CH642093A5 - Anthrachinonfarbstoffgemische. - Google Patents

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CH642093A5
CH642093A5 CH252882A CH252882A CH642093A5 CH 642093 A5 CH642093 A5 CH 642093A5 CH 252882 A CH252882 A CH 252882A CH 252882 A CH252882 A CH 252882A CH 642093 A5 CH642093 A5 CH 642093A5
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dyeing
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dyes
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    • D06P1/20Anthraquinone dyes
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Description

642 093
n
PATENTANSPRUCH
Gemisch aus mindestens einem Dispersionsfarbstoff der Formel I
0 NH 0 II I II
e> 9 9 e
î il il î \-(CHj -X-(CH ) -R / 2 m ^ n
^ \ \ ^ \
oder Phenoxygruppe dar, wobei als Substituenten vor allem Chlor, Methyl oder Methoxy in Frage kommen.
Die Herstellung der neuen Anthrachinonfarbstoffgemische erfolgt, nach allgemein bekannten Methoden, indem man z.B.
5 1,4-Diaminoanthrachinon-2,3-dicarbonsäureimid mit einem pri mären Amin der Formel II
H2N-(CH2)m-X-(CH2)n-R
II
9 9 9 O
II
0 nh2 0
(I)
worin
X O oder S,
m eine ganze Zahl von 3 bis 10,
n eine ganze Zahl von 1 bis 3, und R eine gegebenenfalls nichtionogen substituierte Aryl- oder Aryloxygruppe oder einen gegebenenfalls nichtionogen substituierten heterocyclischen Rest, der gegebenenfalls über ein Sauerstoffatom an die -(CH2)n-Gruppe gebunden ist,
bedeutet, und mindestens einen weiteren 1,4-Diaminoanthrachi-non-2,3-dicarbonsäureimid-Farbstoff, welcher nicht von der Formel I umfasst wird.
10 wobei X, m, n und R die oben angegebene Bedeutung haben, und einem Amin, welches nicht unter die Formel II fällt, umsetzi oder indem man die einzelnen Anthrachinonfarbstoffe miteinan der vermischt.
Die Verbindungen der Formel II sind bekannt und können 15 nach bekannten Methoden hergestellt werden, z. B. durch Umsetzen der entsprechenden Alkohole oder Thioalkohole mit niederen Alkylennitrilen und anschliessende Hydrierung des Kondensationsproduktes.
Die Umsetzung wird bei 50 bis 250° C, vorzugsweise bei 80 bis -o 180° C, in inerten Lösungsmitteln, wie Nitrobenzol, Diäthylen-glykolmonomethyläther, Toluol, Xylol, Tetralin usw. oder im Überschuss des betreffenden Amins selbst durchgeführt.
Als spezielle Beispiele für Amine der Formel II sollen erwähm werden:
25
Gegenstand der Erfindung sind neue disperse Anthrachinonfarbstoffgemische, enthaltend mindestens einen Dispersionsfarbstoff der Formel I
0 NH 0 II I II
e • o o
/ V \x
I lì il î — (CH ) -X-(CH„) -R
% /\ /\ /\ 2 " 2 n
9 9 O
II I
0 NH2 0
(I) ,
30
35
40
worin
X O oder S,
m eine ganze Zahl von 3 bis 10,
n eine ganze Zahl von 1 bis 3, und
R eine gegebenenfalls nicht'onogen substituierte Aryl- oder Aryloxygruppe oder einen gegebenenfalls nichtionogen substituierten heterocyclischen Rest, der gegebenenfalls über ein Sauerstoffatom an die -(CH2)n-Gruppe gebunden ist,
bedeutet, und mindestens einen weiteren 1,4-Diaminoanthrachi-non-2,3-dicarbonsäureimid-Farbstoff, welcher nicht von der Formel I umfasst wird.
Die Zahl m hat vorzugsweise die Bedeutung 4 oder 5 und insbesondere 3, und die Zahl n vorzugsweise 1 oder 2. X bedeutet vorzugsweise ein Sauerstoffatom.
Geeignete Gruppen R sind die Phenyl-, Phenoxy-, Naphthyl-oder Naphthoxygruppe sowie heterocyclische Reste, wie z.B. der Furyl-, Thiophen-, Pyrrol-, oder Pyridinrest sowie die entsprechenden hydrierten heterocyclischen Reste, wobei diese heterocyclischen Reste gegebenenfalls über ein Sauerstoffatom an die -(CH2)n-Gruppe gebunden sein können.
Alle diese Reste können nichtionogen substituiert sein, z. B. durch Halogen wie Chlor, Brom, Fluor, Niederalkyl, wie z.B. Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl oderNiederalkoxy, wie z. B. Methoxy, Äthoxy oder Butoxy.
In bevorzugten Anthrachinonfarbstoffgemischen stellt R im Farbstoff der Formel I eine gegebenenfalls substituierte Phenyl-
3-(2'-Phenoxy)-äthoxypropylamin 3-(Furyl-2)-methoxypropylaniin 3-(Tetrahydrofuryl-2-)methoxypropylamin 3-(3'-Phenyl)-propyloxypropylamin 3-(Phenyl)-methoxypropylamin 3-(2'-Pyridyl-3-oxy)-äthoxypropylamin 3-(p-Chlorphenyl)-methoxypropylamin 3-(p-Methoxyphenyl)-methoxypropylamin 3-(2'-Pyridyl-2)-äthoxypropylamin 3-(Pyridyl-4)-methoxypropylamin 3-(Thienyl-2)-methoxypropylamin
3-(Tetrahydrothienyl-2)-methoxypropylamin
4-(2'-Phenoxy)-äthoxybutylamin 4-(3'-Phenyl)-propyloxybutylamin 4-(p-Chlorphenyl)-methoxybutylamin
4-(p-Methoxyphenyl)-methoxybutylamin
5-(Phenyl)-methoxypentylamin
3-(Phenyl)-methylthiopropylamin
4-(2'-Phenyl)-äthylthiobutylamin
45
Die Verarbeitung der neuen Anthrachinonfarbstoffgemische zu Färbepräparaten erfolgt auf allgemein bekannte Weise, z.B. durch Mahlen in Gegenwart von Dispergier- und/oder Füllmitteln. Mit den gegebenenfalls im Vakuum getrockneten Präpara-50 ten kann man nach Zugabe von mehr oder weniger Wasser, in sogenannter langer oder kurzer Flotte färben, klotzen oder bedrucken.
Die Anthrachinonfarbstoffgemische ziehen aus wässriger Suspension ausgezeichnet auf Textilmaterial aus vollsynthetischen 55 oder halbsynthetischen, hydrophoben, hochmolekularen organischen Stoffen auf. Besonders geeignet sind sie zum Färben und Bedrucken von Textilmaterial aus Cellulose 2 /2-Acetat, Cellulo-setriacetat, synthetischen Polyamiden und insbesondere aus aromatischen Polyestern, beispielsweise jenen aus Terephthalsäure 60 und Äthylenglykol oder 1,4-Dimethylolcyclohexan und Fasern aus Mischpolymerisaten aus Terephthalsäure und Isophthalsäure und Äthylenglykol.
Für das Färben aus wässrigen Flotten werden die Anthrachinonfarbstoffgemische vorteilhafterweise in fein verteilter Form 65 eingesetzt, wobei das Färben in Gegenwart von Dispergier- oder Netzmitteln oder in Gegenwart einer Kombination verschiedener Netzmittel und Dispergiermittel erfolgt.
Zur Erzielung von intensiven Färbungen auf Poly äthylente-
3
642 093
rephthalatfasern aus einer wässrigen Färbeflotte ist es angebracht, die Färbeflotte mit einem Carrier zu versetzen oder das Färbeverfahren unter Druck bei einer Temperatur oberhalb 100°C durchzuführen. Geeignete Carriersindz. B. Benzoldicar-boxylat, o-Phenylphenol, Chlorbenzol oder Alkylnaphthalin.
Wird das Anthrachinonfarbstoffgemisch durch Foulardieren oder Bedrucken aufgebracht, so wird das Polyestergewebe, vorteilhafterweise nach dem Trocknen, beispielsweise in Dampf oder warmer Luft, auf Temperaturen oberhalb 100°C, beispielsweise auf Temperaturen zwischen 180 und 210°C erhitzt.
Die erzielten Färbungen können einer Nachbehandlung unterzogen werden, beispielsweise durch Erhitzen mit einer wässrigen Lösung eines nichtionischen Detergens.
Cellulose 2/:-Acetatfasern werden vorzugsweise bei Temperaturen von 80-85° C gefärbt, während Cellulosetriacetatfasern vorteilhafterweise beim Siedepunkt der Farbflotte gefärbt werden. Die Verwendung von Carriern oder Quellmitteln ist überflüssig beim Färben von Cellulose 2!4-Acetat- oder Polyamidfasern.
Die erfindungsgemässen Anthrachinonfarbstoffgemische zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Farbausbeute und Brillanz aus und ergeben auf synthetischem Textilmaterial brillant blaue Färbungen mit sehr guten Allgemeinechtheiten. Hervorzuheben sind die Beständigkeit gegenüber Hitzehärten, die Thermofixier-, Plissier-, Abgas-, Überfärbe-, Trockenreini-gungs- und Chlorechtheit, wie auch die guten Nassechtheitsei-genschaften, beispielsweise gegenüber Wasser, Meerwasser, Waschen und Schweiss, vor allem aber ihre gute Sublimier- und Lichtechtheit. Ferner zeichnen sie sich durch ein gutes Zieh- und Aufbauvermögen auf dem genannten Material aus.
Die neuen Anthrachinonfarbstoffgemische zeigen gute Faseraffinität bzw. gutes Auszieh vermögen. Die Färbungen sind Schmälzmittel-, Ozon-, Rauchgas-, Reib- und Lösungsmittelecht und die Reserve von Wolle und Baumwolle und die Hochtemperaturbeständigkeit sind gut. Die Ätzbarkeit und die pH-Bestän-digkeit sind gut.
Da beim Färben Veränderungen im pH-Wert nicht zu vermeiden sind, sind die neuen Anthrachinonfarbstoffgemische besser anwendbar und von den Färbebedingungen unabhängiger als die bekannten Farbstoffe.
0 NH 0 II I II
Es ist weiterhin möglich, die neuen Gemische zum Spinnfärben (Färben in der Masse) von Polyamiden, Polyestern und Polyolefinen zu verwenden. Die zur Färbung vorgesehenen Polymerisate werden zweckmässigerweise in Form von Pulvern, 5 Körnern oder Flocken, wie sie aus der Spinnlösung kommen, gefärbt oder in geschmolzenem Zustand mit dem Farbstoffgemisch gemischt, der in trockenem Zustand oder in Form einer Dispersion oder einer Lösung in einem Lösungsmittel, das flüchtig sein kann, eingeführt wird. Nachdem das Farbstoffge-10 misch einheitlich in der Lösung oder Schmelze des Polymerisats verteilt ist, kann das Gemisch in bekannter Weise durch Giessen, Verformen oder Extrudieren zu Fasern, Garnen, Einzelfäden, Filmen und dergleichen verarbeitet werden.
In der Deutschen Patentschrift Nr. 945112 sind Farbstoffe 15 beschrieben, welche im erfindungsgemässen Farbstoffgemisch vorhanden sein können; diese Farbstoffe tragen am Imidstick-stoff einen Rest der Formel (CH2)p-0-Ri, worin Rj eine Alkyl-oder Alkoxygruppe mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen und p eine ganze Zahl von 1-4 bedeutet. Überraschenderweise 20 zeichnen sich die erfindungsgemässen Farbstoffgemische gegenüber diesen bekannten Einzelfarbstoffen durch eine verbesserte Sublimierechtheit bei gleich gutem oder z. T. besserem Zieh- und Aufbauvermögen aus. Die Farbausbeute, bezogen auf das Molekulargewicht der verwendeten Farbstoffe, ist bei den erfindungs-25 gemässen Farbstoffgemischen zudem unerwarteterweise verbessert.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung. Die Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben, die Teile und Prozentsätze beziehen sich auf das Gewicht, es sei denn, dass dies anders angegeben ist.
Beispiel
In 120 Teilen Nitrobenzol werden59Teile feuchtes 1,4-Diaminoanthrachinon-2,3-dicarbonsäureimid und 35 Teile einer Mischung aus 3-(2'-Phenoxy)-äthoxypropylamin und Methoxy-propylamin eingetragen. Man heizt auf 100° C auf und destilliert 27 Teile Wasser ab. Nachdem die Temperatur 120° C erreicht hat, rührt man noch eine Stunde lang nach und lässt anschliessend gegen Raumtemperatur abkühlen. Dabei fällt das Farbstoffgemisch der Formeln
30
35
40
ch2ch2ch2och2ch2o-.( ).
und o nh2 0
50
ch2ch2ch2o-ch3
0 NH2 0
in schönen Kristallen aus. Man filtriert ab und wäscht mit 60 Teilen Nitrobenzol und 150 Teilen Methanol nach.
Als Dispersionsfarbstoff auf Polyesterfasern nach den üblichen Färbeverfahren appliziert, erhält man brillant blaue Färbungen mit sehr guten Echtheitseigenschaften. Beispielsweise
60
65
färbt eine Mischung aus gleichen Teilen der obigen Farbstoffe aus wässriger Dispersion Polyestergewebe in brillant blauen Tönen mit guten Echtheiten und weist ein besseres Ziehvermögen auf, als jeder der beiden Einzelfarbstoffe.
M
CH252882A 1978-02-16 1982-04-26 Anthrachinonfarbstoffgemische. CH642093A5 (de)

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