CH631990A5 - Process for preparing a dimeric indole-dihydroindolecarboxamide - Google Patents

Process for preparing a dimeric indole-dihydroindolecarboxamide Download PDF

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CH631990A5
CH631990A5 CH1089377A CH1089377A CH631990A5 CH 631990 A5 CH631990 A5 CH 631990A5 CH 1089377 A CH1089377 A CH 1089377A CH 1089377 A CH1089377 A CH 1089377A CH 631990 A5 CH631990 A5 CH 631990A5
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CH
Switzerland
Prior art keywords
vlb
deacetyl
group
carboxamide
general formula
Prior art date
Application number
CH1089377A
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English (en)
Inventor
George Joseph Cullinan
Koert Gerzon
Original Assignee
Lilly Co Eli
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D519/00Heterocyclic compounds containing more than one system of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system not provided for in groups C07D453/00 or C07D455/00
    • C07D519/04Dimeric indole alkaloids, e.g. vincaleucoblastine
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P35/00Antineoplastic agents

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dimeren Indol-dihydroindolcarboxamiden, nämlich von 4-Desacetylcarbocamid-derivaten von VLB, Leurosidin, 60 Leurocristin und 1-Desmethyl-l-formyl-leurosidin, die wirksame antineoplastische Wirkstoffe darstellen.
Verschiedene, natürlich vorkommende Alkaloide, die aus Vinca rosea gewonnen werden können, haben sich für die Behandlung oder Bekämpfung von experimentellen bösar-65 tigen Geschwüren von Tieren als nützlich erwiesen. Hierunter finden sich Leurosin (US-PS 3 370 057), Vincaleukobla-stin (Vinblastin oder VLB, welche Abkürzung im folgenden auch verwendet wird) (US-PS 3 097 137), Leurosidin (Vinro-
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sidin) und Leurocristin (Vincristin oder VCR, welche Abkürzung im folgenden ebenfalls verwendet wird) (US-PS 3 205 220), Desoxy-VLB «A» und «B» und 4-Desacetyl-leu-rosin-hydrazid (Tetrahedron Letters (1958) 783); 4-Desacet-oxy-vinblastin (US-PS 3 954 773); 4-Desacetoxy-3 ' -hydroxy- 5 vinblastin (US-PS 3 944 554); Leurocolombin (US-PS 3 890 325) und Vincadiolin (US-PS 3 887 565). Zwei dieser Alkaloide, nämlich VLB und Leurocristin, sind nunmehr als Arzneimittel zur Bekämpfung von bösartigen Geschwüren, insbesondere von Leukämie und verwandten Erkrankungen io des Menschen auf dem Markt erhältlich. Von diesen handelsüblichen Verbindungen stellt Leurocristin ein äusserst wirksames und nützliches Mittel zur Behandlung von Leukämie dar, ist jedoch gleichzeitig das in geringster Menge vorkommende antineoplastische Alkaloid von Vinca rosea. is
Die chemische Modifizierung der aus Vinca gewonnenen Alkaloide erschien nicht erfolgversprechend. Zunächst sind die in Rede stehenden Molekülstrukturen sehr kompliziert und es ist schwierig chemische Reaktionen zu entwickeln, die nur eine bestimmte Gruppe des Moleküls ansprechen. Wei- 20 terhin sind aus Vinca rosea-Fraktionen Alkaloide gewonnen worden, die die erwünschten chemo-therapeutischen Eigenschaften nicht aufweisen, und eine Untersuchung ihrer Struktur hat zu dem Schluss geführt, dass diese Verbindungen mit den aktiven Alkaloiden eng verwandt sind. 25
Somit scheint die antineoplastische Wirkung auf sehr spezifische Strukturen beschränkt zu sein, so dass die Aussichten, durch Veränderung dieser Strukturen aktivere Arzneimittel zu gewinnen, vergleichsweise gering sind. Unter den erfolgreichen Modifizierungen der physiologisch wirksamen 30 Alkaloide findet sich die Herstellung von Dihydro-VLB (US-PS 3 352 868) und der Ersatz der Acetylgruppe in der C-4-Stellung (am Kohlenstoffatom Nr. 4 des VLB-Ringsy-stems, wozu auf die Numerierung der nachstehenden Strukturformel verwiesen sei) durch höhere Alkanoylgruppen oder unverwandte Acylgruppen (US-PS 3 392 173). Einige dieser Derivate sind dazu geeignet, das Leben von Mäusen zu verlängern, die an P1534-Leukämie leiden. Eines der Derivate, bei dem die C-4 Acetylgruppe von VLB durch eine Chlorace-tylgruppe ersetzt ist, hat sich als nützliches Zwischenprodukt für die Herstellung von strukturell modifizierten VLB-Verbindungen erwiesen, bei denen die C-4 Acetylgruppe von VLB durch eine N,N-Dialkylglycylgruppe ersetzt ist (US-PS 3 387 001). Eine als Zwischenprodukt anfallende Verbindung, nämlich 4-Desacetyl-VLB wurde bei den chemischen Reaktionen gebildet, die zu diesen letzteren Derivaten führten. Von diesem C-4 Hydroxy-zwischenprodukt wurde von Hargrove (Lloydia, 27 (1964) 340) berichtet, dass es ein toxisches Material darstellt, das in vivo nur eine geringe chemo-therapeutische Wirkung gegen das PI 534 Murin-leu-kämiesystem ausübt.
Es wurde eine Reihe von C-3 Carboxamid-derivaten der Indoldihydroindole hergestellt, die, wie sich zeigte, in vivo eine signifikante Wirkung gegen auf Mäusen transplantierte Tumoren ausüben (BE-PS 813 168).
Es sind zur Zeit eine Reihe von Verbindungen erhältlich, die eine Wirkung gegen eine oder mehrere neoplastische Erkrankungen ausüben. Sie zeigen in ihrer Aktivität ein sehr spezifisches Verhalten. Da neoplastische Erkrankungen häufig eine Resistenz gegen einen Wirkstoff entwickeln, ermöglichen diese neuen Verbindungen zusätzliche klinische Waffen zur Bekämpfung des breiten Spektrums von neoplastischen Erkrankungen. Sie ermöglichen ferner alternative Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen, bei denen eine Resistenz aufgetreten ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dimeren Indol-dihydroindolcarboxamiden der allgemeinen Formel I
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in der
R4 eine Gruppe der allgemeinen Formel
-(CH2)m-HC:
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worin m 1,2 oder 3,
R6 eine Gruppe der Formeln -CHO,
-O-jj-Ci-Cn-Alkyl, O
-O-C-Cz-Cv-Alkenyl, -O-Ci-Cs-Alkyl,
1
-NH-jj-Ci-Cs-Alkyl,
O
5 oder-S-Y,
in der Y ein Wasserstoffatom, eine Ci-C3-Alkylgruppe oder eine Bindung, die die Schwefelatome zweier Reste der allgemeinen Formel I, in denen Y für eine Bindung steht, verbindet, und io R7 ein Wasserstoffatom; oder
R6 und R7 jeweils Gruppen der Formel -0-Ci-C3-Alkyl darstellen;
R5 ein Wasserstoffatom;
eine der Gruppen R2 und R3 ein Wasserstoffatom oder eine 15 Hydroxylgruppe und die andere eine Äthylgruppe; und R1 eine Methylgruppe oder eine Formylgruppe bedeuten; sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein dimeres Indol-dihy-droindol-carboxazid der allgemeinen Formel II
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w mit einem Amin der allgemeinen Formel R4R5NH umsetzt, in welchen Formeln die Gruppen R1 bis R7 die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, mit der Massgabe, dass die Gruppe Y der Gruppe R6 von einer Bindung verschieden ist, und das Produkt der allgemeinen Formel I in Form des freien Amins oder eines pharmazeutisch verträglichen Salzes isoliert.
Die erfindungsgemäss hergestellten Carboxamide sind auf die Carboxamide von Vinca leukoblastin, Leurocristin, Leurosidin und 1-Desmethyl-l-formyl-leurosidin sowie deren Desoxy-«A» und -«B»-Analoga und die pharmazeutisch verträglichen Salze dieser Basen begrenzt.
Vincaleukoblastin, Leurocristin und Leurosidin stellen natürlich vorkommende Verbindungen dar. 1-Desmethyl-l-formyl-Leurosidin und einige der Desoxy-analoga « A» und r1 !
Ò-N3
II
0
«B» wurden synthetisiert, obwohl sie in der Natur nicht auf-ss gefunden worden sind. Vincaleukoblastin und Leurocristin werden klinisch zur Behandlung von neoplastischen Erkrankungen des Menschen verwendet.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen können generisch als Derivate von Vincaleukoblastin (Vinblastin «o oder VLB) bezeichnet werden, wenn R1 für eine Methylgruppe, R2 für eine Hydroxylgruppe und R3 für eine Äthylgruppe stehen. Bei den Derivaten von Leurocristin (Vincri-stin oder VCR) steht R1 für eine Formylgruppe, R2 für eine Hydroxylgruppe und R3 für eine Äthylgruppe. Bei den Deri-65 vaten von Leurosidin bedeuten R1 eine Methylgruppe, R2 eine Äthylgruppe und R3 eine Hydroxylgruppe. In den Derivaten des 1-Desmethyl-l-formyl-leurosidins stehen R1 für eine Formylgruppe, R2 für eine Äthylgruppe und R3 für eine
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Hydroxylgruppe. Die Desoxy-analoga der obigen Verbindungen, bei denen eine der Gruppen R2 oder R3 ein Wasserstoffatom und die andere eine Äthylgruppe bedeuten, werden als Analoga «A», wenn R2 für ein Wasserstoffatom steht, und als Analoga «B», wenn R3 für ein Wasserstoffatom steht, bezeichnet.
Der hierin verwendete Ausdruck «Ci-C3-Alkyl» schliesst Methyl-, Äthyl-, n-Propyl- und Isopropyl-gruppen ein.
Der Ausdruck «Ci-Cn-Alkyl-CO» steht für eine Alkanoyl-gruppe, die von einer Alkansäure mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen abgeleitet ist, d.h. z.B. für eine Acetylgruppe, eine Propionylgruppe, eine Isobutyrylgruppe, eine Stearylgruppe, eine Palmitoylgruppe, eine Larylgruppe, eine Myristoyl-gruppe, eine Caproylgruppe (Ce), eine Isovaleroylgruppe, eine Capryloylgruppe (Cs), eine Caprylgruppe (Cio) und dergleichen. Der Begriff «C2-C7-Alkenyl-CO» bedeutet eine ungesättigte Säuregruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, wie eine Acrylylgruppe, eine Crotonylgruppe, eine Methacrylyl-gruppe, eine Allylacetylgruppe, eine Vinylacetylgruppe, eine Tiglylgruppe, eine 2-Methyl-2-hexenoylgruppe, eine 2-Octe-noylgruppe und dergleichen.
Beispiele von Gruppen für den stickstoffhaltigen Rest der C-3 Carboxamidogruppe in den verschiedenen modifizierten dimeren Indoldihydroindol-alkaloiden der obigen allgemeinen Formel sind: die Acetaldehydamidgruppe, die 2-Me-thoxypropylamidgruppe, die 2-Acetyloxyäthylamidgruppe, die 2-Butyryloxyäthylamidgruppe, die 2-Äthoxyäthylamid-gruppe, die 2-Dimethoxyäthylamidgruppe, die 2-Acrylyl-oxyäthylamidgruppe, die Pyrolidinylamidgruppe, die 2-Mer-captoäthylamidgruppe, die 3-Methylmercaptopropylamid-gruppe, die N-2-n-Propylmercaptopropylamidgruppe, die 4-Acetylamino-n-propylamidgruppe und dergleichen.
Nichttoxische Säuren zur Herstellung der pharmazeutisch verträglichen Säureadditionssalze der Aminbasen sind insbesondere Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwassersäure, salpetrige Säure, phosphorige Säure und dergleichen, sowie nichttoxische organische Säuren, wie aliphatische Mono- und Dicarbonsäuren, phenylsubstituierte Alkancar-bonsäuren, Hydroxyalkancarbonsäuren und Alkandicarbon-säuren, aromatische Säuren, aliphatische und aromatische Sulfonsäuren etc. Diese pharmazeutisch verträglichen Salze schliessen somit vor allem die Sulfate, Pyrosulfate, Bisulfate, Sulfite, Bisulfite, Nitrate, Phosphate, Monohydrogenphos-phate, Dihydrogenphosphate, Metaphosphate, Pyrophosphate, Chloride, Bromide, Jodide, Acetate, Propionate, Dekanoate, Caprylate, Acrylate, Formiate, Isobutyrate, Caprate, Heptanoate, Propiolate, Oxalate, Malonate, Succi-nate, Suberate, Sebacate, Fumarate, Maleate, die Salze der Butin-1,4-dicarbonsäure und der Hexin-1,6-dicarbonsäure, Benzoate, Chlorbenzoate, Methylbenzoate, Dinitrobenzoate, Hydroxybenzoate, Methoxybenzoate, Phthalate, Terephtha-late, Benzolsulfonate, Toluolsulfonate, Chlorbenzolsulfo-nate, Xylolsulfonate, Phenylacetate, Phenylpropionate, Phe-nylbutyrate, Citrate, Lactate, 2-Hydroxybutyrate, Glykolate, Malate, Tartrate, Methansulfonate, Propansulfonate, Naph-thalin-l-sulfonate, Naphthalin-2-sulfonateund ähnliche Salze ein.
Beispiele für erfindungsgemäss herstellbare Verbindungen sind:
4-Desacetyl-desoxy-VLB «A» C-3 N-2-mercaptoäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VLB «B» C-3 N-2-mercaptoäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VCR «A» C-3 N-2-mercaptoäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VCR «B» C-3 N-2-mercaptoäthyl-
carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VLB «A» C-3 N-2-methylmercapto-äthylcarboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VLB «B» C-3 N-2-methylmercapto-äthylcarboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VCR «A» C-3 N-2-methylmercapto-äthylcarboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VCR «B» C-3 N-2-methylmercapto-äthylcarboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VLB «A» C-3 N-2-methoxyäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VLB «B» C-3 N-2-methoxyäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VCR «A» C-3 N-2-methoxyäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-desoxy-VCR «B» C-3 N-2-methoxyäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-VCR C-3 N-2-mercaptoäthylcarboxamid, 4-Desacetyl-VCR C-3 N-2-methylmercaptoäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-leurosidin C-3 N-2-mercaptoäthylcarboxamid, 4-Desacetyl-leurosidin C-3 N-2-methylmercaptoäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-l-desmethyl-l-formyl-leurosidin C-3 N-2-mercaptoäthyl-carboxamid,
4-Desacetyl-l-desmethyl-l-formyl-leurosidin C-3 N-2-methylmercaptoäthylcarboxamid,
4-Desacetyl-VCR C-3 N-2-methoxyäthyIcarboxamid, 4-Desacetyl-leurosidin C-3 N-2-methoxyäthylcarboxamid.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Derivate sind jene, bei denen die Carbomethoxygruppe in der 3-Stellung (C-3) von gewissen bekannten Indol-dihydroindol-alkaloiden, die man entweder aus Pflanzen oder durch Teilsynthese gewinnen kann, in eine Carboxamidgruppe umgewandelt ist. Nicht alle diese Derivate werden üblicherweise mit Hilfe eines einzigen Verfahrens hergestellt. Beispielsweise kann man die genannten Verbindungen der allgemeinen Formel I wie folgt herstellen:
Die Behandlung von VLB, von Leurocristin, von Leurosidin, von 1-Desmethyl-l-formyl-leurosidinund deren Desoxy-analoga mit Hydrazin ergibt das entsprechende Hydrazid. Wenn man bei dieser Reaktion von Ausgangsmaterialien ausgeht, die eine intakte 4-Acetylgruppe aufweisen, erhält man als Produkt im allgemeinen eine Mischung von Verbindungen, bei denen die C-3 Carbomethoxygruppe in eine Carboxhydrazidgruppe umgewandelt ist, bei denen jedoch auch die C-4 Acetylgruppe vollständig oder teilweise entfernt ist. Zur Reinigung werden die in dieser Weise bereiteten C-4 Desacetylderivate chromatographisch getrennt. Im allgemeinen führt man die Reaktion vorzugsweise in der Weise durch, dass man von einem 4-Desacetyl-derivat von VLB, von Leurocristin, von Leurosidin oder von 1 -Desmethyl-1 -formyl-leurosidin ausgeht.
Die C-4 Desacetyl C-3 carboxhydrazid-derivate werden durch Behandeln mit salpetriger Säure, Nitrosylchlorid, Stickstofftetroxid, Amylnitrit oder einem ähnlichen Reagenz mit Hilfe üblicher Verfahrensweisen in die entsprechenden Azide umgewandelt. Die in dieser Weise bereiteten C-3 Azide werden dann mit einem geeigneten Amin umgesetzt. Die Azid-amin-Umwandlung wird nach dem Verfahren von Stoll und Huffman erreicht (Helv. Chim. Acta, 26 (1943) 944 und US-PSen 2 090 429 und 2 090 430). In den Beispielen der vorliegenden Erfindung wird die Reaktion in Methylendichlorid durchgeführt. Man kann jedoch auch andere geeignete Lösungsmittel, die mit dem Azid nicht reagieren, verwenden, wie Chloroform, Acetonitril, Aceton, Benzol und Toluol. Verbindungen, die eine Aldehyd-amid-gruppe der Formel
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-NH-CH2-CHO aufweisen, erhält man vorzugsweise durch 18 ' -descarbomethoxy-VLB C-3 carboxhydrazid enthalten, saure Hydrolyse der entsprechenden Acetalamide der Formel das bereits von Neuss et al. beschrieben wurde (Tetrahedron -NH-CH2- (O-C1-C3 Alkyl)2. Die Verbindungen, deren Amid- Letters (1968) 783). Die dünnschichtchromatographische gruppe eine Esterfunktion aufweisen, wie im Fall der Gruppe Untersuchung zeigt, dass die nächsten Fraktionen 4-Des--NH-(CH2)n-OAc, worin n 1,2 oder 3 und Ac eine Ci-Cn- 5 acetyl-VLB C-3 carboxhydrazid enthalten, so dass diese Alkyl-CO-gruppe oder eine C2-C7-Alkenyl-CO-gruppe Fraktionen vereinigt werden, worauf die Lösungsmittel im bedeuten, erhält man vorzugsweise durch Verestern eines Vakuum verdampft werden. Der gebildete Feststoff schmilzt
Hydroxyamids, das die Gruppe -NH-(CH2)n-OH enthält, mit unter Zersetzung bei etwa 219 bis 220°C. Das in dieser Weise einem geeigneten Säureanhydrid der Formel AC2O, worin Ac bereitete 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxhydrazid besitzt im IR-die oben angegebenen Bedeutungen besitzt. In ähnlicher 10 Spektrum eine Carbomethoxyabsorptionsbande bei 1725 bis Weise erhält man Verbindungen, in denen R6 eine Gruppe 1735 cm-1 und unterscheidet sich hierdurch von der durch Alk-X, worin X eine Gruppe -NH-CO-Ci-Ca-Alkyl darstellt, Neuss et al. (loc. cit.) beschriebenen 18'-Descarbomethoxy-durch Acylieren einer Aminoalkylamidgruppe der Formel Verbindung, und weist bei 1690 cm-' im IR-Spektrum eine -NH-Alk-NH2 mit einem Säureanhydrid. Das Azid reagiert Bande auf, die der Hydrazidfunktion zugeordnet werden in Gegenwart einer Base, vorzugsweise in Gegenwart eines 15 kann. Das massenspektrographisch ermittelte Molekularge-Pyridins, mit einer Verbindung der Formel NH2(CH2)nSH wicht beträgt 768, was mit dem für die Summenformel unter Bildung einer Mischung des N-2-Mercaptoalkylcarbox- C43H56N6O7 theoretisch errechneten Wert übereinstimmt, amids und des Bis(N-2-alkylcarboxamid)-disulfids. Das NMR-Spektrum weist die stärkste Resonanz bei 8 3,6
Man kann die Hydrazide zur Herstellung der entspre- auf, die durch die Methylgruppe der C-18 Carbomethoxy-
chenden Azide verwenden, die ihrerseits zur direkten Herstel- 20 funktion verursacht ist.
lung anderer Amide benützt werden können. In ähnlicher
Weise kann man die Hydroxyalkylamide und die Amino- Präparat alkylamide (vorsichtig) zu den entsprechenden Carbalkoxy- 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid amiden oder Acylamidoalkylamiden acylieren. Die Acetal- Man bereitet eine Lösung von 678 mg 4-Desacetyl-VLB
amide werden natürlich mit einer Säure unter Bildung der 25 C-3 carboxhydrazid (von Präparat 1) in 15 ml wasserfreiem entsprechenden Acetaldehydamide hydrolisiert. Methanol. Dann gibt man etwa 50 ml wässrige 1 n Chlorwas-
Eine Alternative und die derzeit bevorzugte Methode zur serstoffsäure zu und kühlt die erhaltene Lösung auf etwa 0°C. Herstellung eines primären Amids aus dem Hydrazid umfasst Dann gibt man etwa 140 mg Natriumnitrit zu und rührt die die Anwendung einer Methode, die auf der von Ainsworth gebildete Reaktionsmischung während 10 Minuten unter (US-PS 2 756 235) basiert, gemäss der das Hydrazid mit 30 Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa 0°C. Bei der Raney-nickel hydrierend gespalten wird. Zugabe des Natriumnitrits verfärbt sich die Lösung dun-
Die erfindungsgemäss herstellbaren Derivate werden kelrot-braun. Man stellt die Reaktionsmischung dann durch lediglich unter Bezugnahme auf die an einem gegebenen Zugabe von überschüssiger kalter wässriger 5%-iger Natri-
Kohlenstoffatom neu gebildete Gruppe bezeichnet. Beispiels- umbicarbonatlösung alkalisch. Man extrahiert die wässrige weise wird die Verbindung, die man durch Ersatz der Methyl- 35 Lösung dreimal mit Methylendichlorid. Es zeigt sich, dass estergruppe von VLB in 3-Stellung des Moleküls (C-3) durch das bei der obigen Reaktion gebildete 4-Desacetyl-VLB C-3 eine Amidgruppe erhält lediglich als VLB C-3 carboxamid carboxazid in die Methylendichloridschicht übergeht, und nicht als VLB C-3 descarbomethoxy C-3 carboxamid Obwohl man üblicherweise die Lösung von 4-Desacetyl-
bezeichnet. vinblastin C-3 carboxazid in Methylendichlorid ohne weitere
Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen sind in 40 Reinigung verwendet, behandelt man einen aliquoten Anteil Form ihrer freien Basen sowie der Carboxamide weisse oder wie folgt, um das Azid zu charakterisieren:
gelb-braune amorphe Feststoffe. Es ist jedoch bevorzugt,
wenn möglich, die Carboxamide in Form ihrer anionischen Man verdampft das Methylendichlorid, wobei das Azid in Salze mit nichttoxischen Säuren zu isolieren und zu kristalli- amorphem Zustand zurückbleibt. Man wäscht den Azidrück-sieren. Diese Salze sind hochschmelzende, weisse, kristalline 45 stand mit Äther und filtriert die erhaltene Suspension. Das oder amorphe, wasserlösliche Feststoffe. zurückbleibende gelb-braune Pulver besitzt die folgenden
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung chrakteristischen physikalischen Kenndaten:
der Herstellung der beschriebenen Verbindungen.
UV-Spektrum: Âmax = 269 mji (e = 16 700); Schulter bei Präparat so etwa 290 m|i.; 309 mji (e = 7100);
4-Desacetyl-VLB C-3 carboxhydrazid IR-Absorptionsspektrum: das Maximum bei 1690 cm-1
In einem geschlossenen Reaktionsgefäss erhitzt man (Carboxhydrazid) ist nicht vorhanden, während das
4-Desacetyl-VLB in wasserfreiem Äthanol mit einem Über- Maximum bei 1730 cm-1 nicht beeinflusst wird. Weiterhin schuss von wasserfreiem Hydrazin während etwa 18 Stunden ergibt sich ein scharf definiertes Maximum bei 2135 cm-1, das auf etwa 60°C. Man kühlt das Reaktionsgefäss, öffnet es, ent- ss für die Carboxazidfunktion charakteristisch ist.
nimmt den Inhalt und verdampft die flüchtigen Bestandteile Das Massenspektrogramm zeigt ein Molekülion m/e von des Inhalts im Vakuum. Den zurückbleibenden Rückstand, 708, was einen Verlust von 71 Masseinheiten (H, CON3) der 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxhydrazid enthält, nimmt gegenüber dem Molekulargewicht verdeutlicht, das für die man mit Methylenchlorid auf, wäscht die Methylenchloridlö- Summenformel C43H53N7O7 = 779 errechnet wird.
sung mit Wasser, trennt die Schichten, trocknet die orga- 60
nische Phase und zieht das Methylenchlorid durch Ver- Beispiel 1
dampfen im Vakuum ab. Den gebildeten Rückstand löst man 4-Desacetyl-VLB C-3 N-äthylcarboxamid in einer Chloroform/Benzol-Mischung (1/1) und chromato- Nach der Verfahrensweise von Präparat 2 bereitet man graphiert über Kieselgel. Zur Entwicklung des Chromato- ausgehend von 900 mg 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxhydrazid gramms verwendet man eine Benzol/Chloroform/Triäthyl- 6s eine Lösung von 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid in Methy-
amin-Lösung (100/50/7,5). Die anfänglichen chromatogra- lendichlorid. Man trocknet die Methylendichloridlösung und phischen Fraktionen enthalten nichtumgesetztes 4-Desacetyl- vermindert das Volumen auf etwa 20 ml.
VLB. Es zeigt sich, dass die weiteren Fraktionen 4-Desacetyl- Dann überführt man die Lösung des Azids in Methylen-
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8
dichlorid in einen Kolben, der mit einem Trocknungs-röhrchen und einem Rührer ausgerüstet ist. Man gibt 50 ml wasserfreies Äthylamin zu und rührt die Reaktionsmischung während etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur. Durch Verdampfen der flüchtigen Bestandteile im Vakuum erhält man ein gelb-braun gefärbtes amorphes Pulver, das über Kieselgel chromatographiert wird. Man entwickelt das Chromato-gramm mit einer Lösungsmittelmischung aus Äthylacetat und wasserfreiem Äthanol (3/1). Man vereinigt die Fraktionen, die bei der dünnschichtchromatographischen Untersuchung die Anwesenheit von 4-Desacetyl-VLB C-3 N-äthylcarboxamid zeigen und verdampft das Lösungsmittel der vereinigten Fraktionen im Vakuum. Man erhält 450 mg eines gelb-braun gefärbten amorphen Pulvers mit den folgenden charakteristischen physikalischen Kenndaten:
Massenspektrum: m/e = 781 (was der Summenformel C45H59N5O7 entspricht);
IR-Spektrum: Absorptionsmaximabei 1730 cm1 (Ester), 1670 cm*1 (Amid) und 3420 cnr1 (N-H des Amids);
NMR-Spektrum: 8 = 1,18 (Triplett, ß-Methylgruppe der Äthylamidgruppe), 8 = 3,28 (Quartett, a-Methylengruppe der Äthylamidgruppe), 8 = 3,59 (Singulett, Methylester).
Durch Auflösen des obigen amorphen Pulvers in wasserfreiem Äthanol und Einstellen des pH-Wertes auf etwa 4,0 mit 2%-iger Schwefelsäure in wasserfreiem Äthanol bereitet man 4-Desacetyl-VLB C-3 N-äthylcarboxamid-sulfat. Durch Verdampfen des Lösungsmittels im Vakuum erhält man ein wasserlösliches gelb-braunes Pulver, das 4-Desacetyl-VLB C-3 N-äthylcarboxamid-sulfat enthält.
Beispiel 2
4-Desacetyl-VLB C-3 N-ß-butyryloxyäthylcarboxamid
Nach der Verfahrensweise des Beispiels 1 bereitet man 4-Desacetyl-VLB C-3 N-ß-butyryloxyäthylcarboxamid, das die folgenden physikalischen Kenndaten besitzt:
IR-Spektrum: Banden bei 3420 cnr1,1735 cm-' und 1680 cm1;
Massenspektrum: Molekülion M+ = 867, was in Einklang steht mit der Summenformel C49H65N5O9.
Beispiel 3
4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-hydroxyäthyl)-carboxamid
Nach der Verfahrensweise des Beispiels 1 bereitet man durch Umsetzen von 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid mit Äthanolamin 4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-hydroxyäthyl)-car-boxamid. Das Material liegt in Form eines gelb-braunen amorphen Feststoffs mit folgenden physikalischen Kenndaten vor:
IR-Spektrum: Banden bei 3420 cnr1 (NH), 1732 cm-1 (COO) und 1670 cm*1 (CON).
Massenspektrogramm: Molekülion M+ = 797, was mit der Summenformel C45H59N5O8 übereinstimmt.
Das entsprechende Sulfatsalz, das ein wasserlösliches, gelb-braun gefärbtes amorphes Pulver darstellt, bereitet man in der oben beschriebenen Weise.
Beispiel 4
4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-acetoxyäthyl)-carboxamid Durch Acetylieren bereitet man aus dem N-Hydroxyäthyl-carboxamid 4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-acetoxyäthyl)-car-boxamid. Man erhält das Produkt in Form eines gelbbraunen amorphen Pulvers mit den folgenden physikalischen Kenndaten:
IR-Spektrum: Banden bei 3420 cmr1 (NH), 1740 cnr1 (COO) und 1670 cnr1 (CON).
Massenspektrogramm: Molekülion M+ = 839, was mit der Summenformel GwHsiNsOs übereinstimmt.
Das NMR-Spektrum stimmt mit der Struktur überein, insbesondere aufgrund des zusätzlichen Peaks bei 8 1,91 (Acetylmethylgruppe).
Beispiel 5
4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-aminoäthyl)-carboxamid
In der obigen Weise bereitet man das in Form eines gelbbraunen amorphen Pulvers gebildete 4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-aminoäthyl)-carboxamid, das die folgenden physikalischen Kenndaten besitzt:
pka = 6,8,9,0 und 4,6.
IR-Spektrum: Banden bei 3420 cm1 (NH), 1730 cm*1 (COO) und 1670 cnr1 (CON).
Massenspektrogramm: Molekülion M+ = 796, was mit der Summenformel C45H60N6O7 übereinstimmt.
Man bereitet das Sulfatsalz, das in Form eines gelbbraunen amorphen Pulvers vorliegt.
Beispiel 6
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-dimethoxyäthylcarboxamid
Nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 bereitet man durch Umsetzen von 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid mit 2-Dimethoxyäthylamin 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-dimeth-oxyäthylcarboxamid. Das in dieser Weise bereitete Amid besitzt die folgenden physikalischen Kenndaten:
IR-Spektrum: Absorptionsmaximabei 1665 cm1 (Amid) und 1730 cm-1 (Carboxylgruppe).
Massenspektrogramm (m/e): Molekülion bei 841, weitere Peaks bei 782,651,500,355 und 154.
NMR-Spektrum: 8 = 4,42 (Triplett), 8 = 3,41 (Dublett, Ci-2H) und 8 = 3,36 bis 3,45 (6 Methyläther-wasserstoff-atome).
Durch Auflösen der in der obigen Weise bereiteten freien Base in Methanol und durch Zugabe einer 2%-igen Lösung von Schwefelsäure in Methanol bereitet man das Sulfatsalz, das man durch Eindampfen der gebildeten Lösung zur Trockne in Form eines gelb-braun gefärbten, amorphen, wasserlöslichen Pulvers erhält.
Beispiel 7
4-Desacetyl-VLB C-3 N-(2-methylmercaptoäthyl)-carboxamid
Man wandelt 1,8 g 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxhydrazid nach der Verfahrensweise des Präparats 2 in das Azid um, wozu man 100 ml In Chlorwasserstoffsäure und 180 mg Natriumnitrit in wasserfreiem Methanol verwendet. Man setzt die Lösung des Azids in Methylendichlorid nach der Verfahrensweise des Beispiels 1 mit 4 g Methylmercaptoäthyl-amin um. Die Reaktionsmischung rührt man über Nacht bei Raumtemperatur. Dann wäscht man die Lösung einmal mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat, filtriert und verdampft das Lösungsmittel im Vakuum. Den Rückstand trägt man auf eine mit Siliziumdioxid beschickte Säule auf und eluiert mit einer Äthylacetat/Methanol-Mischung (3/1) als Elutionsmittel. Man vereinigt die das N-(2-Methylmercaptoäthyl)-carboxamid enthaltenden Fraktionen und verdampft das Lösungsmittel im Vakuum. Man erhält die Titelverbindung mit einer Ausbeute von 540 mg. Das Carboxamid besitzt die folgenden charakteristischen physikalischen Kenndaten:
Elementaranalyse: S = 3,47% (berechnet 3,87%).
IR-Spektrum: Absorptionsmaximabei 1740 und 1675 cnr1.
5
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35
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65
9
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NMR-Spektrum: S = 2,12 (-SCHa), 8 = 2,80 (-NCHs), 8 = 3,58 (-COOCH3) und 8 = 3,78 (ArOCHs).
Massenspektrum (m/e): 827,841 (Transmethylierung), 486 (die Hälfte des Vindolinmoleküls), kein Peak bei 813.
Das Sulfatsalz bereitete man in üblicher Weise. s
Beispiel 8
4-Desacetyl-VLB C-3 N-(3-methylmercaptopropyl)-carboxamid
Nach der Verfahrensweise des Beispiels 1 wandelt man 10 4,0 g 4-Desacetyl-VLB hydrazid mit 200 ml In Chlorwasserstoffsäure und 400 mg Natriumnitrit in das Azid um. Man gibt 5 g Methylmercaptopropylamin zu der Lösung des Azids in Methylendichlorid und rührt die Lösung über Nacht bei Raumtemperatur unter Anwendung der in Beispiel 1 15
beschriebenen Bedingungen. Die Lösung wäscht man einmal mit Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat, filtriert sie und dampft sie ein. Den Rückstand trägt man auf eine mit Siliziumdioxid beschichtete Säule auf, worauf man mit einer Me-thylendichlorid/Äthylacetat/Methanol-Mischung ( 1 /1 /1 ) 20 als Elutionsmittel eluiert. Man vereinigt die geeigneten Fraktionen und zieht das Lösungsmittel im Vakuum ab. Man erhält das Produkt mit einer Ausbeute von 1,86 g. Das Carboxamid besitzt die folgenden charakteristischen physikalischen Kenndaten: 25
30
Elementaranalyse: S = 3,71% (berechnet 3,80%).
IR-Spektrum: Absorptionsmaxima bei 1720 cm-1 und 1660 cm-1.
NMR-Spektrum: 8 = 2,08 (-SCH3), 8 = 2,79 (l-NCHs), 8 - 3,58 (-COOCH3) und 8 = 3,76 (-ArOCHs).
Massenspektrum (m/e): 841,855 (Transmethylierung), 500 (Hälfte des Vindolinmoleküls).
Man bereitet das Sulfatsalz in üblicher Weise.
35
Beispiel 9
4-Desacetyl-VLB C-3 (N-2-mercaptoäthyl)-carboxamid und Bis[4-desacetyl-VLB C-3 (N-2-äthylcarboxamid)]-disulfid
Man wandelt nach der Verfahrensweise des Präparats 2 40 12 g 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxhydrazid in das Azid um. Anschliessend löst man 68,2 g 2-Mercaptoäthylamin-hydrochlorid in der minimalen Menge Wasser und stellt die gebildete saure Lösung mit einer konzentrierten wässrigen Natriumhydroxidlösung alkalisch. Die in dieser Weise gebil- 45 dete freie 2-Mercaptoäthylaminbase, die in der alkalischen Schicht unlöslich ist, scheidet sich aus und wird mit Äthyl-acetat extrahiert.
Man extrahiert die wässrige Schicht weiterhin mit Äther und Methylendichlorid. Man vereinigt die organischen so Extrakte und zieht die Lösungsmittel durch Verdampfen ab. Das zurückbleibende Amin löst man in der minimalen Menge Methylendichlorid und gibt es zu einer Lösung des in der obigen Weise gebildeten Azids in 500 ml Methylendichlorid. Man erhitzt die Reaktionsmischung während 5 ss Minuten auf 100°C und kühlt dann ab. Dann gibt man 20 ml Pyridin und rührt die Mischung über Nacht bei Raumtemperatur. Anschliessend gibt man einen Überschuss von 5% einer wässrigen Natriumbicarbonatlösung zu und trennt die wässrigen und organsichen Schichten. Die organische Schicht 60 wäscht man dreimal mit Wasser und trocknet sie dann. Das Lösungsmittel zieht man durch Verdampfen im Vakuum ab. Den Rückstand, der eine Mischung aus 4-Desacetyl-VLB C-3 (N-2-mercaptoäthyl)-carboxamid und Bis[4-desacetyl-VLB C-3 (N-2-äthylcarboxamid)]-disulfid, das bei der obigen 65 Reaktion gebildet wurde, enthält, trennt man chromatographisch über Siliziumdioxid unter Verwendung einer Methylen-dichlorid/Äthylacetat/Methanol-Lösungsmittelmischung
(1/1/1), die 2% Triäthylamin enthält. Man erhält zwei Fraktionen, eine mit einem Rf-Wert von 0,5 und eine zweite mit einem Rf-Wert von 0,25. Beide Fraktionen besitzen praktisch identische physikalisch-chemische Eigenschaften:
Massenspektrum (m/e): 827 (Molekularion + Transmethylierung), 486.
IR-Spektrum: Banden bei 1730 und 1670 cnr1 (in Chloroform).
Die NMR-Spektren sind praktisch identisch.
Die Materialien werden bezüglich ihrer Struktur durch folgende Kriterien unterschieden:
Das sich schneller bewegende Material der Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,5 weist (in 66%-igem wässrigen Dime-thylformamid) drei titrierbare Gruppen mit pK-Werten von 5,3,7,38 und 11,8 auf.
Die sich langsamer bewegende Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,25 weist lediglich zwei titrierbare Gruppen auf, die bei pK-Werten von 5,2 und 7,5 erscheinen. Die Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,5 weist somit eine zusätzliche titrierbare Gruppe auf, bei der es sich um die Sulfhydrylgruppe des C-3 Amids handelt. Die Sulfhydrylgruppe ist natürlich in dem Disulfid nicht vorhanden, das somit die Verbindung mit dem Rf-Wert von 0,25 ist. Weiterhin weist die I3C-NMR-Analyse daraufhin, dass beide Fraktionen im Bereich von 173,6 bis 173,8 Peaks aufweisen, die einem sekundären Amidkohlen-stoffatom zuzuordnen sind (Vindesin, ein C-3 Carboxamid und auch ein primäres Amid besitzt einen Peak bei 176,7). Beide Proben zeigen viele identische Peaks und lediglich zwei zusätzliche Peaks, nämlich bei der Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,5 bei 42,3 und 24,2 und bei der Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,25 bei 38,0 und 37,6. Eine Interpretation dieser 13C-NMR-Spektra weist daraufhin, dass die ersteren Peaks den Kohlenstoffatomen in der substituierten Seitenkette (Mercaptoäthylamid) und die letzteren dem gleichen Sachverhalt zuzuordnen sind, mit dem Unterschied, dass das Schwefelatom substituiert ist (wie im Fall eines Disulfids). Das osmotisch bestimmte Molekulargewicht der Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,25 beträgt 1770 (berechnet 1624), was wiederum mit der Disulfidstruktur übereinstimmt. Die Sulfidanalyse ergibt für die Fraktion mit einem Rf-Wert von 0,5 den Wert 0,8 und für die Fraktion mit dem Rf-Wert von 0,25 einen Wert von 0.
Beispiel 10
4-Desacetyl-VLB C-3 N-acetaldehydcarboxamid
Man löst das nach der Verfahrensweise des Beispiels 6 bereitete 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-dimethoxyäthylcarboxamid in wässriger In Chlorwasserstoffsäure. Dann lässtman die Reaktionsmischung während 4 Stunden bei Raumtemperatur stehen und stellt sie dann mit wässriger 14n Ammoniumhydroxidlösung alkalisch. Das in der alkalischen Lösung unlösliche Amid scheidet sich aus und wird mit Methylendichlorid extrahiert. Man trennt die Methylendichloridschicht ab, trocknet sie und zieht das Lösungsmittel durch Verdampfen ab. Die Chromatographie des als Rückstand verbleibenden Pulvers über Kieselgel unter Verwendung einer Äthylacetat/ Äthanol-Lösungsmittelmischung (3/1) als Elutionsmittel ergibt ein gereinigtes 4-Desacetyl-VLB C-3 N-acetaldehyd-carboxamid mit den folgenden charakteristischen physikalischen Kenndaten:
Rf-Wert: = 0,43 (der Rf-Wert des Dimethylacetals beträgt 1,50).
IR-Spektrum: Banden bei 3420 cm-' (NH), 1735 cm-' (Carboxylgruppe) und 1675 cnr1 (Carboxamidgruppe).
NMR-Spektrum: 8 = 7,78 (Triplett, Amid-wasserstoff-atom), 8 = 9,67 (Aldehyd-wasserstoffatom)
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10
Man bereitet das Sulfatsalz durch Auflösen des obigen Amids in absolutem Äthanol und Einstellen des pH-Wertes der gebildeten Lösung mit 2%-iger Schwefelsäure in absolutem Äthanol auf 5,0. Durch Verdampfen des Lösungsmittels zur Trockne erhält man das Sulfatsalz in Form eines gelbbraunen amorphen Pulvers.
Beispiel 11
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acetylaminoäthylcarboxamid
Man bereitet eine Lösung von 1600 mg des gemäss Beispiel 5 gebildeten 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-aminoäthylcarbox-amids in 30 ml Methylendichlorid, worauf man die Lösung mit 5 ml Pyridin versetzt. Dann gibt man 200 mg Essigsäureanhydrid zu, verschliesst das Reaktionsgefäss und rührt die Reaktionsmischung während 24 Stunden bei Raumtemperatur. Dann gibt man Methanol zu, um das überschüssige Anhydrid abzureagieren. Man zieht die flüchtigen Bestandteile durch Verdampfen ab und löst das als Rückstand zurückbleibende 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acetylaminocarb-oxamid in Methylendichlorid. Man wäscht die Methylen-dichloridschicht mehrfach mit verdünnter wässriger Ammoniumhydroxidlösung und dann mit Wasser. Man trocknet die Methylendichloridschicht und verdampft das Methylendichlorid. Die Chromatographie des gebildeten Rückstands über Kieselgel unter Verwendung einer Äthylacetat/Metha-nol-Lösungsmittelmischung (1/1) ergibt gereinigtes 4-Des-acetyl-VLB C-3 N-2-acetylaminoäthylcarboxamid mit den folgenden physikalischen Kenndaten:
Massenspektrogramm (m/e): Molekülion = 838, was mit der Summenformel C47H62N6O8 übereinstimmt.
IR-Spektrum: Banden bei 3429 cm-1 (NH), 1735 cm'1 (Carboxylgruppe) und 1670 cnr1 (Amidgruppe).
NMR-Spektrum: Peaks bei ô = 4,17 und 1,965 (Acetyl-wasserstoffatome der ß-Amino-gruppe)
Beispiel 12
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acrylyloxyäthylcarboxamid
Man bereitet eine Lösung, die 1100 mg des gemäss Beispiel 3 bereiteten 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-hydroxyäthylcarbox-amids in 50 ml Benzol enthält. Dann gibt man 150 mg Acrylylchlorid zu. Man verschliesst das Reaktionsgefäss und führt die Reaktion während 18 Stunden bei Raumtemperatur durch. Dann öffnet man das Reaktionsgefäss und gibt 200 mg Acrylylchlorid zu. Man verschliesst das Reaktionsgefäss erneut und hält es während 10 weiterer Stunden bei Raumtemperatur. Dann öffnet man das Reaktionsgefäss und arbeitet die Reaktionsmischung in der Weise auf, dass man die organische Lösung mit verdünnter Ammoniumhydroxidlösung in Kontakt bringt, um das überschüssige Säurechlorid zu entfernen. Die organische Schicht trocknet man dann und verdampft die Lösungsmittel. Die Chromatographie des dabei erhaltenen Rückstands, der 4-Desacetyl-VLB N-2-acrylyloxyäthylcarboxamid enthält, mit einer Äthyl-acetat/Äthanol-Lösungsmittelmischung (3/1) über Kieselgel ergibt das gereinigte Amid (27 mg) in Form eines gelbbraunen amorphen Pulvers mit folgenden physikalischen Kenndaten:
Massenspektrogramm (m/e): Molekülion = 851, was mit der Summenformel C48H51N5O9 übereinstimmt.
IR-Spektrum: Banden bei 3427 cnr1 (NH), 1730 cm*1 (Carboxylgruppe) und 1675 cnr1 (Amidgruppe).
Beispiel 13
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-stearoyloxyäthylcarboxamid
Unter Verwendung von 2 g 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-hydroxyäthylcarboxamid bereitet man nach der Verfahrensweise des Beispiels 12, jedoch unter Verwendung von Stearinsäureanhydrid anstelle von Acrylylchlorid, 4-Des-acetyl-VLB C-3 N-2-stearoyloxyäthylcarboxamid, dessen Molekülion bei 1063 auftritt, was mit der Summenformel s C63H93N5O9 übereinstimmt, während weitere Peaks in dem Massenspektrogramm bei 1004,651,355 und 154 festzustellen sind.
Man bereitet das Sulfatsalz in üblicher Weise unter Verwendung von wasserfreiem Äthanol. Das erhaltene Sulfatsalz 10 (151 mg) liegt in Form eines gelb-braunen amorphen Pulvers vor, das in Wasser unlöslich ist.
Beispiel 14
Herstellung von 4-Desacetyl-VLB N-ß-methoxyäthyl-15 carboxamid
Man wandelt nach der in Präparat 2 beschriebenen Weise 5,0 g 4-Desacetyl-VLB hydrazid in das Azid um. Dann gibt man 10 ml ß-Methoxyäthylamin zu der Lösung des Azids in Methylendichlorid und rührt die Reaktionsmischung über 20 Nacht bei Raumtemperatur unter Anwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen. Man wäscht die erhaltene Lösung einmal mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat, filtriert und dampft ein. Den Rückstand trägt man auf eine mit Siliziumdioxid beschickte Säule auf und eluiert mit einer 25 Methylendichlorid/Methanol/Äthylacetat-Mischung (1/1/1). Man vereinigt die geeigneten Fraktionen und zieht das Lösungsmittel im Vakuum ab. An 50 mg des Materials bestimmt man die physikalischen Kenndaten:
30 IR-Spektrum: Absorptionsmaxima bei 3670,3550,3470, 1730 und 1670 cm"1.
NMR-Spektrum (in CDCb): ô = 2,80,3,34,3,58 und 3,77.
Massenspektrum (m/e): 811,825 (Transmethylierung), 780,752,571,470,353,154,124 und 122.
35 Titration (in 66%-igem Dimethylformamid): pKa = 5,35 und 7,38.
Das restliche Material wandelt man in üblicher Weise in das Sulfatsalt um. Ausbeute = 1,8 g.
40 Beispiel 15
Herstellung von Salzen
Andere Salze, einschliesslich Salze mit anorganischen Anionen, wie die Chloride, Bromide, Phosphate, Nitrate und dergleichen sowie die Salze mit organischen Anionen, wie die 45 Acetate, Chloracetate, Trichloracetate, Benzoate, Alkylsulfo-nate, Arylsulfonate und dergleichen, bereitet man aus den erfindungsgemässen Amidbasen unter Anwendung einer Verfahrensweise, die analog der in Beispiel 1 für die Herstellung des Sulfatsalzes beschriebenen ist, wobei man anstelle 50 der dort eingesetzten 2%-igen wässrigen Schwefelsäure eine geeignete Säure in einem geeigneten Verdünnungsmittel verwendet.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, macht die Anwesenheit von anderen Estergruppen und/oder Amidgruppen in den 55 erfindungsgemässen Indol-dihydroindol-derivaten besondere Vorsicht bei der Herstellung von Salzen erforderlich, um eine Hydrolyse, eine Umesterungund andere Reaktionen zu vermeiden, die bei hohen Temperaturen und bei extrem sauren pH-Werten erfolgen können.
60 Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen in vivo gegen transplantierte Mäusetumoren wirksam sind. Beispielsweise zeigen 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-butyroxyäthylcarboxamid-sulfat, 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-mercaptoäthylcarboxamidsulfat, 4-Desacetyl-VLB C-3 65 N-2-dimethyloxyäthylcarboxamidsulfat, 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acetaldehydcarboxamid-sulfat und 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acryloxyäthylcarboxamid sowie andere erfmdungsgemässe Verbindungen der obigen allgemeinen
11
631990
Formel diese Wirkung. Zum Nachweis der Wirkung der Arzneimittelwirkstoffe gegen diese Tumoren wurde eine Untersuchungsmethode angewandt, die darin besteht, das Arzneimittel in üblicher Weise durch intraperitoneale Verabreichung in einer gegebenen Dosis während 7 bis 10 Tagen nach dem Ubertragen des Tumors zu verabreichen.
In der folgenden Tabelle I sind die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen an Mäusen zusammengefasst, denen Tumoren übertragen wurden, die erfolgreich mit den erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen behandelt werden konnten. In der folgenden Tabelle sind in der Spalte 1 der Name der Verbindung, in der Spalte 2 der transplantierte Tumor, in Spalte 3 die Dosis oder der Dosisbereich und die
10
Anzahl der Tage, während der die Dosis verabreicht wurde, und in Spalte 4 die prozentuale Inhibierung des Tumorwachstums oder die prozentuale Verlängerung der Überlebensdauer angegeben.
Die angegebenen Abkürzungen besitzen folgende Bedeutung:
ROS = Ridgeway-Knochensarkom, GLS = Gardner-Lymphosarkom,
B16 = Malanom,
P388 = Lymphozytenleukämieund PI 533 = Leukämie.
Tabelle I
Verbindung
Tumor
Dosis (mg/kg x Tage)
Prozentuale Inhibierung
VLB C-3 carboxamidsulfat 4-Desacetyl-VLBC-3 carboxamidsulfat
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-butyroxycarboxamidsulfat
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acetoxyäthylcarboxamidsulfat
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-dimethoxyäthylcarboxamidsulfat
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acetaldehydcarboxamidsulfat
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acrylyloxyäthylcarboxamidsulfat
Bis[4-desacetyl-VLB C-3 (N-2-äthylcarboxamid)]-disulfid, Sulfatsalz
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-stearoyloxyäthylcarboxamidsulfat 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-methoxyäthylcarboxamidsulfat
4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-methylmercaptyläthylcarboxamid 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-acetylaminoäthylcarboxamidsulfat VCR C-3 carboxamidsulfat 4-Desacetyl-VCR C-3 carboxamidsulfat
ROS 0,1-0,5 x 10 23- 84
GLS 0,05-0,8 x 8 47-100
GLS 0,15-1,0x 10 79-100
ROS 0,15-0,4x 10 49-100
P1534(J)(S.C.) 0,2-0,25 x 10 36- 37
ROS 0,2 x 10 100
GLS 0,1-0,2 x 10 72-100
ROS 0,2 x 10 100
GLS 0,05-0,2 x 10 37-100
GLS 0,1-0,2 x 7 83-100
P388 0,05 x 10 40
P388 0,4 x 10 48
GLS 0,1-0,4x 7-9 84-100
P388 0,4 x 10 48
GLS 0,05-0,4 x 7-10 53-100
GLS 0,2-0,4 x 7-9 100
B16 0,8-1,5 x 3 16- 65
P388 0,6-0,9 x 3 22- 54
GLS 0,2-0,4x 7-9 87-100
B16 0,75 x 10 9 unbestimmt
überlebende Tiere*
P388 0,9 x 3 42
GLS 0,125-0,5 x 10 92-100 (7. Tag)
ROS 0,5 x 10 49
GLS 0,2-1,0x 7 36- 75
ROS 1,0 x 10 39
* Unbestimmt, da 60 Tage nach Beendigung der Therapie noch überlebende 1
Unbestimmte überlebende Tiere ergeben sich auch bei der Behandlung mit 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-methoxyäthyl-carboxamidsulfat.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen wirken, ebenso wie die im Handel erhältlichen Arzneimittelwirkstoffe Leurocristin und VLB auf die Mäuse toxisch, wenn sie in Dosierungen verabreicht werden, die oberhalb jenen Dosierungen liegen, bei denen sie eine 100%-ige Inhibierung des transplantierten Tumors verursachen. Weiterhin können aus nicht vollständig verstandenen Gründen sämtliche Arzneimittel bei einer gegebenen Untersuchung, bei der auch Kontrollwirkstoffe verwendet werden, bei Dosierungen toxisch wirken, bei denen sie normalerweise ohne toxische Nebeneffekte eine Inhibierung des Tumors verursachen. Somit stellen die in der obigen Tabelle I angegebenen Ergebnisse diejenigen Ergebnisse typischer Experimente wieder, bei denen die Kontrollwirkstoffe die erwarteten Ergebnisse zeigen und stellen keinen Durchschnittswert sämtlicher Untersuchungen dar.
so Wie zu erwarten ist, unterscheiden sich die erfindungsgemäss herstellbaren Carboxamide in dem Spektrum ihrer Antitumorwirkung von VLB, Leurocristin und Leurosin sowie von den C-4 N,N-Dialkylglycylestern von VLB in gleicher Weise, wie sich die Spektren der Antitumorwirkung ss dieser Verbindungen untereinander unterscheiden, wobei einige gegen bestimmte Tumoren oder Tumorklassen wirksam und gegen andere weniger wirksam sind. Bei der klinischen Anwendung der genannten Verbindungen wird der Arzt die Wirkstoffe anfänglich auf gleichem Wege und in 60 dem gleichen Trägermaterial gegen die gleichen Arten von Tumoren einsetzen, wie es für Leurocristin und VLB der Fall ist. Unterschiede der Dosierung können sich natürlich aufgrund der relativen Aktivität ergeben, die Leurocristin und die beschriebenen Arzneimittel bei dem gleichen Experimen-65 taltumor an Mäusen zeigen. Die erfindungsgemäss erhaltenen Amide zeigen im Vergleich zu Leurocristin eine verminderte Neurotoxizität.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäss hergestellten
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12
Carboxamide als antineoplastische Wirkstoffe kann sowohl der parenterale als auch der orale Verabreichungsweg angewandt werden. Für die orale Verabreichung vermischt man z. B. eine geeignete Menge eines pharmazeutisch verträglichen Salzes einer Base der obigen allgemeinen Formel I mit einer nichttoxischen Säure mit Stärke oder einem anderen Trägermaterial und bringt die Mischung in Gelatinesteckkapseln ein, die jeweils 7,5 bis 50 mg des Wirkstoffs enthalten. In ähnlicher Weise kann man das antineoplastisch aktive Salz mit Stärke, einem Bindemittel und einem Schmiermittel vermischen und die Mischung zu Tabletten verpressen, die jeweils 7,5 bis 50 mg des Salzes enthalten. Die Tabletten können mit Kerben versehen werden, wenn geringere oder Teildosierungen verwendet werden sollen. Man kann auch isotonische Lösungen verwenden, die 1 bis 10 mg/ml eines Salzes eines Indol-dihydroindolcarboxamids der allgemeinen Formel I enthalten.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen werden s gewöhnlich in Dosierungen von 0,01 bis 1 mg und vorzugsweise 0,1 bis 1 mg/kg des Körpergewichts des zu behandelnden Säugers ein- oder zweimal wöchentlich oder alle zwei Wochen in Abhängigkeit von der Aktivität und der Toxizität des Wirkstoffs verabreicht. Alternativ kann man, io wenn die therapeutische Dosis auf die Körperoberfläche bezogen wird, eine Dosis im Bereich von 0,1 bis 10 mg/m2 der Körperoberfläche des Säugers alle 7 oder 14 Tage verabreichen.
B

Claims (5)

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1 R4
h V
in der
R4 eine Gruppe der allgemeinen Formel
R6
-(CH2)m-HC-
R7
worin m l,2oder3,
R6 eine Gruppe der Formeln -CHO, -O-C-Ci-Cn-Alkyl,
II
O
-0-C-C2-C7-Alkenyl,
O
45 -O-Ci-Cî-Alkyl,
-NH-|j-Ci-C3-Alkyl, so O
oder-S-Y,
ss in der Y ein Wasserstoffatom, eine Ci-C3-Alkylgruppe oder eine Bindung, die die Schwefelatome zweier Reste der allgemeinen Formel I, in denen Y für eine Bindung steht, verbindet, und
R7 ein Wasserstoffatom; oder 60 R6 und R7 jeweils Gruppen der Formel -0-Ci-C3-Alkyl darstellen;
R5 ein Wasserstoffatom;
eine der Gruppen R2 und R3 ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxylgruppe und die andere eine Äthylgruppe; und R1 65 eine Methylgruppe oder eine Formylgruppe bedeuten; sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man ein dimeres Indol-dihydroindolcarbox-azid der allgemeinen Formel II
631990
5' R
7' 6y \
t N 4''
r~T' I •
v^:y^CH3
- ~R"
14'
(II)
II O
8
9/\.
10| ¥ ||7
1ll |19 HG
/ \ 13 \2/ \ /
T15 îl—î T
CH3-0—•^6 il \ y>—OH
. !
r1 !
i-N.t,
II
0
CH2-CH3
mit einem Amin der allgemeinen Formel R4RSNH umsetzt, in welchen Formeln die Substituenten R1 bis R7 die oben angegebenen Bedeutungen mit der Massgabe besitzen, dass die 35 Gruppe Y der Gruppe R6 von einer Bindung verschieden ist, und das Produkt der allgemeinen Formel I in Form des freien Amins oder eines pharmazeutisch verträglichen Salzes isoliert.
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1. Verfahren zur Herstellung eines dimeren Indol-dihydroindolcarboxamids der allgemeinen Formel I
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I
H
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(I)
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CH3—o—
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekenn- 40 zeichnet, dass man die Reaktion in Methylendichlorid durchführt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion bei Raumtemperatur durchführt. 45
4. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von dimeren Indol-dihydroindolcarboxamiden der allgemeinen Formel I, in der R4 eine Gruppe der allgemeinen Formel
R6 so
-(CHa)m-H(X^
R7
6. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-dimethoxyäthyl-carboxamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid mit 2-Dimethoxyäthylamin umsetzt.
7. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-methylmercaptoäthylcarboxamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid mit 2-Methylmercaptoäthylamin umsetzt.
8. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von 4-Desacetyl-VLB C-3 N-(3-methylmercaptopropyl)-carbox-amid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid mit 3-Methylmercaptopropylamin umsetzt.
9. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von 4-Desacetyl-VLB C-3 N-2-mercaptoäthyl-carboxamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid mit 2-Aminoäthylmercaptan umsetzt.
10. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von 4-Desacetyl-VLB C-3 N-ß-methoxyäthyl-carboxamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Desacetyl-VLB C-3 • carboxazid mit ß-Methoxyäthylamin umsetzt.
worin m 1,2 oder 3,
R6 eine Gruppe der allgemeinen Formel -S-Y, in der Y für eine Bindung steht,
R7 ein Wasserstoffatom darstellen, und R5 ein Wasserstoffatom bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein dimeres Indol-dihydroindolcarboxazid der allgemeinen Formel II in Gegenwart einer Base mit einem Amin der allgemeinen Formel H2N-Ci-C3-Alkyl-S-H umsetzt.
5. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von Bis [4-Desacetyl-VLB C-3 (N-2-äthyl-carboxamid)]-disulfid, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Desacetyl-VLB C-3 carboxazid in Gegenwart einer Base mit 2-Aminoäthylmercaptan umsetzt.
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