CH632048A5 - Verfahren zur herstellung von verbundprofilen, insbesondere fuer fenster und tueren, sowie nach diesem verfahren hergestelltes verbundprofil. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von verbundprofilen, insbesondere fuer fenster und tueren, sowie nach diesem verfahren hergestelltes verbundprofil. Download PDF

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CH632048A5 CH495878A CH495878A CH632048A5 CH 632048 A5 CH632048 A5 CH 632048A5 CH 495878 A CH495878 A CH 495878A CH 495878 A CH495878 A CH 495878A CH 632048 A5 CH632048 A5 CH 632048A5
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Werner Weitzel
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Hueck Eduard Metallwalz Und Pr
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbundprofilen, insbesondere für Fenster und Türen, mit mindestens zwei im Abstand voneinander angeordneten, an ihren einander zugewandten Innenseiten Vorsprünge und/oder Hinterschneidungen aufweisenden Metallprofil-Teilen, die auf ihrer Länge durch wenigstens einen aus schlecht wärmeleitendem Material bestehenden Isolierkern miteinander verbunden sind, wobei zu dessen Herstellung zwischen den Metallprofil-Teilen zunächst ein als einseitig offene Rinne ausgebildeter, eine untere Abdek-kung aufweisender Hohlraum gebildet, danach in den Hohlraum in flüssigem oder annähernd flüssigem Zustand ein thermoplastischer Kunststoff eingefüllt wird.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein nach diesem Verfahren hergestelltes Verbundprofil für Fenster und Türen, mit mindestens zwei im Abstand voneinander angeordneten, an ihren einander zugewandten Innenseiten Vorsprünge und/oder Hinterschneidungen aufweisenden Metallprofil-Teilen, die auf ihrer Länge durch wenigstens einen aus schlecht wärmeleitendem thermoplastischem Material bestehenden Isolierkern miteinander verbunden sind, der in flüssigem oder annähernd flüssigem Zustand in einen von den
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Innenwandungen der Metallprofil-Teile sowie Abdeckungen begrenzten, als einseitig offene Rinne, ausgebildeten Hohlraum eingefüllt wird und wobei die Abdeckungen nach dem Erstarren des Isoliermaterials gegebenenfalls wieder entfernt werden.
Aus der DE-AS 1 245 567 der Anmelderin ist ein solches Verfahren zur Herstellung von Verbundprofilen bereits bekannt. Dabei wird zunächst ein einstückiges Metallprofil hergestellt, dessen als bodenseitige Abdeckung dienender integrierter Überbrückungssteg nach dem Ausgiessen des rin-nenförmigen Hohlraumes mit einer Isolier-Vergussmasse und nach dem späteren Abbinden der Masse, z.B. durch Abfräsen mechanisch entfernt wird, so dass die Metallprofilschalen nicht mehr in metallischer Verbindung stehen.
Auch ist aus der DE-OS 2 129 964 (Fig. 15) bekannt, statt eines einstückigen Ausgangsprofiles zwei voneinander getrennte Metallprofile in einer Form mit Abstand nebeneinander anzuordnen und als Bodenabdeckung eine bewegliche Leiste od. dgl. vorzusehen, die zusammen mit den Innenwandungen der Metallprofile eine oben offene Rinne bildet, in die das Isoliermaterial in einer Höhe, die der Höhe des Isolierkernes entspricht, eingegossen wird. Nach dem Erstarren der Isoliermasse wird die Leiste wieder entfernt.
Aus der Praxis ist ferner bekannt, die Abdeckleiste an ihren Aussenrändem mit Vorsprüngen oder entsprechenden Halterungen auszustatten, so dass sie zwischen die einander zugewandten Vorsprünge und Hinterschneidungen der Metallprofile eingeschoben oder eingeklipst werden kann, bevor die so gebildete Rinne mit Isoliermaterial ausgegossen wird. Der Vorteil einer solchen Ausführung liegt darin, dass die aus schlecht wärmeleitendem Material bestehende Abdeckleiste auch nach dem Erstarren der Isoliermasse zwischen den Metallprofilen verbleiben kann, da sie aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit den unterbrochenen Wärmeübergang zwischen den Metallprofilen nicht nennenswert beeinflusst.
In allen beschriebenen Fällen füllt der auf der Länge des Verbundprofils durchlaufende Isolierkern in dem dafür vorgesehenen Bereich den gesamten Querschnitt zwischen den Metallprofilen aus.
Messungen zur Bestimmung des Wärmedurchganges zwischen den Metallteilen derartiger Verbundprofile haben gezeigt, dass die erreichten Wärmeleitzahlen nicht in allen Fällen den vorgeschriebenen Normen entsprachen. Deshalb konnten bisher aus einer Vielzahl von zur Verfügung stehenden Werkstoffen nur ganz bestimmte Isoliermaterialien für den Isolierkern eingesetzt werden, an die hohe Anforderungen sowohl hinsichtlich der Wärmeleitzahl als auch in gleichem Masse der Festigkeitseigenschaften gestellt werden mussten. Die Auswahl der Isolierwerkstoffe musste daher zwangsläufig auf Kompromisse hinauslaufen, mit dem Ergebnis, dass z.B. ein äusserst kostengünstiger Werkstoff mit hervorragenden Festigkeitseigenschaften, einer guten Giessfähigkeit und kurzzeitigen Abbindezeit allein deshalb keine Anwendung finden konnte, weil dessen Wärmeleitzahl nicht ausreichte, den Wärmedurchgang in dem Verbundprofil als fertige Einheit innerhalb des durch die gültige Norm festgelegten Rahmens zu halten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfaches und billiges Verfahren zur Herstellung von Verbundprofilen zu schaffen, bei dem der Anwendungsbereich der zur Verfügung stehenden Isolierwerkstoffe erweitert wird und mit dem es möglich ist, die Wärmeleitung zwischen den durch den Isolierkern überbrückten Metallprofilen in dem Verbundprofil zu verringern, ohne auf die bei solchen Herstellungsverfahren erreichten sonstigen Vorteile verzichten zu müssen.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs genannten Art wird dies erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Hohlraum unter Belassung jeweils eines sich zwischen den
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Metallprofil-Teilen erstreckenden, von der Vergussmasse freien Zwischenraumes in wenigstens zwei parallel übereinander verlaufenden Ebenen mit Isoliermaterial ausgefüllt wird, indem der untere Hohlraumquerschnitt zunächst zumindest auf einer Teillänge mit Isolier-Vergussmasse ausgegossen, danach unter Belassung des Zwischenraumes im Abstand oberhalb des Füllniveaus zwischen die Metallprofil-Teile ein Trennmittel eingebracht wird, das zusammen mit den Innenwandungen der Metallprofil-Teile in einer zweiten Ebene eine Rinnenunterteilung bildet und dass anschliessend der obere Hohlraum-Teilquerschnitt mit der Isolier-Verguss-masse ausgegossen wird.
Hierdurch wird erreicht, dass die bei den nach den bekannten Verfahren hergestellten Verbundprofilen für den erhöhten Wärmedurchgang verantwortlichen, auf der vollen Höhe des Isolierkernes wirksamen, unmittelbar sich berührenden Kontaktflächen zwischen den Längsseiten der Isolierkerne und den diesen zugeordneten Innenflächen der Metallprofile entscheidend verringert werden können, so dass die Wärmedämmwerte insgesamt erhöht und damit auch der Anwendungsbereich vorhandener Isolierwerkstoffe erweitert werden kann. Das Verfahren nach der Erfindung schafft die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Herstellung von Verbundprofilen im Giessverfahren mit im Innern des Isolierkernes vorgesehenen Längshohlräumen.
Der Hohlraumquerschnitt kann auch in mehr als zwei Hohlraum-Teilquerschnitte unterteilt und diese mit Isoliervergussmasse ausgegossen werden.
Wenn die zu verbindenden Metallprofil-Teile zunächst als einstückiges Ausgangsprofil mit einem integrierten Überbrückungssteg als Abdeckung hergestellt werden, wird die Abdeckung frühestens nach dem Abbinden des in den unteren Hohlprofilquerschnitt gefüllten Isoliermaterials zwischen den Metallprofilen herausgetrennt.
Um auch sehr grosse Profilquerschnitte mit einem geschlossenen Hohlraum toleranzgenau herstellen zu können, wobei die zu verbindenden Metallprofil-Teile, wie an sich bekannt, zunächst als ein einstückiges Ausgangsprofil mit zwei integrierten Überbrückungsstegen hergestellt werden, von der der untere Überbrückungssteg die untere Abdeckung der Rinne bildet, wird zur Bildung der einseitig offenen Rinne vor dem Ausgiessen mit Isoliermaterial der obere Überbrückungssteg zwischen den Metallprofil-Teilen herausgetrennt.
Vorzugsweise wird als Trennmittel ein Folienstreifen oder eine starre oder flexible Leiste verwendet und diese an zwischen den Metallprofil-Teilen vorgesehenen Halterungen fixiert.
Das Trennmittel wird zweckmässig nach dem Abbinden des Isoliermaterials von den Halterungen entfernt.
Besteht das Trennmittel aus einem schlecht wärmeleitenden Material, wird es vorzugsweise in dem fertigen Ver-bundprofil als verlorenes Teil belassen. Als Trennmittel kann auch eine den Zwischenraum mitumfassende Leiste od. dgl. verwendet werden, die dann aus einem Material besteht, dessen Wärmedurchgangswerte unter denen des Isoliermaterials liegen. Vorzugsweise wird in diesem Fall als Material für die Leiste ein geeignetes Moosgummi od.dgl. verwendet.
Um die Wärmeleitung zwischen den Metallprofilen noch weiter zu verringern, können vorteilhafterweise die Isolierkernteile in vorgegebenen Längenabständen mit sich quer durch diese hindurcherstreckenden Ausnehmungen versehen werden. Zweckmässig werden die Ausnehmungen ausgefräst. Sie können aber auch ausgesägt werden.
Die Ausnehmungen können in einem oder in mehreren der übereinander angeordneten Teilkernteile vorgesehen werden.
Das derart hergestellte Verbundprofil zeichnet sich dadurch aus, dass der Isolierkern in seiner Höhe durch
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jeweils einen sich längs zwischen den Metallprofilen durchgehend erstreckenden Zwischenraum in zwei oder mehrere übereinander angeordnete Teil-Isolierstücke unterbrochen ist. Das Verbundprofil weist erhöhte Wärmedämmeigenschaften auf und bietet, bedingt durch die wirtschaftliche Herstellungsmöglichkeit im Giessverfahren, gute Festigkeitseigenschaften.
Zweckmässig ist die Höhe des Zwischenraumes wenigstens an einer Längsseite durch eine Trennleiste od. dgl. begrenzt. Dadurch, dass der Zwischenraum nur an einer Seite durch eine Trennleiste begrenzt zu sein braucht, kann der Materialaufwand für zusätzliche Hilfsmittel bei der Herstellung des Verbundprofils minimal gehalten werden.
Um ein leichtes Anbringen der Trennleiste zwischen den Metallprofil-Teilen zu ermöglichen, weisen die Metallprofil-Teile an ihren Innenseiten vorteilhaft Halterungen zur Aufnahme der Trennleiste auf.
Vorteilhaft kann die Höhe des Zwischenraumes von dem Abstand zwischen der Oberfläche des unteren Isolierkernteils und der diesem zugewandten Unterseite des darüber befindlichen Isolierkernteils bzw. der Unterseite der Trennleiste und seine Breite von dem Abstand der einander zugewandten Innenwandungen der zu verbindenden Metallprofile begrenzt werden. Auf diese Weise kann die durch das Zwischenraumvolumen fortfallende Menge an Isoliermaterial so gering wie möglich gehalten werden.
Alternativ kann der Zwischenraum mit einer Leiste od. dgl. aus Moosgummi oder anderem geeigneten Material ausgefüllt werden, dessen Wärmeleitzahl unter der des Isoliermaterials für den Isolierkern liegt. Obwohl dabei der gesamte Zwischenraum mit Material ausgefüllt ist, kann die Leiste im fertigen Verbundprofil verbleiben, da sie keine Kräfte aufzunehmen hat.
Zur weiteren Erhöhung der Isoliereigenschaften weisen die Isolierkernteile in vorgegebenen Längenabständen sich quer durch diese hindurcherstreckende Ausnehmungen auf. Zweckmässig sind als Ausnehmungen Ausfräsungen vorgesehen. Vorteilhaft sind die Ausnehmungen in einem oder mehreren der übereinander angeordneten Isolierkernteile vorgesehen.
Nachfolgend werden anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Verfahrens beschrieben.
Fig. 1 bis 5 zeigen die einzelnen Verfahrensschritte bei der Herstellung eines Ausführungsbeispiels mit einem Ausgangsprofil gemäss einer ersten Ausführungsform,
Fig. 6 zeigt den Querschnitt eines Ausgangsprofils nach einer anderen Ausführungsform,
Fig. 7 zeigt den Querschnitt eines Ausgangsprofils gemäss einer dritten Ausführungsform,
Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit auf der Länge zusätzlich vorgesehenen Querausnehmungen und einer abgewandelten Trennleiste,
Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit mehr als zwei Isolierkernteilen und
Fig. 10 bis 15 zeigen die einzelnen Verfahrensschritte bei der Herstellung eines Ausführungsbeispiels mit einem Ausgangsprofil gemäss einer gegenüber dem Ausgangsprofil nach Fig. 1 abgeänderten Ausführungsform.
Das erste Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5 weist zwei im Abstand voneinander angeordnete Metallprofil-Teile 1 u. 2 auf. Jedes Metallprofil besitzt Vorsprünge und/ oder Hinterschneidungen 3 u. 4, die formschlüssig in einen sich über die Länge der Metallprofil-Teile 1 u. 2 erstrek-kenden Isolierkern 5 aus schlecht wärmeleitendem Material eingreifen, so dass eine feste Verbindung zwischen den Metallprofilen entsteht. Etwa in seiner Mitte ist der Isolierkern 5 durch einen sich durchgehend über die ganze Länge erstreckenden Zwischenraum 6 unterbrochen, der den Isolierkern in zwei, vorzugsweise parallel zueinander verlaufende, Teile 7 u. 8 unterteilt. Sie können natürlich auch schräg oder annähernd parallel zueinander verlaufen. Der Zwischenraum 6 ist an seiner oberen Längsinnenseite durch eine starre oder flexible Trennleiste 9 begrenzt, die aus einem schlecht wärmeleitenden Material besteht und als verlorenes Teil in dem fertigen Verbundprofil verbleibt. An ihren einander zugewandten Innenseiten besitzen die Metallprofil-Teile 1 u. 2 nach innen ragende Stege 10 u. 11, die sich in Längsrichtung erstrecken und zwischen sich eine Nut 12 (Fig. 2) begrenzen, in die die Leiste 9 eingeschoben werden kann. Die Höhe des Zwischenraumes 6 entspricht dem Abstand b zwischen der Oberfläche 7' des unteren Isolierkernteils 7 und der Unterseite der Trennleiste 9. Die Breite a ist festgelegt durch den Abstand zwischen den Innenwandungen der beiden Metallprofil-Teile 1 u. 2.
Es ist auch möglich, statt der Stegpaare 10 u. 11 mit der dazwischen befindlichen Nut 12 anders ausgebildete Halterungen (Fig. 13-15) vorzusehen, so dass die Trennleiste 9, z.B. von oben herzwischen die Metallprofil-Teile 1 u. 2 eingelegt, oder bei Bedarf auch nachträglich wieder entfernt werden kann. Die Trennleiste kann auch aus einem selbstklebenden Folienstreifen bestehen, der später wieder abgezogen wird.
Das Verbundprofil kann aus verschieden aufgebauten Ausgangsprofilquerschnitten hergestellt werden. Diese sind in den Fig. 1,6,7,9 und 10 dargestellt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 handelt es sich um ein Profil, das aus einem einstückigen Grundquerschnitt hergestellt ist und erst später in zwei Profil-Teile 1 u. 2 getrennt wird. Die vorläufige Verbindung zwischen den beiden Profil-Teilen 1 u. 2 stellt der Überbrückungssteg 13 her, der gleichzeitig den Boden eines sich längs zwischen den Profil-Teilen 1 u. 2 erstreckenden Hohlraumes 14 bildet. Der Hohlraum 14 hat die Form einer oben offenen Rinne und ist durch die Trennleiste 9 in einen unteren Rinnenquerschnitt, in dem der Isolierkernteil 7 gebildet wird, und einen oberen Hohlraumquerschnitt, der den oberen Isolierkernteil 8 aufnimmt, unterteilt.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 10 bis 15 wird ein Ausgangsprofil verwendet, das ebenfalls aus einem einstückig verpressten Grundquerschnitt besteht, der erst später in die beiden Metallprofil-Teile 1 u. 2 getrennt wird. Die vorläufige Verbindung zwischen den beiden Profil-Teilen 1 u. 2 stellen die Überbrückungsstege 100 u. 101 her, von denen der Steg 101 den Boden eines sich längs zwischen den Profil-Teilen 1. u. 2 erstreckenden Hohlraumes 14 bildet. Der Hohlraum 14, dessen oberer Überbrückungssteg 100 vor dem Ver-giessen zwischen den Metallprofil-Teilen 1 u. 2 herausgetrennt wird, hat die Form einer oben offenen Rinne (Fig. 11) und ist durch die Trennleiste 9 (Fig. 13) in einen unteren Rinnenquerschnitt, der den oberen Isolierkernteil 8 aufnimmt, unterteilt. Es können auch bei diesem Beispiel weitere Unterteilungen vorgesehen werden.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 sind zwei Trennleisten 9,9' und zwei Zwischenräume 6,6' vorgesehen, so dass der Isolierkern 5 in drei Isolierkernteile 7,8,8' unterteilt ist. Natürlich können auch weitere Unterteilungen vorgesehen werden, vorzugsweise dann, wenn übergrosse Profilquerschnitte verarbeitet werden.
Bei den Ausgangsprofilformen nach den Fig. 6 u. 7 sind die Metallprofil-Teile 1 u. 2 von vornherein voneinander getrennt. Als bodenseitige Abdeckung entsprechend dem Überbrückungssteg 13 bzw. 101 bei den Ausgangsprofilen 1 bzw. 10, dient bei der Ausführungsform nach Fig. 6 eine getrennte Abdeckleiste 15, die Teil einer nicht dargestellten Giessform sein kann in welche die beiden Metallprofil-Teile 1 u. 2 vor dem Ausgiessen eingelegt werden. Statt mit der
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Leiste 15 sind bei der Ausführungsform nach Fig. 7 zur Bildung der Rinne die beiden voneinander getrennten Metallprofil-Teile 1 u. 2 auch durch eine Leiste 16 überbrückt, die aus einem schlecht wärmeleitenden Material besteht und am späteren Verbundprofil als verlorenes Teil verbleibt. Zu diesem Zweck greift die Leiste mit an ihren Aussenrändem vorgesehenen Abkantungen 16' hinter die Vorspränge und Hinterschneidungen 3 u. 4, so dass eine formschlüssige Verbindung entsteht.
Die Herstellung der Verbundprofile aus den Ausgangsprofilen nach den Fig. 1 bzw. 10 läuft in folgenden Verfahrensschritten ab:
In den als offene Rinne ausgebildeten Hohlraum 14, der bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 bis 15 dadurch erreicht wird, dass von dem Ausgangsprofil nach Fig. 10 vorab der obere Überbrückungssteg 100 mechanisch zwischen den Metallprofil-Teilen 1 u. 2 herausgetrennt wird (Fig. 11), was bei dem Ausgangsprofil nach Fig. 1 wegen Fehlens eines oberen Überbrückungssteges nicht erforderlich ist, wird in dessen unteren Teilquerschnitt zunächst in flüssigem Zustand eine solche Menge Isoliermasse eingegossen, bis diese ein Niveau erreicht hat, das durch die Fläche 7' in Fig. 2 bzw. Fig. 12 angedeutet ist. Ohne abwarten zu müssen, bis die Masse abgebunden hat, wird im Abstand b oberhalb des Füllgutpegels 7' in die Nut 12 zwischen den Stegen 10,11 (Fig. 3) von der Stirnseite der Metallprofile, oder von oben her (Fig. 13) die Leiste 9 eingezogen, eingeschoben oder aufgelegt, die nach oben den Zwischenraum 6 begrenzt. Im Anschluss daran wird der mit Hilfe der Leiste 9 gebildete obere Rinnen-Teilquerschnitt mit Isoliermasse ausgegossen (Fig. 4 bzw. 14). Bereits unmittelbar nach dem Erstarren der Isoliermasse im unteren Rinnen-Teilquerschnitt wird der untere Überbrük-kungssteg 13 bzw. 101 zwischen den Metallprofil-Teilen 1 u. 2 mechanisch herausgetrennt. Das Verbundprofil ist fertig zur Weiterverarbeitung.
Sowohl das Ausgiessen des unteren Rinnen-Teilquer-schnittes als auch des oberen Teilquerschnittes sowie das Abtrennen der Abdeckung 13 bzw. 101 können kontinuierlich in einem einzigen Verfahrensgang vonstatten gehen. Es ist lediglich zu Beginn erforderlich, dass der untere Rinnen-Teilquerschnitt bereits auf einer ersten Teillänge der Metallprofil-Teile 1 u. 2 ausgegossen ist, bevor er durch die Trennleiste 9 auf dieser Teillänge abgedeckt wird, so dass
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unmittelbar daran auch mit dem Ausgiessen des bereits abgedeckten Teiles in dem oberen Teilquerschnitt begonnen werden kann. Bevor mit dem Abtrennen der Abdeckung 13 bzw. 101 begonnen wird, ist es erforderlich, zu warten, bis das Material wenigstens auf der abzutrennenden ersten Teillänge bereits erstarrt ist, was in der Praxis schon nach wenigen Sekunden der Fall ist.
Ein entsprechender Verfahrensablauf findet statt bei der Herstellung eines Verbundprofils unter Verwendung von Ausgangsprofilen nach den Fig. 6,7 und 9, jedoch mit dem Unterschied, dass das fertige Verbundprofil von dieser angehoben wird, nachdem das Material zumindest im unteren Rinnen-Teilquerschnitt abgebunden hat, während ein Entfernen der Abdeckleiste 16 bei der Ausführungsform nach Fig. 7 nicht erforderlich ist. Bei dem Verbundprofil nach Fig. 9 kommt hinzu, dass nach dem Einlegen der mittleren Trennleiste 9' und nach dem Ausgiessen des mittleren Rinnen-Teilquerschnittes, zumindest einer ersten Teillänge, die zweite Trennleiste 9 eingelegt wird, bevor der oberste Rinnen-Teilquerschnitt ausgegossen wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 wird als Trennmittel anstelle der Trennleiste 9,9' bei den anderen Beispielen, ein sich längs zwischen den Metallprofil-Teilen 1 u. 2 hindurchstreckender Block 17 aus z.B. Moosgummi verwendet. Dieses Material hat einen Wärmedurchgangswert, der unter dem des Materials für die Isolierkernteile 7 u. 8 liegt, und deshalb in dem fertigen Verbundprofil belassen werden kann, obwohl er den Zwischenraum voll ausfüllt. Natürlich können auch andere geeignete Materialien zur Anwendung kommen.
Um die Kontaktflächen und damit den Wärmedurchgang zwischen den Metallprofil-Teilen 1 u. 2 noch weiter zu verringern, können die Isolierkernteile 7 u. 8 in allen Beispielen auch auf ihrer Länge zusätzlich noch mit Ausnehmungen 18 versehen werden, was durch Fräsen, Sägen od. dgl. erreicht werden kann. Obwohl bei den Beispielen nach den Fig. 8 und 9 die Ausfräsungen 18 in allen übereinander befindlichen Isolierkernteilen vorgesehen sind, ist es möglich, nur jeweils einen einzigen Isolierkernteil mit den Ausnehmungen auszustatten. Die Ausnehmungen können ebenfalls kontinuierlich während des Ablaufs der anderen Verfahrensschritte vorgenommen werden, z.B. gleichzeitig mit dem Entfernen des Überbrückungssteges 13 bzw. 101.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (16)

632048 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung von Verbundprofilen, insbesondere für Fenster und Türen, mit mindestens zwei im Abstand voneinander angeordneten, an ihren einander zugewandten Innenseiten Vorsprünge (10,11) und/oder Hinter-schneidungen (3,4) aufweisenden Metallprofil-Teilen (1,2) die auf ihrer Länge durch wenigstens einen aus schlecht wärmeleitendem Material bestehenden Isolierkern (5) miteinander verbunden sind, wobei zu dessen Herstellung zwischen den Metallprofil-Teilen (1,2) zunächst ein als einseitig offene Rinne ausgebildeter, eine untere Abdeckung aufweisender Hohlraum (14) gebildet, danach in den Hohlraum in flüssigem oder annähernd flüssigem Zustand ein thermoplastischer Kunststoff eingefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (14) unter Belassung jeweils eines sich längs zwischen den Metallprofil-Teilen (1,2) erstreckenden, von der Vergussmasse freien Zwischenraumes (6) in wenigstens zwei parallel übereinander verlaufenden Ebenen mit Isoliermaterial ausgefüllt wird, indem der untere Hohlraumquerschnitt zunächst zumindest auf eine Teillänge mit Isoliervergussmasse ausgegossen, danach unter Belassung des Zwischenraumes (6) im Abstand oberhalb des Füllniveaus (7') zwischen die Metallprofil-Teile (1,2) ein Trennmittel (9, 9', 17) eingebracht wird, das zusammen mit den Innenwandungen der Metallprofil-Teile (1,2) in einer zweiten Ebene eine Rinnenunterteilung bildet, und dass anschliessend der obere Hohlraum-Teilquerschnitt mit der Isolier-Verguss-masse ausgegossen wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraumquerschnitt in mehr als zwei Hohlraum-Teilquerschnitte unterteilt wird und diese Hohl-raum-Teilquerschnitte mit Isoliervergussmasse ausgegossen werden.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1, bei dem die zu verbindenden Metallprofil-Teile (1,2) zunächst als einstückiges Ausgangsprofil mit einem integrierten Überbrückungssteg als Abdeckung hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (13) frühestens nach dem Abbinden des in den unteren Hohlprofilquerschnitt gefüllten Isoliermaterials (7) zwischen den Metallprofil-Teilen (1,2) herausgetrennt wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, bei dem die zu verbindenden Metallprofil-Teile (1,2) zunächst als ein einstük-kiges Ausgangsprofil mit zwei integrierten Überbrückungs-stegen als Rinnenabdeckungen hergestellt werden, von denen der untere Überbrückungssteg die untere Abdeckung bildet, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der einseitig offenen Rinne (14) vor dem Ausgiessen mit Isoliermaterial der obere Überbrückungssteg (100) zwischen den Metallprofil-Teilen (1,2) herausgetrennt wird.
5. Verfahren nach den Patentansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Trennmittel ein Folienstreifen oder eine starre oder flexible Leiste (9) verwendet wird, und dass dieser Folienstreifen oder diese Leiste an zwischen den Metallprofil-Teilen (1,2) vorgesehene Halterungen (10,11, 12) fixiert wird.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (9) aus einem schlecht wärmeleitenden Material besteht und in dem fertigen Verbundprofil als verlorenes Teil belassen wird oder nach dem Abbinden des Isoliermaterials von den Halterungen entfernt wird.
7. Verfahren nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leiste (9) verwendet wird, die aus einem Material besteht, dessen Wärmedurchgangswerte unter denen des Isoliermaterials liegen, z.B. aus Moosgummi.
8. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierkernteile in vorgegebenen Längenabständen mit sich quer durch diese hindurch erstreckenden
Ausnehmungen (18) versehen werden, wobei die Ausnehmungen z.B. ausgefräst oder ausgesägt werden.
9. Verfahren nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen in wenigstens einem der übereinander angeordneten Isolierkernteile vorgesehen werden.
10. Verbundprofil, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkern (5) in seiner Höhe durch jeweils einen sich längs zwischen den Metallprofil-Teilen (1,2) durchgehend erstrek-kenden Zwischenraum (6) in zwei oder mehrere übereinander angeordnete Isolierkernteile (7,8,8') unterbrochen ist.
11. Verbundprofil nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (b) des Zwischenraumes (6) wenigstens an einer Längsseite durch ein Trennmittel, z.B. eine Trennleiste (9), begrenzt ist.
12. Verbundprofil nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseiten der Metallprofil-Teile (1,2) Halterungen ( 10,11,12) zur Aufnahme der Trennleiste (9) aufweisen.
13. Verbundprofil nach Patentanspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (b) des Zwischenraumes (6) von dem Abstand zwischen der Oberfläche (7') des unteren Isolierkernteils (7) und der diesem zugewandten Unterseite des darüber befindlichen Isolierkernteils (8) bzw. der Unterseite der Trennleiste (9) und seine Breite (a) von dem Abstand der einander zugewandten Innenwandungen der zu verbindenden Metallprofil-Teile (1,2) begrenzt ist.
14. Verbundprofil nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum (6) mit einem Trennmittel (17), z.B. Leiste, aus Moosgummi ausgefüllt ist, dessen Wärmeleitzahl unter der des Isoliermaterials für den Isolierkern liegt.
15. Verbundprofil nach einem der Patentansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierkernteile (7, 8,8') in vorgegebenen Längenabständen sich quer durch diese hindurcherstreckende Ausnehmungen (18), z.B. Ausfrä-sungen, aufweisen.
16. Verbundprofil nach Patentanspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (18) in wenigstens einem der übereinander angeordneten Isolierkernteile (7,8, 8') vorgesehen sind.
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