CH637528A5 - Verfahren zur gewinnung von oelhaltigen hochgereinigten phosphatidylcholinen. - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von oelhaltigen hochgereinigten phosphatidylcholinen. Download PDF

Info

Publication number
CH637528A5
CH637528A5 CH456578A CH456578A CH637528A5 CH 637528 A5 CH637528 A5 CH 637528A5 CH 456578 A CH456578 A CH 456578A CH 456578 A CH456578 A CH 456578A CH 637528 A5 CH637528 A5 CH 637528A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
oil
phosphatidylcholine
content
aluminum oxide
phosphatide
Prior art date
Application number
CH456578A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Betzing
Original Assignee
Nattermann A & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nattermann A & Cie filed Critical Nattermann A & Cie
Publication of CH637528A5 publication Critical patent/CH637528A5/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/66Phosphorus compounds
    • A61K31/683Diesters of a phosphorus acid with two hydroxy compounds, e.g. phosphatidylinositols
    • A61K31/685Diesters of a phosphorus acid with two hydroxy compounds, e.g. phosphatidylinositols one of the hydroxy compounds having nitrogen atoms, e.g. phosphatidylserine, lecithin
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P3/00Drugs for disorders of the metabolism
    • A61P3/06Antihyperlipidemics
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/71Ceramic products containing macroscopic reinforcing agents
    • C04B35/78Ceramic products containing macroscopic reinforcing agents containing non-metallic materials
    • C04B35/80Fibres, filaments, whiskers, platelets, or the like
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/10Phosphatides, e.g. lecithin
    • C07F9/103Extraction or purification by physical or chemical treatment of natural phosphatides; Preparation of compositions containing phosphatides of unknown structure

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Obesity (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Diabetes (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

637 528
2
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Gewinnung von ölhaltigen hochgereinigten Phosphatidylcholinen mit einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren durch Extrahieren von ölhaltigen Rohphosphatiden mit organischen Lösungsmitteln und Adsorption an Aluminiumoxid und Herauslösen des Phospha-tidylcholins mit Alkohol, dadurch gekennzeichnet, dass das ölhaltige Rohphosphatid mit einem niederen Alkohol mit 1 bis 3 C-Atomen extrahiert und der erhaltene ölhaltige Phos-phatidextrakt unmittelbar mit dem Aluminiumoxid behandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Aluminiumoxid in Form einer Aluminiumoxydsäule verwendet.
Aus der deutschen Patentschrift 1 617 679 ist ein Verfahren zur Gewinnung von hochgereinigtem Phosphatidyl-cholin mit hohem Gehalt an essentiellen Fettsäuren aus pflanzlichen Lecithinen durch Adsorption der Phosphatide an Aluminiumoxid und Extrahieren mit Alkohol bekannt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die ölhaltigen Rohphosphatide in Essigester oder einem dichlorierten Kohlenwasserstoff mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen bzw. Mischungen dieser Lösungsmittel gelöst werden, wobei das Lösungsmittel bis zu 6 Vol.-% Alkohol enthalten kann und die Lösung dann mit mindestens der 5fachen Menge Aluminiumoxid, bezogen auf den Gehalt an Rohphosphatid, unter Rühren behandelt wird, worauf man vom abgetrennten Aluminiumoxid das hochgereinigte Phosphatidylcholin mit Alkohol herauslöst. Gemäss der deutschen Patentschrift 1 617 680 wird die Lösung der ölhaltigen Rohphosphatide auf eine Aluminiumoxidsäule aufgegeben und das chemisch reine Phosphatidylcholin mit Alkohol vom Adsorbens gelöst. Es wurde nun überraschenderweise festgestellt, dass es nicht erforderlich ist, die ölhaltigen Rohphosphatide mit Essigester oder dichlorierten Kohlenwasserstoffen zu behandeln, sondern dass man das Rohphosphatid auch mit niederen Alkoholen mit 1 bis 3 C-Atomen extrahieren kann, worauf dieser Extrakt dann unmittelbar mit dem Aluminiumoxid behandelt und dann das adsorbierte Phosphatid wie bei den Verfahren der oben genannten Patentschriften mit Alkohol wieder vom Aluminiumoxid herausgelöst wird.
Aus der schweizerischen Patentschrift 361 088 und der US-Patentschrift 2 945 869 sind bereits Reinigungsverfahren zur Gewinnung von Sojaphosphatidfraktionen bekannt geworden, die als Emulgatoren für intravenös zu applizierende Fettemulsionen Verwendung finden sollen. Hierbei werden alkoholische Lösungen von vorher entölten Rohphosphatiden mit A1203, MgO bzw. Aktivkohle behandelt, um diese Lösungen an Kephalin zu verarmen und vor allem weitgehend von den inosithaltigen Phosphatiden zu befreien, die bei einer intravenösen Applikation an der Katze eine Blutdrucksenkung hervorrufen.
Dieses Verfahren erfordert aber immer vorher eine Ent-ölung der handelsüblichen Rohphosphatide, dann erst werden die alkoholischen Lösungen hergestellt, die - ganz gleich mit welchem Adsorbens behandelt - immer nur eine Verarmung an Kephalin möglich machen. Eine weitergehende oder gar eine völlige Kephalinentfernung kann mit diesem Verfahren nicht erreicht werden.
Aus der eigenen deutschen Patentschrift 1 053 299 ist ferner ein Verfahren zur Gewinnung von colaminphosphor-säurediglyceridesterfreien natürlichen Cholinphosphorsäure-
diglyceridestern durch Säulenchromatographie bekannt, wobei als Adsorbens unter anderem auch Aluminiumoxid verwendet wird. Auch bei diesem Verfahren wird ein alkoholischer Extrakt des vorher entölten Rohphosphatids verwendet, wobei diese vorherige EntÖlung durch wiederholtes Extrahieren mit Aceton erreicht wird.
Bei den Verfahren der deutschen Patentschrift 1 617 679 und der DE-PS 1 617 680 werden ölhaltige Rohphosphatid-gemische ohne vorhergehende EntÖlung in Essigester oder einem chlorierten Kohlenwasserstoff gelöst und diese Lösungen mit Aluminiumoxid behandelt. Hierbei tritt zunächst eine EntÖlung der Rohphosphatide ein, während die gesamten Phosphatide am Adsorbens bleiben. Im Anschluss daran kann das Phosphatidylcholin durch Behandlung des Aluminiumoxids mit Alkohol selektiv herausgelöst werden. Auch bei dieser Verfahrensweise werden hochgereinigte ölfreie Phosphatidylcholine erhalten.
Demgegenüber werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren die Phosphatidylcholine mit einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren im Molekül zusammen mit dem im Ausgangsphosphatid vorhandenen Pflanzenöl erhalten. Denn es hat sich in der Praxis gezeigt, dass es sehr oft notwendig ist, ölige Lösungen von hochgereinigten Phosphatidylcholinen herzustellen. Das gilt vor allem für eine Anwendung auf pharmazeutischem Gebiet, wenn es darum geht, hochgereinigte Phosphatidylcholine einer oralen Applizierung zugänglich zu machen, beispielsweise in der Form von Gelatinekapseln. Neuere Resorptionsstudien mit radioaktiv markiertem Phosphatidylcholin haben nämlich gezeigt, dass bei oraler Applikation einer ölhaltigen Darreichungsform von Phosphatidylcholin mit vorwiegend mehrfach ungesättigten Fettsäuren die Resorption gegenüber einer wasserhaltigen Präparation um ein Mehrfaches gesteigert werden kann.
Als vorzügliches Ölmedium erweist sich hierbei das mit den Phosphatiden stets vergesellschaftete natürliche Pflanzenöl, wie Sonnenblumen- oder Sojaöl, vorzugsweise im Gemisch mit Mono- und Diglyceriden, die aus den gleichen Ölen hergestellt wurden. Auf diese Weise wird es möglich, unmittelbar flüssige, d.h. giessbare Phosphatidylcholin-Fraktionen zu erhalten, die auch für andere Anwendungen, beispielsweise auf dem Gebiet der Kosmetik und Diätetik, häufig von grossem Nutzen sind.
Nach dem heutigen Stand der Technik geht die Herstellung einer fliessfähigen öligen Lösung von hochgereinigtem Phosphatidylcholin, die für eine Abfüllung in Gelatinekapseln geeignet ist, so vor sich, dass man ein - wie nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 1 617 679 gewonnenes - ölfreies Phosphatidylcholin wieder mit dem bei der Reinigung erhaltenen natürlichen Pflanzenöl oder einem anderen Speiseöl versetzt, gegebenenfalls unter Zusatz von Monogly-ceriden oder freien Fettsäuren. Das bedeutet aber, dass man zum Zwecke der Entfernung des Kephalins und des Inosit-phosphatids zunächst das den Phosphatidgemischen noch anhaftende Öl vor oder während des Adsorptionsvorganges am A1203 entfernen muss.
Die vorbekannten Verfahren, sowohl das nach der deutschen Patentschrift 1 053 299 als auch die nach dem Hauptpatent bzw. 1. Zusatzpatent sind neben einer gewissen Aufwendigkeit noch mit zusätzlichen Nachteilen behaftet. Im ersten Falle kommt es während der EntÖlung der handelsüblichen Rohphosphatide mit Aceton stets zur Bildung von kleinen Mengen Mesityloxid, das chemisch durch Zusammenlagerung von zwei Molekülen Aceton entsteht und wegen seiner Toxizität und seines charakteristischen Eigengeruches auch noch in kleinsten Mengen recht störend wirkt; im zweiten Falle entstehen bei der chromatographischen Fraktionierung von Öl und Phospholipid stets Lösungsmittelgemische,
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
637 528
die vor der Wiederverwendung einer fraktionierten Destillation unterzogen werden müssen.
Bei einer praktischen Durchführung des erfindungsge-mässen Verfahrens werden die handelsüblichen, noch ca. 20 bis 40% Öl enthaltenden Rohlecithine zunächst bei Temperaturen bis zu 50 °C mit Methanol, Äthanol oder Propa-nol extrahiert, wobei die bei Abkühlung des Gemisches sich bildenden 2 Phasen durch Dekantieren voneinander getrennt werden. Die alkoholreiche Oberphase wird dann mit dem Aluminiumoxid entweder unter Rühren oder durch Passieren einer mit dem Adsorbens gefüllten Chromatographiesäule behandelt. Beim Eluieren mit dem Alkohol resultiert ein ölhaltiges kephalin- und inositphosphatidfreies Phosphatidylcholin mit einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren.
Es war nicht vorhersehbar, dass - entgegen dem Stand der Technik - eine ölhaltige alkoholische Phosphatidlösung ohne weitere Vorbehandlung für eine chromatographische Auftrennung an Aluminiumoxid geeignet ist, wobei der hohe Ölgehalt der Lösung die Adsorption der sauren Phosphatide in keiner Weise beeinflusst. Dieser Befund ist um so erstaunlicher, wenn man die geringe Löslichkeit von Öl in Alkohol in Betracht zieht, die erwartungsgemäss während des Kontaktes mit dem Aluminiumoxid zu einer Abscheidung des Öles von der Phosphatidphase und damit zu einer Blok-kierung der aktiven Zentren des Adsorbens führen sollte. Auch war anzunehmen, dass Adsorption des Phosphatidyl-cholins aus der alkoholischen Lösung nicht in ausreichendem Masse stattfindet, da bei den vorbekannten Verfahren mit diesem Lösungsmittel eluiert wurde.
Die bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens verwendeten ölhaltigen alkoholischen Extrakte können durch einmalige oder wiederholte Behandlung der Rohphosphatide mit Alkohol bei Temperaturen bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels zweckmässigerweise bei 20 bis 50 °C erhalten werden. Die Trennung des dabei anfallenden Phasengemisches kann durch Dekantieren oder Zentrifugie-ren erfolgen. Nach dem Rühren der alkoholischen Oberphase mit Aluminiumoxid kann das von der Lösung abgetrennte Adsorbens dann mit Äthanol einige Minuten gerührt und anschliessend im Dekanter getrennt werden. Das Auswaschen mit wenig Äthanol kann noch einmal wiederholt werden und das dann die unerwünschten Begleitlipide enthaltende Aluminiumoxid wird entweder verworfen oder aufgearbeitet. Im Falle der Benutzung einer Chromatographiesäule zur Abtrennung der sauren Phospholipide werden die ölhaltigen Phosphatidylcholin-Konzentrate durch Eluieren der Säule mit Alkohol, zweckmässigerweise auch mit Äthylalkohol, erhalten. Dabei kann man, falls erforderlich, durch Fraktionieren des aus der Säule auslaufenden Eluates noch gegebenenfalls eine Reduzierung des Ölgehaltes in der Phos-phatidylcholin-Fraktion erreichen.
In beiden Fällen, sowohl nach dem Rühren mit Aluminiumoxid als auch nach der Säulenchromatographie, werden die verfahrensgemäss erhaltenen alkoholischen Lösungen -gegebenenfalls nach Filtration mit einer kleinen Menge Celi-te als Filterhilfe - vorteilhaft im Vakuum unter dem Schutz eines inerten Gases vom Lösungsmittel befreit. Dabei fällt eine hochreine ölhaltige Fraktion von natürlichem Phosphatidylcholin an, die kephalinfrei oder stark verarmt ist, mit einem Gehalt an essentiellen Fettsäuren von 66 bis über 70%.
Für die Extraktion der ölhaltigen Rohphosphatide und zur Durchführung des erfindungsgemässen chromatographischen Verfahrens werden die niedrigen Alkohole mit 1 bis 3 C-Atomen verwendet, vorzugsweise Äthalalkohol, auch im Gemisch mit geringen Mengen Wasser bei einem Gehalt von
85 bis 96% Alkohol, wobei die letztere Konzentration als handelsübliche besonders vorteilhaft ist.
Als Adsorbens können basische und neutrale Aluminiumoxide, vorzugsweise aber basische der Altivitätsstufe 1-3 und nach Brockmann standardisierte Aluminiumoxide verwendet werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren macht es nun möglich, ölhaltige Phosphatidfraktionen durch eine einfache Behandlung mit Aluminiumoxid entweder auf einer Chromatographiesäule oder durch Rühren unter Erhalten der Ölphase vom Kephalin und Inositphosphatid zu befreien und ölhaltige Phosphatidylcholin-Fraktionen mit einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren in nur einem Verfahrensschritt herzustellen.
Die Produkte des erfindungsgemässen Verfahrens besitzen infolge ihres hohen Phosphatidylcholin-Anteils mehr als 90% der Phosphatid-Fraktion - bei einem Gehalt von über 70% an essentiellen Fettsäuren im Rahmen der Gesamtfettsäuren, bei oraler Applikation schon in niedrigen Dosierungen von 2 g pro Tag therapeutisch bei vielen Krankheitsbildern wie Arteriosklerose, Diabetes oder Hyperlipidämien eine wertvolle Stoffwechselwirksamkeit, die beispielsweise auf der Senkung krankhaft erhöhter Blutfettwerte beruht.
Die erfindungsgemäss aus üblichen Rohphosphatiden gewonnenen hochgereinigten ölhaltigen Phosphatidylcholin-Fraktionen zeigen folgende typische analytische Zusammensetzung:
Jodzahl 95-105
Ölgehalt 15-30%
Gesamtphosphor 2,4-2,75%
Cholin 9,5-10,8%
Phosphor : Cholin-Molverhältnis 0,996%
Die gaschromatographische Analyse der Fettsäuren zeigt folgende Durchschnittswerte:
a) b)
erfindungsgemässe ölhaltige entölte
Phosphatidylcholin-Fraktion Phosphatidyl-
aus Sojaphosphatid aus cholin-Fraktion
Sonnenblumen-Sojaphosphatid Sonnenblumen
C16
13,7%
9,8%
15,0%
10,0%
3,0%
4,0%
3,3%
3,5%
Ci8:,
13,0%
14,0%
10,0%
14,0%
£-18:2
63,5%
72,2%
65,5%
72,5%
Cl8:3
6,8%
-
6,2%
-
Das erfindungsgemässe Verfahren wird anhand einiger Beispiele noch näher erläutert:
Beispiel 1
a) Herstellung der ölhaltigen äthanolischen Sonnen-blumenphosphatidlösung. 1 kg Sonnenblumenrohphos-phatid mit einem Ölgehalt von 35% wird mit 51 Äthanol 1 Stunde in einer Stickstoffatmosphäre bei 40 °C gerührt. Nach 1 stündigem Stehen bei Zimmertemperatur wird die spezifisch leichte äthanolreiche Oberphase im Scheiderichter von der viskosen Unterphase abgetrennt.
b) Behandlung mit À1203
1,51 der nach a) gewonnenen Oberphase mit einem Substanzgehalt von 75 g und 30 g Sonnenblumenöl werden mit 300 g A1203 2,5 Stunden bei Zimmertemperatur unter N2-Schutz kräftig gerührt. Nach dem Absitzen des Adsorbens wird die Äthanollösung abdekantiert und das A1203 2 x mit je 150 ml Äthanol nachgewaschen. Die vereinigten Äthanollösungen werden nach Einrühren von 1 g Celite als Filterhilfe abfiltriert und das Lösungsmittel im Vakuum unter Stick5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
637 528
4
stofF bei einer Badtemperatur von 40 °C abdestilliert. Es resultieren 45 g einer zähflüssigen, ölhaltigen Phosphatidyl-cholin-Fraktion, die praktisch kephalinfrei ist und folgende Zusammensetzung aufweist:
Ölgehalt 30% s
Phosphatidylcholin-Gehalt 64%
Beispiel 2
11 einer wie unter Beispiel 1 a beschrieben aus Sojaboh-nenrohphosphatid durch Äthanolextraktion hergestellten io Oberphase mit einem Substanzgehalt von 53 g, die 27% Sojaöl enthält, wird mit 280 g A1203 4 Stunden in einer Inertgasatmosphäre kräftig gerührt. Nach dem Absitzen des Adsorbens wird die Äthanollösung abgetrennt, das A1203 2 x mit je 150 ml Äthanol nachgewaschen und die vereinigten is äthanolischen Extrakte, gegebenenfalls unter Zusatz von Ce-lite, klarfiltriert. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum unter Stickstoffschutz resultieren 33 g einer weichplastischen, gelbgefärbten, kephalinfreien Phosphati-dylcholin-Fraktion, die durch Zusatz von Öl oder Partial- 20 glyceriden mit über 50% ungesättigten Fettsäuren in eine giessbare Form überführt werden kann und folgende Zusammensetzung aufweist:
Sojaöl 25%
Phosphatidylcholin-Gehalt 68% 25
Beispiel 3
1,31 einer 4,l%igen äthanolischen Sojaphosphatidlösung mit einem Ölgehalt von 28% - wie sie als Oberphase bei der Äthanolextraktion von ölhaltigem Sojabohnenrohphospha- 30
tid bei 25 °C entsteht - werden unter N2-Schutz auf eine Chromatographie-Säule von 31 mm Durchmesser und 400 mm Höhe aufgegeben, die mit einer Aufschlämmung von 280 g A1203 in Äthanol gefüllt ist. Nach dem Durchlaufen der Lösung wird das Adsorbens noch mit 350 ml Alkohol nachgewaschen. Die vereinigten Äthanolextrakte werden unter Inertgasschutz im Vakuum bei 40 °C Badtemperatur vom Lösungsmittel befreit. Es resultieren 35 g (68%) einer völlig kephalinfreien hochgereinigten Phosphatidylcholin-Fraktion mit einem Ölgehalt von 29% und einem Gehalt an Phosphatidylcholin von 70%).
Beispiel 4
400 g Sojabohnenrohphosphatid werden 2 x mit je 1000 ml Methanol 30 Min. bei 40 °C extrahiert. Die vereinigten Methanolextrakte weisen nach Abkühlung auf Zimmertemperatur einen Trockengehalt von 9% auf, der Ölgehalt beträgt 12% und der Gehaltan Phosphatidylcholin 33%.
11 dieser methanolischen Lösung wird unter dem Schutz eines inerten Gases auf eine Chromatographiesäule gegeben, die mit einer Aufschlämmung von 500 g Aluminiumoxid gefüllt ist. Nach dem Durchlaufen der Lösung wird das Adsorbens auf der Säule noch mit 700 ml Methanol nachgewaschen. Die vereinigten Methanol-Eluate werden im Vakuum unter Inertgasschutz bei 40 °C eingedampft. Es resultieren 55 g eines gelben plastischen Produktes, das völlig kephalinfrei ist, mit einem Ölgehalt von 30% und 66% Phosphatidylcholin. Nach Zusatz von Mono-Diglyceriden mit einem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren von mehr als 50% entsteht ein giessbares, öliges Phosphatidylcholin-Konzentrat.
s
CH456578A 1977-04-27 1978-04-27 Verfahren zur gewinnung von oelhaltigen hochgereinigten phosphatidylcholinen. CH637528A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2718797A DE2718797C3 (de) 1977-04-27 1977-04-27 Verfahren zur Gewinnung fließfähiger ölhaltiger gereinigter Phosphatidylcholin

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH637528A5 true CH637528A5 (de) 1983-08-15

Family

ID=6007429

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH456578A CH637528A5 (de) 1977-04-27 1978-04-27 Verfahren zur gewinnung von oelhaltigen hochgereinigten phosphatidylcholinen.

Country Status (18)

Country Link
US (1) US4235793A (de)
JP (1) JPS5942655B2 (de)
AT (1) AT376880B (de)
AU (1) AU517042B2 (de)
BE (1) BE866461A (de)
CA (1) CA1097672A (de)
CH (1) CH637528A5 (de)
DE (1) DE2718797C3 (de)
DK (1) DK148111C (de)
ES (1) ES469227A1 (de)
FR (1) FR2388823A1 (de)
GB (1) GB1578109A (de)
IE (1) IE46626B1 (de)
IT (1) IT1094932B (de)
MX (1) MX5683E (de)
NL (1) NL7804391A (de)
SE (1) SE431212B (de)
ZA (1) ZA782373B (de)

Families Citing this family (30)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3022136C2 (de) * 1980-06-13 1986-07-17 A. Nattermann & Cie GmbH, 5000 Köln Verfahren zum Abfüllen von Phospholipide enthaltenden pharmazeutischen Massen in Hartkapseln
DE3023814A1 (de) * 1980-06-25 1982-01-14 A. Nattermann & Cie GmbH, 5000 Köln Verfahren zur gewinnung von oelfreiem phosphatidylcholin
GR74979B (de) * 1980-10-02 1984-07-12 Unilever Nv
DE3047048A1 (de) 1980-12-13 1982-07-29 A. Nattermann & Cie GmbH, 5000 Köln Verfahren zur abtrennung von oel und/oder phosphatidylethanolamin aus diese enthaltenden alkoholloeslichen phosphatidylcholin-produkten
DE3047011A1 (de) * 1980-12-13 1982-07-22 A. Nattermann & Cie GmbH, 5000 Köln Verfahren zur abtrennung von oel und/oder phosphatidylethanolamin aus diese enthaltenden alkoholloeslichen phosphatidylcholin-produkten
DE3227001C1 (de) * 1982-07-20 1983-07-07 A. Nattermann & Cie GmbH, 5000 Köln Verfahren zur Gewinnung von mit Phosphatidylcholin hochangereicherten ethanolischen Phosphatidfraktionen
US4563354A (en) * 1983-10-26 1986-01-07 Kabivitrum Ab Oil-in-water emulsion for parenteral administration
JPS60152492A (ja) * 1984-01-20 1985-08-10 Asahi Glass Co Ltd リン酸エステルまたはチオリン酸エステルの製造法
US4714571A (en) * 1984-02-13 1987-12-22 The Liposome Company, Inc. Process for purification of phospholipids
JPS60197696A (ja) * 1984-03-19 1985-10-07 Sugiyama Sangyo Kagaku Kenkyusho ホスフアチジルコリンの精製法
KR900007831B1 (ko) * 1986-11-28 1990-10-20 더 리포조옴 캄파니, 인코포레이티드 인지질 조성물
FR2616353B1 (fr) * 1987-06-12 1991-10-18 Merieux Inst Procede de preparation d'extraits lipidiques a haute teneur en phospholipides a partir de materiau placentaire
US5214171A (en) * 1988-12-08 1993-05-25 N.V. Vandemoortele International Process for fractionating phosphatide mixtures
US5453523A (en) * 1993-06-16 1995-09-26 Emulsion Technology, Inc. Process for obtaining highly purified phosphatidylcholine
US6140519A (en) * 1998-12-07 2000-10-31 Archer-Daniels-Midland Company Process for producing deoiled phosphatides
US6833149B2 (en) * 1999-01-14 2004-12-21 Cargill, Incorporated Method and apparatus for processing vegetable oil miscella, method for conditioning a polymeric microfiltration membrane, membrane, and lecithin product
US6979459B1 (en) 2000-04-06 2005-12-27 Perricone Nicholas V Treatment of skin damage using polyenylphosphatidycholine
US6191121B1 (en) * 2000-04-06 2001-02-20 Nicholas V. Perricone Treatment of skin damage using polyenylphosphatidylcholine
US6932963B2 (en) 2000-06-23 2005-08-23 Nicholas V. Perricone Treatment of skin wounds using polyenylphosphatidylcholine and alkanolamines
UA82981C2 (ru) * 2000-12-21 2008-06-10 Юнилевер Н.В. Пищевая композиция, пригодная для поверхностного обжаривания, которая содержит подсолнечный лецитин
RU2341557C2 (ru) * 2003-06-27 2008-12-20 Юнилевер Н.В. Способ переэтерификации жира с высоким содержанием глицеридов
CN1305881C (zh) * 2004-08-13 2007-03-21 河南工业大学 磷脂酰胆碱的制备方法
US7465717B2 (en) * 2004-09-27 2008-12-16 Soymor Process for releasing and extracting phosphatides from a phosphatide-containing matrix
CN102146094A (zh) * 2011-03-08 2011-08-10 南京工业大学 一种吸附法制备大豆卵磷脂的方法
WO2013123466A1 (en) 2012-02-16 2013-08-22 Brightside Innovations, Inc. Dietary and nutritional compositions and methods of use
PL2912044T3 (pl) 2012-10-24 2018-10-31 Cargill, Incorporated Sposób frakcjonowania fosfolipidów z zawierającego fosfolipidy materiału
US10561674B2 (en) 2012-12-02 2020-02-18 Lipogen Ltd. Processes for the preparation of phospholipid-enriched dairy products as neutraceuticals for the formulation of functional foods
US9353137B2 (en) * 2014-02-07 2016-05-31 Ghassem Amoabediny Method for separation and purification of phosphatidylcholine employing magnetic nanoparticles and compositions so produced
WO2016090256A1 (en) * 2014-12-05 2016-06-09 Archer Daniels Midland Company Processes for fractionating phospholipids
CN106632457B (zh) * 2016-11-18 2018-04-03 福建花巷营养科技股份有限公司 一种通过破乳精制高纯度蛋黄卵磷脂的方法

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE617508C (de) * 1932-06-22 1935-08-20 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von reinem Lecithin
GB860888A (en) * 1956-04-30 1961-02-15 Upjohn Co Soya phosphatides and therapeutic compositions containing them
US2945869A (en) * 1956-04-30 1960-07-19 Upjohn Co Phosphatide emulsifying agent and process of preparing same
DE1053299B (de) * 1957-07-09 1959-03-19 Nattermann A & Cie Verfahren zur Gewinnung von colaminphosphorsaeurediglyceridester-freien natuerlichen Cholinphosphorsaeure-diglyceridestern
DE1617680C3 (de) * 1967-08-21 1974-01-31 A. Nattermann & Cie Gmbh, 5000 Koeln Verfahren zur Gewinnung von hochgereinigtem Phosphatidylcholin

Also Published As

Publication number Publication date
AT376880B (de) 1985-01-10
AU517042B2 (en) 1981-07-02
MX5683E (es) 1983-12-09
DK161478A (da) 1978-10-28
SE7804325L (sv) 1978-10-28
BE866461A (fr) 1978-08-14
JPS53136510A (en) 1978-11-29
IT1094932B (it) 1985-08-10
DE2718797C3 (de) 1987-06-19
DK148111B (da) 1985-03-11
IE780832L (en) 1978-10-27
ZA782373B (en) 1979-05-30
ATA305778A (de) 1981-04-15
NL7804391A (nl) 1978-10-31
CA1097672A (en) 1981-03-17
IE46626B1 (en) 1983-08-10
US4235793A (en) 1980-11-25
IT7822672A0 (it) 1978-04-24
ES469227A1 (es) 1978-11-16
JPS5942655B2 (ja) 1984-10-16
FR2388823A1 (fr) 1978-11-24
GB1578109A (en) 1980-10-29
DE2718797A1 (de) 1978-11-02
DK148111C (da) 1985-08-26
SE431212B (sv) 1984-01-23
FR2388823B1 (de) 1984-04-27
DE2718797B2 (de) 1979-10-04
AU3540978A (en) 1979-11-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2718797C3 (de) Verfahren zur Gewinnung fließfähiger ölhaltiger gereinigter Phosphatidylcholin
EP0054769B1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Öl und/oder Phosphatidylethanolamin aus diese enthaltenden alkohollöslichen Phosphatidylcholin-Produkten
DE2651761C3 (de) Verfahren zum Raffinieren von Glyceridölen
DE1900959A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pflanzenphosphatiden mit universeller Emulgierkraft
EP0054770B1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Öl und/oder Phosphatidylethanolamin aus diese enthaltenden alkohollöslichen Phosphatidylcholin-Produkten
EP0185235B1 (de) Verfahren zur Isolierung von Lysophosphatidylcholin-freiem Phosphatidylcholin aus Ei-Pulver
DE69426114T2 (de) Verfahren zur gewinnung hochreinen phosphatidylcholins
DE1617680C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von hochgereinigtem Phosphatidylcholin
DE4407917A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Lipidfraktionen aus pulverförmigen Eiprodukten
DE1492952C3 (de) Antispritzmittel für Wasser enthaltende Speisefette
EP0043018A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von ölfreiem Phosphatidylcholin
DE2556592C2 (de) Arzneimittelzubereitungen auf Basis öliger Lösungen von Phospholipiden
DE1154706B (de) Verfahren zur Herstellung gereinigter Phosphatidprodukte
DE3813805A1 (de) Verfahren zur desodorierung von fettsaeureestergemischen
EP0259836A2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Phosphatidylcholin aus einem Gemisch von Phosphatiden
DE60313920T2 (de) Gewinnung von Pflanzennährstoffen aus Palmöl
DE3643848A1 (de) Verfahren zur herstellung hochraffinierter essbarer glyceridoele mit einem anteil an ungesaettigten fettsaeuren im triglyceridverband und ihre verwendung
EP0100902B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von mit Phosphatidylcholin hochangereicherten ethanolischen Phosphatidfraktionen
DE4210611C2 (de) Verfahren zur Abtrennung bzw. Anreicherung von Phosphatidylcholin (PC) aus bzw. in einer Phosphatidmischung durch Extraktion
DE1173778C2 (de) Verfahren zum herstellen von klaren, stabilen loesungen von cholinphosphorsaeurediglyceridestern mit einem hohen gehalt
EP0529107B1 (de) Verfahren zur Gewinnung eines Öls mit einstellbarem Carotingehalt aus Palmöl
DE2335334B2 (de) Verfahren zur gewinnung von hochgereinigten phosphatiden aus tierischen organen
DE2551342B2 (de) Verfahren zur gewinnung von lipiden aus kartoffeln
DE1692568A1 (de) Verfahren zur Extraktion von Pflanzenrohphosphatiden
DE1617679B (de) Verfahren zur Gewinnung von hochgereinigtem Phosphatidylcholin

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased