CH643230A5 - 2-brombenzylester, ihre herstellung und ihre verwendung als schaedlingsbekaempfungsmittel. - Google Patents

2-brombenzylester, ihre herstellung und ihre verwendung als schaedlingsbekaempfungsmittel. Download PDF

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CH643230A5
CH643230A5 CH915679A CH915679A CH643230A5 CH 643230 A5 CH643230 A5 CH 643230A5 CH 915679 A CH915679 A CH 915679A CH 915679 A CH915679 A CH 915679A CH 643230 A5 CH643230 A5 CH 643230A5
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CH
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atom
chlorine
fluorine
ester according
bromine
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CH915679A
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Michael John Bull
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Shell Int Research
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N53/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing cyclopropane carboxylic acids or derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms
    • C07C17/14Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms in the side-chain of aromatic compounds

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Description

Die Erfindung betrifft 2-Brombenzylester, ihre Herstellung sowie Mittel zur Schädlingsbekämpfung, die diese Verbindungen als Wirkstoff enthalten, insbesondere Insektizide und Akarizide.
' Die erfindungsgemässen 2-Brombenzylester entsprechen der allgemeinen Formel I
35
40
CH=C
/
\r2
CO - 0 -
50
55
in der R1 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom und R2 ein Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom ist, X für ein Wasserstoffatom, eine Cyano-, Äthinyl- oder Thio-amidogruppe steht, n eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist und Y jeweils ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom sind.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I weisen 2 oder 3 Asymmetrizentren auf, je nach der Beschaffenheit des Substituenten X und wie der Fachmann leicht erkennt, können die Verbindungen der allgemeinen Formel I als geometrische und optische Isomeren, Isomerengemische und Raze-mate vorliegen.
Die bevorzugten Verbindungen der allgemeinen Formel I weisen ein oder mehrere der folgenden Merkmale auf
60
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mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III
(i) R1 und R2 bedeuten jeweils ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom
(ii) X ist ein Wasserstoffatom oder eine Cyanogruppe
(iii) X ist ein Wasserstoffatom
(iv) n ist 1,
(v) Y ist ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor- oder Bromatom
(vi) Y ist ein 6-FIuor oder 6-ChIor oder 6-Brom Substituent bzw. 6-Fluor oder 6-Chlor,
(vii) der 2(2-R1,2-R2-Vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylteil hat cis-Konfiguration,
(viii) der2(2-R1, 2-R2-Vinyl)-3,3-dimethyIcyclopropan-carboxylteil hat 1 R-cis-Konfiguration.
Die 2-Brombenzylester der allgemeinen Formel I werden mit Hilfe von Verfahren hergestellt, die denjenigen für bekannte Verbindungen analog sind. Bei dem erfindungsge-mässen Verfahren wird eine Verbindung der allgemeinen Formel II
CH=C
COZ
CH
H
CH
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III
Br
X
Q - CH
cn umgesetzt, in denen R1, R2, X, Y und n wie oben definiert sind, einer der Substituenten Q und Z für ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chlor- oder Bromatom, und der andere Substituent eine Hydroxygruppe bedeutet. Die Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart einer geeigneten Base durchgeführt, beispielsweise in Gegenwart eines tertiären Amins wie Triäthylamin oder eines Alkalicarbonats wie Ka-lium- oder Natriumcarbonat, in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels. Zweckmässigerweise steht Z für eine OH-Gruppe und Q für ein Chlor- oder Bromatom.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel II und ihre einzelnen Isomeren werden zweckmässigerweise in an sich bekannter Weise hergestellt, beispielsweise wie in den GB-PSen I 413 491 und I 448 228 beschrieben.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der X für ein Wasserstoffatom und Q für ein Halogenatom stehen, werden zweckmässigerweise durch Halogenieren von entsprechenden Halogenbromtoluolen hergestellt.
Die Halogenbromtoluole können erhalten werden durch Einführen des entsprechenden Halogens unter Diazotieren der entsprechenden Halogentoluidine. Halogentoluidine werden durch Reduktion der entsprechenden Halogenni-trotoluole mit Hilfe bekannter Verfahren erhalten, beispielsweise nach Entwistle et al, J.C.S. Perkin 1,1977, Seite 443 und 444. Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der X ein Wasserstoffatom und Q eine OH-Gruppe ist, können durch Hydrolyse der Verbindungen, in denen Q ein Halogenatom ist, erhalten werden.
Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der X eine Cyano-, Äthynyl- oder Thioamidogruppe ist, werden in an sich bekannter Weise hergestellt aus Verbindungen, in denen X ein Wasserstoffatom bedeutet, über den entsprechenden Aldehyd.
643 230
Die 2-Brombenzylester nach der Erfindung entfalten interessante schädlingsbekämpfende Wirkung, vor allem als Insektizide und Akarizide für Anwendung im Haushalt und in der Landwirtschaft. Die Erfindung bezieht sich daher auch auf Schädlingsbekämpfungsmittel, die einen Träger und/oder oberflächenaktives Mittel zusammen mit einem 2-Brombenzylester der allgemeinen Formel I als Wirkstoff enthalten. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, Zecken und/oder Akariden an einem Ort ihres Vorkommens, indem dieser Ort mit einer Pestizid wirksamen Menge eines 2-Brombenzylesters nach der Erfindung behandelt wird.
Träger im Sinne der Beschreibung sind anorganische oder organische Stoffe synthetischer oder natürlicher Herkunft, mit denen die wirksame Verbindung vermischt oder angesetzt wird, um ihre Anwendung auf die Pflanze, die Aussaat, den Boden oder andere Gegenstände, welche behandelt werden sollen oder ihre Lagerung, Transport und Handhabung zu erleichtern. Der Träger kann fest oder flüssig sein. Alle zum Ansetzen von Schädlingsbekämpfungsmitteln, Herbiziden oder Fungiziden gebräuchlichen Stoffe können als Träger Verwendung finden.
Geeignete feste Träger sind natürliche und synthetische Tone und Silicate, beispielsweise in der Natur vorkommende Kieselsäuren wie Diatomeenerde, Magnesiumsilicate, beispielsweise Talk, Magnesiumaluminiumsilicate wie Attapul-gite und Vermikulite, Aluminiumsilicate wie Kaolinite, Montmorillonite und Glimmer, Calciumcarbonate, Cal-ciumsulfat, synthetische hydratisierte Siliciumoxide und synthetische Calcium- oder Aluminiumsilicate, elementare Stoffe wie Kohlenstoff und Schwefel, natürliche und synthetische Harze wie Kumaronharze, Polyvinylchlorid und Styrol-polymerisate und Copolymerisate, feste Polychlorphenole, Bitumen, Wachse wie Bienenwachs, Paraffinwachs und chlorierte Mineralwachse sowie feste Düngemittel wie Superphosphate.
Geeignete flüssige Träger sind Wasser, Alkohole wie Isopropanol und Glykole, Ketone wie Aceton, Methyläthyl-keton und Cyclohexanon, Äther, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Erdölfraktionen, beispielsweise Kerosin und leichte Mineralöle, chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Perchloräthylen, Trichloräthan und verflüssigte, normal, dampfförmige, gasförmige Verbindungen. Häufig sind Mischungen von verschiedenen flüssigen Verbindungen geeignet.
Das Oberflächen- oder grenzflächenaktive Mittel kann ein Emulgator oder ein Dispergiermittel oder ein Netzmittel sowie nichtionisch oder ionisch sein. Alle üblicherweise beim Ansetzen von Schädlingsbekämpfungsmitteln, Herbiziden oder Fungiziden verwendeten grenzflächenaktiven Verbindungen können zur Anwendung kommen. Beispiele für geeignete grenzflächenaktive Mittel sind Natrium- oder Cal-ciumsalze von Polyacrylsäure und Ligininsulfonsäuren, die Kondensationsprodukte von Fettsäuren, oder aliphatischen Aminen oder Amiden, die mindestens 12 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, mit Äthylenoxid und/oder Propylen-oxid, Fettsäureester von Glycerin, Sorbitan, Rohrzucker oder Pentaerythrit, Kondensationsprodukte dieser Verbindungen mit Äthylenoxid und/oder Propylenoxid, Kondensationsprodukte aus Fettalkoholen oder Alkylphenolen wie p-Octylphenol oder p-Octylkresol mit Äthylenoxid und/oder Propylenoxid, Sulfate oder Sulfonate dieser Kondensationsprodukte, Alkali oder Erdalkalisalze, vorzugsweise Natriumsalze oder Schwefelsäureester oder Sulfonsäureester, die mindestens 10 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, beispielsweise Natriumlaurylsulfat, Natrium-sec.alkylsul-fate, Natriumsalze von sulfoniertem Rizinusöl und Natrium-alkylarylsulfonate wie Natriumdodecylbenzolsulfat sowie
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Polymerisate aus Äthylenoxid und Copolymerisate aus Äthylenoxid und Propylenoxid.
Die erfmdungsgemässen Mittel können als netzbare Pulver, Stäubemittel, Granulate, Lösungen, emulgierbare Konzentrate, Emulsionen, Suspensionskonzentrate und Aerosole angesetzt werden. Netzbare Pulver enthalten üblicherweise 25, 50 oder 75% Wirkstoff und allgemein zusätzlich zum festen Träger 3-10 Gew.-% eines Dispergiermittels sowie, wenn erforderlich, 0-10 Gew.-% Stabilisatoren), andere Zusätze wie Durchdringungsmittel oder Haftmittel. Stäubemittel werden üblicherweise als Staubkonzentrat angesetzt mit einer ähnlichen Zusammensetzung wie die netzbaren Pulver, jedoch ohne Dispergiermittel. Sie werden im freien Feld mit weiteren festem Träger zu einem Mittel verdünnt, das üblicherweise 0,5-10 Gew.-% Wirkstoff enthält. Die Granulate haben allgemein einen Durchmesser von 1,676-0,152 mm und werden mit Hilfe üblicher Agglomerier- oder Imprägnierverfahren hergestellt. Allgemein enthalten sie 0,5-25 Gew.-% Wirkstoff und 0—10 Gew.-% Zusätze wie Stabilisatoren, Abgabeverzögerer und Bindemittel. Emulgierbare Konzentrate enthalten üblicherweise zusätzlich zum Lösungsmittel und gegebenenfalls Colösungsmittel 10-50 Gew.-% Wirkstoff, 2—20% Gew./Vol. Emulgator und 0-20% Gew./Vol. geeignete Zusätze wie Stabilisatoren, Durchdringungsmittel und Korrosionsinhibitoren. Suspensionskonzentrate werden so angesetzt, dass man ein beständiges nichtsedimentierendes fliessfähiges Produkt erhält und enthalten üblicherweise 10-75 Gew.-% Wirkstoff, 0,5-15 Gew.-% Dispergiermittel, 0,1—10 Gew.-% Suspensionsmittel wie Schutzkolloide und thixotrope Stoffe, 0-10 Gew.-% Zusätze wie Antischaummittel, Korrosionsinhibitoren, Stabilisatoren, Durchdringungsmittel und Haftmittel und als Träger Wasser oder eine organische Flüssigkeit, in der der Wirkstoff im wesentlichen unlöslich ist. Bestimmte organische Feststoffe oder anorganische Salze können in dem Träger gelöst sein, um der Sedimentation vorzubeugen oder als Frostschutzmittel für Wasser.
Wässrige Dispersion und Emulsionen, beispielsweise Mittel, die durch verdünnen eines netzbaren Pulvers oder eines Konzentrats nach der Erfindung mit Wasser erhalten werden, liegen ebenfalls im Rahmen der Erfindung. Diese Emulsionen können vom Wasser-in-Öl oder Öl-in-Wasser Typus sein und eine dicke mayonnaisenartige Konsistenz aufweisen.
Die erfmdungsgemässen Mittel können auch weitere Bestandteile enthalten, beispielsweise andere Verbindungen mit Pestiziden, herbiziden oder fungiziden Eigenschaften.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
Herstellung von 1:1 cis/trans 2-Brom-6-chlorbenzyl 2-(2,2-dichlorvinyl)-3,3-dimetliylcyclopropan-carboxylat.
a) 2-Brom-6-chlorbenzylbromid.
2-Brom-6-chlortoluol (20,55 g) und N-Bromsuccinimid (19,6 g) wurden zusammen in Tetrachlorkohlenstoff (100 ml) unter Rühren und unter Rückfluss 22 Stunden mit einer IR-Lampe bestrahlt. Die erhaltene Lösung wurde in Eis gekühlt, das Ganze filtriert und das Filtrat eingedampft. Zurück blieb das Titelprodukt, das in Petroläther (60-80) gelöst wurde. Ein Teil kristallisierte in Form rosafarbener Nadeln (8,5 g); ein anderer Teil wurde durch Abdampfen des Lösungsmittels als dunkel orangefarbener Feststoff (17,7 g) erhalten. Die Gesamtausbeute betrug 26,2 g oder 92%.
b) 1:1 cis/trans 2-Brom-6-chlorbenzyl-2-(2,2-dichIor-vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylat.
1:1 cis/trans 2-(2,2-Dichlorvinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carbonsäure (2,3 g), 2-Brom-6-chIorbenzylbromid (2,85 g)
und Kaliumcarbonat (1,6 g) wurden unter Rühren in Aceton (30 ml) 6 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, mit Wasser verdünnt und dreimal mit jeweils 50 ml Diäthyläther extrahiert. Die vereinigten Ätherauszüge wurden mit Wasser und dreimal mit wässriger Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Zurück blieb die orangefarbene Titelverbindung (4,1 g, 98%) mit Fp 61-67 C.
Analyse Berechnet für C15H14BrCl302:
C 43,6 H 3,4 Br 19,4 Cl 25,9%
Gefunden:
C 43,8 H 3,4 Br 19,1 Cl 25,4%
Beispiele 2 bis 11 In analoger Weise wie in Beispiel 1 wurden folgende Verbindungen hergestellt l,R-cis-2-Brom-6-chlor-benzyl-2-(2,2-difluor-vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylat (76%) nD19 = 1,533, [ct]D25 = -15,45 (c2CHCl3)
1 : I cis/trans-2-Brom-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-di-methylcyclopropan-carboxylat (89%) nD23 = 1,5606 •
cis-2-Brom-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-dimethylcy-clopropan-carboxylat (80%) nD23 = 1,5614
trans-2-Brom-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-dimethyl-cyclopropan-carboxylat(82%)nD23 = 1,5600
l,R-cis-2-Brom-6-chlor-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylat (90%) nD21 = 1,5682 [a]D2S = -26,8 (c2 CHCy cis-2-Brom-6-chlor-benzyl-2-(2,2-dibrom-vinyl)-3,3-di-methylcyclopropan-carboxylat (84%) Fp 101-3 °C •
cis-2-Brom-6-fluor-benzyl-2-(2-chloro-2-fluor-vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylat (65%) Fp 53-54 °C
cis-2-Brom-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dichIor-vinyl)-3,3-dime-thylcyclopropan-carboxylat (66%) Fp 68-69 °C
l,R-cis-2-Brom-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dichlor-vinyl)-3,3-dimethylcyclopropan-carboxylat (81%) nD21 = 1,551, Md25 = — 21,9 (c2 CHC13)
cis-2-Brom-6-fluor-benzyl-2-(2,2-dibrom-vinyl)-3,3-di-methylcyclopropan-carboxylat (74%) Fp 66-67 °C
Versuche zur Wirkung als Schädlingsbekämpfungsmittel. Die insektizide Wirkung der erfindungsgemässen Verbindungen und ihre Wirkung gegen Zecken wurde unter Verwendung folgender Schädlinge untersucht und geprüft.
Insekten Stubenfliege
Ägypt. Baumwollblattwurm schwarze Bohnenblattlaus Kornkäfer Milben Gewächshaus-Spinnmilbe
Zecken Rinderzecke
Nachfolgend sind die Untersuchungsmethoden für jede Schädlingsart angegeben.
a) Stubenfliege - Musca domestica (M.d.)
Eine 0,4gewichtsprozentige Lösung der Testverbindung in Aceton wurde hergestellt und in eine Mikrometer-Spritze aufgenommen. 2 bis 3 Tage alte, erwachsene weibliche Hausfliegen wurden mit C02 anästhesiert und jeweils 1 p.1 der Testlösung auf die Bauchseite des Unterleibs jeder Fliege gegeben; insgesamt wurden 20 Fliegen für den Versuch eingesetzt. Die behandelten Fliegen wurden in Gläsern gehalten, die mit saugfähigem Papier abgedeckt und zugebunden waren. Mit verdünnter Zuckerlösung getränkte Baumwollbäusche wurden als Nahrungsquelle auf die Papierabdeckung gegeben. Nach 24 Stunden wurde der Prozentsatz an toten und sterbenden Fliegen festgestellt.
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b) Ägyptischer Baumwollblattwurm - Spodoptera lit-toralis (S.l.)
Von Saubohnenpflanzen wurden paarweise Blätter entnommen und auf Filterpapier in Kunststoff-Petrischalen gegeben. Die Blätter wurden auf der Unterseite mit einem wäss-rigen Mittel besprüht, das 20 Gew.-% Aceton, 0,05 Gew.-% TRITON X-100 als Netzmittel und 0,4 Gew.-% Verbindung, welche geprüft werden sollte, enthielt. Durch Verdünnen der Ansätze erhielt man unterschiedliche Konzentrationen an Testverbindung. Nach dem Besprühen liess man die Blätter 0,5 bis 1 Stunde trocknen; dann wurde jedes Blattpaar mit jeweils 10 Larven des Ägyptischen Baumwoll-blattwurms (Spodoptera Iittoralis (S.l.) besetzt. Nach 24 Stunden wurde der Prozentsatz an toten und sterbenden Larven bestimmt.
c) Schwarze Bohnenblattlaus - Aphis fabae (A.f.)
Die Untersuchungen wurden mit erwachsenen Bohnenblattläusen analog dem unter b) beschriebenen Prüfverfahren durchgeführt.
d) Kornkäfer - Heliothis zea (H.z.)
Die Testverbindungen wurden in wässrige Lösungen eingearbeitet, die 20 Gew.-% Aceton, 0,04 Gew.-% Atlox 1045A und 0,2 Gew.-% Testverbindung enthielten. Für die Dosis-Mortalitätkurven wurden diese Lösungen, mit einer wäss-rigen Lösung enthaltend, 0,05 Gew.-% Atlox 1045A weiter verdünnt. Geschnittene Windsor-Saubohnenpflanzen wurden auf einen Drehtisch gegeben und mit 4 ml Testlösung besprüht. Unmittelbar nach dem Besprühen wurden 5 Larven des Kornkäfers auf jede Pflanze gesetzt, die ihrerseits durch ein Loch in einem Versuchsbrett in Wasser gesteckt wurde; die Umgebung wurde bei 27 °C und 40 bis 50% relativer Feuchte gehalten. Nach 44 bis 46 Stunden wurden die Mortalitätszählungen vorgenommen.
e) Gewächshaus-Spinnmilbe - Tetranychus urticae (T.u.) Aus den Blättern von grünen Bohnenpflanzen wurden Scheiben ausgeschnitten und auf Filterpapier gesetzt, das durch einen Baumwollpfropfen, der in Wasser eintauchte, feucht gehalten wurde. Jede Scheibe wurde mit 10 erwachsenen Spinnmilben besetzt; anschliessend wurden die Scheiben mit einer Lösung oder einer Suspension der Testverbindung in Aceton-Wasser (20 : 80), enthalten 0,05% TRITON X-100 als Netzmittel, besprüht. Nach 24 Stunden wurden die toten und sterbenden Milben ausgezählt.
f) Rinderzecke - Boophilus microplus (B.m.)
Es wurde 0,1 gewichtsprozentige Lösung der Testverbindung in Aceton hergestellt, das 10 Gew.-% Polyäthylenglykol enthielt. Durch Verdünnen dieser Lösung wurden unterschiedliche Konzentrationen der Testverbindungen erhalten. Jeweils 1 ml Testlösung wurde gleichmässig auf ein Filterpapier in einer Petrischale gegeben. Sobald das Filterpapier ausreichend trocken war, wurde es zur Hälfte gefaltet und entlang der Aussenseite eingebogen, um ein Päckchen oder eine Tasche zu bilden. Etwa 80 bis 100 2 bis 3 Wochen alte Rinderzeckenlarven (one-host cattle tick) wurden in die Tasche gegeben, die dann vollständig verschlossen wurde. Die Tasche wurde dann 24 Stunden in einem Brutschrank bei 27 °C und 80% relativer Feuchte gehalten. Danach wurde die Tasche geöffnet und der prozentuale Anteil an toten und sterbenden Larven festgestellt.
Die Ergebnisse sind in der beigefügten Tabelle 1 aufgeführt. Die Wirksamkeit der Verbindungen wird in Form des Toxizitätsindex (T.I.) angegeben, der sich folgendermassen errechnet
LC50 Äthylparathion (Standard) Toxizitätsindex (T.I.) = ———— ——
LC50 Testverbmdung
Die Anfangswirkung (knockdown)-Aktivität der erfmdungsgemässen Verbindungen wurde anhand der Stubenfliege mit Hilfe des Kearns-March Kammertests bestimmt.
Die Kearns-March-Kammer besteht aus einem durchsichtigen 0,61 x 0,305 m grossen Glaszylinder, in welchen die Fliegen mit Hilfe einer Gleitschiene oder Gleitwand an einem Ende eingebracht werden können. 0,2 ml einer 20% MeCl2/80% Shellsol K Lösung, die den Wirkstoff enthielt, wurde 1,5 Sekunden bei 687 mbar (10 psi) in die Kammer gesprüht und die Luftzufuhr weitere 2 Sekunden aufrechterhalten, um die gleichmässige Verteilung des Sprays zu unterstützen. Etwa 70 Fliegen wurden für jeden Versuch eingesetzt und die Zählungen bezüglich der sofort einsetzenden Anfangswirkung in Abständen von 1, 2, 3,4, 5, 7 und 10 Minuten nach dem Sprühen durchgeführt. Die Verbindungen wurden in 6 Klassen eingeteilt, je nach der für 90prozentige Anfangswirkung nach 10 Minuten benötigten Wirkstoffkonzentration. Hieraus ergibt sich folgendes Schema:
90% 10 Minuten = Konzentration 0,025%
90% 10 Minuten = Konzentration 0,05 %
90% 10 Minuten = KonzentrationO,! %
90% 10 Minuten = Konzentration 0,2 %
90% 10 Minuten — Konzentration 0,4 %
<90% 10 Minuten = Konzentration 0,4 %
keine Anfangswirkung bei 0,4 %
Die Ergebnisse dieser Versuche sind ebenfalls in der folgenden Tabelle aufgeführt
40
Tabelle I
Verbindung Toxizitätsindex Knock aus Beispiel down
45
M.d.
S.L
A.f.
H.z.
T.u.
B.m.
Klasse
1
40
140
27
46
10
422
2
2
25
134
33
+
7
1240
0
3
4.5
9
6
8.9
13
8
4
50
4
4.6
20
7
14
21
15
4
5
5.4
9
5
6.2
4
+
4
6
43
144
12
78
63
594
1
7
15
75
14
32
+
147
4
8
16
34
14
+
27
290
2
55
9
20
35
9
+
24
238
1
10
15
44
19
+
14
80
3
11
34
48
27
+
49
481
2
+ noch nicht geprüft
15
20
Klasse 0 30 Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5 35 Klasse 6
s

Claims (13)

  1. 643230
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1.2-Brombenzylester der allgemeinen Formel I
    ,1
    Br
    CO - 0 -
    X I
    CH
    (I)
    o
    <*>»
    in der R1 ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom und R2 ein Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom ist, X für ein Wasserstoffatom, eine Cyano-, Äthinyl- oder Thio-amidogruppe steht, n eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist und Y jeweils ein Wasserstoff-, Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom bedeutet.
  2. 2. Ester nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R1 und R2 jeweils für ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom stehen.
  3. 3. Ester nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass X für ein Wasserstoffatom oder eine Cyanogruppe steht.
  4. 4. Ester nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass X für ein Wasserstoffatom steht.
  5. 5. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass n die Zahl 1 bedeutet.
  6. 6. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Y für ein Wasserstoff-, Fluor-, Chloroder Bromatom steht.
  7. 7. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Y ein Fluor-, Chlor-, oder Bromatom jeweils in 6-Stellung bedeutet.
  8. 8. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass R1 und R2 unabhängig voneinander für ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom stehen, X ein Wasserstoffatom ist, n die Zahl 1 bedeutet und Y ein Fluor- oder Chloratom in 6-Stellung bedeutet.
  9. 9. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der 2(2-R\ 2-R2-Vinyl)-3,3-dimethyl-cyclopropancarboxyl-Teit cis-Konfiguration aufweist.
  10. 10. Ester nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge-kennzeichet, dass der 2(2-R', 2-R2-Vinyl)-3,3-dimethyl-cyclopropancarboxyl-Teil 1 R-cis-Konfiguration aufweist.
  11. 11. Verfahren zur Herstellung eines 2-Brombenzylesters der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II
    COZ
    (II)
    (III)
    10
    umsetzt, in der R1, R2, X, Y und n die im Anspruch 1 gegebene Bedeutung haben, einer der Substituenten Q und Z für ein Halogenatom und der andere Substituent für eine OH-Gruppe steht.
  12. 12. Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend einen Träger und/oder ein oberflächenaktives Mittel zusammen mit einem 2-Brombenzylester der Formel I als Wirkstoff.
  13. 13. Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen am Ort ihres Vorkommens, dadurch gekennzeichnet, dass man auf
    2o den Ort einen 2-Brombenzylester der Formel I aufbringt.
    25
CH915679A 1978-10-13 1979-10-11 2-brombenzylester, ihre herstellung und ihre verwendung als schaedlingsbekaempfungsmittel. CH643230A5 (de)

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