CH628110A5 - Slab covering for a floor - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Plattenbelag für einen Fussboden, bei dem eine aus rechteckigen Platten zusammengesetzte obere Plattenschicht auf einer aus flächenmässig gleich grossen rechteckigen Platten zusammengesetzten unteren Plattenschicht aufliegt, bei dem eine Verklebung von Platten der oberen Plattenschicht mit Platten der unteren Plattenschicht vorgesehen ist und bei dem die Platten der oberen Plattenschicht jeweils gegenüber einer Platte der unteren Plattenschicht, diese an zwei Seiten überragend versetzt angeordnet sind.
Ein bekannter Plattenbelag dieser Art besitzt quadratische Platten aus Gipskarton. Es sind jeweils zwei dieser Platten derart versetzt übereinander angeordnet, dass der Versatz an zwei zusammenlaufenden Seiten nicht grösser als ein Fünftel der Länge bzw. der Breite der Platten ist. Die Verklebung der Platten der beiden Plattenschichten miteinander ist nur teilflächig, da jeweils nur die Platte der oberen Plattenschicht mit der darunter befindlichen Platte der unteren Plattenschicht verklebt ist und der durch den Versatz gebildete Plattenstreifen nicht verklebt ist. Die Platten sind in jeder Schicht im Schachbrettmuster angeordnet, so dass die Stossfugen zwischen zwei aneinanderstossenden Platten sich über den gesamten Plattenbelag geradlinig erstreckende lange Fugen bilden. Die einander zugekehrten Flächen der Platten der beiden Plattenschichten sind völlig plan und eben. Es werden im Herstellerwerk jeweils Plattenpaare von zwei versetzt zueinander angeordneten miteinander verklebten Platten hergestellt und diese Plattenpaare zum Verlegen eines Plattenbelages geliefert.
Die Stabilität, insbesondere die Punktbelastbarkeit des bekannten Plattenbelages ist für manche Anwendungsfälle nicht hoch genug, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Plattenbelag wie ein Trockenestrich auf einer Isolier- oder Dämmschicht aus kompressiblem Material verlegt wird. Das nut- und federartige Ineinandergreifen der Plattenpaare bildet Stellen, an denen sich die Plattenpaare gegeneinander-bewegen können. Auch die sich über den gesamten Plattenbelag erstreckenden geradlinigen langen Fugen tragen zu der für manche Anwendungsfälle zu niedrigen Stabilität bei. Die Platten müssen wegen des nut- und federartigen Ineinandergreifens relativ gross sein, um eine auch nur halbwegs hinreichende Festigkeit des Plattenbelages zu erreichen. Eine erhöhte Stabilität des Plattenbelages ist z.B. erforderlich, wenn auf der oberen Plattenschicht ein durchgehender Überzug aus sprödem brechbarem Werkstoff, z.B. Keramik, aufgebracht wird, der bei geringster Bewegung des Plattenbelages platzt bzw. reisst, oder wenn in den Plattenbelag Heizleitungen eingelegt werden sollen, um eine Fussbodenheizung zu bilden.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es somit, einen Plattenbelag der anfangs genannten Art zu schaffen, der eine verbesserte Stabilität und Punktbelastbarkeit aufweist, indem auch bei kleineren Abmessungen der Platten Bewegungen im Bereich der durch den Versatz erzeugten Überlappungen vermieden und ein die langen geradlinigen Fugen verhinderndes Muster der Verlegung der Platten gewählt ist. Der erfindungs-gemässe Plattenbelag ist hierzu dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Platten jeweils doppelt so gross wie die Breite ist, dass die Platten beider Plattenschichten im Fischgrätenmuster angeordnet sind und dass die Verklebung der Platten der beiden Plattenschichten miteinander jeweils vollflächig ist.
Das Fischgrätmuster lässt Stossfugen, die länger als die Summe einer Plattenbreite und einer Plattenlänge sind, nicht zu. Jede ganze Platte der einen Plattenschicht ist mit vier Platten der anderen Plattenschicht verklebt. Es ergibt sich auch bei relativ kleinen Platten ein Plattenbelag äusserst hoher Stabilität und Punktbelastbarkeit, da der Plattenbelag wegen der durchgehenden Verklebung ein in sich geschlossener Verbund ist. Das Fischgrätenmuster ergibt zusammen mit der durchgehenden Verklebung eine Abstützung jeder Platte an einer Mehrzahl anderer Platten beider Plattenschichten.
Besonders zweckmässig und vorteilhaft ist es, wenn die Versetzung jeweils halb so gross wie die Breite der Platten ist. Eine derart grosse Überlappung der Platten der einen Plattenschicht mit den Platten der anderen Plattenschicht ergibt eine weitere beachtliche Verbesserung der Stabilität und Punktbelastbarkeit des Plattenbelages und ist auch im Hinblick auf die nachfolgend beschriebene weitere Ausbildung des erfmdungsgemässen Plattenbelages von Vorteil.
Die Platten einer der Plattenschichten können jeweils an der der anderen Plattenschicht zugewandten Fläche eine über die Länge verlaufende Rinnenausnehmung und dieser zugeordnet zwei über die Breite verlaufende Rinnenausnehmungen aufweisen, wobei der Abstand der über die Länge verlaufenden Rinnenausnehmungen von der einen Längsseite der Platte gleich dem Abstand der über die Breite verlaufenden Rinnenausnehmungen von der jeweils zugeordneten Breitseite der Platte ist.
Die Rinnenausnehmungen der Platten ergeben in der Plattenschicht ein Muster von rechtwinkelig zueinander verlaufenden, sich geradlinig über den ganzen Plattenbelag erstrek-kenden Rinnen, in welche Rohre oder Schläuche für eine Warmwasser-Fussbodenheizung oder elektrische Leiter für eine Elektro-Fussbodenheizung legbar sind. Da die einzelnen Platten des Plattenbelages sich gegeneinander mit Sicherheit
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nicht bewegen können, können die Leitungen auch nicht durch etwaige Plattenbewegungen beschädigt werden.
Es ist möglich, die Rinnenausnehmungen miteinander korrespondierend sowohl an den Platten der oberen Plattenschicht als auch an den Platten der unteren Plattenschicht oder nur an den Platten der oberen Plattenschicht vorzusehen. Besonders zweckmässig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Rinnenausnehmungen nur an den Platten der unteren Plattenschicht vorgesehen sind. Hierbei nehmen die Rinnenausnehmungen der unteren Platten die Leitungen vollständig auf und ist die Verlegung der Leitungen und der Platten erleichtert.
Besonders zweckmässig und vorteilhaft ist es weiterhin, wenn auf der oberen Plattenschicht ein durchgehender Überzug aus sprödem brechbarem Werkstoff aufgebracht ist. Ein derartiger Überzug kann bei dem erfindungsgemässen Plattenbelag nicht reissen oder platzen, da Bewegungen der einzelnen Platten gegeneinander oder ein Brechen einzelner Platten auch bei erhöhter Punktbelastung vermieden ist.
Die Platten, die für einen erfindungsgemässen Plattenbelag verwendet werden, weisen in der Regel folgende Eigenschaften auf: Sie sind jeweils in sich massiv, d.h. nicht aus verschiedenen Werkstoffen geschichtet. Sie bestehen aus einem steinigen Material, d.h. nicht aus Holz. Sie bestehen aus einem Material erhöhter Druckfestigkeit und erhöhter Wärmefähigkeit, z.B. Beton oder Keramik, und nicht aus Gips oder Gipsfasermischungen.
In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil eines Plattenbelages, Fig. 2 eine Seitenansicht gemäss Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Platte und Fig. 4 schematisch eine Draufsicht auf eine Plattenschicht.
Ein Plattenbelag gemäss Fig. 1 und 2 umfasst eine untere Plattenschicht 1 und eine obere Plattenschicht 2, die jeweils aus Platten 3,4 zusammengesetzt sind, die gleiche übereinstimmende Länge und Breite aufweisen. Dabei entspricht die Länge der Platte der doppelten Breite der Platte. Die Platten jeder Plattenschicht sind derart zusammengesetzt, dass jeweils an einer Längsseite einer Platte eine Breitseite einer zweiten Platte und die halbe Längsseite einer dritten Platte anliegt, wodurch das sogenannte Fischgrätenmuster entsteht. Die Platten jeder Plattenschicht stossen mit ihren Stirnflächen jeweils unmittelbar gegeneinander ohne Zwischen628110
läge eines Klebemittels an den Stirnflächen. In den Fugen ist auch keine Fugenspachtelmasse vorgesehen.
Die Platten 4 der oberen Plattenschicht sind (in der Zeichenebene) jeweils gegenüber der zugeordneten Platte 3 der unteren Plattenschicht um die Hälfte der Plattenbreite sowohl nach rechts als auch nach unten versetzt. Zwischen den beiden Plattenschichten 1,2 ist ein Klebebelag 5 vorgesehen, der sich über die gesamten aneinanderliegenden Flächen der Plattenschichten erstreckt. Auf der oberen Fläche der oberen Plattenschicht 2 ist ein durchgehender Überzug 6 aus Keramik vorgesehen, der auch die Stossfugen überbrückt.
Die unteren Platten 3 weisen an den den oberen Platten 4 zugewendeten Flächen jeweils zwei sich über die Länge durchgehend erstreckende geradlinige Rinnenausnehmungen 7 und jeweils vier sich über die Breite durchgehend erstreckende geradlinige Rinnenausnehmungen 8 auf. Die Anordnung der Rinnenausnehmungen 7,8 ist derart, dass dort, wo eine erste Platte mit der Breitseite an die Längsseite einer benachbarten zweiten Platte stösst, zwei der über die Breite verlaufenden Rinnenausnehmungen 8 der ersten Platte in die beiden über die Länge verlaufenden Rinnenausnehmungen 8 der zweiten Platte übergehen. Die Dimensionierung der Rinnenausnehmungen ist zur Aufnahme von nicht gezeigten Leitungen einer Fussbodenheizung geeignet.
Fig. 3 zeigt eine Platte 9, welche nur eine sich über die Länge erstreckende Rinnenausnehmung 10 und nur zwei sich über die Breite erstreckende Rinnenausnehmungen 11 besitzt. Bei einer Plattenschicht 12 gemäss Fig. 4 bilden jeweils zwei voneinander getrennte Plattenstücke 13 eine Platte 3, wobei jedes Plattenstück nur eine sich über die Länge erstreckende Rinnenausnehmung 7 und vier sich über die Breite erstreckende Rinnenausnehmungen 8 aufweist. Einstückige Platten gemäss Fig. 1 und 2 sind gegenüber der zweistückigen Platte gemäss Fig. 4 bevorzugt.
Es ist auch möglich, zwischen den gegeneinander gestos-senen Stirnflächen der Platten eine Verklebung mittels eines Klebemittels oder Mörtels vorzusehen. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform liegt vor, wenn in den Rinnenausnehmungen jeweils ein Klebemörtelbett vorgesehen ist, in das die Fussbodenheizungs-Leitungen, insbesondere Heizrohre, eingebettet sind, da dieses Klebemörtelbett die Wärme von den Leitungen in verbesserter Weise auf die Platten überleitet.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Plattenbelag für einen Fussboden, bei dem eine aus rechteckigen Platten zusammengesetzte obere Plattenschicht auf einer aus flächenmässig gleich grossen rechteckigen Platten zusammengesetzten unteren Plattenschicht aufliegt, bei dem eine Verklebung von Platten der oberen Plattenschicht mit Platten der unteren Plattenschicht vorgesehen ist und bei dem die Platten der oberen Plattenschicht jeweils gegenüber einer Platte der unteren Plattenschicht, diese an zwei Seiten überragend, versetzt angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Platten (3,4) jeweils doppelt so gross wie die Breite ist, dass die Platten beider Plattenschichten (1, 2) im Fischgrätenmuster angeordnet sind, und dass die Verklebung (5) der Platten der beiden Plattenschichten miteinander jeweils vollflächig ist.
2. Plattenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzung jeweils halb so gross wie die Breite der Platten (3,4) ist.
3. Plattenbelag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (3) einer (1) der Plattenschichten jeweils an der der anderen Plattenschicht (2) zugewandten Fläche eine über die Länge verlaufende Rinnenausnehmung (7) und dieser zugeordnet zwei über die Breite verlaufende Rinnenausnehmungen (8) aufweisen, wobei der Abstand der über die Länge verlaufenden Rinnenausnehmung von der einen Längsseite der Platte gleich dem Abstand der über die Breite verlaufenden Rinnenausnehmungen von der jeweils zugeordneten Breitseite der Platte ist.
4. Plattenbelag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnenausnehmungen (7,8) nur an den Platten (3) der unteren Plattenschicht (1) vorgesehen sind.
5. Plattenbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der oberen Plattenschicht (2) ein durchgehender Überzug (6) aus sprödem, brechbarem Werkstoff aufgebracht ist.
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