CH644586A5 - Herbizid wirksame 2-halogenacetanilide. - Google Patents

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CH644586A5
CH644586A5 CH185581A CH185581A CH644586A5 CH 644586 A5 CH644586 A5 CH 644586A5 CH 185581 A CH185581 A CH 185581A CH 185581 A CH185581 A CH 185581A CH 644586 A5 CH644586 A5 CH 644586A5
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Switzerland
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chloroacetanilide
methyl
trifluoromethyl
ethyl
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CH185581A
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John Paul Chupp
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Monsanto Co
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/18Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing the group —CO—N<, e.g. carboxylic acid amides or imides; Thio analogues thereof
    • A01N37/26Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing the group —CO—N<, e.g. carboxylic acid amides or imides; Thio analogues thereof containing the group; Thio analogues thereof

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Description

Die Erfindung betrifft 2-Halogenacetanilide und ihre Verso wendung in der Landwirtschaft, z.B. als Herbizide.
Unter den Veröffentlichungen, die zu dieser Erfindung in Bezug stehen, finden sich zahlreiche Beschreibungen von 2-Halogenacetaniliden, die unsubstituiert, oder mit einer Vielzahl von Substituenten am Anilidstickstoffatom und/ ss oder am Anilidring substituiert sein können, z.B. mit Alkyl-, Alkoxy-, Alkoxyalkyl-, Halogenalkyl-, Halogen- oder anderen Radikalen.
Den erfindungsgemässen Verbindungen, die durch ein Hydrocarbyloxymethylradikal am Anilidstickstoff, ein Tri-60 fluormethylradikal in einer ortho-Stellung, und ein Methylradikal oder, in spezifischen Fällen, ein Ethylradikal oder Wasserstoff in der anderen ortho-Stellung gekennzeichnet sind, entsprechen, soweit bekannt, am ehesten diejenigen der B E PS 810 763. Die relevantesten Beschreibungen in dieser 65 Patentschrift sind die allgemeinen Beschreibungen von
N-Alkoxyethyl- oder alkylsubstituierten Alkoxyethyl-2-chlor-acetaniliden, die am Anilidring in den ortho- und meta-Stel-lungen mit einem oder mehreren Radikalen substituiert sein
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4
können, die aus einer Vielzahl von Radikalen gewählt werden, darunter Halogen, Alkyl, Alkoxy oder Trifluor-methyl (-CF3). Die Liste von Verbindungen in Tabelle II enthält Verbindungen, die in einer ortho-Stellung mit einem -CF3-Radikal substituiert sind, und keinen Substituenten in der anderen ortho-Stellung besitzen (Verbindungen Nr. 37 bis 48); ferner Verbindungen, die in einer meta-Stellung -CF3-substituiert sind, während eine ortho-Stellung unsubstituiert, und die andere ortho-Stellung mit einem Methoxyradikal (Verbindungen Nr. 22 bis 25) oder einem Chloratom (Verbindungen Nr. 33 bis 36) substituiert ist. In der BE PS 810763 findet sich jedoch keine spezifische Beschreibung oder beispielhafte Verbindung für 2-Halogenacetanilide, die wie die erfindungsgemässen Verbindungen ein -CFi-Radikal in einer ortho-Stellung und ein Methyl- oder Ethylradikal in der anderen ortho-Stellung besitzen. Überdies sind die Verbindungen der BE PS 810 763 durch eine am Anilidstickstoffatom substituierte Alkoxyalkylgruppe gekennzeichnet, in welcher der Alkylenanteil mindestens 2 Kohlenstoffatome zwischen dem Stickstoffatom und dem Sauerstoffatom des Alkoxyanteils besitzen muss. Dagegen sind die erfindungsgemässen Verbindungen ferner teilweise durch die Substitution eines Alkoxymethylradikals am Anilidstickstoffatom gekennzeichnet. Die Bedeutung dieser Unterscheidung zwischen den Verbindungen der BE PS 810763 und den erfindungsgemässen Verbindungen wird offenkundig, wenn man die vergleichenden Daten für die herbizide Wirksamkeit betrachtet, die hier klar die Überlegenheit der erfindungsgemässen Verbindungen hinsichtlich Einheitsaktivität, Selektivität, Unkraut-Kontrollspektrum und Unschädlichkeit für die Kulturpflanzen nachweisen.
Andere weniger relevante einschlägige Veröffentlichungen als die erwähnte BE PS 810 763 sind u.a. die US PSen 3 966 811 und 4152137, die Deutsche Anmeldung 2 402 983, die Britische Anmeldung Nr. 2013 188 und die ZA-PS 74/0767. Obwohl diese Referenzen allgemeine Beschreibungen von 2-Halogenacetaniliden, die unter anderen Substituenten auch -CF3 Substitution am Anilidring haben können, enthalten, finden sich die einzigen Beschreibungen von solchen Verbindungsarten in der US PS 3 966 811 und der ZA-PS 74/0767. Keine dieser beiden Patentschriften enthält jedoch, weder allgemein noch im besonderen, ortho-CF3-sub-stituierte Verbindungen, die ferner in der anderen ortho-Stel-lung mit einem Methyl- oder Ethylradikal substituiert wären; die einzigen in diesen Patentschriften beschriebenen -CF3-substituierten Verbindungen sind meta-CF3-substituierte Verbindungen. Ferner wird in beiden Patentschriften, wie in der oben erwähntenBE PS 810 763, verlangt, dass mindestens 2 Kohlenstoffatome zwischen dem Anilidstickstoff und dem Sauerstoff des Alkoxyanteils vorhanden sind, eine Bedingung, die in allen obigen Referenzen vorgeschrieben ist, mit Ausnahme der US PS 4152 137, in der überhaupt keine -CF3-substituierten Verbindungen beschrieben werden.
Von den oben aufgeführten relevanten Veröffentlichungen enthalten nur die BE PS 810763 und die ZA-PS 74/0767 Daten für die herbizide Wirksamkeit von N-Alkoxylalkyl-2-halogenacetaniliden mit -CF3-Substitution am Anilidring. Diese Angaben sind jedoch vage, ungenau und unvollständig. So enthältz.B. die BE PS 810 763 begrenzte Herbiziddaten für nur eine -CF3-substituierte Verbindung,
nämlich Verbindung Nr. 37 (welche die gleiche Verbindung wie in Beispiel 2 ist), d.h. 2-Trifluormethyl-N-(2'-methoxy-ethyl)-2-chloracetanilid. In Tabelle III der BE PS 810 763 wird gezeigt, dass die Verbindung Nr. 37 bestimmte unidenti-fizierte Spezies von «Cuperus», Setaria, Digitariaund Echi-nochloa abtötet oder ernsthaft schädigt, bei geringer Schädigung der Unkräuter Avena fatua und einer nicht-identifi-zierten Lolium spezies in bestimmten Kulturen. Da eine genaue Identifizierung von 5 der 6 getesteten Unkräuter fehlt, ist eine sinnvolle Bewertung der herbiziden Wirksamkeit der Verbindung 37 nicht möglich.
Auch die ZA-PS 74/0767 enthält nur begrenzte Herbiziddaten für nur eine -CF3-substitutierte Verbindung, und zwar Verbindung Nr. 78, d.h. 2,6-Dimethyl-3-trifluormethyl-N-(2'-methoxyethyl)-N-2-chloracetanilid. Die einzigen Herbiziddaten für diese Verbindung finden sich in Beispiel 5, wo es heisst, dass sie eine sehr starke Wachstumshemmung bei 4 Spezies von Ungräsern zeigt. Es werden jedoch keine Laboroder Feldtestdaten über die Wirkung der Verbindung Nr. 78 in einer Kultur veröffentlicht, auch nicht darüber, ob diese Verbindung eine selektive Kontrolle eines Unkrauts in einer Kultur zeigt, wodurch eine sinnvolle Bewertung dieser Verbindung unmöglich wird. Die oben aufgeführten relevanten Referenzen beschreiben zwar die herbizide Wirksamkeit gegenüber einer Vielzahl von Unkräutern, sie geben aber keine Daten für -CF3-substituierte N-Alkoxyalkylverbin-dungen, die zusätzlich und/oder gleichzeitig in einer oder mehreren Kulturen schwer abzutötende mehrjährige Unkräuter kontrollieren oder zurückdrängen, wie z.B. Quecke, gelbe oder purpurne Riedgräser (Cypraceae), sowie ein breites Spektrum einjähriger Unkräuter, darunter so schwer abzutötende einjährige Ungräser wie Sorghum hale-pense-Sämlinge, Sorghum bicolor, Brachiaria plantaginea, Panicum species (texanum und miliaceum), Oryza sativa und Rottboellia exaltata, während sie auch andere schädliche mehr- und einjährige Unkräuter kontrollieren oder zurückdrängen, so z.B. Herbstpanicum, Polygonom sp., Chenopo-dium album, Amaranthus, Fuchsschwänze (z.B. Setaria faberi und lutescens), Digitaria sanguinalis, Echinochloa crus-galli, Ipomoea sp., Abutilon theophrasti, Xanthium pensylvanicum, Portulac, Sesbania exaltata, Sida spinosa usw.
Eine äusserst nützliche und erwünschte Eigenschaft von Herbiziden ist die Fähigkeit, Unkräuter über einen längeren Zeitraum unter Kontrolle zu halten, je länger während jeder Anbauperiode, um so besser. Mit vielen bekannten Herbiziden wird ausreichende Unkrautkontrolle nur für 2 bis 3 Wochen erreicht, in einigen sehr guten Fällen vielleicht bis zu 4 bis 6 Wochen, bevor die Chemikalie ihre phytotoxische Wirksamkeit verliert. Ein Nachteil der meisten bekannten Herbizide ist also ihre relativ kurze Lebensdauer im Boden.
Ein weiterer Nachteil einiger bekannter Herbizide, in gewissem Masse zusammenhängend mit der Lebensdauer im Boden unter normalen Wetterbedingungen, ist mangelnde Fortdauer der Unkrautkontrolle bei schweren Regenfällen, die viele Herbizide inaktivieren.
Ein weiterer Nachteil vieler bekannter Herbizide ist die Begrenzung ihrer Anwendbarkeit auf bestimmte Bodenarten, d.h., während einige Herbizide in Böden mit geringem organischem Anteil wirksam sind, sind sie in anderen Böden mit hohem organischem Anteil unwirksam, oder umgekehrt. Es ist daher von Vorteil, wenn ein Herbizid in allen Bodenarten von leicht organischen Böden bis zu schweren Tonen und Torferden brauchbar ist.
Noch ein Nachteil vieler bekannter Herbizide ist die Beschränkung auf eine besonders wirksame Anwendungsweise, d.h. Aufbringen auf die Oberfläche vor dem Auflaufen oder Einarbeiten in den Boden, Anwendung vor und/oder nach dem Pflanzen. Die Möglichkeit, ein Herbizid auf jede Weise ausbringen zu können, und zwar durch Aufbringen auf die Oberfläche oder Einarbeiten in den Boden, ist sehr erwünscht.
Schliesslich besteht ein Nachteil einiger Herbizide in der Notwendigkeit, dass man aufgrund ihrer Toxizität besondere Vorkehrungen für ihre Handhabung treffen muss. Ein Herbizid soll also auch sicher zu handhaben sein.
s
10
15
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25
30
35
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45
50
55
fiO
65
5
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Die Erfindung betrifft daher eine Gruppe herbizider Verbindungen, die die oben erwähnten Nachteile bekannter Herbizide vermeiden und eine Vielzahl von Vorteilen bieten, die bisher in einer einzigen Herbizidgruppe nicht vereinigt waren.
Die Erfindung stellt Herbizide zur Verfügung, die schwer abzutötende mehrjährige und einjährige Unkräuter, wie sie oben beschrieben sind, kontrollieren und/oder zurückdrängen, während sie für eine Vielzahl von Kulturpflanzen unschädlich bleiben, insbesondere für Mais und Sojabohnen, jedoch auch andere, darunter Baumwolle, Erdnüsse, Raps, Buschbohnen, Weizen und/oder Sorghum.
Die Erfindung stellt sich ferner zur Aufgabe, die herbizide Wirksamkeit im Boden für Zeiträume bis zu 12 Wochen zu erhalten.
Die Erfindung betrifft auch Herbizide, die gegen Auslaugen oder Verdünnung bei hoher Feuchtigkeit, z.B. bei starken Regenfällen, beständig sind.
Ferner betrifft die Erfindung Herbizide, die in einem weiten Bereich von Böden wirksam sind, so von leichten bis mittleren organischen Böden bis zu schweren Tonen oder Torferden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Herbizide ist eine flexible Anwendungsmöglichkeit z.B. durch Aufbringen auf die Oberfläche vor dem Auflaufen oder durch Einarbeit in den Boden. Schliesslich haben die erfindungsgemässen Herbizide den Vorteil, dass sie ungefährlich sind und keine besonderen Handhabungsvorkehrungen notwendig machen. Aus den folgenden detaillierten Beschreibungen werden diese und andere Aufgaben der Erfindung noch besser ersichtlich.
Die Erfindung betrifft herbizid wirksame Verbindungen, herbizide Zubereitungen, die diese Verbindungen als Wirkstoffe enthalten, sowie Verfahren zur Verwendung dieser her-biziden Zubereitungen in bestimmten Kulturen.
Es wurde nunmehr gefunden, dass eine selektive Gruppe von 2-Halogenacetaniliden, die durch spezifische Kombinationen von spezifischen Hydrocarbyloxymethylradikalen am Anilidstickstoffatom, ein Trifluormethylradikal (-CF3) in einer ortho-Stellung, und ein Methyl- oder Ethylradikal oder Wasserstoffatom in der anderen ortho-Stellung gekennzeichnet sind, unerwartet überlegene und hervorragende herbizide Eigenschaften im Vergleich zu bekannten Herbiziden, einschliesslich nahe verwandten und bekannten homologen Verbindungen besitzen.
Eine wesentliche Eigenschaft der erfindungsgemässen Herbizidzubereitungen ist ihre Fähigkeit, ein breites Spektrum von Unkräutern unter Kontrolle zu halten. Dazu gehören Unkräuter, die durch übliche Herbizide kontrolliert werden können, sowie zusätzlich eine Vielzahl von Unkräutern, die einzeln oder kollektiv bisher der Kontrolle durch eine einzige Klasse bekannter Herbizide entgingen. Gleichzeitig sind sie unschädlich für Kulturen einer oder mehrerer Kulturpflanzen, wozu insbesondere Mais und Sojabohnen, jedoch auch andere wie Baumwolle, Erdnüsse, Raps, Sorghum, Weizen und Buschbohnen gehören. Während die bekannten Herbizide zur Kontrolle einer Reihe von Unkräutern und gelegentlich auch bestimmter resistenter Unkräuter brauchbar sind, erwiesen sich die einzigartigen erfindungsgemässen Herbizide als fähig, eine Vielzahl von resistenten mehrjährigen und einjährigen Unkräutern zu kontrollieren oder weitgehend zurückzudrängen, so die mehrjährigen Unkräuter Quecke, gelbe und purpurne Riedgräser (Cypera-ceae), einjährige breitblättrige Unkräuter wie Sida spinosa, Sesbania exaltata, Polygonum sp., Chenopodium album, Amaranthus, sowie einjährige Gräser wie Sorghum hale-pense-Sämlinge, Sorghum bicolor, Brachiaria plantaginea, Panicum texanum, Panicum miliaceum, Oryza sativa, Rott-boellia exaltata, ferner andere schädliche Unkräuter wie
Herbstpanicum, Fuchsschwänze, Echinochloa crus-galli, Digitaria sanguinalis, usw. Eine verbesserte Unkrautbestandsverringerung wurde auch bei resistenten Unkräutern wie Ambrosiaceae, Abutilon theophrasti, Ipomoea sp., Xan-thium pensylvanicum, Portulac, usw. erzielt.
Die erfindungsgemässen Verbindungen sind durch die Formel
0
II
C1CH0C CHo0R 2 \ y 2
gekennzeichnet, worin R Ci-s-Alkyl oder Alkoxyalkyl oder Alkenyl oder Alkynyl mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen, und Ri Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten; mit der Massgabe, dass wenn Ri Wasserstoff bedeutet, R Isopropyl darstellt, und wenn Ri Ethyl bedeutet, R Ethyl, n-Propyl oder Isopropyl darstellt.
Bevorzugte erfindungsgemässe Verbindungen sind solche, bei denen Ri in der obigen Formel Methyl odr Ethyl bedeutet und R ein C2-4 Alkylradikal darstellt. Einzelne bevorzugte erfindungsgemässe Verbindungen sind die folgenden:
N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluromethyl-6'-ethyl-2-chloracet-anilid,
N-(n-Propoxymethyl)-2'-trifluormethyI-6'-methyl-2-chlor-acetanilid,
N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chlor-acetanilid,
N-(IsobutoxymethyI)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracet-anilid,
N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-ethyl-2-chloracet-anilid,
N-(n-Propoxymethyl)-2 '-trifluormethyl-6 ' -methyl-2-chlor-acetanilid,
N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-ethyl-2-chloracet-anilid.
Weitere erfindungsgemässe Verbindungen werden unten beschrieben.
Die Brauchbarkeit der erfindungsgemässen Verbindungen als Wirkstoffe in den damit hergestellten Herbizidzubereitungen, sowie das Anwendungsverfahren werden unten beschrieben.
Die erfindungsgemässen Verbindungen können, wie in Beispiel 1 beschrieben, durch N-Alkylierung des Anions des geeigneten sekundären 2-Halogenacetanilids mit einem Alkylierungsmittel unter basischen Bedingungen hergestellt werden. Eine Modifikation des N-Alkylierungsverfahrens sieht die in situ Herstellung von Halogenmethylalkylethern vor, die als Ausgangsstoffe in dem genannten N-Alkylie-rungsverfahren verwendet werden; sie ist in Beispiel 2 für die Herstellung einer weiteren Art erfindungsgemässer Verbindungen beschrieben.
Beispiel 1
In diesem Beispiel wird die Herstellung von N-(Ethoxy-methyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid beschrieben.
4,02 g (0,016 mol) 2'-Trifluormethyl-6'-methyI-2-chloracet-
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
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6
anilid, 3,02 g (0,032 mol) Chlormethylethylether und 2,0 g Benzyltriethylammoniumbromid (Phasentransferkataly-sator) wurden in 75 ml Methylenchlorid in einem 500 ml Kolben mit rundem Boden gemischt, der mit mechanischem Rührwerk und Thermometer ausgestattet war. 15 ml 50%iges Natriumhydroxid wurden unter kräftigem Rühren auf einmal zugegeben, was zu einer exothermen Wärmeentwicklung bis zu 26°C führte. Nach etwa 5 min ergab Gaschromatographie, dass die Reaktion vollständig war. Nach 15 min wurden Eis und Wasser zugegeben, die Schichten getrennt, und die organische Schicht mit 2,5%igem Natriumchlorid ausgewaschen, getrocknet, abfiltriert und gestrippt. Der dunkle Rückstand wurde kugelrohrdestilliert, und 3,4 g einer gelben Ölfraktion, Kp. 110-115°C bei 0,1 mm Hg, wurden gesammelt. Diese Fraktion wurde in Cyclohexan aufgenommen und mit HPL-Chromatographie gereinigt, wobei 20%iges Ethylacetat in Cyclohexan verwendet wurde. Weitere Kugelrohrdestillation der Peakfraktion ergab 3,2 g (65% Ausbeute) farbloses Öl, Kp. 100-110°C bei 0,1 mm Hg; beim Stehen kristallisierte ein weisser Feststoff, Fp. 41-43°C, aus.
Elementaranalyse für Ci3Hi5ClF3NC>2(%):
Ber.: C: 50,41; H: 4,88; N: 4,52;
Gef.: C: 50,02; H: 4,81; N: 4,38.
wasserbad gekühlt und 5,9 g (0,048 mol) Acetylbromid wurden zugegeben. Nach 45 min Rühren wurden 4,0 g (0,016 mol) 2'-Trìfluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid und 2,0 g Benzyltriethylammoniumchlorid zugegeben. Anschliessend s wurden 50 ml 50%iges NaOH auf einmal zugegeben. Gaschromatographie ergab, dass die Reaktion nach etwa 5 min vollständig war. Zu dem Gemisch wurden Eis und Wasser gegeben, um eine Phasentrennung zu bewirken, die organische Phase wurde dann abgetrennt, getrocknet, abfil-lo triert und gestrippt. Der Rückstand wurde im Vakuum destilliert und ergab 4,2 g (77% Ausbeute) klares farbloses Öl, Kp. 150-160°C bei 0,05 mm Hg.
Elementaranalyse für Ci4HnClF3NC>3(%):
15
Ber.: C: 49,49; Gef.: C: 49,33;
H: 5,04; H: 5,04;
N: 4,12; N: 4,08.
Beispiel 2
In diesem Beispiel wird die Verwendung eines verbesserten Alternativverfahrens beschrieben, mit dem die erfindungsgemässen Verbindungen hergestellt werden können. Eine Eigenart dieses Verfahrens ist die in situ Herstellung des Alkylierungsmittels, womit der Vorgang effektiver, wirtschaftlicher und einfacher wird.
Eine Aufschlämmung aus 7,3 g (0,096 mol) Ethylenglycol-monomethylether und 1,44 g (0,048 mol) Paraformaldehyd in 100 ml Methylenchloridlösungsmittel wurde in einem EisDas Produkt wurde als N-(2-Methoxyethoxymethyl)-2'-tri-20 fluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid identifiziert.
Lässt man das N-Alkylierungsverfahren zu hohe oder zu niedrige Temperaturen entwickeln, dann können verschiedene Verunreinigungen entstehen, z.B. sek.-Anilid, das entsprechende Imidat, a-Alkoxyamid oder Diketopiperazine. 25 Solche Verunreinigungen kann man durch Auswaschen der organischen Schicht mit einer verdünnten wässrigen Salzsäurelösung entfernen, z.B. 2-3% NaCl oder 5% HCl.
Beispiel 3 bis 15 30 Es wurden praktisch die gleichen, unter Beispiel 1 oder 2 beschriebenen Verfahren, Reaktionsmittelmenge und allgemeinen Bedingungen verwendet, jedoch wurden die jeweils geeigneten sekundären Ausgangsanilide und Alkylierungs-mittel verwendet, um das Endprodukt, nämlich weitere erfin-35 dungsgemässe Verbindungen der obigen Formel herzustellen; diese Verbindungen sind in Tabelle I zusammengestellt.
Tabelle I
Beisp. Nr.
Verbindung
Empirische Formel
Kp °C (mm Hg)
Elementaranalyse Element Berechnet
Gefunden
3
N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C13H15F3CINO2
100-101
c
50,41
50,52
2-chloracetanilid
(0,05)
H
4,88
4,89
N
4,52
4,46
4
N-(n-Propoxymethyl)-2' -trifluormethyl-6' -
C14H17CIF3NO2
110-120
C
51,94
51,80
methyl-2-chloracetanilid
(0,1)
H
5,29
5,17
N
4,33
4,28
5
N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C14H17CIF3NO2
110-120
C
51,94
51,69
6' -methyl-2-chloracetanilid
(0,1)
H
5,29
5,23
N
4,33
4,22
6
N-(Isobutoxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C15H19CIF3NO2
130-140
C
53,34
53,07
6' -methyl-2-chloracetanilid
(0,1)
H
5,67
5,61
N
4,15
4,01
7
N-(Methoxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C12H13CIF3NO2
Öl
C
48,47
49,94
6' -methyl-2-chloracetanilid
H
4,43
4,44
N
4,74
4,70
8
N-(n-Butoxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C15H19CIF3NO2
135-138
C
53,34
53,32
6' -methyl-2-chloracetanilid
(0,05)
H
5,67
5,68
N
4,15
4,14
9
N-(sek.-Butoxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C15H19CIF3NO2
135-142
C
53,34
53,23
6' -methyl-2-chloracetanilid
(0,05)
H
5,67
5,67
N
4,15
4,13
10
N-(Allyloxymethyl)-2' -trifluormethyl-
C14H15CIF3NO2
123-125
C
52,27
52,11
6 ' -methyl-2-chloracetanilid
(0,1)
H
4,70
4,74
N
4,35
4,34
7
Tabelle I (Fortsetzung)
644586
Beisp. Nr. Verbindung Empirische Formel Kp. °C Elementaranalyse
(mm Hg)
Element
Berechnet
Gefunden
11
N-(Propargyl oxymethyl)-2 ' -trifluormethyl-
C14H13CIF3NO2
Öl c
52,59
52,44
6' -methyl-2-chloracetanilid
H
4,10
4,14
N
4,38
4,34
12
N-(Isoamyloxymethyl)-2'-trifluormethyl-
C16H21CIF3NO2
150
c
54,63
54,66
6' -methyl-2-chloracetanilid
(0,05)
H
6,02
6,03
N
3,98
4,00
13
N-(Ethoxy methyl)-2 ' -trifluormethyl-
C14H17CIF3NO2
133-135
C
51,94
51,32
6' -ethyl-2-chloracetanilid
(0,02)
H
5,29
5,26
N
4,33
4,39
14
N-(n-Propoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-et-
C15H19CIF3NO2
Farbloses Öl
C
53,34
53,74
hyl-2-chloracetanilid
H
5,67
5,77
N
4,15
4,16
15
N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-
Cl5Hl9ClF3N02
10-105
C
53,34
53,43
ethyl-2-chloracetanilid
(0,01)
H
5,67
5,74
N
4,15
4,18
Die zur Herstellung der erfindungsgemässen Verbindungen als Ausgangsmaterial verwendeten sekundären Ani- 25 lide werden am besten mit konventioneller Chloracetylierung des geeigneten primären Amins hergestellt, wie dies in Beispiel 16 beschrieben wird.
Beispiel 14 30
Es wird hier die Herstellung des sekundären Anilids beschrieben, das als Ausgangsmaterial für die Herstellung einer erfindungsgemässen Verbindung, d.h. der Verbindung von Beispiel 13 verwendet wird.
6,0 g (0,03174 mol) 2-Trifluormethyl-6-ethylanilin wurden 35 in 75 ml Toluol gelöst, und 3,77 g (0,033 mol) Chloracetyl-chlorid wurden vorsichtig zugegeben. Die erhaltene Auf-schlämmung wurde zur Rücklauftemperatur erhitzt und 4 h dort gehalten. Anschliessend wurde das Gemisch mit einer gleichen Menge Hexan verdünnt, dann liess man das Gemisch stehen. Das Produkt kristallisierte aus und der erhaltene Feststoff wurde abfiltriert und an der Luft getrocknet; er ergab 5,8 g (69% Ausbeute); das Filtrat wurde gestrippt und ergab weitere 2,7 g weissen Feststoff, Fp. 121-124°C (verschlossenes Rohr).
Elementaranalyse für C11H11CIF3NO (%):
Ber.: C: 49,73; Gef.: C: 49,36;
H: 4,17; H: 4,09;
N: 5,27; N: 5,38.
40
Das Produkt wurde als 2'-Trifluormethyl-6'-ethyl-2-chlor-acetanilid identifiziert.
Primäre Amine der Art, wie sie zur Herstellung sekundärer Anilide durch Halogenacetylierung verwendet werden, wie 55 dies oben beschrieben ist, sind in der Literatur bekannt; vergleiche z.B. die oben erwähnte US PS 3 966 811 und die Britische Anmeldung Nr. 2013 188.
Die erfindungsgemässen Verbindungen erwiesen sich als wirksame Herbizide, insbesondere als Vorauflauf-Herbizide, 60 obwohl auch Nachauflauf-Aktivität nachgewiesen werden konnte. Die Vorauflauftests, auf die hier Bezug genommen wird, schliessen sowohl Treibhaus- wie auch Feldtests ein. Bei den Treibhaustests wird das Herbizid entweder nach dem Pflanzen der Samen oder Ableger auf die Oberfläche aufge- 65 bracht, oder in eine bestimmte Menge Boden eingearbeitet, die als Deckschicht über die Testsamen in eingesäten Testcontainern gebreitet wird. Bei den Feldtests kann das Herbizid entweder vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet werden («P.P.I.»), d.h., das Herbizid wird auf die Oberfläche der Erde aufgebracht, dann untergemischt, anschliessend werden die Kultursamen ausgesät, oder das Herbizid wird auf die Oberfläche aufgebracht («S.A.»), nachdem die Kulturpflanzsamen ausgepflanzt sind.
Das im Treibhaus verwendete Oberflächentestverfahren («S.A.») wird folgendermassen ausgeführt:
Container, z.B. Aluminiumpfannen mit etwa 24 x 13 x 7 cm, oder Plastiktöpfe mit etwa 9,5 x 9,5 x 8 cm, mit Abflusslöchern im Boden, werden bis zum Rand mit Ray Schiufflehmerde gefüllt, die dann bis zu einer Höhe von 1,3 cm unterhalb des Topfrandes festgeklopft wird. Die Töpfe werden dann mit einer zu testenden Pflanzenart eingesät und mit einer 1,3 cm hohen Schicht der Testerde bedeckt. Das Herbizid wird dann z.B. mit einem Gürtel-sprüher auf die Erdoberfläche aufgebracht ( 187 1 /ha, 2,11 kp/cm2); jeder Topf erhält dann von oben 0,64 cm Wasser. Dann werden die Töpfe auf Treibhaustische gestellt und nach Bedarf von unten bewässert. Bei einem anderen möglichen Verfahren kann die Bewâssèrung von oben auch entfallen. Die Begutachtung der herbiziden Wirkungen erfolgt etwa 3 Wochen nach der Behandlung.
Die Herbizidbehandlung durch Einarbeiten in den Boden («S.I.») geschieht bei Gewächshaustests folgendermassen:
Guter Mutterboden wird in Aluminiumpfannen gegeben und bis zu 1 bis 1,3 cm unterhalb des Randes festgeklopft. Auf die Erde wird eine Anzahl Samen oder Ableger verschiedener Pflanzenarten gegeben. Die zum vollständigen Auffüllen der Pfannen nach dem Einsäen oder Bepflanzen notwendige Erde wird in eine Pfanne gewogen. Die Erde und eine bekannte Menge Wirkstoff in Form einer Lösung oder einer Suspension von benetzbarem Pulver werden gründlich gemischt und zum Abdecken der vorbereiteten Pfannen verwendet. Nach der Behandlung erhalten die Pfannen eine anfängliche Bewässerung von oben, die 0,64 cm Regen entspricht, dann werden sie nach Bedarf von unten bewässert, so dass angemessene Feuchtigkeit für Keimen und Wachstum vorhanden ist. Die Bewässerung von oben kann auch entfallen. Beobachtung erfolgt etwa 2 bis 3 Wochen nach Aussaat und Behandlung.
644 586
8
In den Tabellen II und III sind die Ergebnisse der Tests zusammengestellt, die durchgeführt wurden, um die herbizide Vorauflauf-Aktivität der erfindungsgemässen Verbindungen zu bestimmen; bei diesen Tests wurden die Herbizide in den Boden eingearbeitet und nur von unten bewässert. Die Bewertung der herbiziden Aktivitäten erhielt man mittels einer festen Skala, die auf der prozentualen Beschädigung jeder Pflanzenart beruhte. Die Bewertungen sind wie folgt definiert:
h Kontrolle
Bewertung
0-24 25-49 50-74 75-100 unbestimmt
Die in einer Testreihe verwendeten Pflanzenspezies, für welche die Daten in Tabelle II zusammengefasst sind, sind gemäss der folgenden Legende mit Buchstaben gekennzeichnet:
A Canada Thistle B Cocklebur
Ackerkratzdistel Cirsium arvense Xanthium
C Velvetleaf io D Morningglory
E Lambsquarters
F Smartweed G Yellow Nutsedge H Quackgrass
151 Johnsongrass
J Downy Brome K Barnyardgrass
Winde Melde
Quecke flaumige Trespe pensylvanicum Abutilon theophrasti Ipomoea sp. Chenopodium album Polygonum sp. Cyperus esculentus Agropyrum repens Sorghum halepense Bromus tectorum Echinochloa crus-galli
Vorauflauf-Test
Tabelle II
Verb, von kg/ha Beisp. Nr.
Pflanzenspezies
1
11,2
5
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
5
2
2
3
3
3
3
3
3
3
3
2
11,2
2
1
1
3
2
2
3
3
3
3
3
5,6
3
2
1
3
2
3
0
2
2
3
3
3
11,2
3
1
2
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
2
0
2
3
3
2
3
3
1
3
3
4
11,2
5
3
2
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
5
2
1
2
3
3
3
3
3
3
3
5
11,2
5
3
2
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
5
0
0
3
3
3
3
3
1
3
3
6
11,2
5
2
1
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
5
2
0
1
3
3
3
3
3
3
3
7
11,2
3
1
2
2
3
0
2
3
1
3
3
5,6
1
0
1
1
3
0
1
3
1
3
3
8
11,2
3
2
0
2
3
3
3
3
3
3
3
5,6
3
1
0
3
3
3
3
3
2
3
3
9
11,2
3
2
2
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
3
2
1
2
3
3
3
3
1
3
3
10
11,2
3
2
1
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
3
1
1
2
3
3
3
3
0
3
3
11
11,2
3
1
1
3
3
3
3
3
0
3
3
5,6
3
1
1
2
3
3
1
3
1
3
3
12
11,2
3
2
0
2
3
3
3
3
0
3
3
5,6
3
1
0
2
1
2
3
3
3
3
3
13
11,2
3
2
2
3
3
3
3
3
3
3
3
5,6
3
2
2
3
3
3
3
3
2
3
3
Die Verbindungen wurden ferner mit dem obigen Verfahren an den folgenden Pflanzenspezies getestet:
L
Soybean
Sojabohnen
M
Sugarbeet
Zuckerrüben
N
Wheat
Weizen
O
Rice
Reis
P
Sorghum
Sorghum
B
Cocklebur
Q
Wild Buckwheat
Winden-
Knöterich
Xanthium pensylvanicum Polygonum convulvulus
D
Morningglory
Ipomoea sp.
R
Hemp sesbania
Sesbania exaltata
E
Lambsquarters
Melde Chenopodium album
60 F
Smartweed
Polygonum sp.
C
Velvetleaf
Abutilon theophrasti
J
Downy brome flaumige Trespe Bromus tectorum
S
Panicum species
Panicum spp.
K
Barnyardgrass
Echinochloa
65
T Crabgrass crus-galli
Digitaria sanguinalis
Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt.
9 644 586
Tabelle III
Vorauflauf-Test
Verb, von kg/ha Pflanzenspezies Beisp. Nr.
L M f
1
5,6
1
2
3
3
3
0
3
3
3
3
3
2
3
3
3
3
1,12
0
1
1
2
3
0
1
2
2
3
2
0
3
3
3
3
0,28
0
1
0
2
1
0
1
0
3
3
3
0
2
3
3
3
0,056
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
1
0
0
2
2
3
0,0112
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
0
0
1
2
2
2
5,6
1
3
2
3
3
1
2
3
3
3
3
0
3
3
3
5
1,12
0
3
2
3
2
0
1
3
1
2
2
0
3
3
3
5
0,28
0
2
0
1
1
0
0
1
1
1
0
0
3
3
3
5
0,056
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
3
5
0,0112
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
5
3
5,6
0
3
3
3
3
1
3
3
3
3
3
1
3
3
3
3
1,12
0
1
1
3
3
1
0
3
1
3
0
0
3
3
3
3
0,28
0
0
0
2
2
0
0
0
0
3
0
0
1
3
3
3
0,056
0
0
0
1
0
0
0
0
0
2
3
0
0
3
3
3
0,0112
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
0
0
0
3
3
3
0,0056
0
0
0
0
0
0
0
0
0
3
0
0
0
1
0
1
4
5,6
2
3
3
3
3
2
3
3
3
3
3
1
3
3
3
3
1,12
1
3
2
3
3
1
3
2
3
3
3
1
3
3
3
3
0,28
0
1
2
2
1
0
1
0
1
3
3
0
2
3
3
3
0,056
0
1
1
1
2
2
1
0
2
1
1
0
0
2
2
3
0,0112
0
1
0
0
0
0
0
0
0
1
0
0
0
3
3
3
5
5,6
1
2
3
3
3
1
3
3
3
3
3
1
3
3
3
3
1,12
0
2
2
3
3
0
2
0
2
3
3
0
3
3
3
3
0,28
0
2
1
3
3
2
2
3
2
3
3
0
3
3
3
3
0,056
0
1
0
1
2
1
2
0
1
3
1
0
2
3
3
3
0,0112
0
1
0
0
0
1
1
0
0
3
1
0
1
2
3
3
6
5,6
1
3
3
3
3
2
3
3
3
3
3
1
3
3
3
3
1,12
0
1
0
3
3
1
3
3
1
3
3
0
3
3
3
3
0,28
0
2
0
2
2
2
2
1
3
3
3
0
3
3
3
3
0,056
0
2
0
1
2
1
2
2
2
3
1
0
2
3
3
3
0,0112
0
2
0
1
0
2
2
2
2
3
1
0
1
1
3
3
7
5,6
0
3
2
2
3
0
2
2
2
3
0
0
3
3
3
3
1,12
0
1
0
0
1
0
1
0
0
2
0
0
0
2
3
3
0,28
0
0
0
0
0
0
1
2
0
0
0
0
0
2
2
3
0,056
0
1
0
I
0
0
0
0
0
3
2
0
0
0
2
3
8
5,6
2
3
3
3
3
2
3
3
3
3
3
1
3
3
3
3
1,12
1
2
3
3
3
0
2
0
1
3
3
0
3
3
3
3
0,28
0
1
2
1
2
0
2
0
2
1
1
0
2
3
3
3
0,056
0
0
1
1
1
0
0
0
0
1
1
0
1
3
3
3
0,0112
1
0
0
0
0
1
0
0
1
0
0
0
1
0
2
3
9
5,6
2
2
3
3
3
2
3
3
3
2
3
0
3
3
3
3
1,12
1
2
3
3
1
1
3
1
2
2
2
0
3
3
3
3
0,28
1
2
2
3
2
0
1
1
2
1
1
0
3
3
3
3
0,056
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2
1
0
2
3
3
3
0,0012
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
3
3
10
5,6
3
3
3
3
3
2
3
3
3
3
3
0
3
3
3
3
1,12
1
2
3
3
3
0
3
3
2
2
3
0
3
3
3
3
0,28
0
2
2
2
2
0
1
0
2
3
2
0
3
3
3
3
0,056
0
1
0
1
0
0
0
0
1
0
0
0
0
3
3
3
0,0112
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
2
3
11
5,6
0
3
3
3
3
1
3
3
3
3
3
1
3
3
3
5
1,12
0
3
1
3
1
1
1
2
1
2
2
0
3
3
3
5
0,28
0
2
1
2
1
0
0
0
1
1
1
0
3
3
3
5
0,056
0
1
0
0
0
0
0
0
5
0
0
0
1
2
3
5
0,0112
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
3
5
12
5,6
1
2
2
3
3
1
2
2
0
2
1
0
3
3
3
3
1,12
1
2
1
2
3
0
2
2
1
2
2
0
3
3
3
3
0,28
0
1
0
1
0
0
1
0
0
1
0
0
1
2
-3
2
0,056
0
5
0
0
0
0
5
0
0
0
0
0
0
0
2
0
644 586
Vorauflauf-Test
10
Tabelle III (Fortsetzung)
Verb. Beisp. Nr.kg/ha Pflanzenspezies ,
LMNOPBQDREFCJ S KT
13
5,6
2
3
1,12
1
2
0,28
2
2
0,056
0
1
0,0112
0
0
3 2 0 0 0
3 •3 3 2 0
15
20
25
Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemässen Herbizide unerwartet überlegene Eigenschaften als Vorauflauf-Herbizide besitzen, insbesondere bei der selektiven Kontrolle von schwer abzutötenden mehrjährigen und einjährigen Unkräutern, darunter mehrjährige Unkräuter wie Quecke,
gelbe und purpurne Riedgräser (Cyperaceae), einjährige breitblättrige Unkräuter wie Sida spinosa, Sesbania exaltata, Polygonum sp., Chenopodium album, Amaranthus sowie einjährige Gräser wie Sorghum bicolor, Brachiaria planta-ginea, Sorghum halepense, Panicum texanum, Panicum miliaceum, Oryza sativa, Rottboellia exaltata, Fuchsschwänze (z.B. Setaria veridis, lutescens und faberi), Echi-nochloa crus-galli und Digitaria sanguinalis. Auch bei anderen resistenten Spezies wurde eine Verringerung des Unkrautbestandes erzielt, so z.B. bei Ambrosiaceae, Abutilon theophrasti, Ipomoea sp., Xanthium pensylvanicum, Por-tulac usw.
Selektive Kontrolle und erhöhte Zurückdrängung der oben erwähnten Unkräuter mit Hilfe der erfindungsgemässen Herbizide wurde in einer Vielzahl von Nutzpflanzenkulturen gefunden, darunter sind von besonderem Interesse Mais und Sojabohnen, aber auch andere wie Baumwolle, Erdnüsse,
Raps, Buschbohnen, Weizen und Sorghum; diese letzten beiden Kulturpflanzen sind gewöhnlich weniger tolerant gegenüber den erfindungsgemässen Herbiziden als andere der genannten Kulturpflanzen; diese verringerte Toleranz kann durch die Verwendung von Schutzmitteln, z.B. Herbizidgegenmitteln, verbessert werden.
In der folgenden Diskussion der Daten wird auf Herbizidaufwandmengen Bezug genommen, die mit «GRis» und «GR85» dargestellt werden; diese Mengen sind in kg/ha angegeben, dieser Wert kann durch Dividieren mit 1,12 in Ibs/A umgewandelt werden. GRis definiert die maximale Herbizidmenge, bei der bei 15% oder weniger der Kulturpflanzen Schädigung auftritt, während GRss die notwendige Mindestmenge ist, mit der eine 85%ige Hemmung der Unkräuter erreicht wird. Die GRis- und GRss-Mengen werden als Mass für die mögliche Leistung handelsüblicher Produkte verwendet, wobei selbstverständlich geeignete handelsübliche Herbizide innerhalb angemessener Grenzen grössere oder geringere Pflanzenschädigungen aufweisen können.
Ein weiterer Hinweis auf die Wirksamkeit einer Chemi- ss kalie als selektives Herbizid ist der «Selektivitätsfaktor» («SF») für ein Herbizid bei bestimmten Kulturpflanzen und Unkräutern. Er ist ein Mass für den relativen Grad der Unschädlichkeit für Kulturpflanzen und der Schädlichkeit für Unkräuter, und wird als das Verhältnis GRis/GRss ausge- 60 drückt, d.h. GRis-Menge für die Kulturpflanze geteilt durch die GR85-Menge für das Unkraut, beide Mengen in kg/ha. In den nachfolgenden Tabellen werden die Selektivitätsfaktoren in Klammern nach der GRss-Menge für jedes Unkraut angegeben; «NS» bedeutet «nicht-selektiv»; unbedeutende oder unbestimmte Selektivität wird mit einem Gedankenstrich (-) angezeigt.
Da Kulturpflanzentoleranz und Unkrautkontrolle zuein35
40
45
SO
65
ander in Beziehung stehen, ist eine kurze Diskussion dieses Verhältnisses, ausgedrückt als Selektivitätsfaktor, angebracht. Im allgemeinen ist es erwünscht, dass die Unschädlichkeitsfaktoren für die Kulturpflanze, d.h. die Herbizid-Toleranzwerte der Kulturpflanze, hoch sind, da aus dem einen oder anderen Grund häufig höhere Herbizidkonzentrationen gewünscht werden. Umgekehrt sollen die Mengen für die Unkrautkontrolle aus wirtschaftlichen und möglicherweise ökologischen Gründen klein sein, d.h., das Herbizid soll eine hohe Einheitsaktivität besitzen. Kleine Aufwandmengen eines Herbizids sind jedoch evtl. nicht für die Kontrolle bestimmter Unkräuter ausreichend, und es wird eine grössere Menge benötigt. Die besten Herbizide sind daher diejenigen, die mit der geringsten Aufwandmenge die grösste Anzahl von Unkräutern kontrollieren und die grösstmög-liche Unschädlichkeit für die Kulturpflanze, d.h. Kulturpflanzentoleranz, bieten. Die (oben definierten) Selektivitätsfaktoren werden also verwendet, um das Verhältnis zwischen Unschädlichkeit für die Kulturpflanze und Kontrolle der Unkräuter zu quantifizieren. Für die in den Tabellen angegebenen Selektivitätsfaktoren gilt: je höher der numerische Wert, um so grösser ist die Selektivität des Herbizids für Unkrautkontrolle in einer bestimmten Kultur.
Um die unerwartet überlegenen Eigenschaften der erfindungsgemässen Verbindungen sowohl auf absoluter als auch auf relativer Basis darzustellen, wurden im Treibhaus Vergleichstests mit bekannten Verbindungen durchgeführt, die in ihrer chemischen Struktur am nächsten mit den erfindungsgemässen Verbindungen verwandt sind. Diese bekannten Verbindungen sind wie folgt identifiziert (dabei wird dieselbe Nomenklatur wie für die erfindungsgemässen Verbindungen verwendet):
A. N-(Methoxyethyl)-2'-trifluormethyl-2-chloracetanilid.
B. N-(Ethoxyethyl)-2'-trifluormethyl-2-chloracetanilid.
In den Tabellen IV und V werden Daten für die herbizide Vorauflauf-Aktivität zusammengestellt, mit denen die relative Wirksamkeit der erfindungsgemässen Verbindungen und der bekannten Verbindungen als selektive Herbizide gegenüber den resistenten und lästigen mehrjährigen Unkräutern Quecke und Cyperus esculentus in Sojabohnen bzw. Mais verglichen wird. Diese Unkräuter gehen gewöhnlich mit solch grösseren Kulturen wie Mais und Sojabohnen einher. Die Testdaten in den Tabellen IV und V wurden unter identischen Bedingungen erhalten und stellen den Durchschnitt von 2 Durchläufen dar (ausgenommen Verbindung von Beispiel 13, die nur in einem Vergleichstest verwendet wurde). Das Testverfahren war das gleiche wie es für die Tabellen II und III beschrieben ist, eine Modifizierung bestand in einer anfänglichen Bewässerung von oben, die 0,64 cm Regen entsprach; die nachfolgende Bewässerung erfolgte von unten. «NS» bedeutet nicht-selektiv innerhalb der Testgrenzen.
11
644586
Tabelle IV
Verbindung
GRis-Menge (kg/ha)
GRss-Menge (kg/ha)
Sojabohnen
Quecke
Cyperus esculentus
A
>2,24
>2,39 (NS)
1,13 (1,98)
B
1,96
0,61 (3,21)
0,44 (4,45)
JBeisp.
1
2,67
0,17(15,6)
0,17 (15,6)
Beisp.
3
1,68
0,27 (6,22)
0,19 (8,84)
Beisp.
4
1,12
0,13 (8,62)
0,17 (6,59)
Beisp.
5
1,46
0,26 (5,62)
0,26 (5,62)
Beisp. 13
2,13
0,20(10,65)
0,17(12,53)
Aus Tabelle IV geht hervor, dass jede erfindungsgemässe Verbindung sowohl gegenüber Quecke als auch Cyperus esculentus in Sojabohnen wesentlich höhere Selektivitätsfaktoren (Werte in Klammern) aufwies, als die bekannten Verbindungen. Insbesondere ist zu bemerken, dass die Einheitsaktivitäten (relative Phytotoxizität pro Herbizideinheit) der erfindungsgemässen Verbindungen merklich höher war gegenüber Quecke und Cyperus esculentus, als diejenigen der bekannten Verbindungen, während die Unschädlichkeit für die Kulturpflanzen erhalten blieb. Besonders zu bemerken sind die ausserordentlich hohen Selektivitätsfaktoren der Verbindungen der Beispiele 1 und 13.
Weitere Vergleichsdaten, welche die Wirksamkeit der erfindungsgemässen Verbindungen im Vergleich zu den obigen bekannten Verbindungen gegenüber Quecke und Cyperus esculentus in Mais darstellen, sind in Tabelle V zusammengestellt.
Besonders hinzuweisen ist auf die hohen Selektivitätsfaktoren für die Verbindungen von Beispiel 3,5 und 13, besonders im Vergleich mit denjenigen der bekannten Verbindungen.
5 Aus den Vergleichsdaten der Tabellen IV und V ist ersichtlich, dass die erfindungsgemässen Verbindungen ausserordentlich höhere und unerwartet überlegene herbizide Wirksamkeit gegenüber den resistenten mehrjährigen Unkräutern Quecke und Cyperus esculentus in zwei Haupt-10 kulturen d.h. Sojabohnen und Mais, zeigten, als die Verbindungen A und B, die von den bekannten Verbindungen die am nächsten verwandten sind.
Daten aus weiteren Vorauflauftests ergaben ferner, dass die erfindungsgemässen Verbindungen ferner Quecke, 15 Cyperus esculentus und/oder andere Unkräuter in einer oder mehreren Kulturen von Baumwolle, Erdnüssen, Buschbohnen, Weizen, Sorghum und/oder Raps selektiv kontrollieren. In Tabelle VI sind z.B. Daten zusammengestellt, welche die herbizide Selektivität der Verbindungen von Bei-20 spiel 1 und 3 gegenüber Quecke in Raps, Buschbohnen, Sorghum und Weizen aufzeigen. Sofern nichts anderes bemerkt ist, wurde für die Treibhaustests der Tabelle VI und anderer Tabellen das Herbizid in die Erde eingearbeitet, und nach einer anfänglichen Bewässerung von oben erfolgte eine 25 Bewässerung von unten, wie dies oben beschrieben ist.
Tabelle VI
Tabelle V
Mais
Quecke
Cyperus esculentus
A
>2,24
>2,39 (NS)
1,13 (1,98)
B
0,81
0,61 (1,33)
0,44 (1,84)
Beisp. 1
0,76
0,17 (4,47)
0,17 (4,47)
Beisp. 3
1,94
0,27 (7,19)
0,19(10,20)
Beisp. 4
0,76
0,13 (5,85)
0,17 (4,47)
Beisp. 5
1,83
0,26 (7,04)
0,26 (7,04)
Beisp. 13
2,24
0,20(11,20)
0,17(13,18)
35
40
Verbindung
GRis-Menge (kg/ha)
GRas-Menge (kg/ha)
Raps
Buschbohnen
Sorhgum Weizen
Quecke
Beisp. 1
0,86
_
_
0,12(7,2)
-
0,90
-
-
0,12(7,5)
-
-
0,24
-
0,12(2,0)
-
-
-
0,21
0,12(1,8)
Beisp. 3
1,9
-
-
-
0,28 (6,8)
-
2,24
-
-
0,28 (8,0)
-
-
0,84
-
0,28 (3,0)
-
0,28
0,28(1,0)
45
Aus Tabelle V geht hervor, dass jede erfindungsgemässe Verbindung wesentlich höhere Selektivitätsfaktoren gegenüber Quecke und Cyperus esculentus in Mais aufwies, als die bekannten Verbindungen. Erneut ist festzustellen, dass die Einheitsaktivitäten der erfindungsgemässen Verbindungen gegenüber Quecke und Cyperus esculentus merklich höher waren, als diejenigen der bekannten Verbindungen, während die Unschädlichkeit für die Kultur erhalten blieb.
Die Verbindung von Beispiel 1 wurde auch auf dem Feld getestet, um ihre Vorauflauf-Selektivität gegenüber Fuchsschwanz Spezies, Echinochloa crus-galli und Panicum milia-ceum in mehreren Kulturen zu bestimmen. Die Daten (gewonnen aus drei Durchläufen) sind in Tabelle VII sowohl für die Aufbringung auf die Oberfläche (S.A.) als auch für das Einarbeiten in den Boden (PPI, d.h. Einarbeiten vor dem sa Pflanzen) des Herbizids aufgeführt. Die Samen wurden in ein feines Saatbeet aus Schlufflehm mit mittlerer Feuchtigkeit in einer Tiefe von 5,08 cm gepflanzt. Der erste Regen (0,51 cm) fiel am Tag nach der Behandlung, der zweite Regen (0,64 cm) zwei Tage nach der Behandlung; die gesamte Regenmenge 22 55 Tage nach der Behandlung betrug 4,57 cm. Die Begutachtung erfolgte 6 Wochen nach der Behandlung.
Tabelle VII
Verbindung Anwendungs- Menge % Hemmung verfahren (kg/ha) —
Feldmais Süsser Mais
Sojabohnen
Erdnüsse Baumwolle
Sorghum Buschbohnen
Raps
Fuchs- Echino-schwanz- chloa species
Panicum miliaceum
Beisp. 1 S.A.
0,56 0 0
1,12 0 0
2,24 0 7
4,48 15 27
0
0
0
5
0
13
0
8
20
13
22
25
0
0
0
3
8
0
17
20
5
77
32
33
62
63
63
92
93
83
93
93
95
98
98
97
644586
12
Tabelle VII (Fortsetzung)
Verbindung Anwendungs- Menge % Hemmung verfahren (kg/ha)
Feldmais Süsser Soja- Erdnüsse Baum- Sorghum Busch- Raps Fuchs- Echino- Panicum Mais bohnen wolle bohnen schwänz- chloa miliaceum species
0,56
0
0
5
17
13
32
23
0
75
75
23
1,12
0
3
7
13
32
53
10
0
90
93
58
2,24
5
27
20
15
37
92
37
15
98
98
80
4,48
32
40
40
28
82
98
43
40
100
100
85
Tabelle VII zeigt, dass die Verbindung von Beispiel 1 im allgemeinen besser als selektives Herbizid wirkte, wenn es auf die Oberfläche aufgebracht wurde, als wenn es in den Boden eingearbeitet wurde. In den Oberflächentests kontrollierte das Herbizid selektiv die drei getesteten Unkräuter bei Aufwandmengen über 0,58 kg/ha, während es für die Kulturpflanzen Feldmais und Sojabohnen bis zu 4,48 kg/ha unschädlich blieb (d.h. bis zu etwa 15% maximale Schädigung); für süssen Mais, Erdnüsse und Raps blieb die Unschädlichkeit bis zu über 2,24 kg/ha erhalten, für Baumwolle, Sorghum und Buschbohnen lag sie knapp unter 2,24 kg/ha. In den PPI-Tests kontrollierte die Verbindung von Beispiel 1 selektiv die Fuchsschwanz-Spezies und Echi-nochloa crus-galli mit weniger als 1,12 kg/ha, während die Unschädlichkeit für Feldmais, Erdnüsse und Raps bei Mengen bis zu 2,24 kg/ha, und für Sojabohnen bei Mengen knapp unter 2,24 kg/ha erhalten blieb.
Weitere Feldtestdaten für die Verbindung von Beispiel 1 zeigten selektive Vorauflaufkontrolle anderer Unkräuter in Sojabohnen, Mais, Baumwolle und/oder Erdnüssen; dazu gehörten purpurnes Riedgras, Setaria faberi und lutescens, Melde, Ipomoea, Xanthium pensylvanicum, Abutilon theophrasti, Polygonum pensylvanicum, Sida spinosa, Por-tulac, Digitaria Sanguinalis, Labkraut, Panicum texanum, Richardia scabra, und/oder Acanthospermum hispidum. Selbstverständlich können nicht alle genannten Unkräuter in allen genannten Kulturen unter allen Klima-, Boden-, Feuch-tigkeits- und/oder Anwendungsbedingungen selektiv kontrolliert werden. Selektivitätsdaten für die Kontrolle der obigen Unkräuter in Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Erd-20 nüssen aus einer Vielzahl von Feldtests an verschiedenen Standorten unter verschiedenen Bedingungen in Bezug auf Boden, Feuchtigkeit usw., sind zusammen in den Tabellen VIII bis XI aufgeführt. In den Tabellen bedeutet «WAT» «Wochen nach Behandlung» der Pflanzen mit dem Herbizid, 25 das entweder auf die Oberfläche aufgebracht («S.A.») oder vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet wird («PPI»); die Aufwandmengen für jede Kulturpflanzen/Unkrautkombination wird als GRis- bzw. GRss-Menge (wie oben definiert) angegeben. Das GRis/GRss-Verhältnis ergibt den 30 Selektivitätsfaktor «S.F.»; «NS» bedeutet nicht-selektiv, und ein Gedankenstrich (-) zeigt unbedeutende oder unbestimmte Selektivität an, z.B. weil die tatsächlichen GRis- und GRss-Mengen höher oder niedriger als die Maximal- oder Minimalmengen waren, die in dem jeweiligen Test verwendet ss wurden. In den Tabellen VIII bis XI bedeutet eine freie Stelle, dass die Pflanzenart nicht in einer bestimmten Testparzelle vorhanden war, oder dass die Daten nicht erhalten wurden, oder dass sie weniger signifikant als andere vorhandene Daten waren, z.B. entfielen einige 2 WAT Beobachtungen zugunsten von 6 WAT Daten, oder 6 WAT Daten wurden weggelassen, weil die 2 WAT Daten definitiv waren.
40
Tabelle VIII
Verbindung Kulturpfl./Unkraut-Kombination Anwendungsverfahren WAT GRis/GRsä S.F.
Sojabohnen/
S.A.
3
Setaria faberi
5
>4,48/<l,12
(>4,0)
P.P.I.
3
5
>4,48/<l,12
(>4,0)
8
>4,48/<l,12
(>4,0)
Sojabohnen/
S.A.
6
2,52/2,8
(NS)
Setaria lutescens
P.P.I.
6
1,4/<1,12
(>1,3)
Sojabohnen/Melde
S.A.
6
2,52/2,52
(1,0)
P.P.I.
6
1,4/2,8
(NS)
Sojabohnen/Polygonum
P.P.I.
8
4,48/2,52
(1,8)
pensylvanicum
Die Daten der Tabelle VIII zeigen, dass die Verbindung von Beispiel 1 selektiv Setaria lutescens und faberi, Melde und Polygonum pensylvanicum in Sojabohnen von 6 bis 8
WAT entweder mit dem S.A. oder dem P.P.I Verfahren kontrollierte.
13
Tabelle IX
644 586
Verbindung Kulturpfl./TJnkraut-Kombination Anwendungsverfahren WAT GRis/GRss S.F
Mais/
S.A.
6
4,48/<l,12
(4,0)
Setaria faberi
S.A.
6,5
>7,84/8,4
(NS)
P.P.I.
6
4,76/1,96
(2,5)
P.P.I.
6,5
>6,72/4,48
(1,5)
Mais/
S.A.
3
>4,48/>4,48
(-)
Ipomoea
S.A.
6
>4,48/>4,48
(-)
P.P.I.
3
4,76/>4,48
(-)
P.P.I.
6
4,76/>4,48
(-)
Mais/
S.A.
3
>4,48/>4,48
(-)
Xanthium pensylvanicum
S.A.
6
>4,48/>4,48
(-)
P.P.I.
3
4,76/>4,48
(-)
P.P.I.
6
4,76/>4,48
(-)
Die Daten der Tabelle IX zeigen, dass die Verbindung von lierte; die Selektivität bei Ipomoea und Xanthium pensylva-Beispiel 1 selektiv Setaria faberi in Mais von 6 bis 6,5 WAT nicum war bei den Testmengen unbestimmt, die Zurückdrän-entweder mit dem S.A. oder dem P.P.I. Verfahren kontrol- gung dieser Pflanzen wurde jedoch gezeigt.
Tabelle X
Verbindung Kulturpfl./Unkraut-Kombination Anwendungsverfahren WAT GRis/GRss S.F.
Baumwolle/
S.A.
6
3,64/1,68
(2,17)
purpurnes Riedgras
S.A.
9
3,36/2,24
(1,5)
P.P.I.
6
3,36/4,2
(NS)
Baumwolle/
S.A.
6
3,64/3,08
(1,18)
Sida spinosa
S.A.
9
3,36/4,76
(NS)
P.P.I.
6
3,36/4,76
(NS)
Baumwolle/Portulak
S.A.
9
3,36/1,96
(1,7)
Baumwolle/Digitaria
S.A.
7
l,4/< 1,12
(>1,25)
(glatt oder haarig)
P.P.I.
7
0,84/1,12
(NS)
B au wolle/ Labkraut
P.P.I.
7
0,84/<l,12
(-)
Die Tabelle X zeigt, dass die Verbindung von Beispiel 1 selektiv purpurnes Riedgras und Portulak bis zu 9 WAT, Sida spinosa bis zu 6 WAT und Digitaria bis zu 7 WAT kontrollierte; die Kontrolle von Labkraut war unbedeutend oder unbestimmt.
Tabelle XI enthält Daten für die Vorauflauf-Aktivität der Verbindung von Beispiel 1 gegenüber drei resistenten einjährigen Unkräuter, d.h. Panicum texanum, Acanthospermum hispidum und Richardia scabra in Erdnüssen für die Zeiträume bis zu 12 WAT. Die Daten der Tabelle XI stellen den Durchschnitt von 3 Durchläufen in sandigem Lehm dar, der 1,3% organische Stoffe, 79,2% Sand und 10% Ton enthielt; das Herbizid wurde auf die Oberfläche aufgebracht.
Tabelle XI
Verbindung Menge (kg/ha) % Hemmung
Erdnüsse
Panicum texanum
Acanthospermum h.
Richardia sc.
WAT
WAT
WAT
WAT
4 8 12 4 8 12 4 8 12 4 8 12
Beisp.
2,24 3,36 4,48
5
0
0
50
67
40
78
40
0
90
10
0
0
68
63
55
85
60
0
17
7
0
85
88
78
95
100
0
95
95
Die Daten der Tabelle XI zeigen, dass die Verbindung von Beispiel 1 Texas panicum in Erdnüssen selektiv bis zu 8 Wochen kontrollierte, und selbst bei 12 WAT mit 4,48 kg/ha einen grossen Grad von Kontrolle zeigte; selektive Kontrolle von Acanthospermum h. wurde mit 3,36 kg/ha für 8 Wochen erzielt, und vollständige Kontrolle wurde für 12 WAT mit 4,48 kg/ha aufrecht erhalten; selektive Kontrolle von Richardia sc. wurde mit weniger als 2,24 kg/ha für 8 WAT erreicht, und mit 4,48 kg/ha erzielte man 95% Kontrolle bei 12 WAT.
644586
14
In weiteren Treibhaustests zeigten erfindungsgemässe Verbindungen selektive Kontrolle einer Vielzahl von einjährigen und mehrjährigen Unkräutern in verschiedenen Kulturen. Beispielsweise kontrollierte die Verbindung von Beispiel 1 selektiv purpurnes Riedgras sowohl in Mais als auch in Sojabohnen, und die entsprechenden Kultur/Unkraut GRis/ GRss Verhältnisse (ausgedrückt in kg/ha) waren 0,67/0,25 (S.F. = 2,7) in Mais und 1,12/0,25 (S.F. = 4,5) in Sojabohnen. Die Verbindung von Beispiel 11 zeigte selektive Kontrolle von gelbem Riedgras und Quecke in Mais und Sojabohnen. Die Kultur/Riedgras GRis/GRss Verhältnisse waren >2,24/0,95 (S.F. = 2,4) in Mais; 2,24/0,5 (S.F. = 4,5) in Sojabohnen und die entsprechenden GRis/GRss Verhältnisse für Mais und Sojabohnen bei Quecke waren >2,24/0,5 (S.F. = >4,5). In einem Test gegen gelbes Riedgras in Baumwolle war das GRis/GRss Verhältnis (Durchschnitt von 2
Durchläufen) 1,96/0,95 (S.F. = 2,1). Die Verbindung von Beispiel 13 zeigte gleichermassen selektive Kontrolle von gelbem Riedgras in Baumwolle und von Quecke in Weizen, die jeweiligen GRis/GRss Verhältnisse waren 0,7/0,47 (S.F. s =1,7) in Baumwolle und 0,58/0,47 (S.F. = 1,2) in Weizen.
In einem Mehrkulturentest im Treibhaus wurden die Verbindungen der Beispiele 1,13,14 u. 15 gegen gelbes Riedgras in Baumwolle, Sojabohnen, Mais und Reis getestet; in Bezug io auf gelbes Riedgras in Reis war keine der Verbindungen selektiv. Es wurden jedoch eindeutig hohe Selektivitäten für gelbes Riedgras in Baumwolle, Sojabohnen und Mais für jede der getesten Verbindungen festgestellt; die jeweiligen GRis- und GR85-Mengen für diese Verbindungen sind in ls Tabelle XII aufgeführt; die Selektivitätsfaktoren stehen in Klammern hinter jeder Kulturpflanze.
Tabelle XII
Verbindung GRss (ha/kg)
GRis (kg/ha)
gelbes Riedgras
Baumwolle Sojabohnen Mais
Beisp. 1 0,24 1,96 (8,2) 0,87(3,6) 0,69 (2,9)
Beisp. 13 0,21 2,52(12,0) 1,96(9,3) 2,52(12,0)
Beisp. 14 0,38 2,8 (7,4) 2,24(5,9) 1,68 (4,4)
Beisp. 15 0,44 2,8 (6,4) 1,96(4,5) 1,96 (4,5)
Die Verbindungen der Beispiele 1 und 13 bis 15 wurden selektiv. Die Selektivitätsdaten für die obigen Verbindungen ferner gegen Quecke in Weizen, Sojabohnen und Mais gete- gegen Quecke in Sojabohnen und Mais sind in Tabelle XIII stet; jede der Verbindungen erwies sich in Weizen als nicht- zusammengestellt.
Tabelle XIII
Verbindung GRss (kg/ha) GRis (kg/ha)
Quecke Sojabohnen Mais
Beisp. 1 0,07 0,81 (11,6) 0,69(9,9)
Beisp. 13 0,36 1,68 (4,7) 1,68(4,7)
Beisp. 14 0,45 1,46 (3,2) 2,52(5,6)
Beisp. 15 0,75 1,96 (2,6) 2,24(3,0)
In weiteren Treibhaustests wurden die Verbindungen der Beispiele 1 und 3 auf ihre herbizide Wirksamkeit gegen eine Anzahl von einjährigen Gräsern getestet; dazu gehören resistente Unkräuter wie Panicum texanum, Sorghum halepense-Sämlinge, Sorghum bicolor, Brachiaria plantaginea,
Panicum miliaceum, Oryza sativaund Rottboellia exaltata. Die Ergebnisse dieser Tests sind in Tabelle XIV zusammengestellt; die Selektivitätsfaktoren erscheinen in Klammern; so ein Gedankenstrich (-) zeigt unbedeutende oder unbestimmte Selektivität an.
Tabelle XIV
Verbindung GRis Menge GRss Menge (kg/ha)
kg/ha)
Sojabohnen Panicum Sorghum h. Sorghum b. Bracharia P. miliaceum Herbstpanicum Oryza sativa Rottboellia texanum
Beisp. 1 >1,12 Beisp. 3 >1,12
1,12 (>1,0) >1,12 (-)
0,14 (>8,0) 0,28 (>4,0)
0,28 (>4,0) 0,93 (>1,2)
0,56 (>2,0) >1,12 (>1,0)
1,12 (>1,0) 1,12 (-)
<0,07
(>16,0) <0,07 (>16,0)
0,2
(>5,6)
0,14
(>8,0)
1,12 (>1,0) >1,12 (-)
Tabelle XIV zeigt, dass die Verbindung von Beispiel 1 jedes getestete einjährige Unkraut in Sojabohnen selektiv kontrollierte. Die Verbindung von Beispiel 3 zeigte positive selektive Kontrolle gegenüber allen Unkräutern, ausgenommen Panicum texanum, Panicum miliaceum und Rottboellia bei der maximalen Testmenge von 1,12 kg/ha; eine
15
644586
höhere Menge wäre notwendig gewesen, um die Selektivität der Verbindung gegenüber diesen drei Unkräutern zu bestimmen.
Ein besonderer Vorteil eines Herbizids ist seine Fähigkeit, in einer Vielzahl von Bodenarten zu wirken. In Tabelle XV sind Daten zusammengefasst, die die herbizide Wirksamkeit der Verbindung von Beispiel 1 auf Quecke in Sojabohnen in einer Vielzahl von Bodenarten darstellen, die verschiedene Anteile an organischen Stoffen und Ton enthalten. Die Herbizidbehandlungen erfolgten durch Einarbeiten in den Boden, die Samen wurden 0,95 cm tief gepflanzt und 5 erhielten 0,64 cm Bewässerung von oben. Die Beobachtungen erfolgten etwa 3 Wochen nach der Behandlung. Die Selektivitätsfaktoren sind in Klammern angegeben.
Tabelle XV
Verbindung
Bodenart
Organische Stoffe %
Ton%
GRis Menge (kg/ha)
Sojabohnen
GRss Menge (kg/ha)
Quecke
Beisp.
Ray Schlufflehm 1,0
Sarpy schluffiger Ton 2,3
WabashschluffigerTon 4,3
Drummer schluffiger Ton 6,0
Florida Sand 6,8
Florida Tonerde 60
9,6 30,35 33,0 37,0 1,8
1,12 >2,24
2,24 1,96 >2,24
0,22(5,1) 0,28 (>8,0) 0,28 (-) 0,11(20,0) 0,2(9,8) 0,58 (>3,9)
Tabelle XV zeigt, dass die Verbindung von Beispiel 1 gegenüber Bodenarten mit verschiedenen Anteilen an organischen Stoffen ziemlich unempfindlich zu sein scheint, sie zeigte selektive Kontrolle von Quecke in Sojabohnen in Böden, die einen Anteil an organischen Stoffen von 1,0% bis 60%, und einen Tonanteil von mindestens 1,8% bis etwa 37% hatten. Die Daten für Sojabohnen in Wabash schluffigem Ton waren in diesem Test unbestimmt. Auch die für Sarpy und Drummer schluffigen Ton sowie Florida Torferde angegebenen Selektivitätswerte sind Mindestwerte, da die maximale Testmenge 2,24 kg/ha betrug, und das Herbizid für Sojabohnen bei der selben Menge über 2,24 kg/ha unschädlich war.
Es wurden Labortests ausgeführt, um die Beständigkeit der erfindungsgemässen Herbizide gegen Auslaugen in den Boden und die sich dabei ergebende herbizide Wirksamkeit zu bestimmen. Bei diesen Tests wurden die Verbindungen der Beispiele 1 und 4 bis 6 in Aceton gelöst und dann in verschiedenen Konzentrationen auf eine abgewogene Menge Ray Schlufflehm und Drummer schluffigen Tonlehm gesprüht, der in Töpfen enthalten war, deren Abflusslöcher im Topfboden mit Filterpapier abgedeckt waren. Die Töpfe mit der
25 behandelten Erde wurden ausgelaugt, indem man sie auf eine Drehscheibe stellte, die unter zwei Düsen eines Wasserbehälters rotierte; diese waren so eingestellt, dass sie pro Stunde 2,5 cm Wasser abgaben und damit Regen simulierten. Die Auslaugungsraten wurden durch Veränderung der Zeit auf 30 der Drehscheibe eingestellt. Das auf den Boden in den Töpfen gegebene Wasser liess man durch das Filterpapier und die Abflusslöcher passieren. Dann blieben die Töpfe 3 Tage bei Raumtemperatur stehen. Die behandelte Erde wurde dann aus den Töpfen entfernt, zerbröselt und als 35 Oberflächenschicht auf andere Töpfe mit den gleichen Böden gegeben, in denen bereits Echinochloa-Samen ausgesät waren. Die Töpfe wurden dann auf Treibhaustische gestellt, von unten bewässert, und 2 bis 3 Wochen zum Wachsen stehen gelassen. Die visuelle Bewertung der prozentualen 40 Wachstumshemmung wurde mit unbehandelten Kontrolltöpfen verglichen, ebenso die Frischgewichte von Echi-nochloa; die Daten für die Kontrollen wurden aus 6 Durchläufen erhalten, die für die Testverbindungen mit 3 Durchläufen; die Daten sind in Tabelle XVI zusammengestellt. Das 45 Frischgewicht der Unkräuter wurde nicht für die Tests in Drummer schluffigem Tonlehm gemessen.
Tabelle XVI
Verbindung Menge (kg/ha) Regen (cm) Echinochloa crus-galli
% Hemmung Frischgewicht (g)
Ray Schlufflehm Drummer Schluffton Ray Schlufflehm Drummer Schluffton
Kontrolle
Beisp. 1
0
0
4,37
0
1,27
3,88
0
5,08
4,14
0
10,16
Avg.
3,98 4,10
2,24
0
100
. 100
0
1,27
100
100
0
5,08
95
100
0,20,
10,16
35
100
2,65
0,56
0
100
100
0
1,27
100
100
0
5,08
70
100
1,21
10,16
33
100
2,73
644 586
16
Tabelle XVI
Verbindung Menge (kg/ha) Regen (cm) Echinochloa crus-galli
% Hemmung Frischgewicht (g)
Ray Schlufflehm Drummer Schluffton Ray Schlufflehm Drummer Schluffton
0,14 0 95
1,27 96
5,08 58
10,16 20
Beisp. 4 2,24 0 100
1,27 100
5,08 100
10,16 95
0,56 0 100
1,27 100
5,08 94
10,16 52
0,14 0 99
1,27 95
5,08 63
10,16 14
Beisp. 5 2,24 0 100
1,27 100
5,08 92
10,16 71
0,56 0 99
1,27 100
5,08 89
10,16 17
0,14 0 98
1,27 90
5,08 38
10,16 12
Beisp. 6 0,24 0 100
1,27 100
5,08 99
10,16 84
0,56 0 99
1,27 99
5,08 90
10,16 72
0,14 0 84
1,27 90
5,08 58
10,16 29
Die Tabelle XVI ergibt, dass die erfindungsgemässen Verbindungen unter verschiedenen Niederschlagsbedingungen ziemlich beständig gegen Auslaugen in den Boden waren. Insbesondere kontrollierte jede der erfindungsgemässen Verbindungen bei der 2,24 kg/ha Aufwandmenge Echinochloa unter dem Äquivalent von 10,16 cm Niederschlag in Ray Schlufflehm und Drummer Schlufftonlehm, ausgenommen die Verbindungen von Beispiel 1 und 5 in Ray Schluff, wo Kontrolle unter einem Äquivalent von 5,08 cm Niederschlag aufrecht erhalten wurde. Selbst bei der niedrigen Aufwandmenge von 0,14 kg/ha kontrollierten die Verbindungen der Beispiele 1,4 und 5 Echinochloa in Drummer schluffiger Tonlehmerde unter einem Äquivalent von 5,08 cm Niederschlag.
Toxikologische Untersuchungen der Verbindung von Beispiel 1 ergaben, dass die Verbindung ziemlich unschädlich ist. Sie ist leicht toxisch (OLDsu 2300 mb/kg; MLD5o>5010 mg/ kg), sie erzeugt leichte Augenirritation, aber keine Hautirritation. Besondere Handhabungsmassnahmen über die nor
100
0,20
97
0,17
95
1,74
20
3,26
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0
100
0
100
0
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0,22
100
0
100
0
100
0,24
100
1,97
81
0,05
99
0,22
94
1,53
54
3,15
100
0
100
0
100
0,31
100
1,18
100
0,02
100
0
100
0,44
96
3,41
70
0
96
0,41
85
2,77
47
3,62
100
0
100
0
100
0,03
100
0,64
50
0,04
100
0,02
93
1,41
84
1,17
12
0,66
26
0,43
20
1,72
12
2,92
malen Vorsichtsmassnahmen hinaus werden nicht für notwendig gehalten.
Aus der vorhergehenden ausführlichen Beschreibung geht also hervor, dass die erfindungsgemässen Verbindungen unerwartet und ausserordentlich überlegene herbizide Eigenschaften zeigten, und zwar sowohl absolut als auch im Vergleich zu den strukturell am nächsten verwandten bekannten Verbindungen. Insbesondere erwiesen sich die erfindungsgemässen Verbindungen als hervorragend selektive Herbizide, vor allem bei der Kontrolle schwer abzutötender mehrjähriger und einjährigen Gräser in Sojabohnen und Mais, jedoch auch in Erdnüssen, Baumwolle und anderen Kulturen. Die erfindungsgemässen Verbindungen zeigten vor allem hervorragende Kontrolle von mehrjährigen Unkräutern wie Quecke und Riedgräsern, sowie resistenter einjähriger Gräser wie Panicum texanum, Rottboellia, Panicum miliaceum, Bra-chiaria plantaginaria, Sorghum halepense-Sämlingen, Sorghum bicolor und/oder Oryza sativa, während sie auch
60
17
644 586
weniger resistente einjährige Gräser und mehrjährige Unkräuter kontrollierten und/oder zurückdrängten.
Die erfindungsgemässen herbiziden Zubereitungen, einschliesslich der Konzentrate, die vor der Anwendung verdünnt werden müssen, enthalten mindestens einen Wirkstoff und ein Adjuvans in flüssiger oder fester Form. Die Zubereitungen werden durch Vermischen des Wirkstoffes mit einem Adjuvans, wozu Verdünnungsmitel, Streckmittel, Trägerstoffe und Konditionierungsmittel gehören, hergestellt, so dass Zubereitungen in Form von feinverteilten Feststoffpartikeln, Granula, Pellets, Lösungen, Dispersionen oder Emulsionen entstehen. Der Wirkstoff kann also mit einem Adjuvans wie einem feinverteilten Feststoff, einer Flüssigkeit organischen Ursprungs, Wasser, einem Benetzungsmittel, einem Dispergierungsmitel, einem Emulgierungsmittel oder einer geeigneten Kombination derselben verwendet werden.
Die erfindungsgemässen Zubereitungen, insbesondere Flüssigkeiten und benetzbare Pulver, enthalten vorzugsweise als Konditionierungsmittel ein oder mehrere oberflächenwirksame Mittel in ausreichenden Mengen, um eine bestimmte Zubereitung in Wasser oder Öl leicht disper-gierbarzu machen. Die Aufnahme eines Oberflächen wirksamen Mittels in die Zubereitungen fördert ihre Wirksamkeit wesentlich. Unter den Begriff «oberflächen wirksames Mittel» fallen Benetzungsmittel, Dispergierungsmittel, Suspendierungs- und Emulgierungsmittel. Anionische, kationische und nichtionische Mittel können gleichermassen verwendet werden.
Bevorzugte Benetzungsmittel sind Alkylbenzol- und Alkyl-naphthalinsulfonate, sulfatierte Fettsäurealkohole, Amine oder Säureamide, langkettige Säureester des Natriumiso-thionat, Natriumsulfosuccinatester, sulfatierte oder sulfo-nierte Fettsäureester, Petroleumsulfonate, sulfonierte Pflanzenöle, ditertiäre acetylenische Glycole, Polyoxyethylenderi-vate der Alkylphenole (insbesondere Isooctylphenol und Nonylphenol) und Polyoxyethylenderivate der höheren Fettsäuremonoester der Hexitolanhydride (z.B. Sorbitan). Bevorzugte Dispergierungsmittel sind Methylcellulose, Polyvinyl-alkohol, Natriumligninsulfonate, polymere Alkylnaphtha-linsulfonate, Natriumnaphthalinsulfonat, sowie Polymethy-lenbisnaphthalinsulfonat.
Benetzbare Pulver sind in Wasser dispergierbare Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe, einen inerten Streckfeststoff und ein oder mehrere Benetzungs- und Dispergierungsmittel enthalten. Die inerten Streckfeststoffe sind gewöhnlich mineralischen Ursprungs, z.B. natürliche Tone, Diatomeenerde und synthetische Minerale aus Kieselerde und dgl. Zu solchen Streckmitteln gehören Kaolinite, Atta-pulgitton und synthetisches Magnesiumsilikat. Die erfindungsgemässen benetzbaren Pulver enthalten gewöhnlich etwa 0,5 bis 60 Anteile (vorzugsweise 5 bis 20 Anteile) Wirkstoff, etwa 0,25 bis 25 Anteile (vorzugsweise 1 bis 15 Anteile) Benetzungsmittel, etwa 0,25 bis 25 Anteile (vorzugsweise 1,0 bis 15 Anteile) Dispergierungsmittel und 5 bis etwa 95 Anteile ( vorzugsweise 5 bis 50 Anteile) inerten Streckfeststoff, wobei alle Anteile auf das Gewicht der gesamten Zubereitung bezogen sind. Wenn nötig, können etwa 0,1 bis 2 Anteile des inerten Streckfeststoffs durch einen Korrosions- oder Schaumhemmer, oder beides, ersetzt werden.
Andere Rezepturen enthalten Staubkonzentrate, die 0,1 bis 60 Gew.% Wirkstoff auf einem geeigneten Streckmittel enthalten; diese Stäube können für die Anwendung mit Konzentrationen von etwa 0,1 bis 10 Gew.% verdünnt werden.
Wässrige Suspensionen oder Emulsionen können hergestellt werden, indem man ein wässriges Gemisch aus einem in Wasser unlöslichen Wirkstoff und einem Emulgiermittel rührt, bis es gleichförmig ist, und es dann homogenisiert, so dass man eine stabile Emulsion von sehr fein verteilten Partikeln erhält. Die dabei entstehende konzentrierte wässrige Suspension ist durch ihre extrem kleine Teilchengrösse gekennzeichnet, so dass nach dem Verdünnen und Sprühen die Beschichtung sehr gleichförmig ist. Geeignete Konzentrationen dieser Zubereitungen enthalten etwa 0,1 bis 60 Gew.%, vorzugsweise 5 bis 50 Gew.% Wirkstoff, wobei die Obergrenze durch die Löslichkeitsgrenze des Wirkstoffs im Lösungsmittel bestimmt wird.
Bei einer anderen Art wässriger Suspensionen wird ein mit Wasser nicht mischbares Herbizid verkapselt, so dass eine in einer wässrigen Phase dispergierte Mikrokapselphase entsteht. In einer Ausführungsform werden sehr kleine Kapseln gebildet, indem man eine wässrige Phase, die ein Ligninsul-fonat-Emulgiermittel enthält, eine nicht mit Wasser mischbare Chemikalie und Polymethylenpolyphenylisocyanat zusammenbringt, die nicht mit Wasser mischbare Phase in der wässrigen Phase dispergiert und anschliessend ein polyfunktionelles Amin zugibt. Die Isocyanat- und Aminverbin-dungen reagieren und bilden eine feste Harnstoffschale um Partikel der nicht mit Wasser mischbaren Chemikalie, so dass Mikrokapseln derselben entstehen. Im allgemeinen liegt die Konzentration des verkapselten Materials bei etwa 480 bis 700 g/Liter, vorzugsweise 480 bis 600 g/Liter der gesamten Zubereitung.
Konzentrate sind gewöhnlich Lösungen von Wirkstoff in nicht oder nur teilweise mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln, zusammen mit einem Surfaktanten. Geeignete Lösungsmittel für den erfindungsgemässen Wirkstoff sind u.a. Di-methylformid, Dimethylsulfoxid, N-Methylpyrrolidon, Kohlenwasserstoffe und nicht mit Wasser mischbare Ether, Ester oder Ketone. Andere starke flüssige Konzentrate können jedoch auch durch Auflösen des Wirkstoffs in einem Lösungsmittel und anschliessende Verdünnung, z.B. mit Kerosin, zur Sprühkonzentration zubereitet werden.
Die Konzentratzubereitungen enthalten im allgemeinen etwa 0,1 bis 95 Teile (vorzugsweise 5 bis 60 Teile) Wirkstoff, etwa 0,25 bis 50 Teile (vorzugsweise 1 bis 25 Teile) Surfaktant und, wenn nötig, etwa 4 bis 94 Teile Lösungsmittel; alle Teile sind Gewichtsanteile und auf das Gesamtgewicht des emul-gierbaren Öls bezogen.
Granula sind physikalisch stabile partikelförmige Zubereitungen, die einen Wirkstoff enthalten, der an einer Matrix aus inertem, feinverteiltem, partikelförmigen Streckmittel haftet oder in derselben verteilt ist. Um das Auslaugen des Wirkstoffs aus den Partikeln zu unterstützen, kann in der Zubereitung ein oberflächenwirksames Mittel, wie sie oben aufgeführt sind, vorhanden sein. Natürliche Tone, Pyrophyl-lite, Illite und Vermiculite sind Beispiele für brauchbare Arten von partikelförmigen mineralischen Streckmitteln. Bevorzugte Streckmittel sind poröse, absorptive, vorgeformte Partikel, wie vorgeformtes und gesiebtes partikelförmiges Attapulgit oder durch Wärme expandiertes, partikelförmiges Vermiculit, sowie die feinverteilten Tone wie Kaolintone, hydrierte Attapulgit- oder Bentonittone. Diese Streckmittel werden zur Herstellung der herbiziden Granula mit dem Wirkstoff besprüht oder gemischt.
Die erfindungsgemässen Granulazubereitungen können etwa 0,1 bis 30 Gewichtsanteile, vorzugsweise etwa 3 bis 20 Gewichtsanteile Wirkstoff pro 100 Gewichtsanteile Ton und 0 bis etwa 5 Gewichtsanteile Surfaktant pro 100 Gewichtsanteile Tonpartikel enthalten.
Die erfindungsgemässen Zubereitungen können auch noch andere Zusätze enthalten, z.B. Düngemittel, andere Herbizide oder Pestizide, Schutzstoffe und dgl., die als Adjuvantien oder in Kombination mit einem der oben aufgeführten Adjuvantien verwendet werden. Chemikalien, die für die Kombination mit erfindungsgemässen Wirkstoffen brauchbar sind, sind u.a. Triazine, Harnstoffe, Carbamate, Acetamide, Acet-
5
10
15
20
25
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18
anilide, Uräcile, Essigsäure- oder Phenolderivate, Thiolcar-bamate, Triazole, Benzoesäuren, Nitrile, Biphenylether und dergleichen, wie z.B.:
Heterocyclische Stickstoff/Schwefelderivate 2-Chlor-4-ethylamino-6-isopropylamino-s-triazin 2-Chlor-4,6-bis-(isopropylamino)-s-triazin
2-Chlor-4,6-bis-(ethylamino)-s-triazin
3-Isopropyl-1H-2,1,3-benzothiadiazin-4-(3H)-on-2,2-dioxid 3-Amino-1,2,4-triazol
6,7-Dihydrodipyrido-( 1,2-a:2', 1 ' -c)-pyrazidiiniumsalz 5-Brom-3-isopropyl-6-methyluracil 1,1 ' -Dimethyl-4,4' -bipyridinium
Harnstoffe
N ' -(4-Chlorphenoxy)-phenyl-N,N-dimethylharnstoff N,N-Dimethyl-N';(3-chlor-4-methylphenyl)-Harnstoff 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1 -dimethylharnstoff
1.3-Dimethyl-3-(2-benzothiazolyl)-Harnstoff 3-(p-Chlorphenyl)-1,1 -dimethylharnstoff
1-Butyl-3-(3,4-dichlorphenyl)-l-methylharnstoff
Carbamate/Thiolcarbamate
2-Chlorallyldiethyldithiocarbamat S-(4-Chlorbenzyl)-N,N-diethylthiolcarbamat Isopropyl-N-(3-chlorphenyl)-carbamat S-2,3-Dichlorallyl-N,N-diisopropylthiolcarbamat Ethyl-N,N-dipropylthiolcarbamat S-Propyldipropylthiolcarbamat
Acetamide/Acetanilide/Aniline/Amide 2-Chlor-N,N-diallylacetamid N,N-Dimethyl-2,2-diphenylacetamid N-(2,4-Dimethyl-5-[[(trifluòrmethyl)-sulfonyl]-amino]-phenyl)-acetamid N-Isopropyl-2-chloracetanilid 2',6'-Diethyl-N-methoxymethyl-2-chloracetanilid 2'-Methyl-6'-ethyl-N-(2-methoxyprop-2-yl)-2-chloracet-anilid a,a,a-Trifluor-2,6-dinitro-N,N-dipropyl-p-toluidin N-(l,l-Dimethylpropynyl)-3,5-dichlorbenzamid
Säuren/Ester/Alkohole 2,2-Dichlorpropionsäure
2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure
2.4-DichIorphenoxyessigsäure
Methyl-2-[4-(2,4-dichlorphenoxy)-phenoxy]-propionat
3-Amino-2,5-dichlorbenzoesäure 2-Methoxy-3,6-dichlorbenzoesäure 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
N-1 -N aphthy lphthalamsäure
Natrium-5-[2-chlor-4-(trifluormethyl)-phenoxy]-2-nitroben-zoat
4,6-Dinitro-o-sek.-butylphenol
N-(Phosphonomethyl)-glycin und seine Ci-6 Monoalkyl-amin- und Alkalimetallsalze sowie Kombinationen derselben.
Ether
2,4-Dichlorphenyl-4-nitrophenylether
2-Chlor-a,a,a-trifluor-p-tolyl-3-ethoxy-4-nitrodiphenylether
Verschiedenes 2,6-Dichlorbenzonitril Mononatriumsäuremethanarsonat Dinatriummethanarsonat
In Kombination mit den Wirkstoffen brauchbare Düngemittel sind z.B. Ammoniumnitrat, Harnstoff, Pottasche und Superphosphat. Andere brauchbare Zusätze sind u.a. Stoffe, in denen Pflanzenorganismen wurzeln und wachsen, z.B. Kompost, Mist, Humus, Sand und dgl.
s Für Herbizidzubereitungen der oben beschriebenen Art werden im folgenden verschiedene beispielhafte Ausführungsformen angegeben.
15
I. Emulgierbare Konzentrate
A. Verbindung von Beispiel Nr. 1
Calciumdodecylbenzolsulfonat/Polyoxy-ethylenether-Gemisch (z.B. Atlox 3437F) Calciumdodecylbenzolsulfonat (FloMo 60H) Co aromatisches Lösungsmittel
B. Verbindung von Beispiel Nr. 4 20 Calciumdodecylsulfonat/Alkylaryl-polyetheralkohol-Gemisch C9 aromatisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
25
C. Verbindung von Beispiel Nr. 6
Calciumdodecylbenzolsulfonat/Polyoxy-ethylenether-Gemisch (z.B. Atlox 3437F) 30 Xylol
II. Flüssige Konzentrate
35
A. Verbindung von Beispiel Nr. 4 Xylol
40 B. Verbindung von Beispiel Nr. 5 Dimethylsulfoxid
C. Verbindung von Beispiel Nr. 6 45 N-Methylpyrrolidon
D. Verbindung von Beispiel Nr. 7 Ethoxyliertes Rhizinusöl 50 Rhodamin B
Dimethylformamid
55
III. Emulsionen
A. Verbindung von Beispiel Nr. 12
Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Block-60 copolymer mit Butanol (z.B. Tergitol XH) Wasser
B. Verbindung von Beispiel Nr. 13 65 Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Block-copolymer mit Butanol Wasser
Gew.% 50,0
4,85 0,15 45,00 100,00
85,0 4,0 11,0
100,0
5,0
1,0 94,0 100,0
Gew.% 10,0 90.0
100,0
85,0 15,0 100,0
50,0 50,0 100,0
5,0 20,0 0,5 74,5 100,0
Gew.% 40,0
4,0 56,0
100,0
5,0
3,5 91,5 100,0
644586
IV. Benetzbare Pulver
Gew.%
A. Verbindung von Beispiel Nr. 1 25,0 Natriumlignosulfonat 3,0 Natrium-N-methyl-N-oleyltaurat 1,0 Amorphe Kieselerde (synthetisch) 71,0
100,0
B. Verbindung von Beispiel Nr. 12 80,00 Natriumdioctylsulfosuccinat 1,25 Calciumlignosulfonat 2,75 Amorphe Kieselerde (synthetisch) 16,00
100,00
C. Verbindung von Beispiel Nr. 13 10,0 Natriumlignosulfonat 3,0 Natrium-N-methyl-N-oleyltaurat 1,0 Kaolinit-Ton 86,0
100,0
V. Stäube
Gew.%
A. Verbindung von Beispiel Nr. 7 2,0 Attapulgit 98,0
100,0
B. Verbindung von Beispiel Nr. 8 60,0 Montmorillonit 40,0
100,0
C. Verbindung von Beispiel Nr. 9 30,0 Bentonit 70,0
100,0
D. Verbindung von Beispiel Nr. 10 1,0 Diatomeenerde 99,0
100,0
VI. Granule
Gew.%
A. Verbindung von Beispiel Nr. 1 15,0 Granuliertes Attapulgit (20/40 Sieb) 85,0
100,0
B. Verbindung von Beispiel Nr. 6 30,0 Diatomeenerde (20/40) 70,0
100,0
C. Verbindung von Beispiel Nr. 12 0,5 Bentonit (20/40) 99,5
100,0
D. Verbindung von Beispiel Nr. 13 5,0 Pyrophyllit (20/40) 95,0
100,0
VII. Mikrokapseln
Gew.%
A. Verbindung von Beispiel Nr. 1
verkapselt in Polyharnstoffschale 49,2
Natriumlignosulfonat (z.B. Reax 88 B) 0,9
Wasser 49,9
100,0
B. Verbindung von Beispiel Nr. 12
verkapselt in Polyharnstoffschale 10,0
Kaliumlignosulfonat (z.B. ReaxC-21) 0,5
Wasser 89,5
100,0
C. Verbindung von Beispiel Nr. 13
verkapselt in Polyharnstoffschale 80,0
Magnesiumsalz des Lignosulfat (Treax LTM) 2,0 Wasser 18,0
100,0
Bei erfindungsgemässer Anwendung werden wirksame Mengen der erfindungsgemässen Acetanilide auf die Pflanzen enthaltende Erde aufgebracht oder in geeigneter Weise in wässrige Medien aufgenommen. Das Aufbringen der Zubereitungen als Flüssigkeiten und Feststoffpartikel auf die Erde kann mit herkömmlichen Verfahren erfolgen, z.B. mit Motorzerstäubern, Tank- und Handsprühern oder Sprühzerstäubern. Die Zubereitungen können wegen ihrer Wirksamkeit in geringen Dosen auch von Flugzeugen als Staub oder Spray verteilt werden. Die Anwendung herbizider Zubereitungen bei Wasserpflanzen erfolgt gewöhnlich durch Zusatz der Zubereitungen zu dem wässrigen Medium in dem Gebiet, in dem Kontrolle der Wasserpflanzen gewünscht wird.
Das Aufbringen einer wirksamen Menge der erfindungsgemässen Zubereitungen am Standort der unerwünschten Unkräuter ist wesentlich und kritisch für die erfindungsgemässe Anwendung. Die zu verwendende exakte Wirkstoffmenge hängt von verschiedenen Faktoren ab, so z.B. von der Pflanzenart und ihrem Entwicklungsstadium, Art und Zustand des Bodens, der Regenmenge und dem spezifischen verwendeten Acetanilid. Bei selektiver Vorauflauf-Aufbrin-gung auf Pflanzen oder Boden wird gewöhnlich eine Aufwandmenge von 0,02 bis 11,2 kg/ha, vorzugsweise von etwa 0,04 bis 5,60 kg/ha, oder 1,12 bis 5,6 kg/ha Acetanilid verwendet. In einigen Fällen können grössere oder kleinere Mengen benötigt werden. Der Fachman kann auf Grund der Beschreibung, einschliesslich der Beispiele, leicht die für jeden Fall optimale Menge bestimmen.
Die Bezeichnung «Boden» wird im weitesten Sinn des Wortes gebraucht und schliesst alle üblichen Bodenarten ein, wie sie unter «soils» in Webster's New International Dictio-nary, Second Edition, Unabridged (1961) definiert sind. Die Bezeichnung bezieht sich also auf jede Substanz bzw. jedes Medium, in dem Pflanzen wurzeln und wachsen können, und schliesst nicht nur Erde, sondern auch Kompost, Mist, Dung, Humus, Sand und dgl. ein, die Pflanzenwachstum unterhalten können.
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15
20
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B

Claims (45)

  1. 644 586
    PATENTANSPRÜCHE 1. Verbindung der Formel:
    •CF
    dadurch gekennzeichnet, dass R Cr-5 Alkyl oder Alkoxyalkyl oder Alkenyl oder Alkinyl mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen und Ri Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten; mit der Massgabe, dass, wenn Ri Wasserstoff bedeutet, R Isopropyl darstellt und, wenn Ri Ethyl bedeutet, R Ethyl, n-Propyl oder Isopropyl darstellt.
  2. 2
    2. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R C2-4 Alkyl bedeutet.
  3. 3
    644586
    3. Verbindungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Ri Methyl bedeutet.
  4. 4. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Ethoxymethyl)-2'-trifIuormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  5. 5 zeichnet, dass die Verbindung N-(Propargyloxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
    56. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R ein Alkoxyalkylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
    5
    5. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(n-Propoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  6. 6. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  7. 7. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Isobutoxymethyl)-2'-trifluromethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  8. 8. Verbindungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Ri Ethyl bedeutet.
  9. 9. Verbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluromethyl-6'-ethyl-2-chlor-acetanilid ist.
  10. 10 57. Verfahren nach Anspruch 56, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Methoxyethoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
    58. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulturpflanzen Mais, Sorghum, Soja-
    10
    10. Verbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(n-Propoxymethyl)~2'-trifluormethyl-6'-ethyl-2-chloracetanilid ist.
  11. 11. Verbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluromethyl-6'-ethyl-2-chloracetanilid ist.
  12. 12. Verbindungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Ri Wasserstoff bedeutet.
  13. 13. Verbindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Isopropoxymethyl)-2'-trifluormethyl-2-chloracetanilid ist.
  14. 14. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R ein C3-5-Alkenylradikal bedeutet.
  15. 15 bohnen, Baumwolle, Erdnüsse, Buschbohnen, Weizen und Raps sind.
    59. Verfahren nach Anspruch 58, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
    15
    15. Verbindung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Allyloxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  16. 16. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R ein C3-5-AlkinylradikaI bedeutet.
  17. 17. Verbindung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(Propargyloxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  18. 18. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R ein Alkoxyalkylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  19. 19. Verbindung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie N-(2-Methoxyethoxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6 '-methyl-2-chloracetanilid ist.
  20. 20 60. Verfahren nach Anspruch 39 zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen in Maiskulturen, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Standort derselben eine herbizid wirksame Menge von N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluromethyl-6'-methyl-s-chloracetanilid aufgebracht wird.
    20
    20. Herbizidzubereitung, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Adjuvans und eine herbizid wirksame Menge einer Verbindung der Formel
    0
    ■CF,
    enthält, worin R C1-5-Alkyl oder Alkoxyalkyl oder Alkenyl mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen und Ri Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten; mit der Massgabe, dass, wenn Ri Wasserstoffbedeutet, R Isopropyl darstellt und, wenn Ri Ethyl bedeutet, R Ethyl, n-Propyl oder Isopropyl darstellt.
  21. 21. Zubereitung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R C2-4-Alkyl bedeutet.
  22. 22. Zubereitung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung Ri Methyl bedeutet.
  23. 23. Zubereitung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  24. 24. Zubereitung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(n-Propoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6 '-methyl-2-chloracetanilid ist.
  25. 25 61. Verfahren nach Anspruch 39 zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen in Sojabohnenkulturen, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Standort derselben eine herbizid wirksame Menge von N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6'-methyl-2-chloracetanilid aufgebracht wird.
    25
    25. Zubereitung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isopropoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  26. 26. Zubereitung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isobutoxymethyl)-2'-tri-fluormethyI-6 '-methyl-2-chloracetanilid ist.
  27. 27. Zubereitung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass R.i Ethyl bedeutet.
  28. 28. Zubereitung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Ethoxymethyl)-2'-trifIuor-methyl-6 '-ethyl-2-chloracetanilid ist.
  29. 29. Zubereitung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(n-Propoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6 '-ethyl-2-chloracetanilid ist.
  30. 30 62. Verfahren nach Anspruch 39 zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen in Baumwollkulturen, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Standort derselben eine herbizid wirksame Menge von N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid aufgebracht wird.
    30
    30. Zubereitung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isopropoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-ethyl-2-chloracetanilid ist.
  31. 31. Zubereitung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass Ri Wasserstoff bedeutet.
  32. 32. Zubereitung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isopropoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-2-chloracetanilid ist.
  33. 33. Zubereitung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R ein Allcenylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  34. 34. Zubereitung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Allyloxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6 '-methyl-2-chloracetanilid ist.
  35. 35 63. Verfahren nach Anspruch 39 zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen in Rapskulturen, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Standort derselben eine herbizid wirksame Menge von N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid aufgebracht wird.
    35
    35. Zubereitung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R ein Alkinylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  36. 36. Zubereitung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Propargyloxymethyl)-2'-trifluormethyl-6 '-methyl-2-chloracetanilid ist.
  37. 37. Zubereitung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R ein Alkoxylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  38. 38. Zubereitung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Methoxyethoxymethyl-2'-trifluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  39. 39. Verfahren zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen in Nutzpflanzenkulturen, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Standort derselben eine herbizid wirksame Menge einer Verbindung der Formel:
    0
    C1CH2C CH2OR
    o aufgebracht wird, worin R C1-5-Alkyl oder Alkoxyalkyl oder Alkenyl oder Alkynyl mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen und Ri Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten; mit der Massgabe, dass, wenn Ri Wasserstoff bedeutet, R Isopropyl darstellt und, wenn Ri Ethyl bedeutet, R Ethyl, n-Propyl oder Isopropyl darstellt.
  40. 40 64. Verfahren nach Anspruch 39 zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen in Buschbohnenkulturen, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Standort derselben eine herbizid wirksame Menge von N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6'-methyl-2-chloracetanilid aufgebracht wird.
    40. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R C2-4-Alkyl bedeutet.
    40
    45
    50
    55
    60
    65
  41. 41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung Ri Methyl bedeutet.
  42. 42. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluor-methyI-6'-methyl-2-chloracetanilidist.
  43. 43. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(n-Propoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
  44. 44. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isopropoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
    45. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isobutoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-methyl-2-chloracetanilid ist.
    46. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass Ri Ethyl bedeutet.
    47. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Ethoxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6'-ethyl-2-chloracetanilid ist.
    48. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(n-Propoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-ethyl-2-chloracetanilid ist.
    49. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isopropoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-6'-ethyl-2-chloracetanilid ist.
    50. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass Ri Wasserstoff bedeutet.
    51. Verfahren nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Isopropoxymethyl)-2'-tri-fluormethyl-2-chloracetanilid ist.
    52. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R ein Alkenylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
    53. Verfahren nach Anspruch 52, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung N-(Allyloxymethyl)-2'-trifluor-methyl-6'-methyl-2-chloracetanilidist.
    54. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung R ein Alkinylradikal mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
    55. Verfahren nach Anspruch 54, dadurch gekenn-
  45. 45
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