CH642092A5 - Anthrachinonfarbstoffgemische. - Google Patents

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CH642092A5
CH642092A5 CH252782A CH252782A CH642092A5 CH 642092 A5 CH642092 A5 CH 642092A5 CH 252782 A CH252782 A CH 252782A CH 252782 A CH252782 A CH 252782A CH 642092 A5 CH642092 A5 CH 642092A5
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dyes
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    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/16General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using dispersed, e.g. acetate, dyestuffs
    • D06P1/20Anthraquinone dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

642092
2
PATENTANSPRUCH Gemisch aus mindestens 2 Anthrachinonfarbstoffen der
Formel I
ff ^2 ff • • • •
/ \/ v x
î il M * N - (CHj -X-(CH-) -R
\ /\ /\ /\ / 2 m 2 " <« 8 k,»
worin
X O oder S,
m eine ganze Zahl von 3 bis 10,
n eine ganze Zahl von 1 bis 3 und
R eine gegebenenfalls nichtionogen substituierte Aryl- oder Aryloxygruppe oder einen gegebenenfalls nichtionogen substituierten heterocyclischen Rest, der gegebenenfalls über einen Sauerstoffatom an die -(CH2)n-Gruppe gebunden ist,
bedeuten.
Gegenstand der Erfindung sind neue disperse Anthrachi-nonfarbstoffgemische aus mindestens 2 Anthrachinonfarbstoffen der Formel I
ff f2ff
9 • • •
\/ N./ V X
Ï lì il î N-(CH ) -X-(CH-) -R I
\ /\ /\ s\ / 2 m 2 n
8 kj worin
X O oderS,
m eine ganze Zahl von 3 bis 10,
n eine ganze Zahl von 1 bis 3 und
R eine gegebenenfalls nichtionogen substituierte Aryl- oder Aryloxygruppe oder einen gegebenenfalls nichtionogen substituierten heterocyclischen Rest, der gegebenenfalls über ein Sauerstoffatom an die -(CH2)n-Gruppe gebunden ist, bedeutet.
Die Zahl m hat vorzugsweise die Bedeutung 4 oder 5 und insbesondere 3, und die Zahl n vorzugsweise 1 oder 2. X bedeutet vorzugsweise ein Sauerstoffatom.
Geeignete Gruppen R sind die Phenyl-, Phenoxy-, Naph-thyl- oder Naphtoxygruppe sowie heterocyclische Reste, wie z.B. der Furyl-, Thiophen-, Pyrrol-, oder Pyridinrest sowie die entsprechenden hydrierten heterocyclischen Reste, wobei diese heterocyclischen Reste gegebenenfalls über ein Sauerstoffatom an die -(CH2)n-Gruppe gebunden sein können.
Alle diese Reste können nichtionogen substituiert sein, z.B. durch Halogen wie Chlor, Brom, Fluor, Niederalkyl, wie z.B. Methyl, Aethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl oder Niederalkoxy, wie z.B. Methoxy, Aethoxy oder Butoxy.
In bevorzugten Farbstoffen der Formel I stellt R eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Phenoxygruppe dar, wobei als Substituenten vor allem Chlor, Methyl oder Methoxy in Frage kommen.
Die Herstellung der neuen Anthrachinonfarbstoffge-mische erfolgt, nach allgemein bekannten Methoden, indem man z.B. l,4-Diaminoanthrachinon-2,3-dicarbonsäureimid mit einer Mischung von primären Aminen der Formel II
H2N-(CH2)m-X-(CH2)n-R II
umsetzt, wobei X, m, n und R die oben angegebene Bedeutung haben, oder indem man die Einzelfarbstoffe mischt.
Die Verbindungen der Formel II sind bekannt und können nach bekannten Methoden hergestellt werden, z.B. durch Umsetzen der entsprechenden Alkohole oder Thioalkohole mit niederen Alkylennitrilen und anschliessende Hydrierung des Kondensationsproduktes.
Die Umsetzung wird bei 50 bis 250°C, vorzugsweise bei 80 bis 180°C, in inerten Lösungsmitteln, wie Nitrobenzol, Di-äthylenglykolmonomethyläther, Toloul, Xylol, Tetralin usw. oder im Überschuss des betreffenden Amins selbst durchgeführt.
Als spezielle Beispiele für Amine der Formel II sollen erwähnt werden:
3-(2' -Phenoxy)-äthoxypropylamin
3-(Furyl-2)-methoxypropylamin
3-(Tetrahydrofuryl-2)-methoxypropylamin
3-(3 ' -Phenyl)-propyloxypropylamin
3-(Phenyl)-methoxypropylamin
3-(2'Pyridyl-3-oxy-)-äthoxypropylamin
3-(p-Chlorphenyl)-methoxypropylamin
3-(p-Methoxyphenyl)-methoxypropylamin
3-(2'-Pyridyl-2)-äthoxypropylamin
3-(Pyridyl-4)-methoxypropylamin
3-(Thienyl-2)-methoxypropylamin
3-(Tetrahydrothienyl-2)-methoxypropylamin
4-(2' -Phenoxy)-äthoxybutylamin 4-(3' Phenyl)-propyloxybutylamin 4-(p-Chlorphenyl)-methoxybutylamin
4-(p-Methoxyphenyl)-methoxybutylamin
5-(Phenyl)-methoxypentylamin
3-(Phenyl)-methylthiopropylamin
4-(2' Phenyl)-äthylthiobutylamin
Die Verarbeitung der neuen Anthrachinonfarbstoffge-mische der Formel I zu Färbepräparaten erfolgt auf allgemein bekannte Weise, z.B. durch Mahlen in Gegenwart von Dispergier- und/oder Füllmitteln. Mit den gegebenenfalls im Vakuum getrockneten Präparaten kann man nach Zugabe von mehr oder weniger Wasser, in sogenannter langer oder kurzer Flotte färben, klotzen oder bedrucken.
Die Farbstoffgemische ziehen aus wässriger Suspension ausgezeichnet auf Textilmaterial aus vollsynthetischen oder halbsynthetischen, hydrophoben, hochmolekularen organischen Stoffen auf. Besonders geeignet sind sie zum Färben und Bedrucken von Textilmaterial aus Cellulose 2 1/2-Acetat, Cellulosetriacetat, synthetischen Polyamiden und insbesondere aus aromatischen Polyestern, beispielsweise jenen aus Terephthalsäure und Aethylenglykol oder 1,4-Dimethylolcyclohexan und Fasern aus Mischpolymerisaten aus Terephthalsäure und Isophthalsäure und Aethylenglykol.
Für das Färben aus wässrigen Flotten werden die Farbstoffgemische vorteilhafterweise in fein verteilter Form eingesetzt, wobei das Färben in Gegenwart von Dispergier- oder Netzmitteln oder in Gegenwart einer Kombination verschiedener Netzmittel und Dispergiermittel erfolgt.
Zur Erzielung von intensiven Färbungen auf Polyäthy-lenterephthalatfasern aus einer wässrigen Färbeflotte ist es angebracht, die Färbeflotte mit einem Carrier zu versetzen oder das Färbeverfahren unter Druck bei einer Temperatur oberhalb 100°C durchzuführen. Geeignete Carrier sind z.B.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
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65
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Benzoldicarboxylat, o-Phenylphenol, Chlorbenzol oder Alkylnaphthalin.
Wird das Farbstoffgemisch durch Foulardieren oder Bedrucken aufgebracht, so wird das Polyestergewebe, vorteilhafterweise nach dem Trocknen, beispielsweise in Dampf oder warmer Luft, auf Temperaturen oberhalb 100°C, beispielsweise auf Temperaturen zwischen 180 und210°C erhitzt.
Die erzielten Färbungen können einer Nachbehandlung unterzogen werden, beispielsweise durch Erhitzen mit einer wässrigen Lösung eines nichtionischen Detergens.
Cellulose 2 '/2-Acetatfasern werden vorzugsweise bei Temperaturen von 80-85°C gefärbt, während Cellulosetriacetat-fasern vorteilhafterweise beim Siedepunkt der Farbflotte gefärbt werden. Die Verwendung von Carriera oder Quellmitteln ist überflüssig beim Färben von Cellulose 2 Vi Acetat-oder Polyamidfasern.
Die erfindungsgemässen Farbstoffe zeichnen sich insbesondere durch ihre Brillanz aus und ergeben auf synthetischem Textilmaterial brillant blaue Färbungen mit sehr guten Allgemeinechtheiten. Hervorzuheben sind die Beständigkeit gegenüber Hitzehärten, die Thermofixier-, Plissier-, Abgas-, Überfärbe-, Trockenreinigungs- und Chlorechtheit, wie auch die guten Nassechtheitseigenschaften, beispielsweise gegenüber Wasser, Meerwasser, Waschen und Schweiss, vor allem aber ihre gute Sublimier- und Lichtechtheit und ihre sehr gute Farbausbeute. Ferner zeichnen sie sich durch ein gutes Zieh- und Aufbauvermögen auf dem genannten Material aus.
Die Farbstoffgemische zeigen gute Faseraffinität bzw.
gutes Ausziehvermögen. Die Färbungen sind Schmelzmittel-, Ozon-, Rauchgas-, Reib- und Lösungsmittelecht und die Reserve von Wolle und Baumwolle und die Hochtemperaturbeständigkeit sind gut. Die Ätzbarkeit und die pH-Beständig-keit sind gut.
Da beim Färben Veränderungen im pH-Wert nicht zu.ver-meiden sind, sind die neuen Farbstoffgemische besser anwendbar und von den Färbebedingungen unabhängiger als die bekannten Farbstoffe.
Es ist weiterhin möglich, die neuen Farbstoffgemische zum Spinnfärben (Färben in der Masse) von Polyamiden, Poly-estern und Polyolefinen zu verwenden. Die zur Färbung vorgesehenen Polymerisate werden zweckmässigerweise in Form von Pulvern, Körnern oder Flocken, wie sie aus der Spinnlösung kommen, gefärbt oder in geschmolzenem Zustand mit dem Farbstoffgemisch gemischt, der in trockenem Zustand oder in Form einer Dispersion oder einer Lösung in einem Lösungsmittel, das flüchtig sein kann, eingeführt wird. Nachdem das Farbstoffgemisch einheitlich in der Lösung oder Schmelze des Polymerisats verteilt ist, kann das Gemisch in bekannter Weise durch Giessen, Verformen oder Extrudieren zu Fasern, Garnen, Einzelfäden, Filmen und dergleichen verarbeitet werden.
In der Deutschen Patentschrift Nr. 945.112 sind Farbstoffe beschrieben, welche sich von den erfindungsgemässen Farbstoffmischungen nur dadurch unterscheiden, dass sie am Imidstickstoff einen Rest der Formel -(CH2)p-0-Ri tragen, worin Ri eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen und p eine ganze Zahl von 1-4 bedeutet, s Überraschenderweise zeichnen sich die erfindungsgemässen Farbstoffmischungen gegenüber diesen bekannten Farbstoffen durch eine verbesserte Sublimierechtheit bei gleich gutem oder z.T. besserem Zieh- und Aufbauvermögen aus. Die Farbausbeute, bezogen auf das Molekulargewicht der io verwendeten Farbstoffe, ist bei den erfindungsgemässen Farbstoffmischungen zudem unerwarteterweise verbessert.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung. Die Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben. Die Teile und Prozentsätze beziehen sich auf das Gewicht, es sei denn, dass dies ls anders angegeben ist.
Beispiel
In 120 Teilen Nitrobenzol werden 59 Teile feuchtes l,4-Diaminoanthrachinon-2,3-dicarbonsäureimid und 39 20 Teile einer Mischung aus 3-(2'-Phenoxy)-äthoxypropylamin und 3-(3'-Phenyl)-propoxypropylamin eingetragen. Man heizt auf 100°C auf und destilliert 27 Teile Wasser ab. Nachdem die Temperatur 120°C erreicht hat, rührt man noch eine Stunde lang nach und lässt anschliessend gegen Raum-25 temperatur abkühlen. Dabei fällt das Farbstoffgemisch der Formel ff f2ff
30^\/\^\/\ v
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in schönen Kristallen aus. Man filtriert ab und wäscht mit 60 so Teilen Nitrobenzol und 150 Teilen Methanol nach.
Das Farbstoffgemisch aus gleichen Teilen der einzelnen Farbstoffe färbt aus wässriger Dispersion Polyestergewebe in brillant blauen Tönen mit guten Echtheiten und weist ein besseres Ziehvermögen auf, als jeder der beiden Einzelfarb-55 stoffe.
B
CH252782A 1978-02-16 1982-04-26 Anthrachinonfarbstoffgemische. CH642092A5 (de)

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