than one system of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system not provided for in groups C07D453/00 or C07D455/00
    • C07D519/04Dimeric indole alkaloids, e.g. vincaleucoblastine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer Amidderivate dimerer Vinblastin-Alkaloide. Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen sind entweder wertvolle antivirale und antineoplastische Mittel oder Zwischenprodukte zur Herstellung solcher Mittel.
Die erfindungsgemäss herstellbaren Amidderivate von Vinblastin-Alkaloiden haben die Formel
3 624 962
»7S\f
-K 4'••••CH2-CH3
. /\ :;\ .x*/'1./
121 n* rR
13'V /\'6>\'e>" ''
•.Iii 1 •—C-CHCHa e
1 4
H : a y\ :—f f
/\ /*6 m
„ J'5 ii~I r";CH*°b
CH3—0— »J 6 • *2 . 4.* R
VW
CH
:-R (I),
worin
R NH2, NH-NH2 oder NHCH3 bedeutet,
1
R Wasserstoff oder Hydroxy ist und R , R sowie R für Wasserstoff und Hydroxy stehen, mit der Massgabe, dass die Substituenten R2 Wasserstoff sind, falls der Substituent R2 Wasserstoff bedeutet, und dass ferner wenigstens einer der Substituenten R3 oder R4 für Hydroxy steht, falls der Substituent R2 Hydroxy ist.
Die Verbindungen der Formel I können in nichttoxische Säureadditionssalze überführt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Amidderivaten ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der oben angegebenen Formel I^bei der der Substituent R für O-CTD steht, der Substituent R Wasserstoff, Hydroxy oder Acetoxy bedeutet und die Substituenten R2, R3 und R4 die weiter oben angegebenen Bedeutungen haben, mit einer Verbindung der Formel
NH2R5 (II),
worin RS Wasserstoff, Methyl oder Amino ist, umsetzt und wobei eine vorhandene Acetoxygruppe R gleichzeitig in die Hydroxygruppe überführt wird und man gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen durch Umsetzen mit einer nichttoxischen anorganischen oder organischen Säure in die entsprechenden Säureadditionssalze überführt.
Erhaltene Verbindungen der Formel I, worin R -NH-NH2 bedeutet und R Wasserstoff oder Hydroxy ist, können zur Herstellung von Verbindungen der Formel I verwendet werden, worin R1 H oder OH ist und R eine der folgenden Gruppen bedeutet
-NH(CH3),
-N(CH3)2,
-NH-Alkyl-X,
-NH(C3-C8)-Cycloalkyl,
-NH-Alkyl-Am oder
-NH-Alkyl-(OH)i-3
worin Alkyl einen Alkylrest mit 1-6 C-Atomen darstellt, Am für -NH2, -NHCH3, oder -N(CH3)2 steht und X Wasserstoff, Cyano, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Carboxyl, Car-
bo(Ci-C3)alkoxy oder Carbamoyl bedeutet, und der nichttoxischen Säureadditionssalze, und der nichttoxischen Salze davon. Diese Verbindungen werden erhalten, indem man die einen NH-NH-Rest aufweisenden Verbindungen der Formel I mit einem Nitrosylierungsmittel zu dem entsprechenden Azid umsetzt und anschliessend mit einer Verbindung der Formel
R6
worin R Wasserstoff ist und R7 für Methyl, Alkyl-X, (C3-Cs)-Cycloalkyl, Alkyl-Am oder Alkyl(OH)i-3 steht, oder beide Reste und R Methyl bedeuten, umsetzt und gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen durch Umsetzen mit einer nichttoxischen anorganischen oder organischen Säure-in die entsprechenden Säureadditionssalze überführt.
Aus Vincadiolin-3-carbohydrazid, das man mit einem Nitrosylierungsmittel und anschliessend mit Methylamin umsetzt, kann man 4-Desacetylvincadiolin-C-3-N-methylamid herstellen.
Mehrere natürlich vorkommende Alkaloide, die sich aus Vinca rosea erhalten lassen, erwiesen sich als wirksam zur Behandlung experimentell hervorgerufener Erkrankungen bei Säugetieren. Zu solchen Verbindungen gehören Leurosin (US-PS 3 370 057), Vinblastin (Vincaleukoblastin) (US-PS 3 097 137), Leurosidin (Vinrosidin) und Leurocristin (Vincri-stin) (jeweils in US-PS Nr. 3 205 220). Zwei dieser Alkaloide, nämlich Vinblastin und Leurocristin, befinden sich nun als Heilmittel zur Behandlung von Erkrankungen, insbesondere von Leukämie und damit verwandten Erkrankungen bei Menschen, im Handel. Eine dieser Verbindungen, nämlich Leurocristin, ist ein äusserst wirksames und interessantes Mittel zur Behandlung von Leukämie, es stellt jedoch die am wenigsten häufig vorkommende Verbindung der antineoplastischen AJkaloide von Vinca rosea dar.
Eine chemische Modifikation der Vinca-Alkaloide war bisher ziemlich begrenzt. Hierzu ist als erstes zu sagen, dass die diesbezüglichen Molekularstrukturen äusserst komplex sind
35
40
45
50
55
60
624 962
4
und sich chemische Reaktionen, die eine spezifische Funktion des Moleküls beeinflussen, nur schwer entwickeln lassen. Zweitens ist zu erwähnen, dass aus Vinca rosea-Fraktionen Alkaloide isoliert wurden, die keine ausreichenden chemotherapeutischen Eigenschaften besitzen und eine Strukturbestim-mung dieser Verbindungen zu dem Schluss führte, dass sie mit den wirksamen Alkaloiden nahe verwandt sind. Eine antineo-plastische Wirksamkeit scheint daher auf sehr spezifische Strukturen beschränkt zu sein, und die Chancen, durch Modifikation dieser Strukturen zu wirksamen Heilmitteln zu gelangen, erscheinen dementsprechend als gering. Zu den erfolgreichen Modifikationen physiologisch aktiver Alkaloide gehören die Herstellung von Dihydrovinblastin (US-PS 3 352 868) und der Ersatz der Acetoxygruppe am C-4 (Kohlenstoff Nr. 4 des Vinblastinringsystems, siehe Formel I) durch eine höhere Alkanoyloxygruppe oder durch eine damit nicht verwandte Acylgruppe (US-PS 3 392 173). Mehrere dieser Derivate verlängern das Leben von Mäusen, die mit P1534 Leukämie beimpft wurden. Eines dieser Derivate, bei dem die am C-4 befindliche Acetoxygruppe von Vinblastin durch eine Chlor-acetoxygruppe ersetzt wurde, ist ferner ein interessantes Zwischenprodukt zur Herstellung strukturell modifizierter Vin-blastinverbindungen, bei denen die am C-4-Atom befindliche Acetoxygruppe von Vinblastin durch eine N,N-Dialkylglycyl-gruppe ersetzt ist (US-PS 3 387 001). Während der chemischen Umsetzung zu diesen letztgenannten Derivaten entstand auch ein anderes Zwischenprodukt, nämlich 4-Desacetylvin-blastin. Dieses Zwischenprodukt, das über keine Acylgruppe in Stellung C-4 verfügt, stattdessen jedoch eine nicht ver-esterte Hydroxygruppe enthält, wurde als toxisches Material beschrieben, das in vivo gegen P1534 Leukämie bei der Maus nur schwach chemotherapeutisch wirkt (Lloydia 27, 340 (1964).
Bevorzugte erfindungsgemäss erhaltene Verbindungen der Formel I sind die Amide von Vincadiolin, Leurocolombin, 4-Desacetoxyvinblastin, 3-Hydroxy-4-desacetoxyvinblastin, Deoxyvinblastin und die 4-Desacetylderivate der obigen dime-ren Alkaloide, die am Kohlenstoffatom 4 eine Acetoxygruppe aufweisen, sowie die pharmazeutisch unbedenklichen Salze obiger Basen mit nichttoxischen Säuren, mit Ausnahme derjenigen Verbindungen, bei denen der Substituent R für NH-NH2 steht.
Beispiele geeigneter Reste AIkyl-(OH)i-3, Alkyl-Am oder Alkyl-X in obiger Formel I sind Methyl, 2-Methylpentyl, Isohexyl, Isopentyl, n-Pentyl, n-Hexyl, sec.-Hexyl, Äthyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.-Butyl, Cyanomethyl, Cyanoäthyl, 2-Hydroxy-n-hexyl, 5-Cyano-n-pentyl, 2-Hydroxyäthyl, 3-Hydroxypropyl, 2-Dimethylaminoäthyl, 2-Aminoäthyl, 2-Methylaminoäthyl, 2-Hydroxypropyl, Benzyl, Phenäthyl, 4-Phenylbutyl, 2-Aminopropyl, 2-Aminohexyl, 2-Dimethylami-nopropyl, 2,2-Dihydroxyisopropyl, 2,2 -Dihydroxy-tert.-butyl oder 2,2',2 "-Trihydroxy-tert.-butyl.
Beispiele für NH-(C3-Cs)-Cycloalkyl sind Cyclopropyl-amino, Cyclobutylamino, Cyclopentylamino, Cyclohexylamino, Cycloheptylamino oder Cyclooctylamino.
Falls der Substituent X bei einem Rest Alkyl-X für Phenyl steht, dann kann die Phenylgruppe die üblichen Aromatensub-stituenten enthalten, wie Niederalkyl, Niederalkoxy, Hydroxy, Halogen oder Nitro, und eine derartige Phenylgruppe kann einen oder mehrere obiger Substituenten aufweisen, die entweder gleich oder vom ursprünglichen Substituenten verschieden sind. Beispiele solcher Gruppen sind 4-Hydroxyphenyl, 2,4-Dichlorphenyl, 2-Methyl-4-chlorphenyl, 2,4-Dinitrophe-nyl, 3,5-Xylyl, 4-Tolyl, 2-Tolyl oder 3-Äthoxyphenyl.
Zu nichttoxischen Säuren, die sich zur Bildung pharmazeutisch unbedenklicher Säureadditionssalze der erfindungsgemäss hergestellten Aminbasen eignen, gehören Salze anorganischer Säuren, wie Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure, salpetrige Säure oder phosphorige Säure, sowie Salze nichttoxischer organischer Säuren unter Einschluss aliphatischer Mono- oder Dicarboxylate, phenylsubstituierter Alka-noate, Hydroxyalkanoate und Alkandioate aromatischer Säuren, sowie aliphatischer oder aromatischer Sulfonsäuren. Beispiele solcher pharmazeutisch unbedenklicher Salze sind Sulfate, Pyrosulfate, Bisulfate, Sulfite, Bisulfite, Nitrate, Phosphate, Monohydrogenphosphate, Dihydrogenphosphate, Metaphosphate, Pyrophosphate, Chloride, Bromide, Jodide, Acetate, Propionate, Decanoate, Caprylate, Acrylate, Formiate, Isobutyrate, Caprate, Heptanoate, Propiolate, Oxalate, Malonate, Succinate, Suberate, Sebacate, Fumarate, Maleate, Butin-1,4-dioate, Hexin-l,6-dioate, Benzoate, Chlorbenzoate, Methylbenzoate, Dinitrobenzoate, Hydroxybenzoate, Meth-oxybenzoate, Phthalate, Terephthalate, Benzolsulfonate, Toluolsulfonate, Chlorbenzolsulfonate, Xylolsulfonate, Phe-nylacetate, PhenyJpropionate, Phenylbutyrate, Citrate, Lac-tate, 2-Hydroxybutyrate, Glycollate, Malate, Tartrate, Methansulfonate, Propansulfonate, Naphthalin-l-sulfonate oder Naphthalin-2-sulfonate.
Den Grossteil der Verbindungen der Formel I kann man im allgemeinen als Derivate von Vinblastin beschreiben. Bei Vinblastin handelt es sich um eine Verbindung der Formel I, worin R für CH30 steht, R1 Acetoxy bedeutet, R2 für ß-Hydroxyl steht (wobei sich die am Kohlenstoffatom 4' vorhandene Äthylgruppe in alpha-Stellung befindet) und die Substituenten R3 sowie R4 Wasserstoff darstellen. Ein Deoxyvinblastin hat man dann, wenn bei Formel I alle Substituenten R , R3 und R4 Wasserstoff bedeuten, der Substituent R für CHsO steht und der Substituent R Acetoxy ist. Es gibt zwei Isomere von Deoxyvinblastin, die als Isomer A und als Isomer B bezeichnet werden. Beim Isomer A befindet sich das Wasserstoffatom R in ß-Stellung, während die am Kohlenstoffatom 4' angeordnete Äthylgruppe in alpha-Stellung vorliegt. Das Isomer B verfügt über eine ß-Äthylgruppe und hat am Kohlenstoffatom 4' ein alpha-Wasserstoffatom.
Vincadiolin ist das 3'-Hydroxyderivat (R = Hydroxy) von Vinblastin. Leurocolumbin ist das 2'-Hydroxyderivat (R = Hydroxy) von Vinblastin.
Vincadiolin hat folgende physikalische Eigenschaften: Schmelzpunkt = 218 bis 220,5 °C unter Zersetzung, Röntgenbeugungsspektrum in Pulverform unter Verwendung einer gefilterten Chromstrahlung lambda = 2,2896 Â.
dinÂ
J/Jj din A
J/J,
9,55
100"1
3,99
60
8,87
90)
3,71
20
8,63
90)-2
3,64
15
7,78
05
3,44
10 B
7,57
60
3,19
20
7,21
50
3,05
05
6,00
40
2,85
20
5,88
40
2,78
10
5,58
70~3
2,61
10
5,22
20
2,44
15 B
5,08
20
2,21
05 B
4,70
50
2,07
05
4,57
40
1,98
15
4,42
05
1,91
05
4,31
05
NMR-Spektrum delta bei 7,13, 7,53, 8,04,3,60, 6,61,6,09,
3,79,2,70, 9,77,5,47,2,09,0,80,5,85,5,29,5,63,3,84,0,91;
Infrarot-Absorptionsmaxima bei 3480,1745 und 1725 cm-1;
Molekulargewicht: 826;
Empirische Formel: CiöHssN-tÖio und
Massenionen m/e = 826,170,371.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
624 962
Die Herstellung von Vincadiolin kann nach folgendem Verfahren erfolgen: Blätter von Pflanzen, die rohe Vincaalka-loide enthalten, nämlich Catharanthus roseus (Vinca rosea), werden mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Benzol, extrahiert. Aus dem dabei erhaltenen Extrakt wird dann das Benzol in Gegenwart wässriger Weinsäure abdestilliert. Im Anschluss daran stellt man den pH-Wert des dabei erhaltenen wässrigen sauren Extrakts durch Zusatz einer Base auf 6 ein. Wahlweise kann man die Blätter auch mit einer wässrigen Säure bei einem pH-Wert von 3 behandeln und die dabei erhaltene saure Schicht dann mit Benzol extrahieren. Die Benzolschicht wird abgetrennt und verworfen, und die wässrige Schicht stellt man wie oben angegeben auf pH 6 ein. Anschliessend werden die dimeren Alkaloide aus der wässrigen Schicht in ein organisches Lösungsmittel, normalerweise Benzol, extrahiert. Die extrahierten Alkaloide kann man gegebenenfalls einer Gelausschlussfiltration unterziehen, wozu man beispielsweise ein vernetztes Dextrangel (Sephadex G-25F) verwendet, und als mobile Phase einen 0,1 molaren Ammoniumeitratpuffer von pH 3,0 einsetzt. Die Gelausschlusschromatographie wird bei einem Druck von etwa 1,05 kg/cm2 durchgeführt. Als erstes wird bei diesem Verfahren die dimere Alkaloidfraktion eluiert, die Leurocristin, Vinblastin, Des-N-methylvinblastin, Leuroformin, Leurosin und Leurosi-din enthält. Die Extraktion der dimeren Alkaloide aus dem Puffer mit pH 3 erfolgt durch Einstellen des pH-Wertes mit einer Base auf pH 7,0 und anschliessendes Behandeln der dabei erhaltenen wässrigen Lösung mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, vorzugsweise wiederum Benzol. Durch Verdampfen des Benzols erhält man einen Rückstand, aus dem sich nach Lösen in Äthanol direkt Leurosin kristallisieren lässt. Die Leurosinkristalle werden durch Dekantieren abgetrennt, worauf man die dabei erhaltene überstehende Flüssigkeit mit 3-prozentiger äthanolischer Schwefelsäure auf pH 4,2 ansäuert. Hierbei weden die restlichen dimeren Alkaloide in ihre Sulfate überführt, die ausfallen. Die ausgefallenen Salze werden gesammelt und in üblicher Weise in die entsprechenden freien Alkaloidbasen überführt, was beispielsweise durch Lösen der Salze in Wassr, Einstellen der erhaltenen Lösung mit Ammoniumhydroxid auf pH 8,0 und anschliessendes Extrahieren der dimeren Alkaloide mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, vorzugsweise Methylenchlorid, erfolgen kann. Durch Verdampfen des Methylendichlorids erhält man die gemischten dimeren Alkaloide, die man anschliessend bei Hochdruck über Aluminiumoxid (Aktivität III) unter Verwendung eines Lösungsmittelsystems aus Äthylacetat-Methylendichlorid-Wasser (25:75:0,4) als Eluiermittel chromatographiert.
Für obiges Verfahren werden gewöhnlich Arbeitsdrücke im Bereich von 10,5 bis 24,6 kg/cm2 angewandt. Hochdruckchro-matographieranlagen gibt es jedoch auch für Arbeitsdrücke von 281 bis 352 kg/cm , und es ist ebenfalls auch ein Arbeiten bei Drücken von 527 bis 562 kg/cm vorstellbar. Die Trennung der einzelnen Alkaloide ist bei höheren Drücken im allgemeinen günstiger. Hochdruckchromatographieverfahren werden vorzugsweise in einer Vorrichtung aus rostfreiem Stahl durchgeführt, die druckfest abgedichtet ist.
Die Eluierung der Alkaloide kann bei dem obigen chromatographischen Verfahren in der folgenden Reihenfolge erfolgen: Restliches Leurosin, Vinblastin, Des-N-methylvinblastin, Leurocristin und Leurosidin. Die in der eluierten Fraktion vorhandenen dimeren Alkaloide werden in der Regel durch übliche Verfahren identifiziert, beispielsweise durch dünn-schichtchromatographische Analyse.
Nach Elution der bekannten Alkaloide bleiben auf der Säule mehrere stärker polare dimere Alkaloide zurück. Diese Alkaloide werden z.B. mit Methanol eluiert, worauf man das Ganze so lange rechromatographiert, bis man Vincadiolin als getrennte Fraktion erhält, die praktisch frei ist von anderen dimeren Alkaloiden, die in der polaren Alkaloidfraktion vorhanden sind. Leurocolombin verfügt über folgende charakteristische Eigenschaften:
pKa-Wert 5,05 und 6,3;
Infrarot-Absorptionsmaxima bei 2,80,2,88,3,35,5,74, 6,18,6,65,6,83,6,95, 7,25,7,50, 8,11,9,60, 9,90 und 10,75 Mikron;
Ultraviolett-Absorptionsmaximabei217 (am = 51091) und 265 (am = 15 666) Millimikron;
Molekulargewicht 826;
Empirische Formel: C46H58N4O10,
Ionenfragmente im Massenspektrum m/e = 795,767,749, 667,649,282,170,156,154,152,144,143;
NMR-Protonenspektrum: chemische Verschiebungen in ppir. bei 7,51, 7,13,0,90,3,60,3,75,7,01,3,84,6,15,5,29,5,85, 5,48,0,78,2,68,3,79,2,70,2,10 und 4,16.
Leurocolumbin bildet ein Sulfatsalz, dessen Pulver unter Verwendung einer gefilterten Chromstrahlung bei 2,2896 Â folgendes Röntgenbeugungsspektrum ergibt.
din A
J/J2
17,00
30
12,50
100
9,45
50
7,70
10
7,20
60
6,20
20
5,70
30
4,95
05
4,65
20
Leurocolumbin kann auf folgende Weise hergestellt werden: Blätter von Pflanzen, die rohe Vincaalkaloide enthalten, nämlich Catharanthus roseus (Vinca rosea), werden mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Benzol, extrahiert. Von dem dabei erhaltenen Extrakt verdampft man dann in Gegenwart wässriger Weinsäure das Benzol. Anschliessend wird der pH-Wert des erhaltenen sauren Extrakts durch Zusatz einer Base auf pH 6 eingestellt. Wahlweise kann man die Blätter auch mit einer wässrigen Säure bei pH 3 behandeln und die dabei erhaltene saure Schicht dann mit Benzol extrahieren. Die Benzolschicht wird abgetrennt und verworfen, und den pH-Wert der wässrigen Schicht stellt man wie oben auf pH 6 ein. Anschliessend werden die dimeren Alkaloide aus der wässrigen Schicht in ein organisches Lösungsmittel, normalerweise Benzol, extrahiert. Die extrahierten Alkaloide kann man gegebenenfalls einer Gelausschlussfiltration unterziehen, wozu man beispielsweise ein vernetztes Dextrangel (Sephadex G-25F) vewendet und als mobile Phase einen 0,1 molaren Ammoniumeitratpuffer von pH 3,0 einsetzt. Die Gelausschlusschromatographie wird bei einem Druck von etwa 1,05 kg/cm durchgeführt. Als erstes wird bei diesem Verfahren die dimere Alkaloidfraktion eluiert, die Leurocristin, Vinblastin, Des-N-methylvinblastin, Leuroformin, Leurosin und Leurosidin enthält. Die Extraktion der dimeren Alkaloide aus dem Puffer mit pH 3 erfolgt durch Einstellen des pH-Wertes mit einer Base auf pH 7,0 und anschliessendes Behandeln der dabei erhaltenen wässrigen Lösung mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, vorzugsweise wiederum Benzol. Durch Verdampfen des Benzols erhält man einen Rückstand, aus dem sich nach Lösen in Äthanol direkt Leurosin kristallisieren lässt. Die Leurosinkristalle werden durch Dekantieren
5
10
IS
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
624962
6
abgetrennt, worauf man die dabei erhaltene überstehende Flüssigkeit mit 3-prozentiger äthanolischer Schwefelsäure auf pH 4,2 ansäuert. Hierbei werden die restlichen dimeren Alkaloide in ihre Sulfate überführt, die ausfallen. Die ausgefallenen Salze werden gesammelt und in üblicher Weise in die entsprechenden freien Alkaloidbasen überführt, was beispielsweise durch Lösen der Salze in Wasser, Einstellen der erhaltenen Lösung mit Ammoniumhydroxid auf pH 8,0 und anschliessendes Extrahieren der dimeren Alkaloide mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, vorzugsweise Methylenchlorid, erfolgen kann. Durch Verdampfen des Methylen-dichlorids erhält man die gemischten dimeren Alkaloide, die man anschliessend bei Hochdruck über Aluminiumoxid (Aktivität III-IV) unter Verwendung eines Lösungsmittelsystems aus Äthylacetat-Methylendichlorid-Wasser (25:75:0,4) als Eluiermittel chromatographiert.
Für obiges Verfahren wurden vorzugsweise Arbeitsdrücke im Bereich von 10,5 bis 24,6 kg/cm angewandt. Hoch-druckchromatographieranlagen gibt esjedoch auch für Arbeitsdrücke von 281 bis 352 kg/cm , und es ist eben|alls auch ein Arbeiten bei Drücken von 527 bis 562 kg/cm vorstellbar. Die Trennung der einzelnen Alkaloide ist bei höheren Drücken im allgemeinen günstiger. Hochdruckchromatographieverfahren werden gewöhnlich in einer Vorrichtung aus rostfreiem Stahl durchgeführt, die druckfest abgedichtet ist.
Die Eluierung der Alkaloide erfolgt z.B. bei dem obigen chromatographischen Verfahren in der folgenden Reihenfolge: Restliches Leurosin, Vinblastin, Leurocolumbin, Des-N-methylvinblastin, Leurocristin und Leurosidin. Die in der eluierten Fraktion vorhandenen dimeren Alkaloide können durch übliche Verfahren identifiziert werden, beispielsweise durch dünnschichtchromatographische Analyse.
4-Desacetoxyvinblastin verfügt über folgende physikalische und chemische Eigenschaften: Schmelzpunkt =183 bis 190°C (Zersetzung) nach Umkristallisation aus Methanol; [alpha]o = + 95,3° (Chloroform); Molekularion M+ = 752, entsprechend einer empirischen Formel von C44H56N407.
Analyse für C44H56N4O7:
C
H
N
O
Berechnet:
70,19
7,50
7,44
14,87
Gefunden:
69,71
7,47
7,08
15,00
4-Desacetoxyvinblastin kann wie folgt hergestellt werden: Blätter von Pflanzen, die rohe Vincaalkaloide enthalten, nämlich Catharanthus roseus (Vinca rosea), welche man vorher mit wässrigem Ammoniak angefeuchtet hat, werden mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Benzol, extrahiert. Von dem dabei erhaltenen Extrakt wird anschliessend das Benzol in Gegenwart wässriger Weinsäure abdestilliert. Die Weinsäureschicht wird dann mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel extrahiert und anschliessend durch Zugabe von Ammoniak basisch gestellt. Hierauf extrahiert man die dimeren Alkaloide aus der alkalischen Schicht in ein organisches Lösungsmittel, normalerweise Benzol. Durch Verdampfen des Benzols erhält man ein Gemisch amorpher dimerer Alkaloide, dass man in Benzol löst und über Aluminiumoxid (CAMAG - Aktivität III) chromatographiert.
Hierbei können die Alkaloide in folgender Reihenfolge eluiert werden: Leurosin, Vinblastin, Des-N-methylvinblastin, Leurocristin und Leurosidin. Die Identifizierung der dimeren Alkaloide in der eluierten Fraktion erfolgt gewöhnlich nach bekannten Verfahren, beispielsweise durch dünnschichtchromatographische Analyse. Die Eluierung von Vinblastin erfolgt gewöhnlich unter Verwendung eines 1:1-
Lösungsmittelgemisches aus Benzol und Chloroform. Dieses Vefahren ist in US-PS 3 225 030 im einzelnen näher beschrieben.
Die auf diese Weise erhaltenen Vinblastinfraktionen enthalten aufgrund einer dünnschichtchromatographischen Analyse geringe Mengen eines zweiten Alkaloids, das als 4-Desacetoxyvinblastin identifiziert wird. Dieses zweite Alkaloid kann wie folgt isoliert werden: Die Vinblastinfraktion wird zuerst durch Standardverfahren in die entsprechenden Sulfatsalze überführt, worauf man die Sulfate einem pH-Gradiententrennverfahren unterzieht, für das man die Sulfate in 2-prozentiger wässriger Zitronensäure löst und die Zitronensäurelösung zweimal mit Benzol extrahiert. Anschliessend erhöht man den pH-Wert durch Zugabe von Ammoniak auf pH 5,5 und extrahiert weitere zweimal mit Benzol. Die dabei erhaltene zweite Fraktion wird über Aluminiumoxid (Aktivität III) chromatographiert. Die Entwicklung des Chromatogramms erfolgt mit Benzol. Diejenigen Fraktionen, die einer dünnschichtchromatographischen Analyse neben Vinblastin noch ein zweites Alkaloid enthalten, werden vereinigt und erneut über Aluminiumoxid chromatographiert, wobei man das Chromatogramm wiederum mit Benzol entwickelt. Das Verfahren wird anschliessend wiederholt. Diejenigen Fraktionen, die dann praktisch nur das zweite Alkaloid, nämlich 4-Desacetoxyvinblastin, mit lediglich geringen Mengen an Vinblastin enthalten, werden vereinigt und aus Methanol umkristallisiert. Das auf diese Weise erhaltene 4-Desacetoxyvinblastin wird dann durch präparative Dünnschichtchromatographie über Siliciumdioxid unter Vewendung eines 3:2:4-Lösungsmitelgemisches aus Diäthylamin-Chloroform-Benzol weiter gereinigt.
Das 3'-Hydroxy-4-desacetoxyvinblastin verfügt über folgende physikalische Eigenschaften:
Maxima in NMR-Protonenspektrum bei delta 4,075(5), 5,85(15), 5,46 bis 5,78 (breites Multiplett).
Massenspektrum: Ionen bei m/e = 768,411, 371,224,170, 102.
3-Hydroxy-4-desacetoxyvinblastin kann wie folgt hegestellt werden: Von Fett befreite Blätter von Pflanzen, die rohe Vincaalkaloide enthalten, nämlich Catharanthus roseus (Vinca rosea), werden zuerst mit wässrigem Ammoniak befeuchtet und dann mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Benzol, extrahiert. Von dem dabei erhaltenen Extrakt dampft man dann in Gegenwart wässriger Weinsäure das Benzol ab. Anschliessend wird die Weinsäureschicht durch Zugabe von Ammoniak basisch gestellt. Sodann extrahiert man die dimeren Alkaloide aus der alkalischen Schicht in ein organisches Lösungsmittel, normalerweise in Benzol. Durch Verdampfen des Lösungsmittels erhält man ein Gemisch aus amorphen dimeren Alkaloiden. Die dimere Alkaloidfraktion wird in Äthanol gelöst, worauf man durch Zugabe äthanolischer Schwefelsäure die entsprechenden Sulfatsalze bildet. Die kristallinen gemischten Sulfatsalze werden gesammelt und dann in die entsprechenden freien Basen überführt, indem man sie in Wasser löst, die wässrige Lösung basisch stellt und die Alkaloide in ein mit Wasser nicht mischbares organisches Lösungsmittel, normalerweise Methylendichlorid, extrahiert. Durch Verdampfen des Lösungsmittels erhält man ein Gemisch aus amorphen dimeren Alkaloiden. Dieses Gemisch wird widerum in Methylendichlorid gelöst, worauf man die Lösung über Aluminiumoxid (CAMAG - Aktivität III-IV) chromatographiert.
Die Alkaloide werden bei diesem Verfahren gewöhnlich in folgender Reihenfolge eluiert: Leurosin, Vinblastin, Des-N-methylvinblastin, Leurocristin und Leurosidin. Die Identifizierung der dimeren Alkaloide in den Eluatfraktionen erfolgt in der Regel durch bekannte Verfahren, beispielsweise durch dünnschichtchromatographische Analyse. Das chromatographische Vefahren wird z.B. in einer Säule aus rostfreiem Stahl
5
xo
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
7
624 962
mit den Abmessungen 5 cm X 730 cm bei einem Druck von 14,1 bis 28,1 kg/cm durchgeführt. Das Verhältnis aus Aluminiumoxid und Beladung beträgt vorzugsweise 300:1. Das Eluat wird bei 280 mjj, überwacht, und in Abhängigkeit von den Maxima im Ultraviolettspektrum können entsprechende Fraktionen abgetrennt werden. Die dünnschichtchromatographische Analyse dieser Fraktionen ergibt, dass sie vorwiegend Leurosin, Vinblastin, Des-N-methylvinblastin und Leurocristin enthalten. Die nach dem Des-N-methylvinblastin und vor dem Leurocristin kommenden Fraktionen werden im allgemeinen vereinigt, nämlich diejenigen Fraktionen, die nach dem Maximum der Des-N-methylvinblastin-Fraktion und vor dem Maximum der Leurocristin-Fraktion kommen und mehr als ein dimeres Alkaloid enthalten, und diese Fraktionen werden dann durch Behandeln mi einem Überschuss an 1-prozentiger äthanolischer Schwefelsäure in die entsprechenden Sulfatsalze überführt. Die so hergestellten Sulfatsalze kann man dann einem pH-Gradiententrennverfahren unterziehen, bei dem eine Lösung der Sulfatsalze in Zitronensäurepuffer von pH 3,4 mit Benzol extrahiert wird. Der pH-Wert der Zitronensäurelösung wird gewöhnlich schrittweise jeweils in 0,5-pH-Einheiten erhöht, und die dabei erhaltene wässrige Schicht extrahiert man mit Benzol. Die dünnschichtchromatographische Analyse zeigt, dass in den Extrakten von pH 5,4 und 5,9 4-Desacetoxy-3-hydroxyvinblastin vorhanden ist. Aus dem Extrakt von pH 5,4 können die Sulfate (Vinblastin und Leurocristin sind aufgrund einer dünnschichtchromatographischen Analyse die hauptsächlichen als Verunreinigungen vorhandenen dimeren Alkaloide) gewonnen weden, die man in 5 ml Wasser löst, worauf man die Azidität der wässrigen Lösung durch Zugabe von Ammoniumacetat auf pH 9 einstellt. Die dabei ausfallenden freien Basen der Alkaloide werden gewöhnlich durch Zentrifugieren abgetrennt und in 3 ml Methylenchlorid gelöst, worauf man die erhaltene Lösung unter Hochdruck in einer mit neutralem Aluminiumoxid [WoeImN-18 (18-30 (i)] bepackten Säule aus rostfreiem Stahl mit den Abmessungen 8 mm X 6 m unter Anwendung eines linearen Gradienten von 0 bis 5 % Äthanol in Methylenchlorid chromatographiert. Die Säule wid z.B. bei einem Druck von etwa 77,3 kg/cm und einer Fliessgeschwindigkeit von 180 ml pro Stunde gefahren. Nach dem im Ultraviolettspektrum festgestellten Auftreten von Material im Säulenabstrom werden in der Regel alle drei Minuten entsprechende Fraktionen aufgefangen. Die Fraktionen 30 bis 32 enthalten 4-D es acetoxy- 3 '-hy droxyvinbl astin, wie eine dünnschichtchromatographische Analyse über Silica-gel unter Verwendung eines Lösungsmittelsystems aus Äther-Diäthylamin-Toluol-Methanol (100:5:5:5) ergibt.
Beispiele typischer erfindungsgemäss herstellbarer neuer Verbindungen bzw. neuer Verbindungen, die aus erhaltenen 3-Carboxyhydrazidverbindungen erhalten werden können, sind: 3-Hydroxy-4-desacetoxyvinblastin-C-3-N-methylcarboxamid, 2'-Hydroxy-4-desacetoxyvinblastin-C-3-N-cyanoäthylcarbox-amid,
Die erhaltenen neuen Verbindungen sind Derivate, bei denen die am Kohlenstoffatom 3 bestimmter bekannter Indol-dihydroindolalkaloide befindliche Carboxymethoxygruppe in eine Carboxhydrazidgruppe, eine Carboxamid-gruppe oder ein Derivat hiervon überführt ist. Es werden gewöhnlich nicht alle diese Derivate durch ein einziges Verfahren gebildet. Diejenigen Verbindungen, bei denen der Substituent R obiger Formel I für NHz, NH-NH2 oder NH-CH3 steht, werden wie folgt erfindungsgemäss hergestellt: Man behandelt Leurocolumbin, Vincadiolin, ihre entsprechenden 4-Desacetylverbindungen oder Deoxyvinblastin entweder mit Ammoniak, Methylamin oder Hydrazin, wodurch man das entsprechende Amid, N-Methylamid oder Hydrazid erhält. Das Produkt dieser Umsetzung mit Ausgangsmaterialien, die über eine intakte 4-Acetylgruppe verfügen, ist normalerweise ein Gemisch von Verbindungen, bei denen die Carbomethoxy-gruppe am Kohlenstoffatom 3 in eine Carboxamid-, N-Methyl-carboxamid- oder Carboxhydrazidgruppe überführt ist und bei denen gleichzeitig auch die am Kohlenstoffatom 4 befindliche Acetylgruppe vollständig oder teilweise entfernt ist. Zur Reinigung können die so hergestellten C-4-Desacetylderivate chromatographisch voneinander getrennt werden.
Diejenigen neuen Verbindungen, bei denen der Substituent R für N(CH3)2, NH-Alkyl-X, worin X Wasserstoff, Cyano oder Phenyl ist, NH-(C3-C8)-Cycloalkyl, NH-Alkyl-Am oder NH-AIkyl-(OH)i-3 steht und Alkyl sowie Am die oben angegebenen Bedeutungen haben, werden vorzugsweise nach folgendem Verfahren hergestellt: Ein durch Umsetzen der C-3-Carbo-methoxyverbindung mit wasserfreiem Hydrazin hergestelltes Hydrazid der Formel I, worin R für NH-NHz steht, wird in das entsprechende Azid überführt, indem man das Hydrazid in bekannter Weise mit einem Nitrosiermittel behandelt, wie salpetriger Säure, Nitrosylchlorid, Stickstofftetroxid oder Amylnitrit. Das auf diese Weise hergestellte C-3-Azid wird dann mit den primären oder sekundären Aminen der Formel HN(CH3)2, NH2-Alkyl-X, NH2-(C3-C8)-Cycloalkyl, NH2-Alkyl-(OH)i-3 oder NH2-Alkyl-Am umsetzt, wodurch man das gewünschte C-3-Amid erhält. Die obige C-3-Azid-Amin-Reaktion beeinflusst die am Kohlenstoffatom 4 vorhandene Acylgruppe nicht, so dass diese, falls überhaupt vorhanden, während der Umsetzung und Aufarbeitung intakt bleiben würde. Die oben angegebene Azid-Amin-Transformation wird vorzugsweise nach dem in Helv. Chim. Acta 26, 944 (1943) beschriebenen Verfahren durchgeführt, und hierzu wird auch auf US-PS 2 090 429 sowie 2 090 430 verwiesen.
Verbindungen der oben angegebenen Formel I, bei denen der Substituent R für NH-Alkyl-X steht und das Symbol X Carboxyl, Carboxamido oder Carbo-(Ci-C3)-alkoxy bedeutet, lassen sich auch herstellen, indem man eine Aminosäure, ein Aminoamid oder vorzugsweise einen Aminoester der Formel
H
I
NH2-C-COQ,
I
Z
worin Q für OH, NH2 oder O-Alkyl steht und Z Wasserstoff oder Ci-C5-Alkyl bedeuet, mit dem jeweils gewählten dimeren Indoldihydroindolazid umsetzt. Zu für diesen Zweck geeigneten und unter die allgemeine Formel I fallenden Aminosäuren gehören beispielsweise Leucin, Isoleucin, Valin, Glycin, Alanin oder Norleucin. Selbstverständlich lassen sich auch andere Aminosäuren und Polypeptide für eine Umsetzung mit beispielsweise 4-Desacetylvinblastin-C-3-carboxazid verwenden, um so substituierte C-3-Carboxamide herzustellen, die antitu-moral wirksam sind.
Ein anderes bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des primären Amids (R = NH2) aus dem Hydrazid (R = NH— NH2) ist in US-PS 2 756 235 beschrieben, nach welchem das Hydrazid einer Hydrogenolyse mit Raney-Nickel unterworfen wird.
Die neuen Derivate der Formel I werden nur unter Bezugnahme auf die neue Gruppe bezeichnet, die an einem gegebenen Kohlenstoffatom gebildet wird. Die durch Ersatz der Methylesterfunktion beim Vinblastin am Kohlenstoffatom 3 durch eine Amidfunktion entstandene Verbindung wird daher beispielsweise einfach als Vinblastin-C-3-carboxamid bezeichnet, und nicht als Vinblastin-C-3-descarbomethoxy-C-3-carboxamid.
Die Verbindungen der Formel I sind in Form ihrer freien Basen unter Einschluss ihrer Carboxamide und Carbohydra-zide weisse oder lohfarbene amorphe Feststoffe. Wenn möglich, werden die Amide vorzugsweise jedoch in Form ihrer s
10
IS
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
624962
anionischen Salze mit nichttoxischen Säuren isoliert und kristallisiert. Diese Salze stellen hochschmelzende weisse kristalline oder amorphe wasserlösliche Feststoffe dar.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele weiter erläutert.
Beispiel 1
4-Desacetyl-4/-deoxyvinblastin-B-C-3-carboxhydrazid In einem verschlossenen Reaktionsgefäss werden 2,55 g Deoxyvinblastin B mit 30 ml wasserfreiem Hydrazin in wasserfreiem Methanol bei einer Temperatur von etwa 60°C über eine Zeitspanne von etwa 18 Stunden miteinander umgesetzt. Sodann wird das Reaktionsgefäss abgekühlt und geöffnet, worauf man den Gefässinhalt entnimmt und die flüchtigen Bestandteile im Vakuum verdampft. Der dabei erhaltene Rückstand, der 4-Desacetyl-4/-deoxyvinblastin-B-C-3-carbo-hydrazid enthält, wird in Methylenchlorid aufgenommen, worauf man die Methylenchloridlösung mit Wasser wäscht, abtrennt und trocknet. Durch Entfernen des Methylenchlorids im Vakuum erhält man ein amorphes Pulver mit folgenden physikalischen Eigenschaften: Infrarotmaxima bei 3440 cm-1 (N-H), 1735 cm-1 (COO), 1675 cm"1 (CON); Molekular-ionenspektrum m/c = 752 (in Übereinstimmung mit C43H56N606); NMR-Spektrum delta 3,78 (ArOCHs), delta 3,58 (C18COOCH3), delta 2,77 (N-CHa), delta 4,15 (O-H).
Beispiel 2
4-Desacetylvincadiolin-C-3-N-methylamid 1500 mg Vincadiolin werden mit 25 ml wasserfreiem Hydrazin in wasserfreier Methanollösung umgesetzt. Die Reaktionsmischung wurde im Reaktionsgefäss verschlossen und dann erhitzte man 12 Tage lang auf eine Temperatur bis zu 50°C. Die flüchtigen Bestandteile wurden im Vakuum verdampft und man erhält 4-Desacetylvincadiolin-C-3-Carbo-hydrazid. Zu diesem Carbohydrazid gab man etwa 50 ml einer 1 n wässrigen Salzsäure und kühlte die erhaltene Lösung auf etwa 0°C ab. Abschliessend wurde 140 mg Natriumnitrid zu der Lösung hinzugefügt und man rührte die Reaktionsmischung 10 Minuten lang bei einer Temperatur von etwa 0°C. Die Reaktionsmischung wurde dann durch Zugabe eines Überschusses einer 5 %igen kalten wässrigen Natriumbicarbo-natlösung basisch gemacht. Man extrahierte die wässrige Lösung dreimal mit Methylendichlorid. Das sich während der Umsetzung gebildete 4-Desacetylvincadiolin-C-3-carbonylazid ging in das Methylenchlorid über. Das Methylenchlorid wurde getrocknet und man reduzierte das Volumen auf etwa 30 ml. Dann gab man die Lösung des Carbonylazids in ein Gefäss, das mit einer Trockenröhre und einem Rührer versehen war. Man fügte etwa 75 ml Methylamin hinzu und rührte die Reaktionsmischung bei Zimmertemperatur etwa 2 Stunden lang. Die flüchtigen Bestandteile wurden im Vakuum entfernt.
Hierbei erhält man 4-Desacetylvincadiolin-C-3-N-methyl-amid mit folgenden physikalischen Eigenschaften: Maxima im Infrarotspektrum bei 2,95 m|x, 5,75 mjx und 5,97 m(i; NMR-Spektrum in Übereinstimmung mit der postulierten Struktur mit einem zusätzlichen Doublett bei delta 3,82 (Amidmethyl-wasserstoffe); Molekularspektrum: Molekularion M+ = 783 in Übereinstimmung mit GmHsîNsOs.
Nach dem oben beschriebenen Verfahren wird auch 4-Desacetylleurocolombin-C-3-N-methylamid hergestellt.
Beispiel 3 Herstellung von Salzen Andere Salze, zu denen auch Salze anorganischer Anionen gehören, wie die Chloride, Bromide, Phosphate oder Nitrate, sowie Salze organischer Anionen, wie die Acetate, Chlorace-tate, Trichloracetate, Benzoate, Alkyl- oder Arylsulfonate, können aus den erfindungsgemässen Amidbasen nach einem analogen Verfahren hergestellt werden, wie es oben bei Beispiel 1 für die Herstellung des Sulfatsalzes beschrieben worden ist, indem man anstelle der 1-prozentigen wässrigen Schwefelsäure jeweils die entsprechende Säure in einem geeigneten Lösungsmittel verwendet.
Selbstverständlich erfordert die Gegenwart anderer Esterund/oder Amidgruppen in den Indoldihydroindolkomponen-ten eine besondere Sorgfalt bei der Herstellung von Salzen, um eine Hydrolyse, Veresterung oder sonstige Reaktionen zu vermeiden, zu denen es bei hohen Temperaturen und extrem sauren pH-Werten und dergleichen kommt.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen haben sich in vitro gegenüber herpes-Virus unter Verwendung eines Gewebekultursystems in einem Blättchen-Suppressionstest, der dem in Applied Microbiology 9, 66-72 (1961) beschriebenen Test ähnelt, als antiviral wirksam erwiesen.
Die genannten neuen Verbindungen erwiesen sich in vivo fernerauchgegenübertransplantierten Mäusetumoren wirksam. Von besonderem Interesse ist dabei jedoch die Wirksamkeit der erfindungsgemässen Verbindungen gegen Ridgeway-Osteogensarcom (ROS) und Gardner-Lymphosarcom (GLS). Die Wirksamkeit der erfindungsgemässen Verbindungen gegenüber diesen Tumoren wurde anhand eines Verfahrens ermittelt, bei dem der Wirkstoff normalerweise intraperitoneal in einer vorgegebenen Dosis 7 bis 10 Tage nach Inokulation des Tumors verabreicht wurde.
Die neuen Verbindungen sind ähnlich wie Leurocristin und Vinblastin gegenüber Mäusen in Dosen toxisch, die über denjenigen liegen, welche eine 100-prozentige Inhibierung des transplantierten Tumors ergeben. Aus bis jetzt noch nicht geklärten Gründen zeigen alle Wirkstoffe bei einem vorgegebenen Versuch unter Einschluss der zum Vergleich herangezogenen Wirkstoffe, wie Vinblastin, bei Dosierungen eine Toxizität, bei denen sie normalerweise ohne Toxizität eine Tumorhemmung ergeben. Die in der Tabelle angeführten Ergebnisse stammen daher von typischen Versuchen, bei denen die Vergleichswirkstoffe zu den erwarteten Ergebnissen führen, und sie stellen somit keine Mittelwerte aller Versuche dar.
Die neuen Verbindungen sind ferner wirksam gegenüber anderen transplantierten Tumoren. So führte beispielsweise eine 9 Tage lange parenterale Injektion von 0,25 mg/kg Vin-blastin-C-3-N-methylcarboxamid-sulfat bei Mecca-Lympho-sarcom zu einer 54-prozentigen Hemmung des Wachstums, und Vinblastin-C-3-amid ergab beispielsweise eine 28-prozentige Wachstumshemmung. Bei der gleichen Dosierungshöhe erwies sich Vinblastin selbst als völlig unwirksam.
Bei Studien gegenüber CA 755-Adenocarcinom erhielt man mit 4-Desacetylvinblastin-C-3-carboxamid-sulfat darüber hinaus eine 67-prozentige Hemmung des Tumorwachstums, mit4-Desacetylvinblastin-C-3-N-methylcarboxamid-sulfat eine 61-prozentige Hemmung und mit Vinblastin-C-3-carbox-amid-sulfat eine 49-prozentige Hemmung bei einer Dosis von 0,25 mg/kg während 8 Tagen und eine 72-prozentige Hemmung bei einer Dosis von 0,3 mg/kg. Bei einem ähnlichen Versuch führte Vinblastin zu einer 31-prozentigen Hemmung, während man mit Leurocristin bei der etwas niedrigeren Dosis von 0,2 mg/kg eine 79-prozentige Inhibierung erhielt, und zwar nach einem hervorragend wirksamen Auswertungssystem. Gegenüber L5178 Y-Lymphocytenleukämie überlebten bei Verwendung von Vinblastin-C-3-carboxamid-sulfat in einer Dosis von 0,25 mg/kg während 10 Tagen bei einem Versuch mit 5 Mäusen 3 Versuchstiere eine unbegrenzt lange Zeit, während die Lebensdauer der beiden kranken Mäuse bei diesem Versuch gegenüber den Vergleichstieren um 26% länger war. Beim gleichen Versuch erhielt man mit Vinblastin eine 36-prozentige Erhöhung der Überlebenszeit, wobei es hier jedoch keine dauernd überlebenden Tiere gab, so dass dieser Wirkstoff als nur minimal wirksam anzusehen ist.
8
s l»
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
9
624 962
Die hergestellten neuen Amide und Hydrazide lassen sich als antineoplastische Mittel entweder parenteral oder oral verabreichen. Für eine orale Verabfolgung vermischt man eine geeignete Menge eines phamazeutisch unbedenklichen Salzes einer Base der Formel I, mit Ausnahme derjenigen Verbindungen, bei denen der Substituent R für NH-NH2 oder N3 steht, mit einer nichttoxischen Säure mit Stärke oder einem sonstigen Exzipiens und bringt das Gemisch dann in Teleskopgelatinekapseln, die jeweils 7,5 bis 50 mg Wirkstoff enthalten. In ähnlicher Weise kann man das antineoplastische Salz auch mit Stärke, einem Bindemittel und einem Schmiermittel vermischen und das Gemisch dann zu Tabletten verpressen, die jeweils 7,5 bis 50 mg Wirkstoff enthalten. Die Tabletten können gekerbt sein, wenn man kleinere oder unterteilte Dosen anwenden möchte. Für eine parenterale Verabreichung wird der intravenöse Weg bevorzugt. Hierzu werden isotonische Lösungen verwendet, die 1 bis 10 mg/ml eines Salzes eines Indoldihydroindolamids der Formel I enthalten, mit Ausnahme der Hydrazide und Azide. Die erfindungsgemässen
Verbindungen werden einmal wöchentlich in Mengen von 0,1 bis 1 mg/kg Säugetierkörpergewicht verabreicht, was sowohl von der Wirksamkeit als auch von der Toxizität der jeweiligen Verbindungen abhängt. Die freien Basen der Verbindungen s der Formel I, bei denen der Substituent R für NH-NH2 oder N3 steht, werden in ähnlicher Weise zu geeigneten Dosierungsformen kompoundiert und in ähnlichen Dosierungskonzentrationen verabreicht.
Die meisten der genannten Verbindungen eignen sich zwar 10 als antineoplastische oder antivirale Heilmittel, doch lassen sich zwei Arten von Derivaten, nämlich die Hydrazide und Azide (Verbindungen der Formel I, worin R für NH-NH2 oder N3 steht), wie bereits erwähnt auch als Zwischenprodukte verwenden, da man die Hydrazide durch Umsetzen mit einem ls Nitrosiermittel, wie beispielsweise Behandlung mit salpetriger Säure, in die Azide oder durch Hydrogenolyse in die einfachen Amide überführen kann. Das Azid selbst kann man wiederum mit primären oder sekundären Aminen umsetzen, wodurch man die erfindungsgemässen Amide erhält.
B

Claims (4)

624962
1 4
,of
11
:/\
r
CH3~0-»O 6
/\- \/\/ " " I 5I
r
.•6
'CH2-CH3
CH3 A
R1
wonn
R NH2, NH-NH2 oder NHCH3 bedeutet, R1 Wasserstoff oder Hydroxy ist und R2, R3 sowie R4 für Wasserstoff oder Hydroxy stehen, mit der Massgabe, dass die Substituenten R3 und R4 Wasserstoff sind, falls der Substituent R2 Wasserstoff bedeutet, und dass ferner wenigstens einer der Substituenten R3 oder R4 für Hydroxy steht, falls der Substituent R2 Hydroxy ist und R1 von Wasserstoff verschieden ist, sowie der nichttoxischen Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der oben angegebenen Formel I, bei der der Substituent R für O-CH3 steht, der Substituent R1 Wasserstoff, Hydroxy oder Acetoxy bedeutet und die Substituenten R2, R3 und R4 die weiter oben angegebenen Bedeutungen haben, mit einer Verbindung der Formel
NH2R5
(II),
(I)l
Cyano, gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Carboxyl, Car-bo(Ci-C3)alkoxy oder Carbamoyl bedeutet, und der nichttoxischen Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten Verbindungen der Formel I mit einem 35 Nitrosylierungsmittel zu dem entsprechenden Azid umsetzt und anschliessend mit einer Verbindung der Formel
40
HN
R6
R7
worin Rs Wasserstoff, Methyl oder Amino ist, umsetzt und wobei eine vorhanden Acetoxygruppe R1 gleichzeitig in die Hydroxygruppe überführt wird und man gewünschtenfalls die so erhaltenen Verbindungen durch Umsetzen mit einer nichttoxischen anorganischen oder organischen Säure in die entsprechenden Säureadditionssalze überführt.
2. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 erhaltenen Verbindungen der Formel I, worin R NH-NH2 ss bedeutet und R Wasserstoff oder Hydroxy ist, zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, worin R H oder OH ist und R eine der folgenden Gruppen bedeutet worin R6 Wasserstoff ist und R7 für Methyl, Alkyl-X, (C3-C»)-Cycloalkyl, Alkyl-Am oder Alkyl-(OH)i 3 steht, oder beide Reste R6 und R7 Methyl bedeuten, umsetzt und gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen durch Umsetzen mit einer nichttoxischen anorganischen oder organischen Säure in die entsprechenden Säureadditionssalze überführt.
2
PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der Formel i ' »-
11
-N 4'V-CH2-CH3
i il if i
18',* 1 '
O-Crb
13
vx^xv:
* ' > •—fr
14 I "II
H
3. Verwendung nach Anspruch 2 zur Herstellung von
4-Desacetylvincadiolin-C-3-N-methylamid, dadurch gekennzeichnet, dass man ein gemäss Anspruch 1 erhaltenes 4-Des-acetylvincadiolin-3-carbohydrazid mit einem Nitrosylierungsmittel und anschliessend mit Methylamin umsetzt.
-NH(CH3), «0
-N(CH3)2,
-NH-Alkyl-X,
-NH(C3-C8)-Cycloalkyl,
-NH-Alkyl-Am oder
-NH-Alkyl-(OH)i-3 «s worin Alkyl einen Alkylrest mit 1-6 C-Atomen darstellt, Am für -NH2, -NHCH3 oder -N(CH3)2 steht und X Wasserstoff
CH1684075A 1975-01-09 1975-12-29 Process for the preparation of novel amide derivatives of dimeric vinblastin alkaloids CH624962A5 (en)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US53968175A 1975-01-09 1975-01-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH624962A5 true CH624962A5 (en) 1981-08-31

Family

ID=24152219

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1684075A CH624962A5 (en) 1975-01-09 1975-12-29 Process for the preparation of novel amide derivatives of dimeric vinblastin alkaloids

Country Status (13)

Country Link
JP (1) JPS5195100A (de)
BE (1) BE837390A (de)
CA (1) CA1067073A (de)
CH (1) CH624962A5 (de)
CS (1) CS199615B2 (de)
DE (1) DE2558027A1 (de)
FR (1) FR2297043A1 (de)
GB (1) GB1538921A (de)
HU (1) HU176226B (de)
IE (1) IE42385B1 (de)
IL (1) IL48685A (de)
NL (1) NL7515253A (de)
PH (1) PH17563A (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GR69783B (de) * 1976-09-08 1982-07-07 Lilly Co Eli
USRE30561E (en) 1976-12-06 1981-03-31 Eli Lilly And Company Vinca alkaloid intermediates
BG33293A3 (en) * 1977-01-19 1983-01-14 Eli Lilly And Company Method for obtaining of 4- dezacetyldimer indoldihydrondol
US4191688A (en) 1977-08-08 1980-03-04 Eli Lilly And Company Amides of leurosine, leuroformine, desacetylleurosine and desacetylleuroformine
US4195022A (en) 1978-03-27 1980-03-25 Eli Lilly And Company 4-Desacetoxy-4α-hydroxyvinblastine and related compounds
US4166810A (en) 1978-04-20 1979-09-04 Eli Lilly And Company Derivatives of 4-desacetyl VLB C-3 carboxyhydrazide
US4199504A (en) * 1978-05-15 1980-04-22 Eli Lilly And Company Bridged cathranthus alkaloid dimers
AR225153A1 (es) * 1978-10-10 1982-02-26 Lilly Co Eli Un procedimiento para la preparacion de sulfato de vindesina
US4357334A (en) 1980-03-20 1982-11-02 Eli Lilly And Company Use of VLB 3-(2-chloroethyl) carboxamide in treating neoplasms
LU83822A1 (fr) * 1981-12-08 1983-09-01 Omnichem Sa Derives n-(vinblastinoyl-23)d'acides amines,leur preparation et leur application therapeutique

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AR204004A1 (es) * 1973-04-02 1975-11-12 Lilly Co Eli Procedimientos para preparar derivados de vinblastina leurosidina y leurocristina

Also Published As

Publication number Publication date
FR2297043A1 (fr) 1976-08-06
DE2558027A1 (de) 1976-07-15
IL48685A (en) 1980-03-31
JPS5195100A (de) 1976-08-20
IL48685A0 (en) 1976-02-29
PH17563A (en) 1984-10-01
CS199615B2 (en) 1980-07-31
IE42385L (en) 1976-07-09
NL7515253A (nl) 1976-07-13
BE837390A (fr) 1976-07-08
HU176226B (en) 1981-01-28
FR2297043B1 (de) 1978-08-11
IE42385B1 (en) 1980-07-30
CA1067073A (en) 1979-11-27
GB1538921A (en) 1979-01-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2415980C2 (de)
DE2558124C2 (de)
DE3122479A1 (de) N-(vinblastin-23-oyl)-aminosaeurederivate
DD143075A5 (de) Verfahren zur herstellung von 4-desacetyl-vincaleucoblastin-c tief 3-carbonsaeurehydraziden
CH625530A5 (de)
DD153372A5 (de) Verfahren zur herstellung von neuen ergolinderivaten
DE2558027A1 (de) Amidderivate von vinblastin, leurosidin, leurocristin und damit verwandten dimeren alkaloiden sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE1811518C3 (de) Daunonibicinderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen
DE2753791C2 (de)
AT390958B (de) Verfahren zur herstellung neuer bisindolalkaloidderivate
DE2335750C3 (de) D-6-Methylergolin-derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittel
DE2739443C2 (de)
DE2632118B2 (de) Apovincaminolester und Verfahren zu deren Herstellung und Arzneimittel
DE1695298C3 (de) S-Acetamido-e-methyl-e-n-propyl-striazolo eckige Klammer auf 4,3-a eckige Klammer zu pyrazin und Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel
US4279916A (en) Method of treatment using new leurosine derivatives
DE2618223C2 (de)
DE2813286A1 (de) In 3'-stellung oxygenierte derivate von 4'-desoxy-vincaleukoblastin a und b sowie verwandte 1-formylverbindungen
AT345996B (de) Verfahren zur herstellung neuer amidderivate von vinblastin, leurosidin und leurocristin und ihrer saeureadditionssalze
DD147543A5 (de) Verfahren zur herstellung von dimeren vincaalkaloiden
EP0046565B1 (de) Neues Sparteinderivat, Verfahren zu seiner Herstellung, das Derivat enthaltende Arzneimittel und Verfahren zur Herstellung der Arzneimittel
CH618983A5 (de)
DE2560038C2 (de) H2-Chloräthyl)-1 nitroso-3-(hydroxycyclohexyl)harnstoffe, dieselben enthaltende Arzneimittel und Verfahren zur Herstellung der ersteren
AT377764B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 4-desacetyl-vincaleucoblastin-c3carbons|urehydraziden
AT377765B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 4-desacetyl-vincaleucoblastin-c3carbons|urehydraziden
DE2221939B2 (de) 2-(3-Pyridazinyl)-3-(4-methylpiperazino-carbonyloxy)-1-isoindolinonderivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased