CH634332A5 - Verfahren zur gewinnung von reinen 0,0-dialkyldithiophosphorsaeuren. - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von reinen 0,0-dialkyldithiophosphorsaeuren. Download PDF

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CH634332A5 CH500378A CH500378A CH634332A5 CH 634332 A5 CH634332 A5 CH 634332A5 CH 500378 A CH500378 A CH 500378A CH 500378 A CH500378 A CH 500378A CH 634332 A5 CH634332 A5 CH 634332A5
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung von reinen 0,0-Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I
RO S
\ll
P - SH
RO
in welcher R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet, aus dem bei der Umstzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines Alkanols mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen erhaltenen Rohprodukt.
0,0-Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I sind wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung von Thiophosphorsäurederi-vaten von 1,3,4-Thiadiazol-2-on- oder -thionverbindungen der im US-Patent 3 230230 beschriebenen Art. Von diesen Verbindungen ist insbesondere das 0,0-Dimethyl-S-[2-methoxy-l ,3,4-thiadiazol-5-(4H)-onyl-(4)-methyl]-dithiophosphat (Medida-thion, Suprazid), welches als Insektizid kommerzielle Bedeutung erlangt hat, zu nennen.
Die 0,0-Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I werden in bekannter Weise durch Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines niederen Alkanols in Abwesenheit oder in Anwesenheit eines Katalysators, z. B. Ammoniak (vgl. Britisches Patent 1228528) oder einem Amin (vgl. US-Patent 3573293) hergestellt. Dieses Verfahren kann durch das folgende Reaktionsschema dargestellt werden:
RO. S
P2S5 + 4 ROH Ì 2 - SH + H2S
RO
wobei R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Unglücklicherweise entstehen bei dieser Reaktion auch bei Verwendung eines Katalysators nicht nur die gewünschten 0,0-Dialkyldithiophosphorsäuren, sondern auch verschiedene unerwünschte Nebenprodukte oder Verunreinigungen wie z. B. 0,0,S-Trialkyldithiophosphate [(RO);P(S)SR], 0,0,0-Trial-kylthiophosphate [(ROjP(S)], Bis-[dialkoxythiophosphoryl]-sul-fid [(RO)2P(S)-S-P(S)(OR)2] und Bis-[dialkoxyphosphino]-sul-fid [(RO)2P-S-P(OR)2]. Jedes dieser Nebenprodukte kann in Mengen von bis zu 5% d. Th. gebildet werden.
Aufgrund dieser Gegebenheiten besteht das bei der Umsetzung an Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines niederen Alkanols erhaltene Reaktionsprodukt zu 90 % der Theorie oder weniger aus der gewünschten O, O-Dialkyldithiophosphorsäure und zu 10 % der Theorie oder mehr aus den vorgenannten unerwünschten Nebenprodukten. Diese rohe O.O-Dialkyldi-thiophosphorsäure muss vor der Überführung in die vorgenannten Thiophosphorsäurederivate von 1,3,4-Thiadiazol-2-on oder -thion gereinigt werden, um diese Produkte in der erforderlichen Reinheit und Qualität zu erhalten. Für diese Reinigung bestehen bereits einige Standardmethoden, z. B. die Ammoniumsalz-Methode oder verschiedene Destillationsmethoden.
Die Ammoniumsalz-Methode besteht darin, dass man die O .O-Di-niederalkyldithiophosphorsäuren aus einer Lösung des bei der Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines niederen Alkanols erhaltenen Rohprodukts durch Einleiten von gasförmigem Ammoniak als Ammoniumsalz ausfällt, filtriert und das Ammoniumsalz nochmals in einem organischen Lösungsmittel aufschlämmt und anschliessend durch Einleiten von gasförmigem Chlorwasserstoff spaltet. Die reine O.O-Dialkyldithiophosphorsäure wird dann nach A btrennung des gebilde5
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ten Ammoniumchlorids durch Abdampfen des organi ,eben Lösungsmittels gewonnen. Diese Methode ist mit mehrere:; Nachteilen behaftet. So ist es beispielsweise schwierig, die bei der Zugabe von Ammoniak und Chlorwasserstoff auftretende Rauchentwicklung zu kontrollieren. Weitere Probleme stellen das Abwasser dieses Verfahrens und die Handhabung der Rohmaterialien sowie die Lagerung der einzelnen Produkte dar.
Als geeignetes Destillationsverfahren zur Reinigung des bei der Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines niederen Alkanols erhaltenen Reaktionsprodukts ist beispielsweise die Vakuumdestillation bekannt. Sie kann sowohl mit dem gesamten Ansatz als auch als Dünnschichtverdampfung durchgeführt werden. Diese Destillationsmethoden sind insofern nachteilig, als während der Destillation ständig ein sehr hohes Vakuum aufrechterhalten werden muss. Die Substanzen sind thermisch instabil und zersetzen sich bei Überhitzung heftig mit schneller Gasentwicklung. Daher sind alle vorgenannten Reinigungsmethoden vom Standpunkt einer sicheren, effizienten und wirtschaftlichen grosstechnischen Durchführung unbefriedigend.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Gewinnung von reiner 0,0-Dial-kyIdithiophosphorsäure aus der bei der Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines niederen Alkanols erhaltenen Rohprodukt vorzusehen, das die vorgenannten Nachteile vermeidet und auf billige und sichere Art die grosstechnische Reindarstellung von O.O-Di-niederalkyldithiophosphor-säure ermöglicht.
Es wurde gefunden, dass man reine 0,0-Di-Niederalkyldi-thiophosphorsäure der Formel I aus roher, durch Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines Alkanols mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen erhaltener 0,0-Dialkyldithiophosphor-säure gewinnen kann, wenn man die rohe 0,0-DiaIkyldithio-phosphorsäure zunächst mit einem wässrigen Extraktionsmittel extrahiert, anschliessend den erhaltenen wässrigen Extrakt mit einem inerten, organischen Lösungsmittel extrahiert und dann aus dem erhaltenen, organischen Extrakt reine 0,0-Dialkyldi-thiophosphorsäure der Formel I durch Abdampfen des Lösungsmittels gewinnt.
Als wässrige Extraktionsmittel kommen Wasser oder wässrige Lösungen von anorganischen Substanzen in Betracht, die gegenüber den O.O-Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I inert sind und deren Löslichkeit in Wasser vermindern. Geeignete anorganische Substanzen sind beispielsweise Chlorwasserstoff, Schwefelsäure und Phosphorsäure und Salze davon, beispielsweise Alkalimetallsalze, die nicht mit den O.O-Dialkyldithio-phosphorsäuren der Formel I reagieren.
Die im ersten Schritt des erfindungsgemässen Verfahrens durchgeführte Extraktion der rohen O.O-Dialkyldithiophos-phorsäure mit dem wässrigen Extraktionsmittel wird bei Temperaturen zwischen 10 und 35° C durchgeführt. Das Verhältnis des Volumens des wässrigen Extraktionsmittels zum Volumen der rohen O.O-Dialkyldithiophosphorsäure beträgt 2 bis 5:1, vorzugsweise 2 bis 3:1.
Der erste Verfahrensschritt wird in der Weise durchgeführt, dass man die rohe O.O-Dialkyldithiophosphorsäure bis zur Einstellung des Verteilungsgleichgewichts innig mit dem wässrigen Extraktionsmittel vermischt und anschliessend die wässrige Phase von der nicht wässrigen Phase abtrennt. Man erhält so eine wässrige Lösung der Hauptmenge der O.O-Dialkyldithiophos-phorsäure der Formel I, während die nichtwässrige Phase neben wenig O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I die Hauptmenge der Verunreinigungen enthält. Es ist vorteilhaft, im ersten Verfahrensschritt als wässriges Extraktionsmittel eine wässrige Lösung einer der vorgenannten anorganischen Substanzen zu verwenden, da hierdurch infolge der herabgesetzten Löslichkeit der O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I in der wässrigen Phase die anschliessende Extraktion der 0,0-Dialkyldithio-
phosphorsäure der Formel I mit einem organischen Lösungsmittel erleichtert wird. Ein bevorzugtes wässriges Extraktionsmittel ist verdünnte Schwefelsäure mit 10 bis 20 Gew.-% Schwefelsäure.
Im zweiten Verfahrensschritt wird dann die erhaltene wässrige Lösung der 0,0-Dialkyldithiophosphorsaure der Formel I bis zur Einstellung des Verteilungsgleichgewichts mit einem stabilen, mit Wasser nicht mischbaren, flüchtigen, organischen Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 10 und 35°C, vorzugsweise bei Raumtemperatur, in Kontakt gebracht. Nach der Einstellung des Verteilungsgleichgewichts werden die Phasen getrennt. Man erhält so als Extrakt eine Lösung der reinen O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I in dem verwendeten organischen Lösungsmittel. Aus dieser Lösung wird die reine O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I durch Abdampfen des Lösungsmittels gewonnen. Diese Operation wird vorzugsweise im Vakuum bei einer Temperatur durchgeführt, bei welcher im wesentlichen das gesamte Lösungsmittel, aber keine O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I verdampft. Die Entfernung des Lösungsmittels kann diskontinuierlich oder kontinuierlich, beispielsweise in einem Dünnschichtverdampfer, erfolgen. Das verdampfte Lösungsmittel wird kondensiert und in die zweite Verfahrensstufe zurückgeführt. Als Rückstand wird reine 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I erhalten.
Die erhaltene wässrige Phase, die ebenfalls noch reine O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I enthält, wird in die erste Verfahrensstufe zurückgeführt und erneut zur Extraktion roher 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure verwendet.
Geeignete organische, mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel sind chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, Dichloräthan, Trichloräthan, Chloroform und Kohlenstoffte-trachlorid, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol und Xylol und Äther, vorausgesetzt, dass sie bei 1 Torr unter 45°C sieden und nicht mit Wasser mischbar sind.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich durchgeführt werden. Die kontinuierliche Durchführung des Verfahrens ist bevorzugt, wenn grosse Mengen reiner O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I produziert werden sollen. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass in der zweiten Verfahrensstufe verwendete, organische Lösungsmittel durch Dünnschicht-Verdampfung abzutrennen.
Wie in Beispiel 1 noch gezeigt werden wird, ist es nicht möglich, durch eine Vielzahl von diskontinuierlich durchgeführten Extraktionen eine hohe Ausbeute an reiner 0,0-Dialkyldi-thiophosphorsäure der Formel I zu gewinnen. Dies gilt auch dann, wenn ein grosses Mengenverhältnis von organischen Lösungsmittel zu Wasser angewendet wird.
Es wurde gefunden, dass, wenn die Konzentration von Dial-kyldithiophosphorsäure der Formel I in Wasser sich 20 Gew.-% nähert, Wasser ein viel grösseres Lösungsvermögen für die 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I besitzt als das organische Lösungsmittel. Es ist daher nicht wirtschaftlich, wässrige Lösungen zu extrahieren, die weniger als etwa 20 Gew.-% 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I enthalten.
Wenn das Lösungsvermögen von Wasserfürdie O.O-Dialkyl-dithiophosphorsäuren der Formel I durch Zusatz der vorgenannten, anorganischen Substanzen vermindert wird, ist es möglich, praktisch die gesamte O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I aus der wässrigen Lösung zu extrahieren. Dies wird durch das beigefügte Diagramm erläutert.
Die einzelnen Punkte dieses Diagramms wurden wie erfolgt erhalten:
Es wurde zunächst eine gesättigte Lösung von O.O-Dimethyl-dithiophosphorsäure in Wasser hergestellt. Ein Teil dieser Lösung wurde dann zusammen mit frischem Lösungsmittel ( 1,2-Dichloräthan) in einen Schütteltrichter überführt, einige Minuten geschüttelt und 10 bis 15 Minuten stehengelassen. Nach Trennung der beiden Schichten wurde dann die Konzentration
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an O.O-Dimethyldithiophosphorsäure in jeder Phase bestimmt. einen 3-1-Scheidentrichter übergeführt und 5 min stehen gelas-Durch Variation des Gewichtsverhältnisses von 0,0-Dimethyl- sen, wobei sich die beiden flüssigen Phasen trennen. Die untere, dithiophosphorsäure-Lösung zu frischem Lösungsmittel wurden organische Schicht, die die Hauptmenge der Verunreinigungen genügend Messpunkte erhalten, um die Gleichgewichtskurve zu enthält, wird in den ursprünglich verwendeten Erlenmeyerkol-zeichnen. So wurde beispielsweise Punkt A durch Schütteln von 5 ben zurückgeführt.
40 g Lösungsmittel und 10 g gesättigter, wässriger Lösung von Die obere, wässrige Schicht wird in einen zweiten Erlenmeyer-
O.O-Dimethyldithiophosphorsäure (39 %) in einem Scheide- kolben überführt. Nach Zugabe von 1000 g 1,2-Dichloräthan trichter erhalten. Nach Trennung der Phasen enthielt die wird die erhaltene Mischung zunächst heftig gerührt und dann in
Lösungsmittelschicht 5,5 Gew.-% 0,0-Dimethyldithiopho- einen 3-1-Scheidetrichter überführt. Nach Abtrennung der unte-
sphorsäure und die wässrige Schicht 21,8 Gew.-% 0,0-Dime- io ren, organischen Phase wird die wässrige Phase in den Erlen-thyldithiophosphorsäure. Diese Analysenwerte wurden als meyerkolben zurückgeführt und nach Zugabe von weiteren
Punkt A in das Diagramm eingezeichnet. 1000 g 1,2-Dichloräthan heftig gerührt. Auf diese Weise wird die
Nach dem gleichen Verfahren wurde unter Verwendung von Extraktion der wässrigen Phase mit jeweils 1000 g 1,2-Dichlor-15%iger Schwefelsäure eine entsprechende Kurve erhalten. Der äthan 5mal wiederholt, d. h. es werden insgesamt 5000 g 1,2-Vergleich beider Kurven zeigt, in welchem Ausmass die Schwe- 15 Dichloräthan zur Extraktion von 1000 g Wasser verwendet, das feisäure die Gleichgewichtskurve beeinflusst. Die beiden Kurven vorher zur Extraktion der rohen O, O-Dimethyldithiophosphor-zeigen, dass 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure aus 15%iger säure verwendet wurde.
Schwefelsäure vollständiger entfernt werden kann als aus reinem Aus den vereinigten Extrakten wird dann das 1,2-Dichlor-Wasser. Die Möglichkeit der Hydrolyse von 0,0-Dimethyldi- äthan bei einem Druck von 30 Torr abdestilliert, wobei die thiophosphorsäure, die bei längerer Lagerung der aus dem 20 Temperatur stets unter 40° C gehalten wird. Als Rückstand wird zweiten Verfahrensschritt austretenden Lösung besteht, wird 96%ige 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure erhalten.
daher bei Verwendung von Schwefelsäure verringert. Dies zeigt Die Ausbeute an reiner 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure den Vorteil der Verwendung von Schwefelsäure als Extraktions- beträgt etwa 50 %. Der grösste Teil der nicht isolierten O tO-mittel im ersten Verfahrensschritt des zweistufigen Extraktions- Dimethyldithiophosphorsäure befindet sich in der wässrigen Verfahrens. 25 Phase.
Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht es, unter Vermeidung der mit der bisherigen Vakuumdestillation verbünde- Beispiel 2 nen Sicherheitsrisiken 0,0-Dialkyldithiophosphorsäuren der Eine Mischung von 1300 g Wasser und 1000 g roher 0,0-Formel I auf einfache Weise in reiner Form herzustellen. Es Dimethyldithiophosphorsäure (85 % ) wird zunächst 5 min heftig vermeidet ferner die Notwendigkeit der Herstellung von Ammo- 30 gerührt und dann in einen Scheidetrichter überführt. Nach niumsalzen der Q,0-Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I Abtrennung der unteren, organischen Schicht wird die wässrige und deren anschliessende Spaltung, sowie die damit verbünde- Schicht in ein mit einem Rührer versehenes Reaktionsgefäss nen Nachteile. Ferner wirkt sich die Reinheit des nach dem überführt und nach Zugabe von 900 g 1,2-Dichloräthan während erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Produkts vorteilhaft 5 min heftig gerührt. Dann wird die Mischung in einen Scheideauf die Qualität des daraus hergestellten insektiziden Wirkstoffes 35 trichter überführt und die beiden Schichten getrennt. Die untere, aus. Es erleichtert die Überführung in den insektiziden Wirkstoff organische Schicht wird abgezogen und in eine Destillationsap-durch die Wahl eines Lösungsmittels, das sowohl im Reinigungs- paratur überführt. Die obere, wässrige Schicht wird verworfen, verfahren als auch bei der nachfolgenden Umsetzung zum End- Aus der organischen Schicht wird das 1,2-Dichloräthan bei 5 produkt verwendet werden kann. Die Wirtschaftlichkeit des Torr und 25°C abdestilliert. Als Rückstand werden 187,5 g Verfahrens wird durch die Möglichkeit der Wiedergewinnung 40 96,6%iger 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure erhalten, und der Rückführung von nicht extrahierter O,O-Dialkyldithi0-
phosphorsäure der Formel I gewährleistet. Obwohl die 0,0- Beispiel 3
Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I in der ersten Stufe des Eine Mischung von 1500 g 15%iger Schwefelsäure und 1500 g erfindungsgemässen Verfahrens in wässriger Lösung vorliegen, roher 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure (85%) wird während eignet sich das Verfahren hervorragend zur grosstechnischen 45 5 min heftig gerührt und dann in einen Scheidetrichter überführt Anwendung. Dabei muss allerdings gewährleistet sein, dass die und 15 min stehengelassen. Dann wird die untere, organische O.O-Dialkyldithiophosphorsäuren der Formel I, deren Instabili- Schicht abgetrennt und verworfen. Die obere, wässrige Schicht tät wohl bekannt ist, nur während einer möglichst kurzen Zeit in wird in ein mit einem Rührer versehenes Reaktionsgefäss überWasser vorliegen und dass die Temperatur der wässrigen Lösung führt und nach Zugabe von 1710 g 1,2-Dichloräthan während 15 20 bis 25°C oder darunter liegt. Das erfindungsgemässe Verfah- 50 min heftig gerührt. Anschliessend wird die Mischung in einen ren wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert. Scheidetrichter überführt und 5 min stehengelassen. Die untere,
Wenn nicht anders angegeben, sind Teile als Gewichtsteile, organische Schicht wird in eine Destillationsapparatur überführt.
Prozent als Gewichtsprozent und Temperaturen in Grad Celsius Die obere, wässrige Schicht wird verworfen. Aus der organischen zu verstehen. Phase wird das 1,2-Dichloräthan bei 5 Torr und 25° Cabdestil-
55 liert. Als Rückstand werden 190,5 g 96,3%ige 0,0-Dimethyldi-Beispiel 1 thiophosphorsäure erhalten.
Herstellung von reiner 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure Die 0,0-Diäthyldithiophosphorsäure, die auf analoge Weise
Eine Mischung von 557 g roher Q,0-Dimethyldithiophosphor- wie O.O-Dimethyldithiophosphorsäure ebenfalls in einen insek-säure (85 % ) und 1000 g Wasser wird in einem 2-1-Erlenmeyer- tiziden Wirkstoff überführt werden kann .kann ebenfalls in kolben während 2 min heftig gerührt. Die Mischung wird dann in 60 analoger Weise mit einem analogen Resultat gereinigt werden.
M
1 Seite Zeichnungen

Claims (11)

  1. 634 332
    ?
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Verfahren zur Gewinnung von reinen 0,0-Dialkyldithio-phosphorsäuren der Formel I
  2. R0. s
    |—-SH (I)
    RO
    in welcher R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet, aus dem bei der Umsetzung von Phosphorpentasulfid mit 4 Äquivalenten eines Alkanols mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen erhaltenen Rohprodukt, dadurch gekennzeichnet, dass man das Rohprodukt zunächst mit einem wässrigen Extraktionsmittel extrahiert, anschliessend den erhaltenen wässrigen Extrakt mit einem inerten, organischen Lösungsmittel extrahiert und dann aus dem erhaltenen, organischen Extrakt reine 0,0-Dialkyldi-thiophosphorsäure der Formel I durch Abdampfen des Lösungsmittels gewinnt.
  3. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als wässriges Extraktionsmittel Wasser oder eine wässrige Lösung einer anorganischen Substanz, die gegenüber den 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I inert ist und deren Löslichkeit in Wasser vermindert, verwendet.
  4. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als wässriges Extraktionsmittel eine wässrige Lösung von Chlorwasserstoff, Schwefelsäure oder Phos-phorsäure oder ein Salz einer dieser Säuren verwendet.
  5. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Extraktion der rohen 0,0-Dialkyldithiophosphor-säure mit dem wässrigen Extraktionsmittel bei Temperaturen zwischen 10 und 35°C durchführt.
  6. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Volumens des wässrigen Extraktionsmittels zum Volumen der rohen Q.O-Dialkyldithiophosphorsäure 2 bis 5:1, vorzugsweise 2 bis 3:1, beträgt.
  7. 6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als wässriges Extraktionsmittel eine 10 bis 20%ige Schwefelsäure verwendet.
  8. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als inertes, organisches Lösungsmittel chlorierte Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe oder Äther verwendet.
  9. S. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als inertes, organisches Lösungsmittel Methylenchlorid, Dichloräthan, Trichloräthan, Chloroform, Kohlenstofftetrachlorid, Benzol, Toluol oder Xylol verwendet.
  10. 9. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Extraktion des durch Extraktion der rohen 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure mit Wasser erhaltenen wässrigen Lösung der reinen O.O-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I mit dem inerten, organischen Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 10 und 35" C durchführt.
  11. 10. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man aus der erhaltenen Lösung der reinen 0,0-Dialkyldithiophosphorsäure der Formel I in dem inerten organischen Lösungsmittel das Lösungsmittel durch Vakuumdestillation abtrennt.
CH500378A 1977-05-10 1978-05-09 Verfahren zur gewinnung von reinen 0,0-dialkyldithiophosphorsaeuren. CH634332A5 (de)

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