CH645195A5 - Photographische traegerpapiere. - Google Patents

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CH645195A5
CH645195A5 CH299280A CH299280A CH645195A5 CH 645195 A5 CH645195 A5 CH 645195A5 CH 299280 A CH299280 A CH 299280A CH 299280 A CH299280 A CH 299280A CH 645195 A5 CH645195 A5 CH 645195A5
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photographic
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base paper
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CH299280A
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Antony Ian Woodward
George Tyler
John Lovick
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Wiggins Teape Group Ltd
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/775Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers the base being of paper
    • G03C1/79Macromolecular coatings or impregnations therefor, e.g. varnishes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

i5 Die Erfindung bezieht sich auf mit Harz überzogene photographische Trägerpapiere und Verfahren zu deren Herstellung.
Eine beachtliche Menge an photographischem Trägerpapier, das auf der Welt verwendet wird, ist von mit Harz über-20 zogener Art. Diese Papiere werden mit Hilfe von Sensibilisa-toren als Bild-annehmende Basis für Abzüge verwendet, die auf verschiedene Arten von photographischen Verfahrenssystemen hergestellt werden, einschliesslich chemischem Transfer-Offset, «Instant»-Photographie und im speziellen dem 25 herkömmlichen Negativ-Positiv-Verfahrenssystem. Der resultierende Abzug besteht im wesentlichen aus mit Harz überzogenem Trägerpapier und einer das Bild enthaltenden Schicht, welche am Harz haftet. Beim Negativ-Positiv-Verfahren, bei dem die das Bild enthaltende Schicht in den Emulsionsüber-3o zug übergeht, wird oft ein Bindemittel im Emulsionsüberzug verwendet, um die Haftwirkung am Harz zu erzielen. Üblicherweise werden Gelatine oder auch alternative synthetische Materialien als Bindemittel verwendet.
Das Harz ist üblicherweise ein Polyolefin, wie zum Bei-35 spiel Polyethylen, und es ist sehr diesem Material zuzuschreiben, dass mit Harz überzogene Trägerpapiere kommerziell erfolgreich vertrieben werden können.
Andere mit Baryt überzogene photographische Trägerpapiere sind wasserdicht und stossen photographisch-chemische 4o Verfahrenslösungen ab. Sie erfordern daher eine kürzere Trockungszeit und können folglich viel rascher verarbeitet werden. Ebenso benötigen sie weniger Verfahrenschemikalien und werden praktisch nicht deformiert. Dies ist von ganz speziellem Interesse bei Abzügen aus dem Negativ-Positiv-Ver-•»5 fahren und besonders bei farbigen Abzügen, die im allgemeinen während einer längeren Periode in die Verfahrenslösungen eingetaucht werden müssen, als dies bei Schwarzweiss-Kopierpapier der Fall ist.
Wenn aber photographische Abzüge, die aus mit Harz so überzogenem Trägerpapier hergestellt sind, während längerer Zeit wechselnden umgebenden Bedingungen ausgesetzt sind, so können die das Bild enthaltende Schicht und die Harzschicht so stark deformiert werden, dass ästhetisch unwünschbare Sprünge auftreten und sich im Extremfall über 55 den ganzen Abzug ausdehnen und so das Bild vollständig zerstören. Bis diese Sprünge erscheinen dauert es normalerweise einige Monate und in einigen Fällen auch Jahre. Die Erscheinung dieser Sprünge kann aber beschleunigt werden, wenn der Abzug extremeren Bedingungen ausgesetzt ist, wie dies 60 zum Beispiel ganz speziell in Schaufenstern von Läden und Büros der Fall ist. In der Tat treten die Sprünge auf Abzügen, die in Schaufenstern ausgestellt sind, innert Wochen auf. Es scheint auch, dass die Oberflächenbehandlung mit Harz keine Verbesserung bringt. Die fundamentale Ursache für 65 dieses Auftreten der Sprünge ist nicht ganz klar, doch wird vermutet, dass diese Sprünge aus einer physikalischen Wechselwirkung zwischen der das Bild enthaltenden Schicht und der Harzschicht hervorgehen. Allgemein wird angenommen,
3
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dass zwischen der das Bild enthaltenden Schicht und der Harzschicht verschieden starke Ausdehnung resp. Zusammenziehung auftreten bei wechselnden umgebenden Bedingungen wie etwa Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei einem neuen photographischen Abzug kann den resultierenden verschiedenen Kräften mit dem Harz-Überzug Widerstand geleistet werden und so treten keine Sprünge auf. Aber mit dem zunehmenden Alter des Abzuges neigt auch das Harz zur Abnutzung durch beispielsweise den Effekt der Licht- und/ oder Hitzestrahlung und wird nach und nach spröde. In diesem Zustand kann sich das Harz den verschiedenen Kräften nicht sogleich widersetzen und dies führt daher häufig zur Bildung von Sprüngen in entweder nur der das Bild enthaltenden Schicht oder der das Bild enthaltenden Schicht und der Harzschicht.
Die relativ geringe Stabilität der Harzschicht wurde für einige Zeit anerkannt, doch stiess man auf Probleme, wenn man ein stabilisierendes Zusatzmittel dem Harz zugibt, bevor mit diesem der Träger überzogen wurde. Diese Probleme schliessen eine verminderte Haftwirkung zwischen dem Harz einerseits und dem Papierträger andererseits wie auch eine Abnahme der Qualität des Harzüberzuges, bedingt durch den thermischen Abbau des Stabilisators während des Spritz-Überzug-Vorganges, ein.
Um diese Probleme zu umgehen, wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Stabilisator dem Papierträger zugegeben wird oder auf den Träger aufgetragen wird. In beiden Fällen muss der Stabilisator so geschaffen sein, dass er fähig ist, später in die angewandte Harzschicht zu wandern und dass seine Widerstandskraft gegenüber der Rissbildung beibehalten werden kann. So bietet das Verfahren einen Weg, der Rissbildung vorzubeugen ohne jegliche sichtbare Verminderung der Haftfähigkeit des Harzes auf dem Papierträger und ohne sichtbare Abnahme der Qualität des Harzüberzuges. Stabilisatoren sind aber teure Materialien und dieses Verfahren, das im Britischen Patent 1 36 12 19 beschrieben ist, benötigt eine beachtliche Menge.
Es wurde nun gefunden, dass der Gebrauch von gewissen Stabilisatoren in den Harzüberzügen die Rissbildung im wesentlichen hemmt. Ausserdem können diese Stabilisatoren bequem mit dem Harz vermischt werden vor dem Spritzüberzug des Harzes auf den Träger ohne jegliche bedeutsame Abnahme der Haftfähigkeit und qualitativer Erfordernisse des Harzüberzuges.
Die vorliegende Erfindung beschreibt ein photographisches Trägerpapier, das einen Harzüberzug hat, der einen Stabilisator der Formel (I)
r1"CXH2X
OH
I 2
-P OR
0
(I)
Die Bezeichnung x ist vorzugsweise 1.
Das Metall-Salz des entsprechenden Phosphonat-Anions hat die Formel II
10
RX-C H0 — x 2x
■P-
l
0
OR'
M
n
(II)
20
25
30
oder ein Metall-Salz des entsprechenden Phosphonat-Anions enthält, worin R1 ein sterisch gehindertes Hydroxyphenyl, R2 ein Ci-Cu-Alkyl und x die Zahlen von 1 bis 4 bedeuten.
Die sterische Hinderung des Hydroxyphenyls wird vorzugsweise erreicht durch eine oder mehrere gerade oder verzweigte Ketten Ci-Cn-Alkylgruppen, zum Beispiel Ci-C--und Ci-C4-Alkylgruppen, von denen die bevorzugteste eine t-Butylgruppe ist. Am besten ist das Hydroxyphenyl mit zwei solcher Gruppen substituiert, je eine auf jeder Seite und benachbart zur Hydroxylgruppe, welche ihrerseits vorteilhafterweise in der para-Stellung des Phenylringes lokalisiert ist.
R2 ist vorzugsweise eine Ci-Cs, am besten eine Ci-C-j-Alkylgruppe, wie zum Beispiel eine Ethylgruppe.
worin R1, R2 und x weiter oben definiert sind und M ein Metall-Kation und n eine Zahl von 1 bis 4 bedeuten, und n gleich der Valenz von M ist.
Das Metall-Salz ist vorzugsweise im wesentlichen farblos und n ist vorzugsweise 2 und M ist vorzugsweise Nickel oder Calcium.
Die drei wirkungsvollsten Stabilisatoren, die der Formel (I) entsprechen, scheinen 0-Ethyl-3,5-di-t-butyl-4-hydroxy-benzylphosphorsäure und Calcium und Nickel Bis-(0-EthyI-3,5-di-t-butyl-4-hydroxybenzyl-phosponat) zu sein.
Es sind technische Verfahren für die Herstellung von Stabilisatoren der Formel (I) bekannt. Die freie Säure kann hergestellt werden durch Reaktion eines zweckmässigen Hydroxyaralkylhalogenides mit einem tertiären Phosphit.
Die freie Säure kann dann, falls gewünscht, in das Metall-Salz übergeführt werden, indem man sie mit einem geeigneten Metall-Derivat, wie etwa einem Metall-Chlorid, reagieren lässt. Ferner können einige Metall-Salze aus käuflichen Produkten hergestellt werden und als solche verwendet werden oder sie können in die freie Säure übergeführt werden, zum Beispiel unter Verwendung von Salzsäure. Die derart erhaltene freie Säure kann so erfindungsgemäss verwendet werden oder sie kann als Ausgangsmaterial für die Umwandlung in 35 ein anderes Metall-Salz verwendet werden.
Die Stabilisatoren gemäss der vorliegenden Erfindung erhöhen die Lebensdauer eines photographischen Abzuges in rissfreier Form und deren Wirksamkeit wird nicht vermindert, wenn photographisches Kopierpapier, hergestellt aus dem 40 Grundpapier gemäss der vorliegenden Erfindung, vielen ungünstigen Bedingungen ausgesetzt ist, wie sie normalerweise während der photographischen Verarbeitung anzutreffen sind.
Photographisches Trägerpapier hat gewöhnlich auf der 45 Vorder- wie auch auf der Hinterseite einen Harzüberzug. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Stabilisatoren der Formel (I) nicht wesentlich aus dem Vorderseite-Überzug wandern.
Dies ist ein wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfin-50 dung, weil mit Harz überzogenes photographisches Trägerpapier gewöhnlich aufgerollt wird und in diesem Zustand während verschieden langen Zeitspannen gelagert wird. Dabei kommen die Harz-Überzüge der Vorder- und Rückseite in gegenseitigen Kontakt und ermöglichen so einem zur Wande-55 rung befähigten Stabilisator den Übertritt aus dem Harz-Überzug der Vorder- in die Rückseite, wo er für die Verhinderung der Rissbildung keinen Nutzen mehr hat. Jedenfalls wandern die Stabilisatoren der Formel (I) im wesentlichen nicht und deshalb tritt dieses Problem nicht auf. 60 Die Menge an Stabilisator, die gemäss der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, kann stark verschieden sein, doch allgemein beträgt die minimale effektvoll eingesetzte Menge etwa 0,01 Gew.-?ó des Harzes. Die maximale Menge an Stabilisator beträgt etwa 2 Gew.-% des Harzes: falls noch mehr 65 Stabilisator verwendet wird, wird kein zusätzlicher Nutzen zur Verhinderung der Rissbildung mehr beobachtet. Der speziell bevorzugte Bereich von 0,2 bis 0,5 Gew.-% des Harzes verhindert am besten die Rissbildung.
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4
Zusätzlich zu einem Stabilisator gemäss obiger Formel können noch andere Stabilisator-Typen im Harz-Überzug des photographischen Trägerpapieres der vorliegenden Erfindung enthalten sein. Zum Beispiel ist vorzugsweise ein Stabilisator beigemischt, der die Verhinderung der Rissbildung der Stabilisatoren gemäss Formel (I) unterstützt. Beispiele für solche zusammenwirkende Stabilisatoren sind jene Licht-Stabilisatoren, die gehinderte Amine sind. Licht-Stabilisatoren dieser Art sind monomer oder vorzugsweise polymer. Ein Beispiel für diese weniger bevorzugten monomeren gehinderten Amin-Licht-Stabilisatoren ist Bis{2,2,6,6-tetramethyl-4-piperi-dinyl} sebacat, das von Ciba-Geigy unter dem Handelsnamen «Tinuvin 770» verkauft wird. Beispiele für die bevorzugteren polymeren gehinderten Amin-Licht-Stabilisatoren sind jene, die unter den Handelsnamen «Tinuvin 622» und «Chimas-sorb 994» von Ciba-Geigy respektive von Chimosa verkauft werden. Gehinderte Amin-Licht-Stabilisatoren werden mit Vorteil bei der vorliegenden Erfindung verwendet.
Der Harz-Überzug der vorliegenden Erfindung kann auch herkömmliche Zusatzstoffe oder Pigmente enthalten wie zum Beispiel Titandioxid, Zinkoxid, Bariumsulphat, Antimontri-oxid, Russ, Farbstoffe, optische Aufhellungsmittel wie etwa Uvitex OB (Ciba-Geigy) und antistatische Mittel. Falls ein Licht-Stabilisator und ein optisches Aufhellungsmittel beigemischt werden, ist es klar, dass diese in verschiedenen Regionen des Wellenlänge-Spektrums absorbieren müssen, damit eine maximale Wirkung erzielt werden kann, um zu verhindern, dass sich das Licht der gleichen Wellenlänge selbst konkurrenziert.
Das Harz selbst ist üblicherweise ein Polyolefin und vorzugsweise ein Polyethylen, dem eine Vielzahl von Oberflächen-Polituren gegeben werden können, wie etwa glänzend, matt, Seidenglanz, pyramid-körnig und leuchtend.
Das Grundpapier kann auch noch synthetische Fasern oder an deren Stelle Cellu'losefasern enthalten.
In der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung eines photographischen Grundpapieres beschrieben, das aus der Beimischung eines Stabilisators der Formel (I) oder eines Metall-Salzes davon zum Harz-Gemisch und dem Spritz-Überzug des Harz-Gemisches auf das Grundpapier besteht.
Vorgängig der Sensibilisierung wird das harzüberzogene photographische Grundpapier gewöhnlich koronabehandelt, um eine ausreichende Haftwirkung zwischen der das Bild enthaltenden Schicht und der Harz-Schicht sicherzustellen. Eine solche Korona-Behandlung wird allgemein von den das photographische Grundpapier herstellenden Fabrikanten durchgeführt. Um den Effekt dieser Behandlung zu erhalten, bis dass der Sensibilisator auf die das Bild enthaltende Schicht wirken kann, wird das behandelte Harz ratsamerweise sofort mit einer Anti-Haft-Zersetzungslösung überzogen, wie es im Britischen Patent 1 13 42 11 beschrieben ist.
In der vorliegenden Erfindung wird nun eine Anzahl von Beispielen angeführt; die Produkte wurden einem oder mehreren der nachfolgenden Tests unterworfen:
A. Sprung-Bildung
Mit Harz überzogenes Papier wurde mit einer Emulsion überzogen unter Verwendung einer Chlor-Brom-Emulsion mit einem Gelatine-Überzug. Nach der Belichtung wurde das photographische Papier wie folgt behandelt:
Entwickeln 1 Minute
Fixieren Vi Minute
Waschen 2 Minuten
Belichtete und entwickelte Proben wurden mit einem «Ilfospeed 4250»-Trockner getrocknet und die erhaltenen
Abzüge wurden in ein Gehäuse gegeben und abwechselnd folgenden Licht-Dunkel-Zyklen ausgesetzt unter den nachfolgend genannten umgebenden Bedingungen:
Licht-Zyklus (2 Stunden) 70-80 °C (Max)
< 15% Luftfeuchtigkeit
Dunkel-Zyklus (2 Stunden) 30 °C (Min)
> 80% Luftfeuchtigkeit
Als Lichtquelle wurden vier 150-W-Osram-Photoflutlam-pen eingesetzt, die in 50 cm Entfernung von der transparenten Oberfläche des Gehäuses angebracht waren. Der Luftstrom im Gehäuse betrug 5 Liter/Minute während des Licht-Zyklus und 10 Liter/Minute während des Dunkel-Zyklus.
Darauf wurde die Zeit für den kompletten Zerfall des photographischen Bildes bestimmt, wie zum Beispiel dadurch, dass man wartete, bis die Emulsions- wie auch die Harz-Schichten so stark zersprungen waren, dass jegliche Information, die das photographische Bild enthielt, verloren war.
B. Licht-Alterung
Wenn Polyethylen abgebaut wird, tritt Oxidation auf und verursacht die Bildung von Carbonylgruppen. Die Messung der Carbonyl-Absorption liefert daher einen Hinweis auf den Grad des Polyethylen-Abbaus und eine Anzahl von solchen Messungen, die vor, während und nach der Belichtung durchgeführt werden, ermöglichen Schlüsse zu ziehen bezüglich der Fähigkeit, der Sprung-Bildung zu widerstehen.
Mit Harz überzogenes Papier wurde deshalb während total 400 Stunden in einem «Xenotest 150 Weatherometer» bestrahlt. Die umgebenden Bedingungen der Apparatur waren 25 °C und 50% Luftfeuchtigkeit. Die Messungen der Absorption der Probe bei einer Wellenlänge von 1710 cm-1 auf einem Infrarot-Spektrophotometer erfolgte vor und nach der Belichtung während der ganzen Testzeit. In einer graphischen Darstellung wurde die Zunahme der Carbonyl-Funk-tion gegen die Belichtungszeit aufgetragen. Aus dieser Darstellung wurde die Zeit ermittelt, bei der die Carbonyl-Absorption 0,1 erreichte gegenüber unbelichtetem mit Harz überzogenem Papier.
C. Lichtschutz-Abbau
Mit Harz Überzogens Papier wurde durch Wärmeeinwirkung in einem Ofen, in dem die Luft zirkulieren konnte, während 72 Stunden bei 105 °C gealtert. Ein Lichtschutz-Abbauwert wurde erhalten durch Messung der Reflektion der Probe (mit einem gleichbleibenden Unterlagepapier) bei 430 mm Wellenlänge vor und nach dem Altern und Substraktion der Resultate. Die Reflektionsmessungen wurden mit einem «Pretema FS3A spectromat»-Gerät gemacht.
D. Haftwirkung
Die Haftwirkung zwischen der Harzschicht und dem Grundpapier wurde subjektiv ermittelt, und das Resultat erhielt eine Klassierung von 1 bis 5. Gute Haftwirkung wird durch eine kleine Zahl und schlechte Haftwirkung durch eine grosse Zahl bezeichnet.
Beispiel 1
Eine Kontroll-Vorderseite-Harzmischung wurde nach folgenden Angaben hergestellt:
50% TiOi in Polyethylen mit geringer Dichte 7 kg 2% Uvitex OB in Polyethylen mit geringer
Dichte 1 kg
Polyethylen mit geringer Dichte 29,5 kg
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
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Mit der erhaltenen Mischung wurde dann bei einer Geschwindigkeit der Maschine von 30,48 m/min das Grundpapier überzogen, das ein Gewicht von 178 g/m2 hatte. Die Spritz-Schmelz-Temperatur zwischen 300 und 320 °C und das erhaltene Überzugsgewicht betrug 40 g/m2.
Die Test-Ergebnisse für dieses herkömmliche mit Harz überzogene photographische Grundpapier sind in Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 2
Beispiel 1 wurde wiederholt, aber mit dem Unterschied, dass dem Harzgemisch noch 0,25 bis 0,5 Gew.-% (bezüglich des Harzes) von Irgastab 2002HT (Ciba-Geigy), welches Nikkei Bis-(0-ethyl-3,5-di-t-butyl-4-hydroxybenzyl-phosponat) ist, zugefügt wurde. Andere Typen von Stabilisatoren waren auch in einigen der Mischungen enthalten (als Gewichtsprozente bezüglich des Harzes).
Die Test-Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Beispiel 3
Beispiel 1 wurde wiederholt, aber mit dem Unterschied, dass dem Harz-Gemisch noch 0,05 bis 0,25 Gew.-% (bezüglich des Harzes) von Irganox 1425 (Ciba-Geigy), welches Calcium Bis-(0-ethyl-3,5-di-t-butyl-4-hydroxybenzyl-phosphonat) ist, zugefügt wurde. Andere Typen von Stabilisatoren waren auch in einigen der Mischungen enthalten (als Gewichtsprozente bezüglich des Harzes).
Tabelle 1
Bei- Zugabe zum Harz-Gemisch Test-Ergebnisse spiel A/ B/ C D
Wochen Stunden
1
9
140
6,5 1
2 (i)
0,50% Irgastab 2002HT
>20
-
8,6 1
(ü)
0,50% Irgastab 2002HT und
0,05% Irgafos 168
>20
-
8,6 1
(iii)
0,25% Irgastab 2002HT
21
285
6,4 1
(iv)
0,25% Irgastab 2002HT und
0,10% Tinuvin 622
>33
530
7,4 1
(V)
0,25% Irgastab 2002HTund
0,05% Tinuvin 770
>33
450*
7,6 1
3 (i)
0,05% Irganox 1425
14
470*
6.0+ 1
(ü)
0,25% Irganox 1425
17
-
6,4+ 1
(iii)
0,05% Irganox 1425 und
0,10% Tinuvin 622
>23
-
5,7+ 1
(iv)
0,25% Irganox 1425 und
0,10% Tinuvin 622
>23
830*
7,1+ 1
(V)
0,25% Irganox 1425 und
0,05% Tinuvin 770
16
490*
6,7+ 1
* Das Kontroll-Resultat für diese Beispiele war 280. + Das Kontroll-Resultat für diese Beispiele war 5,8.
Beispiel 4
Eine Kontroll-Vorderseite-Harzmischung wurde nach folgenden Angaben hergestellt:
50% TÌO2 in Polyethylen mit geringer Dichte 14 kg 2% Uvitex OB in Polyethylen mit geringer
Dichte 2,5 kg
Polyethylen mit geringer Dichte 58,5 kg
Mit der erhaltenen Mischung wurde wie im Beispiel 1 beschrieben verfahren, mit dem Unterschied, dass die
Geschwindigkeit der Maschine 79,24 m/min betrug. Das mit Harz überzogene Papier wurde dann mit der Emulsion überzogen, verarbeitet und geprüft.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Beispiel 5
Beispiel 4 wurde dreimal wiederholt, aber mit dem Unterschied, dass 0,2% Irgastab 2002HT mit und ohne andere Materialien zugegeben wurde.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
Tabelle 2
Bei
Zugabe zum Harzgemisch
Test-Ergebnisse
spiel
A/ B/
C
L>
Wochen Stunden
4
9
5,2
1
5(i)
0,20% Irgastab 2002HT
>23 -
7,7
1
(ü)
0,20% Irgastab 2002HT und
0,10% Tinuvin 622
>23 -
7,6
1
(iii)
0,20% Irgastab 2002HT und
0,05% Tinuvin 770
>23 -
6,7
1
Beispiel 6
50% TÌO2 in Polyethylen mit geringer Dichte 5 kg
2% Uvitex OB in Polyethylen mit geringer 0,67 kg Dichte
Polyethylen mit geringer Dichte 19,33 kg
Mit der erhaltenen Mischung wurde wie im Beispiel 1 beschrieben verfahren.
Die Test-Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Beispiel 7
Beispiel 6 wurde wiederholt, aber mit dem Unterschied, dass dem Harz-Gemisch noch Irganox 1425 und Tinuvin 622 zugefügt wurde.
Die Test-Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Beispiel 8
Beispiel 6 wurde wiederholt, aber mit dem Unterschied, dass dem Harz-Gemisch noch Irgastab 2002HT und Tinuvin 770 zugefügt wurde.
Die Test-Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
Bei
Zugabe zum Harz-Gemisch
Test-Ergebnisse spiel
B/
Stunden
C D
6
140
6,5 1
7(0
0,30% Irganox 1425 und
0,20% Tinuvin 622
1010
9,4 1
00
0,50% Irganox 1425 und
0,20% Tinuvin 622
755
8,6 1
8(0
0,50% Irgastab 2002HTund
0,10% Tinuvin 770
690*
9,0 1
(ü)
0,20% Irgastab 2002HT und
0,15% Tinuvin 770
960*
12.3 1
(iii)
0,30% Irgastab 2002HT und
0,20% Tinuvin 770
1150*
12,9 1
(iv)
0,50% Irgastab 2002HT und
0,20% Tinuvin 770
1250*
12,5 1
* Das Kontroll-Resultat für diese Beispiele war 280.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
645195
6
Beispiel 9
Beispiel 6 wurde zweimal wiederholt; einmal genau so wie beschrieben und einmal mit Zusatz von 0-Ethyl-3,5-di-t-butyl-4-hydroxybenzylphosphorsäure zum Harz-Gemisch. Die Test-Ergebnisse sind in Tabelle 4 angegeben.
Tabelle 4
Bei- Zugabe zum Harz-Gemisch Test-Ergebnisse spiel B/ C D
Stunden
9 (i) - 195 5,5 1
(i) 0,20% Freie Säure 440 7,5 1
Aus den oben aufgezeigten Ergebnissen geht klar hervor, dass das Phänomen der Sprung-Bildung gehindert wird, wenn ein Stabilisator der Formel (I) im Harz-Vorderseite-Überzug 5 enthalten ist. Entgegen der Erwartung kann der Stabilisator direkt dem Harz-Gemisch zugegeben werden und zwar ohne bedeutsame Verminderung der Harz-Trägerpapier-Haftfähig-keit und der sichtbaren Beschaffenheit des Harz-Überzuges.
1 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

  1. 645 195
  2. 2. Ein photographisches Trägerpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall-Salz der Formel (II)
    r1" CxH2X
    -OR
    M
    _1 n (II)
    entspricht, worin R1, R2 und x in Anspruch 1 definiert sind und M ein Metall-Kation und n eine Zahl von 1 bis 4 bedeuten, und n gleich der Valenz von M ist.
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Ein photographisches Trägerpapier, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Harz-Überzug aufweist, der einen Stabilisator der Formel I
    OH
    E1-C E-x 2x
    ■P-
    I
    0
    OR
  3. 3. Ein photographisches Trägerpapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydroxyphenyl wenigstens durch eine gerade oder verzweigte Kette Ci-Ci2-Alkylgruppe substituiert ist.
  4. 4. Ein photographisches Trägerpapier nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydroxyphenyl durch zwei Alkylgruppen substituiert ist, je eine auf jeder Seite und benachbart zur Hydroxylgruppe.
  5. 5. Ein photographisches Trägerpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisator 0-Ethyl-3,5-di-t-butyI-4-hydroxybenzylphosphorsäure ist.
  6. 6. Ein photographisches Trägerpapier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisator Calcium oder Nickel Bis(0-ethyI-3,5-t-butyl-4-hydroxybenzyl-phosphonat) ist.
  7. 7. Ein photographisches Trägerpapier nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisator in einer Menge von 0,01 bis 2% bezüglich des Harz-Gewichtes vorhanden ist.
  8. 8. Ein photographisches Trägerpapier nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Harz-Überzug noch einen monomeren oder polymeren gehinderten Amin-Licht-Stabilisator enthält.
  9. 9. Ein photographisches Trägerpapier nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Harz ein Polyolefin, vorzugsweise Polyethylen, ist.
  10. 10. Ein photographisches Trägerpapier nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Harz-Überzug ein Korona-behandelter Überzug ist.
    10
    haltende Schicht, die am Harz-Überzug haftet, enthält.
    13. Photographisches Kopierpapier nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die das Bild enthaltende Schicht eine Emulsionsschicht ist.
    14. Verfahren zur Herstellung eines photographischen Trägerpapiers, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stabilisator der Formel (I), wie in Anspruch 1 definiert, oder ein Metall-Salz davon zum Harz-Gemisch gegeben wird und dass das Harz-Gemisch mittels Spritzüberzug auf das Trägerpapier aufgetragen wird.
    CD
    oder ein Metall-Salz des entsprechenden Phosphonat-Anions enthält, worin R1 ein sterisch gehindertes Hydroxyphenyl, R: ein Ci-Ci2-Alkyl und x die Zahlen von 1 bis 4 bedeuten.
  11. 11. Ein photographisches Trägerpapier nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der behandelte Harz-Überzug ein Anti-Haft-Zersetzungsmittel trägt.
  12. 12. Photographisches Kopierpapier, dadurch gekennzeichnet, dass es ein photographisches Trägerpapier nach einem der vorangehenden Ansprüche und eine das Bild ent-
CH299280A 1979-04-20 1980-04-17 Photographische traegerpapiere. CH645195A5 (de)

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GB7913740 1979-04-20

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