CH637176A5 - Paper, process for its preparation and its use - Google Patents

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CH637176A5
CH637176A5 CH765177A CH765177A CH637176A5 CH 637176 A5 CH637176 A5 CH 637176A5 CH 765177 A CH765177 A CH 765177A CH 765177 A CH765177 A CH 765177A CH 637176 A5 CH637176 A5 CH 637176A5
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CH
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polyalkyleneimine
forming material
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CH765177A
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Newlyn Jones
Alistair Charles Stewart
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Dexter C H Ltd
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Papier, das bestimmte Zusätze enthält, gute Alkali-Nassfestigkeit und gute Saugeigen 35 schaften zeigt, auf ein Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung.
Ein Gebiet, auf dem die Erfindung Anwendung findet, ist die Herstellung von Packpapier, das zur Herstellung von
Umhüllungen oder Verpackungen von Fleischerzeugnissen, gekennzeichnet, dass als filmbildendes Material Hydroxyäthyl- 40 wie Würstchen, verwendet werden kann.
cellulose verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als kationisches, wärmehärtendes Harz ein Epichlorhydrin enthaltendes Harz verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als kationisches, wärmehärtendes, Epihalogenhydrin enthaltendes Harz ein Polyamid-Epichlorhydrin-Harz verwendet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyalkylenimin ein Polyäthylenimin verwendet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das kationische, wärmehärtende, Epihalo-
Umhüllungs- oder Packpapier wird gewöhnlich aus Papierbahnen verhältnismässig fester, natürlicher Fasern hoher Reiss- oder Zugfestigkeit, wie Abaka (Manilahanf), Sisal oder Flachs, hergestellt. Die Papierbahn wird mit einer verdünnten 45 Viskoselösung gesättigt, z.B. einer Lösung, die durch Verdünnen einer Lösung mit 7 Gewichtsprozent Cellulose (als Cellu-lose-xanthat) und 6 Gewichtsprozent Natriumhydroxid auf einen Cellulosegehalt von 1% erhalten wurde. Die mit Viskose gesättigte Bahn wird getrocknet, und die Cellulose in der Vis-5o kose wird dann regeneriert, indem die Bahn durch ein saures Regenerierbad geführt wird, das z.B. eine 1-bis 8%ige wässrige Schwefelsäurelösung enthält. Dann wird die Bahn säurefrei gewaschen und getrocknet, um eine mit säureregenerierter Cel-
genhydrin enthaltende Harz in einer solchen Menge angewandt lulose imprägnierte Papierbahn herzustellen. Dieses Umhül-
wird, dass sich 0,05 bis 4,0 Gewichtsprozent, bezogen auf die Faserbahn auf Trockengewichtsbasis, ergeben.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das filmbildende Material in einer solchen Menge verwendet wird, dass sich 0,5 bis 8 Gewichtsprozent, bezogen auf die Faserbahn auf Trockengewichtsbasis, ergeben.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyalkylenimin in einer solchen Menge verwendet wird, dass sich 0,05 bis 2,0 Gewichtsprozent,-bezogen auf die Faserbahn auf Trockengewichtsbasis, ergeben.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 12, insbesondere zur Herstellung von Umhüllungspapier, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsmittel in Mengen verwendet
55 lungs- oder Packpapier wird dann im allgemeinen aufgerollt («Qriginalrollen»).
Umhüllungen für das Verpacken bearbeiteter Fleischerzeugnisse, z.B. Würsten, können aus diesem Papier durch Schneiden in Streifen, die dann zu Schläuchen gefaltet werden. 60 hergestellt werden. Die Schläuche werden mit einer alkalischer Viskoselösung gesättigt, die z.B. 7 Gewichtsprozent Cellulose und 6 Gewichtsprozent Natriumhydroxid enthält. Die Cellulose in der Viskose wird dann mit einem sauren Regenerierbad regeneriert, das z.B. verdünnte Schwefelsäure und möglicheres weise Salze wie Natriumsulfat oder Ammoniumsulfat enthält. Der Schlauch wird dann durch ein oder mehrere Bäder geführ um die Säure und die Salze auszuwaschen.
Wenn gewünscht, kann das Rohr durch ein wässriges Bad
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geführt werden, das einen Weichmacher für die regenerierte kose eingesetzt werden kann. Das kationische wärmehärtende Cellulose, z.B. Glycerin, enthält. Der Schlauch wird getrocknet, Harz wird in einer Menge von wenigstens 0,5 Gewichtsprozent, indem er durch eine Wärmekammer geführt wird (wobei sich bezogen auf das Trockengewicht der imprägnierten Faserbahn, der Schlauch in aufgeblähtem Zustand befindet), so dass er eine angewandt. Das Harz kann in die Faserbahn durch Zugabe des cellulosehaltige schlauchförmige Umhüllung liefert, die eine 5 Harzes zum Faserbrei vor der Ausbildung der Faserbahn einge-eingebettete Papierbahn aufweist. Diese schlauchartige Umhül- arbeitet werden. Alternativ kann die gebildete Faserbahn beim lung kann dann unter Druck mit einem verarbeiteten Fleisch- Durchgang durch eine wässrige Lösung des Harzes mit diesem erzeugnis gefüllt werden. Ein Verfahren dieser Art wird im ein- imprägniert werden. Diese US-PS offenbart auch die Verwen-zelnen in der US-Patentschrift 3 135 613 beschrieben. dung des wärmehärtenden Harzes in Kombination mit Viskose,
Der Zweck der Behandlung der Ausgangs-Papierbahn mit io die nicht mit einer Säure regeneriert ist ; im letzteren Falle verdünnter Viskoselösung und der anschliessenden Regenerie- jedoch kann sich die Viskose durch längere Lagerung der Bahn rung liegt darin, der Bahn Festigkeit und Struktureinheit zu selbst regenerieren.
verleihen, so dass sie der Behandlung mit der stark basischen Die US-PS 3 484 256 offenbart ein Verfahren zur Herstel-
Viskoselösung zu widerstehen vermag, die bei der Herstellung lung von Umhüllungspapier, bei dem eine Faserbahn mit der Umhüllungsschläuche verwendet wird. Die Menge der is einem kationischen wärmehärtenden Harz und einem Poly-säureregenerierten Cellulose in dem Umhüllungspapier ist in acrylamidharz gebunden wird. Interessant ist, dass in Tabelle der Tat vergleichsweise gering; so kann das Umhüllungspapier III der Patentschrift ein Vergleich der Zugfestigkeiten unter ein typisches Flächengewicht (Gewicht pro Flächeneinheit) verschiedenen Bedingungen (trocken, nass und 6% wässrige von 20 g/m2 haben, wovon sich die säureregenerierte Cellulose NaOH) von Papierbahnen vorliegt, die mit regenerierter Visauf 0,6 g/m2 beläuft, verglichen mit dem Material der Umhül- 20 kose oder mit Polyamid-Epichlorhydrin-Harz und Polyacryl-lungsschläuche, das ein typisches Flächengewicht von 70 bis 80 amid oder lediglich mit Polyamid-Epichlorhydrin-Harz gebung/m2 haben kann, wovon 50 bis 60 g/m2 auf die säureregene- den sind. Die Ergebnisse mögen zuerst vermuten lassen, dass rierte Cellulose entfallen können. Trotz der Anfangsbehand- die Alkali-Nassfestigkeit der nur mit Polyamid-Epichlorhydrin-lung mit Viskose jedoch führt die Behandlung mit der stark Harz gebundenen Bahn zumindest ebenso gut ist wie die der basischen Viskoselösung, die zur Herstellung der Umhüllungs- 25 mit Viskose gebundenen Bahn. Diese Ergebnisse erfordern Schläuche verwendet wird, unvermeidlich zu einem bestimm- jedoch sorgfältige Bewertung und werden nachfolgend in Bei-ten Grad an Erweichung und Schwächung der Bahn. Dies setzt spiel 5 im einzelnen erörtert.
der Produktionsgeschwindigkeit eine Grenze, wenn Schwierig- In der britischen Patentschrift 1 091 105 wird ein Verfahren keiten bei der Handhabung der Bahn und mögliche Produk- beschrieben, bei dem Umhüllungspapier dadurch hergestellt tionszusammenbrüche vermieden werden sollen. Daher 30 wird, dass in eine Papierbahn ein alkalisch härtendes Harz, wie besteht auf dem Fachgebiet ein Bedarf an Umhüllungspapier Polyäthylenimin oder ein polymeres Reaktionsprodukt von mit verbesserter Alkalibeständigkeit, um höhere Produktions- Epichlorhydrin und einem Polyamid eingearbeitet wird. Die geschwindigkeiten bei der Herstellung von Umhüllungsschläu- Verwendung des alkalisch härtenden Harzes anstelle der üblichen zu ermöglichen. chen Behandlung mit verdünnter Viskose soll zu einem Verpak-
In der US-PS 3 378 379 ist eine schlauchartige Umhüllung 35 kungspapier führen, das gleichmässigere Eigenschaften über aus regenerierter Cellulose für Trockenwurst offenbart, die mit seine Breite aufweist und zu einer Umhüllung mit verbesserten einem Überzug versehen ist, die ein mit ihrer Innenfläche ver- Berstfestigkeiten führt. Es wurde dann jedoch gefunden, dass bundenes, kationisches, wärmehärtendes Harz aufweist. Die das so hergestellte Umhüllungspapier eine Alkalibeständigkeit Patentschrift schlägt vor, dass auch Polyäthylenimin für diesen aufweist, die nicht ausreicht, die Umhüllungsschläuche in für Überzug verwendet werden kann, wenngleich dieses Material 40 die kommerzielle Fertigung ausreichend hohen Produktionsge-in Wirklichkeit kein wärmehärtendes Harz ist. Der Zweck die- schwindigkeiten herstellen zu können.
ses Innenüberzugs liegt darin, die Haftung der Wursthülle an Im allgemeinen ist die Alkalibeständigkeit von Umhüllungs-
einem Trockenwurstprodukt zu verbessern, trotz einer papier mit regenerierter Viskose lediglich ausreichend; dies
Schrumpfung, die eintreten kann, wenn das Trockenwurster- bedeutet, dass zur Vermeidung zahlreicher Brüche in der Bahn zeugnis bearbeitet und in der Hülle über längere Zeit hinweg 45 auf der Fertigungsanlage die Arbeitsgeschwindigkeit begrenzt getrocknet wird. Zu bemerken ist jedoch, dass bei dem vorer- sein muss. Es wurde auch gefunden, dass sich die Saugfähigkeit wähnten Verfahren nicht die Papierhülle als solche mit dem von mit Viskose behandelten Umhüllungspapierbahnen beim wärmehärtenden Harz, sondern das schlauchförmige Umhül- Altern verschlechtert. Auch dies trägt zur Begrenzung der Pro-lungsmaterial behandelt wird. Bei der in der US-PS 3 378 379 duktionsgeschwindigkeit von Umhüllungsschläuchen bei; es ist veranschaulichten Ausführungsform wird das kationische wär- 50 nicht unüblich, drei oder mehr Monate zwischen der Herstel-mehärtende Harz auf die innere Oberfläche des Umhüllungs- lung des Umhüllungspapiers und seiner anschliessenden Ver-schlauchs nach dem Aufbringen von Glycerin und vor dem Wendung verstreichen zu lassen.
Trocknen der Umhüllung in aufgeblasenem Zustand in einer Ein weiteres Gebiet, auf dem die Erfindung Anwendung
Wärmekammer angewandt. findet, liegt in der Herstellung von Papier zur Herstellung von
Ein weiteres, in der US-PS 3 378 379 angesprochenes Pro- 55 Aufgussbeuteln, z.B. Teebeuteln und Gewürzbeuteln.
blem ist die Änderung der Dehnbarkeit von Umhüllungspa- Teebeutel und dergleichen werden gewöhnlich als Beutel pierstreifen in Querrichtung, die aus verschiedenen Teilen der aus einem Material («Teebeutelpapier») hergestellt, das für Originalrolle herausgeschnitten wurden. Dies kann zu Ände- Wasser und das durch Aufguss hergestellte Getränk, z.B. durch rungen der Eigenschaften der fertigen Umhüllungen führen, Lösen löslicher Feststoffe in dem Beutel nach Aufgiessen heis-die deshalb für den Fleischverpacker unbefriedigend sein kön- 60 sen Wassers, durchlässig ist. Erwünschte Materialeigenschaften nen, für den die Dimensionsstabilität des Produkts von wirt- sind Sauberkeit, gute Saugfähigkeit, hohe Nassfestigkeit, eine schaftlicher Bedeutung ist. Um diesem Problem zu begegnen, Lagenstruktur, um rasche Diffusion des Tee-Extrakts zu ermög-wird in der vorgenannten US-PS vorgeschlagen, dass ein katio- liehen, und befriedigende Leistungsfähigkeit in Hochgeschwin-nisches wärmehärtendes Harz (z.B. ein Reaktionsprodukt eines digkeits-Packanlagen, mit denen die Teebeutel hergestellt und Epichlorhydrins und eines Polyamids, ein modifiziertes Mela- 65 gefüllt werden. Die Festigkeit des Beutels bestimmt sich in min-Formaldehyd-Harz oder ein modifiziertes Harnstoff-For- erster Linie nach drei Hauptfaktoren : erstens nach der Faserzumaldehyd-Harz) als Bindemittel in dem Umhüllungspapier sammensetzung des Papiers und, wenn überhaupt, nach den anstelle der gewöhnlich verwendeten säureregenerierten Vis- chemischen Behandlungen, die das Papier erfahren hat; zwei-
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tens nach der Natur des Inhalts (z.B. Tee) des Beutels und drittens nach der Wechselwirkung, sofern vorhanden, zwischen den beim Aufguss gelösten Feststoffen und den Chemikalien, mit denen die Papierfasern behandelt worden sind.
Bislang erfolgte die chemische Behandlung von Faserbahnen für Teebeutelpapier im allgemeinen nach einem von zwei Verfahren. Beim ersten Verfahren wird das Faserblatt mit Viskose gesättigt und die Cellulose in der Viskose dann mit einer verdünnten Säure regeneriert. Dieses Verfahren führt zu einer Faserbahn mit ausreichender Festigkeit unter wässrig-alkali-schen Bedingungen. Das Erzeugnis hat jedoch einen Nachteil insofern, als es dem Tee oder anderen Getränken einen unerwünschten Geschmack verleihen kann.
Zum zweiten Verfahren gehört das Sättigen der Faser-schicht mit einem Gemisch eines Polyamid-Epichlorhydrin-Harzes und von Carboxymethylcellulose, wie z.B. in der GB-PS
1 111 165 beschrieben. Dieses Verfahren führt zu einer Faserbahn, die in alkalisch-wässrigen Medien etwas schwächer ist als die nach dem ersten Verfahren hergestellten Faserbahnen. Dieses Produkt ist jedoch geschmacksneutral.
Die Nachteile dieser bekannten Verfahren sind insbesondere feststellbar, wenn die Papiere zur Hersteilung von Pflanzenteebeuteln verwendet werden; Pflanzentees sind alkalisch. So kann das mit Viskose behandelte Papier zu einem Teebeutel mit angemessener Alkali-Nassfestigkeit verarbeitet werden, der 25 aber zu einem Getränk mit massigem Geschmack oder Aroma führt. Andererseits beeinträchtigt die andere Art von Papier den Geschmack des Getränks nicht, aber die aus ihm hergestellten Teebeutel haben eine geringe Alkali-Nassfestigkeit.
Zu erwähnen ist auch die US-PS 2 698 793, die ein Verfah- 30 ren zur Herstellung eines geleimten Celluloseblattes offenbart, das gegenüer Wasser und Farbe bzw. Tinte beständig ist. Ein wasserunlöslicher, hydrophober Leimstoff in Form eines in Wasserdispergierbaren Salzes und ein Alkylenimin-Harz werden getrennt einer wässrigen Suspension der Cellulosefasern 35 zugesetzt, die nach jeder Zugabe stehengelassen wird, und die Fasern werden dann zu einem Bogen, einem Blatt oder einer Bahn geformt. Dieses Produkt wird dann auf 105 bis 150 °C erwärmt, um die Leimeigenschaften des Leimstoffs zu entwik-keln. Ausserdem können auch andere Leim- oder Füllstoffe, ao z.B. Stärke, verwendet werden.
Es ist aber auch darauf hinzuweisen, dass diese US-PS damit befasst ist, dem Bogen oder der Bahn eine Wasserfestigkeit zu verleihen, indem dieses Erzeugnis wasserabstossend gemacht wird. So werden Wasser und Farben oder Tinten auf wässriger 45 Basis daran gehindert, in die Zwischenräume des Papiers aufgrund der verstärkten Oberflächenspannung an den Oberflächen der Papiermatrix einzudringen. Es ist zu bemerken, dass die Leimstoffe, die in der US-PS 2 698 793 genannt sind, wasserunlösliche, hydrophobe Verbindungen sein müssen. Die so «Nassfestigkeit» der gemäss dem Verfahren der US-PS behandelten Bahnen ist in erster Linie derTatsache zuzuschreiben,
dass die Fasern unter der wasserabstossenden Oberfläche der Matrix trocken bleiben. Seit langem ist aber schon bekannt,
dass Papierbahnen durch Behandeln mit Chemikalien, wie 55 Harzleim, wasserfest gemacht werden können. Wenn jedoch, einmal Wasser in die Zwischenräume der Papierbahn eingedrungen ist, entwederdurch mechanische Kräfte oder unter Verwendung grenzflächenaktiver Mittel, geht die scheinbare Nassfestigkeit der Bahnen verloren. 60
Die Erfindung bezieht sich dagegen auf das sehr verschiedene Problem der Herstellung einer Papierbahn, die Alkali-Nassfestigkeit besitzt (eine Eigenschaft, mit der die US-PS
2 698 793 nicht befasst ist), zugleich aber auch saugfähig ist. Natürlich wäre ein Wasserabstossungsmechanismus, wie er 65 nach der US-PS 2 698 973 Anwendung findet, auf dem Gebiet der Umhüllungspapiere und Teebeutelpapiere nutzlos: erstere müssen wässrige Viskoselösungen absorbieren, und letztere dürfen dem Durchgang von Wasser und dem wässrigen Aufguss keine Hindernisse in den Weg legen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Papier mit guter Alkali-Nassfestigkeit und guter Saugfähigkeit sowie ein Verfa: ren zu seiner Herstellung anzugeben. Die Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 5.
Es ist so ein Umhüllungspapier herstellbar, das seine Saugfähigkeit selbst nach Alterung behält, so dass Umhüllungen unter Anwendung wirtschaftlicher Hochgeschwindigkeits-Ver fahren hergestellt werden können. Das Verfahren macht insbe sondere Teebeutelpapier zugänglich, das Geschmacksneutralität mit guter Alkali-Nassfestigkeit in sich vereinigt, wobei es ' gute Saugfähigkeit behält. Bei solchen Herstellungsverfahren wird die Verwendung von Viskose und die sich anschliessende Säureregenerierung vermieden werden.
Zum Gegenstand der Erfindung gehören ferner verschiedene spezielle Verwendungen und nach einem solchen Verfahren hergestellte Umhüllungspapiere, insbesondere Teebeutelpapier.
Die Faserbahn kann nachauf dem Fachgebiet herkömmlichen Papierherstelltechniken hergestellt werden. Die Wahl de jeweiligen Verfahrens und die der Faserzusammensetzung wir von der beabsichtigten Verwendung des Papiers abhängen.
Beispielsweise setzen sich die bei der Herstellung von Umhüllungspapier verwendeten Faserbahnen herkömmlicher weise aus natürlichen Pflanzenfasern reiner Cellulose und vor zugsweise aus langen, leichten, nicht-hydratisierten Fasern des Musa-Typs, insbesondere Hanffasem des Manila- oder Abaka-Hanftyps zusammen. Aus diesem Material hergestellte Bahne: sind im allgemeinen weiche poröse Papiere gleichmässiger Struktur und Dicke und haben eine gewisse Zeit breite Anerkennung als Hauptfaserkomponente der zur Hüllen-oder Hautherstellung verwendeten faserigen Grundbahnen gefunden.
Im Falle von Teebeutelpapier ist ein bevorzugtes Fasermaterial ein leichtes, durchlässiges Papier aus Abaka-Pulpa, Sisal Pulpe, regeneriertem Rayon, Espartogras-Pulpe oder langfaser gern Holzzellstoff. Um natürlich die Herstellung eines heisssie gelbaren Beutels zu ermöglichen, kann das Fasermaterial heis. siegelbare Fasern aus solchen Stoffen wie Polyolefinen, z.B. Polyäthylen oder Polypropylen, oder Vinylchlorid und Vinyl-acetatpolymerisate enthalten. Das Flächengewicht des erfin-dungsgemässeri Papiers beträgt gewöhnlich 3,63 bis 5,44 kg (24x36 bis 480).
Wie zu erkennen, liegt die Erfindung in der Auswahl der drei genannten Behandlungsmittel; es hat sich gezeigt, dass diese in der Lage sind, in unerwarteter, synergistischer Weise 2 wirken, Papierbahnen ausgezeichnete Alkali-Nassfestigkeit und gute Saugfähigkeit zu verleihen.
Zu bemerken ist, dass die drei Behandlungsmittel, nämlich das wasserlösliche, kationische, wärmehärtende, epihalogenhj drinhaltige Harz, das filmbildende Material und das Polyalkylenimin in jeder Stufe des Papierherstellungsverfahrens angewandt werden können, selbst vor der Bildung der Bahn, sie kör nen beispielsweise dem Faserbrei zugesetzt werden. Vorzugsweise werden diese Mittel jedoch denFasern nach der Bildung der Faserbahn zugesetzt. Bevorzugt werden die drei Behandlungsmittel gleichzeitig angewandt; dies kann in bequemer Weise durch Hindurchführen der Faserbahn durch ein wässri-ges Bad erfolgen, das alle drei Mittel enthält, oder durch Aufsprühen der Mittel auf die Bahn»
Vorzugsweise ist das wasserlösliche, kationische, warmehär tende Harz ein Epichlorhydrin enthaltendes Harz.
Eine bevorzugte Klasse kationischer, wännehärtender Harze sind die wasserlöslichen Polyamid-Epichlorhydrin-Harze (PAE), wie sie durch Umsetzen von Epichlorhydrin mi Polyamiden hergestellt werden, die sich von Polyalkylenpoly-
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aminen (z.B. Diäthylentriamin oder Tetraäthylenpentamin) 0,05 bis 1, insbesondere 0,25 bis 0,5%.
und gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder aromati- Das filmbildende Material wird gewöhnlich in einer Sol schen Polycarbonsäuren mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen (z.B. chen Menge angewandt, dass sich 0,5 bis 8%, bezogen auf das Adipinsäure, Itaconsäure oder Bernsteinsäure) ableiten. Harze Gewicht des Fasergewebes auf Trockengewichtsbasis, ergeben, dieses Typs sind in den US-PSen 2 926 116,2 926 154 und s Für Umhüllungspapier liegt die bevorzugte Menge bei 0,6
3 125 552 beschrieben. bis 8, insbesondere 2,4 bis 4,8%. Für Teebeutelpapier liegt die
In der US-PS 3 535 288 sind geeignete Harze offenbart, die bevorzugte Menge bei 0,5 bis 5, insbesondere 1,0 bis 3,0%.
sich von Epichlorhydrin und Polyamiden ableiten, die die Das Polyalkylenimin wird üblicherweise in einer Menge
Reaktionsprodukte bestimmter Aminopolycarboxylate und eingesetzt, dass sich 0,05 bis 2%, bezogen auf das Gewicht der deren Derivate, insbesondere Äthylendiamin-tetraessigsäure io Faserbahn auf Trockengewichtsbasis, ergeben.
oder Diäthylentriaminpentaessigsäure, und von Polyalkylenpo- Dieser Bereich ist völlig geeignet für Umhüllungspapier, lyaminen, insbesondere Pentaäthylenhexamin, sind. wenngleich die bevorzugte Menge 0,4 bis 8% beträgt. Für Tee-
Geeignete Polyamid-Epichlorhydrin-Harze sind auch in der beutelpapier liegt die bevorzugte Menge bei 0,1 bis 1, insbeson-US-PS 3 526 608 offenbart. Hiernach werden die Poylamide aus dere 0,2 bis 0,3%.
der Umsetzung von Polyalkylenpolyaminen und entweder Imi- is Vor dem Imprägnieren mit einer basischen Viskoselösung nodiessigsäure, N,N'-Piperazindiessigsäure, N-Alkyliminodi- oder dergleichen zur Bildung eines endgültigen Umhüllungsessigsäuren, N,N'-DialkyIäthylendiamin-N,N'-diessigsäuren materials kann das erfindungsgemässe Umhüllungspapier oder ihren entsprechenden niederen Alkylestern erhalten. behandelt werden, um seine Saugfähigkeit noch weiter zu ver-
Bevorzugte Polyalkylenpolyamine sind Diäthylentriamin, bessern. Ein bevorzugtes Verfahren besteht darin, wenigstens Triäthylentetramin und Tetraäthylenpentamin und Gemische 20 eine Seite der Bahn einer Koronaentladungsbehandlung bei dieser Polyamine. einer Energiedichte von wenigstens 5,5 Watt-min/m2 Bahn-
Die in der US-PS 3 565 754 offenbarten Harze werden durch Oberfläche auszusetzen. Der übliche Wert liegt über 16,6 Watt-Umsetzen von Epichlorhydrin mit Polyamiden hergestellt, die min/m2 und beträgt bevorzugt 55,5 bis 444,4 Watt-min/m2.
sich von Nitrilotriessigsäure und Polyalkylenpolyaminen ablei- Diese Behandlung ist in B.W. Conway und J.P. Molinari's US-ten, die zwei primäre Amingruppen und wenigstens eine sekun- 25 Patentanmeldung 636 082 vom 28.11.1975 beschrieben.
däre Amingruppe enthalten, worin die Stickstoffatome über Weitere Vorteile, Merkmale und Ausführungsformen der
Gruppen der Formel -CnH2n- verbunden sind, worin n eine Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der kleine ganze Zahl im allgemeinen mit einem Wert von 2 ist und Beispiele.
die Zahl solcher Gruppen im Molekül im Bereich von 2 bis 19 und vorzugsweise bis zu 6 liegt. Die Stickstoffatome können an 30 Beispiel I
benachbarte Kohlenstoffatome in der Gruppe -CnH2n- oder an Ohne chemische Behandlung wurde eine gewisse Menge weiter entfernte Kohlenstoffatome gebunden sein, nicht jedoch faseriger Umhüllungsbögen hergestellt. Verschiedene Gemi-an dasselbe Kohlenstoffatom. sehe chemischer Mittel, die Kymene 557 (Handelsbezeichnung
Wie in der US-PS 3 816 556 offenbart, können wasserlös- für ein wasserlösliches Polyamid-Epichlorhydrin-Harz der Herliche, kationische, wärmehärtende Polyamid-Epichlorhydrin- 35 cules Powder Company), Polymin P (Handelsbezeichnung für Harze durch Reaktion mit bestimmten anionischen, wasserlös- ein Polyäthylenimin der BASF) und Natrasol 250L (Handelsbe-lichen Polyacrylamiden in Polysalze überführt werden. Solche Zeichnung einer handelsüblichen Hydroxyäthylcellulose) ent-Polysalze sind erfindungsgemäss nützlich. hielten, wurden mit Hilfe einer Labor-Leimpresse auf den
Weitere Epichlorhydrin enthaltende Harze, die verwendet unbehandelten Bogen aufgebracht.
werden können, umfassen die Reaktionsprodukte von Epi- 40 Ein mit Viskose behandelter Standardbogen wurde zur Ver-chlorhydrin mit Polymeren, die sich von Polyacrylamid und wendung als Standard auf einer Papiermaschine im Versuchs-Polyaminen, wie Äthylendiamin ableiten (US-PS 3 507 857) ; massstab hergestellt. Die Bögen oder Bahnen wurden dann auf mit hydrolysiertem Polyvinylimidazolin (US-PS 3 640 936) ; mit ihre Zugfestigkeit unter alkalischen Bedingungen und ihre Polyamin-Polyamid-Polymerisaten, abgeleitet von bestimmten Saugfestigkeit getestet. Gegebenenfalls wurde eine geeignete hetrocyclischen Dicarbonsäuren, Aminocarbonylverbindun- 45 Kombination (Zusammenstellung A) für einen vollen Produk-gen, Di- oder Polyalkylenpolyaminen und Epichlorhydrin tionsansatz akzeptiert.
( US-PS 3 761 350) ; und mit Polyäthylenimin (US-PS 3 520 774). Dieser Ansatz erfolgt durch Aufbringen des chemischen
Das bevorzugte filmbildende Material ist Hydroxyäthylcel- Gemischs mit Hilfe einer Leimpresse, an die sich unmittelbar lulose (HÄC), wenngleich auch andere Cellulosederivate, wie eine Trocknungsvorrichtung anschloss, die aus einer Reihe Methylcellulose, Hydroxypropylcellulsoe und Natrium-carbo- so dampfgefüllter Zylinder bestand.
xymethylcellulose (CMC) verwendet werden könnten. Zu wei- Ein zweiter Produktionsansatz wurde durchgeführt, bei teren filmbildenden Mitteln gehören Polyvinylalkohol, Stärke, dem die Konzentration des Polymin P in dem chemischen Stärkederivate und Naturharze. Gemisch um 50% reduziert war (Zusammenstellung B).
Polyäthylenimin (PÄI) - das bevorzugte Polyalkylenimin - Die erhaltenen Bahnen oder Bögen wurden dann geprüft, ist ein wasserlösliches, kationisches Homopolymerisat, das 55 und die Ergebnisse wurden mit denen verglichen, die mit dem durch säurekatalysierte Polymerisation von Äthylenimin syn- Standard-Umhüllungsbogen erhalten wurden. Die Alkalibe-thetisiert werden kann. Es ist auf dem Gebiet der Papierherstel- ständigkeit wurde durch Aufzeichnen der Zugfestigkeit an nas-lung als Retentionsmittel bekannt, um zu verhindern, dass sen Streifen von 25,4 mm Breite nach 20minütigem Einweichen kurze Fasern durch das Papiermaschinensieb gelangen. Es ist in 6%igem Natriumhydroxid gemessen.
auch zur Verwendung in bestimmten Spezialpapieren vorge- 60 Auch die Saugfähigkeit des Bogens oder der Bahn wurde schlagen worden, in denen es die Nassfestigkeit geringfügig gemessen, und zwar als Zeit für das Aufsteigen von Wasser auf erhöhen kann. 25,4 mm Höhe an einem senkrechten Papierstreifen. Je grösser
Das wasserlösliche, kationische, wärmehärtende, Epihalo- die Saugfähigkeit ist, um so weniger Zeit erfordert der Aufstieg genhydrin enthaltende Harz wird gewöhnlich in einer Menge in dem Bogen.
eingesetzt, dass sich 0,05 bis 4 Gewichtsprozent, bezogen auf 65 Natürlich misst dieser Versuch tatsächlich die Saugfähigkeit die Faserbahn auf Trockengewichtsbasis, ergeben. Für Umhül- des Bogens in seiner Ebene, während bei der Herstellung von lungspapier ist die bevorzugte Menge 0,3 bis 4, insbesondere 1,2 Hüllen oder Häuten durch Hindurchführen eines Schlauchs bis 2,4%. Für Teebeutelpapier liegt die bevorzugte Menge bei aus Umhüllungspapier durch eine basische Viskoselösung die
637 176
6
Saugfähigkeit in der Richtung senkrecht zur Ebene des Bogens oder der Bahn von Bedeutung ist. Es wird jedoch unterstellt, dass der genannte Test mit der Saugfähigkeit in dieser Richtung gut übereinstimmt. Das Durchdringen einer wässrigen Lösung durch eine Bahn - in welcher Richtung auch immer - beruht auf dem gleichen Mechanismus, d.h. auf der Kapillarwirkung, die ihrerseits von der Benetzbarkeit der Kapillarwandungen abhängt. Ferner wird angenommen, dass die Benetzbarkeit der Kapillarwandungen sich mit der Zeit in behandelten Bahnen ändern kann, insbesondere in den mit Viskose behandelten Bahnen des Standes der Technik. So wurde der «Wassersteigtest» an Proben kurz nach der Herstellung und auch an Proben durchgeführt, die 3 Monate gealtert worden waren.
Die verwendeten Zusammensetzungen sind nachfolgend wiedergegeben:
Eigenschaften
Einheiten
Standard-Viskose
Zusammensetzung A B
25,4 mm s
Wasserhöhe 25,4 mm s
Wasserhöhe nach 3 Monaten
10 20
8,5 8,5
6,0 6,0
10
15
1. Standard-Viskose
Viskoselösung mit 1,75% Cellulose.
Regeneriert mit Schwefelsäure bei einer Konzentration von 0,4 n. 20
2.
Zusammensetzung A
B
Wasser (1)
492,1 (37,8 °C)
492,1 (37,8 °C)
Natrasol 250L (kg)
12
12
Mischzeit (min)
30
30
aufgefüllt auf
613,21
613,21
Kymene 557 (1)
60,6
60,6
Mischzeit (min)
5
5
Polymin P (1)
5,46
2,73
Mischzeit (min)
10
10
aufgefüllt auf
681,41
681,41
25
30
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben.
Aus dieser Tabelle mit den Ergebnissen kann man folgende Schlüsse ziehen:
Die chemischen Zusammensetzungen mit Polyamid-Epi-chlorhydrin-Harz, Polyäthylen-imin und Hydroxyäthylcellu-lose hatten die Alkali-Zugfestigkeit im Vergleich mit dem Stan-dard-Bogen deutlich gesteigert.
Die gleiche chemische Zusammensetzung verstärkte auch die Saugfähigkeit für Wasser im Vergleich mit dem Standard nach dem Altern.
Tabelle 1
40
45
Eigenschaften
Einheiten
Standard-Viskose
Zusammensetzung A B
50
Bogengewicht g
27,1
27,9
27,7
MD
g/25,4 mm
4366
4766
4404
Trocken-Zug-
festigkeit
MD
g/25,4 mm
940
738
590
Nass-Zugfestigkeit
Trockendehnung
%
3,2
•2,16
2,5
Trocken-Zähigkeit cm/g/cm2
95
85
75
Nassdehnung
%
4,8
2,7
2,1
Nass-Zähigkeit cm/g/cm2
29
13.
8,8
Porosität
1/min
208
254
241
Berstfestigkeit kg/cm2
1,69
1,23
1,34
MD
g/25,4 mm
270
610
495
55
60
65
Laugen-Zugfestigkeit
Beispiel 2
Handgeschöpfte Bögen eines typischen Teebeutel-Rohein-trags aus zerfasertem Abaka und Weichholz wurden zu unbehandelten Bögen mit einem Flächengewicht (Gewicht pro Flächeneinheit) von 34 g hergestellt (der Wert des Flächengewicht.1 der im Labor handgeschöpften Bögen ist nicht selbst von Bedeutung ; jedoch beziehen sich alle Versuchsergebnisse auf dieses Flächengewicht, um direkten Vergleich möglich zu machen).
Bögen aus diesem Papier wurden mit einer wässrigen Flüssigkeit gesättigt, die sowohl Kymene 557 (Handelsbezeichnung für ein Polyamid-Epichlorhydrin-Harz der Hercules Powder Company) als auch CMC enthielt. Dies geschah im Labormassstab zum Simulieren einer der zuvor erörterten bekannten Behandlungen.
Die behandelten Bahnen wurden getrocknet und dann auf ihre Nass-Zugfestigkeit und ihre Zugfestigkeit unter alkalischnassen Bedingungen getestet. Die Nass-Zugfestigkeit wurde an mit Wasser gesättigten Papierstreifen von 15 mm Breite gemessen. Die Zugfestigkeit unter alkalisch-nassen Bedingungen wurde an Papierstreifen von 15 mm Breite gemessen, die mit l%iger Natrium-hydroxidlösung gesättigt waren. Die erhaltenen Ergebnisse wurden als Standard betrachtet, und spätere Ergebnisse verschiedener Behandlungen wurden mit diesem Standard verglichen.
Weiter wurden unbehandelte handgeschöpfte Bögen, wie oben beschrieben, mit einer wässrigen Flüssigkeit gesättigt, die Kymene 557, HÄC und Polymin SN (Handelsbezeichnung für ein Polyäthylenimin der BASF) enthielt. Die Bögen wurden zu erfindungsgemäss behandelten Papierbögen getrocknet. Das behandelte Papier wurde auf seine Nass-Zugfestigkeit getrocknet. Das behandelte Papier wurde auf seine Nass-Zugfestigkeit und seine Zugfestigkeit unter alkalisch-nassen Bedingungen in der zuvor beschriebenen Weise getestet.
Die Ergebnisse (alle auf ein Handpapier-Flächengewicht von 34 g korrigiert) sind in der folgenden Tabelle II wiedergegeben, die auch das (Gewichts-) Verhältnis der verschiedenen Behandlungsmittel (als Feststoffe), wie sie in jedem Test verwendet werden, angibt.
Die erfindungsgemässen Teebeutelpapiere wurden daraufhin geprüft, ob sie Getränken einen unerwünschten Geschmack verleihen würden. Die Papiere erwiesen sich in dieser Hinsicht als ebenso gut wie die Papiere nach dem Stand der Technik, die lediglich Kymene 557 und CMC enthielten.
Beispiel 3
Unbehandeltes Teebeutelpapier wurde zuerst mit einer 0,1% Feststoffe enthaltenden Lösung von Polymin P und dann mit einem Gemisch aus Kymene 557 und HÄC im Verhältnis von 1 -2,9 behandelt. Die Gesamtaufnahme der verschiedenen Feststoffe war etwa die gleiche wie in Beispiel 1. Dies führte zu einer gewissen Verbesserung der Alkali-Nassfestigkeit, wenngleich diese Verbesserung nicht ganz so gross war, wie die des Beispiels 2, wie den Ergebnissen der Tabelle II zu entnehmen ist.
Die erfindungsgemässen Teebeutelpapiere wurden daraufhin geprüft, ob sie Getränken einen unerwünschten Geschmack verleihen würden. Die Papiere erwiesen sich in die-
637 176
8
Beispiel 5
Papierproben wurden mit verschiedenen Behandlungsmitteln behandelt und dann 20 min in einer 6gewichtsprozentigen wässrigen Natrium-hydroxidlösung eingeweicht. Die Zugfestigkeit jeder Probe wurde dann gemessen.
Das verwendete Papier war eine reine Abakafaser-Rohmas-sen-Bahn, erhalten aus einem zur Herstellung von Umhüllungspapier angesetzten kommerziellen Produktionslauf. Ein solches Papier zeichnete sich dadurch aus, dass es durch Behandlungen wie Mahlen so gut wie unmodifiziert war. So waren die geschlossenen Oberflächen eines solchen Bogens vor der Sättigung mit dem Behandlungsmittel sehr klein, mit der Folge, dass die Ausgangsbahn sehr schwach war.
Die Behandlungsmittel waren folgende:
A: HÄC/Kymene 557/Polymin P (Gewichtsverhältnis 1:1:1) B: Polymin SN C: Polymin P D: Kymene 557 E:HÄC
Die Ergebnisse sind in Tabelle IV wiedergegeben.
Aus den in Tabelle IV gezeigten Ergebnissen lassen sich folgende Schlüsse ziehen :
(i) Die Kombination von HÄC, einem Polyamid-Epichlorhydrin-Harz (d.h. Kymene 557) und einem Polyäthylenimin (d.h. Polymin P) führte zu einer weitaus grösseren Festigkeit unter alkalisch-nassen Bedingungen als bei einzeln verwendeten Mitteln in äquivalenten Mengen. Dies zeigt den überraschenden synergistischen Effekt der Ternärbehandlung gemäss der Erfindung.
(ii) HÄC ist selbst völlig ungeeignet als Mittel für die alkalische Nassfestigkeit.
Tabelle IV
Behandlung
A
B
C
D
E
Aufnahme
3%
3%
3%
3%
3%
(auf Trockenbasis)
Zugfestigkeiten (g/15 mm)
90
60
35
0
0
unter alkalisch-nassen
75
40
35
0
0
Bedingungen nach 20 min
70
35
60
5
0
in Laugenlösung
80
50
50
0
0
Durchschnittswert
78,75 46,25 45
1,25
0
Anmerkung: Der Wert der Feststoffaufnahme von 3% ist der gleiche, wie der in Verbindung mit Tabelle III der US-PS 3 484 256 angegebene.
(iii) Das Polyamid-Epichlorhydrin-Harz ist selbst auch ungeeignet als Mittel für die alkalische Nassfestigkeit.
Der letzte Schluss scheint zunächst den Ergebnissen der Tabelle III der US-PS 3 484 356, auf die früher Bezug genommen wurde, zu widersprechen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die in der genannten US-Patentschrift verwendete Papierbahn selbst von Haus aus stärker war als das im vorliegenden Beispiel verwendete Papier, das, wie oben ausgeführt, sehr schwach war, da dies den Einfluss der verschiedenen Behandlungsmittel deutlicher zeigt.
Noch wichtiger ist, dass sich in der US-Patentschrift kein Hinweis darauf findet, dass die Testbahnen länger als zum vollständigen Benetzen vor dem Testen nötig in der wässrigen Laugenlösung eingeweicht wurden. So war sehr wenig Zeit verstrichen, in der das Alkali das Bindemittel hätte aufbrechen können. Nach eigenen Erfahrungen nimmt die Alkali-Nassfestigkeit einer Faserbahn, wie sie derzeit für Umhüllungspapier ve wendet wird, mit der Zeit ab, vermutlich mit allmählich fortschreitendem Aufbrechen des Binders durch das Alkali.
5 Aus diesem Grunde wurden die Alkali-Nasszugfestigkeite; an Proben gemessen, die 20 min in der alkalischen Lösung eingeweicht worden waren; danach tritt kaum eine weitere Änderung der Alkali-Nasszugfestigkeit ein. Die Ergebnisse zeigen klar, dass nach Ablauf dieser Zeit die Alkali-Nassfestigkeit der io mit Kymene 557 behandelten Bahn so gut wie auf Null sank.
Die eigenen Feststellungen werden durch die Literatur der Hercules Powder Company erhärtet, die Hersteller von Polya-min-Epichlorhydrin-Harzen für die Nassverstärkung von Papieren anleitet. Darin wird empfohlen, dass zur Wiederge-15 winnung solchen Papiers für die Wiederverwendung Alkali, wie Ätznatron, zugesetzt werden sollte, um die Nassfestigkeit zu zerstören.
Beispiel 6
20 Papierproben wurden mit verschiedenen Mitteln in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise behandelt, mit der Ausnahme, dass die Gesamtaufnahme an Feststoffen während der Behand lung 6% auf Trockenbasis betrug. Dies ist der Wert, der bei der kommerziellen Behandlung von Papierbahnen mit Mitein für 25 die Nassfestigkeit oder dergleichen erwartet werden könnte. Die Trocken-Zugfestigkeit und die Alkali-Zugfestigkeit wurdei gemessen (letztere erst nach 20minütigem Einweichen der Probe in 6%iger wässriger NaOH).
Die Behandlungsmittel waren folgende: 30 A: HÄC/Polymin P (Gewichtsverhältnis 1:1)
B: Kymene 557/Polymin P (Gewichtsverhältnis 1:1) C: HÄC/Kymene 557/Polymin P (Gewichtsverhältnis 1:1:1) D: HÄC/Kymene 557/Polymin P (Gewichtsverhältnis 5:2:1).
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V wiedergege-35 ben.
Tabelle V
Trocken-Zugfestigkeit Alkali-Zugfestigkeit (g/25 mm) (g/25 mm)
1250 0
3200 331
2550 463
3000 500
3300 531
Wie aus der vorstehenden Tabelle zu ersehen, verlieh das erfindungsgemässe ternäre Gemisch der Bahn eine beträchtlich höhere Alkali-Nassfestigkeit als die untersuchten binären Gemische. Es ist zu erkennen, dass unter der Annahme gleichförmiger Aufnahme das Mittel B mit 3% Aufnahme eines jeden der bekannten Mittel für die Nassfestigkeit Kymene 557 und Polymin P noch eine geringere Alkali-Nassfestigkeit ergibt als das Mittel C mit dem Äquivalent einer nur 2%igen Aufnahme eines jeden dieser beiden Mittel (wie in Beispiel 5 gezeigt, ist HÄC selbst als Mittel für die Alkali-Nassfestigkeit ungeeignet). Die Überlegenheit der Erfindung ist im Falle des Mittels D noch ausgeprägter, das sogar noch geringere Mengen an Kymene 557 und Polymin P aufweist.
Es sollte ferner beachtet werden, dass die hohen Gehalte an Kymene 557 und Polymin P in der mit dem Mittel B behandelten Bahn unter gewissen Umständen über die erlaubten Werte hinausgehen. So ist das erfindungsgemäss verwendete ternäre System besonders vorteilhaft.
40 unbehandelte Kontrollprobe A B C
45 D
50
55
60

Claims (14)

  1. 637 176
    2
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Papier in Form einer Faserbahn, das ein kationisches, wärmegehärtetes, Epihalogenhydrin enthaltendes Harz, ein filmbildendes Material, ausgewählt aus einer Zellulosederivate, Polyvinylalkohol, Stärke, Stärkederivate und Naturharze umfassenden Materialgruppe, und ein Polyalkylenimin eingearbeitet enthält.
  2. 2. Papier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das filmbildende Material Hydroxyäthylcellulose ist.
  3. 3. Papier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, io imins ergeben.
    werden, dass sich, bezogen auf das Trockengewicht der Faserbahn, 0,3 bis 4,0% des Epihalogenhydrin enthaltenden Harzes, 0,6 bis 8% des filmbildenden Materials und 0,05 bis 2,0% des Polyalkylenimins ergeben.
  4. 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsmittel in Mengen verwendet werden, dass sich, auf Trockengewichtsbasis der Faserbahn bezogen, 1,2 bis 2,4% des Epihalogenhydrin enthaltenden Harzes, 2,4 bis 4,8% des filmbildenden Materials und 0,4 bis 0,8% des Polyalkylen-
    dass das kationische, wärmegehärtete, Epihalogenhydrin enthaltende Harz ein Polyamid/Epichlorhydrin-Harz ist.
  5. 4. Papier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyalkylenimin ein Polyäthylenimin ist. '
  6. 5. Verfahren zur Herstellung eines Papiers gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine faserige Papierbahn gebildet wird und die Fasern mit einem wasserlöslichen, kationischen, wärmehärtenden, Epihalogenhydrin
  7. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 12, insbeson dere zur Herstellung von Teebeutelpapier, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsmittel in Mengen verwendet werden, dass sich, bezogen auf das Trockengewicht der Faser-
    15 bahn, 0,05 bis 1,0% des Epihalogenhydrin enthaltenden Harzes 0,5 bis 5% des filmbildenden Materials und 0,1 bis 1,0% des Polyalkylenimins ergeben.
  8. 19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsmittel in Mengen verwendet werden, dass enthaltenden Harz, einem filmbildenden Material, ausgewählt 20 sich, bezogen auf das Trockengewicht der Faserbahn, 0,25 bis aus einer Zellulosederivate, Polyvinylalkohol, Stärke, Stärkede- 0,5% des Epihalogenhydrin enthaltenden Harzes, 1,0 bis 3,0%
    rivate und Naturharze umfassenden Materialgruppe, und einem Polyalkylenimin behandelt werden.
  9. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserlösliche, kationische, wärmehärtende, Epihalogenhydrin enthaltende Harz, das filmbildende Material und das Polyalkylenimin nach der Bildung der Bahn auf die Fasern gebracht werden.
  10. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserlösliche, kationische, wärmehärtende, Epihalogenhydrin enthaltende Harz, das filmbildende Material und das Polyalkylenimin dem Faserbrei vor der Bildung der Bahn zugesetzt werden.
  11. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserlösliche, kationische, wärmehärtende, Epihalogenhydrin enthaltende Harz, das filmbildende Material und das Polyalkylenimin gleichzeitig auf die Fasern angewandt werden.
  12. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch des filmbildenden Materials und 0,2 bis 0,3% des Polyalkylenimins ergeben.
  13. 20. Verwendung des Papiers gemäss einem der Ansprüche i 25 bis 4 als Umhüllungsmaterial.
  14. 21. Verwendung des Papiers gemäss Anspruch 20 alsTee-beutelpapier.
    30
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