CH647761A5 - 4-methoxy-n-(2-(2-(1-methyl-2-piperidyl)aethyl)phenyl)-benzamid-n-oxid. - Google Patents

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CH647761A5
CH647761A5 CH4087/81A CH408781A CH647761A5 CH 647761 A5 CH647761 A5 CH 647761A5 CH 4087/81 A CH4087/81 A CH 4087/81A CH 408781 A CH408781 A CH 408781A CH 647761 A5 CH647761 A5 CH 647761A5
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encainid
piperidyl
methoxy
phenyl
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CH4087/81A
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John E Lawson
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Bristol Myers Co
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    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D211/00Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
    • C07D211/92Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with a hetero atom directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D211/94Oxygen atom, e.g. piperidine N-oxide
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P9/00Drugs for disorders of the cardiovascular system
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft Encainid-N-oxyd der Strukturformel:
45
Diese Verbindung ist ein besseres antiarrhythmisches Mittel. Bei durch Ouabain induzierter ventrikulärer Tachycardie beim Hund (Byrne, et al., an der angegebenen Stelle), ist es bezüglich der Aktivität vergleichbar mit Chinidin, aber etwas weniger wirksam als Encainid. Es ist somit ein äusserst wirksames antiarrhythmisches Mittel und hat gegenüber En-
46,3 mg/ml 833 mg/ml
(Hydrochloridsalz
205 mg/ml)
25
anti-arrhythmische Wirksamkeit Hund,3 i.v.
30
Maus,4 i.p.
50-100 mg/kg 5- 10 mg/kg keine Wirkung 1 mg/kg letal 10 mg/kg
2,43 mg/kg (Mittel 8 Hunde)
ED50
7,1-15 mg/kg
500-1000 mg/kg 62,5-125 mg/kg keine Wirkung bei 1 mg/kg und 10 mg/kg
8,25 mg/kg (Mittel 2 Hunde) unwirksam bei 31,3 mg/kg
1 Unterschiedliche orale Dosen von 5 mg/kg bis zu 2000 mg/kg werden jeweils 2 Mäusen verabreicht; ALD 50 ist für etwa die Hälfte der Tiere die tödliche Dosis; ATD50 ist ungefähr die niedrigste Dosierung bei der Anzeichen physiologischer oder neurologischer Störungen auftreten.
2 Ein anaesthetisierter Hund wird zuerst mit einer Dosis von 1 mg/kg und dann mit einer Dosis von 10 mg/kg behandelt; es werden die Auswirkungen auf den Blutdruck, die Atmung und die Temperatur der Pfoten beobachtet.
3 Anästhetisierter Hund mit offenen Brustkorb, Ouabain induziert (Byrne, J.E. et al. s. oben).
4 Ventriculäre Arrhythmie, die bei Mäusen durch Inhalation von Chloroform hervorgerufen wird, 10 Tiere pro Dosis (Lawson, J. W., J. Pharmacol. Exp. Therap. 160,22 (1968)).
Encainid-N-oxid kann mittels vieler, per se bekannter, Verfahren hergestellt werden, die zur Herstellung von N-50 Oxiden durch Oxidation tertiärer Amine üblich sind. Folgendes Verfahren ist repräsentativ:
Verfahren
Eine Lösung von 10,58 g (0,03 Mol) Encainid in 79,5 ml 55 Methanol und 26,5 ml (0,3 Mol) 30%igem Wasserstoffperoxid lässt man drei Tage bei Raumtemperatur stehen. Anschliessend zerstört man überschüssiges Wasserstoffperoxid, indem man die Reaktionslösung tropfenweise zu einer gerührten Suspension von Platinschwarz gibt, das durch Hy-60 drieren von 300 mg Platinoxyd in 100 ml 50%igem, wässri-gem Äthanol erhalten wurde. Das Platin wird dann abfiltriert und das Filtrat wird im Vakuum eingeengt, wobei man 11,84 g eines hellbraunen, glasähnlichen Feststoffs erhält. Das rohe Produkt chromatographiert man dann auf einer 65 4,5 x 50 cm Aluminiumoxid-Säule (Fisher A-540). Entwik-keln mit Acetonitril entfernt sofort 0,17 g nicht umgesetztes Encainid, anschliessendes Entwickeln mit Methanol ergibt das Encainid-N-oxid.
3
647 761
Das Methanol-Eluat ergibt nach Einengen des Lösungsmittels im Vakuum 8,42 g, in Form eines zerbrechlichen, weissen schaumähnlichen Feststoffs, Fp. etwa 72 °C, dessen Zusammensetzung einem Monohydrat entspricht.
Analyse C22H28N203 • H20 berechnet: C 68,37 H 7,82 N 7,25%
gefunden: C 68,32 H 8,19 N 7,17% NMR: DMSO-d6:1,52 (8, m); 2,70 (5, m); 2,81,2,82 (3, 2s); 3,84 (3, s); 7,20 (6, m); 8,15 (2, m); 10,72,11,20 (1, bs).
IR: 770, 850,1255,1500,1530,1600,1650,2950 und 3270 cm-1.
Die angegebenen NMR-Werte beziehen sich auf chemische Verschiebungen (8) ausgedrückt in ppm gegenüber Te-tramethylsilan als innerer Standard. Die für die verschiedenen «shifts» angegebenen relativen Flächen entsprechen der Zahl der Wasserstoffatome der einzelnen Substituenten und die Art der chemischen Verschiebung, z.B. die angegebene Multiplizität, wird als breites Singulett (bs), Singulett (s) oder Multiplet (m) angegeben. Die Angaben erfolgen in folgender Reihenfolge: NMR (Lösungsmittel): 8 (relative Fläche, Multiplizität). Das IR-Spektrum wurde in einer Dispersion des festen Materials in kristallinem Kaliumbromid gemessen. Die Wellenzahlen signifikanter Absorptionsmaxima sind aufgeführt.
Wenn man das obige Monohydrat 24 Stunden lang bei
26 °C bei Zimmertemperatur stehen lässt, bis keine weitere Gewichtszunahme mehr erfolgt, hat es einen Schmelzpunkt von etwa 58 °C und ist ein glasartiger Feststoff, der in der Zusammensetzung dem Sesquihydrat entspricht.
Analyse C22H28N203 • 1,5H20:
berechnet: C 66,82 H 7,91 N 7,09 H20 6,83% gefunden: C 67,00 H 7,71 N 6,96 H20 6,82%.
Eine Probe des wie oben beschrieben hergestellten Mo-nohydrats trocknet man bei 78 °C in einem Hochvakuum (0,05 mm Hg) 24 Stunden lang über P2Os als Trocknungsmittel. Nach 4 Stunden erhält man konstantes Gewicht.
Nachdem man das Produkt auf diese Weise getrocknet hat, entspricht seine Zusammensetzung dem 1/3-Hydrat.
Analyse C22H28N203 • 1/3H20 berechnet: C 70,58 H 7,72 N 7,49 H20 1,59% gefunden: C 70,62 H 7,62 N 7,37 H20 1,41%.
Aufgrund der Anwesenheit eines zweiten asymmetrischen Zentrums, das auch das Piperidin-Stickstoffatom um-fasst, liegt Encainid-N-oxid in vier diastereoisomeren Formen vor. Dies zeigt sich an dem Paar Singuletts, welche bei 2,81 ppm und 2,82 ppm im vorstehenden NMR-Sepktrum erscheinen und in den verbreiterten Singuletts bei 10,72 ppm und 11,20 ppm. Die beiden Racemate, die einzelnen optischen Isomere und deren Mischungen sind Teil der vorliegenden Erfindung.
5
10
15
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25
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35
40
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50
55
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65
S

Claims (4)

647761
1.4-Methoxy-N-[2-[2-(l-methyl-2-piperidyl)-äthyl]phe-nyl]-benzamid-N-oxid.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Methoxy-N- s [2-[2-(l-methyl-2-piperidyl)-äthyl]-phenyl]-benzamid zu einem N-Oxid oxidiert.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Oxidation 4-Methoxy-N-[2-[2-(l-methyl-2-piperidyl)-äthyl]-phenyl]-benzamid mit einem Überschuss an io Wasserstoffperoxyd bei Zimmertemperatur umsetzt.
cainid den Vorteil grösserer Wasserlöslichkeit und verringerter Toxizität.
Encainid ist relativ gering wasserlöslich und schwierig zu pharmazeutischen Tabletten zu verarbeiten. Sein Hy-drochloridsalz hat, verglichen mit der Base, eine höhere Wasserlöslichkeit, bereitet bei der Tablettenherstellung keine Schwierigkeiten, hat jedoch einen bitteren Geschmack. Die erfindungsgemässe Verbindung stellt eine Verbesserung im Vergleich zu Encainid und seinem Hydrochloridsalz dar, da sie sehr gut wasserlöslich ist und eine wesentlich geringere Toxizität aufweist. In der nachstehenden Tabelle ist ein Vergleich der Eigenschaften von Encainid und Encainid-N-oxid aufgeführt.
15 Eigenschaften
Encainid
Encainid-N-oxid
4-Methoxy-N-[2-[2-(l-methyl-2-piperidyl)-äthyl]phenyl]-benzamid-N-oxid ist eine heterocyclische Kohlenstoffverbindung der Piperidinreihe mit einem zusätzlichen Ring und einem Stickstoffatom, das durch nicht-ionische Bindung (Klasse 546, Untergruppe 229) indirekt an den Piperidinring gebunden ist, ein N-Methylpiperidin-N-oxid-Derivat.
Encainid ist eine antiarrhythmische Verbindung, die in der Literatur auch mit MJ 9067 bezeichnet wird (USAN und «The USP Dictionary of Drag Names 1980», Seite 122, United States Pharmacopeial Convention, Inc., 12601 Twin-brook Parkway, Rockville, MD 20852, Library of Congress Catalog Card No. 72-88571). Encainid hat die folgende Strukturformel:
CONH
H3C0
CONH
Wasserlöslichkeit
Toxizität AlDso1 ATÜ501 Hund i.v.2
Die nachstehenden Veröffentlichungen beschreiben die chemische Synthese von Encainid und dessen antiarrhythmische Eigenschaften bei Tieren.
Dykstra, S. J.; et al., J. Med. Chem., 16,1015-1020 (1973). Stanley J. Dykstra und Joseph L. Minielli, U.S. Patent No. 3931 195.
Byrne, J.E., et al., J. Pharmacology and Expérimental Therapeutics, 200,147-154 (1977).
CH4087/81A 1980-06-19 1981-06-19 4-methoxy-n-(2-(2-(1-methyl-2-piperidyl)aethyl)phenyl)-benzamid-n-oxid. CH647761A5 (de)

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