CH649665A5 - Integriertes waehl- und uebertragungsnetz. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein integriertes Wähl- und Übertragungsnetz gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In einem Fernmeldenetz werden untereinander gleiche Wählmodule verwendet, um Wähler herzustellen, die leicht gehandhabt werden können und die es ermöglichen, die Kapazität des Netzes im normalen Betrieb zu erweitern. Das Netz kann mit Wählmodulen nur dann befriedigend erweitert werden, wenn ein Modul von Anfang an so aufgebaut ist,
dass seine Eigenschaften unabhängig von der Netzkapazität unverändert bleiben können. Wählmodule, die in Frequenz-multiplex-Fernsprechnetzen enthalten sind und die nur räumliche Durchschaltungen vornehmen, sind seit langem bekannt. Derartige analoge Wählmodule bilden Stufen, die mittels Zwischenleitungsgruppen untereinander verbunden sind, die, um das Netz zu erweitern, dadurch modifiziert werden, dass weitere Module hinzugefügt werden. Wählmodule jedoch, die in Zeitmultiplex-Systemen enthalten sind, sind schwieriger herzustellen, weil normalerweise sowohl räumliche als auch zeitliche Kanaldurchschaltungen bei der Informationsübertragung zwischen Teilnehmeranschlüssen erfolgen, die mit dem Zeitmultiplex-Wähl- und -Übertragungsnetz verbunden sind. Prinzipiell können gleiche Module nur dann erzeugt werden, wenn ein Modul sowohl zeitliche als auch räumliche Durchschaltungen durchführt.
Es ist bekannt, Zeitmultiplex-Schaltungen zu verwenden, deren Durchschaltungsprinzipien durch Begriffe wie «Zeit-Raum-Zeit» oder «Zeit-Raum-Raum-Zeit» oder «Raum-Zeit-Raum» bezeichnet werden, wobei diese Bezeichnung anschaulich wiedergibt, in welcher Reihenfolge in das Wählsystem in Zeitmultiplex-Form einkommende Information zwischen Zeit-Stufen übertragen wird, um zeitliche Durchschaltungen durchzuführen, und zwischen Raumstufen, um räumliche Durchschaltungen durchzuführen.
Ein bekannter Modulwähler für Zeitmultiplex-Digitalin-formation, der in «Colloque International de Commutation Electronique, Paris 1966, Seiten 513-520» beschrieben ist, enthält zur Hauptsache untereinander gleiche Module, die sämtlich zwischen einer Anzahl von Zeitmultiplex-Eingangs-Leitungen einer Anzahl von Zeitmultipl ex-Ausgangs-Leitungen durchschalten, wobei das Zeitmultiplex-Format-Format, d.h. die Anzahl von Zeitschlitzen pro Rahmen, die unterschiedlich für verschiedene Leitungsarten ist, und wobei die räumlichen Durchschaltungen innerhalb eines Moduls mit Hilfe eines internen Multiplex-Formats erzielt werden, das wenigstens so viele Zeitschlitze hat wie Informationskanäle vorhanden sind, die zum Modul empfangen werden. Zeitmul-tiplex-Leitungen, die zwischen den Modulen angeordnet sind, haben dieselbe Funktion wie die erwähnten Zwischenleitungsgruppen, von denen jede durch eine einzige Zeitmultiplexleitung gebildet wird, deren Zeitmultiplex-Format garantiert, dass Verbindungen ohne Blockierung hergestellt werden.
In der DE-OS 25 46 205 ist ein «Zeit-Zeit»-Durchschalt-prinzip beschrieben, das mit Hilfe von Eingangsmodulen erzielt wird, die durch eine einzige gemeinsame Zeitmulti-plex-Leitung mit Ausgangsmodulen verbunden sind. Dank dieser gemeinsamen Zeitmultiplex-Leitung kann eine Raumstufe entfallen, und verglichen mit dem erstgenannten, bekannten Modulschalter sind dadurch verbesserte Handhabungsmöglichkeiten erzielt. Wenn ein Modulfehler auftritt, wird das fehlerhafte Modul durch ein fehlerfreies ersetzt,
ohne dass dadurch die Durchschaltkapazität der anderen Module beeinflusst wird. Bei einer Erweiterung des Netzes werden weitere Eingangs- und Ausgangsmodule mit der genannten gemeinsamen Zeitmultiplex-Leitung verbunden, was, wenn nötig, auch während des Betriebs geschehen kann.
Ausser den oben genannten Gesichtspunkten, die die Unterteilung des Wählers in Module betreffen, spielt die Art und Weise, wie die Durchschaltungen durch den Wähler hergestellt werden, d.h. die Steuerung des Wählers, eine wichtige Rolle für die Zuverlässigkeit und die Kapazität des Fernsprechnetzes. Es ist beispielsweise aus den oben genannten Veröffentlichungen bekannt, einen digitalen Zeitmultiplex-wähler mit Hilfe eines zentralen Rechners zu steuern, der von den Teilnehmerausrüstungen oder von einem entfernten Kon-zentrator Steuersignale erhält, die einen Auftrag für die Herstellung einer Verbindung angeben. Der Computer findet aufgrund der genannten Steuersignale die Adressen, Indices, Zeitschlitze, Zeitmultiplexleitungsnummern usw., die, abhän2
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gig von dem gewählten Wählerprinzip, zu den Zeit- und Raumstufen und den Modulen des Wählers übertragen werden müssen, damit die befohlene Verbindung hergestellt wird. Bei den ältesten Zeitmultiplexsystemen wurde für den Anschluss des Computers ein gesondertes Steuerübertragungsnetz angeordnet. In modernen und verbesserten Zeit-multiplex-Systemen, beispielsweise dem digitalen «Zeit-Raum-Zeit»-System, das in der DE-PS 23 06 301 beschrieben ist, zielt man auf eine Entlastung des Computers hin, während gleichzeitig das erwähnte Steuerübertragungsnetz so weit wie möglich in das passende Zeitmultiplex-Informa-tionsübertragungssystem mit einbezogen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein leicht zu handhabendes und leicht zu erweiterndes IST-Netz (integriertes Wähl- und Übertragungsnetz) zu schaffen, dessen blockierungsfreier «Raum-Zeit»-Wähler untereinander gleich ausgelegte Wählmodule enthält, die in dezentralisierter Weise ohne ein besonderes Steuerinformationsübertragungssystem und vollständig ohne zentral angeordnete Steuereinheit oder Computer gesteuert werden. Diese Aufgabe wird mit einem integrierten Wähl- und Übertragungsnetz gemäss Patentanspruch 1 gelöst. Das mit der Erfindung geschaffene IST-Netz wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm des IST-Netzes;
Fig. 2 eine synchronisierende Takteinrichtung;
Fig. 3 eine Zeitstufe eines Wählmoduls;
Fig. 4 drei Signalempfangseinheiten eines Wählmoduls; und
Fig. 5 und 6 jeweils eine Signalumwandlungseinheit eines Wählmoduls.
Figur 1 zeigt n Leitungsgruppen LGl-LGn, zwischen denen Fernsprechverbindungen mit Hilfe von n Leitungsmodulen LMl-LMn und einem digitalen Wähler S, der wenigstens n2 — n Wählmodule SM enthält, hergestellt werden.
Jeder Leitungsgruppe, z.B. LG1, ist ein Leitungsmodul LM1 zugeordnet, das einen Sender T1 und einen Empfänger R1 umfasst, die über eine Zeitmultiplexleitung Lai bzw. Lbl mit Wählmodulen SMl/1-SMl/n, die in Fig. 1 Zeilen bilden bzw. mit Wählmodulen SM 1/1 bis SMn/1, die in Fig. 1 Spalten bilden, verbunden sind. Die Zeitmultiplexleitungen übertragen in Zeitmultiplexform digitale Gesprächs- und Signalinformationen von den Leitungsmodulen zum digitalen Wähler S und umgekehrt.
Das IST-Netz aus der Fig. 1 ist vereinfacht, um die Beschreibung deutlicher werden zu lassen, und es sind nur diejenigen Netzteile, die für die Erläuterung der Erfindung benötigt werden, dargestellt. Die Zeitmultiplex-Synchronisie-rung des IST-Netzes beispielsweise ist nur durch den Takteingang CL angedeutet, der an jedem Wählmodul vorhanden ist, so dass die Empfänger Rl-Rn die von dem Wähler S kommende Information unter Rahmensynchronismus erhalten. Innerhalb jedes Leitungsmoduls wird eine Rahmensynchroni-sierung durchgeführt, so dass auch die Information, die von den Sendern Tl-Tn zum Wähler S übertragen wird, rahmensynchron ist. In der Praxis sind die Synchronisationsbedingungen nicht so ideal, sondern es treten aufgrund der Tatsache, dass in grösseren Netzen jedes Leitungsmodul einen eigenen Taktgenerator umfasst, Phasenverschiebungen und sogenannte plesiochrone Informationsübertragungen zum Wähler S auf. Es ist aber bekannt, beispielsweise den im Augenblick schnellsten Takt zu verwenden, um die zum Wähler S kommende Information zu synchronisieren und Phasenkompensationskreise in den Leitungsmodulen anzubringen und sich der sogenannten «Impulspufferungs»-Anordnungen zu bedienen, um Informationsverluste zu vermeiden. In der nachfolgenden Beschreibung wird deshalb vorausgesetzt,
dass die Leitungsmodule, Zeitmultiplexleitungen und Wählmodule ein ideal synchronisiertes System darstellen.
Ein Zeitmultiplexformat ist, wie bekannt, hauptsächlich durch seine Rahmenfrequenz von beispielsweise 8 kHz bestimmt und ausserdem durch die Anzahl der Zeitschlitze pro Rahmenperiode. So können beispielsweise m Zeitschlitzgruppen vorhanden sein, von denen jede 32 Zeitschlitze aufweist. In jedem Zeitschlitz'wird eine Informationseinheit übertragen, die in einem digitalen System aus einem Digitalwort besteht, das sich aus einer Anzahl von Bits, z.B acht, zusammensetzt. Die meisten Zeitschlitze in einer Rahmenperiode dienen der Informationsübertragung, doch einige Zeitschlitze, z.B. zwei innerhalb einer Gruppe von 32 Zeitschlitzen, sind für Synchronisation und Signalübertragung reserviert. Bei dem hier beschriebenen IST-Netz wird für die Synchronisation nicht in jedem Rahmen ein Zeitschlitz benötigt, sondern es werden vielmehr sogenannte Leerlauf-Signale , die anzeigen, dass innerhalb einer gegebenen Zeitschlitz-Gruppe keine Signalübertragung stattfindet, ausserdem als Synchronisationssignale benutzt, so dass praktisch die oben genannten wenigen Zeitschlitze für Digitalsignale und Signalbotschaften benutzt werden können, welche unten im einzelnen beschrieben werden und welche sich jeweils auf die einer 32-Zeit-schlitz-Gruppe zugehörigen Übertragungskanäle beziehen, wobei es möglich ist, die zum Teil für Impulscode modulierte Sprachübertragung und zum Teil für Datenübertragung zu verwenden.
Es ist für IST-Netze bekannt, sowohl Parallel- als auch Serieninformationsübertragung anzuwenden und zwischen Zeitmultiplex-Formaten mit unterschiedlichen Vielfachen von 32 Zeitschlitzen zu variieren. Es sei für das Netz, wie es in der Fig. 1 gezeigt ist, angenommen, dass dasselbe Format-und Übertragungsprinzip für die Zeitmultiplexleitungen La, Lb benutzt wird. Bekannte Parallel-Serien- oder Serien-Paral-lel-Umsetzer sind, sofern erforderlich, in den Leitungs- und Wählmodulen des Netzes vorhanden und in der Fig. 1 nicht dargestellt. Ausserdem können Analog/Digital- und Digital/ Analog-Wandler entweder in den Teilnehmerausrüstungen oder den Leitungsmodulen angeordnet sein, doch sind diese nicht dargestellt, da sie nicht zur Erfindung gehören. Gleiches gilt für bekannte Konzentratoren, die in den Leitungsmodulen enthalten sein können und die benötigt werden, wenn eine Leitungsgruppe eine grössere Anzahl von Teilnehmerausrüstungen als Zeitschlitze im Zeitmultiplex-Format aufweist, das für die Zeitmultiplexleitungen gewählt ist.
Dagegen zeigt Fig. 1, dass jedes Leitungsmodul mit wenigstens einer Steuereinheit CU versehen ist, die einer Leitungsuntergruppe zugeordnet ist. Jede Steuereinheit steuert die Zuordnung von einer Anzahl von Zeitschlitzen auf dem zugehörigen Zeitmultiplex-Leitungspaar Lax/Lbx; zum Beispiel eine der genannten m 32-Zeitschlitzgruppen für die Übertragung der Gesprächsinformation der Untergruppe und der zugehörigen Signalinformation zu und vom Wähler S. In Fig. 1 ist ein System gezeigt, das derart ausgelegt ist, dass nur eine Steuereinheit in jedem Leitungsmodul angeordnet ist mit Ausnahme des Leitungsmoduls LM2, welches m Steuereinheiten CU2,l-CU2,m enthält, so dass die Leitungsgruppe LG2 folglich m Untergruppen LSG2,l-LSG2,m aufweist. Die genannten m Steuereinheiten verfügen jede über eine 32-Zeit-schlitz-Gruppe, d.h. zusammen benutzen sie alle Zeitschlitze des Zeitmultiplexleitungspaares La2/Lb2. Das Leitungsmodul LM2 enthält einen in Fig. 1 nicht gezeigten Konzentrator, wenn eine der genannten Leitungsuntergruppen mehr als 30 Teilnehmerleitungen aufweist, denn mit Hilfe der zugehörigen Steuereinheit können maximal 30 Teilnehmerausrüstungen gleichzeitig in Zeitmultiplex-Form beispielsweise mit der Leitung La2 verbunden werden.
Eine mit einem Leitungsmodul enthaltene Steuereinheit ist so ausgelegt, dass sie das Herstellen von Verbindungen
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innerhalb ihrer eigenen Leitungsuntergruppe steuert. Wenn das Leitungsmodul nur eine Steuereinheit aufweist, dann braucht der Wähler nicht unbedingt ein Wählmodul zu enthalten, das zwischen den Zeitschlitzen auf dem Zeitmultiplex-leitungspaar durchschaltet, welches mit dem Leitungsmodul verbunden ist, sondern das Leitungsmodul kann in diesem Fall einen internen Wähler enthalten, mit dem interne Unter-gruppen-Verbindungen hergestellt werden. Wenn ausserdem die Teilnehmerausrüstung dieser Untergruppe jeweils eine gesonderte Leitung zum Leitungsmodul haben, dann stellt der interne Wähler eine Raumstufe dar. Der Vorteil, einen internen Wähler zu haben, besteht darin, dass die internen Gesprächsverbindungen der Untergruppe auf dem zugehörigen Zeitmultiplexleitungspaar weder für Gesprächsinformationen noch für Signalinformation Zeitschlitze erfordern. Auf diese Weise erhält man eine grössere Durchschaltkapazität. Da andererseits die analoge Gesprächs- oder Nachrichteninformation der Untergruppe ohnehin in Zeitmultiplex-Digital-Information umgewandelt wird, die durch den Wähler S zu anderen Leitungsmodulen durchgeschaltet wird, und da der interne Wähler, der im Leitungsmodul benötigt wird, meist nicht einfacher ausgeführt sein kann als ein Wählmodul, wird die grösstmögliche Gleichförmigkeit in einem IST-Netz dann erreicht, wenn der Wähler n2 gleiche Wählmodule enthält. Wählmodule, z.B. SM2/2, die über ein Zeitmultiplexleitungspaar La2/Lb2 mit dem zugehörigen Leitungsmodul LM2 verbunden sind, müssen jedoch immer vorgesehen sein, wenn die Leitungsmodule mehr als eine Steuereinheit enthalten, weil Verbindungen zwischen Untergruppen, die zur selben Leitungsgruppe gehören, z.B. zwischen LSG2,1 und LSG2,n, nur über den Wähler S hergestellt werden können. In dem in Fig. 1 gezeigten Wähler sind die Module SM1/1, SMn-n/n-1 und SMn/n weggelassen worden, und es wird angenommen, dass die Leitungsmodule LM1, LMn-1 und LMn interne Wähler enthalten, die nicht dargestellt sind.
Eine in ein Leitungsmodul eingehende Steuereinheit ist ausserdem so ausgelegt, dass sie zusammen mit Steuereinheiten anderer Untergruppen den Wähler steuert, wenn externe Verbindungen zwischen der eigenen Untergruppe und den anderen Untergruppen hergestellt werden, wobei die oben genannten Zeitschlitze benützt werden, die für Signalinformation vorgesehen sind. Dies bedeutet, dass die gesamte Steuerintelligenz des IST-Netzes auf die dezentralisierten Steuereinheiten verteilt ist. Jedes Modul des Wählers weist eine Zeitstufe TS und eine signalbehandelnde Logikschaltung SL auf, die vollständig passiv und ohne Eigenintelligenz sind. Jedes Modul ist, ausser an den Taktgenerator für die Synchronisierung, ausschliesslich auf der Eingangsseite mit einem der Sender Tl-Tn und auf der Ausgangsseite mit einem der Empfänger R-Rn verbunden. Der Wähler S ist also nicht mit einer intelligenten Zentralsteuereinheit versehen. Die dezentralisierten Steuereinheiten der Leitungsmodule erhalten ihre Intelligenz z.B. mit Hilfe von gespeicherten Programmen. Die mittels gespeicherter Programme gesteuerten Steuereinheiten brauchen in ihren Einzelheiten in Verbindung mit der Erfindung nicht beschrieben zu werden. Beim Herstellen der externen Verbindungen erhält man bei den Steuereinheiten des neuen IST-Netzes die nachfolgend erläuterten wichtigen Funktionen, welche das Signalisieren entweder zwischen Steuereinheiten oder zwischen einer Steuereinheit und dem Wähler betreffen und welche mit Hilfe von an sich bekannten Computern durchgeführt werden, beispielsweise mit dem Motorola Mikro-Computer M6800, der in geeigneter Weise programmiert ist.
Die Signalübertragung zwischen zwei Steuereinheiten zielt darauf ab, Signalbotschaften auszutauschen, die beispielsweise entsprechend einem Signalsystem codiert sind, das die CCITT-Bezeichnung X-25 hat. Der Aufbau des
Signalsystems braucht im einzelnen nicht beschrieben zu werden, damit die Erfindung verstanden werden kann. Es reicht aus festzustellen, dass jede Botschaftseinheit so codiert wird, dass die empfangene Steuereinheit weiss, wenn die gesamte Einheit, die aus einer individuellen Zahl von Digitalwörtern besteht, empfangen worden ist. Ausserdem ist der Aufbau des Signalsystems derart, dass ein Austausch von Botschaften in den beiden Übertragungsrichtungen in beiden Steuereinheiten dazu führt, dass sie wissen, dass eine Nachrichtenverbindung durch den Wähler nicht hergestellt, hergestellt oder beendet werden soll, und zwar mit Hilfe von Adressen und Zeitschlitzen, die aufgrund eines abgeschlossenen Signalaustausches zwischen zwei Steuereinheiten erhalten wurden. In dem vorgeschlagenen IST-Netz werden die Botschaften des Signalsystems während eines Zeitschlitzes übertragen, der für Signalinformation vorgesehen ist und nachfolgend als Zeitschlitz bezeichnet ist. Um beispielsweise von der Steuereinheit CU2,m zur Steuereinheit CUI eine Signalbotschaftseinheit zu übertragen, muss das Wählmodul SM2/1 eine zeitliche Durchschaltung vom Zeitschlitz 16 in die 32er Zeitschlitzgruppe vornehmen, die der Steuereinheit CU2,m zugeordnet ist, auf den Zeitschlitz 16 innerhalb der 32er Zeitschlitzgruppe, der der Steuereinheit CUI zugeteilt ist, was eine sogenannte 16-16-Durchschaltung ist. Die Arbeitsweise des Wählmoduls wird später beschrieben. Bevor die Steuereinheit CU2,m mit der Übertragung der erwähnten Botschaftseinheit beginnt, muss sie wissen, dass weder das Wählmodul SM2/1 im Auftrag von z.B. der Steuereinheit CU2,1 noch eines der Wählmodule Sm>2/1 im Auftrag von einer der Steuereinheiten CU >2 irgendeine 16-16-Durchschaltung durchführen muss, um eine andere Nachricht zu der Steuereinheit CUI zu übertragen.
Um eine zuverlässige Nachrichtenverbindung herzustellen, überträgt die Steuereinheit CU2,m zuerst während dem zweiten ihrer Zeitschlitze, der für Signalinformation vorgesehen und nachfolgend als Zeitschlitz bezeichnet ist, ein Rufsignal, das an die Steuereinheit CUI adressiert ist. Die Adresse zur Steuereinheit CUI definiert auch das einzige Wählmodul SM2/1, über das das Rufsignal übertragen werden muss. Eine Steuereinheit überträgt die Rufsignale jeweils einzeln, was bedeutet, dass die Übertragung einer vorgesehenen Botschaftseinheit beendet sein muss, bevor diese Steuereinheit ein weiteres Rufsignal überträgt.
Aufgrund von Rufsignalen, die eine Steuereinheit während des ihr zugeordneten Zeitschlitzes 0 empfangen hat, sendet diese Steuereinheit während ihres Zeitschlitzes 0 ein Antwortsignal nach dem andern, was bedeutet, dass die Übertragung der vorgesehenen Botschaftseinheit mittels des entsprechenden Rufsignals beendet werden muss, bevor diese Steuereinheit ein neues Antwortsignal sendet, das einem anderen Rufsignal zugehört. Bei dem angenommenen Signalgabebeispiel sendet die Steuereinheit CUI entsprechend der erwähnten «Eins nach dem andern»-Regel ein Antwortsignal, das an die Steuereinheit CU2,m adressiert ist. Die Adresse zur Steuereinheit CU2,m bestimmt auch das einzige Wählmodul SM 1/2, über das das Anwortsignal übertragen werden muss.
Die erwähnte «Eins nach dem andern»-Regel, die Rufe und Antworten betrifft, macht die folgenden Bestätigungsoperationen möglich: Ein Rufsignal wird kontinuierlich wiederholt, bis das zugehörige Antwortsignal empfangen wurde. Wenn das empfangene Rufsignal aufhört, dann weiss die angerufene Steuereinheit, dass das Antwortsignal an der rufenden Steuereinheit angekommen ist. Auch ein Antwortsignal wird wenigstens so lange wiederholt, bis wenigstens das erste Wort der Botschaftseinheit empfangen worden ist.
Wenn das Antwortsignal erlischt, weiss die rufende Steuereinheit, dass die genannte 16-16-Verbindung zuverlässig arbeitet.
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Es werden jedoch maximale Zeitgrenzen für die Sendedauer der Ruf- und Antwortsignale eingeführt. Wenn nach einer maximalen Zeitspanne kein Antwortsignal oder kein Botschaftswort empfangen worden ist, dann erzeugt die jeweils wartende Steuereinheit ein Alarmsignal.
Wenn die angerufene Steuereinheit, bei dem Beispiel die Steuereinheit CUI, die gesamte Botschaftseinheit während ihres Zeitschlitzes 16 empfangen hat, dann sendet sie an die anrufende Steuereinheit, die Steuereinheit CU2,m im Beispiel, während ihres Zeitschlitzes 0 ein Signal, dessen Inhalt anzeigt, dass die Botschaftseinheit entweder korrekt empfangen worden ist, oder noch einmal gesendet werden muss. Die genannten «korrekt empfangen»- und «noch einmal senden»-Signale sind modifizierte Antwortsignale, die beide die Eigenschaft haben, dass sie die Adresse der angerufenen Steuereinheit nicht enthalten müssen, weil aufgrund der «Eins nach dem andern»-Regel die anrufende Steuereinheit weiss, dass dieses Antwortsignal nur von der angerufenen Steuereinheit kommen kann. Das genannte Betätigungsprinzip wird auch dazu benützt, die Übertragung der Botschaftseinheit in zuverlässiger Weise abzuschliessen. Die angerufene Steuereinheit wiederholt dauernd das erwähnte «korrekt empfangen»-Signal. Die anrufende Steuereinheit antwortet durch fortlaufendes Aussenden eines «korrekt empfangen»-Signals an die angerufene Steuereinheit. Wenn die angerufene Steuereinheit das «korrekt-empfangen»-Signal erhält, beendet sie das Aussenden des Signals «korrekt empfangen» ihrerseits. Wenn die anrufende Steuereinheit das Signal «korrekt empfangen» nicht mehr empfängt, hört auch sie mit dem Senden auf.
Der beschriebene Signalgabevorgang hat zur Folge, dass eine einzige Botschaftseinheit zuverlässig in einer Verkehrsrichtung übertragen wurde. Um einen Botschaftsaustausch zu erreichen, wird ein äquivalenter Prozess in der anderen Verkehrsrichtung wiederholt, wobei die beiden Steuereinheiten ihre Rollen vertauschen.
Neben der genannten «Eins nach dem andern»-Regel besteht eine erste Prioritätsregel, nach der eine Steuereinheit empfangene Rufsignale zu beantworten hat, bevor sie als rufende Steuereinheit einen Botschaftsaustausch beginnt oder fortsetzt. Diese erste Prioritätsregel verhindert, dass sich zu viele unbeantwortete Rufsignale ansammeln. Die erwähnte maximale Zeitspanne, die für Rufsignale gültig ist, ist im Hinblick auf die Tatsache festgelegt, dass eine Steuereinheit von sämtlichen anderen Steuereinheiten des IST-Netzes während derselben Rahmenperiode angerufen werden kann. Probleme des Wartens ergeben sich nicht nur bei der gerufenen Steuereinheit, sondern auch in den zugehörigen Wählmodulen und der betreffenden Zeitmultiplexleitung zur Übertragung der Rufsignale von dem Wähler zur angerufenen Steuereinheit. Auch die genannten Arten von Antwortsignalen sind am Aufreihen der Signale, die an eine Steuereinheit adressiert sind, beteiligt, doch aufgrund der «Eins nach dem andern»-Regel liegt maximal ein Signal der Antworttype zusammen mit einer Anzahl von Rufsignalen vor. Die Lösung, wie das genannte Problem des Schlangestehens überwunden wird, wird später beschrieben.
Während Rahmenperioden, die weder dadurch besetzt sind, dass sie die bisher erläuterten Signale zum Rufen oder Antworten übertragen, noch Signale für den Auf- oder Abbau von Verbindungen enthalten, wie nachfolgend erläutert wird, werden die Zeitschlitze 0 an den Zeitmultiplexleitungen des IST-Netzes dazu verwendet, die bereits erwähnten Leerlaufsignale zu übertragen.
Die Signalübertragung zwischen den Steuereinheiten und dem Wähler hat zum Ziel, die 16-16-Verbindungen zwischen den Steuereinheiten als auch die ml,tl-m2,t2-Verbindungen zur Nachrichtenübertragung zwischen den Teilnehmerausrüstungen auf- oder abzubauen. Damit ist gemeint, dass der Wähler zeitliche Durchschaltungen sowohl vom Zeitschlitz 16, der der aussendenden Steuereinheit zugeordnet ist, zum Zeitschlitz 16, welcher der empfangenden Steuereinheit zugeteilt ist, als auch von einer relevanten der zur 32-Zeitschlitz-Gruppe ml zugehörigen Zeitschlitz tl, während der die fragliche Nachrichteninformation durch den Wähler empfangen wird, zum einer relevanten 32-Zeitschlitz-Gruppe m2 zugehörigen Zeitschlitz t2, während der der Wähler die fragliche Nachrichteninformation aussendet, durchführt.
Aus der Erläuterung der passiven Funktion des Wählers geht hervor, dass die genannten Rufsignale dazu benützt werden, die erwähnte 16-16-Verbindung herzustellen. Um eine ml,tl-ml,t2-Verbindung herzustellen, überträgt eine Steuereinheit, z.B. CU2,1, deren nl-Zahl 2 ist, ein Verbindungsaufbausignal während des ihm zugeordneten Zeitschlitzes 0, der gleichzeitig die 32-Zeitschlitz-Gruppe ml = 1 der Steuereinheit definiert. Das Verbindungsaufbausignal enthält sowohl einen Aufbaucode und eine n2-Zahl, z.B. n2 = 2, um das einzige in Frage kommende Wählmodul zu adressieren, beispielsweise das Wählmodul SM2/2. Das Verbindungsaufbausignal enthält darüber hinaus die genannten Zeitschlitze tl und t2, wie auch eine m2-Zahl, z.B. m2 = 2, um den empfangenden Teilnehmer und dessen 32-Zeitschlitz-Gruppe, die den Zeitschlitz t2 enthält, zu bezeichnen. Gemäss dem Beispiel bezeichnet das Verbindungsaufbausignal eine Einweg-Nachrichtenverbindung von einer Teilnehmerausrüstung der Untergruppe LGS2,1 (n 1 = 2, m2 = 1 ) zu einer Teilnehmerausrüstung der Untergruppe LGS2,2 (n2 = 2, m2 = 2). Die signalbehandelnde Logik des Empfangswählermoduls SM2/2 wandelt das Verbindungsaufbausignal in Operationssignale um, mit denen die Zeitstufe dieses Wählmoduls die vorgesehene Durchschaltung herstellt. Das Verbindungsaufbausignal beeinflusst aufgrund seiner n2-Zahl keine andere Zeitstufe in einem anderen Wählmodul. Auf diese elegante Weise werden die räumlichen Durchschaltungen des Wählers durchgeführt, ohne die üblichen Raumstufen und besondere Raumdurch-schaltungssignale.
Um eine mI,tl-m2,t2-Verbindung abzubrechen, sendet eine Steuereinheit während ihres ihr zugeordneten Zeitschlitzes 0 ein Verbindungsabbausignal, das durch einen Abbaucode gekennzeichnet ist, und das sich vom Verbindungsaufbausignal nur dadurch unterscheidet, dass eine tl-Zeitschlitzangabe unnötig ist. Der Abbau einer 16-16-Verbindung wird dem Wähler entweder mittels eines «korrekt empfangen»--Bestätigungssignals oder mit Hilfe eines Abbausignals, das t2 = 16 enthält, signalisiert.
Die genannten Signale, die durch die Steuereinheiten erzeugt werden, enthalten wie die Botschaftseinheiten des Signalsystems einen Code und die in Rede stehenden Variablen, wie die erwähnten, mit Hilfe der Zahlen nl,n2 und ml,m2 angegebenen Adressen und die tl,t2-Zeitschlitze. In einem grösseren System mit beispielsweise acht Leitungsmodulen, von denen jedes 32 Steuereinheiten enthält, um zwischen etwa 8000 Teilnehmerausrüstungen in blockierungsfreier Weise und ohne die Notwendigkeit, Konzentratoren einzubauen, wählen zu können, können die Signale nicht nur mit einem Digitalwort von acht Bits definiert werden. In IST-Zeitmultiplex-Systemen werden sogenannte Vielfachrahmen eingeführt, um derartige Signale, die mehrere Wörter enthalten, zu übertragen, wobei diese Vielfachrahmen eine konstante oder variierende Anzahl von Rahmenperioden aufweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der Arbeitsweise des Wählers wird im erforderlichen Mass auch auf die an sich bekannte Vielfachrahmentechnik eingegangen.
Es werden nachstehend die Prinzipien beschrieben, welche für das passive Arbeiten einer signalbehandelnden Logikschaltung in einem der Wählmodule des neuen IST-Netzes
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gelten. Die Logikschaltung umfasst Empfangseinheiten, die nur auf die zugeordnete n2-Zahl-Adresse und den vorliegenden Signalcode reagieren, und Umwandlereinheiten, welche am Wählmodul ankommende Signale in die erwähnten Operationssignale und in Signale umsetzen, die vom Wählmodul weggehen. Die Umwandlereinheiten zur Verarbeitung der Rufsignale entscheiden gemäss einer einfachen zweiten Prioritätsregel, welches der Rufsignale, die gleichzeitig ankommen und an dieselbe Empfangssteuereinheit adressiert sind, in ein Operationssignal, um die entsprechende 16-16-Verbindung zu dieser Steuereinheit herzustellen, und in ein Rufsignal umgewandelt wird, das von dieser Steuereinheit ausgeht. Die Umwandlereinheiten zur Behandlung von Signalen der genannten Antwortarten haben einen einfacheren Aufbau als die Anrufumwandlereinheiten. Wegen der «Eins nach dem andern»-Regel reicht es aus, wenn die empfangende Steuereinheit nur den Antwortcode erhält, während ein umgewandeltes Rufsignal angeben muss, von welcher Steuereinheit in welches Leitungsmodul der Anruf kommt. Die Behandlung der Antwortsignale erfordert keinerlei Prioritätsregel.
Man erreicht, dass eine empfangende Steuereinheit, z.B. CU2,2, die Signale von Wählmodulen SMl/2-SMn/2 empfängt, die in Fig. 1 in einer Spalte aufgeführt sind, zur gleichen Zeit über sämtliche Wählmodule der entsprechenden Spalte (n2 = 2) angerufen werden kann und eine Antwort über eines der Wählmodule der Spalte empfangen werden kann. Wenn die empfangende Schalteinheit mit der entsprechenden Spalte der Wählmodule mit Hilfe einer gemeinsamen Zeit-multiplexleitung verbunden ist, wie es im Beispiel der Fig. 1 durch die Leitung Lb2 der Fall ist, dann ist ein Vielfachrahmen festzulegen hinsichtlich des Zeitschlitzes 0 der empfangenden Steuereinheit. Innerhalb dieses Vielfachrahmens ist z.B. jedem der Wählmodule der Spalte und folglich die anrufenden Leitungsmodule eine nl-Rahmenperiode, zur Rufsignalübertragung und eine Rahmenperiode, die allen Wählmodulen in der Spalte gemeinsam ist, für die Übertragung der Signale der Antworttype zugeordnet. Die genannte gemeinsame Rahmenperiode ist nicht erforderlich, wenn die Ruf-und Antwort-Umwandlereinheiten so modifiziert werden,
dass ein Antwortsignal ein Rufsignal unterbindet. Jedes Wählmodul sendet dann während eines Zeitschlitzes 0 nur ein Signal, entweder ein Antwortsignal oder ein Rufsignal. Wenn ausserdem eine separate Zeitmultiplexleitung für jedes Wählmodul vorgesehen ist, um Information zum entsprechenden Leitungsmodul zu übertragen, dann wird die Vielfachrahmenbildung für Signale, die von demWähler ausgehen, vermieden. In einem IST-Netz, das durch die separaten Leitungen modifiziert ist, erziehlt man, wie in Verbindung mit der Fig. 6 erläutert wird, einen schnelleren Signalgabevorgang mit kürzeren Maximalzeitspannen als beim System gemäss Fig. 1 mit den genannten gemeinsamen Leitungen Lb.
Figur 2 zeigt die für den Wähler gemeinsame Takteinrichtung CL, die eingangs der Beschreibung erwähnt wurde, um ein Zeitmultiplexformat mit 32 Zeitschlitzgruppen, von denen jede 32 Zeitschlitze hat, zu erzeugen. Eine Rahmenperiode von f = 125 jis umfasst 32 x 32 Zeitschlitze, so dass die Dauer eines jeden Zeitschlitzes p annähernd 122 ns beträgt. Die Zeitschlitze sind mit zwei Ziffern 0<m<31-0<t<31 bezeichnet. Beim Zeitschlitz 0-0 leitet eine Rahmenperiode ein, geht dem Zeitschlitz 0-1 voran und folgt dem letzten Zeitschlitz 31-31 des vorhergehenden Rahmens. Die Takteinrichtung bestimmt die Zeitschlitze aufgrund von Impulsketten, wie es in der Figur 2 gezeigt ist, welche in bekannter Weise erzeugt werden, z.B. mit Hilfe eines Schieberegisters. Es wird hier unterstellt, dass das IST-Netz nach dem Parallelübertra-gungsprinzip arbeitet, weshalb innerhalb der einzelnen Zeitschlitze keine Unterteilung in Bits vorgenommen wird. Die Takteinrichtung ist mit einem Ausgang <D versehen, der gemäss Fig. 2 eine Impulskette abgibt, die innerhalb jedes Zeitschlitzes einen Impuls und ein Intervall hat. Die (t'Impulse werden dazu benötigt, um in an sich bekannter Weise das Zusammentreffen von Schreib- und Lesevorgängen zu vermeiden, was später noch in Verbindung mit den Zeit-Durchschaltungen beschrieben wird. Die Takteinrichtung wird von einem Oszillator OS gesteuert, dessen Grundfrequenz 23+5+5+1 kHz« 16 MHz ist.
Figur 3 zeigt eine an sich bekannte Zeitstufe, mit der innerhalb des 32 x 32-Zeitmultiplexformats die Zeit-Durch-schaltungen durchgeführt werden. Die Zeitstufe enthält zur Hauptsache einen Informationsspeicher IM und einen Adressenspeicher AM. Die Schreibeingänge des Informationsspeichers sind über ein UND-Gatter Gl und über 32x31 UND-Gatter G2 mit den Zeitmultiplexleitungen La,nl für ankommende Information verbunden. Während der (D-Impulse eines Rahmens wird Botschafts- und Nachrichteninformation, die während der Zeitschlitze m-1 bis m-31 ankommt, in die zugeordneten Plätze des Informationsspeichers eingeschrieben. Signale, die während der Zeitschlitze m-0 ankommen, werden jedoch im Informationsspeicher nicht registriert. Somit wird die Botschafts- und Nachrichteninformation, die auf der Leitung La,nl übertragen wird, in allen Wählmodulen, die mit dieser Leitung verbunden sind, registriert, wobei diese Wählmodule in der Fig. 1 eine Zeile darstellen. Die Leseausgänge des Adressenspeichers AM sind mit einem Zeitdurchschaltungsdecoder TDEC über 32x31 UND-Gatter G3 verbunden, wobei der Decoder den Informationsspeicher während des (fr-Intervalls zum Auslesen auf die Leitung Lb,-nl/n2 adressiert, die von dem Wählmodul ausgeht. Die Kennzeichnung nl bzw. n2 legt gemäss Fig. 1 den der Zeitstufe zugeordneten Sender Tnl bzw. Empfänger Rn2 fest.
In Fig. 3 ist angenommen, dass der Zeitdurchschaltungsdecoder die Adressen 31-1 und 0-16 während der Zeitschlitze 0-31 bzw. 31-16 erhält, während in den übrigen Zeitschlitzen die Adressen m-0 übertragen werden, die beim Informationsspeicher eingehen. Die Nachrichteninformation ki, die im Informationsspeicher während des Zeitschlitzes 31-1 registriert wurde, wird demzufolge während des Zeitschlitzes 0-31 auf die Leitung Lb,nl/n2 abgegeben, und die während des Zeitschlitzes 0-16 registrierte Botschaftsinformation mi wird auf den Zeitschlitz 31-16 durchgeschaltet, doch wird die übrige, im Informationsspeicher registrierte Information nicht auf die abgehende Leitung übertragen. Der Adressenspeicher AM ist mit seinen Schreibeingängen über einen Operationsdecoder ODEC und über UND-Gatter G4, die während der (D-Impulse aktiviert sind, mit Operationseingängen 01 und 02 der Zeitstufe verbunden.
Die Fig. 4 zeigt signal-empfangende Einheiten SRU-C, SRU-A und SRU-E, die in der signal-behandelnden Logikschaltung eines Wählmoduls SMnl/n2 enthalten sind und die Ruf-, Antwort- und Verbindungsaufbausignale empfangen, die in einem Signalregister SREG gespeichert sind. Für die erwähnten Verbindungsabbausignale bzw. die Signale der Antworttype weist die Logikschaltung weitere Empfangseinheiten entsprechend den Einheiten SRU-E und SRU-A auf, die deshalb in der Fig. 4 nicht besonders dargestellt sind.
Das Signalregister SREG registriert mit Hilfe eines ODER-Gatters G5 und eines UND-Gatters G6 während der Zeitschlitze m-0 Leerlaufsignale, Rufsignale, Antwortsignale und Verbindungsaufbau- bzw. -abbausignale, die von der Leitung La,nl kommen. Jedes Ruf- oder Antwortsignal besteht aus zwei Digitalwörtern, dessen erstes neben dem entsprechenden Code C oder A eine n2-Zahl beinhaltet, um das Wählmodul SMnl/n2 zu adressieren, und von denen das zweite Digitalwort eine m2-Zahl enthält, um eine der empfangenden Steuereinheiten, die mit diesem Wählmodul verbunden sind, zu adressieren. Ein Verbindungsaufbausignal
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besteht aus vier Digitalwörtern, von denen das erste neben einem Verbindungsaufnahmecode E eine n2-Zahl zum Adressieren des Wählmoduls SMnl/n2 und das zweite, dritte und vierte die bereits erläuterten m2-, t2- und tl-Verbindungsauf-bauinformationen enthält.
Die signal-empfangenden Einheiten enthalten jeweils ein Coderegister CREG, AREG bzw. EREG, um konstant die genannten C-n2-, A-n2- bzw. E-n2-Information zu speichern. Darüber hinaus enthält jede signal-empfangende Einheit einen Komparator CC, AC bzw. EC, von denen jeweils ein Eingang mit dem zugehörigen Coderegister CREG, AREG bzw. EREG und der zweite Eingang mit dem genannten Signalregister SREG verbunden sind. Die Komparatorenaus-gänge sind jeweils mit den 32 UND-Gattern G7 verbunden, die während eines zugeordneten Testimpulses aktiviert werden, und zwar gemäss Fig. 4 den Zeitschlitzen 0-20, 1-20 ... 31-20, und deren Ausgänge jeweils mit der ersten Schiebestufe von Schieberegistern SH verbunden ist, die mittels den Taktimpulsen 0-0,1-0 ... 31-0 getaktet werden. Entsprechend der Anzahl von Wörtern der Signale enthalten die Schieberegister zwei oder vier Schiebestufen. So werden z.B. die zweiten Schiebestufen zwischen dem zweiten und dem dritten «fr-Impuls aktiviert, nach dem Testimpuls, während welchem das angeschlossene Gatter G7 aktiviert ist. Die zweite, dritte und vierte Schiebestufe der Schieberegister SH sind jeweils mit einem ersten Eingang eines UND-Gatters G8 verbunden, dessen zweiter Eingang mit dem Signalregister SREG verbunden ist und dessen dritter Eingang gemeinsam mit demjenigen Gatter G7 aktiviert wird, das mit dem zugehörigen Schieberegister verbunden ist. Die Ausgänge der Gatter G8 bilden die Ausgänge CM2, AM2, EM2, ET2 und ETI, von denen die oben genannten m2-, t2- und tl-Zahlen ausgesendet werden. Die Antwortsignale empfangende Einheit SRU-A ist mit einem Ausgang AM2 ausgestattet, während die Ruf- und Verbindungsaufbausignale empfangenden Einheiten SRU-C und SRU-E mit getrennten Ausgängen CM2 und EM2, ET2, ETI versehen sind, die jeweils einer Steuereinheit zugeordnet sind, die mittels einer ml-Zahl definiert ist. Die Empfangseinheit SRU-E für Verbindungsaufbausignale ist ausserdem mit Ausgängen M versehen, die mittels UND-Gatter G9 während eines ersten Operationsimpulses, der nach einem entsprechenden Testimpuls auftritt, aktiviert wird und gemäss Fig. 4 durch denjenigen m30-Impuls gebildet wird, der mit der Aktivierung der vierten Schiebestufe des zugehörigen Schieberegisters zusammentrifft.
Figur 5 zeigt eine Umwandlereinheit für Verbindungsaufbausignale, die erste Operationsregister OREG1 und UND-Gatter G10 aufweist. Die ersten Operationsregister sind mit den Ausgängen EM2, ET2 und ETI der Empfangseinheit SRU-E verbunden, weisen aber auch Registerabschnitte auf, um konstant die ml-Zahl der entsprechenden Sendesteuereinheit zu speichern. Die Gatter G10, die der entsprechenden ml-Zahl zugeordnet sind, sind mit ihren Eingängen an die Ausgänge M der Empfangseinheit SRU-E und an die ersten Operationsregister OREG1 angeschlossen und führen mit ihren Ausgängen auf die Operationseingänge 01 und 02 der Zeitstufe in einer derartigen Weise, dass die m 1-tl-Operationsinformation während des O-Impulses des ersten Operationsimpulses in Speicherplätze des Adressspeichers AM der Zweitstufe eingeschrieben werden, wobei die Adressen der Plätze durch die m2-t2-Operationsinformation bestimmt ist.
Figur 6 zeigt eine kombinierte Umwandlereinheit für Ruf-und Antwortsignale. Die m2-Zahlen, die als Antwortsignale von der die Antwortsignale empfangenden Einheit SRU-A durch den Ausgang AM2 erhalten werden, werden mit Hilfe eines Antwortdecoders ADEC dekodiert und stellen bistabile Flipflops FF auf «1». Ein auf «1» gestelltes Flipflop zeigt an, dass die zugehörige m2-Steuereinheit ein Antwortsignal erhalten soll, und aktiviert den ersten Eingang eines UND-Gatters Gli, das derselben m2-Zahl zugeordnet ist und dessen zweiter Eingang während des Zeitschlitzes 0 von derselben m2-Zahl aktiviert wird und dessen dritter Eingang mit einem Antwortregister REG-A verbunden ist, das konstant einen Antwortcode A speichert. Die «0»-Stellung des Flipflops wird mit Hilfe eines Löschimpulses erreicht, der der entsprechenden m2-Zahl beigeordnet ist; 10-Impulse gemäss Fig. 6. Die Ausgänge der Gatter Gl 1 sind auf die vom Wahlmodul abgehende Leitung Lb,nl/n2 geführt.
Die m2-Zahlen, die von der Rufsignale empfangenden Einheit SRU-C durch die genannten Ausgänge CM2 erhalten werden, werden mit Hilfe von Rufdecodern CDEC decodiert, die jeweils einer ml-Zahl für Sende-Steuereinheiten zugeordnet sind. Die Rufdecoder sind mit ihren Ausgängen an Prioritätsvorrichtungen PD-Obis PD-31 angeschlossen, die jeweils einer m2-Zahl für Empfangs-Steuereinheiten zugeordnet sind. Jede Prioritätsvorrichtung wählt entsprechend der oben erwähnten zweiten Prioritätsregel eine der Steuereinheiten aus, die während eines Rahmens die zugehörige Empfangs-Steuereinheit ruft. Jede Prioritätsvorrichtung ist mit Ausgängen CM1 versehen, denen jeweils eine ml-Zahl beigeordnet ist, und von denen folglich maximal eine zwischen zwei aufeinanderfolgenden Prioritätsimpulsen, die nach dem Testimpuls der Zweitschlitzgruppe m = 31 auftreten, aktiviert ist. Gemäss Fig. 6 bilden 31-30 Impulse die Prioritätsimpulse. Die Ausgänge CM1 sind jeweils mit einem UND-Gatter G 12 und einem UND-Gatter G13 verbunden. Die Gatter G12 übertragen in aktiviertem Zustand abgehende Rufsignale durch UND-Gatter G14 zur Zeitmultiplexleitung Lb,nl/n2, welche von dem Wählmodul SMnl/n2 ausgeht. Die ausgehenden Rufsignale, die neben einem Rufcode C die m-l-Zahl der rufenden Steuereinheit enthalten, sind konstant in Rufregistern REG-C gespeichert. Die Gatter G13 übertragen in aktiviertem Zustand eine ml-16-Operationsinformation über UND-Gatter Gl 5 zum Operationseingang 01 der Zeitstufe. Jede einer m2-Zahl zugeordnete Prioritätsvorrichtung PD ist ausserdem mit sämtlichen Ausgängen auf ein ODER-Gatter G16 geführt, dessen Ausgang mit dem ersten Eingang eines UND-Gatters G17 verbunden ist, das in aktiviertem Zustand m2-16-Operationsinformationen auf den Operationseingang 02 der Zeitstufe überträgt. Die Operationsinformationen ml-16 und m2-16, die konstant in zweiten Operationsregistern OREG2 gespeichert sind, werden benützt, um 16-16-Botschaftsverbindungen herzustellen. Beide Eingänge eines Gatters G12 oder eines Gatters Gl3 sind derselben m-Zahl zugewiesen. Darüberhinaus haben die Gatter G17 jeweils einen zweiten Eingang, der mit demjenigen Register der zweiten Operationsregister OREG2 verbunden ist, das eine m-Zahl entsprechend der m-Zahl der zugehörigen Prioritätsvorrichtung speichert.
Die Gatter G14 sind während des Zeitschlitzes 0 der entsprechenden empfangenden Steuereinheit geöffnet, sofern ein Ruf aber keine Antwort zur empfangenden Steuereinheit übertragen werden soll. Wenn ein abgehendes Rufsignal zur empfangenden Steuereinheit übertragen wird, dann sind die Gatter Gl5 und G17, die der entsprechenden m2-Zahl zugeordnet sind, während eines zweiten Operationsimpulses dem m2-5-Impuls, entsprechend Fig. 6, der der entsprechenden Zeitschlitzgruppe angehört, geöffnet.
Die Gatter Gl 1 und G14 werden ohne die oben erwähnte Vielfachrahmenbildung gesteuert, da angenommen wird, dass die Zeitmultiplexleitung Lb,nl/n2 das Wählmodul SMnl/n2 separat mit dem Leitungsmodul verbindet, das durch die n2-Zahl definiert ist. Dank der separaten Leitung Lb,nl/n2 brauchen die abgehenden Rufsignale die nl-Zahl, die zum aussendenden Leitungsmodul gehört, nicht zu enthalten.
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4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Integriertes Wähl- und Übertragungsnetz mit einer Vielzahl von Leitungsgruppen (LG), welche mit einem blockierungsfreien digitalen Wähler (S) mit untereinander gleichen Wählmodulen (SM) über zugehörige Leitungsmodule (LM) mit jeweils einem Sender (T) und jeweils einem Empfänger (R) und über zugehörige Zeitmultiplexverbindungen (La, Lb) verbunden sind, von denen jede eine erste Zeitmultiplexlei-tung (La) und wenigstens eine zweite Zeitmultiplexleitung (Lb) aufweist, um in Zeitmultiplexform digitale Nutz- und Steuerinformationen von einem Sender (T) zum Wähler (S) und von diesem zu einem Empfänger (R) zu übertragen,
wobei der Wähler (S) räumliche und zeitliche Kanaldurchschaltungen durchführt, dadurch gekennzeichnet, dass jedes von mindestens zwei Wählmodulen (SM 1/2, SM2/1) einem Paar von Leitungsmodulen (LMi, LM;) zugeordnet ist, wobei über die genannten Zeitmultiplexverbindungen sein Eingang mit dem Sender (T) in dem einen und sein Ausgang mit dem Empfänger (R) in dem anderen des Paares von Leitungsmodulen verbunden ist, dass jedes Wählmodul (SM) zur Informationsübertragung von dem ihm zugeordneten Sender (T) zu dem ihm zugeordneten Empfänger (R) eine Zeitstufe (TS) und eine Logikschaltung (SL) aufweist, welche von dem Sender (T) kommende Steuersignale in Operationssignale zum Steuern der zugehörigen Zeitstufe (TS) und in Steuersignale für den Empfänger (R) umwandelt, dass keine Verbindungen zwischen dem Ausgang eines beliebigen Wählmoduls und dem Eingang eines anderen beliebigen Wählmoduls (SM) vorgesehen sind, und dass jedes der Leitungsmodule (LM) eine Steuereinheit (CU) zur Herstellung von Nutzverbindungen innerhalb seiner eigenen Leitungsgruppe (LG) und, in Zusammenarbeit mit der Steuereinheit (CU) einer anderen Leitungsgruppe, zum Steuern des Wählers bei der Herstellung einer Nutzverbindung zwischen der eigenen und der anderen Leitungsgruppe aufweist.
2. Integriertes Wähl- und Übertragungsnetz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich mindestens ein weiteres Wählmodul (SM2/2) einem einzigen Leitungsmodul (LM2) zugeordnet ist, wobei sein Eingang mit dem Sender (T2) und sein Ausgang mit dem Empfänger (R2) über die Zeitmultiplexverbindung (La2, Lb2) verbunden ist.
3. Integriertes Wähl- und Übertragungsnetz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem genannten einzigen Leitungsmodul (LM2) verbundene Leitungsgruppe (LG2) wenigstens eine Leitungsuntergruppe (LSG2,1 bis LSG2,m) enthält, die mit einer in diesem Leitungsmodul (LM2) enthaltenen Steuereinheit (CU2,1 bis CU2,m) zur Herstellung von Nutzverbindungen innerhalb der zugehörigen Leitungsuntergruppe (LSG2,1 bis LSG2,m) und, in Zusammenarbeit mit der Steuereinheit einer anderen Leitungsuntergruppe, zum Steuern des Wählers bei der Herstellung einer Nutzverbindung zwischen der eigenen und der anderen Leitungsuntergruppe verbunden ist.
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